Astrologie | Richtungen der Astrologie
Vererbungslinien im Geburtsbild / Einführung in das Astrogramm
Peter-Johannes Hensel AstroPolarity
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Donnerstag, 11. November 2004, 14:36
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In diesem Sinne eignet sich systemische Arbeit bestens, um astrologische Erfahrungsbilder zu bestätigen (und umgekehrt!). Bei systemisch/astrologischer Arbeit in Bezug auf Vererbungslinien gilt es immer zu beachten, dass häufig sowohl gleich- als auch gegengeschlechtliche Identifikationen deren Verfolgung erschweren (konkrete astrologische Analogien: gleichg.Ident.: Neptun-Mond, gegeng.Ident.: Uranus-Mond). Wenn in einem Aufstellformat solcherlei Unklarheiten auftauchen, ist es i.d.R. ratsam, die gleichgeschlechtliche Linie als erste zu verfolgen. Die Erfahrung lehrt, dass die primär wichtigeren Erbsubstanzen die Neigung haben, die gleichgeschlechtliche Linie (unter normalen Umständen) möglichst nicht zu verlassen. Das bedeutet, dass dem Mond BEI BEIDEN GESCHLECHTERN eine herausragende Rolle zukommt (s. Beschreibung unten) - nicht nur bzgl. der astrologisch nachweisbaren Vererbungslinien sondern auch in der Übertragung auf systemische Klientenarbeit. Im Frühjahr 2005 wird in meinem Berliner Ausbildungscentrum ein 3-tägiger Spezialworkshop "Astrologisch-systemische Strukturarbeit" zu diesem Themenkomplex ausgerichtet, der sich an Astrologen und/oder systemisch Arbeitende wendet. Infos werden rechtzeitig bekanntgegeben, können aber vorab auch unter obiger Fonnummer nachgefragt werden. *** In vielen Fällen ist es sinnvoll, das Geburtsbild im weiteren Kontext eines Familiensystems zu sehen. Dies tun wir zwar automatisch dadurch, daß die Konstellationsbilder per se schon Informationen über die Familie speichern, allerdings in rein subjektiver Form (Sicht des Horoskopeigners). Um eine objektivere Aussage zu ermöglichen, müssen die Konstellationsbilder von Vater und Mutter in Beziehung zu denen des Kindes gesetzt werden. Jeder Mensch setzt sich aus drei Anlageteilen zusammen: dem des Vaters, der Mutter und einem Eigenanteil. Diese Anteile sind unterschiedlich ausgeprägt, sowohl qualitativ als auch quantitativ. Das Astrogramm wird immer aus der Sicht des Kindes als dem sog. Fokus gezeichnet. Dies geschieht wie folgt: Zunächst werden alle Konstellationsbilder von Saturn, Uranus, Neptun und Pluto vom Vater aufgezeichnet. Danach verfährt man mit dem Geburtsbild der Mutter, dann mit dem des Kindes auf die gleiche Weise. Beim Kind sind die folgenden Regeln zu beachten, um subjektiv vererbte Anlagen zu isolieren: Die Mutter im Geburtsbild von Frauen: Mond + Kontext Feld 4 + Planeten in Feld 4 Von Männern: Mond + Kontext Feld 4 und Feld 10 + Planeten in Feld 4 und Feld 10 Ggf. Spannungsaspekte der gefundenen Planeten Der Vater im Geburtsbild von Frauen: Sonne + Kontext Feld 10 + Planeten in Feld 10 Von Männern: Sonne + Mond + Kontext Feld 4/5 + Planeten in Feld 4/5 Ggf. Spannungsaspekte der gefundenen Planeten Prinzipiell gilt, daß das gleichgeschlechtliche Elternteil im 4. Feld und das gegengeschlechtliche Elternteil im 10. Feld abgebildet ist. Daraus ergibt sich für Männer ein komplizierterer Ausgangspunkt für die Deutung der Mutter, da beide Felder berücksichtigt werden können. Bei Männern gilt des weiteren, daß auch der Mond den Vater abbilden kann (Beachten: Mond als Symbol der Identität und damit des gleichgeschlechtlichen –identischen- Prinzips, welches auch auf Elternteile übertragbar ist). Insofern ist die Interpretation der Eltern im männlichen Horoskop prinzipiell komplexer als im weiblichen. In sehr wenigen Fällen können Sonne und Mond die normalerweise eindeutigen Rollen für Vater und Mutter tauschen, z. B. dann, wenn etwa die Mutter eines Kindes vor diesem „den Vater spielt“. Dies wird oft unterstützt von schon stark vorhandenen männlichen Anteilen der Mutter, bei gleichzeitig schwachen männlichen (oder starken weiblichen) Anteilen des Vaters. Sollte der Vater eines Kindes „die Mutter spielen“, so gilt sinngemäß das Gegenteil. Hinweis: ob dies geschieht hat prinzipiell nichts mit „Alleinerziehung“ zu tun. Derartiges kann sich unter allen Umständen zeigen. Die beim Kind gefundenen Konstellationsbilder werden nun mit denen der Eltern verglichen, wobei gleiche Konstellationsbilder zu Vater und Mutter markiert werden und diese die entsprechende elterliche Prägung symbolisieren. Sie sind dann (i.d.R. als ungelöste Problematik der Eltern) objektiv vererbt worden. Daher hat das Kind daran einen geringeren Anteil zu tragen als bisher angenommen. Für diese Anlageteile gilt: 1. sie können dem Elternteil in bestimmten Fällen zurück gegeben werden 2. man ist dem Elternteil gegenüber eine „Lösungs-Verpflichtung“ eingegangen (Pflicht) 3. man hat bzgl. des Elternteils ein Recht auf dessen Hilfe bzgl. der Lösung (Recht) Konstellationsbilder, die nur beim Kind auftauchen, markieren dagegen den Eigenanteil des Kindes, mit dem die Eltern ihrerseits nichts zu tun haben. Für diese Anlageteile gilt: 1. sie können nicht zurückgegeben werden 2. sie müssen eigenständig gelöst werden 3. sie machen den Menschen selbst-ständig 4. kein Elternteil kann helfen 5. es gibt Pflichten und Rechte nur in Bezug auf sich selbst Merke: eine subjektiv auf die Mutter gerichtete Konstellation kann objektiv vom Vater stammen (oder umgekehrt). Beispiel: ein Mars in 4 bei einer Frau (wird subjektiv von ihr auf die Mutter bezogen), die Mutter hat die Konstellation nicht (keine objektive Vererbung), jedoch der Vater (objektive Vererbung). Wichtig: Nur Wirkungen (Formen) können von Eltern auf Kinder astrologisch übergeben werden, bzw. von Kindern den Eltern symbolisch zurück gegeben werden. Ursachen (Inhalte) sind nicht übertragbar! Wirkungen können von Eltern jedoch sowohl auf die Wirkungs- als auch auf die Ursachenebene der Kinder übertragen werden! Elterliche Wirkungen, die auf die ursächliche Ebene des Kindes übertragen wurden, können vom Kind nur schwer – wenn überhaupt – als vom Elternteil stammend identifziert werden. Es ist ratsam, diese Anlagen ähnlich dem Eigenanteil zu verstehen. Über die Astrogramme von Familien kann man nicht nur erkennen, welche Thematik objektiv oder subjektiv zu welchem Elternteil gehört, sondern auch, ob das Thema sich über Generationen mit oder ohne Sprünge weiter gegeben hat bzw. ob bestimmte Themen von den Männer- oder den Frauenlinien in der Familie bevorzugt werden (vorausgesetzt, man hat die jew. Geburtdaten). Zu beachten ist weiterhin, daß nur die leiblichen Eltern die Horoskopanlage prägen, egal, wie sich der Lebensvollzug des Kindes gestaltet. In diesem Sinne sind Stiefväter- und mütter, Adoptiveltern oder gar Großeltern, welche die Erziehung vornehmen nur „Erfüllungsgehilfen des Schicksals“, um den durch die leiblichen Eltern geprägten Anlagen im Horoskop des Kindes zum Leben zu verhelfen. Daher ist es plausibel (Astrologik), daß die Erfüllungsgehilfen sich aus der Sicht des Kindes mit keiner all zu sehr abweichenden Eigenart vom Naturell der Eltern in den Lebensvollzug des Kindes einmischen. Das Kind betrachtet daher unbewußt die Erfüllungsgehilfen und die leiblichen Eltern gleich. Das Problem dabei: Weder die Stiefeltern noch das Kind würdigen i.d.R. die leiblichen Eltern als jene, die dem Kind (mindestens) das Geschenk des Lebens gemacht haben. Dieses Geschenk muß angenommen werden um sich selbst annehmen zu können! Wird es nicht angenommen, müßte man es „zurückgeben“, was den Tod bedeuten würde. Merke: ein Zurückgeben des Geschenks des Lebens ist nicht möglich, wohl aber ein Weitergeben (an die eigenen Kinder). Nur so kann ein Ausgleich von Geben und Nehmen hergestellt werden. I.d.Regel scheitern umfangreichere Astrogramme leider an den fehlenden Geburtsdaten der Großeltern. Sinnvoll sind sie aber in jedem Falle, das „Magische Dreieck“ Vater, Mutter, Kind zu betrachten. *** Eine umfassende Darstellung des Themas erleben Sie in den Abendseminaren oder im Fernunterricht des AstroPolarity Ausbildungs & Beratungscentrums. (c) 1981-2004 Peter-Johannes Hensel
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