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Mars im Horoskop

astronova Versand
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Mittwoch, 12. Januar 2005, 15:04

'Mars im Horoskop' - Beitrag von astronova Versand












Liz Greene, Darby Costello, Lynn Bell, Melanie Reinhart
Mars im Horoskop
Hardcover, 320 Seiten, € 29,90
ISBN 3-89997-115-9


Das Leben mit Mars

Worum geht es nun eigentlich bei Mars? Denken wir einmal daran, wie Mars sich in Gefahrensituationen verhält. Stellen Sie sich das Gefühl vor, das Ihnen ein Adrenalinstoß verursacht, wenn Ihnen als Autofahrer ein Auto zu nahe kommt, oder an Ihre Reaktion, wenn vor Ihnen ein Kleinkind auf die Straße läuft. Natürlich ist in jeder körperlichen Aktivität ein gewisses Maß an Mars-Energie enthalten, beispielsweise im Joggen oder im Fußballspielen. Aber das ist eine ganz andere Kategorie, als wenn wir in Situationen marsisch reagieren, in denen es um Leben und Tod geht. Und abgesehen von gelegentlichen Gewaltausbrüchen – Überfällen, Diebstählen, Krawallen, Plünderungen oder blinder Zerstörungswut – leben die meisten von uns doch in relativ großer Sicherheit. Vor noch gar nicht allzu langer Zeit war das Leben in London noch »gefährlich, brutal und kurz«, und man traf Halsabschneider eher in den Hinterhöfen der Stadt als in der Geschäftswelt. Wenn wir nur ein paar 100 Jahre zurückschauen, sehen wir, dass wir heute als Westeuropäer oder Nordamerikaner in einer wesentlich sichereren Welt leben.

Auf Mars treffen wir dennoch überall. Alles, was wir tun müssen, ist die Spur der unsichtbaren Kriege in unserem Bewusstsein zu verfolgen, diese nicht enden wollenden Dialoge in unseren Köpfen. »Kann ich das auch wirklich? Sollte ich das tun? Darf ich das auch?« Oder auch einfach nur einen Blick auf die offensichtlichen Willenskämpfe werfen, die wir mit den Menschen um uns herum führen – unseren Partnern und Kindern, unseren Eltern und Kollegen. Mars ist so etwas wie eine Schnittstelle zwischen dem Einzelnen und der Außenwelt. Er ist einer der inneren Planeten, aber er ist dennoch weiter von der Sonne entfernt als die Erde, und von einem rein visuellen, geozentrischen Standpunkt aus gesehen hat er die Fähigkeit, auf eine Art und Weise den ganzen Himmel abzulaufen, die Merkur und Venus nicht zur Verfügung steht. Mars bewegt sich genau in dem Territorium zwischen dem Individuum und dem Rest der Welt da draußen. Er setzt uns in Bewegung, aus unserer inneren Bilderwelt in die äußere Welt der Handlung hinaus. Mars trägt uns über Grenzen hinweg in das Leben, wir erschaffen und zerstören und stoßen dabei immer wieder mit anderen Menschen und deren Wünschen zusammen, treffen auf Widerstand und setzen uns durch.

Mars hat etwas mit dem Überleben zu tun, mit aktiver und passiver Verteidigung, aber er symbolisiert auch unsere Fähigkeit, hinauszugehen und uns das zu holen, was wir wollen. Und das verlangt immer ein gewisses Maß an Wettbewerb mit anderen Menschen. Mars trifft immer wieder auf andere Menschen und auf deren Wünsche. So seltsam es scheinen mag, er ist ein Beziehungsplanet, weil er andere Menschen einfach umrennt, wenn sie zufällig im Wege stehen. Und dann müssen wir uns mit ihnen auseinander setzen, ob wir das nun wollen oder nicht. Bedeutet das zu bekommen, was man möchte, dass man es einem anderen wegnehmen muss? Weil Mars einen Bezug zur Außenwelt hat, wird er zumindest teilweise kulturell definiert.
In Frankreich wird man dafür bewundert, wenn man den Nerv hat, sich in einer Schlange vorzudrängeln oder eine Ampel zu missachten. Die Franzosen tun den Umgang der nördlichen Länder mit diesen Situationen eher ab und blicken verächtlich auf diejenigen, die an der Ampel geduldig darauf warten, die Straße zu überqueren, auch wenn kein Verkehr ist. Sie rempeln einander an, ohne das obligatorische »Entschuldigung!«, das man in England oder Deutschland hören würde. Vor allem in England besteht eine generelle Übereinkunft, dass es die fairste Art für alle ist, das zu bekommen, was man will, indem man darauf wartet, bis man an der Reihe ist. Wir stehen also rechts auf einer Rolltreppe, damit die, die es eilig haben, uns überholen können. In Paris käme das niemandem in den Sinn! Es scheint, als würde Freiheit in Paris sich durch die Fähigkeit definieren, die Anwesenheit anderer Menschen an öffentlichen Orten einfach zu ignorieren. Jede Kultur gibt dem Mars-Prinzip also ihren eigenen Raum

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