Das Wassermann-Zeitalter - Teil 1
Anspr.-Partner: Dr. H. Nitsche Wellenastrologie
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Samstag, 26. Februar 2005, 11:53
Das Wassermann-Zeitalter
Wir leben in einer Zeit der Veränderung und Beschleunigung. Täglich stürmen so viele Informationen auf den Einzelnen ein, dass eine tiefgründige Verarbeitung kaum erfolgen kann. Einerseits sind die Möglichkeiten, sein Leben zu gestalten, vielschichtig und individuell wie nie zuvor. Andererseits sind viele der politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen nicht mehr durchschaubar und erwecken Existenzängste. Täglich werden wir mit objektiven und subjektiven Katastrophen (Naturkatastrophen von unvorstellbaren Ausmaßen, Kriegen, extremen wirtschaftlichen Entwicklungen und anderen Krisensituationen) konfrontiert, deren Sinn nicht erkennbar ist und bei vielen Menschen seelische Unsicherheiten und Zukunftsängste entstehen lassen. Gegenwart und Zukunft sind nicht aus sich selbst zu erklären. Dazu benötigen wir einen allgemeinen Schlüssel, der die Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung sichtbar machen kann. Sicher gibt es verschiedene Modelle zur Erkenntnis der Geschichte. Im kommenden Jahr werden wir uns in den Institutsnachrichten mit dem Wassermannzeitalter und seinem Sichtbarwerden in den verschiedensten Lebensbereichen des Alltags beschäftigen.
In den alten Hochkulturen gab es ein geheimes Wissen um den Zusammenhang zwischen dem Sternenlauf und dem Geschichtsverlauf, zwischen kosmischen Rhythmen und Menschheitsentwicklung. Das Wissen, dass Mensch und Kosmos zusammenhängen, war tief verwurzelt. Der Himmel war ursprünglich ein Bilderbuch, an dem die Priester der Astralreligionen auch Veränderungen und wiederkehrende Konstellationen erkannten und davon Gesetzmäßigkeiten für das Entstehen und Vergehen großer Kulturen ableiteten. Dazu gehört auch die Theorie vom Großen Jahr bzw. vom Platonischen Weltenjahr, die die Grundlage für die Theorie vom Was-sermannzeitalter bildet. Die ersten schriftlichen Überlieferungen dazu gehen auf den griechischen Philosophen Plato (427 bis 347 vor Chr.) zurück. Die Babylonier und Griechen waren bereits in der Lage, den Rhythmus des Frühlingspunktes (Präzessionsrhythmus) zu berechnen. Sie wussten, dass der Frühlingspunkt (der Tag, an dem im Frühjahr Tag und Nacht gleich lang sind) ganz langsam rückwärts durch den Tierkreis wan-dert und für die ganzen 360° des Tierkreises ca. 25 920 Jahre braucht. Der Tierkreis besteht aus 12 Sternbildern. In jedem Sternbild hält sich der Frühlingspunkt 1/12 der Zeit auf, etwa 2160 Jahre. Diese Zeit nennen wir den platonischen Weltenmonat. Die Wanderung des Frühlingspunktes durch den Tierkreis ist ein anschauliches Beispiel für den hermetischen Satz Wie oben, so unten, denn der größte uns bekannte kosmische Rhythmus von 25920 Jahren stimmt mit dem Atemrhythmus des gesunden Menschen überein: Der Mensch atmet etwa 18mal in der Minute. Das ergibt 25920 Atemzüge am Tage. Untersuchungen ergaben sogar, dass tagesbedingte Atembeschleunigungen während des Schlafes ausgeglichen werden.
Die Lehre von den Weltzeitaltern geht davon aus, dass das Tierkreiszeichen, in dem sich der Frühlingspunkt befindet, den Charakter der Epoche bestimmt. Bezugspunkt sind die jeweiligen Hochkulturen. Als der Früh-lingspunkt etwa 150 vor Christus in das Sternbild Fische eintrat, tauchten in der Menschheit die Sehnsüchte nach einem Erlöser, nach der Hoffnung auf ein besseres Jenseits auf. Das Christentum, das ursprünglich als Religion der Sklaven entstand, ist eine Religion mit hoffnungsvollem Blick auf das Leben nach dem Tod, das Leben im Paradies. Die Urchristen trafen sich im Geheimen, in den römischen Katakomben und hatten als Erkennungszeichen einen Fisch.
Der Frühlingspunkt war in das Zeichen Fische eingetreten!
Wir sprechen von der Fische-Zeit. Dementsprechend groß ist auch die Rolle, die Fische im Christentum spielen: Die Jünger waren Fischer und sollten Menschenfischer werden; die Speisung der 5000 mit Brot und Fischen…
Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts schmuggelt sich die Wellenlinie in das alltägliche Leben. Auf vielen Geräten finden wir eine einfache oder manchmal auch doppelte Wellenlinie: Gedacht als Zeichen für Wechselstrom, ist doch seit alters her die Wellenlinie das Symbol des Tierkreiszeichen Wassermann. Etwa seit 1950 sind wir im Übergang in dieses neue Zeitalter, in das Wassermann – Zeitalter. Da es sich um einen langen Zeitraum von 2160 Jahren handelt, ist dieser Übergang fließend und nicht exakt definierbar. Schon 1958 wies Carl Gustav Jung, der Begründer der Analytischen Psychologie, darauf hin, dass die Menschheit heftigen seelischen Wandlungen entgegengeht, wie sie jeweils am Ende eine platonischen Weltenmonats und am Beginn eines neuen auftreten.
Das Symbol des Wassermannzeichens sind zwei parallele Schwingungslinien als Hinweis darauf, dass Geist und Materie, Seele und Körper harmonisch miteinander schwingen. Schwingung ist ein Schlüsselwort unserer Zeit, aber auch nicht neu, schließlich formulierte der ägyptische Priester und Eingeweihte Hermes Trismegistos bereits vor Jahrtausenden: Alles ist Schwingung. Die moderne Physik bestätigt diese Aussage und betrachtet den Kosmos inzwischen als großes Schwingungsgebilde.
Bei der Lehre von den Weltzeitaltern bestimmt aus astrologischer Sicht der Frühlingspunkt den Aszendenten und gibt damit den Beginn des 1. Hauses des Horoskops des Zeitalters an.
Im Horoskop des Wassermannzeitalters ist das 1. Haus und damit der Grundcharakter der Epoche vom Zeichen Wassermann geprägt.
Was bedeutet es, wenn das Zeichen Wassermann im 1. Haus des Horoskops der neuen Epoche liegt?
Bereits in den 60ger Jahren wurde das Wassermannzeitalter im Musical Hair besungen und als Aufbruch in eine neue, bessere Welt mit mehr Offenheit und Toleranz unter den Menschen verstanden.
Das Gefühl, dass eine Menschheitsepoche zu Ende geht, wurde fast zeitgleich im Roman Die sanfte Verschwörung im Zeichen des Wassermann der Amerikanerin Marylin Ferguson im Zusammenhang mit Umweltproblemen thematisiert. Sie vertrat die Überzeugung, dass zur Erhaltung der Natur ein Neues Bewusstsein notwendig wird. Der Physiker Capra prägte einige Jahre später für das neue Weltbild den Begriff Wendezeit, als neue Verbindung zwischen naturwissenschaftlichem und spirituellen Wissen, auch als Annäherung zwischen westlicher und östlicher Esoterik. In den 90ger Jahren des letzten Jahrhunderts machte schließlich ein amerikanischer Historiker mit dem Buch Das Ende der Geschichte Furore.
Wir leben in einer Schwellensituation. Das Gefühl, dass Gewohntes und bislang sicheres Wissen und Lebenseinstellungen nicht mehr tragen, bringt Verwirrung. Das Neue ist noch nicht sicher einzuordnen.
Was können wir vom neuen Zeitalter erwarten?
Es wird ein spannungsreiches Zeitalter werden. Uranus bestimmt den Zeitgeist: Wir werden also mit der Beschleunigung des Lebens, mit radikalen Veränderungen, mit völlig neuem und unerwartetem Wissen konfrontiert. Das Prinzip der Entgrenzung, der Aufsprengung alles Bekannten, der extremen Freiheit des Denkens wird Unruhe stiften und uns völlig neue geistige Dimensionen, neue Forschungsrichtungen und neue Lebensmöglichkeiten eröffnen.
Uranus ist auch das Prinzip der Intuition: Spiritualität und Sinnsuche werden für zunehmend mehr Menschen wesentlich. Der Mensch wird individueller, womit zumindest im Übergang die Egoismen wachsen können. Doch auch die Suche nach Wahlverwandtschaften wird intensiver und grenzenlos. Das Wassermannzeitalter fördert eine weltweite Vernetzung (World Wide Web) und die Globalisierung.
In dem vergangenen Weltenmonat, im Fische - Zeitalter, war das Seelenhafte das Ideal. Jetzt treten geistige Kräfte in den Vordergrund.
Fortsetzung in Heft 2/2005 des Online-Magazins zur Wellenastrologie
Anmerkung zum Bild: Das Bild ist aus dem Internet, die Quelle ist leider nicht mehr bekannt. In diesem Bild ist unser Zeitalter sehr treffend dargestellt
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