Astrologie | Astrologie & Spiritualität
Astro-Portrait Anthony Perkins (Teil 2)
Holger A. L. Faß
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Mittwoch, 6. April 2005, 11:20
73 Jahre wäre er jetzt geworden - am 4. April 1932 wurde Anthony Perkins geboren. Lesen Sie aus diesem Anlass ein Astro-Portrait.
Lesen Sie zunächst Teil 1 des Astro-Portraits.
Er ist ein ulkiger Vogel mit einem originellen Hobby (uranisch), hat ein sympatisches, linkisches Auftreten verbunden mit einem nervösen Mundwinkelzucken (Zwillings-AC), eine starke Mutterbindung (Fische-Mond), ein leichtes Stottern (rückläufiger Merkur) , er managt das Motel alleine (Widder-Betonung)... Alles Faktoren, die wir in obigem Horoskopbild finden. Haben wir hier tatsächlich das Radix von Norman Bates vor Augen?
Anthony Perkins hat zumindest Teile seiner Persönlichkeit schauspielerisch dargestellt. Dazu gehört sicherlich auch die Erfahrung, mit der Mutter stark verbunden zu sein. Sein Vater Osgood Perkins starb früh und es soll daher zu einer engen Mutterbindung gekommen sein. Tatsache ist, daß die Kontaktaufnahme zu Frauen für Anthony Perkins lange Zeit problematisch war. Die Frage der eigenen sexuellen Orientierung spielte dabei sicherlich ebenso eine Rolle. Astrologisch finden wir dies in der Venus im zwölften Haus wieder: die unnahbare Frau. Kombiniert mit Fische-Mond entsteht eine Heilige, die unantastbar bleiben muß. Das Profane, womöglich Leibliche (Gegenprinzip Jungfrau / Haus 6) würde die idealisierte Partnerin in den Schmutz ziehen:
N.B.: Mutter, sie ist fremd hier, hat noch nichts gegessen und draußen gießt es in Strömen.
Mutter: Mutter sie ist fremd hier, wenn ich das schon höre, gerade weil sie fremd ist, man liest doch immer wieder von diesen Weibern, dass sie sich auf den Landstraßen herumtreiben.
N.B.: Sie hat noch nichts gegessen.
M.: Das kann ich mir denken, dass sie Appetit hat, aber mehr auf meinen Sohn als auf ein Stück Brot.
N.B.: Mutter bitte sei still.
M.: Ja, mich widert es auch an, von diesem Schmutz zu sprechen, mich ekelt es an bloß, daran zu denken.
N.B.: Sei still, sein endlich still.
Anthony Perkins löste als Schauspieler die harten Männerhelden ab. Den gebrochenen Jungen mit der angeschlagenen Psyche kann man wirklich nicht mehr in einen Topf werfen mit den Haudegen, wie sie in den 50er Jahren z.B. von John Wayne verkörpert wurden. In "Psycho" setzt er seine Kraft und Verschlagenheit nicht für die Weltenrettung ein, sondern sie ist Teil seiner Rollenproblematik. An der Kraft Plutos im Quadrat zur Uranus-Sonne-Merkur-Konjunktion geht der leicht schüchterne Junge zugrunde – der Mann wird zum Anti-Helden. Dieser Quadrat-Aspekt zeigt den Druck an, "jemand" zu sein oder "jemand" zu werden. Es gilt, die Zügel selbst in die Hand zu nehmen und ein eigenes Profil zu erarbeiten. Was nun, wenn die sensiblen Momente des Horoskops verführerischer erscheinen? Der Fische-Mond in der herrlichen Sextil-Verbindung zwischen Saturn und Venus? Ergänzt durch das Gefühl der Größe, daß das Trigon Jupiter-Sonne zu glauben geneigt macht?
Anthony Perkins selbst hat seine Berufung als Schauspieler einmal als "Zuflucht" bezeichnet: "Ich wollte nicht selbst etwas werden, aber ich fühlte mich wunderbar glücklich, jemand anders zu sein." Selbst etwas zu werden hieße ja, sich festlegen zu müssen. Ein Gräuel für einen Wassermann-MC. Gleichzeitig bleibt der Auftrag Uranus-Quadrat-Pluto, den die Widder-Sonne erhält, "selbst etwas zu werden".
Sonne-Uranus ist stets auch ein Vatermörder-Bild. Es zeigt den Nachkommen, der den Vorfahr vom Thron stößt. Pluto im Quadrat verstärkt den zerstörerischen Moment davon. Held wird man, indem man rebelliert, sich gegen die Obrigkeit auflehnt und Autoritäten als solche nicht anerkennt. Die vier Planeten im Widder können dieser Grundaussage zustimmen. Norman Bates war eine solche Ödipus-Figur.
Auch Anthony Perkins schlüpfte in die Kleider seines Vaters Osgood Perkins. Wie dieser entschied er sich, Schauspieler zu werden. So übernahm der Sohn die Rolle des früh verstorbenen Vaters. Beruflich und familiär. Seine Homosexualität bewahrte ihn davor, frühzeitig Frauenbindungen einzugehen – später ließ er sich von der Gleichgeschlechtlichkeit "heilen". (Bitte fragen Sie mich nicht wie – ich weiß es nicht.) Als Familienvater benannte er später seinen ersten Sohn nach seinen Dad: Osgood.
...wird fortgesetzt...
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Holger A. L. Faß
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