Astrologie | Uranische Astrologie
Geschichte des Mandala
Ruth Brummund
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Samstag, 31. März 2001, 08:04
Als im Sommer 1983 das Schweizer Astrologen Ehepaar Huber ihr Seminar in Hamburg veranstalten wollte, erhielt der Vorstand der Hamburger Schule eine Einleidung dazu. Mit drei Personen nahmen wir daran teil. Neben den bekannten Methoden führte uns Bruno Huber seine Neuentwicklung über die Arbeit mit der Amphore vor. In ihr stapelte er die Planeten nach einem für mich unverständlichen System auf. Unten befand sich der Saturn für den Urgrund in der Bedeutung als Mutter. Darauf wurden die anderen Planeten aufgebaut. Das war mir irgendwie fremd, regte mich aber zu weiterem Nachdenken an. Warum sollte es nach dem Witte System nicht auch möglich sein, tiefenpsychologisch Menschen erfassen zu können? Wir arbeiten mit 22 Faktoren, die aus 10 Planeten, 8 Transneptunern und 4 Bezugspunkten bestehen. Energien gehen nur von rotierenden Körpern aus. Die Bezugspunkte sind berechnete Positionen mit Hilfe des Fixpunktes (Widderpunkt ) innerhalb eines Kreises und geben allein keine Energien ab, sind aber notwendig, um Faktoren zu binden. Ziehen wir die Bezugspunkte von 22 ab, erhalten wir 18 Faktoren, bestehend aus 10 Planeten und 8 Transneptunern. Wird jedem Planet ein Tranneptuner zugeordnet, bleiben 2 Planeten übrig. Aber welche? Nach vielem Hin und Her des Überlegens wurden Merkur und Jupiter als die geeigneten Planeten zur Paarung festgelegt. Ein Schema und eine Aufteilung mußte gefunden werden. Um 9 Felder mit je 3 Bereichen wurde ein Kasten geformt. Die Polarität von Introversion und Extraversion nach C. G. Jung in der Vertikalen brauchten eine Verbindung, die als Balance angesehen werden muß. Mit der Bezeichnung Synthese ist die Brücke zueinander geschaffen worden. Doch wie sieht es in der Horizontalen aus? Auf dem Unterbewusstsein ES baut sich das Bewusstsein EGO und darauf das Überbewusstsein SUPER EGO auf. ES und SUPER EGO wirken aber beide unbewusst. Wir werden von ihnen oft zu Handlungen und Verhaltensweisen motiviert, die wir uns nicht erklären können. Besteht nach diesem Weg die Möglichkeit, zu erkennen, warum so agiert wird, war das Thema. Dazu wurden in jedes Kästchen die entsprechenden Paare von Faktoren postiert. Es musste auf die Bereiche geachtet werden, zu denen sie am besten passten und eine treffende Aussage machen konnten. Die Verhaltensweisen nach der Grundstruktur Extraversion und Introversion mussten irgendwie durch Ausbalancieren unterstützt werden. Das war die erste Gruppierung. Dann erfolgte die Zuordnung zu den Bewusstseinsebenen, die es ermöglichen sollte, die Steuerung der Impulse durch Erfahrung und Intelligenz zu unterstützen. Stellen wir uns den Kasten mit der Unterteilung von 9 Feldern vor. Oben auf der linken Seite des Schemas stand die Extraversion, die für die Aktivität in allen Bewusstseinsbereichen gilt. Es müssen der Mars, Uranus, Zeus und Vulkanus placiert werden. Das Problem lag in der Entscheidung zwischen Zeus und Vulkanus. Wenn aus dem Unterbewussten Mars und Vulkanus wirken, fehlt hier das intuitive Element, das mit Uranus und Zeus im Überbewussten doppelt besetzt wäre. Also wurden beide Transneptuner miteinander ausgetauscht. Dann war in jedem Bereich der Faktor für Intuition vorhanden. Die Sonne als Lebensquelle verfügt über so viel Energien, die es jeden in der selbstsicheren Stellung nach außen bewusst erleben läßt. Bei Introversion auf der rechten Seite kommt es auf das Innenleben an. Wenn es um die Empfindungen geht, zeigt der Mond, wie wir uns fühlen, und der Apollon gibt die Fülle und Harmonie dazu, was wir bewusst erleben. Aus dem ES kommt dann die Bremse, die der Saturn und Admetos als Grenze aufzeigt und im positiven Falle zur inneren Festigung beiträgt. Im SUPER EGO werden Vorstellungen auf ihre Richtigkeit durchdacht und erhalten die Ernsthaftigkeit und Tiefe aus dem ES. In der Polarität nach außen agieren wir so, wie wir den Augenblick gefühlsmäßig erleben. Um nicht zu sehr unter der Zerreißprobe des Dranges von innen und nach außen zu stehen, dient die Synthese mit der Möglichkeit des Ausgleichens. Venus und Cupido sind dazu die besten Vertreter mit ihren Energien, die Gefühle ins Gleichgewicht zu bringen. Als die Zuordnung einigermaßen abgeschlossen war, wurde diese Zusammenstellung im Studienabend der Hamburger Schule 1984 vorgestellt. Doch diese Kastenform fand keinen Beifall. Es wurde vorgeschlagen, diese Felder in einen Kreis zu übertragen und im HH III und HH IV/84 veröffentlicht . So war die Meditationsscheibe geboren. Das UF II/85 brachte diese Neuentwicklung in Englisch. Was fangen wir aber damit an? Es muß einen Weg geben, daß am Horoskop damit gearbeitet werden kann. Nur durch die Betonung der einzelnen Bereiche mit der Häufigkeit der Faktoren, dürfte es möglich sein. Wie aber finden wir diese Betonungen? Die Symmetrie durch die Achsenbildungen enthält alle Faktoren. Und mit deren Auszählung der Häufigkeiten erkennen wir die Betonungen. Da zur Charakteristik die 3 Achsen von Sonne als Lebenskraft, Mars für die Arbeit und Energie steht, wird die Halbsumme ME/JU für Intelligenz und richtiges Denken, ebenfalls herangezogen. Stellt sich aber die Situation ein, dass sich diese drei Achsen untereinander decken, muß eine andere als dritte Achse herangezogen werden. Eine Achse kann aus 18 bis 35 Halbsummen bestehen, die 36 bis 70 Faktoren enthalten. Von der Gesamtzahl müssen die Bezugspunkte abgezogen werden. Vom Rest wird in dieser Achse die Häufigkeit der Faktoren von 10% und mehr markiert und als große Punkte in den Kreis neben den Planeten bzw. Transneptuner eingezeichnet. Die ersten Jahre wurde so gearbeitet , bis bei dem Seminar 1990 ein Teilnehmer darauf hinwies, dass Extraversion rechts stehen müsste. In der Graphologie zeigt die Schrift nach rechts auslaufend, wenn jemand kontaktfähig ist. Die Umstellung fiel nicht schwer. Es hatte sich inzwischen gezeigt, dass nicht viele Astrologen damit arbeiteten. Diejenigen, die es taten, denen dürfte es leicht fallen, bei der Deutung zuerst nach links auf den Bereich der Introversion zu schauen. Während anfangs nur auf die Betonung der Häufigkeit geachtet wurde, stellte sich in der Praxis heraus, dass die abwesenden Faktoren in die Deutung mit einbezogen werden müssen. Nach C.G.Jung stehen sie in der Schattenfunktion und ergeben ein abgerundetes Bild zur Deutung. Es muss auch auf diese Besonderheit hingewiesen werden. Abwesende Faktoren wurden nun außerhalb des Kreises mit einem Ring markiert. Bei der Markierung von Punkten und Ringen hat sich im Innenkreis bei Venus und Cupido oft ein Platzproblem ergeben, wenn 2 oder 3 von ihnen abwesend und dominant standen. Daher war es notwendig geworden, um das Zentrum noch einen weiteren Kreis zu ziehen, dessen Fläche gestrichelt ist, um die Stellung der Faktoren in der Schattenfunktion sichtbar zu machen. Dort können jetzt die Ringe für die nicht vorhandenen Faktoren eingezeichnet werden. Als nun alles vollendet war, sprachen alle immer mehr vom Mandala. Aus der Praxis heraus ergab sich dieser Name, der heute überall angewandt wird und bekannt ist. Ich kann nur jedem Astrologen wünschen, dass er diese Arbeitsweise auch einmal kennen und den Wert des Mandala schätzen lernt. Autorisierte englische Übersetzung auf: http://finblake.home.mindspring.com/UranBeacon.htm REGELERK - NEUFASSUNG € 32.00 URANISCHE TECHNIKEN HAMBURGER ASTROLOGEN € 14.00 Software SU V2 Programm € 250.00 Ruth.Brummund@web.de
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