Astrologie | Wellenastrologie

Das Wassermannzeitalter - Teil IV

Anspr.-Partner: Dr. H. Nitsche Wellenastrologie
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Dienstag, 5. Juli 2005, 16:25

'Das Wassermannzeitalter - Teil IV' - Beitrag von Anspr.-Partner: Dr. H. Nitsche WellenastrologieIn den Ausgaben 1, 2 und 3/2005 der Online-Magazins wurden Gedanken zum Wassermannzeitalter vorgestellt. Diese Reihe wird fortgesetzt.

Erinnern wir uns: Die Lehre von den Weltzeitaltern geht davon aus, dass das Tier-kreiszeichen, in dem sich der Frühlingspunkt befindet, den Charakter der Epoche erkennbar macht. Der Frühlingspunkt ist der Tag im Frühjahr, an dem Tag und Nacht gleich lang sind. Dieser Frühlingspunkt wandert langsam auf der Ekliptik rückwärts und ist nach knapp 26 000 Jahren wieder am Ausgangspunkt.

Seit einigen Jahrzehnten ist der Frühlingspunkt in das Zeichen Wassermann eingetreten. Das bedeutet, dass die Qualität des Wassermanns das Wesen unserer Zeit charakterisiert. Methodisch geht man so heran, dass man ein Horoskop auf das Wassermannzeitalter stellt, indem der Aszendent auf 0° Wassermann gelegt wird.
Damit wird das Urprinzip Uranus als Herrscher des Tierkreiszeichens Wassermann für unsere Zeit prägend.

In den bisherigen Artikeln zum Wassermannzeitalter wurden die allgemeinen Tendenzen betrachtet. Diese entsprechen dem Grundcharakter der Epoche, aus Haus 1 des Horoskops ersichtlich. Im weiteren werden die einzelnen Häuser analysiert.

Grundaussage von Haus 2:
Im 2. Haus erkennen wir ganz allgemein den Umgang mit der Materie. Es lassen sich Aussagen über die Finanzen, die Erwerbsmöglichkeiten und den Umgang mit den materiellen Gütern treffen.

In der menschliche Geschichte gibt es zwar immer wieder radikale Umbrüche und Veränderungen, doch gibt es auch Traditionen, allmählich Gewachsenes. Das heißt, dass mit dem Eintritt in ein neues Tierkreiszeichen nicht alle Verhältnisse radikal umgestülpt werden. Zu den gewohnten Verhältnissen treten die neuen hinzu. In Bezug auf den Umgang mit den Häusern bedeutet das, dass wir jedes Mal auch einen Vergleich ziehen werden zu dem jeweiligen Zeichen des vorhergehenden Weltenmonats.

Im 2. Haus erkennen wir also, auf welche Sicherheiten die Menschen ihr Leben bauen. Als etwa 2000 Jahre vor Christus der Frühlingspunkt in den Widder eintrat, wurde der Charakter des 2. Hauses von der Stierqualität geprägt. Das zeigte sich darin, dass in dem kämpferischen Widderzeitalter sich die materielle Sicherheit auf Grund und Boden gründete. Der Reichtum des Menschen wurde daran gemessen, über wie viel Land er verfügen konnte. Diese Wertvorstellung hat sich in die menschliche Gesellschaft eingeprägt und bleibt zu einem gewissen Teil auch in den weiteren Epochen erhalten. Auch heute noch gelten Boden und Immobilien als Sicherheit. Doch es treten, dem jeweiligen Zeitgeist entsprechend, auch neue Wertvorstellungen hinzu. Als der Frühlingspunkt in die Fische etwa 150 v. Chr. eintrat, wurde das 2. Haus vom aktiven Zeichen Widder geprägt. Der Besitz wurde beweglich, musste überall mit hin getragen werden können, musste auch ohne Ortsbindung übertragbar werden. Damit gewann die Geldwirtschaft an Bedeutung. Die Geschichte des Geldes ist natürlich älter als 2000 Jahre, wie wir durch Münz-funde wissen. Am Ende des Widderzeitalters legte zum Beispiel König Krösus die Grundlage für das Geldsystem der nachfolgenden Zeit: Als König der Lyder (um 560 bis 547) ließ er erstmals staatlich garantiertes Münzgeld prägen. Er garantierte seinen Bürgern, dass diese Münzen einen offiziellen Gegenwert als Ware oder Dienstleistung haben. In den letzten 2000 Jahren wurde das Geld zum allgemeinen Äquivalent mit differenzierter Geldwirtschaft.
Große Wirtschaftssysteme gründeten auf gewaltsamer Eroberung und Expansion. Denken Sie an die germanische Völkerwanderung, an die Eroberungen der islami-schen und mongolischen Stämme, an die Eroberung von Amerika, die Kolonialpo-litik und die zahlreichen Kriege zur jeweiligen Neuverteilung der Welt.
Das Bankenwesen entwickelte sich. Die Geldwirtschaft nahm teilweise extremen Charakter an.

Betrachten Sie das Horoskop vom Wassermann – Zeitalter:
Das 2. Haus trägt in unserer Zeit Fische – Charakter.

Folgende Stichworte finden Sie beispielhaft für die Fische – Qualität:

• Opferbereitschaft und Nächstenliebe
• Samariter, Charitas
• Hilfsbereitschaft
• Mitgefühl für die Menschheit, die Tiere und Mutter Erde
• Ahnung um geistige Gesetze
• Leiden
• Bescheidenheit
• Illusion
• Verschleierung
• Abhängigkeit
• Fluchttendenzen


Wie zeigen sich diese Themen im Zusammenhang mit dem Umgang mit den materiellen Mitteln in unserer Zeit? Da wir noch am Anfang des Wassermannzeitalters sind, sollen hier Tendenzen angesehen werden.
Die Zunahme der Naturkatastrophen der letzten Jahre fordern die Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe sehr heraus. Denken Sie an die Tsunami – Katastrophe vom 26. 12. 2004. Das unüberschaubar Leid der betroffenen Region hat auch eine unüber-schaubare, noch nie da gewesene Welle des Mitgefühls und der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Die Opferbereitschaft Einzelner und auch von Institutionen und Staaten war für die Hilfsorganisationen einzigartig.

Obwohl nicht ganz so auffällig, entwickelt sich doch auch eine neue Moral im Umgang mit Geld. Immer wieder gibt es Initiativen, die mit neuen Formen des Gemeinschaftsbesitzes experimentieren. Öko – Banken und Gemeinnützige Banken ziehen Anleger an, die ihr Geld zugunsten ökologischer Projekte anlegen mit dem Ziel, den Umgang mit dem Ökosystem Mensch – Tier – Erde sozial verträg-licher zu gestalten. Aktienfonds für Umwelttechnologie gewinnen an Attraktivität. Nach langen vergeblichen Bemühungen ist endlich auch der Tierschutz im Grundgesetz verankert, so dass Verstöße gegen den Tierschutz finanzielle Konse-quenzen haben können.

Es gibt auch zunehmend mehr Menschen, die das Geld mit geistigen Gesetzen in Verbindung bringen. Geld als Tauschmittel ist eine Energieform, die dem Gesetz der Wandlung unterliegt, denn das Verhältnis zu seinen Gegenwerten wandelt sich ständig. Geld wird von Rudolf Steiner als „geronnener Geist“ bezeichnet. Geld trägt als Energieform eine Vermittlerrolle zwischen inneren und äußeren Werten. In unserer Zeit haben leider zunehmend mehr Menschen keine oder ungenügende Gelegenheit, ihre inneren Ressourcen und Fähigkeiten gegen einen Geldwert zu tauschen. Diese Menschen sind auf eine (über staatliche Institutionen entfremdete) Nächstenliebe angewiesen. Das betrifft zum Beispiel Arbeitslosengeldempfänger und Hartz IV – Empfänger. Die unfreiwillige Abhängigkeit von einer Opferbereitschaft des Staates bringt den Betroffenen nicht nur materielle Schwierigkeiten, sondern auch seelische Probleme. Da das Geld aus spiritueller Sicht eine Energieform ist, ist für Menschen, die unfreiwillig auf staatliche oder karitative Zuwendungen angewiesen sind, der Energiefluss zwischen Nehmen und Geben unterbro-chen. Das bringt Schwierigkeiten mit dem Selbstwert und Selbstvertrauen und führt in eine ungewollte Abhängigkeit von anderen, die energie – reicher sind.
Die Fische – Qualität im „Geldhaus“ weist auf einen verschleierten Umgang mit Geld hin. Geldquellen sind oft nicht mehr erkennbar, es sind geheime, unsichtbare Quellen. Denken Sie an die Spendenaffären der letzten Jahre. Fast jede Partei hat-te geheime Geldgeber, die über Geldwäsche unsaubere Geschäfte trieben.
Verschleierter Umgang mit Geld zeigt sich auch daran, dass über Aktien Geldgewinne und Geldverluste auf nicht greifbare Art erfolgen. Natürlich sind Aktien-spekulationen keine Erfindung der Gegenwart, doch hat das aktive Interesse an Aktien noch nie so breite Bevölkerungsschichten erreicht. Seit einigen Jahren ha-ben die Aktienkurse sogar einen festen Platz in den täglichen Nachrichten. Men-schen haben vorübergehend die Illusion, sie seien reich. Tatsächlich steht ihr Reichtum erst einmal nur auf dem Papier, seit der fehlenden Golddeckung oft auch ohne Gegenwert. Bei diesen Börsenspekulationen scheint es, als käme das Geld aus dem Nichts (Kursgewinne), und verschwindet oft auch wieder auf uner-klärliche Weise ins Nichts (Aktienverluste). Das Geld flieht den einstigen Besit-zer.
In den letzten Jahren erfreuen sich auch Internet – Geschäfte zunehmender Be-liebtheit. Es sind Kaufgeschäfte mit nicht sichtbaren Verkäufern, in deren Ergeb-nis aber letztlich doch eine haptisch greifbare Ware in der Hand gehalten werden kann.
Die Vermögensverhältnisse werden inzwischen oft verschleiert, so dass die Neigung zu Status – Symbolen als Ausdruck von Reichtum zurückgeht. Geld wird zunehmend mehr entfremdet genutzt – als Platikgeld statt einem Geldbeutel mit Münzen und Papiergeld.

Letztlich sei noch auf die Notwendigkeit einer neuen Bescheidenheit hingewiesen. Das betrifft den Einzelnen genauso wie die Industriestaaten. Bereits Mitte der 70ger Jahre des letzten Jahrhunderts ergaben die Analysen des Club of Rom, dass wir uns den Grenzen des Wachstums nähern. Nach dem ersten Schock in den 70ger und 80ger Jahren gelang es vielen Staaten und großen Menschengruppen recht erfolgreich, diese Gedanken aus dem allgemeinen Bewusstsein zu verdrängen. Die Krisenszenarien für die kommenden Jahre machen jedoch deutlich, dass weder die Staaten noch die meisten Bürger weiterhin so aus den Vollen schöpfen können wie bisher.
Bescheidenheit kann freiwillig erübt werden, dann wird sie nicht durch krisenhafte Ereignisse erzwungen. hn


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