Astrologie | Wellenastrologie

Das Wassermannzeitalter - Teil V

Anspr.-Partner: Dr. H. Nitsche Wellenastrologie
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Sonntag, 11. September 2005, 10:54

Das Wassermannzeitalter - Teil 5

In den Ausgaben 1, 2, 3 und 4/2005 der Online-Magazins wurden Gedanken zum Wassermannzeitalter vorgestellt. Diese Reihe wird fortgesetzt.

Erinnern wir uns: Die Lehre von den Weltzeitaltern geht davon aus, dass das Tierkreiszeichen, in dem sich der Frühlingspunkt befindet, den Charakter der Epoche erkennbar macht. Der Frühlingspunkt ist der Tag im Frühjahr, an dem Tag und Nacht gleich lang sind. Dieser Frühlingspunkt wandert langsam auf der Ekliptik rückwärts und ist nach knapp 26 000 Jahren wieder am Ausgangspunkt.

Seit einiger Zeit ist der Frühlingspunkt in das Zeichen Wassermann eingetreten. Das bedeutet, dass die Qualität des Wassermanns das Wesen unserer Zeit charakterisiert. Wir sind allerdings in einer Übergangszeit, das heißt, das Alte ist in unterschiedlicher Intensität noch wirksam, das Neue auch schon. Wir sind somit in einem gesellschaftlichen Übergang. Daraus erklären sich auch die Schwierigkeiten und unerwarteten gesellschaftlichen, sozialen und individuellen Probleme, mit denen wir seit einiger Zeit konfrontiert sind. Da die Gegenwart nur schwer aus sich selbst heraus zu begreifen ist, gibt uns die Astrologie als Lehre von den Zusammenhängen von Erde, Mensch und Kosmos einen allgemeingültigen Schlüssel zum Verständnis der gesellschaftlichen Entwicklungen in die Hand. Bereits in früherer Zeit wurde festgestellt, dass die kosmischen Rhythmen den Hintergrund für einen sinnvoll gegliederten und nachprüfbaren Ablauf der Menschheitsgeschichte geben.

Methodisch geht man so heran, dass man ein Horoskop auf das Wassermannzeitalter stellt, indem der Aszendent auf 0° Wassermann gelegt wird.

Damit wird das Urprinzip Uranus als Herrscher des Tierkreiszeichens Wassermann für unsere Zeit prägend.

In den bisherigen Artikeln zum Wassermannzeitalter wurden die allgemeinen Tendenzen sowie die Aussagen des 1. und 2. Hauses des Horoskops des Wassermann-Zeitalters analysiert.


Grundaussage des 3. Hauses in einem Horoskop:

Im 3. Haus finden wir die Art und Weise, wie mit Kommunikation, mit Kontakten, mit dem Denken, Lernen und Lehren umgegangen wird. Das 3. Haus zeigt, wie wir Informationen aufnehmen, verarbeiten und weiter geben und wie wir mit Literatur umgehen. Auch der Umgang mit den Geschwistern und Verwandten (ausgenommen: Eltern, Großeltern. Kinder) wird in diesem Haus ersichtlich. Der alltägliche Umgang, auch mit Nachbarn und Bekannten sowie die sogenannten „kleinen“ Reisen werden durch das 3. Haus charakterisiert.

Im WassermannZeitalter steht im dritten Haus das aktive Feuerzeichen Widder, das mit dem zugrund liegenden Tierkreiszeichen Zwillinge kombiniert werden muss.
Das Sinnbild des Widder-Feuers ist ein Strohfeuer, das schnell heftig entflammt ist, aber auch bald wieder abgefackelt ist.

Im Bereich der Information und Kommunikation haben sich in den letzten Jahren gravierende Veränderungen vollzogen. Wir leben in einer Informationsgesellschaft. In vielen Bereichen wie Industrie, Wissenschaft und Politik ist es sehr wichtig geworden, schnell an Informationen zu gelangen. Wer beruflich erfolgreich sein will, muss fachlich stets auf dem neuesten Stand sein und flexibel auf das Neue, auch auf neue Erkenntnisse reagieren.

In immer kürzerer Zeit verdoppelt sich das Wissen. Deshalb mussten sich auch die Informationsquellen verändern. Mit dem Internet hat sich eine ganz neue Informationstechnik entwickelt. In kurzer Zeit können aus dem „World Wide Web“ aus allen Teilen der Welt Informationen geholt wer-den. Zeitungen und Fachzeitschriften können im Internet zu großen Teilen gelesen werden, oft noch bevor sie am Kiosk zu haben sind. Mit einiger Übung gelingt es, sich über das Internet in sehr kurzer Zeit zu vielen Fragen sachkundig zu machen. Sehr viele Bücher können inzwischen am Computer gelesen werden. Einige Zeit lang sah es so aus, als ob das gedruckte Buch in Vergessenheit gerät - eine Horrorvision der Buchhändler und Leseratten. 1953 hat Ray Bradbury mit seinem utopischen Roman „Fahrenheit 451“ diese Entwicklung skizziert: Die Verbrennung der letzten Bücher war eines der dramatischen Höhepunkte im Buch. Und doch ist bei aller Beschleunigung auch im Informationsbereich zu bedenken, dass der Zweitherrscher im Zeichen Wassermann der Saturn ist, so dass sich immer auch noch Menschen finden werden, die die Traditionen bewahren. Noch immer gibt es Buchhandlungen, Buchmessen, und eine übergroße Flut von Buchneuerscheinungen. Es gibt sogar noch vereinzelt ältere Schriftsteller, die ihr Manuskript mit Hand oder in die (nicht elektrische) Schreibmaschine schreiben!!!

Ein paar Gedanken zur Sprache und Literatur: Die aufsprengenden, beschleunigenden Marskräfte, die im Wassermannzeitalter das 3. Haus domi-nieren, verlangen einen schnellen und damit vereinfachten Informationsaustausch. Das begann mit den seit den 50ger Jahren so beliebten Comics: Bilder und Satzfetzen in einer Wortblase genügten, um die gewünschte „Info“ den Kindern und Jugendlichen nahe zu bringen. Diese Generation ist inzwischen erwachsen. Die Sprache hat sich verknappt. Wichtig ist die Information, die schnell weitergegeben werden soll. Das Wort ist ein Transportmittel des Gedankens, der Idee. Kurzgeschichten und inhaltsschwere, wortarme Lyrik lagen viele Jahre im Trend. Die unruhige, geistig span-nungsreiche Wassermannzeit, übertönt durch die impulsive Widder-Qualität lässt große Literatur in epischer Breite nur in Ausnahmefällen noch zu. In der Fische-Zeit war das Haus der Literatur vom venushaften Erdzeichen Stier dominiert: Die Romane wurden breit angelegt, blumig ausgeschmückt. Denken Sie an Dante, Goethe, Fontane, Thomas und Heinrich Mann… Bei Kleist kann man Sätze finden, die durch viele Verschachtelungen und Einschübe eine ganze Buchseite ausfüllen. Der Leser solcher Werke muss sich Zeit nehmen können.
Ähnliches gilt für die Lyrik. Die Zeit der Balladen zum Beispiel scheint lange vorbei zu sein. Heutige Gedichte tragen einen anderen Charakter: Mit wenigen Worten wird viel ausgesagt.

Wir sind Zeitzeugen der Rechtschreibreform, die aus dem Gedanken der Vereinfachung der Orthografie entstanden ist. Auch das Schreiben soll schneller gehen, unbelasteter von schwierigen Rechtschreib- und Grammatikregeln.
Diejenigen, die im Internet im „Chat“ sind, schreiben ohnehin meist ohne Punkt und Komma, auch von Tippfehlern unberührt. Die „Chatrooms“ sind auch ein Produkt des Wassermannzeitalters. Das Positive daran ist, dass man sich mit Menschen auf der ganzen Welt austauschen kann, Gleichge-sinnte finden kann. Allerdings hört der Austausch im „Chat“ oft dann auf, wenn sich die Schreibenden auf das Wagnis einer persönlichen Begegnung eingelassen haben. Diese Methode ist vielleicht ein Versuch, die problematischer werdenden Beziehungen im Alltag und auch in der Familie zu kompensieren. Das aktive, auch konfliktbereite Marszeichen Widder im 3. Haus wirkt aufsprengend in die Familienbeziehungen. Geschwister entfremden sich, Wahlverwandtschaften erfüllen heute den Wunsch nach Nähe und Verstandenwerden. In der bisherigen Zeit hatten die Familie, die Sippe, der Erbstrom eine viel stärkere Rolle gespielt. Die Familienbande waren fest, Familienfeste ein Mittel, die Traditionen der Familien zu erhalten. Heute bewirkt die durch die Arbeitswelt geforderte Flexibilität, dass die jungen Menschen oft weit weg von der Herkunftsfamilie leben. Familienbindungen haben aber auch die Chance, in mehr Freiheit erhalten zu werden. Die heutigen Informationsmittel wie Internet oder Telefon ermöglichen es, auch bei räumlicher Entfernung in Kontakt zu bleiben, wenn es gewünscht ist. Ein Telefongespräch aus Australien oder China ist genau so gut verständlich, als wenn der Anrufer aus dem Nachbarhaus anruft. Auch das Reisen ist in den letzten Jahren deutlich schneller und bequemer geworden.

Im Kommunikationsbereich, bei der Auswahl von Informationen und im Umgang mit Literatur trifft zu, was dem Grundgehalt der Epoche ent-spricht: Es gibt die vielfältigsten Möglichkeiten, so dass Entscheidungsfä-higkeit und Eigenverantwortung jedes Einzelnen mehr denn je gefordert sind.
hn

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