Astrologie | Astrologie & Kunst
Filmtip MUMBO JUMBO
Jürgen G. H. Hoppmann
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Sonntag, 29. April 2001, 12:15
Die Briten können einfach unverkrampfter mit Esoterik umgehen. Das zeigte sich bereits bei der in London und umzu gedrehten Sonnenfinsternis-Vertschwörungsfarce DIE NEUN LEBEN DES THOMAS KATZ, die seit dem Jahreswechsel 2000/2001 ganz erfolgreich in deutschen Kinos läuft.
Auch bei MUMBO JUMBO, der von Regisseur Stephen Cookson mit teilweise deutschem Geld produziert wurde, kann man wieder herzlich über Geister und astrologische Konstellationen lachen und gruseln.
Der erfolglose Rockmusiker Thomas hat eine Vision: Er muß die wunderschöne Prinzessin Vanilla im Land namens Sinmouth (=Sündenmaul) retten. Nur der kosmische Liebeskuß bringt so viel Energie auf, daß der Zusammenstoß zweier Kometen am Himmel verhindert werden kann. OK. Die Welt wird gerettet. Aber mit Humor. Und darauf kommt es an!
Der Film funktioniert. Ganz im Gegensatz zu der norddeutschen Produktion EIN GÖTTLICHER JOB, die in ihrer kaum verhüllten Esoterikfeindlichkeit nicht nur wie ein Propagandaepos des evangelischen Missionswerks daherkommt, sondern oberdrein auch noch stinklangweilig über die Leinwand flimmert. Und das verzeihen die Kinobesucher nimmer. Recht so!
MAMBO JUMBO, ein Film, der die Astrologie, Kosmologie und Esoterik ernst nimmt und sie gerade deshalb so gekonnt verschaukeln kann, läuft derzeit auf dem British Independent Film Festival 2001 in Hamburg und Berlin. Weitere Hinweise siehe Website:
www.mumbo.jum.bo.ms
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