Astrologie | Astrologie & Kunst
Filmtip PEARL HARBOR
Jürgen G. H. Hoppmann
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Montag, 28. Mai 2001, 19:48
Der angeblich teuerste Film aller Zeiten (Kinostadt in Deutschland am 7.6.2001) ist schnell erzählt:
Erst einmal 1 1/2 Stunden dröge Teenie-Lovestorys auf dem Niveau der TV-Soap "Gute Zeiten, schlechte Zeiten". Es folgen 45 Minuten, in denen nonstop so ziemlich allen abgeballert wird, was über die Leinwand läuft. Danach dann 30 Minuten aufopfernde Krankenschwestern, umgeben von Leichenteilen in allen erdenklichen Varianten. Der Rest der drei Stunden dann der übliche Durchstart nach dem Motto "Wir Amerikaner schaffen das schon. Haut den bösen japsen auf die Nase." Ob man es so lange im Kinosaal aushält, hängt hauptsächlich davon ab, ob man mit seinem lieben Schatz inzwischen im Dunkeln zur Sache gekommen ist. Auf der Leinwand zumindest findet nicht interessantes statt.
Als Astrologe hat man dennoch sein Vergnügen: Der Film stellt symbolisch in der hervorragender Weise die derzeitige Planetenkonstellation dar. Pluto mit Mars im Schützen als große Zerstörung und große Wiederaufbauleistung, dazu in Opposition Jupiter und Saturn in Zwilling als Freud und Leid eines oberflächlichen Lebens.
Ach ja: Worum es in dem Film eigentlich geht? Um die Zerstörung der Pazifikflotte der USA durch die Japaner am 7.12.1941, just als Pluto über die Aszendent/Deszendent-Achse des Staatsgründungshoroskop ging. Aber das ist eigentlich nebensächlich. Die frei erfundene, platte und flache Liebesgeschichte, gespielt von nichtssagenden Schauspielern mit in Plastikfolie eingeschweißten Babygesichtern und -seelen wird unserer jungen Big-Brother-Generation (Pluto in der Waage) sicherlich gut gefallen.
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