Astrologie | Geburtshoroskop & Persönlichkeit

Pier Paolo Pasolini - Astroportrait

HP Petra Dörfert
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Montag, 7. Juli 2008, 16:58

Wenig Aufmerksamkeit genießt momentan der italienische Schriftsteller und Regisseur Pier Paolo Pasolini, der doch ein so umfangreiches Werk, eine tragische Lebensgeschichte - vom frühen Ruhm über Verfolgungen und Skandale bis hin zur gewaltsamen Ermordung - und ein nicht minder spannendes Horoskop hinterlassen hat. Grund genug, ihm einige Überlegungen zu widmen.

Pasolini wurde am 5. März 1922 um 6.30 MEZ in Bologna[1] geboren. Sowohl der Vater als auch die Mutter, die beide Pasolinis Leben entscheidend prägten, spiegeln sich deutlich in seinem Horoskop. Allein schon die Sonne im 1. Haus zeigt an, daß der Vater eine beherrschende Gestalt war, mit der sich Pasolini lebenslang auseinandersetzen mußte, auch wenn er das oft leugnete und zu ignorieren versuchte. Pasolinis Vater Carlo deckt alle mit einer Fische-Sonne (die sich in weiter Konjunktion sowohl zu Uranus als auch zu Venus befand) verbundenen Klischees ab: Auf Jugendphotos von romantischer Schönheit und stolz auf seine verblaßte adelige Abstammung (Fische und Glanz) brachte er schon in jungen Jahren sein schmales Erbe durch (Fische und Geldsorgen). Er kultivierte als Offizier ein „schneidiges“ militärisches Ideal (die Affinität der Fische zum Militär) und mutierte unter Mussolini mühelos zum überzeugten Faschisten (die Konturlosigkeit der Fische). Pasolinis Vater hatte die Mutter durch Vergewaltigung zur Heirat gezwungen und war auch später von unberechenbarer (Sonne-Uranus) Gewalttätigkeit. Zudem ging er notorisch fremd (Sonne-Venus-Konjunktion und „Weiberheldentum“), weshalb er oft tagelang ausblieb. Auf der anderen Seite konnte er sich auch stundenlang schweigend einschließen (Fische und Abwesenheit). Sein Leben endete in geistiger Verwirrung und Alkoholismus (Fische und Selbstauflösung). Der Verlust der primären Liebe zum Vater wurde für Pasolini zum Trauma und zur unstillbaren, nie wirklich eingestandenen Sehnsucht (die erste der vielen Sehnsüchte, die er als Fische-Mensch ausbildete). Pasolini entwickelt im Laufe der Zeit einen mythisch überhöhten Haß auf alles Väterliche, Autoritäre, Bourgeoise, zumal sein Vater als wirkliche Autoritätsperson - wie oft bei Söhnen mit Fische-Sonne - immer schwächer und ungreifbarer wurde. Pasolini wußte wohl, daß er sich mit diesem Haß auch gegen einen Teil von sich selbst richtete (der Intellektuelle ist immer ein dem einfachen Volk entfremdeter „Bourgeois“), was mit als unbewußte Ursache für Pasolinis Todessehn-sucht und Autoaggression (die Auslöschung des Vaters als Selbstauslöschung) gedeutet werden kann. Auch Sonne-Uranus zeigt die Distanz und Entfremdung vom Vater, den „Vatermord“. Carlo Pasolini liebte seinen Sohn sehr, auch wenn er diese Liebe kaum zeigen konnte. Er förderte Pasolinis schriftstellerische Ambitionen und war stolz auf dessen Erfolge; unter den Skandalen litt er schweigend. Pasolini scheint aus systemischer Sicht eine Stellvertreterrolle für den mit 20 Jahren ertrunkenen Bruder des Vaters gespielt zu haben, der ebenfalls ein angehender Dichter gewesen war und den der Vater sehr geliebt hatte. Offensichtlich lag mit Merkur im 12. Haus der Ahnenauftrag vor zu schreiben, wobei sich Merkur auch noch in Opposition zu Neptun befand (der ertrunkene Vorfahre, der von den „neptunischen Mächten“ am Schreiben gehindert worden war). Für eine opferbereite Fische-Sonne mag es anziehend wirken, sich mit einem ertrunkenen Künstler zu identifizieren.[2] Allerdings entwickelte Pasolini ein Dichtertum, das ein bewußtes Anti-Programm gegen seinen Vater darstellte, der klassische, faschistisch angehauchte Dichter wie D’Annunzio liebte, was wiederum das Protestpotential der Sonne-Uranus-Konjunktion zeigt.

Die durch den Stier-Mond symbolisierte Mutter stammte aus einer wohlhabenden, alteingesessenen Großbauernfamilie. Auch wenn sich der Vater sehr wünschte, daß sein Sohn Dichter wird, kam die konkrete Anregung zu schreiben von der Mutter (Mond im 3. Haus). Sie verfaßte für Pier Paolo kleine Gedichte und brachte ihm bei, auf diese zu antworten. Mit 7 Jahren schrieb er sein erstes Gedicht - für sie. Auch sonst weckte sie seine Liebe zur Literatur, las ihm vor und sah in ihm den zukünftigen Dichter. Bei Pasolini lag eine fast ausschließliche erotische Besetzung durch die Mutter vor (Venus in Konj. zur Sonne als Herrscherin über den Mond, der außer dem weiten Sextil zur Venus keine anderen Aspekte ausbildet). Die Mutter wird für ihn schon in der Kindheit zu der einen verehrten und erotisch begehrenswerten Frau schlechthin, in seinen Gedichten bekennt er sich immer wieder zum gedanklichen Inzest:

„Du bist die einzige auf der Welt, die von meinem Herzen weiß / ... / Ich habe einen unendlichen Hunger / Nach Liebe, nach der Liebe von Körpern ohne Seele. / Denn die Seele ist in Dir, bist Du, aber Du / Bist meine Mutter und Deine Liebe ist meine Sklaverei.“ [3]

Pasolinis Mutter bleibt das unerreichbare weibliche Ideal, der Gegenstand lebenslanger Sehnsucht, der keinen Raum für andere Frauen läßt. Selbst voller musischer Neigungen und Sehnsüchte - so wurde ihr etwa in der Jugend eine große, tragische Liebe nachgesagt - verkörpert sie in der Tat perfekt das Suchbild einer Fische-Venus, die bis ins hohe Alter ihren geheimnisvollen erotischen Zauber zu verbreiten weiß. Mutter und Sohn gehen in Pasolinis Jugendjahren wie ein Liebespaar Arm in Arm im Dorf spazieren, später in Rom wird Pasolini bis zu seinem Tod mir ihr zusammenleben. Ihre Zuneigung konzentriert sie ganz und gar auf den Sohn. Pasolinis Mutter steht damit in der Tradition ihrer „matriarchalen“ Herkunftsfamilie, in der starke Frauen dominierten und die Ehemänner eigentlich keine Rolle spielten (Fische-Sonne als Zersetzung der männlichen Kraft und Marginalisierung des Väterlichen). Pasolini sah seine Mutter in den endlosen Streitereien und Auseinandersetzungen der Eltern stets als das tyrannisierte Opfer (Fische-Venus). Da er sich stark mit seiner Mutter identifizierte, kam es zu einer Identifikation mit deren Opferrolle. Angesichts der elterlichen Streitereien plagten ihn schon früh Todessehnsüchte (Fische und die Sehnsucht nach der Flucht aus der bedrückenden Realität).

Während Pasolini mit seinem Vater die „blutleere“ bürgerliche Kultur identifizierte, war das Mütterliche für ihn gleichbedeutend mit einer tiefen Verbundenheit mit der Natur, dem Dorf- und Landleben, dem Bäuerlichen und Archaischen, dem Dialekt, der mystischen Volksfrömmigkeit, dem „Volk“ in seiner Urkraft schlechthin. Das waren die Themen, über die er bevorzugt schrieb (Stier-Mond im 3. Haus), auch wenn er nach 1950 hauptsächlich in Rom lebte und sich als Intellektueller und Kulturschaffender schon vorher dem ländlichen Milieu entfremdet hatte. Der Stier-Mond, der hier eine so große Rolle spielt, ist kaum ins Gesamthoroskop eingebunden. Außer einem separativen Sextil zur Venus von über 5° weist er keine wichtigen Aspekte auf. Ich neige dazu, ihn als unaspektiert zu betrachten. Unaspektierte Planeten sind isoliert, dadurch aber häufig auch dominant. Sie „spielen ihr eigenes Spiel“ und melden ihre mit dem Rest des Horoskops nur schwer zu vereinbarenden Wünsche mit Nachdruck an. Pasolini war von den oben genannten Themen des Stier-Mondes besessen, aber er hatte Schwierigkeiten sie in sein Leben zu integrieren. Er fühlte sich - erst mental, später auch räumlich - vom einfachen Volk und vom Landleben getrennt, in das er gerne eingetaucht wäre und mit dem zu verschmelzen er sich sehnte. Die Inhalte des Stier-Mondes wurden so als Verlust (der Welt der Jugend, der Heimat, der Ursprünglichkeit etc.) zur unerfüllbaren Sehnsucht der Fische-Planeten, die allerdings ohnehin ein „Sehnsuchtsthema“ benötigt hätten. Hin- und hergerissen zwischen Volk und Intellektuellenmilieu, konnte er die beiden Welten nie wirklich miteinander verbinden.

Pasolini war ein begabter und engagierter Pädagoge mit großem Idealismus (Achse 3./9. Haus). Er übte bis in die 50er Jahre hinein immer wieder Lehrtätigkeiten aus, wobei er versuchte, die Jugendlichen für Sprache und Literatur, Dialekt und Traditionen zu begeistern (ein Schütze-Mars, der für die Themen des Stier-Mondes wirbt). Bei den Schülern erfreute er sich dafür großer Beliebtheit (Mond in 3). Pasolinis pädagogischer Impetus weitete sich zeitweilig sogar auf die gesamte ländliche Bevölkerung seiner Heimatregion aus: Seit 1947 Mitglied der KPI betrieb er als deren Funktionär anspruchsvolle politische Aufklärung mit Theaterstücken, Filmabenden und handgeschriebenen Wandzeitungen (Schütze-Mars in 9). Sein Einsatz für und Identifikation mit den sozial Schwachen und am Rande der Gesellschaft Stehenden ist dabei typisch für das Fische-Zeichen. Der Einsatz für seine Ideale wurde allerdings immer wieder enttäuscht (Fische und Desillusionierung), wobei zwei größere Zäsuren zu verzeichnen sind: Sein direktes Engagement für die kommunistische Partei war bereits 1949 beendet, als er wegen des Skandals um seine Homosexualität aus der KPI ausgeschlossen wurde. Ab 1960 geriet er nochmals in eine Tiefe Krise, da er die kommunistische Utopie angesichts des Siegeszuges des Neokapitalismus für endgültig gescheitert hielt. Allerdings hörte er niemals auf, sich ins politisch-kulturelle Leben einzumischen, Schriften und Artikel, oft explizit an die Jugend gerichtet, zu verfassen und auf den verschiedensten politischen Veranstaltungen idealistisch und kämpferisch aufzutreten (Schütze-Mars in 9). Auch gegenüber seinen jugendlichen Liebhabern und Freunden trat er immer wieder in der Rolle des väterlichen Erziehers auf.

Während der Mussolini-Ära war Pasolini politisch passiv geblieben, obwohl er das Regime (das auch das väterliche war) klar abgelehnt hatte. Er widersetzte sich mehr auf Fische-Art, d.h. er tauchte zur rechten Zeit in Verstecken unter und entzog sich geschickt dem Militärdienst. Sein jüngerer Bruder Guido hingegen engagierte sich als idealistischer Antifaschist, der in waghalsigen Partisanenaktionen immer wieder Kopf und Kragen riskierte. Er lebte Pier Paolo damit gleichsam dessen Schütze-Mars im 9. Haus vor (Mars = Bruder), den dieser bislang - außer als guter und ehrgeiziger Schüler - wenig zum Einsatz gebracht hatte. Pasolini schrieb, daß Guido seine Begeisterung nicht hätte überleben können - Guido wurde tatsächlich gefangen genommen, gefoltert und exekutiert (Mars im Quincunx zu Pluto und im Quadrat zu Uranus: der Bruder fällt einem gewaltsamen und plötzlichen Tod zum Opfer). Daß Pasolini sich in der Folge so stark für den Kommunismus engagiert, ist eigentlich paradox, denn Guido war in den Wirren des Befreiungskampfes nicht den Faschisten, sondern einer rivalisierenden kommunistischen Gruppe zum Opfer gefallen. Dennoch scheint es um Sühne zu gehen: Pasolini wurde von schweren Schuldgefühlen geplagt, als der Ältere nicht an Stelle des Bruders gestorben zu sein, ihn womöglich mit politischen Ideen „infiziert“ zu haben, die dieser dann stellvertretend in die Tat umsetzte (das Fische-Prinzip, hier noch in Kombination mit Saturn in 7, wird zu einem mysteriösen Gefühl von Lebensschuld und Bußwünschen). Hatte Guido ihn mit seinem Engagement beeindrucken wollen oder gar zu übertrumpfen versucht? Immerhin war Pier Paolo der „Favorit“ der Mutter gewesen und Guido hatte das genau gewußt. Wieder kommt es zu einer Identifikation mit einem Toten, zumal Guidos Tod in Pasolinis Vorstellung Züge des Selbstopfers trägt: Guido hätte sich durchaus der Verhaftung entziehen können, sei aber aus Sorge um seine bereits gefangengenommenen Kameraden zurückgeblieben (Fische-Sonne im Quadrat zum Schütze-Mars: das Engagement des Bruders endet im Opfertod). [4]

Pasolini, der schon als Jugendlicher kultur- und bildungshungrig gewesen war (Achse 3./9. Haus), studierte zunächst Literatur und Kunstgeschichte in Bologna -musische Fächer also, die gut zum Fische-Zeichen passen. Schon bald gibt er seine erste Zeitschrift heraus, die als Forum für die Talente im Umkreis der Universität gedacht war - viele weitere Projekte dieser Art werden folgen. Er findet den Zugang zu Dichter- und Intellektuellenkreisen und organisiert literarische Zirkel, Filmklubs und Theateraufführungen. In seinem umfangreichen Freundes- und Bekanntenkreis erweist er sich, obwohl er schweigsam und eher zurückgezogen wirkt, als talentierter Kommunikator (das Paradox eines Merkurs im 12. Haus im Trigon zu Jupiter im 7. Haus, der sich in der Einsamkeit ausdrückt und doch für alle spricht, sowie eines unaspektierten Mondes im 3. Haus).

An erster Stelle stand jedoch die schriftstellerische Betätigung: Pasolini produziert im Laufe seines Lebens einen ungeheuren Ausstoß an Gedichten, Romanen, Drehbüchern, Artikeln, Rezensionen, Kritiken, Kolumnen, theoretischen Abhandlungen, Übersetzungen, Anthologien, Briefen und Tagebucheinträgen, hinzu kommen zahllose Fragmente und angefangene Projekte (eine Schwemme, die wohl auf das Merkur-Jupiter-Trigon in Kombination mit der Merkur-Neptun-Opposition sowie der Schaffenskraft des Pluto im 5. Haus zurückgeht). Pasolini ist im Schreiben und Kommunizieren zu Hause, Sprache ist seine innere Heimat (Mond in 3). Jeden Tag zieht er sich dafür mehrere Stunden zurück, in denen ihn niemand stören darf (Merkur im 12. Haus). Obwohl er einer künstlerischen Tätigkeit nachgeht (Neptun in 6), driftet sein Alltag niemals ins Chaotische ab. Pasolini achtet peinlich genau auf einen exakten und geregelten Arbeitsrhythmus, als hätte er unbewußt Angst vor dem Chaos, das sich mit Neptun im 6. Haus (und in Opposition zu Merkur) einstellen könnte.

Pasolini tat sich zunächst mit bildhaften, stimmungshaltigen und klanglich-musikalischen Gedichten hervor, die aber auch eine sehr sinnliche Komponente haben, was gut zu der Fische-Sonne mit Venus-Konjunktion und dem Stier-Mond paßt. Auf der anderen Seite konnte Pasolini aber auch recht skurrile und kopflastige Produkte schaffen, wie z.B. den Film „Große Vögel - kleine Vögel“ (1966), in dem sich der Komiker Totò in absurd-grotesker Weise mit Christentum und Marxismus auseinandersetzt. Hier sind eher der Wassermann-Merkur und die Sonne-Uranus-Konjunktion zu spüren, auch wenn der Film ebenfalls nicht unpoetisch ist. Wie bereits erwähnt, kreiste Pasolinis Schaffen bevorzugt um die Themen des Stier-Mondes, um das Bäuerliche, das archaische Landleben, die mütterliche Heimat. Ein Teil seiner Dichtung ist daher im Dialekt des Friaul verfaßt, so wie er sich überhaupt für die dialektale Dichtung einsetzte. Nach seiner Übersiedlung nach Rom überträgt Pasolini seinen Volksmythos auf das vorstädtische Proletariat, von dessen unverbrauchter archaischer Kraft und Gewalt er fasziniert ist. Später wird er diese Faszination noch einmal in Bezug auf die Völker der Dritten Welt, v.a. Indiens und Afrikas, erleben.

Pasolini kommt erst relativ spät - mit 38 Jahren - zum Filmemachen, auch wenn er das Schreiben niemals aufgibt. Es handelt sich um einen recht überraschenden biographischen Bruch, wie er aber für die Sonne-Uranus-Konjunktion nicht untypisch ist, mit der man sich immer wieder neu erfindet. Mit seiner starken Fische-Betonung hatte Pasolini ohnehin eine Affinität zum Bildhaften, was sich bereits in seinem Schreiben zeigte, zudem malte und zeichnete er nebenbei. Immer wieder hatte er Drehbücher verfaßt, über deren bildliche Umsetzung durch andere er dann stets enttäuscht gewesen war. Es dauerte erstaunlich lange, bis er selbst auf die Idee kam, Filme zu machen, und den Film, die neptunische Gattung schlechthin, als Ausdrucksmittel für sich entdeckte. Die Sprache der Bilder ist unmittelbarer als die Sprache der Schrift, denn sie ermöglicht die direkte, wortlose Kommunikation mit dem Betrachter. Pasolini glaubte zudem, über Bilder besser mit den Gegenständen verschmelzen zu können (Verschmelzung ist eine typische Fische-Sehnsucht). Er entdeckte seine „Leidenschaft für das Leben, die physische, sexuelle, gegenständliche, existentielle Realität um mich herum“[5]. Wieder ein Paradox: Ein Fische-Mensch, der sich mit den lebensfernen Mitteln der Kunst dem Leben anzunähern versucht. Er selbst gab zu: „Ich kann Natur einfach nicht mit Natürlichkeit sehen“.[6] Pasolini hatte keinerlei Ahnung vom Filmemachen, als er sich sein erstes Filmprojekt vornahm. Aber seine Unkenntnis kümmerte ihn nicht - es handelte sich gerade um die richtige Herausforderung für seinen experimentierfreudigen, von einer Vision getragenen Geist (Wassermann-Merkur in Opp. zu Neptun). Fellini war entsetzt, als er die „unprofessionellen“ ersten Probeaufnahmen sah. Pasolini sprengte mit seinem Debütfilm „Accatone“ (1961) alle Konventionen (Sonne-Uranus-Konjunktion): Er drehte vornehmlich mit Laienschauspielern aus der Unterschicht, von denen viele zu engen Freunden und langjährigen Mitarbeitern wurden, denn Pasolini wollte kein „Spiel“, sondern „Realismus“ (im Sinne von „nicht gestellt“). Er improvisierte, paßte sich spontan den Schauplätzen an (Neptun in 6) und wählte unübliche Kamera-einstellungen und Blenden, die die Szenerien überhellt, flach und, wie es in der Kritik hieß, „häßlich“ erscheinen ließen. In den filmischen Werken Pasolinis tritt das Fische-Element besonders deutlich hervor: „Accatone“ etwa handelt von einem Halbstarken aus dem römischen Proletariat, dessen Tod letztlich als Erlösung vom Leiden dargestellt wird. Der Film zeigt sein zielloses Umherstreifen durch die trostlose Welt der Vorstädte, in der Alleinsein und  Außenseitertum zur Passion werden. Die Bilder des Films sind streng und karg, dabei oft sakral überhöht (z.B. ist eine Prügelszene mit Musik von Bach unterlegt). Es ist eigentlich nur eine logische Konsequenz, daß Pasolini bald darauf auch den Opfertod Jesu filmisch umsetzt („Das Evangelium nach Matthäus“, 1964). Der Tod wird zu einem Zentralthema von Pasolini: „Für mich finden die Epik und der Mythos ihren höchsten Wert im Tod. Wenn ich von meiner Tendenz zum Heiligen, Mythischen und Epischen spreche, muß ich sagen, daß diese im Akt des Todes vollständig erfüllt werden“.[7] Sein rätselhaftester Film „Teorema“ (1968) handelt vom Einbruch des Göttlichen in die Welt, den die sich selbst entfremdeten Protagonisten nicht verkraften können. Alle Sicherheiten und Gewißheiten lösen sich am Ende auf.

Wie bereits erwähnt, hatte Pasolini eine extreme Mutterbindung, die sexuelle Beziehungen zu anderen Frauen auszuschließen schien. Man könnte auch sagen, daß er Frauen innerlich auf einer unerreichbaren Distanz hielt, sie unberührbar haben wollte (der Sehnsuchts- und Verhinderungsaspekt der Fische-Venus). Manchmal verliebte er sich sogar „beinahe“ in eine Frau, wie z.B. in Maria Callas, aber dann spürte er immer, daß da letztendlich ein Hindernis in ihm war, das er nicht überwinden konnte. Der unaspektierte Mond spricht dafür, daß er für das Weiblich-Mütterliche keinen integrierten Platz in seiner Psyche finden konnte.

Mit der Sonne-Venus-Konjunktion kam es zudem eventuell zu einer Identifikation mit dem weiblichen Prinzip, obwohl Pasolini auf seine männlich-sportliche Erscheinung - Schütze-Mars in 9 im Quincunx zu Pluto - immer sehr stolz gewesen war. Ironischerweise war Pasolini ein Typ, auf den die Frauen nur so flogen (was bei Sonne-Venus-Konjunktion häufig anzutreffen ist, zumal hier Venus noch im Quincunx zu Jupiter steht). Für die weiblichen Betroffenen endete die Leidenschaft meist in einer Enttäuschung (eine negative Manifestation der Fische-Venus), was bei Pasolini wiederum schwere Schuldgefühle auslöste. Wenn Pasolini sich für das Weibliche interessierte, dann in einer stark mystifizierten Form, wie z.B. in „Teorema“, wo ein Hausmädchen in die ländliche Heimat zurückkehrt und zur wundertätigen Heiligen und Märtyrerin wird (die „Apotheose“ der Fische-Venus). Allerdings war Pasolini mit einigen Frauen eng befreundet; die Schauspielerin Laura Betti (ebenfalls mit Fische-Sonne) galt regelrecht als „seine Frau“, da er sich regelmäßig in ihren Abendzirkeln aufhielt.

Pasolini datiert die Entdeckung seiner Homosexualität auf das Alter von drei Jahren, als er beim Spiel mit anderen Jungen entdeckte, daß deren Berührungen in ihm ein Herzklopfen und ein „Gefühl des unerreichbaren Lebens“[8] erzeugten. Zu dieser Zeit transitierte Uranus seine Venus, während der progr. AC Uranus erreichte: Pasolini empfand erstmalig seine Andersartigkeit, allerdings nicht nur in Bezug auf seine Geschlechtsidentität (Uranus-Mars-Quadrat im Radix), sondern existentiell auf sein ganzes Sein bezogen (Sonne-Uranus-Konjunktion im Radix). Pasolini hielt seine Homosexualität lange Zeit geheim, da sie für ihn zunächst mit schweren Schuld-gefühlen verbunden war. Er verzehrte sich nach der ersten sexuellen Begegnung, die er nicht herbeizuführen wagte, und suchte zunächst nur die körperliche Nähe von Jünglingen und Knaben beim Schwimmen oder Fußball, ohne daß er sich etwas anmerken ließ. Als er Ende der Vierziger Jahre provokanter seine Neigungen auszuleben beginnt, kommt es schließlich zu einem Skandal, der ihn aus seiner friaulischen Heimat vertreibt. Uranus transitierte damals Pluto im 5. Haus: Die sexuelle Andersartigkeit muß ab nun offensiver gelebt werden - trotz oder sogar aufgrund der damit verbundenen Gefahren. Das Sexualleben Pasolinis bleibt lebenslang ein Skandalon, das immer wieder zu Beschuldigungen, Hetzkampagnen, Anzeigen und Prozessen führt. Im Horoskop scheint diesbezüglich vor allem das T-Quadrat aus Pluto in 5, Saturn in 7 und Chiron in 1 wirksam zu sein: Sexualität wird zur Dauerkrise, die, bis hin zur Todeserfahrung, immer wieder mit aufwühlenden Erfahrungen und Transformationen verbunden ist (Pluto in 5). Im Quadrat zu Saturn führt dies erst zu bohrenden Schuldgefühlen und Gewissensnöten, dann zu öffentlichen Sanktionen und Verfolgungen sogar rechtlicher Natur (Saturn in 7). Pasolini hat dabei immer das Gefühl, daß mit ihm etwas nicht in Ordnung ist, daß die „Verletzung“ - und insofern die Schuld - in seiner Person begründet liegt (Chiron in 1). In den Romanen finden sich gelegentlich karikierende Darstellungen von Homosexuellen, die „getreten“ und verprügelt werden - ein Gedanken, dem der Autor aus der abfälligen Perspektive der Strichjungen irgendwie masochistisch Beifall zu klatschen scheint.[9] Pasolini bevorzugte auf der sexuellen Ebene minderjährige Jünglinge. Er hatte einen genau festgelegten Typus, den er in seinen Romanen immer wieder beschrieb und der auch in seinen Filmen häufiger auftrat: ein bißchen mager, immer fröhlich, verwegen, frech und unkompliziert. Auch sein angeblicher Mörder sah so aus. In Pasolinis Radix scheint die Sexualität über den jünglingshaft-androgynen Merkur mitausgedrückt zu werden: Er herrscht über 7 und befindet sich im Zeichen des Wassermann, der das Androgyne und sexuell Unkonventionelle noch unterstreicht (wobei auch der Schütze-Mars auf jugendlich-vitale Liebhaber verweist - allerdings versuchte Pasolini diese Rolle meist selbst zu spielen). Die sexuellen Begegnungen liefen fast immer heimlich ab (Merkur in 12). Pasolini bevorzugte Gelegenheits-Strichjungen aus den römischen Vorstädten, wobei er sich kaum zweimal mit demselben traf - diese unverbindliche Art des Zusammenseins ist durchaus typisch für Wassermann. Gewalt, auch Masochismus, spielte bei seinen sexuellen Abenteuern immer eine Rolle - seine Freunde waren in steter Sorge um ihn, da er oft in finsteren Gegenden unterwegs war und dort auch immer wieder in Schwierigkeiten geriet (Pluto in 5). Obwohl Pasolinis Sexualleben weitgehend im Dunkeln blieb (Merkur in 12), wurde es schon bald zum Gegenstand des öffentlichen Interesses. Gerade weil man nicht so viel darüber wußte, konnten sich vielfältige Projektionen daran knüpfen (12. Haus).

Insgesamt gesehen verlief das Beziehungsleben Pasolinis eher unstet, wie es einer Fische-Venus entspricht, die ihre Sehnsüchte bald hierhin und bald dorthin richtet (Pasolini verfiel immer wieder in Phasen der Schwärmerei sowohl für einzelne junge Männer als auch gelegentlich für Frauen) sowie einem Schütze-Mars, der sich schnell begeistert und gerne „zu neuen Horizonten“ aufbricht, und einem Wasser-mann-Merkur, der unabhängig bleiben möchte. Wie war es dabei jedoch um die Bedürfnisse des Stier-Mondes und des Saturn im 7. Haus bestellt? Den Stier-Mond verlangt es nach einem sicheren Hafen - der aber wurde nie bei einem Partner oder einer Partnerin gefunden, sondern lebenslang nahm die Mutter diese Position ein, mit der Pasolini bis zuletzt - in immer vornehmeren Wohnungen und Wohnlagen - zusammenlebte. Die Forderungen des Saturn im 7. Haus nach verläßlichen, langdauernden und stabilen Bindungen hingegen wurden durch eine größere Anzahl tiefer und enger Freundschaften eingelöst (Saturn als Herrscher von 11), wobei sich für Pasolini Sex und Freundschaft ausschlossen. Wechselte ein junger Mann in den Kreis der Freunde, schied er automatisch als Liebhaber aus. Pasolini wollte seine Freundschaften offenbar nicht durch seine aufwühlende Sexualität gefährden (Saturn in 7 im Quadrat zu Pluto in 5).

Pasolinis Kunst wurde regelmäßig zum Skandal, obwohl der Dichter sich vor den Verfolgungen eher fürchtete, als bewußt als Provokateur aufzutreten. Schon sein erster Gedichtband im friaulischen Dialekt galt als skandalös, da die Verwendung der Mundart unter Mussolini unerwünscht war. Pasolinis Debütroman „Ragazzi di vita“ (1955) wiederum erregte die Gemüter, weil dieser die Schattenseiten der römischen Gesellschaft aufzeigte und dabei unverhohlen mit seinen kriminellen jugendlichen Helden sympathisierte. Bücher wie Filme wurden immer wieder wegen angeblicher Obszönität verboten und beschlagnahmt, Uraufführungen von randalierenden neofaschistischen Jugendlichen gestört. Freilich ließ Pasolini auch nichts aus, was die verklemmten Moralhüter seiner Zeit auf den Plan rufen konnte: Nacktszenen und erotische Darstellungen nahmen in seinen Filmen einen immer breiteren Raum ein bis hin zu „Die 120 Tage von Sodom“ (1975), in dem Sadismus und Masochismus kunstvoll zelebriert werden. Pasolini mußte über 30 Prozesse mit oft fadenscheinigen Anklagen über sich ergehen lassen (indirekt ging es natürlich immer um seine Homosexualität), die er zwar alle gewann, die ihn jedoch psychisch auslaugten. Pluto im 5. Haus steht so für sein tabubrechendes künstlerisches Schaffen, das im Quadrat zu Saturn im 7. Haus regelmäßig das Gesetz und die „Ordnungshüter“ der Gesellschaft auf den Plan rief - was auch der Jupiter im 7. Haus, der Pasolini ja tatsächlich Ruhm, Erfolg und Beliebtheit brachte, nicht ausgleichen konnte. 

Pasolini litt enorm unter der Verfolgung, die er immer ganz auf seine Person bezog. Sein größter Alptraum war der des „unschuldig verurteilt Werdens“ (Saturn in 7 in Opposition zu Chiron in 1). Obwohl er eigentlich von jedermann akzeptiert werden wollte, ja sich nach der Verschmelzung mit seiner Umwelt und seinen Mitmenschen sehnte, fühlt er sich von Geburt an in seinem Innersten verletzt (Chiron in 1) und fremd: Uranus im 1. Haus und die Sonne-Uranus-Konjunktion verhinderten das Dazugehören und katapultierten den Fische-Menschen immer wieder aus seinen Verschmelzungswünschen. Ein Fische-AC und eine Fische-Sonne im 1. Haus machen vor der Welt ganz besonders exponiert. Pasolini muß sich häufig offen, schutzlos und verletzlich gefühlt haben, wieder als „Opfer“, diesmal einer haßerfüllten Verfolgung. Er gefiel sich durchaus im Bild des leidenden, ausgestoßenen Dichters, weshalb ihn auch die Figur Christi besonders interessierte (der Evangelien-Film entstand zu einer Zeit, als die Repressalien ihren Höhepunkt erreichten). Pasolinis extreme psychische Durchlässigkeit manifestierte sich körperlich in einer besonderen Lichtempfindlichkeit der Augen, wegen der er schließlich eine Sonnenbrille tragen mußte, die zu seinem „Markenzeichen“ wurde (und die man ironischerweise als Zeichen seiner „Verruchtheit“ interpretierte). Das idealistische Kämpfertum des vom Pluto befeuerten Mars im 9. Haus hat die Fische-Seite in Pasolini wohl auf Dauer überfordert (Mars im Quadrat zum Fische-AC), mit der man zwar auch sehr idealistisch sein kann, deren mangelnde „Panzerung“ einem aber Probleme bereiten kann, den Kampf unbeschadet zu überstehen. Hinzu kommt die Konjunktion von Uranus und Lilith mit Lilith nahe am AC: Die uranische Andersartigkeit war in diesem Falle besonders stark von (sogar gewalttätigen) Repressalien begleitet.

Dennoch schrieb Pasolini mit seinem Wassermann-Merkur im 12. Haus, was viele interessierte und ansprach, und eigentlich hatte er ja großen Erfolg damit (Merkur im Trigon zu Jupiter in 7). Er wurde schließlich zur mystifizierten Kultfigur (wofür sich eine derartig exponierte Fische-Sonne anbietet) - ein Ruhm, der sich zu seinen Lebzeiten allerdings immer zweischneidig anfühlte.

Pasolinis Tod am 2. Nov. 1975 ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Angeblich wurde er von einem Strichjungen, den er zu sich ins Auto eingeladen hatte, auf einem ungepflegten Sportplatz bei Ostia ermordet. Die Aussagen des Mörders wie auch die Indizienbeweise wecken jedoch erhebliche Zweifel an dieser Version. Die Vermutung liegt nahe, daß Pasolini einer Gruppe von Auftragsmördern, die einen Tod „passend“ zu seiner Lebensweise inszenieren sollten, zum Opfer gefallen ist. Feinde, vor allem im extrem rechten Lager, hatte er sich genug gemacht. [10] Auch in der Einschätzung, ob Pasolini zum Zeitpunkt seines Todes depressiv und lebensmüde gewesen sei[11] oder vital und voller Pläne mitten im Leben gestanden habe[12], gehen die Biographien weit auseinander. Festzuhalten bleibt bloß, daß ein gewaltsamer Tod, ein Verschwinden aus dem Leben durchaus in der Logik seines Horoskopes lag: Die starke Fische-Betonung im 1. Haus (auch noch mit Lilith auf dem AC) macht generell sehr verwundbar für Angriffe, sie signalisiert aber auch eine gewisse Bereitschaft, sich hinzugeben, „wenn der Mörder kommt“, d.h. in gewisser Weise dessen Spiel „mitzuspielen“. Pasolini hatte ja ohnehin sein Leben lang mit Schuldgefühlen gepaarte, starke Todessehnsüchte verspürt. Mars mit seinen Aspekten zu Pluto und Uranus verweisen ebenfalls auf die Möglichkeit eines plötzlichen und gewaltsamen Todes, den Pasolini in seinen Dichtungen so auch immer wieder imaginiert und antizipiert hatte[13]. Pluto im 5. Haus (im Quincunx zu Mars) erzeugt eine intensive Verbindung von Gewalt, Sexualität und Tod. Der Tod spielte sich zudem in der Abgeschiedenheit und Dunkelheit des 12. Hauses ab, in die sich Pasolini ein weiteres Mal mit einem „merkurischen“ Jüngling zurückgezogen hatte.

Von den Transiten her gesehen hatte Pasolini zu seinem Todeszeitpunkt die Neptun-Mars-Konjunktion im 9. Haus bereits „überstanden“, die mit einer neuerlichen Phase der Frustration und Desillusionierung einhergegangen war (von der vor allem Pasolinis letzter Film „Die 120 Tage von Sodom“ zeugt). Pluto hätte im Juli des darauffolgenden Jahres noch einmal exakt auf seinem aufsteigenden Mondknoten im 7. Haus gestanden - eine Konstellation, die, da Pluto aus 5 kommt, durchaus zu einem gewaltsamen Tod im sexuellen Milieu gepaßt hätte, die aber zu Pasolinis Todeszeitpunkt nicht exakt war. In der Sekundärprogression kam es zu einer exakten Konjunktion von Lilith und Uranus (Abw. lediglich 0°05‘) nahe der Radix-Sonne, so als ob sich die andersartige Veranlagung und die aggressiven Reaktionen der Umwelt darauf gerade jetzt unheilvoll zusammengeballt hätten. Uranus im gradgenauen Trigon zum AC kann als plötzliche Befreiung gedeutet werden, das Quadrat von Neptun zu Uranus im 1. Haus (das allerdings langjährig auch schon den AC und Lilith betroffen hatte und weiter auf die Sonne und Venus zugelaufen wäre) scheint für Auflösung - und Erlösung - zu stehen.


Literatur:
Enzo Siciliano: Pasolini. Leben und Werk, München 1994 (Heyne); Originalausgabe: „Vita di Pasolini“, Mailand 1978.
Otto Schweitzer: Pier Paolo Pasolini, Hamburg 1986.


Anmerkungen: 
[1] Angabe gemäß IHL.
[2] Das Motiv des Ertrinkens spielt in Pasolinis Werken immer wieder eine Rolle, so z.B. im Schlußkapitel von „Ragazzi di vita“, wo ein Knabe beim Versuch, nach Hause zurückzukehren, im Fluß ertrinkt (Pier Paolo Pasolini, Ragazzi di vita, München 1995 (DTV), S. 277/278).
[3] Zit. nach Schweitzer, S. 12.
[4] Es ist hier nicht wichtig, ob sich die Ereignisse tatsächlich so abgespielt haben, sondern daß Pasolini sie auf diese Weise für sich rekonstruierte (vgl. Schweitzer, S. 25-27).
[5] Zit. nach Schweizer, S. 67.
[6] Zit. nach Siciliano, S. 421.
[7] Zit. nach Schweitzer, S. 80.
[8] Zit. nach Schweitzer, S. 22.
[9] „Auf diesen Zweireiher war er seit ein paar Sonntagen mächtig stolz gewesen, wenn er, hüfteschwingend, mit wiegendem Schritt, durch Pietralata ging. Das Geld dafür hatte er sich durch einen Überfall in der Via dei Prati Fiscali verschafft: er hatte einem dämlichen Schwulen etwas über dreißigtausend Lire abgenommen und ihn, um sich eine innere Befriedigung zu verschaffen, blutig getreten.“ (Ragazzi di vita, S. 118)
[10] Genaue Angaben dazu bei Siciliano,  S. 9-32.
[11] Schweitzer, S. 136.
[12] Siciliano, Vorwort, S. 6.
[13] So versetzte er sich einmal in die Rolle eines erschlagenen Dichters: „Ein (...) rührendes Detail ist ein kleines kariertes Blatt (...) es wurde in der Jackentasche an seiner Leiche gefunden (er ist letztes Jahr in Palermo gestorben - mit Stockschlägen getötet)“; zit. nach Siciliano, S. 371.


Bei dem vorliegenden Artikel handelt es sich um die Kurzfassung der schriftlichen Hausarbeit meiner DAV-Prüfung.

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