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Die Entwicklung durch die Häuser ... die Antwort ist rund !! HAUS 1

Andrea Moutty
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Dienstag, 26. Mai 2009, 16:38

'Die Entwicklung durch die Häuser ... die Antwort ist rund !! HAUS 1' - Beitrag von Andrea Moutty

 Irgendwo ist alles Zorn

 

      Das 1. Haus abgeleitet vom Widder

 

 

Mit dem Tierkreiszeichen Widder beginnt das Jahr. Hier – um den 21. März eines Jahres – ist Frühlingsanfang. Alles drängt nach draußen. Aber, ist dies ein sanfter Prozess?

   

Ganz gleich was wir betrachten, die Natur bringt alle Kraft auf um den aktuellen Zustand zu ändern.

 Ein Samen:

Der Keim bricht aus dem Samen hervor. Seine Entwicklung beginnt, sobald die Umweltbedingungen Erfolg versprechend sind. So lange befindet sich dieser in der Ruhephase. Dann jedoch beginnt sich der Keim zu entwickeln. Dieser muss heraus aus der vorgegebenen Enge. Und mit einem mächtigen Aufplatzen des Samens schafft sich dieser Keim neuen Raum um sich zu entwickeln.

 

Ein Kücken im Ei:

Dieses kleine Wesen ruht im Schutze des Eis und nimmt sich die Nährstoffe die es benötigt um sich gesund zu entwickeln. Bis dieser Raum zu eng wird, bis die Nährstoffe zur Neige gehen. Dann nimmt dieses kleine Küken den anstrengenden Weg auf sich, mit seinem kleinen Schnabel die schützende Hülle aufzubrechen und sich somit neuen Raum zu schaffen. Um dies zu erreichen stemmt es in entgegen gesetzter Richtung seine kräftigen Beinchen und verschafft damit seiner "Kopfarbeit" den notwendigen Nachdruck. Zwischendurch muss es immer wieder Pausen machen, um sich von der enormen Anstrengung zu erholen.

Ein Baby:

Auch der Mensch entwickelt sich zunächst in sehr geschützter Atmosphäre – dem Mutterleib – um sich erst dann auf den Weg in eine andere Welt zu machen, wenn der Raum zu eng wird.

Die Geburt ist für diesen kleinen Menschen kein Zuckerschlecken. Voller Kraft und Willen treibt es ihn in ein neues Leben. Wie dieses kleine Küken wird sich auch der Mensch auf seinem Weg immer wieder ausruhen. Die Wehen der Mutter kommen zyklisch.

Sie bieten Mutter und Kind immer wieder die Möglichkeit sich auszuruhen und auf den nächsten Vorschub vorzubereiten. All dies ist kein sanfter Vorgang. Mit aller Macht und fast schon Gewalt wird sich dieses Kind neuen Raum erobern.

 

Diese Vorgänge sind nicht durchdacht. Eine höhere Macht scheint den Zeitpunkt zu bestimmen, zu dem es kein Zurück mehr gibt. Die Nahrung, die Möglichkeiten des alten Raums sind aufgebraucht. Nun muss neuer Raum geschaffen werden. Ein neues Land will erobert sein.

 

Die Natur, die nun über den ganzen Winter hinweg geruht hat, bricht auf. Hier wird nicht überprüft, ob dies erwünscht ist. Jeder nimmt sich sein Recht auf Neues. Die alte Situation ist unzumutbar geworden.

 

Die Alten haben diese Zeit dem Tier Widder geweiht.

So wurde das Tierkreiszeichen, mit dem durch Eintritt der Sonne der Frühling beginnt, auf den Namen Widder getauft. Was hat dieser nun mit dem Frühling zu tun?

 

Schauen wir uns das Tier Widder in der Natur an und stellen uns eine Szene vor:

 

Der Widder steht auf seiner Koppel; entspannt.

Nun klettert ein Mann über den die Widder-Welt begrenzenden Zaun.

Dieser kommt auf den Widder zu.

Was geschieht?

 

Nehmen wir uns an dieser Stelle die Zeit und den Spaß

in die Position des Widders hinein zu schlüpfen.

 

Der Widder hebt zunächst den Kopf um zu sehen, was dieser Eindringling wohl vor hat. Er wird hellhörig und nimmt die Witterung auf. Er beobachtet die Situation und wägt die Gefahr ab.

 

Nun kommt der Mann näher.

 

So wird das Revier des Widders – sein körperliches Recht – verletzt. Zusehens steigt die Wut in ihm auf.

Er denkt nicht nach oder wägt ab. Er senkt den Kopf, die Hörner, und stürzt auf den vermeintlichen Feind zu.

 

Sobald dieser jedoch den Rückzug ansetzt, bleibt der Widder stehen. Er hat kein Interesse daran, einen bereits verjagten weiter zu verfolgen. Diese Kraft spart er lieber ein.

 

In jedem Menschen wartet diese Kraft, diese Widder-Energie darauf genutzt zu werden.

 

Diese Widderenergie reagiert kurz entschlossen, knapp und auf den Punkt.

Hier wird der ganze Körper eingesetzt; die Kraft dargestellt um den ‚Feind’ zu beeindrucken. Es wird sich durchgesetzt. Gerangel und Körperkontakt wird jedoch

nur gesucht, wenn eine Position nachhaltig geklärt werden muss und wenn die Überzeugung von „Ich schaffe das !!“ vorherrscht.

 

ICH WILL wird aus einem Unbehagen oder gar Zorn gesteuert.

Was wir wollen bemerken wir meist erst, wenn wir uns unwohl fühlen.

 

Ich will hier auf diesem Platz nicht mehr sitzen.

Ich will diesen Arbeitsplatz nicht mehr.

Ich will den Euro nicht zweimal umdrehen müssen.

 

Von der archetypischen Widderenergie leiten wir den Inhalt des 1. Hauses ab.

Denn dieser Vorgang ist ein überraschend körperlicher Vorgang. Um herauszufinden was ich will, werde ich zunächst durch Phasen verschiedenster Emotionen schreiten. Oft ist dies ein schleichender Prozess. Die wenigsten von uns wachen morgens auf und wissen plötzlich was sie wollen. Auch das mag vorkommen im Leben. Doch in größerer Regelmäßigkeit entsteht zunächst eine Irritation in uns. Diese beachten wir meist gar nicht erst. Doch sie ist hartnäckig. Und so entwickelt sich diese Irritation langsam in eine Art Unwohlsein. Findet die Irritation noch eher im Kopf statt, so rutscht das Gefühl des Unwohlseins langsam in den Bauch. Irgendetwas stimmt nicht mit dieser Situation, mit diesem Kollegen, mit diesem Arbeitsplatz …

Gehen wir auch über dieses Gefühl hinweg, werden sich mehr und mehr stärkere Gefühle einstellen. Vielleicht zunächst Unlust. Und immer noch nehmen wir dies nicht so richtig wahr oder ernst. Diese jedoch verteilt sich aus dem Bauch schon in die Glieder. Wir beginnen uns in oder nach Situationen müde zu fühlen, ausgelaugt. Danach entsteht vielleicht eine Gereiztheit.

Bereits bevor ich mich auf den Weg zu diesem Arbeitsplatz, in diese Situation, zu diesem Kollegen mache kriecht dieser Unwille hoch. Das betroffene Umfeld beginnt zu fragen „Was ist den los? Bist du schlecht gelaunt?“ Und wir reagieren vielleicht genervt mit „Was soll los sein ?!“ Und mehr und mehr reagiert der Magen, der Darm, die Leber und Galle. Und nun reden wir schon nicht mehr von einem Bauchgefühl. Die Situation beginnt sich über meine Organe her zu machen. Irgendwann wird dann die Situation unerträglich. Immer wieder geraten wir in Unterhaltungen oder ständigen Denkprozessen, die sehr viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Ein Großteil der Gedanken kreist um die Situation, den Arbeitsplatz, den Kollegen …

 

Bis … ja, bis der ganze Körper in eine Anspannung kommt, die der Betroffene nicht mehr übersehen und verleugnen kann. Dies kann Jahre dauern. Und in diesen Jahren wird unser Körper immer mehr Signale setzen, dass hier eine Änderung – ein neuer Raum – benötigt wird. Wir müssen Position beziehen. Nun wird es aller höchste Zeit in die Aktion zu gehen.

 

Die Inhalte des ersten Hauses, die von dem Tierkreiszeichen Widder abgeleitet werden, lauten:

 

Ich, mein Körper, mein Auftreten, mein Aussehen

und vor allem mein „Ich will!“

 

Und so muss an dieser Stelle bemerkt werden, dass meist die antrainierte Herangehensweise eher ein „ICH WILL NICHT !!!!“ als ein „ICH WILL!“ ist.

 

Durch diese Art der Herangehensweise bleibt der Mensch jedoch in seinem Zorn stecken. Denn er wird sich oft viel zu lange der nervenden Situation aussetzen und immer wieder in die Gedanken-Endlosschleife rutschen.

 

Ø  „Ich will nicht mehr!“

Ø  „Ich kann diesen Typen nicht ausstehen!

       Ich will nicht mehr mit dem Idiot zusammen arbeiten müssen!“

Ø  „Immer bin ich der Depp!

       Ich will nicht immer die Drecksarbeit machen müssen!“

Ø  „Der denkt wohl ich bin seine Putzfrau! Immer lässt er alles liegen.

       Ich will das nicht mehr!“

 

Und wir geraten sehr früh in das Phänomen, dass wir schon alle Wörter und alle Sätze und alle Argumenten gedacht haben und uns selbst nicht mehr denken hören können. Und ich verrate kein Geheimnis wenn ich hier darauf hinweise, dass auch das persönliche Umfeld längst alle Argumente, Versionen und Vorwürfe zu dieser Situation, zu diesem Arbeitsplatz, diesem Kollegen oder was auch immer gehört hat. Und sicherlich hat es auch reichlich Kraft in sämtliche Beschwichtigungen, Versöhnungsversuche und Therapieeinheiten gesteckt. Mit geringem Erfolg. Was wenig erfreulich und sehr anstrengend für dieses Umfeld gewesen sein mag.

 

Das erste Haus jedoch – und somit alles in der Natur – schreit ICH WILL !!!!

 

ü  Ich will aus dem engen Samen hinaus ins Licht.

ü  Ich will aus dem Bauch meiner Mutter heraus.

ü  Ich will, dass der Typ aus meinem Revier verschwindet.

 

Alles schreit danach sich Platz zu machen, sich den benötigten Raum zu erkämpfen. Eine aktuelle Situation wird unerträglich und muss geändert werden. Jedes Risiko wird auf sich genommen. Keine Anstrengung ist zu viel. Hier herrscht keine Angst. Nur Mut und Impuls ist das dominierende Gefühl. Aus der eigenen Kraft heraus und mit dem eigenen Willen soll ein ganz neues Revier, ein ganz neuer Raum erobert werden. Nichts kann mehr aufhalten.

 

Die Natur sagt nicht „Ich möchte gerne.“, „Ich würde gerne.“, „Ich hätte gerne.“

Sie bleibt auch nicht auf dem Stuhl sitzen oder akzeptiert die Situation als so gegeben. Sie steht auf! Sie wagt sich in eine neue Seinsform. Sie verlässt ihre alte Position und oft sogar ihren alten Zustand.

 

So ist hier im 1. Haus die Aufgabe:

ü  Definiere dein ICH WILL !!!

ü  Sei dir bewusst, dass du aufstehen musst.

ü  Sei dir im Klaren darüber, dass du deine alte Position verlassen musst.

ü  Atme die Erkenntnis ein: Hier beginnt zweifellos und unwiderruflich etwas ganz neues und wunderbares.

 

Es wurde schon längst erkannt, dass sich die gelebte Situation endlich verändern muss. Zu lange begrenzt sie schon den Weg. Jedoch wie soll das möglich sein?

 

Der Mensch ist schon lange nicht mehr vollständig mit der Natur verbunden.

Eine Pflanze weiß noch wie sie sich den erforderlichen Raum verschafft. Sie kennt die Abläufe wie sie erfolgreich in den Wachstum und ihren Auftrag geht. Sie wird am Ende ihres Lebens ihren Standpunkt gehabt haben. Sie wird Frucht getragen haben. Sie wird ihr Ziel erreicht haben, wenn sie ihr Leben gelebt hat.

 

Wir Menschen müssen uns diese uralten Mechanismen wieder neu erobern. Und so lauert nur all zu oft die Angst vor dem Ungewissen tief in uns.

 

Was geschieht, wenn dieser mächtige Impuls gesetzt wird, den Weg zu ändern?

Wie verändert sich das Umfeld? Welch mächtige Folgeentscheidungen werden notwenig sein? Was geschieht mit den privaten Beziehungen? Wie reagiert die Umwelt auf diese Entscheidungen? Was ist wenn man scheitert?

 

Angst entsteht nicht einfach nur so. Sie signalisiert Gefahr. Dieses Gefühl der Gefahr ist sehr individuell geprägt. Meist liegt diesem Gefühl eine frühe Prägung zugrunde. Vielleicht waren die Eltern sehr vorsichtige Menschen und haben gelehrt, dass alles überprüft und abgesichert werden muss, bevor ein vermeintliches Risiko eingegangen wird. Vielleicht wurden im Leben bereits Entscheidungen gefällt, die sich subjektiv als Fehler heraus gestellt haben. Vielleicht musste auch erlebt werden, dass bestimmte Entscheidungen zu Einsamkeit oder Krankheit geführt haben.

 

Angst ist ein Wort des 12. Hauses.

 

Wenn ein Tier von einem vermeintlich stärkeren Tier bedroht wird, wird es sich zurückziehen wollen. So kennen auch wir Menschen den berühmten Schritt zurück.

In der Sprache der Astrologie ist der Schritt zurück von dem 1. Haus aus betrachtet das Haus davor. In diesem Falle das 12. Haus.

So könnte man sagen: Die Krankheit des 1. Haus ist das 12. Haus

Die Krankheit von ICH WILL! ist der Rückzug in die Welt des 12. Hauses.

 

 

 

Falle

 

Ist ein Mensch von Situationen die für ihn Gefahr bedeuten überfordert, tut er genau das, was er schon seit Anbeginn der Zeit tut: Er flüchtet!

Nun steht als Deutungs- und Verständniswerkzeug die

Astrologie zur Verfügung. Alles was uns begegnet und

vor allem die Art und Weise wie der Mensch mit diesen Situationen umgehen kann, finden wir in einem Horoskop. Es wird nun also nicht verwundern, wenn auch die Vermeidens- oder Fluchtwege in einem Horoskop zu finden sind. So kann der Mensch – der durch dieses Rad des Lebens repräsentiert wird -  lediglich innerhalb dieses Kreises versuchen, einem Problem auszuweichen.

 

Von diesen Ausweichmechanismen gibt es so viele, wie es Menschen gibt. Jedoch gibt es eine so spannende wie schnelle Variante.

 

 

Stellen wir uns vor, in einer runden Koppel würde ein gefährliches Tier namens „Problem“ auf uns lauern. Dieses gefährliche Tier wäre nun an einer bestimmten Stelle (Lebensbereich) angebunden. Nur dort würde uns Gefahr drohen. Instinktiv versucht nun der Mensch, einer Gefahr großräumig auszuweichen.

 

In dieser runden Koppel – sie entspricht einem Kreis von 360 Grad (unser Horoskop) - gibt es nur einen weitest entfernten Punkt von diesem Tier „Problem“ und dem damit verbundenen Geschehen. Dieser Punkt liegt 180 Grad von diesem Geschehen entfernt. Astrologisch gesehen genau in dem gegenüberliegenden Haus (Lebensbereich).

 

So ist die Versuchung für den betroffenen Menschen sehr groß, dass er – um diesem wilden und gefährlichen Tier auszuweichen, genau nach Gegenüber flüchtet. Somit wird er versucht sein, mit seinem Verhalten genau in das gegenüberliegende Haus zu flüchten, um dort möglichst sicher zu sein.

 

Was bedeutet das nun konkret für die Widderenergie, für die Impulskraft des 1. Hauses, für das „ICH WILL !!“ ?

 

Gegenüber dem 1. Haus liegt das 7. Haus.

Gegenüber vom Aszendent befindet sich der Deszendent.

Gegenüber von ICH finden wir das DU.

Im 1. Haus regiert archetypisch der Widder, im 7. Haus die Waageenergie.

 

Die Widderenergie entscheidet und handelt impulsiv.

Die Waageenergie hingegen kann sich nur schwer entscheiden. Sie ist stets bemüht die Sympathie ihrer Mitmenschen zu erhalten. Mit einem Sympathie- oder gar Liebesverlust käme sie nur schwer zurecht. Daher achtet sie hauptsächlich auf die Bedürfnisse der Anderen.

 

Nun kann der Mensch in seinem Streben nur erfolgreich sein, wenn er seine Kraft und seine Energien dort einsetzt, in denen diese eine gute Grundlage haben. Archetypisch bedeutet dies, dass ein bestimmtes Verhalten in einen bestimmten Lebensbereich (in ein bestimmtes Haus) gehört, um dort positiv kraftvoll zum gewünschten Ziel führen zu können.

 

Hat ein Sportler das Ziel möglichst hoch zu springen, wird dieser sich einen geeigneten Untergrund suchen. Er wird wohl kaum aus einer Sandkuhle heraus abspringen. Von dort kann er sein Ziel nicht erreichen.

 

Möchte ein Mensch nun seinen Willen definieren, muss er zunächst einmal überprüfen was ihn an der aktuellen Situation stört oder behindert. Erst dann wird es ihm möglich sein zu formulieren, welcher sein Wille ist.

 

Um diesen Willen zu äußern bedarf es jedoch des Mutes die aktuelle Situation als untauglich zu erleben und es bedarf des Mutes dies zu äußern. Immer wieder wird an dieser Stelle eine gute Portion Pioniergeist benötigt. Es ist gut möglich, dass ein Mensch einen ganz neuen Weg, eine ganz neue Entscheidung wählen möchte.

Hier bei sich – bei der eigenen Person – zu bleiben und klar zu definieren wo die Reise hin gehen soll, ist ein großer Schritt.

 

Vielleicht ist es erforderlich, dass er sich gegen die alte Situation stemmt.

So kann es geschehen, dass er ganz alleine mit seiner Idee da steht.

Wer seinen Willen klar formuliert setzt sich der Beurteilung der Anderen aus.

Wie fühlt es sich an, zu sagen „ICH WILL!“?

 

Hat nun ein Mensch aufgrund einer Verletzung gelernt, als Gefahr die Bereiche des 1. Hauses zu erleben, wird er für zukünftiges Handeln den Fluchtpunkt im gegenüberliegenden Haus wählen. Dort wird gefragt nach „Was willst du?“.

 

Es ist möglich, dass er erleben musste, dass sein Wille stets übergangen wurde und er gerade dann geliebt wurde, wenn er den Wunsch der Eltern akzeptierte und diesem folgte. Auch kann es sein, dass er wenig erträglicher Aggression ausgesetzt war. Schon früh lernen Kinder bei ihren Forderungen, die mit „Ich will …“ beginnen den Satz kennen: „Du hast nichts zu wollen.“

 

So vielfältig das Leben, so vielfältig die Möglichkeiten der Ursache bzw. der Verletzung.

 

Aus solchen Verletzungen lernt der Mensch nun all zu oft, dass die sehr Ich-bezogenenen Forderungen des 1. Hauses wenig gesellschaftsfähig sind. Viel lieber wird es von dem persönlichen Umfeld gesehen, wenn zuerst nach den anderen gefragt wird, bevor man sich um sich selbst kümmert. Ich-Formulierungen und –Forderungen werden häufig gesellschaftlich bestraft. Sätze die mit Du beginnen, werden lieber gehört.

 

      „Ich würde es tun. Bist du einverstanden damit?“

     „Gehen wir Essen oder ins Kino? Sag, was willst du denn?“

 

Es wird mit einem Blick auf das Umfeld entschieden und der eigene Wille dem Willen der Umwelt angeglichen. Da dies jedoch nicht gut tun kann, entsteht immer mehr Unzufriedenheit. Auf der einen Seite ist man bemüht, den Erwartungen der Umwelt zu entsprechen. Auf der anderen Seite löst die daraus entstehende Unzufriedenheit immer wieder Vorwürfe dem Du gegenüber aus.

 

     „Ich hätte es ja getan. Aber du wolltest ja nicht.“

     „Ich hätte ja ganz anders entschieden. Aber du …“

     „Wenn du damals nicht …, dann hätte ich heute …“

     „Der Kinofilm war ätzend. Wären wir besser essen gegangen. Aber du wolltest ja!“

 

 

Je mehr Anerkennung und Einverständnis wir mit diesem Verhaltensmuster erreichen, umso erfolgreicher scheint dieses Verhalten zu sein. Wir glauben also, wir würden sinnvoll und allgemeinverträglich handeln. Dennoch fühlen wir uns nicht wohl.

Genau das ist unsere Rettung!

 

Immer wenn wir uns nicht wohl fühlen, stimmt irgendetwas nicht!

Dann ist immer an irgendeinem Punkt eine Veränderung notwendig!

 

Niemand von uns möchte alleine sein. Wir alle sehnen uns nach Partnerschaft, Gemeinsamkeit, Zugehörigkeit, Ergänzung. Der Preis hierfür ist jedoch oft sehr hoch.

Haben wir gelernt, dass durch die Verneinung des eigenen Willens Partnerschaft eine Chance hat, werden wir uns selbst verlieren. Wir verlieren uns im DU.

 

Die Astrologie ist uns mit ihrer jahrtausende alte Naturbeobachtung ein guter Lehrer.

Mit dem Mut, Vorhaben aller Art stabil und konsequent durch die astrologischen Häuser zu entwickeln, kommen wir in einer gestärkten Form zu diesem DU, das uns so wichtig ist. So wir auch das Thema Partnerschaft in einer selbstbewussten und erfolgreichen Form erkundet.

 

Als Folge wird jedes ICH WILL – nachdem es definiert und in Angriff genommen wurde – früher oder später allgemeinverträglich mit dem DU abgerundet.

Dieses erreicht, haben wir nicht mehr den Drang perfekt zu sein und jedem gerecht zu werden. Wir haben aber auch nicht mehr den Dang unseren Willen durchzusetzen, als Beweis für unsere Stärke und Kompetenz. An diesem Punkt der Entwicklung angekommen wird unser Bestreben sein, dass alle Beteiligten das aller beste für sich erreichen können.

 

Hab Geduld und Vertrauen in die Gesetze der Natur !!!

 

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