Astrologie | chinesische Astrologie

Die Chinesische Astrologie - die fünf Elemente als Charaktergrößen I

Astrologie & Feng Shui, Ulla Freitag
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Donnerstag, 17. September 2009, 16:12

'Die Chinesische Astrologie - die fünf Elemente als Charaktergrößen I' - Beitrag von Astrologie & Feng Shui, Ulla Freitag

Wie in meinem letzten Beitrag bereits angesprochen wird jeder Zeitpunkt eines vollständigen Geburtsdatums durch zwei Zeichen, 1 offener Himmelsstamm und 1 Erdzweig (= Tierkreiszeichen), definiert. Die Erdzweige repräsentieren die irdische bzw. körperliche und materielle Ebene. Jeder Erdzweig beinhaltet wiederum ein bis drei Himmelsstämme, die den Charakter, das Temperament und die Verhaltensmuster eines Zeichens prägen. Der offene Himmelsstamm (OHS) vertritt die mentale Größe einer Person und speziell der OHS des Geburtstages verrät deren ursprünglichen Charakter.

Ein Himmelsstamm entspricht jeweils einer Wandlungsphase. Insofern bilden die fünf Elemente bzw. Wandlungsphasen das Fundament der BaZi Suan Ming. Auf Basis der Yin-Yang-Lehre kann jede Wandlungsphase in der Yin- oder Yang-Form erscheinen, deshalb gibt es insgesamt 10 Himmelsstämme. Die Eigenschaften einer Wandlungsphase sind grundsätzlich eindeutig, ihr Yin- und Yang-Charakter drückt sich vor allem im Temperament aus - yang ist stark bewegt, expansiv, extrovertiert und "laut"; yin ist ruhig, introvertiert, gefühlsbetont und "leise".

Die Erdzweige teilen sich ohnehin in 6 Yin-Zeichen und 6 Yang-Zeichen auf. Jeder Yin-Erdzweig paart sich mit einem Yin-OHS und jeder Yang-Erdzweig mit einem Yang-OHS. Auf diese Weise ergeben sich 60 Kombinationen, die jeweils ein bestimmtes Jahr oder einen Monat oder einen Tag oder eine Doppel-Stunde repräsentieren.

BiJahrOHSTierMonatStd.
11984Yang-HolzRatteDez23-01
21985Ying-HolzBüffelJan01-03
31986Yang-FeuerTigerFeb03-05
41987Yin-FeuerHaseMrz05-07
51988Yang-ErdeDracheApr07-09
61989Yin-ErdeSchlangeMai09-11
71990Yang-MetallPferdJun11-13
81991Yin-MetallSchafJul13-15
91992Yang-WasserAffeAug15-17
101993Yin-WasserHahnSep17-19
111994Yang-HolzHundOkt19-21
121995Yin-HolzSchweinNov21-23

Die Kombination Yang-Holz-Ratte eröffnet den 60stelligen Zeitzyklus und das Yin-Wasser-Schwein beendet ihn. Dann beginnt die Zählung wieder von vorne. Aufgrund dieses Zyklus erscheint die Holz-Ratte als Jahrestier nur alle 60 Jahre. Sie unterscheidet sich in der Wesensart deutlich von einer Feuer-Ratte, die 12 Jahre später als Jahrestier erscheint. Lehrer und Dozenten haben bestätigt, dass jeder "Jahrgang" seine bestimmten Eigenarten hat. Die Schüler zeigen tendenziell gleiche Lebensstrategien und haben gleiche Wurzeln, die natürlich von den vorherrschenden Gesellschaftsnormen geprägt sind. Aber abgesehen davon, wird in der BaZi Suan Ming der individuelle Charakter einer Person grundsätzlich durch den offenen Himmelsstamm des Tagestieres bzw. der Tagessäule definiert.

Analog zu den westlichen Tierkreiszeichen wird jedem Erdzweig ein bestimmter Monat zugeordnet. Der Monats-Erdzweig hat eine besondere Bedeutung, da er die Qualität aller Wandlungsphasen eines Geburtshoroskops bestimmt. Zum Beispiel im Monat des Tigers (Februar) ist die Wandlungsphase Holz in Höchstform und die Phase Erde am schwächsten, alle anderen Elemente liegen dazwischen. Diese Regeln ergeben sich aus den Interaktionen der Wandlungsphasen, die in der Fünf-Elemente-Lehre beschrieben sind. Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, lesen Sie bitte meinen Beitrag unter der Rubrik "Esoterik - Feng Shui".

Es ist mühselig die chinesischen Tierkreiszeichen mit den westlichen zu vergleichen oder gar zu kombinieren, wie es oft von Kollegen versucht wird. Die westliche und chinesische Astrologie sind unterschiedliche Systeme, die von verschiedenartigen Kenngrößen ausgehen. In der chinesischen Astrologie spielen die Planeten keine Rolle, obwohl jeder Himmelskörper einer bestimmten Wandlungsphase zugeordnet werden kann. Ursprünglich existierten nur die "Erdzweige", die jeweils mit einem Bild assoziiert wurden und ein entsprechendes Schriftzeichen erhielten. Erst in der Tang-Dynastie (612-907) wurden die Erdzweige mit Tiernamen verknüpft. Man vermutet, dass es buddhistische Mönche waren, die auf diese Idee kamen. Der Sinn dieser Verknüpfung lag darin, damit man die Erdzweige leichter im Gedächtnis behalten und ihre Eigenschaften bildhafter vermitteln kann. Die Tierbezeichnungen entstanden nicht willkürlich, sondern wurden sorgfältig nach dem Jahreszyklus und den adäquaten Naturverhalten ausgewählt.

In meinem nächsten Beitrag stelle ich die fünf Wandlungsphasen als Grundlage für die Interpretation der "Ich-Persönlichkeit" eines Horoskopeigners vor. Ab Februar 2010 werde ich jeden Monat das zuständige Tierzeichen beschreiben.

Schauen Sie wieder rein, ich freue mich auf Sie!

Herzlichst

Ulla Freitag

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