Astrologie | Astrologie aktuell

Astrologische Gedanken zu den Attentaten in den USA

Sabine Bends
Verantwortlich für den Inhalt ist der oben genannte Autor/Anbieter.
Mittwoch, 12. September 2001, 16:02

Die große, unbeschreibliche Betroffenheit und Trauer, die die gestrigen Ereignisse auslösen, sind Ausdruck für die weltumspannende Bedeutung dieser Geschehnisse. Für Astrologen ist es fraglos, dass diese Krise mit den Zyklen von Pluto und Saturn zusammenhängt, die sich derzeit auf der Achse Schütze-Zwillinge gegenüberstehen.

Viele – erfahrenere und fähigere Astrologen als ich – haben sich hierüber schon geäußert, ich möchte nur die Grundthemen nochmals anreißen, bevor ich meine Gedanken an mögliche Auslöser aus astrologischer Sicht daran anschließe.

Das Symbol des World Trade Center umschreibt die Themen vollständig. Es geht hier um ein weltumspannendes Thema, wir sind als Welt des Handels, der Kommunikation und internationalen Globalisierung alle so eng miteinander verbunden wie nie zuvor. Astrologisch würden wir "World", die Welt, Schütze und "Trade", dem Handel, Zwillinge zuordnen. Das "Center" ist der Knotenpunkt, der Mittelpunkt dieser Achse, dort laufen alle Fäden zusammen. Claude Weiss schreibt dazu in seinem Artikel auf der Seite www.astrologieheute.ch:

"Spürbar wirft die Saturn/Pluto-Opposition, die am 5. August 2001 zum ersten Mal genau wird, ihre Schatten voraus. Bekanntlich handelt es sich bei einem solchen Aspekt nicht um Nebensächlichkeiten, sondern um zentrale Fragen und um Schwachstellen eines Systems, welches überholt werden muss. Man kommt nicht mit kosmetischen Eingriffen weg, sondern muss eine Generalrevision bisheriger Vorstellungen und Sicherheiten vornehmen. Es geht bei einer Saturn/Pluto-Opposition immer um die Infragestellung vorhandener Machtstrukturen, wobei jede Seite dazu neigt, die Gegenseite zu verteufeln. Jeder wirft dem andern mafioses, erpresserisches oder manipulatives Verhalten vor, und beide Seiten mögen bis zu einem gewissen Punkt recht haben. Bestehen starke Machtgefälle, so neigen zu solchen Zeiten die Mächtigen dazu, noch unverhohlener als sonst ihre Macht zu demonstrieren, was die Gegenseite dazu veranlasst, noch kämpferischer und kompromissloser aufzutreten. Es wird mit harten Bandagen gekämpft, und mit einer Opposition auf der Achse Zwillinge-Schütze spielen Globalisierung, Welthandel und Medien dabei eine grosse Rolle."

Gerechnet haben alle weitsichtigen Astrologen mit einer globalen konjunkturellen Talfahrt, mit schwerwiegenden Machtkonflikten und mit der Zuspitzung von Glaubenskriegen an allen Krisenherden. Dass diese Krisenherde aber beginnen zu "streuen", dass der Dorn im Fleisch der Menschheit längst eine Vergiftung des ganzen Menschheitskörpers nach sich gezogen hat, und dass dieses Gift jetzt eruptiv an unterschiedlichsten Stellen ausbricht, war wohl kaum jemandem klar.

Die Bahnen der Zerstörung, der zutiefst in der Menschheit vergrabenen Wut und dem schwelenden Hass sind Zwillinge-Schütze-Bahnen: Wege der Kommunikation, Orte des Handels, des Austauschs, des städtischen zivilisierten Lebens. Flugzeuge, Bahnhöfe, U-Bahnen, Handels- und Kulturzentren, politische Knotenpunkte – hier liegen die potentiellen Angriffsflächen, die uns solche Angst machen, weil sie nicht "irgendwo im Osten" oder woanders liegen, schön zentriert und eingezäunt, sondern beweglich wie die astrologische Achse Zwillinge-Schütze sind, schnell, weltumspannend, sporadisch und unberechenbar.

Die Aufforderung für uns alle ist unüberhörbar: Haltet euch nicht raus, es geht euch alle an. Ihr alle seid miteinander verbunden. So mancher würde sich in diesem Fall wünschen, es wäre nicht so, und es gäbe Inseln der Sicherheit. In Belfast und Jerusalem werden mehr und mehr Mauern hochgezogen, um scheinbare Inseln der Sicherheit zu schaffen, aber eine Abtrennung funktioniert nicht mehr.


Was sind aber nun die Auslöser für das gestrige Massaker?

Hierzu gibt es sicher viele Meinungen und Ideen (siehe auch den Artikel von Tony Bonin). Mir ganz persönlich sind folgende Konstellationen als erstes ins Auge gefallen: Im Horoskop des 1. Flugzeug-Crashs in das World Trade Center von 8.46 h Eastern Daylight Time in New York steht Merkur, der natürliche Herrscher der Zwillinge, am Aszendenten, Jupiter, der natürliche Herrscher des Schützen, am MC. Das heißt, dem Thema des angesprochenen Achsenkonfliktes fällt eine maximale Dominanz zu. Noch dazu stehen diese beiden Dispositoren im Quadrat zueinander, was die Spannung verstärkt.

Das allein würde vielleicht schon genügen, um verschiedene "Eiterherde" der Wunde sichtbar zu machen, aber es kommt noch verstärkend hinzu, dass Mars sich gestern zum Zeitpunkt des Geschehens in Opposition zum Mond am absteigenden Mondknoten Anfang Krebs befand. In diesem Gradbereich hat letztes Jahr Weihnachten, am 25.12.2000, die erste Sonnenfinsternis auf der Achse Krebs-Steinbock stattgefunden. Auch Merkur gehörte zur Neumondkonstellation am Tag der Eklipse. Die zweite Sonnenfinsternis auf dieser Achse fand diesen Sommer am 21.6.01 statt und wurde am 5. Juli gefolgt von einer Mondfinsternis auf 13° Steinbock. Die Sonne des Präsidenten der USA und der USA selbst befindet sich auf 13° Krebs.

Mars hat sich zuvor gemeinsam mit Chiron aufgrund seiner Rückläufigkeit monatelang in der Nähe von Pluto aufgehalten, und war sozusagen "aufgeladen" mit der Energie dieser Oppositon, als er, gemeinsam mit dem Mond gegenüber, auf den unheilverkündenen Finsternispunkt traf. Wir können uns ausmalen, welche Folgen sich ergeben können, wenn Mars seinen Weg auf den Finsternispunkten weiter fortsetzt, bis er schließlich gegenüber von Präsident Bushs Sonne zu stehen kommt.

Das bedeutet also, dass wir uns nicht nur Gedanken machen müssen, was die Achse Zwillinge-Schütze für uns bedeutet, sondern auch, welche Hinweise sich in der kardinalen Achse Krebs-Steinbock für uns verbergen. Ende September / Anfang Oktober werden sich Mars und Jupiter auf dieser Achse auf 13 – 14° gegenüberstehen. Wie werden wir Sicherheit suchen und finden? Welche Verteidungs- und Abwehrmechanismen werden wir aktivieren? Worauf richten wir unsere Aktivitäten? Vor 12 Jahren fiel unter der Konstellation von Jupiter im Krebs auf 10° eine Mauer des Hasses und der Völkertrennung, die deutsche. Werden wir neue Mauern errichten? Das Gedächtnis in Krebs und Steinbock ist das eines Elefanten, hier geht nichts verloren. Die emotionale, genetische und nationale Verbindung hier ist überaus stark. Wir leben vielleicht Erinnerungen aus, die wir nicht einmal als solche wahrnehmen.

Es gäbe noch viele Konstellationen zu erwähnen, allen voran die Berührungspunkte des Pluto-Saturn-Zyklus sowie die Qualität von Pluto-Uranus, der Konjunktion inmitten der Jungfrau-Fische-Achse, die bei der letzten Pluto-Saturn-Opposition 1965 und 66 eine entscheidende Rolle gespielt hat. Die Jungfrau-Sonne ist gerade über diese Tierkreiszeichengrade hinweggegangen.

Aber genug der Analyse, kümmern wir uns um das, was zu tun ist – hoffen und beten. Denn es gibt auch Hoffnung: Jupiter im Krebs verbindet und eint über Grenzen hinweg, ist die Motivation, zu einem organischen Ganzen zusammenzuwachsen. Vielleicht eint er uns auf anderen Ebenen, als wir es gerne hätten. Aber ich spüre schon jetzt, wie selbst hier - weit vom Herd des Unglücks entfernt - Familien zusammenrücken, wie Freunde sich umeinander kümmern, wie Menschen Sorge füreinander tragen, Für-Sorge. Ganz zu schweigen davon, wie eng die Menschen in den USA nun zusammenrücken. Jupiter im Krebs stand gestern nahe dem MC.

Diese Hoffnung und Fürsorge spüre ich in dem Newsletter von Donna Thomson, der jetzt noch mehr Bedeutung für mich erhält als er schon hatte. Ich füge ihn hier für uns alle an. Danke, Sabine.


"Reflektionen des Höheren Bewusstseins im Frühjahr 2001

Transformation
Die Energien dieser Tage verlangen Transformation. Die Menschen erleben diese Notwendigkeit derzeit auf vielerlei Arten. Aktiv an Transformationsprozessen teilzunehmen bedeutet, im Fluss zu sein, flexibel und anpassungsfähig zu sein und dennoch fest für sich selbst einzustehen. Das sagt sich so leicht - die Durchführung ist natürlich um einiges schwieriger. Im Angesicht dieser Forderung nach Transformation halten sich viele Menschen an alten Glaubenssystemen fest, an alten Gewohnheiten, überkommenen Persönlichkeitsstrukturen und Mustern. Und dann sehen sie sich mit anderen Menschen konfrontiert, die auch an ihren Glaubenssystemen und vertrauten Sicht- und Daseinsweisen kleben.

Die Frage dieser Tage lautet also: Wie wird man "neu"? Kann man neugeboren werden, nicht in einen neuen Körper, sondern in eine neue Daseinsart in der Welt?

Das mag einem als schier unlösbare Aufgabe vorkommen, wenn doch genau das Selbst, das nach Befreiung von alten Strukturen sucht, durch diese geprägt worden ist. Menschen können sich fühlen, als würden sie sich im Kreis bewegen, sie wollen Veränderung, wehren sich gegen Veränderung, beten um Veränderung, haben Angst vor Veränderung. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich für neue Informationen zu öffnen, für Informationen, die Ihr Glaubenssystem herausfordern, die Sie dazu bringen, Ihre Gedanken über die Natur des Selbst, der Welt und des Universums zu überprüfen und zu hinterfragen. Diese Informationen können aus Studien kommen, aus der Meditation, aus der Therapie, aus der Kommunikation und dem Austausch mit anderen, aus Reisen. Sie können zu uns kommen, indem wir alltägliche Erlebnisse auf eine andere Art erfahren, indem wir gewöhnliche Dinge in einem neuen Licht sehen. Diese neuen Informationen können zu uns kommen, indem wir uns in jeder beliebigen Situation fragen "Was geschieht hier wirklich? Auf wie viele verschiedene Arten kann ich dies verstehen? Wie kann ich es anders betrachten?" Neue Informationen können aus der Selbstbefragung entstehen, aus der Frage "Wer bin ich?" Fragen zu stellen, ist ein machtvolles Instrument zur Transformation, besonders, wenn man nicht versucht, eine Antwort zu finden, sondern einfach nur eine beliebige Situation aus verschiedenen Perspektiven betrachtet, wenn man den Geist und das Herz für eine andere Sichtweise öffnet.

Und das bedeutet nun nicht, dass man sich ständig an den Glauben und die Erwartungen anderer Menschen anpasst. Es bedeutet nicht, dass man automatisch die Ansichten eines anderen übernimmt, dass man anderen immer nachgibt. Es bedeutet lediglich, dass man nicht fixiert ist, nicht starr, sondern fähig, mit den ständigen Veränderungen des heutigen Lebens mitzufließen. Es bedeutet, dass man für Kommunikation und Dialog jederzeit und an jedem Ort aufgeschlossen ist.

Transformation. Sie müssen sich nur umschauen, um zu sehen, dass Veränderungen heutzutage sehr rasch vor sich gehen. Firmen und Geschäfte entstehen und verschwinden wieder. Menschen ändern ihre berufliche Laufbahn sehr viel leichter als es früher der Fall war. Menschen wechseln den Partner, sie ziehen von einem Ort an einen anderen. Ständige Veränderung liegt zwar schon immer in der Natur der menschlichen Existenz, aber es wird heutzutage wesentlich offensichtlicher.

Wie finden wir inmitten all dieser Veränderung etwas Konstantes? Wie werden wir fähig, mit der Veränderung mitzufließen? Hier sind zwei Schlüsselworte, die wir schon viele Male wiederholt haben.

Liebe und Bewusstheit.

Liebevolle Aufmerksamkeit sich selbst gegenüber, dem Augenblick gegenüber, den Umständen des eigenen und des Lebens anderer gegenüber, können zu einer Konstante werden. Ein Bewusstsein für die eigenen Höhen und Tiefen, für die eigenen Reaktionen und für die Wahlmöglichkeiten, die man hat, kann zu einer Konstante werden. Das Bewusstsein über das Im-Fluss-Sein und die Veränderung kann zu einer Konstante werden. Die Möglichkeit, die Anwesenheit der Liebe zu erfahren, die Anwesenheit des Bewusstseins, ist in jedem Augenblick gegeben. Wenn wir die Fähigkeit entwickeln, zur Anwesenheit der Liebe zurückzukehren, zur Anwesenheit des Bewusstseins, dann erfahren wir eine Kontinuität, einen Fluss, eine Konstanz inmitten aller Veränderung.

Liebe heißt Aufmerksamkeit; Aufmerksamkeit heißt Liebe. Wir wenden uns Menschen zu, wir wenden uns uns selbst oder Gegenständen zu, und in dieser Zuwendung, in diesem Sich-Kümmern, liegt die Erfahrung von Liebe. Die Qualität von Aufmerksamkeit kann unser Er-Leben transformieren. Es ist keine starre Aufmerksamkeit, so wie in der Schule, als uns gesagt wurde, wir sollten aufpassen. Es ist eine zarte Bewusstheit, eine Qualität von Aufmerksamkeit wie die Berührung der Hand einer Mutter im Gesicht ihres Kindes.

Wenn Sie morgens erwachen, versuchen Sie, sich mit sich selbst auf diese Art von liebevoller Aufmerksamt zu verbinden. Bringen Sie einfach Ihre Aufmerksamkeit in Ihr Herzchakra. Spüren Sie Ihre Bewusstheit, Ihre Aufmerksamkeit; berühren Sie dieses Energiezentrum ganz sacht. Lenken Sie dann Ihre Aufmerksamkeit auf jedes der Chakren – das Wurzelchakra im unteren Beckenbereich, das zweite Chakra unter Ihrem Bauchnabel, das dritte Chakra im Solar Plexus, das vierte im Herzen, das fünfte im Hals, das sechste am Punkt des dritten Auges und das siebte, das Kronenchakra. Erleben Sie, wie Ihr Bewusstsein jedes der Chakren berühren kann, verweilen Sie dort. Werden Sie sich jeglicher Anspannung oder Blockade bewusst. Erschrecken Sie sich nicht, wenn Sie auf eine Blockade stoßen. Halten Sie sie einfach ganz sacht und liebevoll in Ihrem Bewusstsein. Geben Sie der Anspannung die Gelegenheit, sich aufzulösen, wenn sie dies möchte.

Kehren Sie im Laufe des Tages immer einmal wieder zu dieser zarten inneren Aufmerksamkeit zurück, zu dieser Berührung von sich selbst. In Zeiten von Extremen, Polaritäten, Konflikten, Anforderungen und Herausforderung, ist es von solch großer Wichtigkeit, mit Ihrem Selbst im Kontakt zu sein. Es ist so wichtig, dass Sie sich für die Herausforderung öffnen und sagen "Ich nehme aktiv an meiner Transformation teil." Was das bedeutet, werden Sie allmählich herausfinden. Ihr liebevolles Bewusstsein wird Ihnen mitteilen, wann Sie festhalten, wann Sie starr und unflexibel sind. Und Sie werden den Unterschied spüren, wenn Sie loslassen und der Energie der Transformation erlauben, Sie in Ihrem Leben voran zu tragen." Donna Thomson

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Mögen alle Wesen glücklich, friedvoll und frei von Leid sein.
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