Astrologie | Astrologie Grundwissen
Psychologische Astrologie und ihre Konsequenzen in der Deutung von Horoskopen
Astrologie Ausbildung Hamburg & Fernkurs, Ausbildungszentrum DAV AstroPraxis Helen Fritsch
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Montag, 8. Februar 2010, 12:15
Wie unterscheiden sich Zeichen und Häuser in der Deutung?
Es gibt einige (meist amerikanische) Autoren, die Häuser und Zeichen quasi gleich stellen. Sie sagen zum Beispiel, das erste Haus steht analog zum Widder für die Durchsetzung, das 4. für die Gefühle (analog zum Krebs), das 7. für die Harmonie (analog zur Waage).
Statt also mit 12 x 12 Kombinationen zu arbeiten, die 144 Varianten ergeben, reduzieren sie alles auf 12 Energien. Das ist zunächt viel leichter, man lernt in den ersten Wochen schneller, bald aber schleicht sich eine enorme Verarmung der Differenzierung ein und was noch schlimmer ist, eine Verleitung zum falschen Deuten. Wir wissen aus eigener Erfahrung, dass das 7. Haus, also Haus der Partnerschaft, nicht unbedingt "Harmonie" anzeigt, es findet dort Begegnungen und manchmal auch harte Kämpfe statt! So kann man also nicht deuten.
Ein Haus ist niemals das gleiche wie ein Tierkreiszeichen. Wenn jemand zum Beispiel Wassermann im 4. Haus hat, so wird er dort keine "Gefühle" ausleben wollen, sondern Anregungen und Freiheit etc.... Genau lebt das 10. Haus nicht Saturn aus, sondern zeigt unsere Berufung, die sehr unterschiedlich sein kann…
Das man zwar sagt, das erste Haus wird in Verbindung mit Mars und mit Widder assoziiert, ist richtig, aber das erste Haus hat nichts mit „kämpfen“ zu tun. Es ist das Haus, mit dem man "auftritt" und sich zu allererst zeigt. Wenn jemand zum Beispiel Fische im ersten Haus hat, so wirkt er sensibel und vielleicht etwas verträumt, ganz sicherlich aber nicht "kämpferisch" wie der Widder.
Das Zeichen beschreibt den Stil, das WIE, während das Haus den Lebensbereich, also das WO anzeigt. Hier differenziert zu deuten, ist vielleicht zunächst etwas schwieriger, aber so gewinnt die Deutung an Präzision und Schärfe und wird anspruchsvoller.
Der erste Schritt ist also systematisch zwischen Zeichen, Haus und natürlich auch Planeten unterscheiden zu lernen und diese in der Deutung stimmig zu verbinden.
In der Gesamtdeutung eines Horoskops kommt noch hinzu, dass wir wissen müssen, wie wir die teils sehr widersprüchlichen Symbole nicht nur analysieren, sondern auch in der Synthese zusammenführen und dabei auch richtig gewichten. Das ist eine Kunst, die man in Büchern nicht lernen kann. Wer der Faszination der Astrologie einmal erlegen ist, versteht schnell, dass sie ein wesentlich komplexeres und treffsicheres Instrument zur Selbsterkenntnis ist, als uns die Medien weismachen wollen.
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