Astrologie | Medizinische Astrologie
Jahresserie Astromedizin: 2. Der Stier
Astrologin & Heilpraktikerin Heide Trautmann
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Donnerstag, 22. April 2010, 20:34
Der Stier – Körperarbeit und Kunsttherapie
Die Sonne wechselt am 20.April in das Tierkreiszeichen Stier und bleibt dort bis 21. Mai.
Der Tierkreis beginnt mit dem Zeichen Widder, dem astromedizinisch u.a. der Kopfbereich zugeordnet ist, insbesondere das Gehirn und die Schädelausprägung.
Der Stier und die Sinne
Das zweite Zeichen, der Stier, entspricht den Bereichen des Kopfes, die für die Sinneswahrnehmungen zuständig sind; Zunge, Gaumen und Speicheldrüse. So kann man sich leicht vorstellen, dass Menschen mit Stierbetonung genussorientiert sind. Wird diese Sinnesfreude maßlos ausgelebt, sorgt die Speicherungsfähigkeit des Archetypen Stier für Übergewicht, eine Form der Absicherung und Polsterung nach außen.
Appetit bzw. Sättigkeitsgefühl werden im Hypothalamus „gemessen“. Hier ist die Interaktion der beiden gegenüberliegenden Zeichen Stier und Skorpion beeindruckend zu erkennen. Die endokrinen Drüsen (geben Hormone=Wirkstoffe an das Blut ab) Hypophyse und Hypothalamus gehören zu dem feinstofflichen Steuerungsteil unseres Systems. Sie werden dem Skorpion zugeordnet. Dem Stier werden sekretorische Drüsen (geben Sekrete ab) zugeordnet, die in einem Regelkreislauf mit den endokrinen Drüsen funktionieren und zusammenwirken. Das bedeutet, der Skorpion steuert auf der übergeordneten Ebene über Hormone und wirkt somit auf die Ausscheidungen der sekretorischen Drüsen, die wiederum dem Stier zugeordnet werden. Täglich erleben wir dieses Wechselspiel: wir sehen ein appetitliches Essen und der Speichel fließt.
Ein weiteres Beispiel aus unserem Alltag: Wir können jemand riechen oder aber nicht riechen. Der Geruchsinn, der dem Stier zugeordnet ist, steht mit dem limbischen System (Skorpionzuordnung) in Verbindung. Unsere Instinktebene (Skorpion) schützt uns oder gibt für eine weitere Annäherung grünes Licht. Diese Interaktion wirkt sich auf Partnerwahl und Fortpflanzung aus. Die hormonelle Steuerung übernehmen die Skorpion-zugordeten Drüsen, die Wachstums- und Geschlechtshormone ausschütten. Den „fruchtbaren Boden“ für das Wachsen und Gedeihen schaffen stierzugeordnete Drüsen mit ihren Sinnen und Säften. Über dieses Wechselspiel können wir dem Tierkreiszeichen Stier eine wichtige Beteiligung an der Fruchtbarkeit zuordnen.
Interaktion Stier-Wassermann-Skorpion
Das Tierkreiszeichen Wassermann befindet sich in einem exakten Spannungsaspekt zu den beiden Polen Stier und Skorpion. Dem Wassermann ordne ich aufgrund meiner Erfahrungen die Schilddrüse zu. Sie übernimmt als Zwischenstation zwischen Hypophyse und Hypothalamus einerseits und den Endorganen andererseits eine Regulierungsfunktion. Sie verteilt Hormone und regt den Stoffwechsel an. Über die Schilddrüse wird beispielsweise die Schweißbildung angeregt, die skorpionzugeordneten Drüsen sorgen für entsprechende „Duftnote“, die u.a. der Revierabgrenzung (Markierung) dienen.
Dem Zeichen Stier wird der gesamte Bereich von Hals und Nacken zugeordnet, beim Skelett als Zervikalbereich bezeichnet. In diesem Bereich befindet die Schilddrüse. So ist es allzu logisch, dass sich eine Störung im Energiefluss in diesem Bereich automatisch auf die Funktion der Schilddrüse auswirken wird.
Sicherheit und Abgrenzung
Auf der körperlichen Ebene sind der Abwehrring im Rachen, die Mandeln und weiteres lymphatisches Gewebe (unter Mitwirkung des übergeordenten Neptun) im Halsbereich für die Funktion der Sicherheit gegenüber feindlicher Eindringlinge zuständig. Wird bei einem Infekt dieser Abwehrring überwältigt, dringen die Erreger weiter zu den Bronchien und zur Lunge vor, die ihrerseits dem folgenden Tierkreiszeichen Zwillinge zugeordnet sind.
Auf der sozialen Ebene ordnet die Astrologie dem Stier Sicherheit und Abgrenzung zu. Die Energie und Durchsetzungskraft des Widders wird also im Zeichen Stier abgegrenzt, gesichert und bewahrt.
Daraus leitet die Astromedizin bei einer Schwäche des Abwehrrings auch eine Abgrenzungsschwäche im sozialen Bereich ab. Der Mensch ist in seinem Bedürfnis nach Integrität seiner Persönlichkeit leicht zu verletzen. Das betrifft nach meinen Erfahrungen insbesondere Menschen mit Saturn, absteigendem Mondknoten oder Chiron im Stier.
In diesen Fällen war es aufgrund sozialer Verhältnisse bereits im Kindesalter nicht möglich, sich durch ein eigenes Zimmer vom Rest der Familie abzugrenzen, teilweise liegen sogar mehr oder weniger deutliche Übergriffe anderer Menschen vor, die nicht abgewehrt werden konnten.
Steht im Geburtshoroskop beispielsweise der Planet Mars im Stier, neigt die Person eher zu einem recht offensiven Verteidigungsverhalten seines Reviers, mitunter auch ohne reale Gefährdung von Übergriffen. In diesen Fällen haben die Mandeln eine Entzündungsneigung.
Der Nacken dient ebenfalls der Absicherung. Bei Androhung von Gewalt zeihen wir automatisch den Kopf ein und schützen uns mit dem Nacken, der Schläge auffängt. „Die Angst sitzt uns im Nacken“ Diese Angst ist an der Körperhaltung sehr gut zu erkennen. Auch an diesem Beispiel ist die Interaktion der Zeichen Stier und Skorpion zu erkennen: Das skorpionzugeordnete Unterbewusstsein hat schmerzhafte Erfahrungen wie auf einer Festplatte gespeichert. Automatisch und auf der Instinktebene verhärtet sich der Nacken als Pufferung und Schutz. Auch Existenzängste manifestieren sich als Verhärtungen und Verspannungen im Nacken.
Singen für ein ganzheitliches Körpergefühl
Auch die Stimmbänder werden astromedizinisch dem Stier zugeordnet. Durch einen Spannungsaspekt zum Zeichen Löwen kann das sprichwörtliche Brüllen zu Knoten auf den Stimmbändern führen. Ist im Geburtshoroskop ein Spannungsaspekt zum Zeichen Wassermann angelegt, hat dieser Mensch die scheinbaren Unvereinbarkeiten Sicherheit und Freiheit in sein Leben zu integrieren. In diesem Zusammenhang kann ich das Singen als reine Therapie empfehlen. Der Atem (Wassermann) lässt die Stimmbänder vibrieren, der Körper wird zu einem Klanginstrument, die Töne durchdringen jede Körperzelle. Dies führt zu einem Wohlgefühl im ganzen Körper, zu einem guten Körpergefühl, was für den stierbetonten Menschen einen enormen Stellenwert hat. Dieses Körpergefühl vermittelt ein Maß an Sicherheit und Integrität, das nicht mehr durch übermäßiges Essen als Polster herbeigeführt werden muss.
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