Astrologie | Medizinische Astrologie
Abgründe der Seele Mond-Pluto-Konflikte: Wann machen sie krank?
Friedrich Maier Systemische Astrologie
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Sonntag, 7. Oktober 2001, 15:36
Wer harte Mond-Pluto-Aspekte im Horoskop hat, muss sich intensiv mit seinen alten Familienmustern auseinandersetzen. Wenn nämlich die eigene Identität nicht naturgemäß gelebt werden darf, verschafft sie sich auf eine andere, dann oft krankhaft-destruktive Weise Bahn. Von Brigitte Thelen Bei Mond-Pluto-Konstellationen treffen das „innere Kind“ und die „innere Dämonin“ aufeinander. Meist wird bei dieser Begegnung das „innere Kind“ zunächst einmal den Kürzeren ziehen, vor allem, wenn die besagte Verbindung schwierig ist*. Folge ist, dass die eigene Seele, das Fühlen und die eigenen Bedürfnisse in den Untergrund (Pluto) wandern oder, psychologischer formuliert, ins Unbewusste verdrängt werden. Sehr oft wurde die Dämonin in der Kindheit als überkontrollierende, übermächtige Mutter erlebt, die dem Kind kein eigenes Seelenleben zugestehen konnte oder aber es emotional völig überforderte. Häufig steckt hinter der Mutter ein übermächtiges Familiensystem, das als „Clan“ empfunden wird, vielleicht weitverzweigt und im Extremfall mit nahezu mafiaartigen Strukturen. Was bewirkt, dass die persönlichen Bedürfnisse der Sippe unterworfen werden. Lehnt sich der Einzelne dagegen auf, hat das meist rigorose Strafen zur Folge - oder sogar den Ausschluss aus dem Familienverband. Da Pluto ebenso für verdrängte Geschehnisse steht, trifft man hier oft auch auf Tabus und Geheimnisse der Vergangenheit, und zwar in bezug auf Heimat und Familie, oder auch konkret die Mutter (bzw. die mütterliche Seite) und das Schicksal von Kindern betreffend. Dieses ausgegrenzte, niemals benannte Tabu belastet dann sehr und erwirkt in der Familie eventuell (schwere) Krankheiten - solange bis die „Leichen“ aus dem Keller sind. Sollten also bei einer harten Mond-Pluto-Verbindung therapieresistente Erkrankungen auftreten, so ist in jedem Fall eine systemische Familientherapie anzuraten. Nicht selten haben Menschen mit signifikanten Mond-Pluto-Stellungen über das eigene, persönlich Unbewusste hinaus Zugang zu kollektiv unbewussten Kräften! Es tauchen dann archetypische Bilder auf, die in der Psyche auch beängstigend und übermächtig wirken können. Somit werden die eigene Seele, die eigenen Gefühle und Bedürfnisse als abgründig erfahren. Möglicherweise traut man sich kaum darüber zu sprechen, wie intensiv diese Gefühle sind - vielleicht weil man erfahren hat, dass die Umwelt tatsächlich oft überfordert reagiert... Helfen kann ein psychotherapeutischer Prozess, vielleicht unterstützt durch (nonverbale) Methoden, die den seelischen Ausdruck unmittelbar ermöglichen, etwa Malen oder Modellieren. Mond/Pluto kann ausserdem auf einen übermächtigen, bisher unerfüllten Kinderwunsch hinweisen. Die Betreffende unternimmt dann wirklich alles, um eine Schwangerschaft zu erzwingen. Im Zuge einer Therapie sollte dann aufgearbeitet werden, wofür ein Kind eigentlich steht, und bewusst gemacht werden, dass es auch andere Arten von „Kindern“ gibt: Angelegenheiten zum Beispiel, die einem sehr „am Herzen liegen“. Es gibt natürlich auch die Möglichkeit, nichtleibliche Kinder zur Pflege aufzunehmen oder zu adoptieren. Ebenso könnte eine intensive therapeutische Arbeit mit Kindern eine Entsprechung sein, die den eigenen unerfüllten Kinderwunsch entlastet. Typisch für einen gespannten Kontakt zwischen Mond und Pluto mag auch der Konflikt zwischen Gefühlen und Sexualität sein; das heißt, Menschen, die einen sexuell anziehen, sprechen einen gefühlsmäßig nicht an, und umgekehrt! Massagen könnten helfen, wenn bei Spannungsaspekten Probleme bestehen, das Bedürfnis nach Wohlbefinden und Schmusen einerseits und Sexualität andererseits gleichermaßen zu befriedigen. Auch die unter Umständen bestehende exzessive Lust auf Süßes kann durch den intensiven (Pluto) Austausch von Zärtlichkeiten (Mond) oder eben auch durch entsprechende Massagen vermindert werden. Im körperlichen Bereich sind dem Mond sowohl der Mund als auch die (Mutter-)Brust, der Magen, die Gebärmutter und die Lymphe zugeordnet. Ebenso entsprechen die Augen dem Mondprinzip (neben ihrer Zuordnung zu Löwe/Sonne). Eine Erkrankungsart sind Ödeme; im Grunde aber neigt man hier oft zu Krankheiten, um auf diese Weise die entbehrte Zuwendung zu bekommen. Pluto wiederum steht für den Enddarm, die Genitalien, die Blase und (wie der Mond) für die Gebärmutter. Erkrankungen sind hier eher chronisch-schleichender Art; Krämpfe, Wucherungen oder Erbkrankheiten sind Entsprechungen. Im folgenden sind einige typische, mögliche Erkrankungsformen bei Mond-Pluto aufgeführt, des weiteren, welche Bach-Blüten dazu passen bzw. die Gesundung unterstützen: Depressionen. Dahinter stecken oft unterdrückte (Pluto) Gefühle und Bedürfnisse (Mond); Depressionen sind also eine klassische Entsprechung für einen gespannten Mond-Pluto-Kontakt (ebenso wie harte Mond-Saturn-Aspekte). Sehr hilfreich sind als Erstgabe die Notfalltropfen mit Gorse (Resignation), Mustard (Depression) und Wild Oat (innere Leere und Antriebslosigkeit), ggf. auch Borage (Depression), eine kalifornische Essenz. Verbessern sich die Depressionen, können bisher verdrängte, intensive Gefühle zutage treten; ebenso können bisher abgewehrte Bedürfnisse starke Schuldgefühle hervorrufen. Holly kann bei heftigen negativen Gefühlen wie Wut, Neid und Eifersucht helfen, Pine lindert Schuldgefühle. Ausserdem können Verhaltensmuster wie extreme Gefühlsschwankungen, emotionaler Vampirismus, Schmollen, Machtkämpfe (etwa indem man andere unter Druck setzt) im Zuge des Heilungsprozesses auftreten (Chicory!). Wichtig ist zu erkennen, dass es notwendig ist, sich durch diese intensiven, möglicherweise als bedrohlich empfundenen Erfahrungen „hindurchzuarbeiten“. Dann vermag sich die Seele, die in den Untergrund gewandert (also unterdrückt), ist, aus Plutos festem, mächtigen Griff zu befreien und wieder Macht über sich selbst zu gewinnen. Zwänge. Auch sie zeigen sich oft über gespannte Pluto- oder Saturnstellungen. In diesem Fall äußern sich die unterdrückten Gefühle und Bedürfnisse über ein auffallend zwanghaftes Verhalten. Akut helfen können hier wieder die Notfalltropfen, auch in individuellen Mischungen, und zwar zu Beginn und dann über mehrere Wochen hinweg. Weiter sollte man Centaury (Unterdrückung der Bedürfnisse) in Betracht ziehen, ebenso Vine (gewaltsames Verhalten gegen sich selbst), Willow (unterdrückte Aggressionen) und Rock Water (unterdrückte Bedürfnisse). Bei Wucherungen wächst in der Regel körperfremdes Gewebe im Körper. Hier stellt sich die Frage, warum etwas im Körper wächst, was eigentlich „im Leben wachsen“ sollte, und inwieweit man sich stattdessen von „etwas fremdem“ überwuchern läßt, was der eigenen Seele nicht entspricht! Dies gilt insbesondere dann, wenn die Gebärmutter betroffen ist: Hier will „etwas“ geboren werden! Ersatzweise kommt es zu Wachstum in Form einer Wucherung. Passende Blütenessenzen sind hier Crab Apple (Reinigung) und Gorse, da chronische Prozesse immer auch eine Art Selbstaufgabe darstellen. Chicory erfasst die Wucherung von Gewebe, das an den betroffenen Stellen nichts zu suchen hat! Ist die Wucherung örtlich begrenzt, kann man auch für einige Zeit die Notfallcreme lokal anwenden. Auf alle Fälle aber und nicht zuletzt sollte die entscheidende Frage „bearbeitet“ werden, wieso die Seele zuweilen sogar den Tod in Kauf nimmt, anstatt die Auseinandersetzung mit den eigenen, abgewehrten Schattenbereichen anzutreten... Endometriose. Hier liegt der Fall insofern ein wenig anders, als wir es mit körpereigenem Gewebe (Gebärmutterschleimhaut) zu tun haben, das an Stellen wächst, an denen es nicht wachsen soll. Doch auch hier stellt sich die Frage: Auf welchen Lebensbereichen geschieht bzw. wächst „etwas“, das eigentlich woanders stattfinden bzw. wachsen sollte? Hier helfen die selben Essenzen, die auch bei Wucherungen angebracht sind. Zusätzlich kann eineige Zeit die Notfallcreme auf Bauch und unteren Rücken aufgetragen werden. Bulimie deutet auf eine abgewehrte Weiblichkeit hin, verbunden mit abgewehrten Gefühlen und Bedürfnissen. Typisch für Pluto ist, dass die Erkrankung vor der Umgebung oft erstaunlich lange verborgen werden kann. Gleichzeitig werden Gefühle als sehr intensiv übermächtig erlebt; sie erscheinen übermächtig und sind kaum auszuhalten. Auch wird Nahrung nicht als etwas Nährendes empfunden, sondern wird exzessiv verschlungen und dann wieder erbrochen. Zum einen isst die Patientin (seltener, der Patient) sehr viel, was eher dem Symbol der Glucke entspricht, die ihr (inneres) Kücken gut versorgt wissen will. Andererseits erbricht die Patientin das Gegessene wieder, was dem Anteil der (inneren) Dämonin entspricht - und offenbar nicht anders ausgedrückt werden kann. Verhaltenstherapeutische Ansätze können hier besonders gut helfen, das gestörte Essverhalten wieder zu normalisieren. Wichtigste Essenz ist, neben den Notfalltropfen, akut oder zu Beginn der Behandlung, Crab Apple (Bedürfnis, rein und sauber zu sein). Weiter sollte man Gorse (chronische Situation) in Betracht ziehen, daneben Holly (Aggressionen), Willow (Groll), Rock Water (gewaltsame Komponente des Erbrechens). Sicherlich ist Agrimony ebenfalls indiziert, sollte aber in der Behandlung zunächst nur behutsam eingesetzt werden, da es zu starken Reaktionen kommen kann. ------------------------------------------------ * vor allem Konjunktion, Quadrat, Opposition, daneben Pluto in Haus 4, Mond in Haus 8, Mond Herrscher von Haus 8, Pluto Herrscher von Haus 4). --------------------------------------- Brigitte Thelen ist Heilpraktikerin, Astrologin, Apothekerin, cand. med. (10 Semester) und Autorin der Bücher: „Astrologie und Blütenessenzen“ (Hugendubel) und „Bach-Blüten und Kalifornische Blüten in der Kinderheilkunde“ (Sonntag), ausserdem Verfasser von Quick Essence R über „Hausmittel“ (Kamphausen) und „bach-blüten pocket“ (Borm, Bruckmeier); Artikel, Vorträge, verschiedentlich tv-Interviews. Kontakt: 089/76 45 07 ---------------------------------------------- Info Mond-Entsprechungen Wahrnehmung, Gefühle, Bedürfnisse, Reflexion, das Aufnehmende und Rezeptive, Mutter, das Mütterliche, Milch, Kind, das Weibliche, weibliche Brust, Introjektion, Er-leben, Geborgenheit, Zärtlichkeit und Zuwendung, Heimat, Zuhause, Wohnung, Familie, Identifizieren. 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