Astrologie | Astrologie aktuell
Frühaufsteher können Merkur entdecken
Holger A. L. Faß
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Mittwoch, 24. Oktober 2001, 19:40
von: Holger Alfred Ludwig Faß, Thumbstraße 22, 51103 Köln, Fon: 0221 - 870 46 43, Mail: HolgerFass@web.de
Merkur ist der kleinste Planet am Himmel. Wegen seiner Sonnennähe ist er nur selten gut wahrnehmbar. Da er so klein und in seinem Lauf schnell ist (ganz wie der Hermes-Merkur der griechisch-römischen Mythologie) ist es häufig nicht möglich, ihn mit bloßem Auge zu erfassen. Von den sieben klassischen Planeten (Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn) ist Merkur derjenige, der am spätesten von den Astronomen entdeckt wurde. Nikolaus Koperinkus beispielsweise soll ihn mit eigenen Augen nie gesehen haben.
Ende Oktober / Anfang November diesen Jahres haben Sie die Möglichkeit, diesen kleinen, flinken Planeten am Himmel zu entdecken. Er steht nun nämlich weit genug von der Sonne entfernt, um nicht mehr von ihrem hellen Licht überstrahlt zu werden. In der Horoskopzeichnung erscheinen Sonne und Merkur nun in einem Abstand von ca. 15 Grad auf dem Tierkreis. Wenn man morgens vor Sonnenaufgang Richtung Osten blickt, geht Merkur kurz vor der Sonne auf und man kann ihn (eine günstige Wetterlage vorausgesetzt) mit bloßem Auge sehen. Mehr noch: Venus und Merkur stehen derzeit sehr nahe beieinander - wir sprechen von einer Konjunktion, die am 1. November exakt wird. Und Venus ist - im Unterschied zu Merkur - am Himmel gut auch ohne Fernrohr zu erkennen. Der Planet Venus, den wir im Horoskop u.a. mit Schönheit, Glanz und Eitelkeit übersetzen können, strahlt nämlich als sehr heller Stern mit einem leichten, betörenden Schimmern. Vom 30. Oktober bis 2. November 2001 sehen Sie daher eine helle, leuchtende Venus in voller Pracht und direkt links daneben einen kleineren Stern: Merkur. Was Sie dafür tun müssen, ist morgens früh aufstehen, so daß Sie ca. eine Dreiviertelstunde vor Sonnenaufgang mit wacher Aufmerksamkeit den Himmel beobachten können.
Wenn Sie sich für Astrologie interessieren, sollten Sie sich dieses Schauspiel ansehen. Im Unterschied zur Tradition der Astrologie schauen heute nur noch wenige astrologisch interessierte Menschen in den Himmel. Dabei sind alle Erkenntnisse über die Planeten und den Tierkreis aus der Beobachtung natürlicher und kosmischer Bewegungen und Zyklen erfolgt. Wer die Planeten nur noch als Symbole aus den Computerzeichnungen kennt, entfernt sich von der alten Wissenschaft und entfernt sich zugleich von der Natur. Wer wachen Auges ist und selbst die Himmelsbewegungen ein wenig studiert, ist nicht mehr ausschließlich auf die (vielleicht auch nicht immer ganz stimmigen) Aussagen astrologischer Deutungsbücher angewiesen.
Holger Alfred Ludwig Faß
Thumbstraße 22
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