Das Suchtkarussell: der Astrologe, der Klient und sein Problem

Astrologie Ausbildung in Hamburg u. Ostsee in Holstein DAV Ausbildungszentren der AstroPraxis Helen Fritsch
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Sonntag, 11. September 2011, 23:32

'Das Suchtkarussell: der Astrologe, der Klient und sein Problem' - Beitrag von Astrologie Ausbildung in Hamburg u. Ostsee in Holstein DAV Ausbildungszentren der AstroPraxis Helen Fritsch

 

Das Suchtkarussell: der Astrologe, der Klient und sein Problem

Häufig werden Astrologen mit dem Thema Sucht oder Abhängigkeit in der Beratung konfrontiert. Vielleicht betrifft es den Klienten selbst, oder er macht sich Sorgen um einen Suchtkranken in seiner Umgebung. Abgesehen davon, dass die Genehmigung, ein fremdes Horoskop zu besprechen, aus ethischen Gründen immer vorliegen müsste, sind es in der Tat hauptsächlich die Angehörigen eines Abhängigen, welche direkte Fragen zu Suchtproblemen stellen. Möglich ist auch, dass ein Hilfesuchender "beratungsabhängig" wurde und keine Entscheidung mehr alleine treffen kann. Wir dürfen als Astrologen ruhig selbstkritisch sein und uns mit solch heiklen Situationen konfrontieren. Was machen wir da eigentlich? Sind solche Beratungen sinnvoll? Woran können wir erkennen, dass wir nur Geld verdienen, aber schon lange nicht mehr helfen? Solche Klienten rufen immer wieder Hotlines an, statt an sich selbst zu arbeiten oder sich sonst professionell helfen zu lassen. Nicht selten ist der Berater selbst abhängig von dem Gefühl, gebraucht zu werden, und arbeitet im guten Glauben, nützlich zu sein. In Wahrheit ist er jedoch selbst hilflos. Er kann sich nicht adäquat abgrenzen und wird langsam, aber sicher "co-abhängig".

 

Wie kann man als Berater mit diesem Thema am besten umgehen?

In jedem Fall sind Selbsthilfe-Adressen, die man empfehlen kann, genau das Richtige.

Vor allem, wenn es sich um Angehörige von Suchtkranken handelt. Die Co-Abhängigkeit entsteht nach und nach, zunächst völlig unauffällig. In den meisten Fällen ist sie schwer vermeidbar, wenn der Erkrankte ein Angehöriger ist. Man wird als Angehörige(r) vom Suchtkranken allzu leicht "infiziert". Sich von der "Seuche" fernzuhalten, verlangt, dass man jegliche unerwünschte oder übermäßige Hilfe einstellt. Zuzuschauen, wie der Liebste untergeht, ist eine enorme Herausforderung. In Wahrheit geht es gar nicht darum. Aber so kommt es dem Angehörigen vor, wenn man ihn darauf aufmerksam macht, dass er zu viel Verantwortung übernimmt. Der Angehörige soll lernen, mit seinen Kräften so zu haushalten, dass er möglichst lange stabil bleibt. Dafür ist eine gesunde Distanz nötig. Das ist aber leichter gesagt als getan. In jedem Fall handelt es sich um Schicksalsgemeinschaften, in welchen sowohl der Abhängige als auch der Co-Abhängige viel zu lernen haben.

 

Und die Beratung des Co-Abhängigen wird immer auf die sehr einfache (aber nicht leichte!) Formel hinauslaufen: "Sorgen Sie mehr für sich selbst, suchen Sie sich Hilfe. 'Helfen' Sie weniger, aber lassen Sie Ihren Angehörigen wissen, dass Sie die Hoffnung auf Genesung nicht aufgegeben haben!" Der Angehörige sollte dem Betroffenen Mut machen, an ihn glauben, aber nicht seine Probleme für ihn lösen.

Er verfügt über einen gewissen Spielraum, den er kennen lernen sollte und der durchaus seine Bedeutung hat. Dieser Spielraum ist aber anders, als er oft denkt. Es lohnt sich, sich diesem anzunähern und neue Strategien zu erlernen. An der Stelle sollte der Astrologe selbst loslassen und den Klienten dazu ermutigen, Selbsthilfegruppen zu besuchen, die mittlerweile sehr erfahren sind.

 

Das sind schwierige Dinge, die vom Angehörigen verlangt werden. Im Horoskop kann man aber in der Regel erkennen, dass er genau solch ein Verhalten lernen sollte. Dass dies zu seinem Schicksal gehört. Loslassen, konsequent bleiben, aber den Betroffenen, wenn möglich, weiter wertschätzen. Vor allem, wenn es sein Kind ist! In der Regel braucht der involvierte Angehörige genauso lange wie der Suchtkranke, um sein Verhalten in die richtige Bahn zu bringen.

 

Man kann in dieser Hinsicht von einer "Dreiecksbeziehung" sprechen: Die Sucht, der Kranke und der Helfer. Sie drehen sich zu dritt im Karussell ...  

Das Karussell zu dritt kann auch so heißen: Das Problem des Klienten, der Klient und der Berater.

Nicht wenige Berater zeigen selbst Ansätze zur Co-Abhängigkeit. Überdurchschnittlich häufig gab es dieses Muster in seinem Leben schon vor der beratenden Tätigkeit! Schließlich steht im Horoskop astrologisch gesehen für die Neigung zur Sucht derselbe Herrscher wie für das einfühlsame Verstehen, das Erspüren der Wirklichkeit hinter der Wirklichkeit. Gemeint ist der Planet Neptun.

 

So wird der Berater leicht vom Hilfesuchenden verführt: noch eine Erklärung liefern, noch ein Angebot machen, sich für den anderen verantwortlich fühlen ... Dabei läuft der Astrologe Gefahr, selbst in das Karussell einzusteigen.

 

Dahinter liegt oftmals weniger eine pekuniäre Gewinnsucht, als das Bedürfnis, gebraucht und anerkannt zu werden. Schaut man sich das Horoskop eines solchen Beraters an, so stellt man oft fest, dass sein Selbstwertgefühl nicht stabil ist. Also zeigt er sich 'nett' und 'hilft' anderen. Der Astrologe sollte sich in solchen Situationen selbstkritisch hinterfragen. Ein solches Muster müsste er bei sich selbst durchschauen! Für den Astrologen gilt dasselbe wie für den Co-Abhängigen: Man sollte nicht leugnen, dass Helfen eine Suchtwirkung haben kann! Es ist, wie es ist. Der Deutsche Astrologen-Verband bietet seine Dienstleistungen in der Supervision an. In fast jeder Großstadt findet man professionelle Angebote dieser Art. Wie jeder Mensch in einer helfenden Tätigkeit sollten auch Astrologen Supervision (professionelle Reflexion und Verbesserung der Beratungssituation) in Anspruch nehmen. Leider hat sich das noch nicht mehrheitlich herumgesprochen!

 

Zurück zur Astrologie! Was kann sonst noch helfen? Machen wir uns bewusst, dass sie nicht nur über neptunische, sondern auch über uranische Züge verfügt.

Sie hilft, genauer zu erkennen, was ansteht, um eine bessere Wahl zu treffen. Aber eine astrologische Beratung ist keine Therapie, darüber muss der Astrologe sich im Klaren sein, auch wenn eine gute Beratung oft eine therapeutische Wirkung hat! Zur Therapie kommt der Klient in der Regel mehrmals, aber bei einer astrologischen Beratung reicht normalerweise eine einzige Konsultation, um Wesentliches mitzuteilen. Diese Eigenschaft stellt eine uranische Qualität dar, die nicht auf Abhängigkeit abzielt, sondern den Klienten in seiner Autonomie unterstützt. Und es bedeutet, dass es wie in allen beratenden Berufen wichtig ist, sich innerlich nicht in das "Bezugssystem" des Hilfesuchenden zu verstricken. Sonst erliegt man dem berüchtigten Helfersyndrom. Das heißt nicht, dass eine mitfühlende Haltung nicht erwünscht wäre, sondern dass man dem Betroffenen besser helfen kann, indem man eine gesunde Distanz beibehält und sich von ihm emotional nicht so stark "infizieren" lässt, dass man sich für ihn verantwortlich fühlt. Aber auch eine gute Dosis Saturn ist in der Beratung hilfreich, nämlich das Bewusstmachen der Eigenverantwortung:

 

Es gibt für Abhängigkeiten aller Varianten nur eine Lösung,nämlich die Bereitschaft, wirklich an sich selbst zu arbeiten. Es hilft sehr, wenn man aufhört, sich selbst zu belügen, und sich stattdessen die Wahrheit anschaut. Gut wäre für solche Klienten, ihnen einen Mitschnitt der Beratung mitzugeben und sie zu bitten, sich diese mehrfach anzuhören. SIE müssen aktiv werden, nicht der Astrologe.

 

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