DIE ASTRO-MORPHOLOGIE VON PLUTO - Was seine Gestalt über seinen astrologischen Charakter aussagt

Dr. Christof Niederwieser
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Dienstag, 4. August 2015, 11:18

'DIE ASTRO-MORPHOLOGIE VON PLUTO - Was seine Gestalt über seinen astrologischen Charakter aussagt' - Beitrag von Dr. Christof Niederwieser

Im Juli 2015 war es endlich soweit: Die New Horizons Raumsonde der NASA sendete erstmals hochauflösende Nahaufnahmen von Pluto zur Erde. Nun wissen wir, wie Pluto und sein Mond Charon aussehen. Dabei ist es unter der Perspektive der Astro-Morphologie einmal mehr verblüffend, wie exakt die Gestalt dieses Doppelsystems seinen seit Jahrzehnten astrologisch definierten Charakter widerspiegelt: 

Die rote Farbe: ein Bruder von Mars

Nach der Entdeckung von Pluto 1930 machte sich die astrologische Gemeinschaft sogleich daran, seine symbolische Bedeutung zu entschlüsseln. Sehr bald fand man eine enge Beziehung zum Charakter des Mars. Seither wird Pluto als die „höhere Oktave des Mars“ bezeichnet und dem Mars-Domizil Skorpion bzw. in manchen Schulen auch dem Mars-Domizil Widder zugeordnet. Dies hat sich nun auch morphologisch bestätigt. Beide Planeten werden optisch von der Farbe Rot dominiert, der Farbe der Energie, Aktivität, Tatkraft und Aggression.

Die kontrastreichen Schwarz/Weiß-Flächen: Alles oder nichts!

Pluto ist aber nicht durchgehend rot. Vielmehr gruppieren sich um den Äquator zwei auffällige Flächen. Die eine Fläche ist weiß und hat einen besonderen Umriss, der in den sozialen Medien gerne als Herzform hochstilisiert wird. Die andere Fläche ist sehr dunkel, fast schwarz. Dieser starke Kontrast spiegelt das für Pluto typische Schwarz-Weiß-Denken: Alles-oder-nichts, Entweder-oder, Engel oder Teufel, Macht oder Ohnmacht. Pluto ist ein Planet der Extreme, der Kontraste. Auch dies wird in seiner markanten Oberfläche zum Zeichen.

Die Rotationsschraube Pluto-Charon: besessen einander umkreisen

Pluto bildet eine Einheit mit seinem Mond Charon. Dieser ist mit ca. 1.200 km Durchmesser etwa halb so groß wie Pluto (ca. 2.370 km) und nur 19.400 km von ihm entfernt. Das führt dazu, dass der gemeinsame Rotationsschwerpunkt außerhalb Plutos liegt. Charon und Pluto umkreisen sich gegenseitig wie eine Schraube. Astronomisch spricht man auch von Hantelrotation, ein in unserem Sonnensystem bislang einzigartiges Phänomen. Durch diese starken Gravitationskräfte wenden Pluto und Charon einander stets dieselbe Seite zu. Sie umtanzen einander unaufhörlich. Ihre Beziehung ist so intensiv, dass sie niemals ihr Gesicht voneinander abwenden, dass sie sich immerzu gegenseitig anblicken müssen.


Animation der Pluto-Charon-Rotation ab 1min32sec (Vortrag über Astro-Morphologie am 03.02.2015 bei der Astrologischen Arbeitsgemeinschaft Stuttgart)

Auch dies ist eine typische astrologische Eigenschaft Plutos, welche sich bereits seit Jahrzehnten in den Lehrbüchern findet: Der Tunnelblick der Vorstellung, der den Fokus wie ein Brennglas vergrößert und alles andere kategorisch ausblendet und verdrängt, sodass fixe Ideen entstehen. Die Besessenheit, das nicht voneinander lassen können, die Verstrickung, das fortwährend aneinander Zerrende, in einer Schlaufe einander Umkreisende, unerlöst um einen gemeinsamen Brennpunkt Rotierende. Aber auch das sich selbst durch die permanenten Wiederholungsschleifen Transformierende, Verwandelnde, Intensivierende und Potenzierende zeigt sich in diesem Gestaltbild.

Die extreme Wesensverschiedenheit Pluto-Charon: Fremdbesetzung und Unvereinbares

Auf den Fotos der New Horizons Mission ist schließlich das extrem unterschiedliche Aussehen von Pluto und Charon auffällig. Es sind zwei vollkommen verschiedene Welten, die hier zusammen in ein System gesperrt wurden. Vermutlich handelt es sich bei Charon um einen einstmals eigenständigen Kleinplaneten, der irgendwann von der Schwerkraft Plutos eingefangen wurde und fortan dazu verdammt war, an Plutos Leine zu kreiseln. Hier offenbart sich die Fremdbesetzung, das Spiel von Macht und Ohnmacht, welches entsteht, wenn Unvereinbares, Wesensfremdes in ein gemeinsames System gesperrt wird.

Astrologie und Planeten-Morphologie

Das Beispiel Plutos zeigt im Sinne der Astro-Morphologie einmal mehr, dass die Gestalt und die astronomischen Eigenschaften eines Planeten sein astrologisches Wesen offenbaren. Man muss dazu nicht den Umweg über Mythologie, Entdeckungshoroskope oder Zahlenmystik gehen. Vielmehr spiegelt sich der astrologische Charakter eines Planeten bereits in seinen astronomischen, physikalischen und chemischen Eigenschaften.

Astrologie ist eine Anschauungswissenschaft. Und vielleicht wird sie sich eines Tages über diesen Weg wieder mit der Astronomie versöhnen.

Bilder-Quellen:
01. Pluto: NASA/JHUAPL/SwRI
02. Pluto/Charon Animation: Stephanie Hoover (Creative Commons über Wikipedia)
03. Pluto/Charon: NASA/JHUAPL/SwRI

Dr. Christof Niederwieser

Studium "Internationale Wirtschaftswissenschaften" an der Universität Innsbruck, astrologische Forschung seit 1999, langjährige Managementtätigkeit in der Musikbranche, seit 2014 astrologische Unternehmensberatung mit AstroMANAGEMENT

mehr Informationen:
www.astro-management.com



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