Astrologie | Astrologie & Spiritualität
Neugieriger Vermittler......
Friedrich Maier Systemische Astrologie
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Freitag, 27. September 2002, 09:31
Essay
Neugieriger Vermittler
Oder: Mit Merkur zu einer sicheren Infrastruktur
Immer wieder hilft uns die Neugier Merkurs, unsere innere und äußere Infrastruktur zu erweitern und neu zu bestimmen. Auf diese Weise vermag der „Wandler zwischen den Welten“ Brücken zu schlagen zwischen dem, was war und dem, was sein wird (auch wenn wir es noch nicht greifen können). Wir brauchen Merkurs Vermittlerrolle, damit wir uns fortentwickeln können...
Von Dr. Ulla Doubrava
Keinem der griechischen Götter war es bereits am Beginn seines Lebens so langweilig wie Hermes, dem späteren Götterboten. Ganz anders als sein Vater Zeus, der sich in den ersten Lebensmonaten auf Kreta von Nymphen verwöhnen und verhätscheln ließ, strotzte sein Sohn Hermes vor Neugier und Tatendrang. Homer überliefert uns, dass Hermes frühmorgens geboren wurde, mittags spielte er bereits auf der Leier, und abends stahl er die Rinder seines Halbbruders Apollo. Das erforderte Schlauheit, Schnelligkeit, Risikobereitschaft, die Fähigkeit zur Tarnung - und wohl auch eine Portion Exzentrizität.
Da wundert es auch nicht, dass der nach Hermes benannte Wandelstern Merkur als kleinster von allen Planeten (er hat etwa die Größe unseres Mondes) am schnellsten am Himmel unterwegs ist und - nach Pluto - die zweitgrößte Bahnexzentrizität hat. Im gleißenden Licht der Sonne, von der er sich nie mehr als 28 Grad entfernt, kann er nur kurzzeitig gesehen werden. In der Mythologie hatten Hades und Hermes beachtenswerterweise beide eine Tarnkappe!
Der kleine Hermes hatte bereits einen ausgeprägten Explorations(Erkundungs)-trieb, wie er uns allen angeboren ist. Bereits im dritten Lebensmonat (erste Merkurrückkehr!) beginnt der Mensch zu greifen und damit zu begreifen. Das Kind beobachtet die eigene Hand, wie sie sich bewegt. Dabei treffen zwei unterschiedliche Informationen zusammen: zum einen auf der Körperebene das Gefühl von Bewegung, andererseits die Beobachtung, dass es mit dieser Bewegung etwas verursachen kann. Das Kind fängt an zu koordinieren, es lernt.
Die Hand wird aber auch durch Greifen, Berühren, Zeigen, Schubsen, Streicheln... immer mehr mehr zu einem Mittel der Kontaktaufnahme. Gleichzeitig beginnt das Kind zu plappern und hat nun Stimme und Körperbewegung als merkurisches Werkzeug zur Verfügung.
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