Astrologie | vedische Astrologie
Spirituelle Reise durch Südindien - Vedische Astrologie
Maria Luise Mathis
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Montag, 13. Januar 2003, 14:30
Im Anschluss an das 9.Internationale Sympusium für vedische Atrologie wurde eine achttägige „Spirituelle Reise“ angeboten, die wir, Klaus und Maria Luise Mathis, und 15 Amerikaner buchten. Diese Busreise, unter der Führung des erfahrenen Organisators und Vedischen Astrologen James Kelleher führte uns auf der Strecke von Calicut über Mysore nach Bangalore. Auch während der Busfahrt unterrichtete uns James weiterhin in Stundenastrologie und lehrte uns auch die Rezitation der planetenspezifischen Mantren. Er ermöglichte uns unvergessliche Tempelbesuche, wie z.B. den Srikanteshwara Tempel in Nanjangud, oder die Tempelanlagen von Shravanabelagola mit dem Monolithen (18 Meter hoch) von Gommateshwara, dem wichtigsten Heiligtum der Jains, mit den beeindruckenden planetaren Götter-Darstellungen. Sehr überraschend war das Antreffen eines Astrologen in jedem größeren Tempel, der aus der Mondstation (Nakshatra) jedes einzelnen – ohne Computer - berechnete, welche schwierigen Planetenkonstellationen gerade diesen Lebensabschnitt erschwerten und welches Puja (Opferzeremonie) im Tempel durchgeführt werden sollte, um den entsprechenden Planeten freundlich zu stimmen. Können Sie sich vorstellen, dass bei uns in einem entsprechenden Gebäude ein Astrologe anzutreffen wäre?
Wir besuchten einige Astrologen, bei denen Kurzberatungen vereinbart wurden, um uns mit den unterschiedlichen Arbeitsmethoden der südindischen Astrologen vertraut zu machen, bzw. wie man ein „Prashna“, ein Stundenhoroskop, erstellt.
Zur astrologischen Konsultation saß der Astrologe auf einer Decke am Boden, vor sich hatte er eine Öllampe, Kerzen und diverse Opfergaben für Ganesha, dem Gott der Astrologie, sowie ein paar Muscheln und ein Brett mit der viereckigen Horoskopdarstellung, in das die sieben Planeten von Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn und die beiden Mondknoten mit Kreide eingezeichnet waren. Vor jedem Gespräch meditierte der Astrologe kurz und bat um gute Eingebungen.
Dann fragte er seinen Besucher nach dem Namen, dem Alter und dem „Birthstar“. Nach einigen Sprachschwierigkeiten (indisches Englisch) wussten wir, was damit gemeint war, nämlich die Mondstation, das Nakshatra, dem in der indischen Astrologie eine wesentliche Bedeutung zukommt, da auf dieser Position das Prognosesystem aufgebaut ist. Die Position des „Birthstar“ wurde mit einer besonderen Muschel auf dem Brett markiert. Jetzt erst wurde man aufgefordert, die persönliche Frage zu stellen, worauf der Astrologe die Muscheln gut durchmischte, dann eine „Handvoll“ daraus entnahm und auf die Seite legte. Aus der Anzahl der Möglichkeiten, jeweils 2 Muscheln von dem kleinen Häufchen der beiseite gelegten Muscheln zu entnehmen, schloss er dann auf den Aszendenten der Frage. Konnte er z. B. vier mal 2 Muscheln entnehmen, so markierte er einen Krebsaszendent, konnte er achtmal 2 Muscheln wegnehmen, so arbeitete er mit einem Skorpionaszendenten weiter. Mit dem so ermittelten Prashna beantwortete der Astrologe dann die gestellte Frage.
Erfreulicher Weise bekamen wir mehrheitlich sehr treffende Antworten und manche Astrologen konnten unmittelbar unsere Berufe, Krankheiten oder aktuelle Probleme sagen. Die Antworten enthielten immer Ratschläge betreffend unserem Verhalten oder unserer Ernährung, die zur Problemlösung beitragen sollten. Dazu zählten auch die Empfehlungen, bestimmte Edelsteine zu tragen oder Mantren zu rezitieren.
Der absolute Höhepunkt der Reise fand am letzten Tag in Form eines „Mahayagya“ statt, einem großen Tempelritual, das aus einem Surya-Puja (Sonnen-Opfer) und einem Navagraha bestand. Dies sind gottesdienstliche Riten, bei denen Feuer angezündet wird, in das Opfer gegeben werden, ähnlich wie wir das bereits beim Eröffnungszeremoniell des Kongresses erlebt hatten. In diesem Falle ging es um die Erwirkung des spirituellen Segens für uns, unsere Angehörigen, Freunde, Schüler und Kunden. Unter Anleitung konnten wir aktiv am Ritual teilnehmen. Zwischendurch gab es auch ein Tempelessen, das auf einem Palmblatt serviert wurde. Die gesamte Zeremonie dauerte von 8 bis 15 Uhr und lässt sich in ihrem Gesamteindruck und deren Wirkung kaum beschreiben, man muss es wirklich selbst erlebt haben, um dies zu verstehen.
Beeindruckt sowie bereichert an Wissen und Erfahrung, mit vedischer Literatur, Sari, Kurta und duftenden Räucherstäbchen im Gepäck, traten wir am 7. Dezember 2003 die Rückreise an.
Die Erfahrungen, die wir in vedischer Astrologie gesammelt haben, wollen wir in einem Einführungsabend in Vedischer Astrologie am 15.1./ 19.2./ 19.3.2003 von 19 – 21 Uhr, Kostenbeitrag € 21,-, weitergeben.
Außerdem weisen wir auf die Seminare: Vedische Astrologie I bzw. Vedische Astrologie II am 8.3.2003 um 14 Uhr hin, Kosten € 200,-.
Gleichzeitig haben Sie die Möglichkeit unseren Fernkurs I und II per Post oder Online zu absolvieren, Kosten € 310,- bzw. € 336,-, wobei Sie Ihr Lerntempo selbst bestimmen. Der Kurs ist in leicht verständlicher Form abgefasst und basiert auf dem eigenen Horoskop, das heißt alle Schritte werden am eigenen Horoskop erklärt und geübt.
© Mag. Maria Luise Mathis
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Email: astromatis@mycity.at
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© Maria Luise Mathis
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