Neue astrologische Symbole (1)

Hannes Bongard
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Donnerstag, 20. Februar 2003, 01:28

'Neue astrologische Symbole (1)' - Beitrag von Hannes BongardIn dieser fünfteiligen Serie werden Neue astrologische Symbole¹ vorgestellt und den entsprechenden Sabischen Symbolen² gegenübergestellt.

Teil 1: Supernova SNI1987a
Teil 2: Die Herkules-Sphäre
Teil 3: Der Große Attraktor
Teil 4: Die Shapeley-Konzentration
Teil 5: Die Hintergrundstrahlung



SUPERNOVA SNI1987a

Als astrologisches Symbol:


[Eine Supernova ist] ein am Ende seines Lebens explodierender Stern. Eine Supernova ist an manchen Tagen heller als eine ganze Galaxie. Sie sendet enorme Energiemengen aus. Die Energiestrahlung erreicht praktisch schon nach wenigen Sekunden ein Maximum. SNI1987a flammte zu Beginn des Jahres 1987 in der Großen Maggelan-Wolke, einer Satellitengalaxie unserer Milchstraße, auf. Sie ist die erste Supernova, die nach Tycho Brahes und Johannes Keplers klassischen Supernovæ 1572 und 1604 von der Erde aus mit bloßen Augen gesehen werden konnte. Bemerkenswert ist, daß damals die Supernovæ mit der Trennung von Astronomie und Astrologie zusammenfielen. Nun, nach der nächsten sichtbaren Supernova, versuchen wir, eine erneute Verbindung zwischen Astronomie und Astrologie zu schaffen.

Vermutlich wirkt die Supernova am stärksten in den Jahren unmittelbar nach ihrem Erscheinen. Da wir jedoch über astronomische Phänomene sprechen, kann „unmittelbar“ gut und gerne 100 Jahre bedeuten. Tycho Brahe rechnete beispielsweise damit, daß die Wirkung des neuen Sterns von 1572 sich erst 1632 ihrem Höhepunkt nähert – also 60 Jahre nach ihrem Erscheinen.

Die Supernova repräsentiert das plötzliche Hervorbrechen ungeheurer Energiemengen. Sie kann daher ein Symbol für die plötzlich durchbrechende Intuition sein. Die Position von SNI1987a ist 7,4 Grad Wassermann.

Vielleicht kann man sagen, daß die Supernova zwischen der etwas steifen Saturn-Seite des Wassermanns und seiner rebellischen Uranus-Seite eine neue Brücke baut. Die Supernova bricht mit festgelegten Mustern. Man kann sie beispielsweise mit dem Aufbruch in Osteuropa, mit „Glasnost“ und dem Fall der Mauer in Verbindung bringen.


Als Sabisches Symbol:

Phase 308 (8° Wassermann):
Schön gekleidete Wachsfiguren einer Verkaufsausstellung.

Schlüssel: Die Inspiration, die man aus der Erscheinung von Muster-Beispielen empfangen kann, die uns den Archetypus einer neuen Kultur vorführen.

Hier haben wir es mit den festen Symbolen zu tun, auf denen eine Kultur gründet – mit mentalen Archetypen. Sie werden aufbewahrt und als Muster zur Nachahmung zur Verfügung gestellt, oder zumindest als Beispiele, die einem neue Motivation und Inspiration geben können.
Wir befinden uns auf einer Stufe der Vision: Neue Formen und Wege, anderen Menschen in gesellschaftlichen Beziehungen zu begegnen, offenbaren sich dem Bewußtsein.

Dies ist die dritte Stufe der zweiundsechzigsten Folge von fünf Symbolen. Sie betrifft in gewissem Sinne sowohl die allgemeine Vergangenheit als auch die Zukunft der Menschen. Die Wachsfiguren sind unpersönliche Gestalten. Die Gewänder sind statische Darstellungen idealer Muster, doch sind sie auch VORFORMEN dessen, was in der gerade entstehenden Kultur zu erleben sein wird. Sie kündigen neue, kollektive Entwicklungen an.

Weiter mit Teil 2: Die Herkules-Sphäre - „Das Selbst“



(1) Moderne astronomische Untersuchungen des Universums veranlassten die Autoren Lars Steen Larsen, Erik Michael und Per Kjærgaard Rasmussen 1995 dazu, im Buch Astrologiens idé - Fra Babylon til Big Bang-Teorien (deutscher Titel: Astrologie – Von Babylon zur Urknall-Theorie, 2000) astronomische „Objekte“ zu beschreiben und diese als astrologische Symbole zu interpretieren. Die hier veröffentlichte Erläuterung wurde diesem Buch entnommen.

(2) Die Sabischen Symbole sind – ähnlich dem I Ging oder Tarot – eine zyklische Symbolserie. Für jeden der 360 Grade des Tierkreises übermittelte das Hellseh-Medium Miss Elsie Wheeler 1925 eine kurze bildliche Szene, die Marc Edmund Jones aufzeichnete und 1953 im Buch The Sabian Symbols in Astrology interpretierte. Dane Rudhyar formulierte und interpretierte diese Serie der Sabischen Symbole im Buch An Astrological Mandala (deutscher Titel: Astrologischer Tierkreis und Bewusstsein, 1984) als «eine zyklische Serie eigener Struktur [...], die die archetypische Bedeutung von 360 grundlegenden Phasen menschlichen Erlebens formuliert und offenbart». Die hier veröffentlichte Erläuterung wurde diesem Buch entnommen.




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