Astrologie | vedische Astrologie
2. KONGRESS FÜR VEDISCHE ASTROLOGIE AM 3./4.5.2003 IN BAD KREUZNACH
Maria Luise Mathis
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Freitag, 30. Mai 2003, 13:24
Foto von links nach rechts: Nalini (Tom Hopke), Komilla Sutton, Maria Luise Mathis, Ernst Wilhelm, Gudrun Schellenbeck
Das „Haus des Gastes“, inmitten der wunderschönen Kurzone von Bad Kreuznach gelegen, wurde von Gudrun Schellenbeck und Nicholas Lewis, den Gründern des DGVA und den Organisatoren des 2. Kongresses für Vedische Astrologie, ausgewählt. Auf Tischen wurden einschlägige Literatur, Musik, Schmuck, indische Accessiores u.a.m. angeboten, während ein familiär betreutes Buffet die Pausenversorgung sicher stellte. So hatten wir den Eindruck, dass sich die Teilnehmer in diesem Rahmen sehr wohl fühlten.
Nach dem Begrüßungsritual begann die Vortragsfolge mit der in Indien gebürtigen, in London lebenden und weltweit lehrenden Astrologin Komilla Sutton mit dem Thema „Kundalini und Astrologie“. Komilla erklärte die Verbindungen unterschiedlicher Energieebenen, Chakren und der entsprechenden Planeten, sowie deren mögliche Auswirkungen auf das Leben. Dieses Vortragsthema ist auch der Inhalt ihres neuen Buches, welches im Herbst erscheinen wird.
Der Brite Gordon Brennan mit dem Thema „Panchang – der astrologische Kalender Indiens“ sprach über den 5-teiligen indischen Kalender. Er führte in die 5 Ebenen der Zeitqualität eines Tages ein, betonte die tägliche Interaktion der solaren und lunaren Energien und bezog auch die Nakshatras in seine Betrachtungen mit ein. Will man einen günstigen Zeitpunkt für ein Ereignis auswählen, so ist die Kenntnis des Panchang von großem Vorteil.
Als hervorragender Rhetoriker formulierte der Amerikaner Nalini (Tom Hopke) „Erste Deutungsschritte des vedischen Horoskops“ in humorvoller, aber sehr strukturgebender Weise. Ebenso unterhaltend sprach er am nächsten Tag über „Die drei Gunas im Horoskop“, also über die drei Naturqualitäten: „Sattwa“ (Güte), „Rajas“ (Leidenschaft), „Tamas“ (Trägheit), die in jedem von uns angelegt sind und daher auch im Horoskop zu sehen sind. Nalini ist ausgesprochen vielseitig, er hat neben zwei astrologischen Büchern im Jahr 2000 eine Musik CD mit dem Titel „Mahabharata Rockopera“ veröffentlicht.
Dr. med.Kalyani Nagersheth referierte über die „Anwendbarkeit von Ayurveda in Europa“. Als Tochter eines indischen Vaters und einer deutschen Mutter studierte sie sowohl westliche Medizin, als auch Ayurveda. Sie betreibt in Frankfurt eine eigene Ordination und berichtete über die Stellung der ayurvedischen Medizin im Westen. Wichtig erschien uns ihr nachdrücklicher Hinweis, dass bei uns im Westen Ayurveda fast ausschließlich auf die Wellness-Ebene abgerutscht ist und somit die umfassende Therapiemöglichkeit, die dieses System bietet, nur selten wahrgenommen wird.
Der Niederländer Roeland de Looff, Direktor der „Dirah Akademie International“, gestaltete einen frühabendlichen Workshop „Mit den Nakshatra-Tarotkarten arbeiten“. Seine bekannten Nakshatra-Karten wurden wie Tarotkarten aufgereiht und jeder Teilnehmer zog, mit einer gedanklich formulierten Frage, eine Karte, die im Anschluss durch Roeland gedeutet wurde. Diese Technik brachte ausgezeichnete Ergebnisse und ist nachahmenswert.
Für Interessierte hielt der Amerikaner Ernst Wilhelm bereits vor dem Kongress einen höchst anspruchsvollen Workshop über das „Vimsottari Dasasystem“, wo er anhand zahlreicher Beispiele diverse Feinheiten und vor allem seine Erfahrungen mit dieser Prognosetechnik verriet. In seinem Vortrag am Kongress über „Neecha Bhanga Raja Yogas – die Aufhebung des Falls“ brachte er gute Anregungen, wie eine Schwachstelle im Horoskop, die durch andere Faktoren rehabilitiert ist, letztendlich zum stärksten Antriebspunkt wird. Spät abends konnten wir noch seine neuesten Updates der von ihm entwickelten Software „Käla“ kennen lernen, mit der wir auch am liebsten arbeiten.
Der bekannte westliche Astrologe und Dipl. Psychologe, Rafael Gil Brand, referierte über „Tajika Astrologie: Das Prognosesystem der arabischen Astrologie“. Rafael berichtete über seine Forschungsergebnisse der Vergleiche zwischen abendländischen und arabischen Prognosesystemen, bzw. deren Parallelen. Es ist immer wieder faszinierend, welche gemeinsamen Wurzeln durch Rafaels Forschungen sichtbar werden.
Den Abschluss bildete Gudrun Schellenbeck mit dem Thema „Deutung spezieller Lebensgebiete“. Da sie zusammen mit Nicholas Lewis ein Institut zur Ausbildung in vedischer Astrologie leitet, ist sie den meisten Kongressteilnehmern bestens bekannt. Sie brachte Horoskopbeispiele von zwei Frauen, wobei es um die Frage ging, ob diese Kinder bekommen können oder nicht. In dem einen Fall könnte man bei schneller Betrachtung nein sagen und im anderen Fall ja. Bei genauerer Analyse stellte sich jedoch die umgekehrte Prognose als richtig heraus. Gudrun machte damit auf die Notwendigkeit einer gründlichen und vorsichtigen Horoskopanalyse aufmerksam! Ich freue mich schon sehr auf ihr im Sommer erscheinendes Buch „Praxisbuch der Vedischen Astrologie“.
Nach einer familiären Verabschiedungsrunde fuhren wir „vedisch aufgetankt“ in Richtung Indien, Südosten – jedoch nur bis Baden nach Wien! Wir freuen uns schon heute auf den „3. Kongress – 2004“.
© Klaus und Maria Luise Mathis
Wir starten erneut am 30./ 31. August 2003 mit einem Ausbildungskurs in Vedischer Astrologie in Baden bei Wien.
Im Seminar über „Die Nakshatras – Das indische System der Mondhäuser“, das am 27./28. September 2003 stattfindet, erklären wir die täglichen Stationen des Mondes durch den Tierkreis und stellen so die Verbindung zwischen dem lunaren und solaren Tierkreis her. Die Nakshatras sind nicht nur der Schlüssel zur indischen Astrologie, sondern sie ermöglichen auch westlichen Astrologen eine Feinabstimmung im Horoskop. Dieses Seminar kann auch ohne Vorkenntnisse besucht werden!
Bitte Informationen anfordern, senden Sie ein Email: astromatis@mycity.at
Web: www.astrovedic.at
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