Astrologie | Astrologie aktuell
Text eines Chats bei www.texxas.de über Astrologie und Wissenschaft (1 Stunde)
Freiburg Astrologiezentrum
Verantwortlich für den Inhalt ist der oben genannte Autor/Anbieter.
Dienstag, 9. Januar 2001, 20:53
> Guten Abend Herr Dr. Kayser
> Da es bei der Ankündigung vergessen wurde, würde ich gern einen Link nachtragen ...
> Ein im Reclam-Verlag erschienenes Lehrbuch der Astrologie von mir ist nämlich im Netz
im Volltext nachlesbar.
> Außerdem viele Infos und eine Literaturdatenbank etc: http://www.astrologiezentrum.de
sich kritisch mit der Astrologie auseinandersetzen
> Haben Sie einen Link, damit ich mal schnell hinspringen kann?
> Guten Abend Herr Harder
http://www.morgenwelt.de/wissenschaft/001205-skeptics-astrologie.htm
:-)))
> Ich würde übrigens auch niemanden davon überzeugen wollen :)
vollprofessionell
> Guten Abend Herr Noe
irgendwas erwiesen?
> Nur zur Sicherheit, Herr Noe: Sind Sie der bekannte Kollege mit diesem Namen?
Astrologen nicht über das Niveau von Zufallstreffen hinaus gekommen sind
> Wie wahr :(
> Um vielleicht gleich ein wenig Dampf rauszulassen ...
> ... ich gebe sofort zu, daß der Grad der wissenschaftlichen Bestätigung der Astrologie
miserabel ist ...
> wie bei der Naturheilmedizin, den Psychoanalyse (von den Kassen bezahlt und SEHR
teuer :-) und ...
> ... was immer der Ausdruck "Pseudowissenschaften" genau heißen mag ...
> Etwas kann wahr (richtig) sein, ohne eine Wissenschaft zu sein!
vergleichen kann!
> Was den Grad der wissenschaftlichen Bestätigung angeht, kann man Psychoanalyse
sehr wohl
> ... mit Astrologie vergleichen ...
> ... wenn man einem rennomierten Psychologen und Methodenkritiker wie H.J. Eysenck
glauben darf!
> Eysenck hält PA für eine "besondere Form des Aberglaubens"
Psychoanalyse auch nicht mehr allzu ernst genommen
> Wollen wir über den Wahrheitsgehalt von etwas "abstimmen"?
Zufallstreffer sind, welchen Sinn haben sie dann?
> Es geht, wissenschaftlich gesehen darum, welchen Stellenwert man der (subjektien)
Erfahrung geben will
feststellbar
> Die allermeisten meiner Klienten haben den Eindruck, daß die Deutung ihres Horoskop
weiterhilft bei der Selbsterkenntnis
> Zur Vorhersage: Die Vorhersage ist NICHT die Domäne der Astrologen!
oder mir auf der seite von herrn noe eine persönlichkeitsanalyse runterlade?
> Falsche Vorhersagen sind KEIN Zeichen davon, daß das Wissensgebiet falsch ist
(siehe Wetter)
sie über Zufallstreffer hinauskommen
> Zu Computeranalysen würde ich gern auf folgenden Link verweisen: ...
selbst wenn ihre Grundlagen falsch sind
eine wissenschaftliche Grundlage besitzt
Persönlichkeit
> Link zur Frage des Sinns von Computerdeutungen:
www.astrologie.de/ubb/Forum1/HTML/000014.html
> Es geht eigentlich mehr darum, daß die Klienten (teilweise Menschen mit hoher Bildung
wie Universitätsprofessoren) ...
> ... sich durch die Deutung des Horoskops in ihrem Wesen "getroffen fühlen" ...
> ... den Eindruck haben, daß etwas "Bedeutsames" über ihr Wesen dort gesagt wurde.
sich zu helfen oder helfen zu lassen
hinaus, Herr Dr. Niehenke
haben und wie findet der astrologe das heraus?
> Herr Kayer: WORÜBER geht der Anspruch der Astrologie hinaus
> Ja, Herr Noe: Er findet es über die Deutung des Horoskops heraus ...
> und mit Menschenkenntnis kann man das nicht erklären, weil es auch bei sog.
> ... Blindgutachten funktioniert. ...
> Man kann sich das im Forum von astrologie.de mal anschauen, denn dort werden ...
Zeitpunkt dr Geburt
> ... öffentlich die Horosope von Personen (die allerdings anonym bleiben) gedeutet.
> Herr Kayser: Das ist ein weit verbreitetes VORURTEIL, daß es um Vorhersagen gehe!
weit entfernter gestirne einen einfluss auf mich haben soll
> Herr Kayser: Es geht um die Frage, ob sich das Horoskop als (psycho) diagnostisches
Instrument eignet, nicht um Vorhersage!
Astrologen lese sind Vorhersagen
> Herr Heinrich: Die Astrologen glauben doch gar nicht, daß die Gestirne ihren Charakter
prägen. Sie sind so, wie Sie sind, aufgrund Ihrer Gene
> Herr Kaiser: Sie sollten keine (vulgärastrologische) Zuckerwürfel-Astrologie aus den
Horoskopspalten der Regenbogenpresse zur Grundlage unserer Diskussion machen!
> ... Ich habe doch über solch einen Unsinn nicht promoviert ("Kritische Astrologie" ist der
Titel meiner Diss, im Netz unter obigem Link auch nachlesbar)
aber die meisten Astrologen sehen das doch anders, oder?
> Außerdem verderben solche Horoskope den Charakter :-)
> Nein: Es gibt eben sog. "Medien-Astrologen", die das Bedürfnis mancher Medien nach
"spektakulären Aussagen" befriedigen ...
> weil sie damit ihr Geld verdienen. - Der überwiegende Teil der im Deutschen
Astrologen-Verband ...
> organisierten Astrologen würde solche Voraussagen niemals machen!
durch den speziellen ort & die zeit meiner geburt, "bestimmt"
> Hallo, Herr Noe: Wer sind Sie denn? :-)
> Herr Heinrich: Sie müssen die Kausalität "umdrehen". Sie werden nicht durch die
Gestirne "bestimmt",
Horoskop sage etwas über den Charakter aus
> sondern ihr Organismus "reagiert" auf die Gestirne in seiner Art, weil Sie eben so sind
wie Sie sind ...
tun, oder
> Wieso der Organismus auf die Gestirne reagiert, ist für die Frage, ob es wahr ist (oder
sein kann), DASS er darauf reagiert, zunächst nicht von Belang
> Ich habe in meinem erwähnten Lehrbuch einen Zugang zur Astrologie zu beschreiben
versucht, der diese Frage des "Warum" zu klären versucht ...
> Ich nenne ihn den "systemtheoretischen Zugang" zur Astrologie. Und es ist mir dabei
wichtig ...
> ... daß diese Art Astrologie mit keinem uns heute bekannten Naturgesetz in Widerspruch
steht!
> Man kann Astrologie auf eine sehr rationale Weise betreiben - man muß nicht "abheben"
! :-)
wissenschaftlichen Nachweise für die Astrologie gibt
zu formulieren
> Ja, es gibt keine (unumstrittenen) wissenschaftlichen Nachweise für die Astrologie ...
> ... nur sagt das gar nichts. Das kann sehr wohl ein Mangel der Methoden der Wissenschaft sein! ...
> ... in meiner Diss. bin ich auf die erkenntnistheoretische und methodologische Seite daher sehr
ausführlich eingegangen.
Beratung hinausgeht
> Noch einmal: Welchen Stellenwert hat das (komplexe) Urteil (intelligenter) Menschen? - Diese Frage gilt
es zu entscheiden!
es auch keinerlei Ansatz dafür gibt, einen solchen Zusammenhang zu erklären
> Lassen Sie mich einen Vergleich bringen: Wenn Sie das "Wolkenerkennungsspiel" betreiben, dann gibt
es keine Möglichkeit, zu BEWEISEN, ...
> ... daß eine bestimmte Wolke einem Kamel "ähnlich" ist, weil "Ähnlichkeit" nicht "beweisbar" ist, denn
"Beweis"
> verlangt "Identität"!
> Wir haben keine vernünftigen wissenschaftlichen Methoden, um "Ähnlichkeiten" wissenschaftlich zu
erfassen ...
> ... ich habe mich damit intensiv befaßt, und es gibt praktisch KEINE Literatur zu diesem wichtigen
Thema.
> Es ist aber eine interessante Frage: WANN empfinden Menschen zwei Sachverhalte als "ähnlich"?
um Astrologie als sinvoll anzusehen?
> In der Mathematik kann man das erfassen, man kann sogar einen "Ähnlichkeitskoeffizienten"
bestimmten, aber
> in der Musik - den Baustilen - dem "Stil" von Epochen ...?
> Herr Kaiser: Mir scheint, daß Sie das "Gefühl" (sprich: die Intuiton!) nicht recht zu würdigen wissen !
> So, so, in der Kunst kann man sowas "beweisen"?
> :-)
> Wie schön, daß wir uns da einig sind!
> Was heißt hier "feststellen": Es läßt sich nicht "objektivieren" ! ...
nicht zur Entscheidung über wissenschaftliche Wahrheiten
> Das wäre auch paradox: GENAU festsstellen zu wollen, wie "ähnlich" (also "ungenau - gleich " :-) etwas
ist!
und Bruckner, dass wird wohl kein Musikwissenschaftler leugnen
> Wollen Sie etwa behaupten, Herr Kaiser, unser Verstand könne nicht irren? Wie kommt denn dann der
ganze Mist in der Geschichte der Wissenschaften zustande?
> Die Tatsache, daß Musikwissenschaftler sich einigen können, steht auf demselben Niveau, wie das
Astrologen sich einigen können. Und wenn es danach ginge, dann wäre Astrologie als "bewiesen" zu
betrachten!
zusamenhängt, lässt sich nur durch saubere Statistik feststellen, nicht durch Intuition oder Gefühl
> Mir geht es darum, deutlich zu machen, daß Astrologie nicht PRINZIPIELL in einer anderen Lage ist als
...
> alle Wissenschaften, die sich mit "komplexen Systemen" auseinanderzusetzen haben ...
> ... und alle diese Wissenschaften haben so ihre "Methodenprobleme", wenn es um "Eindeutigkeit" geht.
ähnlich jener der Musikwissenschaft recht weit entfernt sind
> Dieser Eindruck täuscht!
Personen...
> Die Musikwissenschaftler haben nur einen Vorteil: Sie müssen es sich nicht gefallen lassen, daß
JEDERMANN ..
> ... selbst Leute, die nicht einmal Noten lesen können, sich als Musikwissenschaftler bezeichnen darf.
> Was die erwähnten Versuche angeht: Wenn Leute nicht einmal in der Lage sind, ihr (dem Test
zugrundeliegendes) ...
Romantik eindeutig unterscheiden
> Testprofil zu erkennen, dann werden sie ja wohl nicht vom Astrologen erwarten, daß er das dann kann.
> Will sagen: Man muß sich anschauen, wie diese Studien aufgebaut sind!
> Die Frage ist nicht, ob Menschen in der Lage sind, etwas zu unterscheiden, sondern ob DAS
OBJEKTIVIERBAR ist!
zuordnen.... aber nur Zufallstreffer
> Die Menschen, denen Horoskope gedeutet werden, können auch "unterscheiden": Da trifft auf mich zu,
das nicht.
> ... und das tun sie ja in der täglichen Praxis eines Astrologen.
> Lassen Sie mal die Auswertung von Testbatterien zuordnen, oder, schlimmer noch, psychologische
Gutachten :-)
von außen - schade!
> Merken Sie denn nicht, daß die Unterschiede zwischen Astrologie, Psychologie und anderen Gebieten,
die komplexe Systeme zu ihrem Gegenstand haben ...
> gradueller Natur sind?
> OK. Gehen wir mal weg von "Erkenntnistheorie" und "Methodologie" ...
> Hallo Bernd: Es kommt darauf an, was Du jetzt unter "Horoskop" verstehst. Wenn Du damit das Zeug in
der Zeitung meinst ...
> ... dann natürlich überhaupt nicht (7 Millionen Menschen in D. hätten ja dasselbe Horoskop bei 12 Typen)
ich Herrn Niehenke recht
> Das mit dem "gar nicht" stimmt nicht, Herr Kaiser, denn für diese Frage entscheiden nicht nur
"Statistiken", sondern auch das invididuelle Urteil der vielen (kritischen) Menschen, die ihre Erfahrungen
mit der Deutung von Horoskopen gemacht haben.
> Ich weiß nicht, was das bedeuten sollte: Auf Horoskope vertrauen.
es, dass die Gestirne meinen Charkter bestimmen
> Siehe oben: Gestirne "bestimmen" nichts, sicher nicht den Charakter.
> Bernd, lies keine Zeitungshoroskope. Ich sagte schon: Sie verderben den Charakter.
> Bis ich das geschrieben habe, ist der Zug der Diskussion ganz woanders. Erklären Sie mal in zwei
Zeilen die Relativitätstheorie :-)
> Ich muß da einfach auf mein Lehrbuch unter www.astrologiezentrum.de verweisen, dort das Kapitel:
Der systemtheoretische Zugang zur Astrologie.
der Geburt etwas über die Persönlichkeit aussagt, oder nicht
> Die Kernaussage ist (Thesenpapier astrologischer Vereinigungen): ...
> "Astrologie ist die Deutung räumlicher Verhältnisse und zeitlicher Abläufe in unserem Sonnensystem ...
> Astrologen gehen also, vereinfacht gesprochen, davon aus, daß lebende Organismen in kosmische
Rhythmen eingebettet sind.
> Dasselbe? Oder etwas Ähnliches?
> :-)
> Da haben wir es: Die Sache mit der Ähnlichkeit ...
> "Thesenpapiere" sind natürlich nicht für einen Chat gedacht, genau so wenig, die das Grundgesetz.
kann man auch Horoskopen nicht trauen
> DAs ist der Punkt: Es gibt sozusagen eine "Kernannahme" der Astrologie ...
> ... und es gibt konkrete Regeln.
natürlich nichts widerlegen lässt...)
> Wie Sie wissen, kann man weder SICHER etwas BEWEISEN noch WIDERLEGEN ..
> In der Astrologie ist es nun so, daß die (zugegeben subjektive aber komplexe) Erfahrung von
intelligenten Menschen ...
> ... nicht im Einklang mit statistischen Studien steht.
> Noch einmal: Das KANN ein Mangel der wissenschaftlichen Methoden sein, die, ich wiederhole, ...
> ... (noch) nicht in der Lage sind, "Ähnlichkeiten" wissenschaftlich in befriedigender Weise zu erfassen ...
> (Beispiel: Wolkenerkennaungsspiel ). ALLE Dinge auf dieser Welt sind natürlich Ähnlich, weil Ähnlichkeit
von 0 %
> bis 100 % (die Prozentzahlen bitte nur "analog" verstehen) geht.
> OK. Die Stunde ist schnell verflogen. Auf Wiedersehen allerseits.
rege Teilnahme!
Diese Seite wurde bisher 544 mal aufgerufen.







