Die zertanzten Schuhe

Hannes Bongard
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Montag, 13. Oktober 2003, 16:20

'Die zertanzten Schuhe' - Beitrag von Hannes Bongard«Es war einmal ein König, der hatte zwölf Töchter, eine immer schöner als die andere. Sie schliefen zusammen in einem Saal, wo ihre Betten nebeneinander standen, und abends, wenn sie darin lagen, schloss der König die Tür zu und verriegelte sie. Wenn er aber am Morgen die Türe aufschloss, so sah er, dass ihre Schuhe zertanzt waren, und niemand konnte herausbringen, wie das zugegangen war. Da liess der König ausrufen, wer's könnte ausfindig machen, wo sie in der Nacht tanzten, der sollte sich eine davon zur Frau wählen und nach seinem Tod König sein; wer sich aber meldete und es nach drei Tagen und Nächten nicht herausbrächte, der hätte sein Leben verwirkt ...»

So beginnt das Märchen «Die zertanzten Schuhe», erzählt von den Gebrüdern Grimm, das sie < hier > nachlesen können.


Eine astrologische Deutung

Die Suche des Vaters nach seinen eigensinnigen Töchtern – mit Blick auf die Füße (FISCHE) ...

»Anknüpfend an Gen 37,9 sah man in der Zwölfzahl der Stämme des Volkes Gottes auf Erden eine Entsprechung zur himmlischen Ordnung, wie sie sich besonders im Tierkreis manifestiert.«¹

Jupiter benötigt für einen Umlauf um die Sonne zwölf Jahre, also so viele Jahre, wie das Sonnenjahr Monate hat. Jupiter symbolisiert dabei »das Streben des Menschen nach einer geistigen und friedvollen Lichtwelt höherer Ordnung, Wachstum, Gedeihen und göttlicher Führung.«¹ Jupiter, dem wir heute das Zeichen SCHÜTZE zuordnen, ist der alte Herrscher der FISCHE, welches als das Zeichen der Herrschaft Christi gilt.

Die Zahl 13 (zwölf Töchter und ein unsichtbarer Begleiter) ist einerseits ein Hinweis auf den Mond (KREBS), weil sich in zwölf Monaten etwa 13 Mondzyklen vollziehen, andererseits auch ein Hinweis auf die An-Wesenheit des dreieinen Gottes. Der Mond dürfte die zu integrierende Weiblichkeit (Mütterlichkeit) symbolisieren. Aber von einer Königin berichtet das Märchen zunächst nicht – wohl aber von einer weisen Frau, welche um die Heim-lichkeiten der Töchter weiß. Die Suche der Töchter ist daher auch der Versuch einer Lösung aus dem Reich des Vaters und die Suche nach einer neuen Heimat (KREBS), die sich die unternehmungslustigen Töchter von einer Hochzeit mit zwölf Prinzen versprechen. Doch es soll die Geschichte einer Heimkehr zum Vater werden.

Drei Tage und Nächte (72 Stunden) werden die Töchter von einem Unsichtbaren begleitet und die zwölf Töchter durchwandern Nacht für Nacht zweimal (hin und zurück) drei Räume (12 * 2 * 3 = 72), um an den Ort ihrer geheimen Wünsche zu gelangen.

»Die Zahl 72 ist astrologisch insofern von Bedeutung, als 72 Sonnenjahre (= 72 menschliche Lebensjahre) als ein 'kosmischer Tag' gelten, eine Zeitspanne, in der der Frühlingspunkt in den Sternbildern der Fixsternekliptik um 1 Grad vorrückt. Zugleich gilt 72 in der patristischen Tradition als die Gesamtzahl der Heidenvölker, denen die Heilsbotschaft zu verkündigen ist. Die Zahl 72 meint daher – nach Beda Venerabilis – 'die ganze Welt', soweit sie vom Evangelium 'erleuchtet' werden soll, zugleich die Zeit des Unterwegsseins, die in der Heiligen Schrift durch drei Tage (= 72 Stunden) angedeutet wird – in der Wüste (Ex 15,22), vor der Durchschreitung des Jordans ins verheißene Land (Jos 3,2) – und läßt unseren Weg im Licht der Auferstehung Christi am dritten Tag erscheinen.«¹

Im Märchen wird der nächtliche Abstieg von den materiellen Werten Silber, Gold, Diamanten und irdischen Liebschaften (Prinzen) begleitet. Doch beim umgekehrten Weg, dem Heimweg, dem Aufstieg, sehen wir dies in einem anderen Licht: Silber steht nun für die Seele, Gold für das Bewußtsein und Diamanten für Klarheit und Ewigkeit einer höheren Liebe zum Vater, symbolisieren demnach einen inneren Reichtum. So folgt der unsichtbare Begleiter beim Abstieg in die Materie nach, eilt aber beim Aufstieg im Geiste voraus und lässt den Weg der Töchter schließlich durch die Wahrzeichen (drei Zweige und einen Becher „des unwiderruflichen Bundes“) am dritten Tag erscheinen.

Der "Schleichweg" der Töchter symbolisiert eine innere Realität: Einkehr, Umkehr und schließlich Heimkehr, dem Weg zur Hoch-Zeit, denn ...

»Der Weg zum Verständnis der zwölf Stufen der Demut führt über die Selbsterkenntnis. Wir sollen in die Tiefe unseres eigenen Herzens hinabsteigen und in Erfahrung bringen, uns bewußt machen, zu welchen Verhaltensweisen wir in unserem Hochmut fähig sind: „Wenn du zur Wahrheit zurückkehren willst, mußt du nicht einen neuen Weg suchen, den du noch nicht kennst, sondern den bekannten, den du hinabgestiegen bist: sofern du in gegenläufigen Schritten deinen eigenen Spuren folgst, wirst du in Demut genau den Stufenweg aufsteigen, den du im Hochmut hinabgestiegen bist.“«¹

(1) Zitate aus: Gerhard Voss, «Astrologie christlich», Verlag Friedrich Pustet Regensburg.



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