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Saturn Opp. Chiron: Aufarbeitung alter Wunden und Wunder
Friedrich Maier Systemische Astrologie
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Samstag, 8. November 2003, 18:10
Saturn-Chiron-Opposition: Aufarbeitung alter Wunden und Wunder
Von Friedrich Maier
Seit September 2003 positioniert sich Saturn im Krebs gegenüber zu Chiron im Steinbock. Die genaue Opposition fand am 24. Oktober statt. Interessant ist, dass gerade in diesem Zeitrahmen eine ganze Reihe von retrospektiven Kino- und Fernsehfilmen die deutsche Nation bewegen. So kam jüngst „Das Wunder von Bern“ auf die Leinwand – eine Reminiszenz an den Gewinn der Fußballweltmeisterschaft 1954, die Deutschland nach dem Krieg eine neue Identität bescherte, dann eilte Martin Luther im Kino durchs mittelalterliche Wittenberg, schließlich bannte die Tragödie um Willy Brandt die Deutschen vor den Bildschirm, und nicht zuletzt wurden durch den TV-Film „Das Wunder von Lengede“ die Erinnerungen an das Grubenunglück vor fast 40 Jahren wieder lebendig.
Astrologisch erkennen wir am Gründungshoroskop der Deutschen Einheit (3.10.1990, 0:00 Uhr MEZ, Berlin), dass die Saturn-Chiron-Opposition in die Felder 12 (Krebs) und 6 (Steinbock) fällt – und mehr oder weniger genau Neptun auslöst (Chiron auf Neptun!). Tatsächlich geht es in diesen Wochen um die ernsthafte (Steinbock) Aufarbeitung (Haus 6) alter Wunden, Verletzungen und Brüche (Chiron), die das ganze Volk in der Vergangenheit gefühlsmäßig stark bewegt und aufgewühlt hatten (Saturn im Krebs); verbunden waren diese Ereignisse meist mit wundersame Fügungen (Neptun), die sich der Rationalität entzogen. Sicherlich wird dadurch im kollektiven Unbewussten auch ein gewisser Heilprozess (Neptun in Haus 6) in Gang gesetzt, und zwar über das Medium Film (Neptun).
Dass diese Themen gerade uns Deutsche besonders berührt, läßt sich auch daraus erkennen, dass die Bundesrepublik seiner Identität nach eine Steinbockland ist: der IC liegt im Gründungshoroskop im Steinbock (BRD 23.5.1949, 15:00 GMT, Bonn).
Im übrigen wird uns die Saturn-Chiron-Opposition noch bis ins Jahr 2006 beschäftigen. Es ist dies die zweite Serie von Oppositionen dieser Energien; die erste Serie nach der Konjunktion 1966 (Beginn des Zyklus) beschäftigte die Menschen sogar noch länger: zwischen 1986 und 1995. Während dieser Zeitspanne sind viele Wunden aufgebrochen, aber auch geheilt worden. Vieles, was getrennt war, wurde geeint...
Anmerkung: Natürlich sind diese Film-Ereignisse nur eine begleitende Auswirkung dieser Konstellation. Im Kern werden mit Chiron im Steinbock und Saturn im Krebs Altlasten nach oben gespült und der Finger auf die Wunde unseres Sozialstaats gelegt. Wie der Staat künftig „arbeiten“ kann und muss (Haus 6) steht auf dem Prüfstand (Themen: Kranken- und Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Gesundheitswesen...) – wobei manche Unabänderlichkeiten wohl einfach akzeptiert werden müssen. So ist es mit Chiron.
Friedrich Maier
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