Esoterik | FengShui

Die Feng Shui Grundmodule: Chi · Yin und Yang

Astrologie & Feng Shui, Ulla Freitag
Verantwortlich für den Inhalt ist der oben genannte Autor/Anbieter.
Donnerstag, 20. August 2009, 16:17

'Die Feng Shui Grundmodule:  Chi · Yin und Yang' - Beitrag von Astrologie & Feng Shui, Ulla Freitag

Die Lehre des Feng Shui ist eine Disziplin der östlichen Metaphysik und wie alle Geisteswissenschaften des antiken Chinas baut sie auf das Wissen um die Urkraft Chi sowie deren Analogien Yin und Yang auf.

Die alten Chinesen haben über Jahrtausende hinweg die Natur und das Universum intensiv beobachtet und studiert und waren sich sehr früh darüber bewusst, dass alle Erscheinungen dieser Welt von einer unsichtbaren Energie durchzogen ist, die bestimmten universal gültigen Gesetzmäßigkeiten unterliegt. Diese Kraft bezeichneten sie als Chi.

Nach der Daoistischen Ideologie existierte vor Beginn der Schöpfung allen Seins das Wu Chi, das symbolisch als leerer Kreis dargestellt wird - die große Leere, der unendliche Raum, der nicht be-greifbar ist und doch alles Sein in sich birgt. "Wu Chi" verkörpert die Urenergie bzw. das Ur-Chi und kann mit unseren Begriffen: der All-Geist, die Einheit, das Göttliche übersetzt werden. Aus dem Ur-Chi haben sich die Polaritäten Yin und Yang entwickelt, die durch ihr wechselseitiges Zusammenspiel alles Leben hervorbringen.

Chi, die universale Lebensenergie, ist grundsätzlich neutral und fließt ständig zwischen Yang und Yin bzw. Geist und Materie hin und her, damit das System ins Gleichgewicht kommt. Chi ist das vitalisierende Prinzip, wirkt auf jeder Ebene, beseelt alle sichtbaren und unsichtbaren Erscheinungen des Universums und tritt in unzähligen Yin- und Yang-Formen auf.

Alle chinesischen Ideologien, Lebens- oder Geisteswissenschaften drehen sich um das Chi.

So auch die Lehre des Feng Shui, die sich primär mit den Bewegungen und Wandlungen des Chi beschäftigt, um uns Menschen eine optimale Lebensumgebung zu ermöglichen. Da sich alle Energieformen nach bestimmten Gesetzmäßigkeiten verhalten, ist es wichtig, dass sie sich untereinander harmonisch begegnen damit keine Probleme entstehen. Feng Shui analysiert das Auftreten der einzelnen Chi-Arten und kann Blockaden oder Disharmonien durch entsprechende Maßnahmen ausgleichen. Auf diese Weise wird ein Umfeld geschaffen, das den darin lebenden Menschen optimale Voraussetzungen für ein erfülltes Leben bietet.

Yin und Yang sind zwei polare Kräfte, die ohne einander nicht sein können, sich gegenseitig bedingen und in einem ständigen Wechselspiel miteinander stehen.

Das Symbol "Tai Chi" stellt die beiden Urkräfte in vollendeter Harmonie dar. Das lichte Yang trägt ein Körnchen Yin in sich und das dunkle Yin ein Körnchen Yang. An der Stelle wo Yang am stärksten ist, bildet es sich zurück und die Yin-Kraft wird geboren - man könnte auch sagen, dass das Yang hier in Yin übergeht. Für die Yin-Kraft gilt Entsprechendes.

Yang verkörpert Dynamik, Aktivität, die Lichtseite aller Dinge und Yin symbolisiert Ruhe, Passivität, die Schattenseite aller Dinge. Ohne Yang gibt es kein Yin - ohne Licht gibt es keinen Schatten. Jede Energieform hat ein Gegenstück und kann in Yin oder Yang eingeteilt werden, z.B. heiß (yang) - kalt (yin); laut (yang) - leise (yin); aggressiv (yang) - depressiv (yin); hart (yang) - weich (yin); senden (yang) - empfangen (yin); Sommer (yang) - Winter (yin); usw.

In der Feng Shui Praxis wird großer Wert auf angemessene Ausgewogenheit der beiden Urkräfte gelegt. Im Businessbereich sollte die Yangenergie vorherrschen, da sie alle aktiven Tätigkeiten unterstützt. Aber selbst hier benötigen wir einen Ort, wo wir in Ruhe nachdenken (z.B. Chefbüro) oder uns einfach kurz entspannen können. In der privaten Lebensumgebung sollte speziell im Schlafbereich die Yinenergie dominieren, schließlich suchen wir hier Erholung für Körper und Seele. In Küche und Wohnzimmer hingegen ist eher Betriebsamkeit erwünscht.

Bei allem kommt es natürlich auf die jeweiligen Bedürfnisse und auch Sichtweisen der Betroffenen an. Hyperaktive Personen z.B. benötigen ein beruhigendes Umfeld. Hyperaktivität ist in jedem Fall ein Produkt von zu viel Yangenergie und solche Menschen können in einer Yang betonten Umgebung schwer oder gar nicht zur Ruhe kommen. Eine grundlegende Harmonisierung kann schon damit erzielt werden, indem eine Stärkung der Yinkräfte in der gewohnten Umgebung vorgenommen wird - angefangen im Schlafzimmer; noch besser wäre ein Wohnort in einer sehr ruhigen Gegend.

Jede Farbe kann in die Kategorie Yin oder Yang eingeteilt werden. Zu den Yangfarben zählen generell alle hellen und leuchtenden Farben; speziell: Rot, Gelb, Orange und Weiß. Dementsprechend gehören dem Yin die dunklen und kühlen Farben an; speziell: Schwarz, Blau, Braun und Dunkelgrau. Ein dunkles Rot tendiert schon zu Yin und ein helles Grau zu Yang. Grundsätzlich ist der Übergang von Yang zu Yin bzw. umgekehrt fließend - aus Hell wird Dunkel und aus Dunkel wird wieder Hell.

Ein Schlafzimmer mit roten Wänden hat zuviel Yangenergie. Ein erholsamer Schlaf wird dadurch stark beeinträchtigt. Allerdings regt Rot (und auch Yang) die Erotik an, deshalb darf ein "gesunder" Touch Rot durchaus in einem Schlafraum anwesend sein.

Für Yin und Yang sowie deren Einsatz im Feng Shui gibt es noch unzählige Beispiele. Doch zum Schluss möchte ich noch kurz auf das "Prinzip der Polarität" eingehen, denn diese beiden Urkräfte verkörpern dieses Gesetz, das auf jegliche Lebenssituationen anwendbar ist.

Das Kybalion sagt hierzu: "Alles ist zwiefach; alles hat zwei Pole; alles hat sein Gegenstück; ähnlich und unähnlich sind dasselbe; Gegensätze sind wesensgleich und nur graduell verschieden; Extreme berühren sich; alle Wahrheiten sind Halbwahrheiten; alle Widersprüche lassen sich in Einklang bringen." ("Wie oben, so unten" von Doreen Virtue)

Das bedeutet, dass jeder Minuspol (Yin) einen Pluspol (Yang) hat und dazwischen eine große Bandbreite von mehr Minus bis mehr Plus liegt. Auf eine Lebenssituation bezogen heißt dies, dass die Gegensätze (z.B. Mut - Angst) nur scheinbar sind, da sie auf der gleichen Skala liegen und jeder Pol erreichbar ist ohne die Skala wechseln zu müssen. Es liegt also nur an der eigenen Gedanken- und Vorstellungskraft das angestrebt Ziel zu erreichen. Yang (Plus) ist naturgemäß stärker als Yin (Minus) und je mehr man sich dem Yang nähert umso kraftvoller ist dessen Anziehungskraft.

Mit diesem Gedanken möchte ich mich für heute verabschieden.

Herzlichst

Ulla Freitag

Diese Seite wurde bisher 638 mal aufgerufen.

Für weitere Informationen zu diesem Thema bitte hier klicken.

Home