Mundanastrologie und Prognose

Forum für Uranian Astrology, Halbsummentechniken, Planetenbilder etc.

Mundanastrologie und Prognose

Beitragvon ch » Mi 11. Okt 2006, 17:43

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Zuletzt geändert von ch am Di 13. Nov 2007, 14:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon GreenTara » Mi 11. Okt 2006, 19:08

Hallo Christian :)

ich finde es ausgesprochen angenehm, dass in diesem Forum höchst selten eine Art "Run" auf Katastrophen etc. stattfindet. Und ich freue mich, dass das auch dir das erwähnenswert scheint.

Konkrete Prognosen sind etwas, an das ich mich einfach nicht herantraue, weil mir die Kenntnisse fehlen und mich Mundanastrologie weniger interessiert - was sich aber durchaus ändern kann. Die meisten Prognosen finde ich ausgesprochen peinlich. 8)

Interessant finde ich, dass innerhalb des DAVs die Möglichkeit konkreter Prognosen wieder verstärkt in den Blickpunkt gerückt ist.

Mich interessieren Prognosen, die eingetroffen sind und belegt werden können. So weit ich weiß, hat Michael Roscher aufgrund des Horoskopes von Uwe Barschel (nach dessen Tod) den weiteren Verlauf der "Waterkantgate-Affäre" korrekt beschrieben.

Würde auch gern wissen, wie andere das sehen / einschätzen.

Liebe Grüße
Rita
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Mundanastrologie

Beitragvon ch » Mi 11. Okt 2006, 22:56

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Beitragvon GreenTara » Do 12. Okt 2006, 17:42

Hallo Christian :)

danke für deine Wünsche und deine Anerkennung. Gerade weil wir uns manchmal zoffen, bedeuten mir beide viel. Wobei ich mich lieber zoffe, dann weiß ich woran ich bin, als von hinten durch die Brust in den Bauch gepiekst zu werden. Hätte ich an diesem Forum nicht so viel Freude, wäre ich nicht schon so lange hier.

Wie du vielleicht gelesen hast, versuche ich mich in Astrologie spezial an einer Prognose - auch wenn es sich um ein Fragehoroskop handelt. Bisher war ich immer sehr zurückhaltend, aber ich denke mir, wenn ich etwas nicht ausprobiere, kann ich es nicht wirklich einordnen.

Mundanprognosen halte ich für gewagt, aber ich denke schon, dass es Kollegen gibt, die das nötige Wissen haben, sich aber nicht immer öffentlich aus dem Fenster hängen.

Kennst du noch Beispiele, wo sich Kollegen nicht blamiert haben?

Liebe Grüße
Rita
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Re: Mundanastrologie und Prognose

Beitragvon UranusApollon » Fr 13. Okt 2006, 10:38

Hallo Christian, :-)

ich stimme Dir zu.
Du reißt hier ein Thema an, zu dem unendlich viel geschrieben werden könnte.
Ich versuch mal - relativ ungeordnet - ein paar Gedanken loszuwerden.

Zu Beginn des gegenwärtigen Irakkrieges publizierte Udo Rudolph in einem Fachblatt - es liegt hier irgendwo herum, habe es umzugsbedingt momentan nicht greifbar, aber irgendwie kann es aufgetrieben werden - Saddam Hussein werde überleben. Kurze Zeit nach der Veröffentlichung regneten Cruise Missiles auf die Orte Husseins Wohnstätten nieder.

Der Rummel jedes Jahr mit den vorgeblichen Prophezeiungen ist abstoßend.

Besonders stößt mir auf die nachträgliche Betrachtung, wenn irgendwo eine Katastrophe passierte. Aber andrerseits: wie sonst soll man lernen. Konkreter: wie sonst soll frau sehen, ob sie mit den von ihr benutzten Mitteln dies katastophale Geschehen erkennt. Dass die Mittel, die vorzugsweise eingesetzt werden einfach zu dünn sind ist klar. Alleine mit Transiten z.B. deuten zu wollen geht einfach nicht.
Denke eben an Eschedde (Zugunglück) oder den Halleneinsturz (Bad Reichenhall). Hier lässt sich mit entsprechenden Mitteln das Geschehen erkennen. ABER: in solchen Fällen weiß man ja wonach man zu suchen hat.
Astrologie war ehemals Mäzenatenastrologie. Astrologen befassten sich weitgehend mit demselben Menschen oder derselben Dynastie. Sie hatten Zeit. Morinus beschäftigte 50 Menschen, die für ihn rechneten.
In der Bibliothek von Alexandria - Museion - konnte jeder ernsthaft Interessierte lernen, studieren, ohne sich einen Kopf machen zu müssen über Essen, Leben, Wohnen, es wurde ihr bezahlt. Tempi Passati.

Eine Prognose für einen Menschen ohne diesen einigermaßen zu kennen, sein Niveau usw. ist sehr problematisch. Zudem kann jede Astrologin nur von ihrem Niveau oder ihrem Level aus sehen. Prognosen können auch zum Fatalismus, zur Lethargie führen.

Mundanstrologie war früher die allerletzte Stufe der Astrologie. Vorher mussten 6 andere beherrscht werden. Die erste war die Stundenastrologie.
Die Trefferquote der besten in der Stundenastrologie erreicht keine 100%. Die Angaben schwanken. Einige sprechen von 72% andere von 80%.
Schon hier gibt es enorm viel zu forschen. Wer soll das machen? Erfordert Zeit und Geld. Und Besessenheit. Man muss brennen. Manche versuchen sich mit Astrologie ein güldenes Näschen zu verdienen. Ihr Interesse gilt Profit und weniger dem Fach. Ich kenne einen Fall, wo Leute, die schweres Geld bezahlen, um Astrologie zu lernen, "dumm" gehalten werden. Im angloamerikanischen Raum sind uns die guten Astrologinnen zirka 30 Jahre voraus. Sie haben alte Werke studiert. Sie sind auch unbefangener. Testen, probieren, forschen.
Tonnenweise liegen astrologische Werke in griechisch, arabisch, lateinisch, hebräisch unübersetzt in Bibliotheken herum.
Prognosen zu stellen war zu Anfang des verg. Jahrhunderts noch strafrechtlich untersagt.
Metagnosen sind sinnvoll, scheint mir. Wenn eine Astrologin einer Klientin ungefragt sagt: "Vor zwei Jahren waren sie seelisch im Keller" z.B. so hat Frau hier schnell Überpüfungsmöglichkeit.

Nicht alles was von Medien breitgewalzt wird ist das Gelbe vom Ei.

Angenommen es gebe Methoden, die mehr oder weniger relativ easy zu konkreten Ergebnissen führen - welches Interesse sollte eine haben, diese Methoden zu publizieren? Sie müsste brennen für die Astrologie, müsste sie lieben, müsste das Interesse an Astrologie über eigene ökonomische Interessen ansiedeln.
Alleine schon in der Stundenastrologie kochen alle - wenn es schwierig wird - ihr eigenes Süppchen.
Pauschal gesprochen: im angloamerikanischen Sprachbereich sind die Astrologinnen uns voraus.


christian hat geschrieben:hallo Foris,

ich möchte dieses Thema offensiv angehen. Unsere Kritiker haben Recht wenn sie die uns Blah-blah vorwerfen wenn es um Prognosen geht, die einfach aufgrund unserer doch recht bescheidenen Mittel nur nach hinten losgehen.
Gott sei Dank hebt sie dieses Forum im Gegensatz zu anderen ab, wenn es darum geht, Katastrophen im Nachhinein, mittels Mundanastrologie zu erläutern.
Es kotzt mich an: kaum ist irgendwo auf dieser Welt etwas passiert, klappern schon die Tastaturen. Irgendwelche T Quadrate oder sonstwas muß herhalten um dieses Ereignis astrologisch zu kommentieren.
DAvon halte ich absolut nichts.
DA sich das Jahr neigt, werden wir in Kürze wieder mit den abenteuerlichsten Prognosen für 2007 - wo und wie ein Krieg stattfindet, wer heiratet, welche Promis Kinder bekommen usw. bombardiert.
Im Nachhinein war dann wieder alles nichts.
Ich verweise auf die Internetseite http://www.wahrsagercheck.de. Hier haben sich alle - wirklich alle Medienastrologen bis auf die Unterhose blamiert.
Ich denke, dass das mit seriöser Prognostik nichts mehr zu tun hat.
Eure Meinung würde mich interessieren.
Grüße
Chris

lG
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Mundanastrologie

Beitragvon ch » Fr 13. Okt 2006, 12:34

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Beitragvon GreenTara » Fr 13. Okt 2006, 20:46

Hallo Chris, hallo UranusApollon :)

danke erst einmal für deine Ausführungen, UA. Es stimmt schon, irgendwie muss man / frau ja auch lernen. Und das geht eben häufig nur in der Rückschau, der Metagnose. Wobei man sich da auch auf dünnes Eis begeben kann, weil man findet, was man sehen will.

Insgesamt bin ich ein rechter Prognosemuffel. Man weiß eben nie so genau, was man mit seinen Aussagen lostritt. So entschieden gegen Prognosen im Sinne von Wahrscheinlichkeiten innerhalb eines absehbaren Zeitraumes bin ich nicht mehr. Und zwar aus eigener Erfahrung heraus. Ich bin auch keine Verfechterin der Ansicht, dass man einem Menschen gar nichts zumuten dürfe. Das heißt nicht, dass ich mit dem Holzhammer durch die Gegend renne und Fragenden mein Für-Wahrhalten von etwas vor den Kopf haue, dass heißt aber auch nicht, dass ich mit meiner Einschätzung hinter dem Berg halte. Mir hat in einer Phase der Verwirrung sehr gut getan, dass man mich einerseits nicht wertend / verurteilend annahm, mir tat aber auch gut, dass ich den Wind von vorn bekam (obwohl ich darüber natürlich zunächst empört war und das ganz furchtbar herzlos fand).

Da ich in der Zeit noch betriebsblinder als sonst war, was das eigene Radix angeht, tat mir die Aussage einer Freundin sehr gut, die mir sagte: Rita, dann und dann wird es besser. Daran habe ich mich aufgerichtet und bin weitermarschiert. Und das war auch gut so. Es war, als brauche ich diese Aussage.

Oft wird ja gemeint, es sei vermessen, Menschen so etwas in der Richtung zu sagen. Aber ist es nicht ebenso vermessen, einem Menschen eine solche Aussage vorzuenthalten? Das erinnert mich oft an Situationen in meinem alten Beruf: Durfte man einem Patienten eine Wartezeit zumuten oder nicht? Durfte man ihm zumuten, nicht gänzlich unerträgliche Schmerzen eine Weile auszuhalten oder nicht? Durfte man ihm eine Entscheidung zumuten aufgrund aller Fakten oder nicht? Die eine Anwort gibt es sicher nicht.

Was ich allerdings nach wie vor völlig daneben finde, weil es eben nichts bringt, sind diese ewigen Weltuntergangsprognosen.

Bin sehr gespannt, wie sich meine jetzige Sichtweise entwickeln wird.

Liebe Grüße
Rita
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Mundanastrologie

Beitragvon ch » Mi 18. Okt 2006, 14:39

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Beitragvon GreenTara » Mi 18. Okt 2006, 17:19

Hallo Christian :)

ich danke dir ganz herzlich für deinen Beitrag und freue mich über einige Fragen, die du aufgeworfen hast. Ich möchte dazu gern Stellung nehmen und hoffe, dass ich das heute noch hinbekomme. Der Punkt ist nämlich für mich auch: Was nützt mir eine exakte Prognose - wie im Falle Sandoz - wenn sie das Geschehen nicht verhindern kann?

Herzliche Grüße
Rita
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Beitragvon UranusApollon » Mi 18. Okt 2006, 19:47

Hallo Rita, :-) hallo Christian :-)

geordnet und strukturiert hierzu schreiben kann ich nicht, überfordert mein Gehirn.
Schreibe einfach assoziativ und stoffsammlungsmäßig.

Frechsein an:

Herr Rudolph wird ja wohl nicht den Brand selber gelegt haben, auf dass seine Prognose sich erfüllen möge!
Frechsein aus.

Bei Einzelmenschen gibt es Stories ohne Ende, wo der Versuch des einzelnen seinem Schicksal - was immer das sein soll - aus dem Wege zu gehen, dieses erst möglich machte, berühmt in diesem Zusammenhang die Sufigeschichte mit dem Tod, der auf dem Marktplatz angetroffen wird, worauf nach Samarkand geflohen wird und genau da sagt der Tod zu dem Flüchtling: "Schön dass Du hier bist. Wir haben hier unsere Verabredung. Ich erschrak als ich dich in der anderen Stadt auf dem Marktplatz sah."

Wenn immer wieder solche Dinger vorher prophezeit würden und sie dann eintreffen, würde schon was geschehen, beispielsweise, wenn ernstzunehmende Astrologen - z.B. Udo Rudolph - sagen würden "am Tag X gibt es kein Berlin mehr" würde ich die Gnitze machen.

Rein theoretisch könnte ein absoluter Polizeistaat schon bei allen Geburten feststellen wo revolutionäres Potential zu befürchten ist. Und uU "vorbeugend" tätig werden.

Ich sehe die Aufgabe einer Astrologin kaum im Beraten von Multis. (Höchstens im Beraten von multiplen Persönlichkeiten. :-) )

Jedes einzelne Horoskop eines jeden einzelnen Menschen ist gleichzeitig eingebunden in Größeres: Staat, Epoche und mehr noch.

Mundanastrologie ist ein Forschungsgebiet für sich, Campion und Baigent fallen mir dazu ein.

Da ich reaktionärer Individualanarchist bin, ist mir persönlich Mundanes relativ wurscht. Habe mich vor langer Zeit entschieden lieber den höchsten Preis zu zahlen als gewisse Sachen mitzumachen "Lewer dod us slave."

Das Geschehen kann wohl nicht verhindert werden. Glaube das geht noch nicht mal bei einem einzelnen Menschen, bin da seit drei Jahren mächtig ims Schwanken geraten, vielleicht hat unsere Seele vorgeburtlich sich Drehnuch ausgesucht/geschaffen/verdient.
Wenn ich dabei gewesen wäre wo Udo Rudolph sein Statement losließ und wenn ich in Basel gelebt hätte, so hätte ich, bin mir da sicher, für diesen Tag die Stadt verlassen, wenn irgend möglich. Also insoweit - im minimsten Rahmen - wäre die Auswirkung, die direkte, auf mich - ja ich bin eine egoistische [*] - verhindert worden.
Wenn irgendwo Menschen verhungern so ist das sehr traurig, aber momentane Zahnschmerzen, die ich habe, interessieren mich nun einmal eben mehr, genauso mit Seelenschmerzen, ich kann und will nicht hinfühlen zum Leid der gesamten Menschheit, habe in diesem Leben gewiß keine Bhoddisatva Natur, nein danke, immer vorausgesetzt ich könne direkt nichts unternehmen, sondern - wenn überhaupt - nur indirekt. Direkte Aktion - wenn möglich - findet meinen gesteigerten Beifall.
Wegen mir und Öl braucht zum Beispiel kein Krieg geführt zu werden: gehe zu Fuß, kleines Beispiel am Rande, dreckig lachen muß ich über schwafelnde Amis, die vom Heil der ganzen Welt labern und gleichzeitig angedüst kommen mit "Gas-Guzzler" (25 l auf 100 km).
Mein primärer Job ist es mein eigenes kleines Leben einigermaßen auf die Reihe zu bringen, da hab ich schon alle Hände voll mit zu tun.
Wen ein mundanes Ereignis - positiv oder negativ (was ist schon "negativ" und "positiv"?) - trifft ist auch kein Zufall, muss zu sehen sein am Radix.

Wo viel gearbeitet wird mundan ist Börsengeschehen. Vielleicht schaff ich es mal mir diesbezüglich Interesse abzuzwingen. Was Börsenkurse angeht, so hat man ja benissimo Möglichkeit zu überprüfen Vorhersagen und Fakten.

Wo auch viel gearbeitet wird mundan, im angloamerikanischen Raum, sind Sportvorhersagen.
Warum mach ich nix? Fußball gähnt mich an, Sport ist Mord. Aber vielleicht....endlich....sollte....müßte....faul....

Dennoch: es muß möglich sein den Gewinner eines Boxkampfes (wenn mich diese Idiotie nur interessieren würde...solllen sie sich doch ihr Resthirn rausprügeln, falls vorhanden.) oder eines Matches vorherzusagen. Und die Wetten zu kassieren.

Es müsste offen geforscht werden. Schon sind wir wieder bei Thema Eifersüchteleinen und Profitmaximierung.
Forschungsgegenstand beispielsweise: was genau und wie genau tat was Udo Rudolph damals bzgl Basel?
Und dann eben modellieren, als Modell nehmen, im Grunde stinkeinfach, wenn man die Vorlage hat. => Herrschaftswissen! Wer damit an die Öff. geht hat die Freikarte für die next Astrologenverfolgung.

Mir ist es nun einmal eben widerfahren überzeugt zu sein - diese Überzeugung kann leicht falsch sein, wäre schön - dass wir im Kali Yuga leben. Entsprechend neige ich immer mal wieder zum Zynismus, der nichts weiter ist als kaschiertes Verzweiflungsgefühl.

Langer Rede kurzer Sinn:
Mein eigenes Leben auf die Reihe bringen ist effizienter als mir den Kopf über Mundanes zu zerbrechen.
Mundanes affiziert mich so oder so, wenn die Zeit gekommen ist.
Es würde sich lohnen ernsthaft mundan zu forschen. Aber Gefahr der Eifersüchteleien.

Ganz allgemein muß geworben werden für ernsthafte Astrologie.
Internet macht es möglich.

Unterbreche mich hier.
Herzliche Grüße
UA

GreenTara hat geschrieben:Hallo Christian :)

ich danke dir ganz herzlich für deinen Beitrag und freue mich über einige Fragen, die du aufgeworfen hast. Ich möchte dazu gern Stellung nehmen und hoffe, dass ich das heute noch hinbekomme. Der Punkt ist nämlich für mich auch: Was nützt mir eine exakte Prognose - wie im Falle Sandoz - wenn sie das Geschehen nicht verhindern kann?

Herzliche Grüße
Rita
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Beitragvon Iakchus » Mi 18. Okt 2006, 20:37

Hallo

ich denke die Mundanastrologie verdient es
gewagt zu werden.

Im Nachhinein eine Betrachtung anzufertigen ist was anderes,
als im Vorhinein etwas zu wagen: eine Prognose. Da kann man auf die Schnauze fallen.
Es ist mir unangenehm, dass man dieses Wagnis dann entsprechend kommentiert und die Lächerlichkeit einer falschen Prognose damit noch erhöht. Aber das liegt in der Natur der Sache. Es soll so sein. Das ist die Hintrfragung. Man muss sich eben anstrengen als jemand, der das Wagnis eingeht...

Wann ist der nächste Krieg? Nordkorea...; Iran...

1. Für mich ist es keine Gier oder Lust,
sondern einfache Faszination an diesen weltbewegenden Dingen. Zugegebenermassen gibt es diesen inneren Beweggrund. Der Forscher jeder Zeit und jedes geistigen oder physischen Inhalts, wird einen ähnlichen Beweggrund aufweisen. Neugier und Faszination an der Sache.

Einwand: Es ist nicht nur unappetitlich, sondern geradezu unethisch, wenn man daran denkt, dass die Leute in den Staaten unter Kriegen leiden.
Kontra: Niemand als Astrologe wird es verhindern können.

2. Es ist eine Mundanprognose eine Wissenschaft, und daher neutral zu sehen.
Wettervorhersage ist zwar neutraler als einen Krieg vorherzusagen, aber auch Politikwissenschaft oder ähnliches beschäftigt sich mit Prognose der Weltereignisse.

Für mich siehts so aus:
Es gibt eben bessere, plausiblere Prognosen, die begründet sind, und dürftigere Versuche...

P.S. Die Gegner der Astrologie finden immer Argumente. Ich halte es für ein Armutszeugnis der Astrologie, darauf Rücksicht zu nehmen und die Eigenständigkeit zu verlieren. Ich als Astrolog (wenn ich denn einer wäre) bin kein Politiker, der auf sein Ansehen zu achten hätte. Entweder Leute kommen zu mir oder eben nicht. Mundanastrologie ist für mich ein Nebenschauplatz normaler (zB psychologischer) Astrologie-Tätigkeit. Da gibt es genügend Möglichkeiten "ernsthafte" Astrologie zu machen, die konkrete Ergebnisse zeitigt (was dann die "Ernsthaftigkeit" als Eindruck bei den Leuten erzeugen kann).

P.S.2: Es ist das ein Spiel. Prognose zu wagen ist ein spielerisches Unterfangen. Die Kritiker stürzen sich darauf, sollen sie es. Es wird vielleicht immer so sein. Vielleicht auch nicht, wer kann das sagen; aber jedermann "darf" Astrologie machen. Ich, du, mein Bruder. Jeder der will. Deswegen ist es für mich auch ein bisschen dürftig, sich nach irgendwelchen (irgendwelchen!) Prognosen raus zu strecken, um die Widerlegung der ganzen Astrologie damit zu bewerkstelligen. Denn sie begreifen nicht, dass es nur ein Versuch und Spiel ist, und gehen dem auf dem Leim, dass manche "Visionäre", die sich in diese Ecke selbst stellen,
ihre Prognose so hinstellen als sei es ihre eigene grossartige Vision und Leistung und hoffen, sie möge eintreten und damit sind sie aus dem Schneider und berühmt. Und deswegen tun sie so gescheit, damit nachher der Eindruck entsteht: HEY, ICH habe es gewusst! Es ist für mich also auch ein bisschen der Versuch Lotto mit Prognose zu spielen. Naja, ich gebe zu, das ist dürftig, wenn man es übertreibt.
Andererseits ist es natürlich schön für den Selbstwert, wenn das der Fall ist und ich würde mich selbst ja auch freuen.
Die Kritiker vergessen nur, dass es ein Spiel ist.

Lg
Stefan
Zuletzt geändert von Iakchus am Mi 18. Okt 2006, 20:58, insgesamt 7-mal geändert.
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Beitragvon gerry » Mi 18. Okt 2006, 20:45

Hallo zusammen! :)

Ich stelle ja selbst Prognosen, lebe davon und nun stelle ich mich meinen Prognosen. :)

Es gab eine Zeit, da schrieb ich mir die Finger in diesem Threadwund, ehe ich dann mit "Stars & Bars" begann. Zusammengefaßt: die Prognosen waren weitgehend richtig, lediglich das Öl hätte ich stärker erwartet. Im Ergebnis der Abschluß dann richtig:

Mai 2006: So meine lieben, hier geht es nicht mehr weiter. Cash is king, alles wird glattgestellt und die Ernte eingefahren.

Öl ist bis auf 74 Dollar zwar angestiegen, hat aber jetzt die wichtige Basis von 69 aufgegeben und steht bei 68,50. Das gibt einen kleinen Gewinn, aber Spatz in der Hand ist besser als die Taube am Dach. Glattstellen war richtig, Öl jetzt bei 61.
Gold ist bei der nächsten magischen Zahl von 729 (Quadratzahl von 27) hängengeblieben und auf 676 zurückgefallen. (26 hoch 2) Der Markt sprintete zwar sofort wieder hoch auf 720, ist aber jetzt wieder bei 676. Es droht ein Abfall von weiteren 50 oder 100 Punken, das ist mir zu riskant. I am out of the game. Über 730 bin ich wieder dabei, bei 580 auch - so mal grob skizziert. Kurse unter 600 erwartete damals niemand, auch die Astrologen schrieben "nach oben". Ein Rückgang bis 560 folgte.
Die Zinsen sind momentan auch schon schön angestiegen in der ersten Etappe. Bund-Futures zurückkaufen (glattstellen) und abwarten. Seither seitwärts, nix versäumt. In "Stars & Bars" gabs dann 1000 Euro miese, weil ich die Position zu früh wieder öffnete, Jupiter/Neptun führte mich in die Irre. Mit Optionen holte ich es wieder auf, versöhnlicher Jahresausklang mit dem Rentenmarkt mit einem netten Plus im Musterportfolio.

Damit sind alle Positionen geschlossen.

Ich wünsche allen, die das finanzielle Abenteuer lockt, weiterhin noch viel Glück bei allen Unternehmungen!

Alles Liebe
Gerry


Als ich dann Stars&Bars begann, wollte ich den Erfolg mit diesen Transaktionen genau messen und das S&B-Musterportfolio liefert seit Mai 2006 nun ca. +15% (aus EUR 20K wurden 23K). Die Trefferquote für ein gewinnträchtiges Geschäft liegt bei 75%. Das genügt mir vollauf, alles über zwei Drittel ist ok für mich, weil es mir "zu teuer" ist (zeitraubend), die Trefferquote zu erhöhen. Was bedeutet, daß ich zu 25% Bullshit von mir gebe und das erachte ich als das kleinste Übel :D

Also ich kann gut mit (meinen eigenen) Fehlprognosen leben, solange sie in "vernünftigem Rahmen" bleiben (typische Formulierung einer Jungfrau-Sonne in 10, ein vernünftiger Rahmen, hihi).

Alles Liebe
Gerry
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Beitragvon GreenTara » Mi 18. Okt 2006, 21:02

Hallo zusammen :)

bin zwar immer noch nicht ganz sortiert, aber das ist eh gut, macht in gewisser Weise ja auch "offen".

Prognose ist eine zweischneidige Angelegenheit, wie vieles. Dennoch fasziniert sie mich, insbesondere im Bereich der Stundenastrologie. Ich meine, dass wichtig ist, zu unterscheiden, zu differenzieren, um was es geht, ob etwas überhaupt auf großer Ebene beeinflussbar ist oder nicht. Dazu ist dein Beispiel der Sandoz-Prognose gut geeignet, Christian. Für den größten Teil der zwangsläufig Beteiligten an diesem schrecklichen Geschehen ändert die Prognose nichts. Für Einzelne kann sie bedeuten, sich in Sicherheit bringen zu können. Und der "Witz" an der Geschichte: Wenn das prognostizierte Geschehen nun aufgrund der Prognose verhindert worden wäre, wäre die Prognose im Prinzip nicht "richtig" gewesen.

In gewisser Weise sind Prognosen eine Art Beleidigung. Sie können einem unmissverständlich mitteilen, dass es Dinge gibt, die ich eben nicht beeinflussen kann. Das kann ich allerdings im täglichen Leben auch ohne Prognose feststellen. Die Kränkung liegt eventuell darin, dass Mensch meint, wenn er nur genug tut, macht, sich "recht" verhält, dann verliefe das Leben weitgehend störungsfrei (habe ich auch schon im Thread "Nebenbeziehung" erwähnt) und dann erschüttert feststellt, dass er tat und machte und sich das gewünschte Ergebnis eben nicht einstellt.

Was das Kali-Yuga anbelangt, hm, in der Tradition, in der ich mich bewege, ist eher die Rede von einem glücklichen Zeitabschnitt (Kalpa), in dem 1000 Buddhas erscheinen werden. Der historische Buddha Siddharta Gautama ist der Erste von ihnen. Womit wir dann auch bei der Weltabschauung angelangt sind. Je nach Weltbild wird sich - meines Erachtens - auch die Einstellung zu Prognosen darstellen.

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Beitragvon Myself » Mi 18. Okt 2006, 21:42

Hallo Christian :)

Ich bin schon für Prognosen für den Einzelnen. Denn, ohne zu erkennen das man in die Zukunkt geht, würde ein Mensch (Horoskop) ja auch nicht dynamisch, lebendig --> Ziele anstreben. Man würde sich nicht entwickeln und festgefahren seinen Vorstellungen von Leben haben.
Vorhersagen sehe ich als das Bewußsein des Lebens (ob mit oder ohne Astrologie). Das Leben geht ja so oder so weiter... ob man will oder nicht. Die Frage ist wohl nicht, dass es geschied sondern nur das "Wie" es geschied.

Wenn jemand z.B. für eine Prüfung lernt und sich "sicher" ist und das "Selbstbewußtsein" hat das real einzuschätzen "wie" es ausgeht, dann wird die Vorhersage wohl so eintreffen wie man es einschätzte. Wenn jemand aber eine Vorhersage macht die "Unbewußt" oder "unsicher" ausfällt, wird sie wohl auch ein Ratespiel sein.

Wenn man die Anlagen mit der Prognose kombiniert kann man sicher viel sehen.



Hallo Rita :)



Insgesamt bin ich ein rechter Prognosemuffel. Man weiß eben nie so genau, was man mit seinen Aussagen lostritt.


Ich denke wenn man es gewissenhaft macht und sich auch mit Astrologie auskennt wird man auch nicht so ins Extreme gehen und den Alltag mit einbeziehen der zu verkraften bzw. zu erleben ist.
I

Allerdings kenne ich auch jemanden der maßlos ins Ungewisse und Dramatische geht das anderen Angst und Bange wird...

Ich habe damals bei R.Kunze (Merkuranus) immerschon gedacht, wie kann ein Horoskop "Dynamisch" sein wenn man die Entwicklung nur im Hier und Jetzt und nicht auch in der Zukunft erwartet. Selbst wenn nur die Hoffnung auf bestimmte Dinge gelegt wird, sie hilft sicher auch um zu überleben, weil man evtl. etwas nicht schaffen kann und man dem Leben dadurch einen Sinn geben kann, der sich daraus entwickelt.

Zur Mundanastrologie:
2007 wird z.B. eine Brücke für den Wildwechsel über eine Autobahn fertiggestellt, was ich für den Jupiter in Schütze sehr treffend finde. Allgemein finde ich auch viele Übereinstimmungen, vorwiegend auch in der Werbung, Film oder Musik.
Alles Gute
Myself
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Beitragvon ch » Mi 18. Okt 2006, 21:53

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