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von Jonas » Mi 5. Okt 2011, 16:11
Hallo Forum. Ich mache eine Ausbildung zum Bürokaufmann. Der Nachteil ist, es ist eine überbetriebliche Ausbildung. Gekommen ist es dazu, weil ich nicht wirklich wusste, wohin mit mir. Ich ja dann den psychischen Zusammenbruch hatte. Dann hatte ich eine berufliche Vorbereitungsmaßnahme gemacht. Habe mich dann für den Bürokaufmann entschieden. Hatte aber keinen wirklichen Plan, in welcher Branche ich tätig sein wollte. Die Idee "sozialer Bereich" kam dann , wo die Stellen sowieso schon vergeben waren. Die überbetriebliche Ausbildung hatte ich dann schon sicher. Sie ist mehr schulisch. Wenn auch am Donnerstag so eine Art Übungsfirma stattfindet. Jetzt hinzuschmeißen wäre sehr blöd. Muss eine Wohnung bezahlen und jetzt noch irgendwo reinkommen. Aber es ist in der überbetrieblichen Ausbildung eben nicht so, das man in einen Betrieb etwas reinbringt. Eher ist es das Gefühl, anderen auf der Tasche zu liegen. Ist ja schließlich Steuergeld. Und nun liege ich wohl auch noch bei meinen Eltern wieder auch auf der Tasche. Also das Arbeitsamt hat nun gefordert den Verdienst der Eltern anzugeben. Dabei bin ich 27 und wollte eigentlich mal Geld, Ausbildungsgeld so richtig selbst verdienen und selbst damit haushalten und jetzt nicht immer wieder meine Eltern wegen etwas fragen müssen. Ist das wirklich so, muss ich wirklich wieder zurück zu den Eltern?
Viele Grüße
Jonas
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von chanda » Mi 5. Okt 2011, 17:44
Hallo Jonas,
wenn du durch die Reha-Stelle des Arbeitsamtes in diese überbetriebliche Ausbildung geschickt wurdest, hat man damit ja offiziell ausgesprochen, dass du sozusagen bedürftig danach bist. Deshalb steht dir diese Ausbildung zu. Da das aber eine soziale Leistung des Staates ist, kann ich mir vorstellen, dass man deine Eltern dazu zwingen kann, etwas Geld dazuzugeben. Ich würde an deiner Stelle trotzdem die Ausbildung fertig machen. Denn dann hast du nach drei Jahren, oder sind es zwei, wenigstens eine fertige Ausbildung und kannst damit auch Geld verdienen.
Du kannst deine Wohnung aber behalten. Denn jeder, der über 25 Jahre alt ist, darf in einer eigenen Wohnung leben, auch dann, wenn er dem Staat und durch Unterhalt auch den Eltern auf der Tasche liegt. Du musst also nicht zurück zu deinen Eltern, nie mehr. Auch dann nicht, falls du die nächsten zehn Jahre von Hartz4 leben oder von Sozialhilfe leben würdest. Und deine Eltern können dich nicht zwingen, zurückzukommen, nur weil es für sie vielleicht etwas billiger würde.
Ich würde an deiner Stelle jetzt durchhalten. Denn wenn du die Ausbildung abbrichst, weil sie keinen großen Spaß macht und der Sinnfindung nicht dient, ist die Chance, jemals einen fertigen Beruf zu haben, sehr gering. Du bist ja sicher nicht der Typ, der darauf steht, immer und ewig schwere körperliche Arbeit zu verrichten. Und das muss man ohne Ausbildung.
Alles Gute, Chanda
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von Jonas » Mi 5. Okt 2011, 19:44
Hallo Chanda.
Ich merke einfach, das ich mich gut dabei fühle, das ich mit den Geld bei der Vorbereitungsmaßnahme gut ausgekommen bin. Dieses Gefühl, ich habe die paar Groschen selber mir verdient. Dadurch, das ich z.B. den Vetrag erfüllt habe, immer da war. Dort gearbeitet habe. Word, Excel, Power Point gelernt, Präsentationen gemacht. Ja, das hat mir ein gutes Gefühl gegeben. Gut, mit den Hausputz muss ich mich immer mal wieder aufraffen, aber auch das funktioniert. Mir kommt das dann eben wie ein Rückschritt vor, zwingend wieder mit den Eltern verbunden zu sein. Ich könnte zwar so immer mal fragen, aber letztendlich möchte ich so gut es geht auf eigenen Beinen im Leben stehen. Und im Großen und Ganzen klappt das auch. Und nun wäre es wohl möglicherweise nur ein Traum, das dieses Gefühl des eigenen Geldes. ( gut, weil vom Amt ist es ja auch nicht wirklich ein eigenes verdientes Geld), obwohl auch hier bringe ich mich in die Arbeit ein. Ich bringe halt nur nichts in einen Wirtschaftskreislauf rein. Aber auch hier versuche ich meinen Vertrag zu erfüllen. Und dann ist das nicht so viel wert, sodass ich zusätzlich dann noch Andere wieder fragen müsste?
Viele Grüße
Jonas
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von chanda » Do 6. Okt 2011, 09:09
Hallo Jonas,
da es sehr wichtig ist in unserer heutigen Zeit, eine fertige Berufsausbildung zu haben, musst du oder solltest du besser in den sauren Apfel beißen und die Zeit bis zum Ende der Ausbildung durchhalten. Dies ist ja die Grundvoraussetzung dafür, dass du auch später immer dein eigenes Geld verdienen kannst. Dass es dir nicht angenehm ist, wenn die Eltern in die Finanzierung eingebunden sind, ist verständlich. Aber du bist doch ein erdiger Mensch, du musst doch verstehen, dass das jetzt erst einmal nicht anders geht. Du schaffst dir mit dieser Ausbildung deine finanzielle Lebensgrundlage für dein ganzes Leben. Natürlich sind es bis zum Lehrabschluss immer noch "Almosen", die du erhältst. Aber das steht dir zu. Nimm es und denk dir nicht so viel dabei, die Welt und deine Eltern sind dir das schuldig. Es gibt soviele Menschen, die "vor Kraft/Energie kaum laufen können" und viel mehr verdienen, als ihnen moralisch zustehen würde. Deshalb ist es sozial und menschlich angemessen, wenn finanzielle Überschüsse an schwächere Mitglieder der Gemeinschaft abgegeben werden! In einer anderen Welt, in einem anderen Leben könntest du eventuell das wieder zurückgeben.
Liebe Grüße, Chanda
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von Traumprinz » Do 6. Okt 2011, 10:38
Hallo Jonas, wenn du in nächster Zeit öfter mit dem netten Hartz-Amt zu tun hast, solltest du dir jemanden zur Unterstützung suchen, der sich mit den ganzen Fallstricken auskennt. Denn sobald es um ALG II geht, arbeitet das Amt mit allen möglichen Finessen, die oft schon nicht mehr in der Grauzone am Rande der Legalität liegen. Die versuchen alles, auch wenn sie wissen, dass sie das eigentlich gar nicht dürfen, mit dem Hintergedanken, dass viele (angehende) Hartzer schlecht gebildet und/oder am Rande ihrer Kräfte sind und deswegen gar nicht auf die Idee kommen, Widerspruch einzulegen. Ich kenne mich jetzt auf deinem speziellen Sektor nicht aus, aber nach meinen Kenntnissen endet die elterliche Unterhaltspflicht mit 25. Ich bezweifle gerade mal, dass das Amt das Einkommen deiner Eltern überhaupt noch was angeht... Aber wie gesagt, fit bin ich da jetzt nicht. Hol auf jeden Fall schon mal die harten Bandagen raus Björn
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von Yana » Do 6. Okt 2011, 21:49
Hallo Jonas! Leider kann ich astrologisch nichts beisteuern - allerdings befindet sich in Deiner räumlichen Nähe einer der bekanntesten Vereine auf dem Gebiet Unterstützer zum Thema Job-Center und Co Du solltest dort auf jeden Fall einmal anrufen, bevor Du Dich entscheidest die Angaben Deiner Eltern anzugeben!!! http://www.tacheles-sozialhilfe.de/tach ... atung.aspxAnsonsten verstehe ich Dein "Gewissen" glaube ich schon, würde Dir aber empfehlen Dich anders zu behaupten, denn mit dem Abschluss wirst Du ja hoffentlich dem Steuerzahler nicht mehr "auf der Tasche" liegen und auch Dein GEld verdienen wollen. Mach halt auf jeden Fall weiter, das mit den Ü-Firmen kenne ich auch .. witzigerweise ist mir die letzten Tage erst eingefallen, dass es bei mir eine Glas-Firma war und weißt Du - nix aber auch gar nix weiß ich noch von dem "ü-Laden" Auf den Abschluss kannst du ja anderes aufbauen - Also ruf einfach mal in Wuppertal an, die sind echt fit und stärken Dir den Rücken!!!! Viel Erfolg! Yana
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von Jonas » Fr 7. Okt 2011, 15:52
Hallo Björn.
Das ist ja kein Hartz4. Es ist nur so, das die Ausbildungsvergütung vom Arbeitsamt kommt und nicht vom Betrieb. Der Betrieb wird halt nur vom Arbeitsamt dann unterstützt. Ich mache sozusagen eine vom Arbeitsamt unterstützte Ausbildung. Ich hätte allerdings wohl naiver Weise gedacht, das ich ein fixes Ausbildungsgeld kriege, auch wenn es etwas weniger ist und es in den Jahren auch nicht steigt, als bei einer normalen Ausbildung.
Viele Grüße
Jonas
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von Traumprinz » Fr 7. Okt 2011, 16:08
Hallo Jonas, na gut, dann kenne ich mich da noch weniger aus.  Aber trotzdem denke ich, dass mit der Vollendung deines 25. Lebensjahres das Einkommen deiner Eltern kein Amt mehr was angeht... Ich halt dir die Daumen: beiß dich durch!  Björn
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von Jonas » Fr 7. Okt 2011, 17:07
Hallo Björn.
Das Problem ist nur, ich kann auch nicht mehr so lange warten. Ich habe im September den Antrag an das Amt geschickt und Anfang Oktober wird mir das zurückgeschickt. Also eigentlich hätte ich ja ein Recht darauf mein Ausbildungsgeld spätestens am letzten Tag des jeweiligen Monats zu bekommen. Nur ist dies ja keine betriebliche Ausbildung. Also ich arbeite in einen Betrieb, sondern es ist eine überbetriebliche Ausbildung, die sozusagen vom Staat finanziert wird. Da ist es dann wohl eher so, wie bei einen Studium, gut da nehmen die Studenten dann meist Nebenjobs an. Wäre mir allerdings nicht erlaubt. Ich gehe aber auch davon aus, das die vielleicht denken, das ich ja noch nicht so alt sein kann und vielleicht meine Eltern noch Kindergeld haben. Aber nichts da. Studenten sind ja meist eigentlich so um die 20 und da bekommt man ja noch Kindergeld und da ist es mit den Finanzieren einfacher. Meine Eltern kommen gleich mal vorbei. Ich besprech das mit denen mal weiter.
Viele Grüße
Jonas
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von Oranius » Mo 10. Okt 2011, 00:15
Jonas hat geschrieben:Hallo Björn. Das Problem ist nur, ich kann auch nicht mehr so lange warten. Ich habe im September den Antrag an das Amt geschickt und Anfang Oktober wird mir das zurückgeschickt. Also eigentlich hätte ich ja ein Recht darauf mein Ausbildungsgeld spätestens am letzten Tag des jeweiligen Monats zu bekommen. Nur ist dies ja keine betriebliche Ausbildung. Also ich arbeite in einen Betrieb, sondern es ist eine überbetriebliche Ausbildung, die sozusagen vom Staat finanziert wird. Da ist es dann wohl eher so, wie bei einen Studium, gut da nehmen die Studenten dann meist Nebenjobs an. Wäre mir allerdings nicht erlaubt. Ich gehe aber auch davon aus, das die vielleicht denken, das ich ja noch nicht so alt sein kann und vielleicht meine Eltern noch Kindergeld haben. Aber nichts da. Studenten sind ja meist eigentlich so um die 20 und da bekommt man ja noch Kindergeld und da ist es mit den Finanzieren einfacher. Meine Eltern kommen gleich mal vorbei. Ich besprech das mit denen mal weiter. Hallo, Die Jugend soll ihre eigenen Wege gehen, aber ein paar Wegweiser können nicht schaden. Pearl S. Buck Viele Grüße Jonas
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von Jonas » Di 18. Okt 2011, 21:22
Hmm, also meine Eltern wollten das dann eintragen. Weil sonst hätte ich es so argumentieren müssen, das die mich nicht unterstützen wollen, oder das wir verkracht sind. Aber naja, vielleicht wäre das besser gewesen. Heute schön in den Briefkasten geschaut. Brief vom Arbeitsamt geöffnet: Sie erhalten folgende Ausbildungsvergütung: 0,00 €. Toll, warum wohn ich eigentlich nicht wieder bei meinen Eltern?
Viele Grüße
Jonas
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von milie » Di 18. Okt 2011, 22:25
Hallo Jonas, Das tut mir leid für dich...... Ich kann mir vorstellen, das diese Situation schwer für dich ist ..... Trotzdem, ich an deiner Stelle würde diese Ausbildung machen, dann hast du später einmal wenigstens einen Abschluß in einem Beruf. Dann hat man immer noch andere Möglichkeiten als gar keine Ausbildung und immer nur der Angelernte zu sein. Wenn du dich mit deinen Eltern einigermaßen verstehst, werden sie dich vielleicht auch unterstützen? Aber mal was anderes Astrolgisch gesehen steht der dirigierte MC (nach Roscher) gerade auf einem Saturn/ Uranus grad. Das bedeutet in diesem Falle ein plötzliches Ende einer Stabilen Situation. In etwa 6Monaten läuft dieser MC dann auf einen Mars/ Pluto Grad, dann kannst du dich auch gegen heftige Widerstände durchsetzen. auch "Einsatz für die eigenen Wertmaßstäbe". (Immer vorausgesetzt die Geburtszeit stimmt) Auch beim dirigierten AC sieht es nicht so schlecht aus, Auf einem Sonne/ Mars Grad, glückliche Wende im Leben, Erfolg, Anerkennung,aber auch Gefahr den Bogen zu überspannen. Vielleicht hilft es ja? LG  milie
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von Jonas » Di 18. Okt 2011, 22:49
Hallo Millie.
Mal sehen, wohin mich das Leben und Gott mich in den nächsten Momenten führt. Aber ich werde es auf jeden Fall mal erwähnen. Sonst ist das wirklich so wie Schule. Ich möchte ja auch das Gefühl haben, das ich in einer Ausbildung bin. Und was haben meine Eltern damit zu tun. Ich wohne alleine. Ich bin mit meinen Eltern nicht verkracht, aber die müssen mir doch nicht das Leben finanzieren. Und Nebenjob darf ich jetzt auch nicht annehmen.
Viele Grüße
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