Suizidaler Terror

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Suizidaler Terror

Beitragvon Franz » Do 6. Jan 2011, 11:19

Die suizidale Erpressung.

auf Grund meiner Hinweise in einigen Themen, die sich bei oberflächlicher Betrachtung sehr mitleidlos anhören, stelle ich hier meine Recherchen zum Thema Selbstmorddrohungen zum Zwecke der Manipulation in Partnerschaften ein.

Diese Recherchen stützen sich auf mehrere seriöse Fach-Quellen im Netz, zum Beispiel dem Bericht des Gesundheitsministeriums, aber auch Fachforen, psychologischen Seiten und ärztlichen Diensten.

Weiter stützt sich mein Bericht auf Gespräche mit zwei Psychologen(innen), sowie deren Schulungs- und Praxisunterlagen.

Nehmen wir zunächst einmal die reinen Fakten:

In Deutschland töten sich pro Jahr durchschnittlich ca. 9.400 Menschen selbst.

Das sind 0,012% der Bevölkerung! Tendenz fallend.

Nach Erhebungen setzt sich diese Gruppe wie folgt zusammen:

30% aller Selbsttötungen werden der Gruppe der Jugend- und der Gruppe der so genanten Alterssuiziden zugerechnet. Hierbei handelt es sich also hauptsächlich um Menschen, die noch nicht, oder bereits nicht mehr in einer Partnerschaft leben.

Ca. 40% der Selbsttötungen erfolgen aus finanziellen Gründen, aus Scham wegen verschiedenen Umständen, wie zum Beispiel begangenes Unrecht, Verlust der Firma, eine anstehende Strafe usw.

Bleiben also noch 30%, der Selbstmorde, die aus Gründen nicht funktionierender Partnerschaften erfolgen.

Von diesen 30% wiederum erfolgen ca. 70% innerhalb bestehender Partnerschaften.

Brutal ausgedrückt bedeutet dies, dass es sehr viel häufiger vorkommt, dass Menschen sich wegen dem Bleiben des Partners töten, als dass sie sich töten, weil der Partner geht!

Man muss sich einmal vor Augen führen, dass wir hier über eine verschwindend geringe Anzahl von Menschen reden, die sich alleine wegen Partnerschaftsproblemen jährlich das Leben nehmen, von denen der weit größere Teil sich das Leben deshalb nimmt, obwohl der Partner an ihrer Seite bleibt.

Führt man sich diese Zahlen einmal nüchtern vor Augen, so kommt man unweigerlich zu dem Schluss, dass man beim Bleiben in einer nicht funktionierenden Partnerschaft mehr dazu beiträgt wenn der Partner sich selbst tötet, als wenn man geht.

Manche Menschen tragen die Anlage in sich, sich selbst zu töten. Nennt es meinetwegen auch Karma, Schicksal oder wie Ihr wollt. Diese Menschen werden sich töten, egal was gerade der Auslöser dieser Anlage ist, dies kann auch ein toter Vogel am Wegesrand sein. Ihre Probleme liegen sehr viel tiefer als dass ein Partner oder sonst ein Mensch diese lösen könnte. Man sollte seine Bedeutung als Partner hier nicht überschätzen.

Der Suizid der meisten Menschen erfolgt nicht aus einem einzigen Grund. Er erfolgt zumeist aus einer psychischen (oder seelischen) Störung, die sehr viele Ursachen haben kann. Oft ist es dabei so, dass die Lebensumstände für den Betroffenen unerträglich sind.

Dazu gehört auch die bestehende Partnerschaft. Wie sollte es sich sonst erklären lassen, dass durch diese Partnerschaft der psychische Zustand eines Menschen nicht so gestärkt wird, dass er seelisch gesundet? Also liegt es doch auf der Hand, dass die Partnerschaft eine mehr oder weniger relevante Ursache dieser unerträglichen Lebensumstände darstellt.

Wie sollte es auch anders sein? Bleibt jemand aus Mitleid oder Sorge bei einem Partner, ist dort selbst jedoch unglücklich, wie soll so eine Verbindung eine psychische oder seelische Gesundung bringen? Wie soll eine für beide Partner belastende Verbindung auch nur im Geringsten für ein erfülltes Dasein sorgen?

Das Gegenteil ist der Fall. Wir Menschen sind durch Knotenpunkte, manche nennen es Morphische Felder, miteinander verbunden. Man sollte nicht so naiv sein zu glauben, dass ein Mensch, seelische Probleme oder nicht, es nicht wahrnimmt, wenn der Partner ihn nicht liebt und nur aus Mitleid, Bequemlichkeit oder was auch immer bleibt. Wie erniedrigt, wie wertlos muss so ein Mensch sich fühlen?
Dies ist der Hauptgrund, dass sich mehr Menschen innerhalb einer bestehenden Partnerschaft selbst töten, als nach einer Trennung.

Beim Bleiben in einer Partnerschaft, in der keine Liebe sondern nur Qual, Verdruss und unausgefüllt sein vorherrscht, geht die Spirale der seelischen Qualen unweigerlich immer mehr nach unten. Niemals führt sie zum Licht.

Jemand der psychische Probleme hat, bei dem nutzt es nicht das Geringste, ihm eine Krücke in Form einer erzwungenen Partnerschaft zu geben, ihn mit Gesprächen über die Krise bringen zu wollen oder was auch immer. Dies löst seine Probleme nicht. Das einzige was ihm helfen könnte ist ein völliger Restart aller seiner bisherigen Lebensumstände.

Dazu muss im Einzelfall geprüft werden, was die Störung in dem Menschen auslöst. Das kann ein neues Umfeld, ein Umzug, Arbeitsplatzwechsel usw. sein. Was zum Restart gehört ist auf jeden Fall immer die Auflösung einer nicht funktionierende Partnerschaft, in der keine Liebe mehr herrscht, sondern nur Mitleid oder Bequemlichkeit.

Das belassen eines Menschen in einer Situation, die seine unerträglichen Lebensumstände erst verursacht ist grausam. Es gleich dem Versuch, einen Alkoholkranken zu kurieren, in dem man ihn in einem Weinkeller gefangen hält.

Der Mensch der so tief sitzende Probleme hat, muss die Chance haben, sich so zu verändern, dass er vielleicht Lebensumstände für ihn entdeckt, die seine Qualen beenden.

Dies wird natürlich nicht immer gelingen können, aber wenigstens ist so die Chance dazu vorhanden, während durch falsch verstandenes Mitleid sich seine Situation unweigerlich immer weiter verschlechtert.

Um nicht missverstanden zu werden: In den Fällen, wo ein Mensch einen potentiellen Selbstmörder aus ganzem Herzen liebt und somit nicht selbst eine der Ursachen der seelischen Qualen des kranken Menschen darstellt, sieht die Sache natürlich anders aus. Hier kann ein gemeinsamer Restart versucht werden.

Jedenfalls kommt kein Mensch mit der „göttlichen“ Aufgabe auf die Welt, für einen anderen die seelische Krücke zu sein. Das zu glauben ist mehr als naiv.

Niemand ist verantwortlich für die Selbsttötung eines anderen. Eine Selbsttötung liegt immer in dem Selbstmörder selbst verankert. Zwar kann ein Mensch der letzte Tropfen im Fass sein, der den Zeitpunkt des Suizids bei einem anderen bestimmt, aber eben nur den Zeitpunkte, niemals kann er die Veranlassung eines Suizids sein.
Hier, wie an so vielen anderen Punkten, überschätzen wir Menschlein uns mal wieder maßlos.

Nachdem wir nun über die bedauernswerten Menschen gesprochen haben, die tatsächlich die Grundanlage zu einem Selbstmord in sich tragen, kommen wir nun mal zum Rest der ca. 80 Millionen Deutschen.

Laut mehrerer seriöser Umfragen und Quellen, trug sich jeder dritte ein- oder mehrmals in seinem Leben mit Selbstmordgedanken. Würden diese alle umgesetzt, so gäbe es uns Deutsch längst nicht mehr. Wir hätten nicht einmal mehr die Zeit gehabt, uns selbst auf die Liste der bedrohten Spezies zu setzen.

Wenn man sich umhört, in Foren liest und sich mehr oder weniger verlässliche Statistiken besorgt, so bleibt jeder vierte Partner (bei dem die Partnerschaft nicht „stimmt“), in dieser Partnerschaft, da er(sie) befürchtet, der Partner würde sich etwas antun.

Wie ernst ist diese Befürchtung zu nehmen, angesichts der oben genannten gesicherten Zahlen?

Fakt ist, dass Menschen, die mit Selbstmord drohen, in der Mehrzahl nicht einmal daran denken, ihre Drohung auch umzusetzen. Einige drohen mit Selbstmord, da sie es auch tatsächlich momentan so empfinden, aber die überwiegende Mehrheit drohen mit Selbstmord um ihre Ziele zu erreichen. Sie wecken Ängste und bereiten anderen ein schlechtes Gewissen um sie zu beherrschen und sie zu manipulieren.

Solche Menschen nenne ich bei mir Emotionsterroristen

In der Realität handelt es sich um gewissenlose und egoistische Menschen, die eine Mammi oder einen Pappi suchen, der sie an die Hand nimmt und ihnen den Hintern abwischt. Sie sind ganz einfach zu faul um ihren A... hochzunehmen und sich selbst mit ihren Problemen zu befassen.

Wenn ihr es mit einem solchen Prachtexemplar zu tun habt, und dies ist die überwiegende Mehrheit derjenigen die mit Selbstmord drohen, so schießt sie unverzüglich in den Wind, das ist jedenfalls mein Rat.

Sollte es tatsächlich so sein, dass ihr es mit einem der verschwinden geringen Menschengruppe zu tun habt, die so tiefe seelische Probleme haben, dass ein Selbstmord nicht auszuschließen ist, so klärt ab, ob ihr diesen Menschen so sehr liebt, dass ihr es auf Euch nehmen wollt, und auch die Kraft dazu habt, ihm zu helfen, dann tut alles dafür.

Solltet Ihr jedoch diesen Menschen nicht lieben, so könnt Ihr ihm nicht helfen. Dann seid Ihr ein Teil seiner Probleme. In dem Fall lasst ihn frei und gebt ihm die Chance einen Restart zu versuchen.

Ein Restart wird bei einem Menschen mit der wirklichen Anlage zum Selbstmord nur in einigen Fällen gelingen. Macht Euch jedoch bewusst, dass

Ihr allenfalls den Zeitpunkt eines Selbstmordes ungewollt auslösen, aber niemals dessen Ursache sein könnt.

Jemand sagte einmal, kein Selbstmörder tötet sich alleine, er tötet immer Menschen in seiner Umgebung seelisch mit.

Solltet Ihr tatsächlich zu der verschwindend geringen Anzahl Personen gehören, deren Partner sich nach dem Verlassen werden tötet, so lasst Euch dadurch nicht selbst seelisch zerstören.

Macht Euch bewusst, dass es der Selbstmörder selbst war, der sich getötet hat und niemand anderes auf der Welt. Euch trifft hierbei nicht die geringste Schuld.

Trauer, Bedauern und Mitleid ist angebracht, aber keinerlei Schuldgefühle. Die sind völlig unberechtigt.

Alles was Ihr ungewollt ausgelöst habt, war der Zeitpunkt des Suizides, nicht den Suizid selbst.

Lieber Gruß
Franz
http://www.youtube.com/watch?v=dHehAmbskFQ
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