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Diskussionsforum für Einsteiger und allgemeine astrologische Themen
von GreenTara » Mi 19. Jun 2002, 18:41
Liebe Maria Luise [img]images/smiles/icon_smile.gif[/img]
</font><blockquote><font size="1" face="Verdana, Helvetica, sans-serif">quote:</font><hr /><font size="2" face="Verdana, Helvetica, sans-serif">Du hast eine gradgenaue Merkur-Saturn-Konjunktion von 8'49'' und wenn man dies :5x6 rechnet, dann kommen 10,5 Jahre heraus, es könnte eine schwierige Lernphase gewesen sein, oder Du mußtest besondere Verantwortlichkeiten übernehmen und warst dadurch belastet, .... Kannst Du uns etwas Spannendes dazu berichten?</font><hr /></blockquote><font size="2" face="Verdana, Helvetica, sans-serif">Leider nicht. Ich hatte das ganze für mich schon ausgerechnet und überlegt, was wohl ganz Besonderes gewesen sein könnte. Zu diesem Zeitpunkt wurde ich lediglich auf dem Gymnasium eingeschult. Lernprobleme gab es nicht; die gab es während meiner gesamten Schulzeit eigentlich nie.
Besondere Verantwortlichkeiten gegenüber meinen Geschwistern (Merkur) hatte ich als Älteste von vieren auch schon vorher; die hatte ich nach meinem Empfinden eigentlich immer - davor und danach.
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von Ralf Merkuranus » Mi 19. Jun 2002, 22:41
Hallo Maria Luise, [img]images/smiles/icon_smile.gif[/img] vor einiger Zeit konnte ich dir mit Renates und meinem Combin hinsichtlich der Datensymbolik eine Besonderheit bieten. Du hast es damals als Volltreffer bezeichnet. - Vielleicht ist auch mein Radix auf eine andere Weise für dich interessant. Folgende Aspekte in meinem Radix sind auf 60 Bogenminuten genau. Ich liste sie in der Reihenfolge ihrer Genauigkeit auf: Mar opp Plu: 29 Stb 37 - 29 Kre 35; Diff.: 0°02'Mon tri Jup: 02 Löw 28 - 02 Wid 16; Diff.: 0°12' Son sex Jup: 01 Zwi 44 - 02 Wid 16; Diff.: 0°32' Son sex Mon: 01 Zwi 44 - 02 Löw 28; Diff.: 0°44' Ven ahq MC: 03 Sti 51 - 19 Jgf 35; Diff.: 0°44' Ura tri MC: 18 Sti 40 - 19 Jgf 35; Diff.: 0°55' Nep kon MC: 20 Jgf 34 - 19 Jgf 35; Diff.: 0°59' Und auch diese beiden Aspekte sind noch recht genau, wenn auch leicht über 1°: Sat qkx Asz: 26 Wid 06 - 24 Sko 59; Diff.: 1°07' Mon qua Ven: 02 Löw 28 - 03 Sti 51; Diff.: 1°23' Meinst du, dass du zu dieser Anhäufung von genauen Aspekten etwas sagen kannst? Herzliche Grüße Ralf ______________ Merkuranus / Ralf Forumsmoderator www.charakteranalysen.de
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von Magenta » Do 20. Jun 2002, 00:15
Hallo Maria Luise [img]images/smiles/icon_smile.gif[/img] </font><blockquote><font size="1" face="Verdana, Helvetica, sans-serif">quote:</font><hr /><font size="2" face="Verdana, Helvetica, sans-serif">Ich gebe Euch auch zu bedenken, dass die Astrologie im Zweistromland Mesopotamien, also in Äquatornähe entstanden ist, und dort sicher andere Jahreszeiten herrschten als bei uns!</font><hr /></blockquote><font size="2" face="Verdana, Helvetica, sans-serif">»Das System von Planeten, die zu einem Sternzeichen gehören oder Herrscher über ein Sternzeichen sind, spiegelt zugleich die Auffassung jener Zeit über den Aufbau des Universums wider. Aber warum herrscht die Sonne gerade über das Zeichen Löwe und Saturn über Steinbock? Die Erklärung hierfür ist wahrscheinlich in der Beziehung der Sonnenstellung zum Wetter zu finden. Im Altertum war man der Meinung, daß die Bewegung der Sonne durch den Zodiak die Wetterverhältnisse der Jahreszeiten schuf. Die Sonne und das Sternzeichen bedingten den Wechsel der Jahreszeiten. Von Mitte Juli bis Mitte August war in Nordägypten die wärmste Zeit. Dies entspricht annähernd der Zeit, in der die Sonne sich im Löwen befindet. Daher gehört die Sonne natürlicherweise zum Löwen. Die kälteste Zeit war von Mitte Dezember bis Mitte Februar, dies entspricht annähernd dem Durchgang der Sonne durch Steinbock und Wassermann. Man war der Ansicht, daß Steinbock und Wassermann den Winter kalt machen. Saturn wurde als der kälteste Planet angesehen, da er am weitesten draußen im Raum lag und am weitesten von der Sonne entfernt war. Daher gehörte Saturn natürlicherweise zu den "kalten" Sternzeichen Steinbock und Wassermann. Daraus wird ersichtlich, daß die Wurzeln der Astrologie mit dem Gebiet nördlich des Äquators und speziell mit dem Mittelmeerraum verbunden sind. In der damaligen Zeit war man nicht der Ansicht, daß es südlich des Äquators noch bewohnte Gebiete gibt.« Quelle: Lars Stehen Larsen/Erik Michael/Per Kjærgaard Rasmussen: "Astrologie - Von Babylon zur Urknall-Theorie", Böhlau Verlag Wien · Köln · Weimar LOVE, 
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von Maria Luise » Do 20. Jun 2002, 00:16
Hallo Ihr Lieben, [img]images/smiles/icon_wink.gif[/img] Es freut mich, dass Ihr so viele gradgenaue Aspekte gefunden habt. zu Prosperina: Du hast ein gradgenaues Merkur-Neptun-Trigon von 21'33'' und wenn man dies :5x6 rechnet, dann kommen 25,8 Jahre heraus, da müßte etwas passiert sein was diesem Trigon entspricht, z.B. Interesse für Psychologie, Schreiben, Symbole,Astrologie... Kannst Du uns mitteilen, ob da etwas markantes in Deinem Leben passiert ist? zu Rita: Du hast eine gradgenaue Merkur-Saturn-Konjunktion von 8'49'' und wenn man dies :5x6 rechnet, dann kommen 10,5 Jahre heraus, es könnte eine schwierige Lernphase gewesen sein, oder Du mußtest besondere Verantwortlichkeiten übernehmen und warst dadurch belastet, .... Kannst Du uns etwas Spannendes dazu berichten? zu UranusJay: das ist wirklich selten, dass jemand soviele gradgenaue Aspekte hat wie Du! Dein Sonne-Pluto-Quadrat ist 9'22'' - löste sich mit 11,2 Jahren aus, Dein Uranus-Sextil-AC von 6'24'' - löste sich mit 7,8 Jahren aus, Dein Neptun-Lilith-Sextil von 58'25''-löst sich mit 70,2 Jahren aus und Deine Saturn-Neptun-Opposition von 1°00'50'' - löst sich mit 73 jahren aus, also wenn man mehr als ein Grad nimmt, kommt man bei dieser Direktionsmethode über 72 Jahre hinauf. Hast Du etwas interessantes dazu zu berichten? Übrigens biete ich einen Fernkurs für Direktionen an, weitere Auskünfte dazu unter astromatis@mycity.at. Liebe Grüße Maria Luise www.astromatis.at und www.astrovedic.at
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von Maria Luise » Fr 21. Jun 2002, 20:01
Hallo Ihr Lieben, [img]images/smiles/icon_wink.gif[/img] zu Rita, vielleicht ist es die Eischulung ins Gymnasium gewesen, möglicherweise hast Du damals exakt und genau denken und formulieren gelernt. Die positiven Ereignisse werden oft nicht so bewusst wahrgenommen! zu Ralf, so viele gradgenaue Aspekte verraten Dich als markante Persönlichkeit mit sehr ausgeprägten Eigenschaften. Wahrscheinlich ist das Sonne-Jupiter-Sextil, also Deine optimistische, lern- und lehrfreudlige Anlage am stärksten mit 38 Jahren ans Licht gekommen, auch ein wichtiger Lehrer (oder auch ein Vorbild) könnte in Dein Leben getreten sein, während sich ein besonderes Vertrauen in die eigenen Empfindungen schon mit 14,4 Jahren entwickelt hat. Die Mars-Pluto-Opposition müsste sich mehr oder weniger bald nach Deiner Geburt ausgelöst haben, noch dazu befindet sich diese auf kritischen Graden, ich würde das als kritischen Start ins Leben betrachten. Vielleicht kommt daher auch eine Empfindlichkeit gegenüber den Themen Macht- und Machtlosigkeit. Nachdem sich Dein Uranus-MC-Trigon mit 66 Jahren auslösen sollte, sind große Erkenntnisse auf Spezialgbieten wie z.B. in der Astrologie zu erwarten (vielleicht kann ich Dich für die Direktionsmethode begeistern? [img]images/smiles/icon_confused.gif[/img] ). So viele gradgenaue Aspekte sind jedenfalls selten! Liebe Grüße Maria Luise www.astromatis.at und www.astrovedic.at
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von Ralf Merkuranus » Fr 21. Jun 2002, 22:33
Hallo, Maria Luise, [img]images/smiles/icon_smile.gif[/img] vielen Dank für deine Betrachtung. Ich werde zu einem späteren Zeitpunkt näher darauf eingehen. Herzliche Grüße Ralf ______________ Merkuranus / Ralf Forumsmoderator www.charakteranalysen.de
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von proserpina » Sa 22. Jun 2002, 14:19
</font><blockquote><font size="1" face="Verdana, Helvetica, sans-serif">quote:</font><hr /><font size="2" face="Verdana, Helvetica, sans-serif">Original erstellt von proserpina: <strong>Du hast ein gradgenaues Merkur-Neptun-Trigon von 21'33'' und wenn man dies :5x6 rechnet, dann kommen 25,8 Jahre heraus, da müßte etwas passiert sein was diesem Trigon entspricht, z.B. Interesse für Psychologie, Schreiben, Symbole,Astrologie... Kannst Du uns mitteilen, ob da etwas markantes in Deinem Leben passiert ist?
Hallo ihr Lieben [img]images/smiles/icon_smile.gif[/img] liebe Maria Luise [img]images/smiles/icon_smile.gif[/img]
grübel, glübel; da fällt mir wirklich nichts zu ein [img]images/smiles/icon_sad.gif[/img] . 25, 8, das wäre dann nach meiner Rechnung 1981 im Februar gewesen (oder habe ich mich da verrechnet [img]images/smiles/icon_confused.gif[/img] ). Da war nichts, woran ich mich erinnern könnte. Im Januar 82 gäbe es ein markantes Datum, aber ob das was mit Merkur Neptun zu tun hat? Naja, wenn ich den Verlust der Bodenhaftung bedenke, vermutlich schon [img]images/smiles/icon_smile.gif[/img] . Und da es sich um eine räumlich distanzierte Liebe handelte, schrieb ich viele Briefe und fing an Tagebuch zu führen. Psychologie und Astrologie haben mich eigentlich seit ich die Fähigkeiten des Lesens errungen hatte, schon immer interessiert.
Liebe Grüße</strong></font><hr /></blockquote><font size="2" face="Verdana, Helvetica, sans-serif">Liebe Maria Luise [img]images/smiles/icon_smile.gif[/img]
könntest du zu der Abweichung um ein Jahr vielleicht etwas sagen? Mit 25,8 Jahren hatte ich nämlich auch trotz längerem Grübels nichts zu verzeichnen, was irgendwie in Erinnerung geblieben wäre [img]images/smiles/icon_confused.gif[/img]
Liebe Grüße
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von proserpina » Mi 26. Jun 2002, 17:12
Liebe Maria Luise [img]images/smiles/icon_smile.gif[/img]
herzlichen Dank für die Aufklärung,
</font><blockquote><font size="1" face="Verdana, Helvetica, sans-serif">quote:</font><hr /><font size="2" face="Verdana, Helvetica, sans-serif">Original erstellt von Maria Luise:
Die Auslösung Deines Merkur-Neptun-Trigones liegt doch innerhalb eines Jahres, 2/82 und 1/82 ist nicht ganz ein Jahr voneinander entfernt. Ich kenne leider Deine Geburtsdaten nicht, so dass ich dazu nur allgemein etwas sagen kann.</font><hr /></blockquote><font size="2" face="Verdana, Helvetica, sans-serif">daran hatte ich überhaupt nicht gedacht, dass die Auslösung für ein ganzes Jahr gilt.
</font><blockquote><font size="1" face="Verdana, Helvetica, sans-serif">quote:</font><hr /><font size="2" face="Verdana, Helvetica, sans-serif">Original erstellt von Maria Luise:
Dass Du viele Liebsbriefe geschrieben hast, und sogar begonnen hast, Tagebuch zu schreiben, finde ich als eine gute Entsprechung. Wenn Du das noch hast, macht es Dir Spaß, darin zu lesen? </font><hr /></blockquote><font size="2" face="Verdana, Helvetica, sans-serif">Nein, ich habe die Aufzeichnungen verbrannt. So blumig war die Geschichte nicht, da muss auch noch irgendwas von Pluto mit im Spiel gewesen sein (müßte ich direkt mal nachschauen, soweit ich da überhaupt was zu sehen vermag). Jedenfalls handelte es sich bei den Tagebüchern eher um ein Krisenprotokoll und als es Zeit war, den Phönix fliegen zu lassen, habe ich sie verbrannt.
Liebe Grüße
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von Maria Luise » Do 27. Jun 2002, 00:46
Liebe Prosperina, Die Auslösung Deines Merkur-Neptun-Trigones liegt doch innerhalb eines Jahres, 2/82 und 1/82 ist nicht ganz ein Jahr voneinander entfernt. Ich kenne leider Deine Geburtsdaten nicht, so dass ich dazu nur allgemein etwas sagen kann. Dass Du viele Liebsbriefe geschrieben hast, und sogar begonnen hast, Tagebuch zu schreiben, finde ich als eine gute Entsprechung. Wenn Du das noch hast, macht es Dir Spaß, darin zu lesen? Manchmal kommen die Erinnerungen nur langsam wieder an die Oberfläche. Liebe Grüße Maria Luise www.astromatis.at und www.astrovedic.at
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von GreenTara » Mo 1. Jul 2002, 16:22
Liebe Maria Luise [img]images/smiles/icon_smile.gif[/img]
jetzt habe ich doch noch eine Frage an dich. Wie sieht es eigentlich bei gradgenauen Aspekten zu den Achsen aus? Ich meine jetzt nicht rein rechnerisch, sondern auf die Deutung bezogen?
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen [img]images/smiles/icon_smile.gif[/img] , mich treibt nämlich gerade meine Neptun-IC-Konjunktion um. [img]images/smiles/icon_cool.gif[/img]
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von proserpina » Do 4. Jul 2002, 20:14
</font><blockquote><font size="1" face="Verdana, Helvetica, sans-serif">quote:</font><hr /><font size="2" face="Verdana, Helvetica, sans-serif"> .... Frage: Wenn wir als Astrologen nun mit dem tropischen Tierkreis, also dem Jahreszeiten-Tierkreis arbeiten, lassen sich daraus überhaupt aussagekräftige Deutungen erstellen für jemanden, der auf der südlichen Halbkugel geboren wurde [img]images/smiles/icon_confused.gif[/img] [img]images/smiles/icon_confused.gif[/img] [img]images/smiles/icon_confused.gif[/img]
</font><hr /></blockquote><font size="2" face="Verdana, Helvetica, sans-serif">Hallo alle miteinander [img]images/smiles/icon_smile.gif[/img]
Gerade gestern fand ich in meinen Büchern, bzw. bei Rafael Gil Brand, Lehrbuch der klassischen Astrologie, eine Antwort auf die Frage, die ich hier vor einiger Zeit gestellt hatte. Die klassische Astrologie sieht nicht die Verbindung zwischen tropischem Tierkreis und Jahreszeiten, sondern vielmehr zwischen TK und pflanzlichen Wachstumszyklen. In der klassischen Astrologie werden die vier Elemente den Himmelsrichtungen zugeordnet.
Feuer – Sonnenaufgang – Osten Erde – Süden Luft – Osten Wasser – Westen
</font><blockquote><font size="1" face="Verdana, Helvetica, sans-serif">quote:</font><hr /><font size="2" face="Verdana, Helvetica, sans-serif"> Original Rafael Gil Brand:
Tatsächlich ist im Verhältnis zum Äquator 0° Krebs der nördlichste Punkt der Ekliptik, 0° Steinbock der südlichste. Ordnet man die übrigen Zeichen in Bezug darauf, dann fällt Widder in den Osten und Waage in den Westen. Interessant ist nun, dass diese Zuordnung für die gesamte Erdkugel gilt, also nicht von den Jahreszeiten abhängig ist.
Es ist manchmal überraschend, wie astrologische Analogien der Alten mit tatsächlichen Begebenheiten, die sie nicht kennen konnten, übereinstimmen. Jedenfalls ist der irdische Nordpol - entsprechend dem kardinalen und wässrigen Zeichen Krebs - ein Eismeer, während die Antarktis - Steinbock entsprechend - ein Kontinent ist. Die Übereinstimmung kann insofern erweitert werden, als in der nördlichen Hemisphäre des Zodiaks zwei Erdzeichen (Stier und Jungfrau) und außer Krebs kein Wasserzeichen, in der südlichen hingegen zwei Wasserzeichen (Skorpion und Fische) zu finden sind. Dies entspricht der ungleichen Verteilung von Landmassen und Meeren auf der Erde. Damit einhergehend finden wir eine sehr ungleiche Verteilung der Vegetation auf der Erde zugunsten der nördlichen Hemisphäre, welche für die Aufrechterhaltung und Regulierung der Biosphäre von grundlegender Bedeutung ist. Und es ist gerade die Pflanzenwelt, welche die zwölf Phasen des tropischen Tierkreiszyklus am besten widerspiegelt.
Für die Astrologen des klassischen Altertums ergab sich in der Praxis eine ganz natürliche Verbindung zwischen Zeichen und Jahreszeiten, insofern die für sie bekannte Welt zur nördlichen Halbkugel gehörte. Es ist kaum denkbar, dass ein griechischer oder arabischer Astrologe jemals in die Situation kam, das Horoskop für einen Bewohner der Antipoden zu errechnen. So werden oft Widder, Stier und Zwillinge bedenkenlos als Frühlingszeichen usw. bezeichnet. Theoretisch entsteht hier ein Problem, das schon den alten Astronomen bewusst gewesen sein dürfte: Wenn die Qualität der Zeichen von den Jahreszeiten abhängig ist, müsste man auf der südlichen Halbkugel die Zeichen umkehren, so dass der Abschnitt Widder zur Waage wird usw. Auch wenn das Problem kaum explizit behandelt wurde, scheint letztendlich der Tierkreis und die Qualität der einzelnen Zeichen als relativ unabhängig von den Jahreszeiten verstanden worden zu sein. Das geht schon aus den erörterten Zuordnungen zu Elementen, Temperamenten und Himmelsrichtungen hervor.
Man findet auch im Zusammenhang mit der Temperamentsbestimmung eine separate Berücksichtigung des Zeichens und der Jahreszeit. Diese Fragestellung wurde nach der Entdeckung Amerikas zum praktischen Problem und dementsprechend diskutiert. Joan de Figueroa z.B. kommt in seinem astromedizinischen Opüsculo de Astrologia (Lima, 1660) zu dem Ergebnis, dass die Qualität der Zeichen, insofern sie eine von der sublunaren Sphäre unabhängige Kraft darstellen, an allen Orten der Erde gleich bleibt . Das heißt, Löwe bleibt auf der südlichen Halbkugel das Haus der Sonne, auch wenn es dort akzidentiell Winter ist. Unsere heutigen Kollegen aus Südamerika scheinen im Großen und Ganzen mit dieser Interpretation einverstanden zu sein.
</font><hr /></blockquote><font size="2" face="Verdana, Helvetica, sans-serif">
Ich finde das sehr interessant [img]images/smiles/icon_smile.gif[/img]
Liebe Grüße
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von Cleopatra » Do 4. Jul 2002, 20:34
Liebe Proserpina,
Vielen Dank für die Info. [img]images/smiles/icon_smile.gif[/img]
Klasse, ich finde das total einleuchtend, ich hab mir das gleich mal ausgedruckt zum immer wieder nachlesen.
Ich denke mal so könnte es wirklich gut sein hört sich für mich echt schlüssig an. Endlich eine super Erklärung!! [img]images/smiles/icon_biggrin.gif[/img]
Liebe Grüße Cleo
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