Schendels Liste

Diskussionsforum für Einsteiger und allgemeine astrologische Themen

Re: Schendels Liste

Beitragvon volker schendel » Sa 24. Dez 2011, 12:48

Rechtzeitig zum Abschluß von 2011

Astrologie und Wissenschaft
http://www.astronova.de/8301-JnByaW1hcn ... tails.html


Herausgeber:
Ulrike Voltmer und Reinhardt Stiehle)

338 Seiten:
34,00 EUR
Aus dem Inhalt:
• Mike Harding:
Vorurteile bei der Erforschung der Astrologie
• Martien Hermes:
Warum hören Astrologen nicht auf Wissenschaftler? Oder: Warum es für Astrologen vernünftig ist, wissenschaftliche und statistische Untersuchungen der Astrologie zu ignorieren
• Rudolf H. Smit:
Astrologie – meine Leidenschaft, mein Leben, mein Unglück
• Dr. Christoph Schubert-Weller:
Kasuistik in der Astrologie
• Heidi Winter:
Menschenbilder und deren Bedeutung für die Wissenschaft
• Reinhardt Stiehle:
Die Ausgrenzung und Kriminalisierung der Astrologie im Römischen Reich
• Dr. Ute Reichel:
Zum Wandel des Verhältnisses von Wissenschaft und Astrologie vom 16. Jahrhundert bis heute
• Ernst Ott:
Astrologie als Erkenntnisinstrument für die Kunstgeschichte
• Dr. Peter Niehenke:
Ein Delphin auf einem Motorrad – Das Konzept der ‚Ähnlichkeit’ und seine Bedeutung für die astrologische Forschung
• David Brixner:
Kompatibilität zwischen Astrologie und Psychologie
• Markus Jehle:
Eine Studie zur astrologischen Beratungsethik und Beraterkompetenz
• Dr. Ulrike Voltmer:
Astrologie als Gegenstand wissenschaftlicher Diskussion
• Dr. Gerhard Mayer und Martin Garms:
Synastrie: Die Entwicklung eines neuen astrologischen Forschungsinstruments anhand einer Untersuchung zur astrologischen Resonanz zwischen Partnerhoroskopen
• Prof. Suitbert Ertel:
Rückblick (1955 – 2005) auf die durch Michel Gauquelin entfachte Forschung
• Peter Goemmel:
Wozu überhaupt astrologische Forschung?
• Bianca Schmale und Volker Schendel:
Astrologie als Geisteswissenschaft: Eine Spurensuche
Volker H. Schendel
Carpe Diem - Nada Brahma - Aude Sapere
Stiftung Astrologie und Erkenntnis
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Re: Schendels Liste

Beitragvon volker schendel » Mo 23. Jan 2012, 11:40

Astrologie könnte ein spezielles „Vokabular“ iS. von Richard Rorty sein, weshalb ein Diskurs Pro und Contra zwischen AstrologInnen und Skeptikern vielleicht wegen der inkommensurablen Vokabulare von vornherein zum Scheitern verurteilt ist.

Zitat aus :
„MECHANISMEN ‚REVOLUTIONÄRER‘ KULTURELLER TRANSFORMATION NACH KUHN UND RORTY
(STEFAN DEINES, GOETHE-UNIVERSITÄT FRANKFURT AM MAIN)“
http://www.dgphil2008.de/fileadmin/down ... Deines.pdf
„Rorty übernimmt die Konzeption der revolutionären Veränderung in Der Spiegel der Natur und weitet sie auf alle anderen denkbaren Bereiche der menschlichen Kultur aus. Die Unterschei- dung von ‚normal‘ und ‚revolutionär‘ bezieht sich nun auf alle Diskurse bzw. Vokabulare,3 von den Naturwissenschaften über Philosophie, Geschichtsschreibung und Politik bis hin zu den Künsten und Kunstwissenschaften.
Diskurse bzw. Vokabulare lassen sich als abgegrenzte Mengen von Begriffen auffassen, die in einer bestimmten Weise zusammenhängen, dadurch nämlich, dass die Sätze oder Überzeugun- gen, in denen sie vorkommen, argumentativ verknüpft werden können. Die Sätze eines Vokabu- lars stehen in einem gemeinsamen Rechtfertigungszusammenhang. Alles, was als Rechtfertigung eines Satzes vorgebracht werden kann und alles, was mit diesem Satz gerechtfertigt werden kann, gehört zum selben Vokabular. Sätze aus verschiedenen Vokabularen können damit per definitionem nicht auf diese Weise verbunden werden, sie sind im Lichte des jeweils ande- ren Vokabulars weder wahr noch falsch, sondern schlicht sinnlos. Ein Vokabular ist also durch spezifische Praktiken, Begrifflichkeiten und Konventionen gekennzeichnet, die festlegen, was als sinnvoll oder als sinnlos, als wahr oder als falsch, als interessant oder als uninteressant be- trachtet wird. Vokabulare sind dadurch begrenzt, dass das, was nicht nach ihren spezifischen Kriterien ausgesagt, begründet, beurteilt oder kritisiert werden kann, aus ihnen ausgeschlossen ist. Es gibt bei Rorty wie bei Kuhn keine Rechtfertigungspraxis und keine Kriterien, die über die Grenzen der jeweiligen Vokabulare hinweg Gültigkeit besitzen würden, also kein Super- oder Metavokabular, das zum Vergleich verschiedener Vokabulare dienen könnte, sondern nur eine Vielzahl nebeneinander bestehender und inkommensurabler Vokabulare, Sprachspiele und Per- spektiven auf die Welt, die nicht als Ganze bewertet werden können. ‚Normaler‘ und ‚revolutio- närer‘ Diskurs sind nun nicht so anspruchsvoll definiert, wie bei Kuhn, wo sich ein Paradig- menwechsel vollzogen haben muss, um von einer Revolution zu sprechen. ‚Normaler‘ und ‚re- volutionärer‘ Diskurs bei Rorty unterscheiden sich lediglich dadurch, so könnte man mit Wilfrid Sellars sagen, dass im ersten Fall gültige Züge im ‚Spiel des Gebens und Forderns von Gründen‘ gemacht werden, während im anderen Fall Äußerungen vorgebracht werden, die nicht eindeutig als Gründe erkennbar sind und damit nicht vollständig rational bewertet werden können:
„Normaler Diskurs ist genau das, was sich in einem allgemein anerkannten System von Konventionen abspielt, die festlegen, was als ein relevanter Beitrag gilt, als Beantwor- tung einer Frage, als gute Kritik dieser Antwort oder als gutes Argument für sie. Nicht- normaler Diskurs statt dessen findet statt, wenn am Diskurs jemand teilnimmt, der diese Konventionen nicht kennt oder diese ignoriert.“4
Es ergeben sich mit dieser Unterscheidung zwei grundsätzlich verschiedene Formen der Praxis bzw. der Einflussnahme auf die Welt, die dem Menschen zur Verfügung stehen. Zum einen ‚normenkonforme Praktiken‘ innerhalb des Rahmens eines bestehenden Vokabulars, d.h. auf dem Wege der Argumentation und gemäß den Regeln, die innerhalb des jeweiligen Vokabulars Gültigkeit besitzen. Diese Form des Handelns ist rational und kann nach den herrschenden Maß- stäben begründet und gerechtfertigt werden. Wenn beispielsweise Franz Müntefering Parteivor- sitzender wird, ein neuer Planet entdeckt oder ein Mörder verurteilt wird, geschieht dies inner- halb des üblichen Rahmens der Politik, Astronomie oder Jurisprudenz. Es vollziehen sich damit Akte, die im Rahmen dieser Vokabulare bereits angelegt sind.“
Volker H. Schendel
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Veranstaltungshinweis:

Beitragvon volker schendel » So 26. Feb 2012, 14:09

Veranstaltungshinweis:
http://www.reformiert-info.de/8515-0-159-10.html

Dipl. Ing. Annegret Becker-Baumann vom Astrologiezentrum Hannover im Gespräch mit der ev. Kirche in Detmold

http://www.astrologie-zentrum-hannover.de/


Detmold. Warum lesen Menschen Horoskope? Ist die Astrologie einfach handfester als christliches Gottvertrauen? Haben die Sterne wirklich Einfluss auf unser Leben oder ist das schlicht Aberglaube? Das Bildungsreferat der Lippischen Landeskirche und die ev.-ref. Kirchengemeinde Detmold-Ost laden zu einem

Abend im Rahmen der Reihe „Marktplatzgespräche“ am Dienstag, 28. Februar, um 19.30 Uhr in das Gemeindehaus am Markt ein.

Gäste sind Claudia Knepper von der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (Berlin), Pfarrer Christoph Pompe vom Ev. Beratungszentrum (Detmold) und Annegret Becker-Baumann vom Deutschen Astrologenverband e.V. Die Moderation haben Pfarrer Dieter Bökemeier und Bildungsreferentin Monika Korbach. Musikalisch umrahmt wird der Abend vom Saxophonquartett AbraxSax.





Philosophische Astrologie

Astrologie ist eine Weisheitslehre, die davon ausgeht, dass der Mensch Teil des Kosmos, der großen und schönen Ordnung, ist.

Astrologie stellt einen Zusammenhang her zwischen „oben und unten“, zwischen Makrokosmos und Mikrokosmos, zwischen Himmel und Erde. Sie benutzt als Messinstrument den Planetenlauf und setzt die Konstellationen unseres Sonnensystems in Bezug zum menschlichen Leben und Erleben. Es gibt eine Beziehung, die allerdings nicht kausal, sondern analog ist. Darum ist das Denken in Analogien wichtig. Diese philosophische Tradition hat C. G. Jung aufgegriffen und unter dem Begriff der „Synchronizität“ beschrieben.

Astrologie unterscheidet zwischen verrinnender Zeit „Chronos“ und der Qualität der Zeit „Kairós“. Alles hat seine Zeit, und wenn wir die Gunst der Stunde erkennen, können wir das Glück beim Schopfe packen. Das ist der Sinn der astrologischen Prognose.

Philosophische Astrologie sieht einen Zusammenhang und eine Beziehung zwischen allem, was ist. Der Gedanke der Ganzheit, des Systems fließt hier ein. Fragen nach Sinn und Zweck des Lebens haben einen kosmischen Bezug.

Praktische Lebensberatung und philosophische und ethische Grundideen ergänzen sich in der Horoskopdeutung. Der Grundgedanke lautet seit der Antike: „Erkenne dich selbst.“


Weiterführende Literatur:

Fritz Riemann: Lebenshilfe Astrologie.

Claus Riemann: Der tiefe Brunnen. Die 12 Archetypen der psychologischen Astrologie. Goldmann 2003.

Peter Niehenke: Astrologie. Eine Einführung, Reclam

Christine Lindemann: Die Handschrift Gottes lesen – Astrologie, Kösel 2010

Pater Gerhard Voss: Astrologie christlich, F. Pustet, 3. Aufl. 1996

Antoine Faivre: Esoterik im Überblick. Geheime Geschichte des abendländischen Denkens. Herder spektrum 2010

Annegret Becker-Baumann, Dipl.Ing. agr. und geprüfte Astrologin DAV
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