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Forum für Stundenastrologie, Elektion, Geburtsastrologie, Mundanastrologie nach klassischer Manier
von Sorimas » Do 2. Sep 2010, 12:46
Das Merkur ebenfalls mit Astrologie verbunden ist habe ich ja nicht bestritten.
Zu meiner Art der Horoskopdeutung: Tatsächlich gehe ich etwa so vor wie du beschrieben hast, ich kenne die Prinzipien, die Aspekte usw. und achte darauf hin welches Gefühl sich bei mir einstellt, dieses Gefühl wird nachher (durch Merkur) präzisiert. Sicher entzieht sich Neptun der Kontrolle, aber man muss nicht umbedingt etwas kontrollieren um es zu nutzen. Für mich z. B. ist Neptun der Planet der die Grenzen der Realität auflöst und die individuelle Realität als Illusion darstellt und in einem guten Aspekt zu Merkur, Uranus what ever, erleichtert er so das denken in anderen Bahnen.
Was die Bedeutung der Planeten angeht. Die von dir zitierten Menschen sind alle schon etwas länger unter der Erde. Inzwischen ist man in der Forschung (sowohl psychologisch als auch Astrologisch) etwas weiter und hat nun (auch durch die hinzunahme der Transsaturnier) die Planetenprinzipien verändert, ich sehe da kein Problem so lange es zutrifft und Sinn ergibt.
Wenn man es ganz weit sieh hat jeder Planet etwas mit Astrologie zu tun, denn jeder Einfluss lässt sich nutzen.
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von Jasper » Do 2. Sep 2010, 16:46
Sorimas hat geschrieben:Was die Bedeutung der Planeten angeht. Die von dir zitierten Menschen sind alle schon etwas länger unter der Erde. Inzwischen ist man in der Forschung (sowohl psychologisch als auch Astrologisch) etwas weiter und hat nun (auch durch die hinzunahme der Transsaturnier) die Planetenprinzipien verändert, ich sehe da kein Problem so lange es zutrifft und Sinn ergibt.
Sei mir nicht böse - das ist nicht gegen dich persönlich gerichtet: aber wenn ich dieses Argument höre, dann stellen sich mir mittlerweile die Nackenhaare. Klar ist das Wissen um die äußere und innere Welt der Menschen angewachsen, sicher gab es auf vielen Gebieten Fortschritte und neue Entdeckungen. Aber die Menschen haben sich weder körperlich noch ihrem eigentlichen Wesen nach verändert. Das Gehirn ist immer noch gleich aufgebaut, die Menschen haben die gleichen Ängste, Befürchtungen, Hoffnungen, sie leiden immer noch an Liebeskummer, an Einschränkungen, an Krankheiten. Es gibt immer noch Liebe, Arbeit, Sex, Ehe und Familie. Es gibt Freundschaften und Feindschaften, Krieg und Frieden. Es gibt Unterdrückung, Verfolgung und Folter. Die Menschen sind auch heute noch verzweifelt, depressiv, nehmen sich das Leben, leiden unter ihren Lebensbedingungen - sie leiden physisch und psychisch. Da nutzt das ganze neue tolle Wissen nichts. Ob man in der Forschung nun weiter ist oder nicht - es wird immer noch geraubt, geplündert, gemordet, verleumdet oder tyrannisiert. Und die Menschen sehnen sich auch heute noch nach Harmonie, Frieden, Freundschaft, nach einem guten Leben und nach Freiheit - genau wie die Menschen vor 500, 1000 oder 2000 Jahren. Da hat sich nichts, aber auch gar nichts verändert. Das theoretische Wissen hat sich erweitert, ja - aber was hat der moderne Mensch daraus gemacht? Hat er es weise benutzt? Beinahe die Hälfte der Erdbevölkerung lebt in absoluter Armut bzw. "nur" in Armut. Teilweise unter Bedingungen, die mit denen des dunkelsten Mittelalters vergleichbar sind. Die wirklich essentiellen Fragen, die die Menschheit seit jeher bewegt haben, sind heute genauso unbeantwortet, wie vor 2000 Jahren. Durch die Quantenmechanik und die Chaostheorie ist die Schwerkraft nicht einfach verschwunden. Ich glaube aber, dass der moderne Mensch gerade durch die neuen technischen Möglichkeiten und Entdeckungen um einiges arroganter und überheblicher geworden ist - besonders gegenüber den Menschen, Denkern und Forschern früherer Epochen. Die heutige Wissenschaft ist eine Wissenschaft der Irrtümer. Und wir irren uns immer noch. Was uns fehlt ist Demut, Bescheidenheit und Respekt vor den Errungenschaften der Menschen, die vor uns gelebt haben. Die Erkenntnisse, die damals gemacht wurden und noch immer gelten, wurden unter Bedingungen und mit Hilfsmitteln erreicht, über die man heute ungläubig den Kopf schütteln muss. Und wie begegnet der moderne Mensch diesen Leistungen, die teilweise nichts von ihrer Aktualität verloren haben: mit Hochmut, Geringschätzung und Besserwisserei. Und weil sich diese o.g. Dinge und das Wesen der Menschen nicht in gleichem Maße verändert haben, wie das theoretische Wissen um die Welt - genau deshalb haben die alten klassischen Zuordnungen auch heute noch ihre Gültigkeit. Nur kaum einer kennt die noch, denn die modernen Astrologen haben es ja nicht nötig, sich mit der Geschichte ihrer eigenen Zunft zu beschäftigen und gehen lieber her und erfinden die Astrologie neu. Ich kenne dich noch nicht gut genug, um dich einschätzen zu können. Deshalb werde ich mir auch kein Urteil über deine astrologische Arbeit erlauben. Und deshalb meine ich es wirklich nicht persönlich, wenn ich sage, dass dein Argument in meinen Augen absoluter Quatsch ist und mir eigentlich nur zeigt, dass du dich nicht mit den Grundlagen, den Quellen und den Wurzeln der Astrologie auseinandergesetzt hast - und das vermutlich auch gar nicht willst. LG Jasper
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von Sorimas » Do 2. Sep 2010, 19:38
Sicher, der Mensch ist gleich geblieben. Die Grundbedürfnisse des Menschen äußern sich heute nur auf anderem Wege. Was sich verändert hat sind die erklärungsmodelle (wie etwa die Astrologie).
Ich verteufel hier weder die Wurzeln noch das neue Denken in diesen Dingen, ich denke mir einfach das jeder der eine Theorie äußert seine Gedanken dazu gemacht haben wird. Und nur weil Gedanken nicht denkungsgleich mit den Gedanken der Vergangenheit sind müssen sie noch lange nicht falsch sein. Wobei das Wort "Falsch" ohnehin nur eine subjektive Wertung ist. Genau genommen decken sich doch noch mal die Interpretation von zwei einzelnen Astrologen.
Worauf ich hinaus wollte ist das man sich damals die Dinge so erklärt hat, heute erklärt man sie sich anders. Und jetzt fragt man wer von den beiden recht hat? Das sollte jeder selbst entscheiden denke ich. Ich arbeite nur mit Systemen die für mich schlüssig sind, ob das wissen jetzt 10 Tag oder 200 Jahre alt ist ist mir relativ egal. Mag sein das ich noch nicht so viel über die "Wurzeln" der Astrolgie weiß, aber zu denken das man mit dem Wissen darum ausgelernt hat finde ich genauso falsch.
Die Astrologie, gerade die Psychologische Astrologie, ist ein Erklärungsmodell des Menschlichen Wesens, der Mensch wird aufgespalten in die Prinzipien der Planeten, Zeichen etc. Heute erklärt man sich vieles anders da sich die Fakten verändert haben (z. B. durch drei neue Planeten, die ja nicht "neue" Inhalte der Menschlichen Psyche darstellen, die waren immer schon da nur jetzt kann man sie "festmachen"). Für mich zählt weniger die Orginalität des Wissens, sondern mehr die Harmonie im System und vor allem die Effektivität.
Nicht das man mich falsch versteht, ich verteufel nicht die Wurzeln, ich will nur darauf aufmerksam machen das etwas, nur weil es nicht der Tradition entspricht, nicht umbedingt falsch sein muss. Ob die Menschen nun arrogant etc. sind ist mir persönlich egal ich spreche ja nur für mich. Ob etwas neu ist oder alt, es kann beides stimmen, aber man sollte sich nicht immer nur auf die Vergangenheit berufen sondern sich auch klar machen das sich die dinge laufend verändern und deshalb nicht umbedingt schlechter werden müssen.
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von Jasper » Do 2. Sep 2010, 21:04
Ich fürchte, wir reden entweder aneinander vorbei, oder es fällt dir schwer zu verstehen, was ich meine. Die Grundbedürfnisse des Menschen äußern sich heute nur auf anderem Wege.
Das müsstest du mir bitte näher erklären. Mag sein das ich noch nicht so viel über die "Wurzeln" der Astrolgie weiß, aber zu denken das man mit dem Wissen darum ausgelernt hat finde ich genauso falsch.
Wer hat das behauptet? Die Astrologie, gerade die Psychologische Astrologie, ist ein Erklärungsmodell des Menschlichen Wesens, der Mensch wird aufgespalten in die Prinzipien der Planeten, Zeichen etc.
Diese Erklärungsmodelle gab es auch schon vor 1500 Jahren oder noch früher. Die Planeten standen Pate für bestimmte Prinzipien, mit denen man das Wesen eines Menschen erklären konnte. Wenn sich aber, wie du mir ja auch selbst bestätigst, das Wesen der Menschen seit damals nicht geändert hat, dann können sich auch die damaligen Prinzipien, die eine Analogie zu diesem Wesen aufwiesen, nicht geändert haben. Das ist eine einfache logische Schlussfolgerung, die sich auch in der Praxis bewahrheitet hat. Nicht das man mich falsch versteht, ich verteufel nicht die Wurzeln, ich will nur darauf aufmerksam machen das etwas, nur weil es nicht der Tradition entspricht, nicht umbedingt falsch sein muss.
Das muss es nicht immer. Ist es aber manchmal doch. Ich arbeite nur mit Systemen die für mich schlüssig sind, ob das wissen jetzt 10 Tag oder 200 Jahre alt ist ist mir relativ egal.
Wenn du aber die damaligen Systeme, Techniken und Methoden gar nicht kennst, dann kannst du nicht wissen, ob sie schlüssig sind und funktionieren. Ob etwas neu ist oder alt, es kann beides stimmen, aber man sollte sich nicht immer nur auf die Vergangenheit berufen sondern sich auch klar machen das sich die dinge laufend verändern und deshalb nicht umbedingt schlechter werden müssen.
Und man sollte sich auch klar machen, dass es Dinge gibt, die sich kaum oder gar nicht verändern. Und die deshalb nach wie vor gelten. Das Problem bei der ganzen Sache ist aber, dass es kaum moderne Astrologen gibt, die diese ursprünglichen Zuordnungen und Zusammenhänge noch kennen. Wie können sie sich da ein Urteil erlauben, was "richtig" oder "falsch", schlüssig oder unschlüssig, passend oder unpassend, geeignet oder ungeeignet ist? Die Modernen kennen ja nur die modernen Lehren. Und trotzdem lehnen die allermeisten von vorneherein das Alte ab, ohne auch nur einen Hauch von Ahnung darüber zu haben. LG Jasper
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von Nabu » Fr 3. Sep 2010, 09:38
Hallo Ihr Zwei, wie mir scheint spiegelt in Eurer Diskussion sich die aktuelle Konstellation Saturn opp. Uranus. Momentan habe ich keine Lichtblick, wie da die Lösung sein könnte. Es heißt ja, beide Standpunkte haben ihre Gültigkeit Lieber Jasper, ich schätze Dich über aus und Deine Energie der Diskussion treu zu sein verdient Respekt und es hat seinen Sinn. Jedoch kann ich dies nicht so stehen lassen. Jasper hat geschrieben:Das muss es nicht immer. Ist es aber manchmal doch.
Du zitierst gern die Weisen Menschen, nun denke ich an Heraklit, welcher auch in diesen Zeiten 520-460 vor Christi gelebt hat. Und selbst Nietzsche ihn in folgender Weise zitiert: Heraklit sagt doch, dass alles davon geht und nichts bleibt, und indem er alles Seiende einem strömenden Flusse vergleicht, sagt er, man könne nicht zweimal in denselbigen Fluß steigen.“ – Platon: Kratylos 402a (aus Wikipedia) Bevor Du mich zerpflückst, schicke ich voran, dass ich bei weiten nicht so belesen bin, wie Du. Ich verwende meine gesunden Menschenverstand und meinen Neptun (dem Du, wie mir scheint, irgendwie nicht so ganz akzeptieren magst, weil er unklar ist). Ich verfolge Diskussionen, um Standpunkte zu hören und mir meine eigene Meinung zu bilden. Diese Diskussion hilft mir momentan wenig, denn ich finde ihr habt beide recht. Bis auf den Punkt, das sich nichts verändern soll. Nein, das ist so bestimmt nicht. Sorry, an andere Stelle habe ich über Mediation geschrieben und in diesen Sitzungen habe ich eindeutig erfahren können: Veränderung ist STÄNDIG. Davon bringt mich kein Argument ab. Beide Standpunkte ja, aber schaut hin zu Pluto. Welche Bedeutung könnte der in dem Dreieck haben? Lieben Gruß Nabu
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von Jasper » Fr 3. Sep 2010, 11:28
Liebe Nabu  , ich habe nicht den geringsten Grund, dich zu "zerpflücken" - habe ich überhaupt schon mal jemanden zerpflückt? Ich hoffe nicht. Und was das "belesen sein" betrifft: ich nehme kaum etwas unhinterfragt hin, nur weil es ein alter weiser Mann vor 1500 Jahren mal geschrieben oder gelehrt hat. Ich vergleiche auch alles alte immer mit dem, was ich bisher gelernt habe, mit meiner praktischen Erfahrung und versuche auch stets, meinen gesunden Menschverstand einzuschalten. Wenn ich dann zu dem Schluss komme, dass es passt oder sogar besser passt, dann übernehme ich es - und dann "verteidige" ich es auch. Wir kennen uns jetzt schon etwas länger (auch aus anderen Foren) und du weißt, dass ich kein Fundamentalist bzw. Hardliner bin sondern eine gemäßigte Haltung habe. Ich habe ja schon sehr oft geschrieben, dass es mir um eine Synthese zwischen alt und neu geht. Aber diese Synthese kann man nur umsetzen, wenn man beide Seiten kennt. So eine Diskussion, wie zwischen Sorimas und mir, muss ja zwangsläufig einseitig und offen bleiben, denn Sorimas sagt ja selbst, dass er über die klassischen Zuordnungen und Zusammenhänge nicht mehr weiß, als dass ihre Vertreter bereits länger unter der Erde liegen. Das ist nicht die beste Voraussetzung für eine fruchtbare Auseinandersetzung über dieses Thema. Den Alten war ja auch der Wandel und die Tatsache, dass sich alle verändert, sehr genau bewusst. Das zeigt sich ja vor allem in den Beschreibungen des Mondes, aber auch teilweise in denen der Venus, des Merkur, des Jupiter oder auch des Mars. Es kommt bezüglich der Veränderung immer auf die Perspektive an (auch hinsichtlich der Zeitspanne). Es gibt Dinge, die sich nicht verändern - denn wenn sie das täten, hätte es verheerende Folgen. Die Erde dreht sich immer noch um die eigene Achse, die Schwerkraft hält uns immer noch am Boden, wir rasen immer noch um die Sonne und sehen sie jeden Morgen neu aufgehen. Es gibt also Dinge, die im Verhältnis zu einem Menschenleben keiner Veränderung unterliegen (zumindest keiner für uns wahrnehmbaren). Unser Wissen hat sich verändert und vermehrt. Aber die Funktionen des Gehirns haben sich nicht geändert, sie laufen immer noch auf die gleiche Weise ab. Die wichtigsten philosophischen und mathematischen "Entdeckungen" wurden zu Zeiten gemacht, zu denen die Beschreibungen der Alten zu den Planeten noch nicht in Frage gestellt wurden. Wir können Veränderungen ja auch im Horoskop nachvollziehen, auch wenn sich die meisten Menschen im Laufe ihres Lebens nur geringfügig oder nur sehr schwer verändern bzgl. ihrer Einstellungen oder ihres Verhaltens. Aber ich behaupte, dass diese Veränderungen nicht so aussehen, dass Merkur irgendwann zum Jupiter wird oder umgekehrt. Diese Veränderungen finden innerhalb dieses Prinzips statt, auf einer vertikalen Skala wenn man so will. Daher auch die unterschiedlichen Beschreibungen zu den Planetenprinzipien von schlecht/negativ bis gut/positiv. Ich bin auch davon überzeugt, dass die Alten einen ganz anderen, viel natürlicheren, umfassenderen und auch intuitiveren Zugang zur Welt und ihren Erscheinungen hatten. Und ich bin davon überzeugt, dass sie die astrologischen Grundprinzipien umfassender, richtiger und in diesem Sinne auch universeller erfasst haben. Das behaupte ich deshalb, weil ich mich damit auseinandersetze und durch die langjährige Beschäftigung mit der modernen Astrologie jetzt eine Vergleichsmöglichkeit habe. Es geht mir im Grunde auch nicht um die vielen kleinen Veränderungen, die eine Mensch im Laufe seines Lebens erfährt oder durchmacht. Es geht mir darum zu zeigen, dass sich der Mensch an sich in seinem grundlegenden Wesen, seiner seelischen Beschaffenheit nicht verändert hat. Das ist für mich eine Konstante, die unabhängig ist von neuen wissenschaftlichen Errungenschaften oder mehr theoretischem Wissen um die Welt. Und da die Planeten das Wesen des Menschen beschreiben (welches sich wie gesagt nicht verändert hat), weil die Planeten sozusagen Stellvertreter für dieses Wesen sind, gelten für mich diese ursprünglichen Beschreibungen noch genauso, wie vor 2000 Jahren - und das hat sich bereits in meiner Praxis vielfach bestätigt und zu einer Bereicherung meiner astrologischen Arbeit geführt, die ich nicht mehr missen möchte. LG Jasper 
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von Nabu » Fr 3. Sep 2010, 12:59
Lieber Jasper, Natürlich zerpflückst Du nicht in dem wahrhaftigen Sinne, Du gehst ins Detail und ich mit meiner luftigen Energie laufe Gefahr, Äußerungen zu schnell zu machen und somit von einem Pragmatiker "zerpflückt " zu werden  . Dem wollte ich entgegen steuern, um meine Gefühle zu schonen, denn trotz aller meiner luftigen Aussagen, bin ich doch empfindlich. (Du weißt ja Mond im Krebs.  ) Es geht mir darum zu zeigen, dass sich der Mensch an sich in seinem grundlegenden Wesen, seiner seelischen Beschaffenheit nicht verändert hat. Das könnten wir auch anhand pragmatischer Beispiele zerpflücken. Doch ich gerate damit an einThema, was nicht unter die Astrologie gehört. Ich bin mittlerweile der Meinung, das die Seele sich entwickelt. Aber die Funktionen des Gehirns haben sich nicht geändert, sie laufen immer noch auf die gleiche Weise ab.Hm, hat sich Homo sapiens nicht entwickelt? http://de.wikipedia.org/wiki/MenschAlso gab es doch eine Veränderung im Gehirn  Ich bin immer noch für Veränderung, nichts bleibt wie es ist. Lieben Gruß Nabu und ebenfalls 
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von Jasper » Fr 3. Sep 2010, 16:19
Liebe Nabu  , Hm, hat sich Homo sapiens nicht entwickelt?
Habe das zwar jetzt nur überflogen, aber ich meinte nicht die Entwicklung, die vor 160.000 Jahren bis heute stattgefunden hat. Seit der Antike und damit seit der Zeit, als Individualastrologie betrieben wurde, fand keine Entwicklung und Veränderung des Wesens oder der Seele statt. Ich nehme also nicht den Homo Sapiens idaltu als Beispiel sondern die Menschen von der Antike bis heute. Wenn mir jemand stichhaltig und überzeugend aufzeigen kann, dass sich der moderne Mensch von heute seinem Wesen nach wesentlich vom Menschen der Antike oder des Mittelalters unterscheidet, dann bin ich gerne bereit, meine Ansichten zu überdenken und wenn nötig zu revidieren. Dem wollte ich entgegen steuern, um meine Gefühle zu schonen,
Und ich? Was ist mit mir? Auch ich habe Gefühle  LG Jasper
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von Jonas » Fr 3. Sep 2010, 16:54
Hallo Forum.
Ich selber fände es interessant, für was denn nun Neptun stehen könnte? Kann ich die Transsaturnischen Planeten überhaupt mit Worten beschreiben? Können diese überhaupt für persönliche Eigenarten stehen?
Steht der Mond für das Träumen? Träumen ist doch etwas persönliches. Die Person ist verträumt.
Aber Neptun steht ja für etwas überpersönliches. Also was ist es da?
Viele Grüße
Jonas
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von Nabu » Fr 3. Sep 2010, 21:54
Jasper hat geschrieben:Und ich? Was ist mit mir? Auch ich habe Gefühle  LG Jasper  Ich dich mal gaaanz lange in den Arm nehme (glaub mir, bei mir ist es kuschelig  )
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von Sorimas » Sa 4. Sep 2010, 12:14
Grüße Jasper. Ja vermutlich reden wir aneinander vorbei. Also versuche ich mal das alles neu aufzurollen. Das Wesen des Menschen hat sich nicht verändert: Richtig. ABER: Die Astrologie ist nur ein Erklärungsmodell, quasi eine Landkarte des Menschen, und man sollte nie die Karte mit der Landschaft verwechseln. Als die Transsaturnier noch nicht entdeckt waren bestand die Astrologie aus sieben Planeten, also musste das ganze Menschliche Wesen in sieben Planeten erklärt werden können. Als die Transsaturnier entdeckt wurden wurde die Astrologie auf zehn Planeten ausgeweitet. Und da sich der Mensch nicht verändert aber die Astrologie sich dadurch veränderte haben sich wohl auch die Prinzipien der Planeten verändert damit das neue System geschlossen bleibt. Soweit mal meine Theorie. Sicher kann man auch mit dem alten arbeiten und sicher stimmt das auch wenn man es richtig macht, sich damit beschäftigen sollte man auf jedenfall (selbst wenn man nur zu dem schluss kommt das dass neue für einen besser geeignet ist). Zu sagen weil sich der Mensch nicht verändert verändert sich auch nicht das Erklärungsmodell für den Menschen scheint mir nicht richtig. Aber ich sehe schon das hier niemand den anderen überzeugen kann, was auch nicht meine Absicht ist (ich denke in einem etwas hitzigeren Gespräch entstehen die besten Denkanstöße). @Jonas: Sicher kann man diese Planeten mit Worten beschreiben, vielleicht etwas ungenügend aber es geht. Und sicher sind diese Planeten auch für das Individuum relevant. Ihr stand verändert sich vielleicht nicht so schnell, wohl aber das Haus in dem sie stehen und die Aspekte der persönlichen Planeten die auf z. B. Pluto fallen. Zu Neptun: Neptun ist ein recht schwieriger Planet, aber soweit ich das bisher erlebt habe steht Neptun für Erlösungssehnsüchte, Scheinrealitäten, Drogen, veränderte Bewusstseinszustände. Neptun ist der Planet der transzendenten Inspiration, er löst die Grenzen zwischen Realität und Vorstellung (kann auch sehr gefährlich werden). Menschen mit einem starken Neptun neigen oft dazu ihre Umwelt zu idealisieren oder sich in ihren eigenen Realitäten "aufzulösen". Kann sich aber auch sehr vorteilhaft auswirken z. B. durch hohe Sensibilität, Vorstellungsvermögen, Menschenfreundlichkeit, Fantasie und eine gute Fähigkeit über das rein körperliche Hinauszudenken. Ein gutes Essay zu diesem Thema von Liz Greene: http://www.astro.com/astrologie/in_neptune_g.htm
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von Jasper » Sa 4. Sep 2010, 13:27
Hi Sorimas  , ich denke in einem etwas hitzigeren Gespräch entstehen die besten Denkanstöße
Da gebe ich dir Recht. Vor allem ließen sich solche Dinge viel leichter in einer persönlichen Diskussion besprechen, als schriftlich in einem Forum. Als die Transsaturnier entdeckt wurden wurde die Astrologie auf zehn Planeten ausgeweitet.
Ich meine hier nicht unbedingt die Verlagerung von Zuordnungen der alten Planeten auf die neuen, sondern vor allem auch die Verschiebung innerhalb der 7 alten Planeten, die durch modernen Astrologen vorgenommen werden. Sicher haben die neuen Planeten ihre Berechtigung und ihre Wirkung - ich habe ja auch nicht gesagt, dass ich nicht mit ihnen arbeite oder dass ich ihnen keinerlei Wirkung zuspreche. Aber ich habe in meiner Praxis festgestellt, dass ich fast immer auf die gleichen Aussagen komme, wenn ich die neuen zunächst nicht berücksichtige und dass die neuen dann die Aussagen, die mit den alten Planeten gemacht wurden, unterstreichen, quasi bestätigen. Was mir eben öfter sauer aufstößt, ist die Tatsache, dass viele moderne Astrologen die tatsächliche Bandbreite der Bedeutungen für die 7 alten Planeten gar nicht mehr kennen. Da bleibt manchem auch gar nichts anderes übrig, als die Transsaturnier oder mehrere von 500 Asteoriden zu bemühen, um zu einigermaßen richtigen Aussagen zu kommen. Ich erlebe so viele moderne Horoskopdeutungen, die bei Uranus anfangen, sich über Neptun zu Pluto vorarbeiten, um dann bei den Mondknoten abzuschließen. Kann sich aber auch sehr vorteilhaft auswirken z. B. durch hohe Sensibilität, Vorstellungsvermögen, Menschenfreundlichkeit, Fantasie und eine gute Fähigkeit über das rein körperliche Hinauszudenken.
Das ist ein gutes Beispiel dafür, was ich meine: Sensiblität, Vorstellungsvermögen, Menschenfreundlichkeit und Fantasie sind problemlos durch die 7 alten Planeten abgedeckt - wenn man um ihre Bedeutungen weiß. Dazu braucht man Neptun nicht einspannen. Wenn diese Wesenseigenschaften durch die alten Planeten angezeigt sind, dann kann eine analoge Stellung von Neptun das bestätigen. Aber wenn durch die alten Planeten genau das Gegenteil dessen angezeigt ist, was wir oben annehmen (Sensibilität, Menschenfreundlichkeit usw.), dann habe ich noch nicht feststellen können, dass Neptun allein in der Lage war, das zu kompensieren. LG Jasper
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von Dorothea » Sa 4. Sep 2010, 14:52
Wenn ich mich da einmischen darf, ich finde das zuletzt Geschriebene im Hinblick auf mein eigenes Horoskops sehr interessant. Ich habe die Venus im Widder im Quadrat zum Aszendenten in Konkunktion mit Hades und Admetos. Also ohne die Hamburger Schule zu Rate zu ziehen steht meine Venus schon schlecht. Mein Neptun steht sehr gut in einem sekundengenauen Trigon zu Merkur, der in exakter Konjunktion mit Mars am IC steht. Ich wundere mich oft über meine Unsensibilität im täglichen Leben während man mir ansonsten schon Sensibilität zuspricht. Venus macht sich im täglichen Leben bemerkbar. Die Venus bewegt die Materie habe ich mal gelesen. Neptun ist die höhere Oktave der Venus.
Die guten Aspekte werden durch die Planeten der Hamburger Schule verstärkt ebenso wie die schlechten. Dorothea
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von Jonas » Sa 4. Sep 2010, 16:40
Hallo Jasper.
Kann es sein, das weder die alten Planeten in ihrer Bedeutung richtig gekannt werden. Also z.B. das der Merkur die Astrologie steht, also Themen die man so manchen Transsaturnier auferlegt hat.
Das hieße aber auch, das die Transaturnier in ihrer Deutung noch ziemlich unbekannt sind.
Es ist also auch förderlich für die weitere Entwicklung der Astrologie, wenn die Deutungen der alten Planeten wieder genauer angeschaut werden.
Viele Grüße
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von Jonas » Sa 4. Sep 2010, 16:58
Sorimas hat geschrieben:@Jonas: Sicher kann man diese Planeten mit Worten beschreiben, vielleicht etwas ungenügend aber es geht. Und sicher sind diese Planeten auch für das Individuum relevant. Ihr stand verändert sich vielleicht nicht so schnell, wohl aber das Haus in dem sie stehen und die Aspekte der persönlichen Planeten die auf z. B. Pluto fallen. Zu Neptun: Neptun ist ein recht schwieriger Planet, aber soweit ich das bisher erlebt habe steht Neptun für Erlösungssehnsüchte, Scheinrealitäten, Drogen, veränderte Bewusstseinszustände. Neptun ist der Planet der transzendenten Inspiration, er löst die Grenzen zwischen Realität und Vorstellung (kann auch sehr gefährlich werden). Menschen mit einem starken Neptun neigen oft dazu ihre Umwelt zu idealisieren oder sich in ihren eigenen Realitäten "aufzulösen". Kann sich aber auch sehr vorteilhaft auswirken z. B. durch hohe Sensibilität, Vorstellungsvermögen, Menschenfreundlichkeit, Fantasie und eine gute Fähigkeit über das rein körperliche Hinauszudenken. Ein gutes Essay zu diesem Thema von Liz Greene: http://www.astro.com/astrologie/in_neptune_g.htm
Hallo Sorimas. Sind Vorstellungsvermögen, Phantasie nicht persönliche Eigenschaften? Warum werden sie von einen Kollektivplaneten repräsentiert? Kann ich also nur die Phantasie eines Kollektivs haben? Und wie war das vor dem Neptun? Gab es da noch keine Phantasie? Viele Grüße Jonas
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