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Gegenseitige Hilfestellung und Beratung auf freiwilliger Basis. Eigene Deutungsansätze sind erwünscht
von Camelot » Do 30. Sep 2010, 13:18
Hallo, möchte mich vorstellen. Bin durch "Zufall" (neee...) auf diese Seite gestossen. Mit Astrologie kenne ich mich leider kaum oder gar nicht aus. Ich weiss nur, daß Saturn im 7.Haus seit 48 Jahren mein "dunkler" Vater, Bremser oder was immer ist. Ich tappe grad völlig im Dunklen, was die vor 7 Wochen von mir beendete Beziehung noch für mein restliches Leben zu bedeuten hat. Ob da noch was kommt. Oder ob ich das endgültig abschliessen soll. Das, was mich seit Beginn unserer Beziehung vor 3 Jahren stutzig gemacht hatte, wir beide haben 5 Planeten in gleichen Häusern und den Mondknoten im Löwen... Und irgendwie kann ich einfach nicht glauben, daß es das jetzt gewesen sein soll. Oder doch? Alle Altlasten aus den letzten Leben erledigt? Wer kann mir da weiterhelfen? LG Camelot
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von GreenTara » Do 30. Sep 2010, 17:04
Hallo Camelot  herzlich willkommen und danke für deine Vorstellung. Mit Astrologie kenne ich mich leider kaum oder gar nicht aus. Ich weiss nur, daß Saturn im 7.Haus seit 48 Jahren mein "dunkler" Vater, Bremser oder was immer ist.
Möchtest du etwas über dein Horoskop und speziell zu Saturn in Erfahrung bringen? Ich tappe grad völlig im Dunklen, was die vor 7 Wochen von mir beendete Beziehung noch für mein restliches Leben zu bedeuten hat. Ob da noch was kommt. Oder ob ich das endgültig abschliessen soll. Das, was mich seit Beginn unserer Beziehung vor 3 Jahren stutzig gemacht hatte, wir beide haben 5 Planeten in gleichen Häusern und den Mondknoten im Löwen... Und irgendwie kann ich einfach nicht glauben, daß es das jetzt gewesen sein soll. Oder doch?
Das klingt noch ziemlich durcheinander - einerseits hast du die Beziehung, vermutlich mit guten Grund, beendet, aber andererseits kannst du dir nicht vorstellen, dass das alles gewesen sein soll. Du "sollst" meines Erachtens nur das tun, wozu du bereit bist, was dir für dich stimmig zu sein scheint. Ganz unabhängig davon, ob es Ähnlichkeiten zwischen den Horoskopen gibt oder nicht. Den Mondknoten im Löwen haben viele Menschen, da der Mondknoten ca. eineinhalb Jahre in einem Zeichen verweilt - das sagt also nur aus, dass ihr entweder gleichaltrig seid oder ein Altersunterschied von ca. 18 Jahren besteht. Alle Altlasten aus den letzten Leben erledigt? Wer kann mir da weiterhelfen?
Was meinst du damit? Gehst du davon aus, dass du Beziehungen eingehst, um etwas zu erledigen, von dem du nicht wirklich weißt, was es da zu erledigen gäbe? Und möchtest du eine Bestätigung für die "Erledigung der Altlasten" oder eine Bestätigung, dass es eben doch noch nicht zu Ende ist? Für Genaueres bräuchten wir hier dein Geburtshoroskop. Dein Geburtstag steht ja schon in deinem Profil, es fehlen noch die Angabe der Uhrzeit und des Geburtsorts. Die Daten deines Partner kannst du einstellen, sofern er davon weiß und mit einer Veröffentlichung hier einverstanden ist. Meist gibt aber das eigene Horoskop schon reichlich genug Auskunft, es ist also nicht unbedingt nötig, das Horoskop des Partner zu berücksichtigen. Liebe Grüße Rita
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von Camelot » Do 30. Sep 2010, 18:03
Hallo Rita, lieben Dank für Deine Antwort. Ja, ich bin auch noch ziemlich durcheinander. Und nein, ich möchte nichts über Saturn wissen. Mit dem hatte ich mich schon trotz fehlender Astrokenntnisse genügend auseinandergesetzt. Die Beziehung zu beenden war für mich zu dem Zeitpunkt stimmig. Bloss "jetzt" holpere ich wieder rum. Ich zweifle... Mit "Altlasten" meinte ich, daß ich zu Beginn der Beziehung davon überzeugt war, wir würden uns aus einem anderen Leben kennen. Mein Ex ist damit einverstanden, daß ich seine Daten reinstelle. Er möchte schon auch gern wissen, was es mit dieser einerseits Anziehung zu bedeuten hat, und andererseits, warum er sich nicht entscheiden kann. Bei ihm ist der Mond im Steinbock, ich hab gelesen, dass diese Menschen sich an Partner binden, die Macht ausüben. Das stimmt auch, er lebt immer noch mit seiner Ex zusammen... Ist nicht in der Lage, auszuziehen. Darum habe ich die Beziehung beendet.
Also, hier seine Daten: 26.7.1961 Nürnberg 5.55h Und hier meine: 13.5.1962 Nürnberg 9.14h
Ganz lieben Dank für Deine Bemühungen, ich hoffe, ich sehe dann etwas klarer. LG Camelot
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von GreenTara » Do 30. Sep 2010, 20:50
Hallo Camelot  Mit "Altlasten" meinte ich, daß ich zu Beginn der Beziehung davon überzeugt war, wir würden uns aus einem anderen Leben kennen.
Das kommt mir so seltsam bekannt vor...  (Damit meine ich mich und einige andere, die angesichts einer solchen Überzeugung reichlich durch den Wind waren.) Mein Ex ist damit einverstanden, daß ich seine Daten reinstelle. Er möchte schon auch gern wissen, was es mit dieser einerseits Anziehung zu bedeuten hat, und andererseits, warum er sich nicht entscheiden kann.
Gut, dann ist das geklärt.  Bei ihm ist der Mond im Steinbock, ich hab gelesen, dass diese Menschen sich an Partner binden, die Macht ausüben. Das stimmt auch, er lebt immer noch mit seiner Ex zusammen... Ist nicht in der Lage, auszuziehen. Darum habe ich die Beziehung beendet.
Ich ganz persönlich würde trotzdem erst einmal auf dein Horoskop schauen, einfach deshalb, weil du hier um Hilfe ersucht und du das Problem geäußert hast. Wenn er etwas wissen möchte - meine Meinung - soll er selbst fragen. Was nicht heißt, dass andere anderer Meinung sind als ich und dir etwas zu deinem Partner schreiben. Jedenfalls ist nachvollziehbar, weshalb du die Beziehung beendet hast. Es ist aber aus deinem Horoskop heraus auch nachvollziehbar, weshalb du mit jemandem zusammen warst/bist, der noch gebunden ist.

- camelot.gif (102.12 KiB) 280-mal betrachtet
Ich sehe mir bei Beziehungsfragen zuerst den III. Quadranten an. Bei dir steht Saturn als Herrscher von 7 in 7. In Haus 7 geht es unter anderem um die Begegnungsfähigkeit. Bei dir könnte man aufgrund des Herrschers von 7 in 7, bei dem es sich auch noch um Saturn handelt, vermuten, dass du dir eigentlich selbst genügst. Allerdings zeigt sich Saturn gern in der Überkompensation, und so ist denkbar, dass du eine Begegnungsakrobatin bist, um zu zeigen, dass du dich durchaus auf Beziehungen verstehst. Du selbst hast schon angesprochen, dass du dich mit dem SA in 7 ausreichend beschäftigt hast, daher gehe ich gleich zu Haus 8 über. Dieses beschreibt unter anderem die Bindungsfähigkeit. Es kann ja sein, dass man zwar ein Begegnungsgenie ist, aber nicht gut in der Lage, diese verbindlich zu gestalten. Oder jemand tut sich schwer mit Begegnungen, hat aber eine hohe Bindungsfähigkeit - der hat dann auch bissel Pech, weil ihm einfach gar niemand über den Weg laufen will. Dein Herrscher von 8 ist Uranus. Uranus ist nun so gar nicht bindungswillig und er macht gern das Gegenteil von dem, was er soll. Das sagt er aber nicht (weshalb Orban Uranus als Verräter bezeichnet). Er findet also einen Weg, Bindung zu verhindern - in deinem Fall darüber, dass du dich an einen Mann bindest, der nicht frei ist. So bist du gebunden und doch nicht gebunden. Diese "uranischen" Anteile finden sich mehrfach in deinem Horoskop, zum Beispiel über die Sonne in 11 sowie das Quadrat Sonne/Uranus (das bezieht sich dann auf die Verhaltensebene). Venus als Herrscher von 11 in 11, Sonne aus 2 in 11 sowie Uranus in 2 unterstreichen hier die "Eigensinnigkeit" sowie das Bedürfnis, als Individuum erkennbar zu sein, auch innerhalb einer Beziehung oder innerhalb einer Gruppe einen Freiraum zu haben. Venus in Kombination mit Uranus bzw. dem 11. Haus gibt sich auf ungewöhnliche Weise hin, und sie bindet sich auch auf ihre ganz eigene Weise. Mit anderen Worten: Aus dieser Sicht heraus war der Mann perfekt für dich. Da er bei seiner Ex nicht auszieht, kann er dir nicht auf den Pelz rücken. Gleichzeitig fühlt es sich aber doch nicht richtig an. Und vielleicht kommt ins Spiel, den Partner retten zu wollen - denn der will ja, kann aber nicht (sich trennen, umziehen, sich entscheiden etc. pp.). Und dann setzt der Schmerz ein, das Hin- und Hergerissensein. An diesem Punkt greift dann gern die Überzeugung, sich aus anderen Leben zu kennen. Die macht es besonders schwer, weil sie ein diffuses Zusammengehörigkeitsgefühl vermittelt. Tatsächlich sind die Umstände dieser Beziehung ein Hinweis auf die eigene Zerrissenheit - die wird einem durch eine Situation, wie du sie beschreibst - so richtig schön unter die Nase gerieben. Diese innere Zerissenheit, oder milder ausgedrückt, die innere Unentschlossenheit, zeigt sich auch im Waage-IC. Hier ist auch Venus Hausherrin - aber die steht in besagtem 11. Haus. Es ist immer so eine Sache, einen Rat zu geben. Ich tue es trotzdem und möchte dir empfehlen, in dir selbst auf die Suche zu gehen. Du könntest dir ansehen, was für dich Beziehung bedeutet, wie du Beziehung zwischen Mann und Frau vorgelebt bekamst. Du könntest prüfen, ob dieses innere Bild dir und deinen Bedürfnissen entspricht oder ob du es nicht doch lieber anders hättest. Und du könntest versuchen, dir darüber klar zu werden, was die von dir beschriebene Beziehung dir garantiert bzw. garantiert hat. Wenn du dir selbst auf die Spur gekommen bist, ist gut möglich, dass gar nicht mehr wichtig ist, ob der Mann seinen Mond im Steinbock hat oder eine mächtige Ex. Liebe Grüße Rita
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von Camelot » Do 30. Sep 2010, 23:21
Hallo Rita, gaaanz lieben Dank. Ich sehe endlich klarer, einfach dadurch, weil es schwarz auf weiss zu lesen ist. Vorher war da immer so eine Ahnung, für die ich keine Worte hatte. Es stimmt, ich bin gern mit mir allein. Vor 28 Jahren begann ich, allein drei Kinder grosszuziehen. Während dieser Zeit hatte ich oft das Gefühl, dass ich nichts anderes brauche, als nur mich selbst. Das ganze ist mit Deinen Ausführungen jetzt stimmig. Jo, dann wird das bei mir wohl nix mehr werden mit "normaler Beziehung". Einen lieben Gruss in die Nacht Camelot
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von Camelot » Sa 2. Okt 2010, 15:38
Hallo Rita, ich möchte Dir noch mal ganz herzlich Danke schön sagen für die tolle Interpretation. Irgendwie hat das in mir die vage innere Stimme angesprochen, das doch nicht alles verloren ist. Zumal "Er" mir auch ständig dieses Feedback gibt. Ich mein, ich mach seit Jahren nichts anderes, als mich mit mir selbst zu beschäftigen, warum ich bin, wie ich bin. Hab auch schon paarmal in Liz Greene: Kosmos und Seele, gelesen. Also, das ist wirklich richtig: Durch diesen verflixten Saturn im 7.Haus hatte der Mann bei mir nix zu lachen. (Mein geschiedener Mann übrigens auch nicht...) Ich möchte endlich aufhören mit diesem verdammichten projizieren von mir auf den anderen. Jetzt hab ich noch eine Frage an Dich, oder jemand anderen, der mir helfen möchte: Wie sieht es beruflich demnächst bei mir aus? Hänge seit Monaten in der Luft, und bin seit 1 Monat arbeitslos. Und ständig Absagen. So oft dachte ich, dieser Job ist mir sicher, und dann war's wieder nichts. Woran liegt das? Wird sich das bald ändern? Ich bin wirklich sehr verzweifelt momentan. Dazu noch diese Einsamkeit. Keine sozialen Kontakte, Beziehung hinüber, Arbeit weg, und jeder will Geld von mir... Gibts einen Hoffnungsschimmer? Herzlichen Dank für die Mühe. Liebe Grüsse camelot
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von GreenTara » Sa 2. Okt 2010, 20:57
Hallo Camelot  ich möchte Dir noch mal ganz herzlich Danke schön sagen für die tolle Interpretation.
Gern geschehen. Irgendwie hat das in mir die vage innere Stimme angesprochen, das doch nicht alles verloren ist. Zumal "Er" mir auch ständig dieses Feedback gibt. Ich mein, ich mach seit Jahren nichts anderes, als mich mit mir selbst zu beschäftigen, warum ich bin, wie ich bin.
Diese Warum-Fragen sind tückisch. Weil du immer weiter nach dem "warum" fragst. Hast du eine "Ursache" gefunden, kommt unweigerlich irgendwann die Frage hoch, warum es zum "warum" kam. Und so weiter. Eines der zuverlässigsten Mittel, sich selbst dappich zu machen. Aus eigener leidvoller Erfahrung heraus bin ich dazu gekommen, anzuerkennen, was ist. Und siehe da, plötzlich löste sich viel in Wohlgefallen auf - und sogar die "Warum"-Fragen hörten auf. Der Kopf wurde klar und das Herz leichter. Ich möchte endlich aufhören mit diesem verdammichten projizieren von mir auf den anderen.
Das hört auf, wenn du dich annimmst, wie du bist. Und jetzt hast du eine gute Chance, dich anzunehmen. Wenn ich mir die Wiederholung von Transiten wünschen könnte, dann hätte ich gern tPluto Konjunktion rVenus und tNeptun Opposition rUranus wieder. Während dieser Phase begann ich, zunehmend zu sehen, was ist, statt zu sehen, was sein sollte (meiner Vorstellung nach). Du hast gerade diesen Transit. Wie sieht es beruflich demnächst bei mir aus? Hänge seit Monaten in der Luft, und bin seit 1 Monat arbeitslos. Und ständig Absagen. So oft dachte ich, dieser Job ist mir sicher, und dann war's wieder nichts. Woran liegt das? Wird sich das bald ändern?
Das müsste ich morgen in Ruhe und ausgeruht analysieren. Unastrologisch kann ich dazu sagen, dass du das erlebst, was Millionen andere derzeit ebenfalls erleben: Nämlich Absagen zu bekommen, obwohl Qualifikation, Bewerbung etc. stimmen. Das ist etwas, das liegt nicht an dir, und ich denke, du tust gut daran, dir diesen speziellen Schuh nicht anzuziehen. Es hat wenig mit dir zu tun und viel damit, dass es nach wie vor ein Überangebot von Arbeitskräften gibt. Ich bin wirklich sehr verzweifelt momentan. Dazu noch diese Einsamkeit. Keine sozialen Kontakte, Beziehung hinüber, Arbeit weg, und jeder will Geld von mir... Gibts einen Hoffnungsschimmer?
Auch das klingt sehr vertraut. Es klingt nach "Ausgesetztsein", sich verloren fühlen. Und es klingt nach einer Zeit, in der du Gelegenheit hast, zu dir zu finden. Wenn man arbeitet, ist das schwieriger. Der Druck durch Arbeitslosigkeit, Beziehungslosigkeit und Geldsorgen zwingt dich geradezu, deine Reaktionsmuster zu verändern. Und der tNeptun in Opposition zu rUranus öffnet dir da ein Fenster - es ist deine Chance, dich aus überkommen Reaktions- und Verhaltensmustern zu befreien. Da Uranus Herrscher von 8 und Neptun Herrscher von 9 ist, geht es bei dir gleichzeitig ganz stark um deine Bindungsmuster sowie dein soziales Milieu, um deine Überzeugungen und darum, wie du sie ausdrückst. Was jetzt helfen kann, ist, sich sehr um das zu kümmern, was auf der realen/materiellen Ebene ansteht (Uranus in 2 aus 8, also einen Haushaltsplan aufstellen, um die Ausgaben besser im Griff und jederzeit einen Überblick über die Finanzen zu haben. Wichtig wäre auch, zu eventuellen Schuldnern Kontakt aufzunehmen und vernünftige, realisierbare Absprachen zu treffen, über all dem aber dich nicht zu vergessen und dafür zu sorgen, dass deine materielle Existenz abgesichert ist. Das betrifft auch Ernährung, Kleidung, Pflege des Körpers, ausreichend Schlaf. Parallel dazu halte ich für wichtig, mit dem inneren Kind und dem inneren - oft lieblosen - Erwachsenen in Kontakt zu kommen (Transit-Saturn durch Haus 4). Eine "Versöhnung" dieser Anteile wirkt oft wie einen Initialzündung - und mehr oder weniger schnell wirst du auch wieder mehr am sozialen Leben teilnehmen können. Wenn du allein nicht weiterkommst, dann scheue dich nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ich empfehle gern die Lebensberatungsstellen. Die Mitarbeiter dort begleiten einen eine Weile, bis man wieder in der Lage ist, allein weiterzumachen. Sie geben einem gute Anstöße, bisherige Sichtweisen, Verhaltens- und Reaktionsmuster zu erkennen und gegebenenfalls zu verändern. Wenn du gerade arbeitslos bist, dann hast du Zeit, um mit dir herumzutüddeln. Damit du nicht denkst, dass ich einfach schlau daherrede: Ich war lange ohne Arbeit, verschuldet, ohne Beziehung und ohne große Hoffnung. Aber ich spürte meine Chance, nahm sie wahr und nun habe ich seit drei Jahren wieder Arbeit, bin fast schuldenfrei und habe eine wunderschöne und unnormale Beziehung. Uranus/Neptun sei Dank.  Liebe Grüße Rita
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von Camelot » So 3. Okt 2010, 11:30
Liebe Rita, Du bist phänomenal! Bist Du beruflich im psychologischen Bereich tätig? Wenn nicht, dann hätte ich Dich gern als Therapeutin  . Ich habe bereits drei Therapien hinter mich gebracht. Und trotzdem hielt ich all die Jahre fest an negativen Kindheitserfahrungen. Meine Kinder hatten bei mir genauso wenig zu lachen, wie mein Ex-Mann und Ex-Freund. Vom 9. - 18.Lebensjahr bin ich bei der Oma grossgeworden, und diese Frau war der Horror. Im Nachhinein betrachtet: Sie stand charakterlich einer KZ-Wärterin in nichts nach. Mit 6 Jahren kam ich von den Eltern weg, erst zu einer angeheirateten Tante, dann eben zu dieser Oma. Ein wenig beschäftigt hatte ich mich schon mit Astrologie, also diese 12 Jahre vom 6.-18. Jahr gaben mir schon zu denken, irgendwas war doch da mit "alle 12 Jahre"? Das innere Kind, was Du ansprichst, und der Transit Saturn durch Haus 4: Jo, ich denke, ich mache eine Familienaufstellung mit. Meine Freundin wird mir da helfen, finanziell. Diese Freundin kenne ich seit dem 15.Lebensjahr. Sie ist Widder, Asz.Wassermann... Ach ja, und meine Oma, von der weiss ich noch, sie war auch Wassermann. Und erst seit 2 Monaten habe ich mal wieder Kontakt zur Freundin. Mit der ich öfter mal jahrelange Pausen hatte. Weil ich sie nicht "annehmen" wollte. Zu viele Parallelen zur Oma... Letzte Woche sahen wir uns wieder, und was soll ich sagen, ich bin wirklich überrascht. Ich habe nicht mehr diese fiese Abneigung gegen sie empfunden, und bei ihr hat sich wohl auch einiges gewandelt. Zumindest bringt sie ab und an spirituelle Fäden in die Gespräche, das war früher undenkbar. Ja, liebe Rita, ich habe schon das Gefühl, ich würde etwas klarer sehen, und manche Sachen besser annehmen. Gestern telefonierte ich 4 Std. mit meinem Ex-Freund. Noch vor einigen Wochen und auch Monaten hielt ich eisern bei ihm den Finger auf alles! Gestern hielt ich mich öfter zurück, und kuckte mir innerlich an, wie ich empfinde bei dem, was er sagt und wie er es sagt. Ohne dass ich ihm am Telefon wieder ins Gesicht sprang. Und der Uranus in meinen finanziellen Sachen, hmmpff, ich zahle schon minimale Beträge bei den Schuldnern. Habe aber trotzdem Monat um Monat weniger zur Verfügung, ich strample wie verrückt, um von dieser Arge wegzukommen. Für nächste Woche hoffe ich auf einen positiven Bescheid eines Vorstellungsgespräches. Dieser Job wäre nur befristet bis März/April, aber immerhin. Ich danke Dir nochmals für die Zeit, die Du mir widmest. Wenn die richtigen Umstände da sind, dann treten die richtigen Menschen auf den Plan. Einen wunderschönen Sonntag wünsche ich Dir, und allen anderen, die das hier ohne "Gage" machen. Viele Grüsse Camelot
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von Camelot » So 3. Okt 2010, 11:34
Huch, ich weiss nicht, wie ich den letzten Beitrag ändern kann: Im letzten Absatz soll es natürlich heissen: Gläubiger. Nicht Schuldner. 
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von GreenTara » So 3. Okt 2010, 16:43
Hallo Camelot  Bist Du beruflich im psychologischen Bereich tätig? Wenn nicht, dann hätte ich Dich gern als Therapeutin  .
Bin ich nicht, habe mich aber immer für Psychologie interessiert, viele eigene Erfahrungen gesammelt und durch das Leben, wie es eben ist, viel gelernt. Ich habe bereits drei Therapien hinter mich gebracht. Und trotzdem hielt ich all die Jahre fest an negativen Kindheitserfahrungen.
Das tut man dann, wenn man nicht weiß, dass es Alternativen gibt und viele Methoden, um die Kindheitserfahrungen sozusagen "umzuschreiben". Es gibt den schönen Spruch: "Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit.". Wenn man weiß, wie der Geist arbeitet, dann bekommt man nach und nach mit, dass er ein Geschichtenerzähler ist. Auf diese Geschichten, die er einem wieder und wieder erzählt, reagiert man oft mit Emotionen - und so verfestigt sich die Überzeugung, die erzählten Geschichten seien wahr und die Reaktionsmuster schleifen sich - unbemerkt - immer tiefer ein. Dem Geist zuzuschauen, kann man zum Beispiel im Achtsamkeitstraining lernen. Aber auch das Zurückversetzen in eine schwierige emotionale Situation in der Kindheit kann in Begleitung erlebt dazu führen, dass es gelingt, das Skript umzuschreiben. Ein Beispiel für eine solche Umschreibung hatte Ann vor wenigen Tagen verlinkt: Lebe deinen Film. Es ist zwar ein Werbefilm, aber es ist sehr gut dargestellt, wie schnell es zu einer Veränderung im Fühlen kommen kann. Vom 9. - 18.Lebensjahr bin ich bei der Oma grossgeworden, und diese Frau war der Horror. Im Nachhinein betrachtet: Sie stand charakterlich einer KZ-Wärterin in nichts nach. Mit 6 Jahren kam ich von den Eltern weg, erst zu einer angeheirateten Tante, dann eben zu dieser Oma.
Ich denke, dass damit viele schmerzliche Erfahrungen verbunden sind und du viel damit zu tun hattest, um damit zurechtzukommen. Deshalb ist wichtig, dich für deine Lebensleistung anzuerkennen und dich nicht selbst hart zu behandeln. Ein wenig beschäftigt hatte ich mich schon mit Astrologie, also diese 12 Jahre vom 6.-18. Jahr gaben mir schon zu denken, irgendwas war doch da mit "alle 12 Jahre"?
Ein Jupiter-Umlauf dauert ca. 12 Jahre. Jupiter herrscht bei dir über das 6. Haus, in dem es um die emotionale Aussteuerung und Anpassung an Umweltbedingungen geht. Es ist sozusagen der "Regler" zwischen deinem Empfinden und dem, was dir im Leben entgegenkommt. Jupiter selbst steht in Haus 9, deshalb wirst du dich stark an dein jeweiliges soziales Umfeld anpassen (müssen). Die Opposition zur Mond/Pluto-Konjunktion legt nahe, dass diese Anpassungsleistungen von starken Ohnmachtsgefühlen begleitet waren. Und das stimmt ja auch, als 6jährige hast du keine große Wahl. Wichtig ist halt, aus diesem Ohnmachteserleben herauszukommen. Ansonsten wird in jeder aktuellen Situation, die auch nur minimal etwas mit der Ursprungssituation gemein hat, das alte Gefühl reaktiviert und hemmt dich, adäquat und gegenwartsbezogen zu reagieren. Was du ja durchaus erkannt hast. Du schilderst dein verändertes Erleben sehr eindrücklich: Letzte Woche sahen wir uns wieder, und was soll ich sagen, ich bin wirklich überrascht. Ich habe nicht mehr diese fiese Abneigung gegen sie empfunden, und bei ihr hat sich wohl auch einiges gewandelt. Zumindest bringt sie ab und an spirituelle Fäden in die Gespräche, das war früher undenkbar.
und: Gestern telefonierte ich 4 Std. mit meinem Ex-Freund. Noch vor einigen Wochen und auch Monaten hielt ich eisern bei ihm den Finger auf alles! Gestern hielt ich mich öfter zurück, und kuckte mir innerlich an, wie ich empfinde bei dem, was er sagt und wie er es sagt. Ohne dass ich ihm am Telefon wieder ins Gesicht sprang.
Das ist ein enormer Fortschritt! Und der Uranus in meinen finanziellen Sachen, hmmpff, ich zahle schon minimale Beträge bei den Gläubigern. Habe aber trotzdem Monat um Monat weniger zur Verfügung, ich strample wie verrückt, um von dieser Arge wegzukommen. Für nächste Woche hoffe ich auf einen positiven Bescheid eines Vorstellungsgespräches. Dieser Job wäre nur befristet bis März/April, aber immerhin.
Ja, (fast) alles ist besser, als bei der Arge ein- und auszugehen. Mir haben 9 Monate echt gereicht. Man hat mich nicht einmal drangsaliert, sondern immer korrekt behandelt. Trotzdem war es die Pest. Ich war zu dem Zeitpunkt schon sehr stabil, trotzdem hat es mir ab und an die Schuhe ausgezogen, zu Mal ich auch noch meinen fnanziellen Pflichten nachgekommen bin. Es ist hart, so zu leben und es kann sehr zermürben, selbst, wenn man ein sonniges Gemüt hat. Unter diesen Bedingungen ist es natürlich kaum möglich, noch mehr zu sparen - es sei denn, du kannst noch irgendwelche Zahlungen herunterdrücken. Vielen sind kleine Raten lieber als eventuell gar nichts zu sehen. Mühsam ist es alle Mal. Wie versprochen habe ich mir die aktuellen Auslösungen angesehen. Wird jetzt bissel technisch. Naboddirektion:MC konvers 17° 59‘ Wassermann: Venus + Uranus – originelles Angebot, angenehme Beziehungen eher „unpersönlicher“ Natur. Insofern interessante Auslösung, weil es sich hier um vielfältige Verbindungen handelt, die Haus 2 und 11 betreffen. Beide Häuser haben viel mit der Absicherung zu tun, Haus 2 auf der körperlichen und materiellen Ebene, Haus 11 auf der gesellschaftlichen. Spitze 6 konvers 7° 36‘ Skorpion: Venus/Venus – eine wichtige Entscheidung, die mit einem Verlust verbunden ist; erotische Neigung oder Existenzsicherung; man bekommt das eine nur, wenn man auf das andere verzichtet. Hier ist meines Erachtens am ehesten deine eingangs geschilderte Beziehungssituation abgebildet. MC direkt 23° 17‘ Stier: Saturn/Uranus – mit einem ungeheuren Widerspruch leben; unter Schmerzen Altes aufgeben, um etwas Neues anzufangen, Bruch mit der Tradition und Norm. Aber auch das Gegenteil davon ist möglich: Eine belastende Situation wird plötzlich beendet, Neues tut sich auf. SA/UR löst immer aus, auch wenn sich in deiner Radix keine entsprechenden Konstellationen finden. Allenfalls könnte man noch von einer eher schwachen Auslösung der ME/SA-Konstellationen ausgehen, die aber immerhin Bezug zum 10. Haus haben, also zumindest zu einem Teil relevant für die berufliche Situation sind. Transitdirektion:Marsbogen (Mars Herrscher von 10 in 10): Der tdMond auf dem MC deutet auf eine wechselvolle Zeit bezüglich des Berufes, weil deine Tatkraft Schwankungen unterworfen ist. Sekundärprogression: Sek. Venus aus 11 auf rSpitze 2: Eine Bekräftigung der erstgenannten Auslösung, die eher als Chance denn als Hemmnis zu sehen ist. Sek. Sonne Quadrat rMC: Hier würde ich noch einmal prüfen, inwieweit deine bisherigen Verhaltensweisen hinderlich waren, inwieweit du es dir selbst bei der Jobsuche schwer machst. Ansonsten: Mit Ausdauer zum Ziel. Um das zusammenzufassen: Ich sehe durchaus Chancen für einen Job, denke aber, dass du dich zunächst auf einige Wechsel einstellen solltest. Und genau das zeichnet sich ja auch ab durch das von dir erwähnte Vorstellungsgespräch. Die Befristung ist natürlich der "Pferdefuß", aber bis April fließt ja noch einiges Wasser die Elbe herunter und es können sich zwischenzeitlich völlig neue Aspekte ergeben. Im Sommer 2011 rückt der dirigierte MC auf einen Sonne/Jupiter-Grad: "König sein". Damit dürfte das Ende des Umbruchs eingeläutet sein.
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von Camelot » So 3. Okt 2010, 20:17
Liebe Rita, ja, was soll ich sagen: Erneut Herzlichen Dank. Mit Deinen wunderschönen Denkanstössen fühle ich mich endlich nicht mehr wie im Werde die nächsten Tage mal über alles reflektieren. Gut möglich, dass ich mich noch mal melde. Du hast mir wirklich sehr geholfen. Liebe Grüsse Camelot
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