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Gegenseitige Hilfestellung und Beratung auf freiwilliger Basis. Eigene Deutungsansätze sind erwünscht
von chanda » Fr 1. Okt 2010, 19:13
Hallo Forum! Heute hatte ich ein intensives Gespräch mit meiner Tochter. Sie geht zu dem Psychologen in Gesprächstherapie, wo ich mich letztes Jahr nach 1 1/2 Jahren Verhaltenstherapie verabschiedet habe. Der Psychologe ist sehr nett und sympathisch, ich mochte ihn und konnte, was wichtig ist, auch gelegentlich herzhaft mit ihm lachen. Was mich nur sehr verwundert ist, dass er in auffälliger Weise Motivationen oder Eigenschaften auf mich projeziert hat und davon nicht abzubringen war. Das war auch der Grund, warum ich nicht die Stunden verlängert habe, obwohl er es mir angeboten hat. Nun ist er wohl ein wenig beleidigt, was er aber natürlich nie zugeben würde, und stichelt regelmäßig mit kurzen Worten gegen mich, wenn er die Sitzungen mit meiner Tochter hat. Aber das ist nicht das eigentliche Thema. Bei dieser Gelegenheit ist mir nur einmal mehr bewusst geworden, dass mich das mein ganzes Leben lang begleitet. Dass gerade "Fach"-Leute, also studierte Ärzte oder Therapeuten mir mit aller Gewalt Motivationen oder Eigenschaften einreden wollen, die ich gar nicht habe. Es ist mir schon bewusst, dass dies auch ein heikles Thema ist. Denn die Studierten denken ja gerade, dass sie diejenigen im Staate sind, die als erste merken, wenn jemand lügt oder projeziert. Ich arbeite allerdings seit an die 35 Jahren an mir, habe sehr lange hart daran gearbeitet, mich nicht mehr selbst zu belügen oder rauszureden. Also, wenn ich sage, dass die Ärzte und Psychologen, aber auch andere Menschen, mich auffallend häufig falsch einschätzen, dann weiß ich, wovon ich rede. Ich kenne meine Fehler und habe keine großen Probleme damit, auch welche einzugestehen. Aber was nicht stimmt, das stimmt halt auch dann nicht, wenn der, der spricht, Psychologie studiert hat. Am auffälligsten ist es, dass mich die Leute immer sehr viel energetischer und dynamischer einschätzen als ich wirklich bin. Ich weiß inzwischen auch, woran das liegt: Ich rede dynamisch und energetisch. Auch eine früher beste Freundin sagte mal zu mir, dass sie bei Telefonaten mit mir den Eindruck hat, es mit einem wirklich energiegeladenen Menschen zu tun zu haben. Und dann glauben diese Leute partout nicht, dass mein Körper chronisch krank und chronisch schwach ist und dass ich regelmäßig Probleme damit habe, den ganz normalen Alltag einer Frührentnerin zu bestehen: also Einkaufen, mit dem Hund 3x täglich Gassi, Putzen, Waschen etc. (wir haben einen 4-Personen-Haushalt mit zwei extrem faulen Männern, hauptsächlich hilft nur die Tochter). Beispiel: Der Psychologe denkt, ich sei nur faul und träge bzw. antriebsschwach und nicht wirklich körperlich schwach. Deshalb wird mir dann empfohlen, meine Trägheit mit bestimmten Tricks zu überwinden. Er unterstellt mir tatsächlich, mit meinem Hund immer nur "bis zum nächsten Baum" zu gehen und geht davon nicht mal dann ab, wenn ich ihm sage, dass ich immer 20-30 Minuten Gassi gehe. Er glaubt es einfach nicht. Anderes Beispiel: Der Psychologe unterstellt mir, Angst oder Scham davor zu haben, in einem öffentlichen Strafprozess dabei zu sein (ein Verwandter war beteiligt) und dass ich deshalb die 50km nicht dahin fahre. Dabei war es in Wirklichkeit halt meine körperliche Schwäche, die mich davon abgehalten hatte. Und wenn ich dem Psychologen dann sagte, dass ich schon TV- und Radioauftritte und Model-Jobs hatte und mich in einem anderen öffentlichen Prozess sogar ungefragt mit dem Richter in eine Diskussion hineinbegeben habe, - dann merke ich, der glaubt mir einfach nicht!Wobei ich hier nicht behaupten will, dass ich niemals faul und träge bin. Ich bin diesbezüglich ein normaler Mensch, auch ich bin hin und wieder mal faul und träge. Aber nicht in dem Maße, wie man in mich hineinprojeziert. Eher im Gegenteil, mit meinem überstarken Saturn im 1. Haus habe ich eine eiserne Disziplin, wenn es um Verantwortung und Pflichterfüllung geht, habe drei Kinder alleine großgezogen und teilweise nebenher noch gearbeitet. Und nun die Frage. Liegt die Unfähigkeit der Leute, mich so einzuschätzen, wie ich wirklich bin, daran, dass der Neptun in meinem Horoskop so stark ist? Der Herrscher meines Aszendenten, Merkur, steht in einem gradgenauen Quadrat zu Neptun, außerdem habe ich Venus,Mars,Jupiter,Mondknoten in Fische. Oder kann es zum Teil auch daran liegen, dass ich einen Jungfrau-Aszendenten habe, somit also das Zeichen Fische am Du-Punkt liegt? Gibt es hier Leute, die das auch kennen, dass sie penetrant sogar von Freunden oder Therapeuten, die eigentlich genau hinschauen, falsch eingeschätzt werden? Und habt ihr dann auch einen sehr starken Neptun? Der herrscht (Placidus-Häuser) bei mir auch über das 6. (Krankheits) Haus, was vielleicht mit ein Grund ist, warum meine Krankheiten immer solche sind, die noch nicht genug erforscht sind und allgemein (noch) nicht ernst genug genommen werden, man mich also mit den Krankheiten ganz gerne mal in die Psycho-Ecke schiebt, obwohl es körperliche Diagnosen gibt. Und wenn ich also in Gesprächen immer so dynamisch wirke, liegt das evtl. an dem Skorpion, der in meinem 3. Haus herrscht und an Pluto, der zu meinem Merkur in Quinkunx steht? Ich meine, wenn ich z.B. an den berühmten Physiker Stephen Hawking denke, dann ist der im Kopf auch außerordentlich aktiv und dynamisch, obwohl sein Körper einem einzigen Schrotthaufen gleicht. 
Grüße von Chanda!
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von Zdenka » Mo 4. Okt 2010, 12:10
Liebe Chanda, Interessante thema aber auch eine schwieriges thema. Ich habe eine Freundin die ständig mit Ärzte probleme hat, bei ihr ist 7 haus nicht im Fische wie bei dir , sondern im Steinbock. Ihre 6 haus ist in Schütze und darin sind Sonne,Mars und Südliche Mondknoten. Sie ist auch ständig krank, mit unterbrechungen wo es ihr gut geht. Ihr glaubt auch keiner das sie ernsthaft krank ist, wurde schon öfters als Simulantin dargestellt. Sie hat ihre Neptun in 4 haus also im quadrat zu 7 haus, aber sonst steht ihre Neptun in trigon zeichen zu Mond und mit Sonne, Mars bzw. mit Saturn und Pluto in sextil. Aber bei ihr ist es so das der Mond herscher von 1 mit Saturn herscher von 7 in oposition steht,und mit pluto der in konjuktion mit saturn steht, dan in qudrat mit Merkur,Venus und Jupiter in Skorpion. Also sie hat ein AC herscher mit viele spannungsaspekten, und Sonne und Mars im 6 haus. Daher denke ich das es bei dir wie du vermutest diese Merkur- Neptun thema ist. Ich weiss jetzt nicht wie steht dein Jupiter (als klasische herscher von 7) ob er auch irgendwelche schwierige aspekte mit eine persönliche planet hat. Und was noch wichtig wäre, da der Jupiter sehr stark steht, wäre interessant zu wissen wieviel würde Merkur besizt, ist er vllt. sehr schwach? das würde erklären das das spielchen zwischen dir(Merkur) und die anderen ( Jupiter) immer für deine nachteil ausgeht. In dem fall hätest du mehrere punkte die zu deine nachteil sind. Vllt. wäre gut deine horoskop hier hochladen dann könnte man sich alles nachsehen. Ich hoffe das sich noch einige hier melden und deine thema ein bisschen beleuchten. Ich hoffe dir gehts zur zeit gut, LG. Zdenka 
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von chanda » Mo 4. Okt 2010, 17:57
Liebe Zdenka, tja, mit deiner Bekannten habe ich zwei Dinge gemeinsam: Aszendentenherrscher steht in Spannung mit Deszendentenherrscher (bei mir Merkur-Neptun-Quadrat) sowie Mars in 6. Mein Radix lade ich mal hoch. Hätte ich wohl gleich machen sollen. Aber manchmal bin ich etwas schüchtern und will mich nicht zu wichtig machen.  Allerdings, wie sollt ihr auch ohne Radix viel sehen. 
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Grüße von Chanda!
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von chanda » Mo 4. Okt 2010, 18:39
Ach ja, um die Würden zu sehen, musst du ja meine Daten wissen: 01.02.1951, 21Uhr05, Neuruppin. Der Asz.-Herr Merkur steht peregrin. Die Daten deiner Freundin würde ich mir gerne mal ansehen. Vielleicht kannst du sie mir per PN geben?
Ich habe noch niemanden bisher getroffen, dem seine Krankheiten in dem Ausmaß nicht geglaubt wurden, dass sogar schriftliche Diagnosen von anderen Ärzten, von Professoren, als "Fehldiagnosen" abgetan wurden. Meine Mutter war auch Jahrzehnte lang krank, aber ihre Krankheiten waren nicht so versteckt. Ich bin allerdings ein Kämpfer, habe mir mit jahrelangem Ringen die Frührente und 60 % Schwerbehindertenausweis erkämpft.
Grüße von Chanda!
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von Simmi » Mo 4. Okt 2010, 22:50
Hallo Chanda Bitte, hasse mich nicht. Dein Problem ist: Ich bin allerdings ein Kämpfer, habe mir mit jahrelangem Ringen die Frührente und 60 % Schwerbehindertenausweis erkämpft.
Oh... mein... Gott... Unsere Kampfvorstellungen liegen weit auseinander. Ich würde für meine Gesundheit kämpfen, so wie die Menschen im Rollstuhl, die etwas erreichen, was sie trotz der Behinderung, an ihre 100% Möglichkeiten bringt. Das sind Kämpfer! Wer weiss, die Symptome können ja reäl sein, so wie bei einer Scheinschwangerschaft. Aber es ist doch sehr auffällig, dass jemand behindert sein will. Und wenn jemand noch stolz drauf ist... da kann ich nichts zu sagen Es lieg bestimmt an Fischen; Die ganze Kraft (Mars) mit einem grossen Enthusiasmus (Jupiter) wird dahin verbraucht, sich seinem Körper zu entledigen (Konjunktion in Fische). Wahrscheinlich bist du so sehr irgendwo im Nirgendwo mit deinen Gedanken, dass wenn dich die Realität/Materialität einholt, empfindest du sie als behindernd. Und damit dich einer versteht, was du meinst, was du meinst mit dieser behindernden Materialität, muss die reale Behinderung her, damit jeder sehen kann, wie die materielle Welt einen behindern kann. Und wahrscheinlich, empfindest du dieses Aufeinanderprallen der gegensätztlichen Aggregatzustände besonders intensiv, denn trotz des ganzen Neptuns (und Uranus ist nicht ein tik besser), hasst du den Saturn am AC in der Jungfrau (und noch einige andere Kontellationen) Deshalb, muss man sich erts mal in deine Haut versetzen, um zu wissen, wie schwer es für dich ist anders zu handeln, als du handelst. Es ist unglaublich schwer! Das ist die Bockigkeit im Inneren. Anstatt ins Galeichgewicht zu kommen, wählt man das Eine und unterdrückt das Andere, aber es wird einem niemals Ruhe geben. Das siehst du schon jetzt, du hast die Behinderung amtlich gemacht, aber es verfolgt dich trotzdem. Weil das nicht der richtige Weg für dich ist. Neptun liebt alles, aber Neptun muss lernen wirklich ALLES zu lieben, und in ertster Linie den eigenen Körper. Dann wirst du ihn nicht als Behinderung wahrnehmen, sondern als das Ergebnis einer mit aller reinen Liebe, bis zum Ende fantasierten Welt.
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von Traumprinz » Di 5. Okt 2010, 09:12
Hallo Simmi, Neptun liebt alles, aber Neptun muss lernen wirklich ALLES zu lieben, und in ertster Linie den eigenen Körper. Dann wirst du ihn nicht als Behinderung wahrnehmen, sondern als das Ergebnis einer mit aller reinen Liebe, bis zum Ende fantasierten Welt.
Weißt du, wo dein Denkfehler liegt? In einer Gesellschaft, die sich so weltoffen gibt, in der Behinderungen aber immer noch möglichst verdrängt werden, ist es sehr wohl eine Leistung, sich zu seinen Einschränkungen zu stellen und für seine Rechte auf dem Gebiet zu kämpfen. Abgesehen davon, dass diese Rechte vom Gesetzgeber bewusst erschaffen wurden. Ich finde es immer wieder sehr faszinierend, dass Leute sich anmaßen Dinge abzuurteilen, die sie selbst nie erlebt haben. Dazu gehört die aktuelle Debatte über die faulen Hartzer und darunter sortiere ich auch deine Polemik gegen vorteilsnehmende Behinderte. Wie konntest du dir aber auch nur Sonderrechte erstreiten, Chanda?  Ich habe übrigens auch so einen schönen Ausweis, und zahle keine GEZ mehr UND fahre umsonst Straßenbahn. Neiddebatte nannte man das vor ein paar Jahren, Simmi... Gruß, Björn
"Multiple exclamation marks are a sure sign of a diseased mind." Terry Pratchett 
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von chanda » Di 5. Okt 2010, 10:51
Hallo Björn, es gibt verschiedene Motive, Kranke und Behinderte runterzumachen. Entweder der Neid auf das vermeintlich faule Leben. Oft aber die Angst vor eigener Behinderung. Wenn man nun den Kranken und Behinderten grobe Fehler in der Lebensführung oder Lebenseinstellung unterstellt, kann man sich in der Vorstellung sonnen, dass man selbst diese Fehler nicht macht und somit nicht von Krankheit bedroht ist. 
Grüße von Chanda!
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von Libra » Di 5. Okt 2010, 11:18
Hallo liebe Chanda!
Habe Dir heute morgen eine PN geschickt! -- Hoffentlich hast Du sie erhalten!
Lieben Gruß ~ Meggy.
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von Lila » Di 5. Okt 2010, 19:26
Behinderung amtlich gemacht, aber es verfolgt dich trotzdem. Weil das nicht der richtige Weg für dich ist wie bist du dir da so sicher Simmi?
hallo chanda, simmi hat es vielleicht richtig beschrieben, auch wenn Björn ihr unlautere Absichten vorwirft, glaube ich das Ihr beide Simmi vielleicht misses habt.
Simmi, du schaffst mich irgendwie. und ich wollte Lacon lesen,grins.
Grüsse Karin
Der wahre Beruf eines Menschen ist, zu sich selbst zu kommen.
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von GreenTara » Di 5. Okt 2010, 19:57
Hallo Simmi  Unsere Kampfvorstellungen liegen weit auseinander. Ich würde für meine Gesundheit kämpfen, so wie die Menschen im Rollstuhl, die etwas erreichen, was sie trotz der Behinderung, an ihre 100% Möglichkeiten bringt. Das sind Kämpfer!
Woher nimmst du die Gewissheit, zu wissen, dass Chanda nicht genau das getan hat? Und vielleicht ist die Anerkennung der Schwerbehinderung genau das, was sie braucht, um sich ihre "Rest-Gesundheit" und ihre 100 % zu erhalten. Ich bin mir nicht sicher, ob du weißt, was es bedeutet, in Deutschland eine Frührente oder Ähnliches durchzusetzen. Das ist meist ein jahrelanger Marsch, der sehr viel Kraft und Durchhaltevermögen braucht. Ohne Zähigkeit geht da gar nichts. Wer es schafft, während dieser Prozedur den Kopf hochzuhalten und nicht einzuknicken, hat Grund, ein wenig stolz auf sich zu sein. Viele Grüße Rita
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von Franz » Mi 6. Okt 2010, 10:23
nur mal so ein Gedanke..........
wenn ich auf einer Party bin, dann bin ich Franz, der Mensch. Dann darf ich denken und sagen: "Sieh mal, wie die xxx sich wieder aufgetakelt hat, und schau mal wie der xxx wieder besoffen ist."
Als Astrologe bin ich nicht Franz, der Mensch, da bin ich Astrologe. Da darf ich nicht mein Ego behalten, darf keine Wertmaßstäbe anlegen, keine Urteile abgeben und nicht von meiner persönlichen Warte aus betrachten.
Da muss ich sehen und akzeptieren, ohne meine eigenen Gedanken zu einem Umstand zu haben.
Ich muss mich selbst "ausknipsen" wie das Licht in meinem Schlafzimmer wenn ich zu Bett gehe. Kann oder will ich das nicht, kann ich nicht objektiv beurteilen was die Radix eines anderen mir sagt.
Meine Gedanken dazu können falsch sein, das weiß ich nicht sicher. Was ich jedoch sicher weiß ist, dass meine Gedanken dann auf jeden Fall falsch sind, wenn ich sie zum beurteilen einer Radix oder einer Gegebenheit aus meiner eigenen Sichtweise heraus hege.
Lieber Gruß Franz
http://www.youtube.com/watch?v=dHehAmbskFQEntweder wir stoppen es oder wir haben es nicht besser verdient. Dann sind wir Menschenvieh, das zu nichts anderem taugt als im Stall gehalten- um ihnen Milch zu geben und bei Bedarf geschlachtet zu werden!
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von chanda » Mi 6. Okt 2010, 11:17
Hallo Franz,
das ist natürlich ein hoher Anspruch, den nur reife Menschen erfüllen können. Das ist so ähnlich, wie wenn man versucht, objektiv zu sein. Die Subjektivität ist, vermute ich, nur abzuschwächen, niemand kann sie ganz ausschalten.
Für die meisten Fälle würde es schon genügen, wenn wir alle uns bemühen würden, nicht zu vorschnell zu urteilen, insbesondere, wenn es sich um harte Urteile und um Vorwürfe handelt. Wir könnten uns einfach darüber bewusst sein, dass schnelle Beurteilungen meistens falsche Beurteilungen sind.
Ich habe ein bisschen herumgegoogelt, versucht, Prominente mit Fehldiagnosen zu finden. Ich konnte sehr viele Seiten finden, auf denen von schlimmen Fehldiagnosen die Rede war. Aber kaum je wird vom Patienten dann das Geburtsdatum angegeben, ganz zu schweigen von der Geb.-Uhrzeit. Am meisten hat mich das Schicksal der Tanja Afflerbach beeindruckt. Diese wurde nach einem Autounfall nicht auf Schock behandelt, den sie hatte. Sondern sie wurde mal schnell als psychisch krank eingestuft, wurde zehn Jahre lang als Schizophrene behandelt, mit tausend überstarken Psychopharmaka, die sie überhaupt erst krank gemacht haben. Ihr Horoskop wäre echt mal sehr interessant zu sehen.
Mein bisher schlimmstes Erlebnis war eine Reha im Jahr 1999. Ich hatte mir speziell diese Klinik ausgesucht, weil auf ihrem flyer stand, dass sie auch Diagnostik durchführen würden. Denn meine chronische Müdigkeit konnte seit Jahrzehnten nicht erklärt werden. In der Reha dann interessierte sich niemand dafür, meine extreme Erschöpfung diagnostisch zu durchleuchten, außer einem allgemeinen Blutbild wurde nichts gemacht. Ich wurde den ganzen Tag von einer Anwendung (Gymnastik, Bäder, Massagen etc.) "gejagt", konnte mich überhaupt nicht erholen. Was ich so dringend gebraucht hätte. Als ich nach drei Wochen beim Psychologen eine Verlängerung beantragte, schätzte dieser mich als Simulantin ein. Ich hatte damals gewaltige psychische Belastungen zu Hause (meine pubertäre Tochter war schwer psychisch erkrankt und suizidgefährdet und ich war hoffnungslos mit ihr überfordert). Der Psychologe erklärte später, dass einzig die Tatsache, dass ich nicht gleich in der ersten Reha-Woche zu ihm in die Behandlung kam, ihm ausreichte, mich als Simulantin anzusehen, die es einzig auf eine unverdiente Reha-Verlängerung abgesehen hatte. Der Psychologe überzeugte dann den Oberarzt sowie den Chef-Arzt, dass ich Simulantin sei. Die drei gemeinsam erklärten mir dann, dass sie mir eine Woche Verlängerung "unverdient" gewährten. Dann soll ich aber "Ruhe geben" und nach Hause fahren. Ich fuhr danach genauso fertig und kaputt nach Hause, wie ich in die Reha gefahren war.
Heute würde ich sagen, dass ich sowohl körperliche als auch psychische Gründe für meine Müdigkeit habe. Nach der Reha endlich wurde diagnostiziert, dass ich alle möglichen Lebensmittel nicht vertrage (Fructose, Lactose, Sorbit etc.). Wenn ein Mensch sein "täglich Brot" nicht verdauen kann, ist es kein Wunder, wenn er/sie chronisch müde ist, und der Reizdarm folgt auf dem Fuße. Seit 20 Jahren kriege ich grausige Enddarm-Schmerzen nach dem Genuss von Süßem. Die dauern immer ca. 14 Stunden lang und sind nur noch mit Opiaten kleinzukriegen.
Grüße von Chanda!
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von Franz » Mi 6. Okt 2010, 11:34
Liebe Chanda, das ist natürlich ein hoher Anspruch, den nur reife Menschen erfüllen können. Das ist so ähnlich, wie wenn man versucht, objektiv zu sein. Die Subjektivität ist, vermute ich, nur abzuschwächen, niemand kann sie ganz ausschalten.
Das kann ich sicher nicht in vollem Umfang für mich in Anspruch nehmen, aber wenigstens bin ich mir dessen bewusst und ich arbeite daran. Was Deine medizinischen Probleme anbelangen, so ist es leider oft so, dass die Institute hier nach festen eingefahrenen Kriterien vorgehen. Was davon abweicht wird oft ignoriert. Es bedarf einer guten Portion Glück um die richtigen Therapeuten zu finden. Leider. Lieber Gruß Franz
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von hermine » Mi 6. Okt 2010, 11:59
Hallo Chanda, objektiv, denke ich, kann man gar nicht sein sein, da die eigene Persönlichkeit mit ihren Erfahrungen und Ansichten immer in Gesprächen und Beratungen (egal auf welchem Gebiet) mit einfließt, denn man hat natürlich eine eigene Meinung.(Hoffentlich) Wichtig ist jedoch, gerade in beratender Funktion, daß man nicht wertet und bewertet, nicht urteilt und verurteilt. Ich denke Franz, das war das was du meintest.? Gruß an euch Hermine
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von Franz » Mi 6. Okt 2010, 12:34
Liebe Hermine, objektiv, denke ich, kann man gar nicht sein sein, da die eigene Persönlichkeit mit ihren Erfahrungen und Ansichten immer in Gesprächen und Beratungen (egal auf welchem Gebiet) mit einfließt, denn man hat natürlich eine eigene Meinung.(Hoffentlich)
Grundsätzlich stimme ich Dir zu. Man kann bei einer Beratung die eigene Persönlichkeit nicht völlig abschalten, aber man kann diesem Zustand so nahe wie möglich kommen. Man kann jedoch sehr wohl das eigene Ego abschalten. Das muss man sogar können um Menschen zu beraten. Es kann nicht sein, dass man aus seinen eigenen Neigungen und Abneigungen heraus rät. Nur weil ich es (für mich) als geistesgestört betrachte, auf einen Berg im Himalaja zu kraxeln, kann ich nicht Reinhold Messner davon abraten. Weil ich es verwerflich finde, Ehebruch zu begehen (tu ich nicht, da ich die Umstände von Fall zu Fall verstehe, aber angenommen...), kann ich nicht einem Ehebrecher meine Sicht von Moral überstülpen, sondern muss ihm völlig wertneutral die Umstände in der Radix darlegen. Lieber Gruß Franz
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