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Gegenseitige Hilfestellung und Beratung auf freiwilliger Basis. Eigene Deutungsansätze sind erwünscht
von Julechen » Fr 13. Mai 2011, 14:58
Hallo liebe Forenmitglieder, ich bin noch ganz neu hier im Forum und beschäftige mich auch erst seit kurzem mit Astrologie. Bin Zwillinge, Asz. Widder, Mond in Widder, Venus in Krebs Fange nach Jahren im Ausland gerade ein neues Leben in einer neuen Stadt in Deutschland an und bin sehr unsicher, wie meine nächsten Schritte nun am besten aussehen sollten. Bin Freiberufler und beruflich auch ganz zufrieden, aber seit 4 Jahren Single, was für mich (weibl., fast 33) gerade großen Druck bedeutet, da ich mir ja schon eine Familie wünsche. Habe seit ich denken kann diesen tiefen Wunsch nach einem Partner, der gleichzeitig mein bester Freund und eine Art Seelenverwandter ist. Jemand, auf den ich zählen kann, der mir aber auch meinen Freiraum lässt und mich nicht bedrängt. Frage mich manchmal, ob das vielleicht für immer eine Illusion bleiben wird, so einen Menschen zu finden. Auch was Freundschaften angeht, bin ich sehr anspruchsvoll - wünsche mir positive und ausgeglichene Menschen, die mich in irgendeiner Weise inspirieren und mit denen man sich auch tiefsinnig unterhalten kann. Denke eigentlich auch, dass ich diesen Menschen auch viel zurückgeben kann und mich sehr intensiv auf sie einlasse. Leider habe ich diese Leute hier in der neuen Stadt noch nicht gefunden. Dadurch fühle ich mich gerad ziemlich einsam und verloren. Denke auch gerade darüber nach, wieder in eine WG zu ziehen, weil Gemeinschaft mich eigentlich sehr glücklich machen kann. Habe gleichzeitig aber Angst, dass mir das alles zu viel werden könnte, ich keine Ruhe finden werde und es vielleicht nicht die richtigen Menschen sein werden (man kann das am Anfang ja immer so schlecht einschätzen und habe da auch schon mal ein paar schlechte Erfahrungen gemacht). Vielleicht hat ja jemand Lust, sich einmal meine Radix anzusehen, und kann mir einen Rat oder eine Prognose geben, wie sich das alles bei mir entwickeln könnte bzw. wo ich aufpassen muss und was sonst so auffällig ist bei mir? Es würde mich alles brennend interessieren Die vielen Horoskopsplitter, die ich bisher so im Internet gefunden hab, haben mich teilweise erschreckt, weil da immer wieder die Rede von dominantem Verhalten und kontrollieren wollen die Rede war. Habe eigentlich eher das Gefühl, dass meine Wünsche und die Dinge, die mir Spaß machen, meist so sehr von den Wünschen des Großteils der Menschen abweichen, dass der Eindruck entsteht, immer alles anders haben zu wollen und nie zufrieden zu sein, mit dem, was einem angeboten wird. Vielleicht habe ich aber auch nur noch nicht die richtigen Menschen hier getroffen, die ebenso Ruhe und Natur lieben, aber trotzdem nicht langweilig sind und vielleicht auch schon und ein bisschen gereist und viel erlebt haben, so dass man sich immer etwas zu erzählen hat. Hmmm. Ich hänge einmal meine Radix an und bin für jeden Kommentar dankbar Danke und liebe Grüße, Jule
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von Magenta » Fr 13. Mai 2011, 16:01
Kurt Tucholsky Das IdealJa, das möchste: Eine Villa im Grünen mit großer Terrasse, vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße; mit schöner Aussicht, ländlich-mondän, vom Badezimmer ist die Zugspitze zu sehn - aber abends zum Kino hast dus nicht weit. Das Ganze schlicht, voller Bescheidenheit: Neun Zimmer - nein, doch lieber zehn! Ein Dachgarten, wo die Eichen drauf stehn, Radio, Zentralheizung, Vakuum, eine Dienerschaft, gut gezogen und stumm, eine süße Frau voller Rasse und Verve - (und eine fürs Wochenend, zur Reserve) - eine Bibliothek und drumherum Einsamkeit und Hummelgesumm. Im Stall: Zwei Ponies, vier Vollbluthengste, acht Autos, Motorrad - alles lenkste natürlich selber - das wär ja gelacht! Und zwischendurch gehst du auf Hochwildjagd. Ja, und das hab ich ganz vergessen: Prima Küche - erstes Essen - alte Weine aus schönem Pokal - und egalweg bleibst du dünn wie ein Aal. Und Geld. Und an Schmuck eine richtige Portion. Und noch ne Million und noch ne Million. Und Reisen. Und fröhliche Lebensbuntheit. Und famose Kinder. Und ewige Gesundheit. Ja, das möchste! Aber, wie das so ist hienieden: manchmal scheints so, als sei es beschieden nur pöapö, das irdische Glück. Immer fehlt dir irgendein Stück. Hast du Geld, dann hast du nicht Käten; hast du die Frau, dann fehln dir Moneten - hast du die Geisha, dann stört dich der Fächer: bald fehlt uns der Wein, bald fehlt uns der Becher. Etwas ist immer. Tröste dich. Jedes Glück hat einen kleinen Stich. Wir möchten so viel: Haben. Sein. Und gelten. Daß einer alles hat: das ist selten. 
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von Julechen » Fr 13. Mai 2011, 16:56
Hallo Magenta, danke für das schöne Gedicht  Ja, Hummelgesumm und zum Kino nicht zu weit, das wäre perfekt Luxus hingegen ist mir aber überhaupt nicht wichtig, solange ich ein Dach über dem Kopf habe und die richtigen Menschen um mich herum... Sieht mein Radix denn danach aus, dass ich mir das Perfekte wünsche in jeder Hinsicht? LG, Jule
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von Julechen » Fr 13. Mai 2011, 17:42
P.S.: Nur damit es keine Missverständnisse gibt "Habe eigentlich eher das Gefühl, dass meine Wünsche und die Dinge, die mir Spaß machen, meist so sehr von den Wünschen des Großteils der Menschen abweichen, dass der Eindruck entsteht, immer alles anders haben zu wollen und nie zufrieden zu sein, mit dem, was einem angeboten wird." Das war eher so gemeint, dass ich z.B. meist kein großes Interesse daran hab, in laute Bars zu gehen oder den ganzen Abend mit einer großen Gruppe von Leuten nur über Oberflächlichkeiten zu reden - viel lieber würde ich z.B. abends mit 2 oder 3 Leuten am Fluss hocken und mich ganz ruhig und entspannt zu unterhalten über alle möglichen und unmöglichen tiefsinnigen Themen - und da habe ich halt oft das Gefühl, mit solchen Wünschen allein dazustehen... 
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von GreenTara » Fr 13. Mai 2011, 19:58
Hallo Jule  Julechen hat geschrieben:Sieht mein Radix denn danach aus, dass ich mir das Perfekte wünsche in jeder Hinsicht?
Ja - PL in 7 und im Quadrat zur Venus sind zwei der Faktoren, die dafür stehen. Aber: Wenn etwas perfekt ist, ist es das Ende seiner Entwicklung. Es ist dann unlebendig. Wünsche oder Erwartungen haben wir alle dauernd, nur machen wir uns viel zu selten klar, dass wir dann nicht in der Gegenwart sind, sondern in irgendeinem Vorstellungscontainer sitzen (Plutos Spezialität). Wir machen uns abhängig von einer höchst ungewissen Erfüllung unserer Wünsche - das versuchte Magenta mit seinem Gedicht auszudrücken, denke ich. Sich die eigenen Erwartungen ganz genau anzuschauen und sie einem ganz persönlichen "Stresstest" zu unterziehen, kann helfen, sie erheblich zu reduzieren.  Viele Grüße Rita
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von Ann » Sa 14. Mai 2011, 10:15
Denke auch gerade darüber nach, wieder in eine WG zu ziehen, weil Gemeinschaft mich eigentlich sehr glücklich machen kann. Habe gleichzeitig aber Angst, dass mir das alles zu viel werden könnte, ich keine Ruhe finden werde und .....
Liebe Jule ich würde auch davon abraten. Da du gerade umgezogen bist, ist es normal, sich einsam zu fühlen. Immerhin hast du dein ganzes gewohntes Umfeld aufgegeben. Da du den Kontakt zu anderen wünscht, würde ich dir Seminare bzw. Kurse empfehlen z.B. bei Volkshochschulen oder Familienbildungsstätten. Das Angebot ist sehr gross und du könntest in das eine oder andere Hobby schlüpfen, um verdeckte Talente zu entdecken. Mit Mars Konj. Saturn hast du mit Kräften zu tun, die entgegengesetzt arbeiten: der eine will Power und der andere Ruhe. Dem wird man am Besten gerecht, wenn man sich austobt, also Sport, Tanz, Theater und dann seine Ruhezeiten nimmt. Venus im Zeichen Krebs liebt gutes Essen und Trinken, Gemütlichkeit, Geborgenheit und der Jupiter verstärkt das zusätzlich. Es besteht die Neigung, zuviel des Guten zu erwarten und zu tun. Merkur, Mars, Uranus in Spannung ist "die spitze Zunge", die schneller spricht, als der Verstand denkt. Da wäre evtl. ein Kurs in verbaler und nonverbaler Kommunikation angebracht. Diese Aspekte begünstigen schriftstellerische Neigungen, ebenso die Zwillingssonne. Der T-Saturn pendelt über deinem Pluto, was dazu führt bzw. führte, Aufräumaktionen im Leben zu starten. Es ist die Befreiung von alten, belastenden Verbindungen und Verantwortungen. LG Ann
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von Richard Vetter » Sa 14. Mai 2011, 11:49
Hallo Jule,
ins Auge fallen einerseits Mars (AS-Herrscher) Konj. Saturn, andererseits Venus Konj. Jupiter in Vier, recht widersprüchliche Konstellationen. An beiden Konjunktionen hängen (über Aspekte) noch weitere Planeten. Ich setze mal meine Standard-Deutungstexte (gibts auch als Buch) dazu hier rein:
MARS UND SATURN IM ASPEKT
Sehr leistungsfähig, ein regelrechtes Arbeitstier, kann unermüdlich geschuftet, die Ärmel hochgekrempelt, ordentlich zugepackt werden. Ehrgeiz und Durchhaltewillen sind riesig, vorhanden die Fähigkeit, die Zähne zusammenzubeißen, mutig durch diverse Unwirtlichkeiten hindurchzugehen, sich auch aus einem Tal wieder nach oben zu ziehen. Insbesondere Frauen sind ziemlich dynamisch, in der Lage, ihren Mann zu stehen - und dementsprechend meist berufstätig. Das typische Eingespanntsein in Pflichten führt jedoch leicht zur Überlastung, zu einem ständigem Zeitdruck bzw. "Schaffenskrampf"... In einer Trotzhaltung mag dann auch eine ausgesprochene Faulheit aufkommen, können intensive Arbeitsphasen mit solchen der Untätigkeit wechseln. Praktisch immer, wenn es um die persönliche Durchsetzung geht, wird diese erschwert oder behindert, wird eine Energie-Hemmung erfahren. Das Pech scheint an einem zu kleben, gehegte Absichten werden von außen durchkreuzt, einem ein Strich durch die Rechnung gezogen. Nicht selten gilt es dann schmerzlich zurückzustecken; schließlich bauen sich unüberwindliche Mauern um einen auf, stellen sich frustrierende Hürden in den Weg, heißt es gegen irgendwelche sturen Einwände der Umwelt anzuboxen. Im Tagewerk sind generell schwere Aufgaben zu bewältigen (gewichtige Brocken zu wälzen, harte Nüsse zu knacken). Ständig aufzulaufen/ auf Widerstände zu stoßen, macht einen natürlich leicht verbittert - oder gar rebellisch, spornt einen erst recht an, sich nicht unterkriegen zu lassen, das eigene Ding durchzuziehen... Irgendwie herrscht eine Angst, mit seinen Anliegen nicht ernst bzw. nicht für voll genommen zu werden - weshalb man auch glaubt, sich der Welt beweisen zu müssen. Grundsätzlich wird auf Herausforderungen entweder blockiert reagiert oder aber unerbittlich, d.h. einen "Störenfried" schon mal beiseite zu schieben/ "präventiv" überfahren zu können. Und in der Annahme, dass die geäußerten Wünsche und Sehnsüchte später eh herunterzuschrauben sind, wird manchmal im vorhinein zuviel verlangt... Jene vertrackte Sorge, zu kurz zu kommen, mag gar zu einer leidigen Verbissenheit führen, sowie zu einem bestimmenden, direktiven Verhalten (andere als "Statisten" bzw. Marionetten für die eigenen Zwecke einzuspannen). Als Kind wurde desöfteren über die Stränge geschlagen, worauf jeweils eine prompte Maßregelung erfolgte, bzw. - aus Angst vor einer disziplinierenden Zurechtweisung oder gar einer körperlichen Züchtigung - von sich aus ein Unterdrücken der "verbotenen" Impulse geschah. Die elterlichen Maßstäbe wurden internalisiert und bewirkten eine Art Reflex der instinktiven Selbstbeherrschung. In Gestalt von Selbstvorwürfen und Moral führten die strengen Erziehungsrichtlinien oft auch zu nicht abzuschüttelnden Schuldgefühlen. Entwickelt wurde eine Autoritätsproblematik; und dies obwohl, oder gerade weil der leibliche Vater mitunter fehlte bzw. früh verstarb. Symptomatisch für den (Vater-)Komplex sind die hohen Selbstanforderungen und das ausgeprägte Anerkennungsstreben, die Minderwertigkeitsgefühle bzw. die chronische Unzufriedenheit mit sich, bezeichnend gerade auch die Angst vor einem Versagen (vor der Schmach einer "Niederlage"). Unterschwellig wird davon ausgegangen, über Tüchtigkeit und Fleiß (über ein "Nützlichmachen") von seinen Mitmenschen Liebe und Zuwendung zu erlangen. Dabei decken der Aktivitätseifer, die verbreitete Geschäftig- und Betriebsamkeit, gern gefühlsmäßige Probleme zu. Eine innere Abschottung ("Panzerung") mag als emotionaler Schutz dienen - nach dem Motto "was nicht tötet, härtet ab"... Die Rückwirkungen solchen Umgangs mit sich selbst sind allerdings fatal: Stress schlägt auf den Magen, produziert eine Übersäuerung, evtl. gar Magengeschwüre. Aufgegeben wäre deshalb, zu den vorhandenen seelischen Nöten zu stehen (sich z.B. nicht ständig einzureden "das brauchst du nicht"); seine Bedürfnisse und Schwächen gelte es nicht stoisch auszuhalten, sondern sie ein Stück weit zuzulassen! Das Verhaltensmuster, aufkommende Aggressionen stereotyp in den Griff kriegen zu wollen, bedeutet leider auch eine Unterdrückung anderer (positiver) Empfindungen. Jegliche Selbsterziehung bringt in gewissem Sinne eine Selbstbeschneidung mit sich, d.h. dem eigenen Gemüt weh zu tun! Häufig kommt es auch zur äußerlichen ("überbraven") Zurückhaltung bzw. zu einer gewissen "Verklemmtheit" - während im Inneren dramatische Kämpfe wüten, ein ungestillter Hunger einen schier zerreißt... Die nach außen demonstrierte Freundlichkeit und Sanftheit ist eben nur ein Teil der Wahrheit (was andere meist intuitiv spüren). Tatsächlich herrscht oft eine gespannte Scheinruhe, steckt in den Abgründen der eigenen Psyche ein enormes Gewaltpotential. Dieses wird nun entweder aktiv ausagiert, oder widerfährt einem passiv, wird auf jemanden - etwa als "Ärger" oder "Hass" - bewusst gerichtet, oder (unbewusst) als böse Anfeindung erlebt (und in der Regel nicht verstanden); Frauen mögen gar Opfer von Übergriffen werden. Unbestreitbar ist die Tendenz, in harte Konfrontationen bzw. fast zwanghaft in konflikthafte Auseinandersetzungen zu geraten. Nach dem Mechanismus der Schattenprojektion wird eh schnell eine Konkurrenzsituation gewittert, nämlich im Außen "Feinde" oder im Wege stehende "Übeltäter" zu erblicken. Dabei hat alles "draußen" Gesehene seine Parallele in der eigenen Person! Da das Selbstverständnis meist "antifaschistisch", das Bewusstsein normalerweise gegen "Machogehabe" und dergleichen eingestellt ist, bedarf es einer gründlichen psychologischen Arbeit, um exakt diese Züge bei sich selbst zu bemerken bzw. um die im Inneren festgehaltene Wut zu erkennen und zu spüren. Vielleicht wäre Kampfsport ja eine Möglichkeit zur Sublimation, zum Trainieren einer kontrollierten Spannungsabfuhr. Jedenfalls hieße es einen Weg zu suchen zum konstruktiven Umgang mit den immensen seelischen Kräften, damit sich deren Stau nicht am falschen Ort entlädt, damit die Energien nicht irgendwo (destruktiv) überschießen... oder sich gar nach innen, gegen einen selbst wenden. Merke: Äußere Einschränkungen sind prinzipell hilfreiche Wegweiser; sie dienen dazu, um an ihnen zu wachsen; aufgetürmte Schwierigkeiten haben den Zweck, charakterlich zu reifen, sich daran zu bewähren/ emotional zu erstarken. Wichtig für jedwedes Tun wäre der passende Rahmen: um sich nicht sinnlos zu vergeuden, sollte für die große Power eine geeignete Form gefunden werden bzw. ein Betätigungsfeld, in dem das persönliche Engagement wirklich angebracht und stimmig ist. Vor allem aber gilt es sich nicht an fremden Leisten zu messen, vielmehr seine individuellen Regeln und Grenzen zu definieren sowie einzuhalten - kurz, mit sich selbst ehrlich und aufrichtig zu sein. Gefragt ist eine Haltung der Klarheit und Entschiedenheit, der Entschlossenheit und Konsequenz, der deutlichen Abgrenzung bzw. Bewusstheit darüber, was man will und was nicht. Dann lassen sich die einem zur Verfügung stehenden "Pfunde" (Talente) auch gezielt und konzentriert einsetzen! Aggressive Impulse wären grundsätzlich nicht nur negativ zu werten bzw. bloß zu verurteilen. Sie sind Signale wichtiger unbewusster Inhalte - die es sich auch zu erlauben gilt. Wird solchen "archaischen" Regungen ein gewisser Freiraum gelassen, so ergibt sich daraus letztlich das, welchem in der Außenwelt so lange vergeblich nachgejagt wurde...
VENUS UND JUPITER IM ASPEKT
Als Empfindungsmensch ist einem ein Sinn für Schönes gegeben, ein Gefühl (oder gar eine Begabung) für Musik, Tanz oder Kunst. Neben diesem Zarten, Feinen und Ästhetischen, ist der Persönlichkeit aber auch eine sehr lustvolle (um nicht zu sagen derbe) Seite zu eigen; die Sinnenfreude will die süßen und herzhaften Dinge der Welt auch genießen ("schmecken") können! Und nicht zuletzt gibt es da noch das ausgeprägte Nähe- und Zärtlichkeitsbedürfnis... Eine (schlummernde?) Ader in einem schlägt für Luxus, in Vergnügungen ("high life") zu schwelgen, sich an den Wohltaten des Lebens zu laben. Die physische Statur kann entsprechend zum Rundlichen, Üppigen und Fülligen neigen; insbesondere aber können Ausdauer, Disziplin bzw. sich zu mäßigen schwerfallen. Es droht eine nicht zu unterschätzende Gefahr von Trägheit, der Haltlosigkeit oder gar einer Sucht zu verfallen (sich stoffliche "Hochs" zu verschaffen, bzw. sich die dazugehörigen Mittel einzuverleiben). Meist ist die Sinnlichkeit jedoch eine gesunde - und wird von der Umwelt verspürt als Gemütlichkeit, als ausgesprochen warmes Naturell. In der Seele steckt viel Optimismus, eine heitere Art, ein netter ("goldiger") Kerl zu sein. Das Gemüt hat eine sehr sympathische und gewinnende Ausstrahlung. Es kann gut mit Leuten umgegangen werden; diese empfinden die ihnen entgegengebrachte Offenheit und taktvolle Zuwendung als äußerst angenehm. Als Menschenfreund - gutherzig und verständnisvoll, großmütig, hilfsbereit und tolerant - ist man beliebt bzw. ist der Bekanntenkreis relativ groß und weitläufig. Das Wohlbefinden ist in der Gesellschaft von Menschen eh am größten; speziell in einer Freundesgruppe bzw. in einer geistigen Gemeinschaft wird regelrecht aufgelebt. - Bisweilen sind einem allerdings die Anerkennung und Geltung dort zu wichtig - "jemand" zu sein, sich günstig zu "verkaufen", dabei Schwieriges bzw. Negativ-Problematisches verbergend... Nur an seinen Status bzw. an eine soziale Bestätigung zu denken, bedeutet jedoch offen gesagt ein Kleben an Materiellem (an sog. Äußerlichkeiten) - und lenkt ab von jenen Dingen, auf die es eigtl. ankommt! Bei anderen anzukommen (bei jemandem "zu landen") fällt nicht schwer; Bindungen zu knüpfen ist relativ einfach. Kontakte und Beziehungen ergeben sich quasi von selbst - ein Erfolg, der jedoch kein Selbstläufer ist, der nicht gleichbedeutend ist mit einem Glücklichsein, eher im Gegenteil... Meist stellt "Partnerschaft" das Hauptthema im Leben dar: in einem anderen Menschen Erfüllung und Sinn, seine persönliche Vervollständigung zu finden. Zum Tragen kommt hier das hochgehaltene Ideal der "großen Liebe"; an eine (die) Beziehung wird fest geglaubt, sich in schwachen Momenten mit der Hoffnung auf eine solche innerlich aufgebaut. Nicht selten liegt aber auch eine starke Religiosität vor. Zu eigen sind in jedem Fall erhabene (und erhebende) Empfindungen... Heikel daran ist, dass die idealistische Schwärmerei (euphorisch "abzuheben") in scharfem Kontrast stehen mag zur eher nüchternen und groben Alltags-Realität. Sehr begeisterungsfähig, wird ja schnell für neue Menschen oder Ideen "entflammt", gern übertrieben auf sie "abgefahren". Vor allem aber mag die damit verbundene Kopfbetonung - in Form von überzogenen Ansprüchen und Erwartungen gerade an die eigene Person - zu moralisierenden Selbstzweifeln führen, kann also in eine massive Selbstwertproblematik münden. Üblicherweise sieht das Innere andere Leute ja leider (schönfärberisch) viel zu positiv, sich selbst dagegen in weniger rosigem Licht, als "schlecht" bzw. "sündig"... Die Liebesfähigkeit ist in der Tat sehr entwickelt. Es liegt ein intuitives Wissen darüber vor, worum es in Begegnungssituationen eigtl. geht; vorhanden ist ein hervorragendes (intuitives) Gespür für Zwischenmenschliches - für Harmonisches wie auch für gerade bestehende Missklänge. Doch gilt es grundsätzlich das persönliche Wohlergehen weniger an ein bestimmtes Gegenüber zu koppeln; denn die Sinnfrage lässt sich nicht bloß durch einen Partner lösen! Vielmehr hieße es, selbst (d.h. unter Umständen auch alleine) seinen individuellen, deutlich abgegrenzten Weg zu beschreiten. Und eine "Vermählung" wäre zuallererst mit Gott einzugehen - dieser wäre zum Seelenbegleiter zu wählen. Wirkliche Sicherheit und Gewissheit im Leben erwachsen nur aus dem Glauben an etwas Höheres! Die Erkenntnis, dass solch Achtbares in der Welt tatsächlich existiert, beschert einem ein stabiles Bewusstsein auch des eigenen Wertes.
Gruß! Richard
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von Julechen » Sa 14. Mai 2011, 15:44
Oh wie schön, so viele Antworten!  Vielen vielen Dank! Ich glaube, nun muss ich nur ein wenig aufpassen, dass die Hinweise auf meine "Grundveranlagungen" nicht das während der letzten Jahre Gelernte wieder überschatten in meinen Gedanken. In vielen der genannten Dinge erkenne ich mich, wie ich wohl vor allem die ersten 25 Jahre meines Lebens war. Nun habe ich ja während der letzten 8 Jahre ganz intensive Erfahrungen gemacht - hab in 4 verschiedenen Ländern gelebt, mal ganz spartanisch im Auto oder Zelt gewohnt, dann in verschiedenen WGs, wo ich durch die vielen unterschiedlichen Menschen mich selbst besser kennenlernen konnte - mal wurden Mitbewohner oder Mitreisende zu meinen besten Freunden und einige meinten sogar, ich sei eigentlich die perfekte Mitbewohnerin, solle unbedingt so bleiben wie ich bin, mit mir könne man so gut reden etc. Dann wieder gab es Mitbewohner, die mich zu sensibel, introvertiert und schräg fanden. Habe manchmal auch die dominante und bestimmende Seite an mir gesehen (die war in der Vergangenheit mit meinen damals eher passiven/unsicheren Freundinnen noch mehr ausgeprägt). Zum Glück habe ich mittlerweile das Gefühl, mich auch mal zurückhalten und mehr über den Tellerrand schauen zu können, und mich auch für Dinge entschuldigen zu können, so dass Missverständnisse oder meine gelegentlichen Überreaktionen dann meist auch geklärt bzw. verziehen werden können. Bilde mir eigentlich auch ein, dass ich durch diese Erfahrungen auch etwas anpassungsfähiger und rücksichtsvoller geworden bin, vor allem, solange ich die Möglichkeit habe, mich auch mal zurückzuziehen und darauf achte, ausreichend Sport zu machen, um meine überschüssigen Energien abzubauen. Habe auch mal 1 Jahr lang allein auf einer kleinen Insel gewohnt und dort irgendwann gemerkt, dass ich doch unbedingt andere Menschen/Gemeinschaft brauche. Beruflich habe ich mich selbständig gemacht und arbeite von zuhaus, so dass ich hier etwas Ruhe habe und selbstbestimmt arbeiten kann. Das führt natürlich auch wieder zu einer gewissen Vereinsamung. In meiner letzten 2er-WG im Ausland fand ich es eigentlich ganz angenehm, eine Mitbewohnerin zu haben, die morgens aus dem Haus ging und abends nach Haus kam, so dass ich dadurch auch eine gewisse Struktur hatte und zusah, mit der Arbeit fertig zu sein, wenn sie nach Haus kam. Hatte mich eigentlich auch immer gefreut, wenn sie dann abends kam, weil ich etwas Gesellschaft hatte und ihr meine Erlebnisse des Tages erzählen konnte. Jetzt habe ich eigentlich vor, nebenbei noch Hunde auszuführen - um mich durch die Bewegung abreagieren zu können und weil Tiere so eine beruhigende und "glücklichmachende" Wirkung auf mich haben. Hoffe, dass ich dadurch vielleicht dann auch ein wenig in Kontakt mit anderen Hundebesitzern komme, so dass ich tagsüber auch mal mit ein paar Leuten quatschen kann. Bin ansonsten gerade dabei, mir ein paar Hobbies zu suchen, dir mir die Möglichkeit geben, mehr aus mir herauszugehen und neue Erfahrungen zu machen (dachte z.B. an Backgroundsängerin in einer Band und Theatergruppe). Ja, denke nun also eigentlich, nach den vielen Extremsituationen der letzten Jahre gelernt zu haben, mich auf das Wesentliche im Leben zu fokussieren - und das sind für mich wohl Beziehungen zu anderen Menschen und Zeit in der Natur und mit Tieren zu verbringen. Habe z.B. auch seit Jahren keinen Fernseher und komme eigentlich mit sehr wenig Geld aus. Finanzielle Unsicherheit bringt das Freiberuflerleben natürlich mit sich, was mich manchmal dann auch wieder ganz schön nervös macht. Darum auch die Überlegung WG (weil neben Gesellschaft auch günstiger) oder evtl. auch Teilzeitanstellung, will aber nur ungern meine Freiheit aufgeben und eigentlich läuft es langsam auch immer besser, jetzt wo ich meine Website hab und mehr Anfragen bekomme. Wünsche mir nun also etwas mehr Beständigkeit und Stabilität in meinem Leben, und vor allem erstmal keine weiteren Ortswechsel, damit ich langfristige Beziehungen und ein soziales Netz aufbauen kann. Nur was die Wohnsituation angeht, da bin ich noch mit mir am Hadern - könnte mir z.B. auch eine Land-WG am Stadtrand gut vorstellen. Nur scheint es mir ein ziemlicher Balanceakt zu sein, hier die richtigen Leute zu finden. Habe ja, auch wenn ich bei manchen auch mal angeeckt bin, in den letzten Jahren schon auch ein paar ganz wunderbare Freundschaften geschlossen mit Menschen, die mit mir zusammengewohnt haben oder gereist sind. Es waren immer die sehr positiven und entspannten Menschen, die mir unheimlich viel Energie gegeben haben und mit denen ich mich richtig zuhause gefühlt habe. Denke irgendwie, wenn ich solche Menschen hier wieder finden kann, wäre das wohl sehr erfüllend für mich. Und auch die Verzweiflung über mein Singledasein wäre dann nicht mehr so groß und ich hätte, wenn ich dann doch irgendwann mal den Richtigen treffen sollte, auch nicht mehr so große Verlustangst, weil es eben noch andere Menschen gäbe, die mir auch ein wenig das Gefühl von Geborgenheit vermitteln und ich mich dadurch vielleicht nicht so sehr von der Beziehung abhängig fühlen würde, wie es in der Vergangenheit oft war. Meine letzte Beziehung hatte ich mit einem Mann, der ein paar Jahre jünger war als ich. Ich war seine erste feste Freundin, und ich glaube, er war ziemlich überfordert mit mir. Bin ja auch oft sehr emotional und sensibel, neige schnell mal zu Tränenausbrüchen und Übertreibungen bei Dingen, die im Nachhinein gar nicht sooo schlimm waren. Hmmm. Denke nun, dass mir wohl eher ein älterer Partner, der ein wenig mehr über den Dingen steht und mich mit etwas Humor wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen kann, guttun würde. @ GreenTara: Was das Streben nach Perfektion angeht - ja, ich hoffe eigentlich, das durch diese Fokussierung auf das wirklich Wichtige im Leben etwas abgelegt zu haben. Früher z.B. hatte ich immer perfekt eingerichtete Wohnungen, wollte immer perfekt aussehen, mich allen anpassen, die Erwartungen meiner Eltern erfüllen mit meinem damals so langweiligen sicheren Bürojob usw. Habe mich dadurch selbst sehr unterdrückt und war oft unausgeglichen und gereizt. Nun versuche ich also, in diesem neuen Lebensabschnitt das Gelernte umzusetzen und mich von allem anderen, was mir nicht so wichtig erscheint, abzugrenzen (z.B. Zureden der Familie, doch wieder ein "sicheres" Angestelltenverhältnis einzugehen, mir doch "einfach" einen Mann zu suchen, der gut verdient etc.), so dass ich nun ziemlich angespannt bin, weil ich mich so sehr bemühe, mich selbst nicht wieder zu verlieren und wie früher Dinge zu machen, die mir nicht guttun- ist also in gewisser Weise auch wieder ein Streben nach Perfektion, wenn auch nach individueller Lebensperfektion, soweit es mir eben möglich ist. Die letzten Jahre haben mich auch sehr viel Kraft gekostet, weil ich viel umgezogen bin und sehr lange gebraucht habe, um über die letzte Trennung vom Freund hinwegzukommen, für den ich sogar in sein Land gezogen bin. Knirsche nachts auch gerade ganz stark mit den Zähnen, so dass der Zahnarzt schon meinte, ich hätte den ganzen Zahnschmelz "weggeknirscht" @Ann: Ja, du hast wohl recht, ich bin ja erst seit 9 Monaten in der neuen Stadt und hatte auch noch gar nicht so recht die Zeit, mich um Hobbies usw. zu kümmern, weil ich meine ganze Energie erstmal in meine Arbeit gesteckt habe. Bin da wohl etwas zu ungeduldig. Dazu kommt noch das Alter. Mit Anfang/Mitte 30 denkt wohl oft, nun alles in "trockene Tücher" gebracht haben zu müssen, gerade, wenn man dann als Frau keinen Partner hat, während die Gleichaltrigen um einen herum bereits dabei sind, zu heiraten und Kinder zu bekommen. Ja, schneller sprechen als denken, da trete ich manchmal noch in Fettnäpfchen. Kurs in verbaler und nonverbaler Kommunikation - werde ich mal recherchieren. Habe manchmal auch Schwierigkeiten, gleich am Anfang zu sagen, was ich will. Erwarte da wohl manchmal zu sehr, dass andere sich in mich hineinversetzen können, ohne dass ich es aussprechen muss und bin dann frustriert, wenn es nicht so ist. Das hier ist ja interessant: "Der T-Saturn pendelt über deinem Pluto, was dazu führt bzw. führte, Aufräumaktionen im Leben zu starten. Es ist die Befreiung von alten, belastenden Verbindungen und Verantwortungen." Seit wann pendelt er denn schon? Vielleicht bezieht sich das ja auf diese Dinge, die ich in den letzten Jahren gemacht/verändert habe. @Richard: Danke für den Text  Ja, erkenne da einiges wieder. Vor allem das widersprüchliche Wesen, wodurch ich mich so oft hin- und hergerissen und überfordert fühle. Vielen lieben Dank noch einmal Freue mich jederzeit über weitere Meinungen und Einschätzungen, wenn ihr mögt LG, Jule
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von Ann » Sa 14. Mai 2011, 17:48
.... während die Gleichaltrigen um einen herum bereits dabei sind, zu heiraten und Kinder zu bekommen.
Du darfst dich nicht mit anderen vergleichen. Zum normalen Zyklus einer Frau gehört, dass sie bis um die 50 gebährfähig ist. Du hast also noch viel, viel Zeit. Frage dich auch, ob es wirklich dein Wunsch ist oder ob du nicht schon wieder einer kollektiven Meinung nachgeben willst. Ich beziehe mich da auf deine Aussage (z.B. Zureden der Familie, doch wieder ein "sicheres" Angestelltenverhältnis einzugehen, mir doch "einfach" einen Mann zu suchen, der gut verdient etc.),
Hör auf, dich anzupassen und Erwartungen zu erfüllen. Sei einfach du selbst. Auch die Meinung deines zukünftigen Partners ist sehr wichtig. Nicht jeder Mann ist erfreut, als Erzeuger "sein Werk zu vollbringen". Zähneknirschen deutet immer ein psychisches Problem an und dabei rate ich immer zu einer psychologischen Betreuung. (auch wenn ich mich damit unbeliebt mache  ) "Band und Theatergruppe" sind gute Ideen und das mit dem Hundeausführen auch. Hundebesitzer sind allgemein sehr gesprächig, vor allem, wenn es um den Hund geht. Versuch es. Versuch alles, was dir in den Sinn kommt. Es ist nicht schlimm, festzustellen, dass einem das eine oder andere doch nicht liegt. Auch das bringt Klarheit. Ich rate ab von einer WG, weil du die Beständigkeit und Stabilität bei dir selber suchen musst. In einer WG kommst du zu leicht in Versuchung, wieder das Leben eines anderen zu führen. Und es macht mir überhaupt nichts, wenn du meinen Rat nicht befolgst. Es ist dein Leben und du entscheidest, wohin dich dein Weg führt. Saturn pendelt jetzt noch über R-Pluto, doch gab es vorher auch schon heftige Transite. Ich hab jetzt aber keine Zeit, näher darauf einzugehen. LG Ann 
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von Magenta » Sa 14. Mai 2011, 18:19
Ernst Ott: Jede Konstellation ist ein Lösungsvorschlag: http://www.astrologie.de/astrologie/b/4208/
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von Magenta » Sa 14. Mai 2011, 18:44
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von jupiter71 » Sa 14. Mai 2011, 18:48
Hallo Julechen ganz unastrologisch, da ich selbst Astrologie-Laie bin, wenn Du von Dir und Deinen angeblich zu hohen Ansprüchen redest, dann ist es mir, als würdest Du über mich sprechen. Habe deshalb schon in Deine Radix geschaut, um nach astrologischen Gemeinsamkeiten zu sehen, aber keine gefunden. Den Wunsch, daß der Partner auch gleichzeitig der beste Freund sein soll, finde ich deshalb so normal, weil ich den gleichen Wunsch habe. Es ist sogar für mich fast das wichtigste "Kriterium" (sorry, dass ich das so ausdrücke) bei der Partnerwahl. Und das mit der Widersprüchlichkeit kenne ich auch sehr sehr gut. Einerseits verliebe ich mich oft in gebildete, solide, beruflich erfolgreiche "Spießer-Männer" (vielleicht weil total das Gegenteil von mir) resolut, selbstbewußt aber trotzdem gutmütig, verantwortungsbewußt und so weiter. Und trotzdem wünsche ich mir ein einfaches Leben in der Natur mit einem kleinen Gemüsegarten und ein paar Hühnern vielleicht (und netten Nachbarn die sich nicht über gackernde Hühner beschweren) in die Natur gehen und Beeren und Pilze sammeln, ein spartanisches Leben führen usw. Ich bin wohl sehr durch mein Elternhaus geprägt. Meine Eltern sind im Krieg großgeworden und ich bin da teilweise ziemlich altmodisch in vielen Dingen. Vom Kleidungsstil bis hin zur Wohnungseinrichtung, Freizeit-Gestaltung usw. Ich liebe es, Ansichtskarten zu schreiben oder zu erhalten, fahre kein Auto, benutze kein Handy. Ich habe keinen einzigen gleichaltrigen Freund oder Freundin. Überhaupt habe ich sehr wenig Freunde. Obwohl mir schon oft gesagt wurde, dass ich gute Freund-Qualitäten habe.Ich wünsche mir oft eine unternehmungslustige Freundin, kann mich aber mit Frauen in meinem Alter überhaupt nicht identifizieren.Sonnenstudio, Tupper oder Dessous-party, Shopping-Touren usw, das ist halt alles nicht meine Welt. Fängt schon beim Urlaub an. Ich liebe Camping-Urlaub, wandern, Steine und Muscheln sammeln, den Campingkocher anschmeißen und dann schön im Vorraum meines Zeltes sitzen gemütlich einen Kaffee trinken oder auf dem Schoß ein Teller Suppe und ein Brötchen in der Hand. Für meine Bekannten und meine Verwandtschaft ist das Asi-Urlaub, aber ich finde es herrlich. Manchmal frage ich mich: Bin ich es, die anspruchsvoll ist, was Partner und Freunde angeht oder sind es die Partner und Freunde, die anspruchsvoll sind (und ich deshalb Dauer-Single bin und wenig Freunde habe) Und anspruchsvoll hin oder her. Natürlich wünsche auch ich mir einen Partner. Aber bevor ich mit einem Partner nicht richtig glücklich bin, weil ich zuviele Kompromisse eingehen muß, dann bin ich lieber alleine und mache Dinge, die ich nicht machen könnte, wenn ich einen Partner hätte, der nicht zu mir und meinem Leben paßt. Man sollte schon ein bißchen anspruchsvoll sein und Deine Ansprüche an Partner und Freunde finde ich absolut normal und sympathisch. Dass es nicht einfach ist, das kenne ich nur zu gut. Ich möchte keinen perfekten nach meinen Vorstellungen zusammengebastelten Partner oder freund (Das wäre ganz schön langweilig) aber ich möchte auch nicht, gerade bei Freundschaften, immer das Gefühl haben, nee das passt nur zu 30 Prozent. Tut mir leid, daß ich dir astrologisch nicht weiterhelfen konnte... Bin wie gesagt nur Astrologie-Interessierte. Liebe Grüße, jupiter 
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jupiter71
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von Julechen » Sa 14. Mai 2011, 19:07
@ Ann, danke für deine Antwort  Machst dich überhaupt nicht unbeliebt Ja, es war schon immer mein Wunsch, mal Kinder zu haben, nicht jetzt sofort, aber wenn ich in den nächsten 2 - 3 Jahren den richtigen Mann treffen sollte, dann wäre das schon sehr schön. Bin schon ein sehr mütterlicher Typ und umsorge gern - hätte sicher auch irgendwann, wenn ich alt werde, das Gefühl, eine wichtige, vielleicht DIE wichtigste Erfahrung im Leben einer Frau verpasst zu haben. Sehe auch gerade bei meinen Omas, wie sehr sie jetzt, wo sie krank sind, auf ihre Kinder angewiesen sind. Natürlich, der Mann muss das natürlich auch wollen, klar. Wenn nicht, müsste ich mich wohl mit meinen Tieren begnügen. Wäre aber schon etwas traurig irgendwie... Ja, das Zähneknirschen mache ich immer dann, wenn ich unter großer Anspannung stehe - so wie jetzt, wo ich eine für mich allein eigentlich viel zu teure Wohnung gemietet hab und die ganze Zeit Angst hab, dass ich vielleicht plötzlich keine Aufträge mehr bekommen könnte. Schön dumm, mal wieder eine Hals-über-Kopf-Entscheidung das mit der Wohnung  Darum wäre eine Mitbewohnerin, zumindest für ein paar Monate, erstmal eine kleine Entlastung, bis ich etwas Günstigeres für mich allein gefunden hab oder eben tatsächlich gucke, ob man irgendwo zusammen ein großes Haus oder eine Wohnung im Grünen mieten könnte mit den "richtigen" Leuten. Hab meinen Zahnarzt auch mal gefragt, woran das liegt. Er meinte, es sei nicht erwiesen, dass es psychische Ursachen hätte, weil auch schon kleine Kinder mit den Zähnen knirschen würden. Mein Vater macht es auch. Aber ich sehe bei mir schon, dass es immer dann passiert, wenn ich sehr viel Stress hab. Merke das dann immer am nächsten Morgen, wenn mein Kiefer weh tut. "Ich rate ab von einer WG, weil du die Beständigkeit und Stabilität bei dir selber suchen musst. In einer WG kommst du zu leicht in Versuchung, wieder das Leben eines anderen zu führen." Beständigkeit und Stabilität meinte ich eigentlich in Bezug auf Beziehungen. In den letzten Jahren musste ich mich alle paar Monate von Freunden verabschieden, weil sie wieder zurück nach Deutschland gingen. Oder weil ich mal wieder das Land/die Stadt wechselte. Da würde ich mir nun eben wünschen, dass Menschen auch mal länger als ein paar Wochen oder Monate in meinem Leben blieben. Und WGs bieten halt die Möglichkeit, Leute sehr intensiv kennenzulernen, was man so im Alltag und durch Hobbies vielleicht nicht so leicht erreicht. Man bräuchte sich auch nicht mehr extra verabreden, anziehen und durch die halbe Stadt reisen, um sich zu treffen. Die Leute wären einfach da, was ja auch sehr gemütlich und entspannend sein kann. Meine Befürchtung war eigentlich viel mehr, dass es mir zu unruhig sein könnte und ich keine "Alleinzeit" finde. Wären die Mitbewohner allerdings tagsüber außer Haus berufstätig, wäre das ja ok. Einengen oder vereinnahmen dürften sie mich natürlich nicht. Darum wäre ich da auch ganz vorsichtig und würde wahrscheinlich erstmal ein großes Casting veranstalten, und mit den "Auserwählten" vielleicht mal ein Wochenende wegfahren, um zu gucken, wie man sich so miteinander fühlt  Hatte irgendwo mal gelesen, Menschen mit Widderaszendent seien entweder "a leader or a loner" - also Anführer oder Eigenbrötler. Nun hab ich aber in den letzten Jahren ein paar Leute kennengelernt, mit denen ich festgestellt habe, dass es ja auch noch "etwas dazwischen" gibt  Nämlich die, die selbstbewusst genug sind, ihren eigenen Weg zu gehen und sich von mir nicht "unterbuttern" zu lassen, die mir aber auch meinen Freiraum lassen, weil sie genug eigene Interessen haben. Das war eine sehr schöne Erfahrung für mich, weil vorher gab es immer nur diese 2 Extreme, wobei ich mich meist ziemlich leer gefühlt hab, weil mir dieses Gemeinschaftsgefühl und "gleiche Augenhöhe" gefehlt haben. Diese Gefahr, das Leben eines anderen zu führen - das ist eigentlich etwas, was ich vor 10 Jahren noch gemacht habe und weswegen ich wahrscheinlich auch erstmal vor meiner Familie ins Ausland geflüchtet bin, um mich da erstmal selbst richtig auszuprobieren. Mittlerweile denke ich, bin ich da gefestigter. Trotzdem nervt es natürlich jedes Mal, wenn ich mit meiner Mutter telefoniere. Versuche aber, mich nicht davon beeinflussen zu lassen. Bei den Freunden, die mir guttun, hatte ich eigentlich nie das Gefühl, dass sie mich irgendwie verändern oder mir reinreden wollten. Sie waren viel mehr eine Bereicherung für mich. Darum würde ich mir deswegen in einer WG (soll ja auch nicht für immer sein, vielleicht 1 - 2 Jahre) auch nicht allzu große Sorgen machen. Was eher passieren könnte, ist wohl, dass ich irgendwann nur noch genervt bin, weil es immer laut ist. Naja, mal gucken. Werde diesmal nichts überstürzen  Ich danke dir auf jeden Fall für deinen Rat. Irgendwie ist so ein WG-Leben ja auch immer eine Herausforderung, das reizt mich irgendwie. Wenigstens hat man dann mal etwas Leben in der Bude, kann mal jmd. bekochen usw. Irgendwo hab ich mal gelesen, Widdermond-Menschen würden sich den Rat von Freunden zwar gern anhören, dann aber doch machen, was sie wollen  Ach ich weiß nicht... vielleicht finde ich ja einen Kompromiss...
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von Julechen » Sa 14. Mai 2011, 19:27
@Magenta: Danke für den interessanten Text, macht mir Mut Vielleicht ist meine Lösung ja tatsächlich ein Kompromiss bzw. das Finden einer Balance zwischen den widersprüchlichen Seiten in mir... Schattenboxen - sicher gut, um den Kampfgeist mal rauszulassen. Wär vielleicht wirklich was für mich... @Jupiter71: Ja, im Grunde sind wir doch recht bescheiden Schön, wie du deinen Camping-Urlaub beschreibst, so gefällts mir auch. Hühner haben und Pilze sammeln ist auch mein Ding Das Schwierige, was bei mir nur noch dazukommt, ist, dass ich z.B. sogar schon einige wirklich sehr nette "Naturburschen" kennengelernt hab, nur leider waren sie mir bisher alle zu "unterwürfig" und ruhig  Das ist so schade... Aber mit solchen Männern langweile ich mich dann auch sehr schnell 
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von Richard Vetter » Sa 14. Mai 2011, 19:33
Mars in Sechs - wenn die Geburtszeit stimmt - würde übrigens eher für ein Angestelltenverhältnis sprechen (auch wenn es nervt)...
Gruß, Richard
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