Dreidimensionale Horoskopdeutung - von Louise Huber

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Dreidimensionale Horoskopdeutung - von Louise Huber

Beitragvon Arnold Buchenrieder » Do 31. Mär 2005, 17:20

Liebe Foris,

Es ist Zeit, dass ich hier im Forum einige Beiträge aus der Zeitschrift „Astrolog“ von Bruno und Louise Huber vorstelle. Louise wird bald 81 Jahre alt und ist nach wie vor in der astrologischen Psychologie tätig. Leider verstarb ihr Mann – und mein Lehrer – Bruno im Herbst 1999. Diese Beiträge sind sozusagen meinen Lehrern gewidmet, daher sollen sie alle Mitglieder und Gäste des Forums lesen können. Ich beginne mit einem sehr langen Beitrag von Louise Huber und wünsche viel Anregung beim Lesen!

Mit lieben Grüßen!

Arnold



Louise Huber




Dreidimensionale Horoskopdeutung.




3 Welten, 3 Ebenen, 3 Stufen, 3 Phasen, 3 Horoskope.


Das Dreieck


Wenn wir von einem Punkt eine Linie zu einem anderen Punkt ziehen, dann entsteht eine Opposition, ein Gegensatz, wie wir es im Horoskop in der Achsenthematik der Häuser und Zeichen wie auch in der Opposition von zwei Planeten kennen. Das zwischen den Gegensätzen entstehende Beziehungsfeld ist das dritte Gesetz, das uns die Bedeutung, die Ergänzungsfunktion der beiden Pole oder den Antagonismus der Gegensätze verstehen lässt. Erst wenn etwas Drittes dazukommt, wird die Spannung in einer Opposition oder in den Gegensätzen schöpferische Prozesse auslösen. Durch das Dritte beginnt immer etwas zu wachsen, zu leben und sich zu verändern. Unsere Lern- und Wachstumsdreiecke im Aspektbild sind immer dreifarbig und enthalten einen dreistufigen Lernprozess, einen Krisenmechanismus. Das Muster der Dreiheit stellt immer einen Prozess dar, ein organisches Ganzes, das einen geschlossenen inneren Zusammenhang aufzeigt und dadurch sinnvoll wird.

In den nächsten Folgen des Grundwissens werde ich versuchen, alle Elemente des Horoskops in einem Dreier-Schlüssel aufzurollen. Sie werden erstaunt sein, wie von dieser Sichtweise das ganze Horoskop verständlicher wird und zu leben beginnt. Vieles was vorher in der Polaritätsbetrachtung nicht gestimmt hat, wird nach diesem Denkmodell im Sinnzusammenhang annehmbar. Die hinzukommende dritte Dimension ist nichts anderes als die substanzielle Beziehung zwischen den Gegensätzen, welche den Sinn und damit Heilung, die Ganzheit aufzeigt. Das dritte Gesetz bringt immer eine freie Assoziation und Kreativität als Folge der „kreativen Resonanz“ der beiden Gegensätze zum Vorschein. Dadurch werden alle Aussagen, Beurteilungen, Konstellationen von Menschen viel wahrer, runder, positiver, harmonischer, akzeptabler. Man fühlt sich mit diesem Dreier-Schlüssel nicht nur im Wesenhaften verstanden, sondern auch viel sicherer in der Deutung eines Horoskops.


Das Denkmodell der Dreiheit.


In allen philosophischen, kulturellen und religiösen Bereichen finden wir die Trinitätslehre. Auch in physikalischer und biologischer Hinsicht lässt sich vieles aus dem Gesichtswinkel der Dreiheit erst richtig verstehen. Zum Beispiel wird das Elternpaar erst fruchtbar, wenn es durch ein Kind zu einer Dreiheit wird. Wenn sich zwei streiten, dann profitiert meist ein Dritter, usf. Bei Gegenparteien schafft oft erst ein dritter objektiver Pol den Ausgleich, bei einer Opposition wird die Spannung durch einen angereihten Aspekt abgeleitet oder kreativ gemacht. Es gibt noch viele Beispiele, wie das Dreier-Modell schöpferische Prozesse bewirkt. Die Dreifältigkeit, die Trinität zeigt immer die Ganzheit auf , sie versinnbildlicht eine unserem Leben zugrunde liegende Ordnung, die einen dreiphasigen Schöpfungsprozess anzeigt, der allen Lebensprozessen innewohnt und deshalb organisch ist.

Jeder Mensch kann sich damit identifizieren und Zusammenhänge verstehen, die vorher undurchsichtig und widersprüchlich waren. Was im dualistischen Weltbild Leiden, Sorgen und Ängste verursacht, kann jetzt durch eine neuhinzukommende Dimension der Liebe und des Verstehens Erleuchtung und Befreiung bringen. Wir sind heute über die mittelalterliche, dualistische Anschauung hinaus, wo man das Gute in Gegensatz zum Bösen stellte, oder Gott und die Welt trennte. Es ist hinreichend bekannt, dass es für die heutige Astrologie unglaubwürdig ist, von guten und schlechten Horoskopen oder Aspekten zu sprechen. Wir können durch neue psychologisch verfeinerte Deutungsmethoden die Ursache und den Sinn einer Problemstellung erfassen, wir können durch die Dreidimensionalität Qualitätsunterschiede feststellen, die dem Menschen gerecht werden.


Relativitätstheorie.


Geschichtlich gesprochen können wir die Wirkung des dritten Pols erst richtig verstehen, seit Albert Einstein die Relativitätstheorie verkündete und damit unser philosophisches, religiöses und physikalisches Weltbild veränderte. Astrologisch erkennen wir die Dreipoligkeit zum Beispiel durch das Hinzukommen der grünen Aspekte. Früher zeichnete man nur die roten und die blauen ins Horoskop. Das entsprach dem Schwarz-Weiss-Denken der damaligen Zeit. Heute können wir mit Hilfe der grünen Denkaspekte die Relativität, die Ursache und den Sinn eines Schicksals begreifen. Entsprechend den Evolutionsgesetzen haben sich die Menschen verändert, sie sind intelligenter geworden. Das einseitige Welt- und Umweltverständnis weicht immer mehr einem ganzheitlichen Bild vom Menschen, der frei und unabhängig mit Hilfe seines Horoskops sein Schicksal begreifen und bewusst als einen Lernprozess annehmen oder ablehnen kann.


Der dreidimensionale Mensch.


Es ist eine Tatsache, dass die Erscheinungswelt in der wir leben, dreidimensional ist. Wir selbst erfahren diese Dreidimensionalität im täglichen Leben fortwährend, denn sie ist kein Mysterium, wie das früher in den alten Geheimschulen gelehrt wurde, sondern etwas sehr Erlebbares, also eine Realität. Mit anderen Worten: von der Persönlichkeit aus gesehen, wurde schon immer betont, dass wir eine dreidimensionale Persönlichkeit haben, dass unser Ich sozusagen auf diesen drei Ebenen polarisiert ist – oder polarisiert sein kann. Wir haben diese drei Planeten im Grundwissen ausführlich in ihrer Hausstellung beschrieben. Wir wollen das Konzept kurz wiederholen:

Da ist zunächst die physische Ebene. Das ist unsere körperliche Existenz, die mit dem Saturn, als Ich-Pol im physischen Körper, identisch ist.

Die nächste Ebene oder Hülle der Persönlichkeit, in der das Ich seinen Sitz hat, ist der Gefühlskörper. Wir alle kennen Gefühle der Sympathie, Antipathie oder den Wunsch geliebt zu werden, sowie all die vielen Wünsche, die man im Leben hat. All das liegt auf der Ebene des Gefühlkörpers und der Ich-Pol in dieser Hülle ist der Mond, das Gefühls-Ich.

Als dritte Ebene im Persönlichkeitsaufbau haben wir den Denk- oder Mentalkörper – wie er auch in esoterischen Schriften genannt wird. Der Mentalkörper ist der Bereich, in dem unsere Denkprozesse stattfinden. Jeder denkt in gewissen Schablonen, jeder fühlt entsprechend seiner Gefühlsnatur, und jeder versucht so gut er kann, im Leben real seine Aufgaben zu erfüllen.

Nachfolgende Aufstellung soll die Dreidimensionalität der Persönlichkeit veranschaulichen sowie den dreistufigen Entwicklungsweg des geistig strebenden Menschen. In einem Dreier-Rhythmus geht er durch die drei Stufen der Persönlichkeits-Integration und durch drei Transformationsprozesse kommt er an die Pforten der Einweihungen. Mit letzterem befassen sich die spirituelle Psychosynthese und die transpersonale Psychologie. Hier seien sie der Vollständigkeit halber erwähnt:

Konstitution der Persönlichkeit
3 Entwicklungsstufen
3 Einweihungen


Saturn
physische Ebene
( 1. Einweihung „Geburt“ )

1. Stufe
materielle Abhängigkeit, körperliche Bedingtheiten.
2. Stufe
Angst- und Loslösungskonflikte
3. Stufe
täuschungsfreier Realsinn

Mond
Gefühls-Ebene
( 2. Einweihung „Taufe“ )

1. Stufe
Liebe verlangen, triebhaftes Anhängen, Symbiose
2. Stufe
Sympathie und Antipathie, Liebe und Hass, Hin- und Herpendeln, Läuterung der Ich-Haftigkeit, Liebesleid.
3. Stufe
Liebe geben, Spontaneität, Verständnis, Sensitivität.


Sonne
Denk-Ebene
( 3. Einweihung „Transfiguration“ )

1, Stufe
programmiertes Denken, kollektive Normen, Dogmatismus
2. Stufe
Zweifel und Wahrheitssuche, Entscheidungskrisen
3. Stufe
Individuation, schöpferisches Denken, Wille

Diese dreifache Persönlichkeitsbetrachtung ist das Mittel, das in der Psychologie, in der geistigen Entwicklung, wie auch in der Astrologie immer mehr bei der Beurteilung eines Menschen eingesetzt werden muss. Wir wohnen und wir leben in einem dreidimensionalen Raum, physisch, emotional und mental oder körperlich, seelisch und geistig. Mit dieser dreifachen Betrachtungsweise erfassen wir den Menschen so, wie er uns auf diesen drei Ebenen entgegentritt.

Natürlich gibt es noch andere Dimensionen, diese sind jedoch in unserer Erscheinungsform nicht ohne weiteres erlebbar. In Wirklichkeit ist der Mensch von einem geistigen oder esoterischen Standpunkt aus gesehen, ein multidimensionales Wesen. Es handelt sich jedoch dabei um höhere Bewusstseinsschichten, mit denen wir uns heute nicht befassen wollen. Wir haben in unserer Erscheinungswelt und in unserer jetzigen Betrachtung die astrologisch-psychologische Konzeption mit der Motivation, dem Menschen aus seiner Problematik herauszuhelfen zu einem grösseren Freiwerden, zu einer grösseren Integration und Wirksamkeit in dieser Welt. Dafür genügt voll und ganz, wenn wir diese Dreidimensionalität zunächst einmal richtig erkennen und handhaben lernen.

So, wie die einfache Darstellung, die ich jetzt vom Persönlichkeitsaufbau gebracht habe, dreidimensional ist, so können wir auch unser Horoskop von einer dreidimensionalen Betrachtung aus angehen. Da gibt es nun sehr viele Möglichkeiten, denn in jedem Element stecken drei Dimensionen. Ob es die Zeichen, die Planeten oder die Häuser sind, überall haben wir eine Qualität, die sich physisch, rein materiell oder begrifflich darstellt und auch erfassen lässt; wir haben jedoch auch eine Komponente, die unsere seelische, psychische, innere Annäherung an das Leben darstellt, unsere Gefühlsstruktur; darüber hinaus haben wir in jedem einzelnen Haus, Zeichen oder Planeten, eine geistige Bewusstseinsfunktion. Dieses Wissen erfordert, dass die Deutung eines Horoskops viel differenzierter sein muss, und nicht nur pauschal das annimmt, was allgemein von einem Element oder Tierkreiszeichen bekannt ist.

Wenn Sie in einem Buch nachlesen, werden Sie sicher selbst schon die Erfahrung gemacht haben, dass das, was dort über irgendein Tierkreiszeichen steht, Sie sagen lässt: nein, das stimmt nicht; oder aber: ja, das stimmt ganz genau. Damit sagen Sie aus, wie Sie sich selbst erfahren, nämlich, dass Sie auf einer bestimmten Ebene in dieser speziellen Qualität mehr polarisiert sind als auf einer anderen. Trotzdem sind immer alle drei Ebenen gleichzeitig vorhanden und diese Gleichzeitigkeit ist der eigentliche Erkenntnisweg, er uns zu einer Zusammenschau hinführt, bzw. zu einer Integration der dreifachen Persönlichkeit oder wie Roberto Assagioli es nannte: zur Psychosynthese.
Und die Psychosynthese bezieht sich auf die Integration der dreifachen Persönlichkeit, oder mit anderen Worten, auf die gleichzeitige Erfassung der drei Ebenen, in denen wir leben. Normalerweise springt ein Mensch je nach Situation oder Stimmung von einer Ebene zur anderen.

Nun ist es eine Tatsache, dass jeder Mensch auf irgendeiner dieser drei Ebenen stärker funktioniert als auf einer anderen, dass er sozusagen seinen Ich-Pol auf einer dieser Ebenen besonders stark erlebt. Dies hängt wiederum davon ab, inwieweit die stufenweise Entwicklung fortgeschritten ist.


Das Zeichen Widder
dreidimensional
physisch, psychisch, mental


Vergegenwärtigen wir uns beispielsweise das Widder-Zeichen und dazu einen Menschen, der mit seinem Ich rein physisch orientiert ist. Charakterisieren wir nun diesen Menschen vom Widder her, dann ist das ein Typ, der undifferenziert, geradeaus, ohne eine Überlegung, willensbetont einfach auf sein Ziel losschießt, also ein Mensch, der nach dem Motto lebt: zuerst schießen, dann fragen. Das sind die Typen von Menschen, die robust und oft in einer gewissen Weise taktlos ihre Persönlichkeit durchzusetzen versuchen.

Nehmen wir im Vergleich dazu einen Widdertyp, der mehr auf der psychischen Ebene polarisiert ist, bei dem also mehr das seelische Element zum Ausdruck kommt, der von Gefühlen mitbestimmt wird. Das erzeugt beim Widder im Emotional- oder Gefühlsbereich die Impulsivität, die andere mitreißt. Das gibt dann den Mut und die Tatkraft, einen starken Impuls, der vom Widder ausgeht, wenn er irgendetwas anpeilt und mit der Impulskraft andere begeistert. Dabei kann natürlich wiederum vom Ich her gesehen auf der Emotional-Ebene ein starkes Bedürfnis nach Ich-Geltung auftreten.

Wenn dann ein Widder mehr mental polarisiert ist, also in ihm die Denkkraft gut funktioniert, oder wenn der Widder überhaupt auf der Mentalebene sein Ich stark entwickelt hat, dann haben wir im Widder den sehr klaren Denker, der Idealen ´nachstrebt und der willensbetont und planvoll große Projekte zur Verwirklichung bringen kann – eben auch wieder mit der gleichen Kraft, nur überlegt und planvoll. Wenn geistig polarisiert, ist der Widder ein sehr kritischer und scharfer Denker, weil der esoterische Herrscher vom Widder der Merkur ist.

Diese Dreidimensionalität, wie am Beispiel des Widders angezeigt, kann durch alle Zeichen durchgeführt werden und damit zum Deutungsschlüssel werden, sowohl für sich selbst wie auch für andere Menschen. Da die Tierkreiszeichen von allgemeinen Interesse sind, werden wir dieses Thema später ausführlich behandeln.

Warnung
Natürlich besteht auch die Gefahr, dass bei einer dreidimensionalen Betrachtung eine Wertung mit hineingebracht wird, indem gesagt wird: dieser Mensch befindet sich oder lebt erst auf der materiellen Ebene bewusst, er hat noch kein höheres Bewusstsein. Diese Aussage ist sicherlich falsch; denn sie ist genau das, was wir nicht wollen. Wir wollen versuchen wertfrei zu denken und zu wissen, dass in jedem Menschen alle drei Ebenen vorhanden sind und dass jeder Mensch nach dem Evolutionsgesetz eine der drei Ebenen mehr entwickeln muss, weil er sie vielleicht in einem früheren Leben vernachlässigt hat. Wenn nun beispielsweise irgendein Widdertyp in irgendeiner Situation rein physisch reagiert, also zuerst einmal mit irgendeiner Idee hineinplatzt und gar nicht merkt, dass da vielleicht von einem Trauerfall die Rede ist, dann kann man ihn langsam darauf aufmerksam machen, dass er mehr Bewusstsein entwickeln sollte und mehr das seelische Element dieser Widderkraft hereinbringt und sensitiver wird.


Die drei Horoskope


Es gibt auch noch eine andere dreifache Konstitutionsbetrachtung des Menschen, die zur Ganzheitserfassung in unserer Beratertätigkeit immer mehr Verwendung findet und dem heutigen modernen Menschen angepasst erscheint. Sie ist vorwiegend von der esoterischen Astrologie her inspiriert worden. Wie bekannt, verwenden wir in erster Linie das Grundhoroskop, welches uns in der Charakterdeutung und in der Beratung usw. zur Verfügung steht. Dann gibt es jedoch noch zwei andere Horoskope, und zwar einmal das sogenannte Mondknoten-Horoskop, welches sich um die Mondknotenlinie herum aufbaut und zum anderen ein Häuserhoroskop.

Von der Dreidimensionalität aus gesehen ist das Häuserhoroskop das, was die Umwelt, die Realität darstellt. Das Häusersystem betrachten wir als den Raum um uns herum, in den wir hineingeboren sind, der das Milieu bestimmt, durch das unser Leben geprägt wird. Schon bei der Geburt wird uns diese Konstellation als wirksamer Faktor mitgegeben. Mit dem Häusersystem sind wir in eine räumliche Dimension in die Erscheinungswelt hineingeboren – vorher waren wir wahrscheinlich in einer anderen zeit und raumlosen Dimension. Diesen Raum tragen wir als Häusersystem mit uns herum, woraus wir ablesen können, wie die äußere Welt das Milieu und die Erziehung etc. auf uns einwirken. Im Häuserhoroskop wird also die rein physische Situation, in der wir uns befinden, mit der wir konfrontiert sind, sichtbar. Es ist die materielle Situation, mit vielen Determinanten, die wir ein Leben lang ertragen müssen.

Die zweite Ebene, die unsere Gefühlsstruktur anzeigt, wird im Mondknotenhoroskop als Schattenpersönlichkeit dargestellt. Dort sind alle bewältigten und unbewältigten psychischen Faktoren als Essenz aufbewahrt. Es ist der gesamte unterbewusste, psychische Bereich, mit dem wir auch leben müssen. Bekanntlich leben wir nicht nur in einer physischen Welt mit all ihren Realitäten, sondern wir haben auch einen Gefühlskörper, mit dem wir Kontaktsituationen erleben und erfahren, mit dem wir das Bedürfnis haben, in der Liebe oder in der Kommunikation mit anderen Menschen Bestätigung zu bekommen. Das Mondknotenhoroskop sagt nicht nur darüber aus, wie das Gefühl in der jetzigen Situation reagieren wird, sondern auch darüber, welche psychischen Probleme oder welches Karma wir mitbringen, da der Mond die gesamte Vergangenheit mit zu tragen hat.

Damit wäre das Grundhoroskop, welches wir ständig verwenden, die dritte Dimension, die mentale Struktur unseres Wesens. Es ist interessant, dass wir in der Astrologie überwiegend mit diesem Horoskop arbeiten. Es lässt natürlich auch wieder gewisse Schlüsse zu, wenn man sich vorstellt, dass man mit diesem Horoskop vom Bewusstsein her arbeiten kann. Ebenso interessant ist, dass wir bei der Horoskopbedeutung immer vom Aspektbild, von unserem inneren Schaltplan ausgehen, also von der Bewusstseinsschaltung zwischen den einzelnen Planeten. Wenn wir vom Denken her an das Horoskop herangehen, können wir viel objektiver, freier und bewusster Dinge akzeptieren und daran arbeiten.

Mit unseren Ausführungen wollen wir nichts anderes als Erkenntnisprozesse in Gang setzen, die uns befähigen, größeres Bewusstsein und mehr Erkenntnisse über unser Leben zu erlangen. Und mit dieser dreidimensionalen Annäherung soll Ihnen wiederum ein neuer Schlüssel in die Hand gegeben werden, mittels dessen man noch tiefer und differenzierter das Horoskop erfassen kann. Auch in den einzelnen Elementen ( Aspekte, Zeichen, Häuser, Planeten ), die in der Folge alle der Reihe nach durchgenommen werden, wird diese Dreidimensionalität neue Erkenntnisse bringen – mitunter „Aha-Erlebnisse“.

Fortsetzung folgt!
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Beitragvon Arnold Buchenrieder » Do 31. Mär 2005, 23:03

Louise Huber – Dreidimensionale Planetenlehre.


Bei der dreidimensionalen Betrachtung aller Elemente des Horoskops kommen wir jetzt
zu den Planeten. Bekanntlich stellen sie unsere Wesenskräfte dar, unsere psychischen Organe
oder speziellen Fähigkeiten, mit denen wir in der Welt wirksam werden können. Wir alle kennen die drei Persönlichkeitsplaneten Sonne, Mond und Saturn als den Aufbau
unserer
Ich Potenz auf den drei Ebenen physisch, emotional und mental. Wir kennen auch die drei geistigen Planeten Uranus, Neptun und Pluto, die eine Ich- überhöhte, transpersonale Ebene unserer Seins – Erfahrung darstellen. Weil die Planeten durch alle drei Schichten des Horoskops hindurchwirken, müssen sie auch im Zusammenwirken dieser Schichten
gedeutet werden, das heißt:

1. Wie sie im Haus stehen,
2. Wie sie im Zeichen stehen,
3. welche Aspekte sie haben.

Die Kunst der Deutung besteht nun darin, diese drei Ebenen in der richtigen Weise miteinander zu kombinieren, um die Wirksamkeit der Planeten – Fähigkeit festzustellen.

Es gibt aber noch eine andere dreidimensionale Betrachtung, die mit der Einteilung ihrer Wirksamkeit auf der physischen, psychischen und mentalen Ebene erfasst wird. Wie
bereits gesagt ist bei den Planeten zu beachten, dass sie durch alle drei Ebenen hindurch wirken, denn sie sind zugleich die Organe, die psychischen Potenzen und die Fähigkeiten unseres Wesens. Weil sie in ihrer Qualität sehr spezialisiert sind, können sie in unserer dreidimensionalen Welt auch ganz besonders gut eingesetzt werden. Deshalb können wir
bei der Beurteilung der Planeten die Dreiteilung relativ leicht machen. Dadurch bin ich überhaupt erst auf dieses Thema gekommen. Weil nämlich in der Deutung oft das, was
man über eine Sonne gelernt hat oder weiß, nicht zugetroffen hat.

Wenn ich es dann anders interpretiert habe, kam eine Zustimmung. Dadurch habe ich erfahren, dass man gerade in der Astrologie diese Drei – Dimensionalität lernen muss, um in der Beratung dem anderen Menschen gerecht zu werden und zu wissen, dass es nicht nur eine Seite der Betrachtung gibt. Da dies am Anfang meiner Artikelreihe nicht genügend betont wurde, soll noch hinzugefügt werden, dass wir bei uns selbst herausfinden müssen, in welcher Weise diese Dreiteilung in uns funktioniert. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Polarisierung auf den drei Ebenen nicht stabil ist, sie fluktuiert. Mit anderen Worten, sie funktioniert nicht immer gleich im Leben, da der Mensch ein sich stets wandelndes Wesen und immer in einen Wachstumsprozess verwickelt ist.

Es gibt zum Beispiel Lebensphasen, wo die Sonne im Physischen polarisiert sein muss, damit der Mensch in dieser Phase lernt, sich als handelnde Persönlichkeit durchzusetzen. Es gibt Situationen im Leben, in der Liebe oder im Kontakt, wo es richtiger ist, wenn das Sonnenbewusstsein sich vom Seelischen erlebt und erfährt, denn dann kann der Mensch auch dort richtig funktionieren. Und schlussendlich in einer Lebensperiode, wo der Mensch mehr geistig interessiert ist, wirkt sich das mentale Bewusstsein besonders stark aus. Er lernt und forscht und gelangt mit einem Entwicklungsschub, also bewusstseinsmäßig, nach oben. Es kann also nicht eine Bewertung sein, die ununterbrochen stabil bleibt, sondern sie ist ständig mit Wandel und Wechsel verbunden.

Die Sonne

Die Sonne ist das Ich auf der Mentalebene, das Selbstbewusstsein, die Mentalität. Wenn die Sonne physisch polarisiert, also ganz auf den physischen Plan ausgerichtet ist, zeigt sich eine starke Persönlichkeit zum Beispiel mit geschwellter Brust, die von sich sagt: „Ich bin der Größte!“ Diese differenzierte, mentale Sonnenbewusstheit wird dann rein physisch verstanden und meint, mit ihrem Körper im Mittelpunkt der Welt zu stehen. Eine physisch stark wirksame Sonnen – Vitalität bringt den Haudegen oder den Feldherrn hervor, der mit seiner physischen Potenz versucht, die Welt aus den Angeln zu heben und auch Gewalt anwenden kann, je nachdem, wo er steht und in welcher Situation er ist.

Die psychische Funktion der Sonne hat wiederum mit all den psychologischen Komponenten zu tun, wo sich Ich – Probleme ergeben. Wo man, vom emotionalen Gefühlsbereich her eine Ich – Geltung hat und empfindlich reagiert, wenn man nicht beachtet wird. Auch das Erfolgsstreben kommt mehr von der psychischen Potenz her. Um Beachtung zu finden, benötigt der Mensch unbedingt Erfolgserlebnisse, und wenn diese ausbleiben, leidet er darunter und hat Krisen. Misserfolge bis hin zu Rückschlägen. Je nachdem, wo eine Neigung dazu vorhanden ist, ist auch der Stolz damit verbunden, denn wenn ein Ich schwach ist und nicht zum Zuge kommt, dann zeigt sich oft ein gewisser Dummstolz mit der Einstellung „mir kann das doch gar nichts antun“ oder „denen werde ich es schon zeigen“. Solche und ähnliche innere Formulierungen werden dann gemacht für das verletzte psychische Ich, dazu kommt dann noch die Meinung, irgendeine unbekannte Kraft zur Verfügung zu haben, im den Mitmenschen doch noch Beachtung abzuringen.

Mental ist die Sonne das Selbstbewusstsein schlechthin. Es ist, wie wir immer wieder sagen, das Descart`sche Ich, „Ich denke, also bin ich“. Da ist die Sonne zu Hause, das ist ihr Platz, und da wird die Sonne auch wirklich hinwollen.

Auf dieser Ebene erlangt die Sonne Autonomie, eine gewisse Individualität. Aus diesem Individualitätsbewusstsein heraus, aus dieser Selbstgewissheit und Selbstsicherheit, die mit einem selbst errungenen Können und Wissen Aufgaben bemeistert, kommen alle Stufen zur Selbstwerdung oder Individuation, wie C. G. Jung das nennt. Aus diesem Bewusstsein heraus kann der Mensch auch souverän sein, er kann auf andere strahlen und ihnen eine gewisse Sicherheit geben. Dies ist dann ein Mensch, der innerlich eine gewisse Autonomie erreicht hat – Autonomie heißt Selbstbewusstheit im mentalen Sinne – also ein Weltbild, das ihn trägt, das so zentral führ ihn ist, so unerschütterlich und unanzweifelbar, dass er eine starke Ausstrahlung auf andere Menschen hat. Dahin gehört die Sonne, deshalb müssen wir auch immer wieder versuchen dahin zu kommen, wenn wir erkennen, dass wir uns aufblähen und egozentrisch reagieren und eigentlich ein schwaches Ich haben.


Der Mond


Der Mond ist die Gefühlskomponente. Auf der physischen Ebene ist der Mond unser Kontakttrieb, der absolute Geborgenheit und Sicherheit in Beziehungen sucht. Hier spielt ein symbiotischer Anspruch herein, weil der Mond als kindliches Ich von der Mutter abhängig ist und immer mit Angst reagiert, wenn eine mögliche Trennung bevorsteht. Trennungsängste, Wärme- Nest- oder Liebesverluste lassen den Mond auf dieser Stufe unmündig bleiben. Er klammert sich an bestehenden Beziehungen fest, lässt nichts los und bleibt abhängig. Er weigert sich, erwachsen zu werden, lehnt Selbstverantwortung ab und leidet unter der Vorstellung, alleine zu sein. Er nimmt lieber jede Abhängigkeit in Kauf, als selbstständig zu werden. Rein vom Kontakt her gesehen ist er auf dieser Ebene auch das, was man anschmiegsam nennt.

Auf der Gefühlsebene hat der Mond als Kontakt – Ich den starken Wunsch geliebt zu sein. Das sind diese Gefühlselemente vom Mond, die uns wohlvertraut sind und allen irgendwo innewohnen, es ist etwas sehr Wesentliches im Menschen überhaupt. Auch die Empfindsamkeit, enttäuscht zu sein, wenn der oder die Geliebte nicht so funktioniert, wie das Mond – Ich sich das vorstellt, ist uns allen gemeinsam. Wir werden dann wechselhaft und launisch, im Grunde nur deshalb, weil wir in der Kontaktsituation unsere Wünsche nicht befriedigt bekommen. Auch ist der Mond das kindliche Gefühls – Ich und bleibt auch auf der Gefühlsebene infantil, wenn er nicht das bekommt, was er zum Wachstum braucht. Er bleibt in irgendeiner kleinen Geste verhaftet und ist der Ansicht, dass es einfach so sein muss, denn die Wunschkraft auf der Mond – Gefühlsebene ist mächtig. Daraus resultieren sehr viele Probleme in der Kontaktsituation. Der Mensch entwickelt hier starke Gefühle von Antipathie und Sympathie, und in Wirklichkeit liegt dieser ganzen Mechanik der fast nicht zu stillende Wunsch nach Liebe zugrunde, der uns, vom Menschen her, im Hineingeborenwerden in den Mutterschoß noch anhaftet. Es ist das Kindliche im Menschen, das eigentlich nie erwachsen werden möchte, es möchte in diesem Nest drinbleiben und sich behütet und geborgen fühlen.

Wenn nun der Mond reif geworden, wenn also unser Gefühlskörper geläutert worden ist, dann ist er der Reflektor einer höheren Liebesqualität, derjenigen des Neptun, oder – esoterisch ausgedrückt – von der Seele. Unser Gefühlskörper ist in Realität nichts anderes, als eine Spiegelfläche der Seele oder des Neptun, welche die göttliche oder Christusliebe reflektieren soll. Darum sind die Krisen auf der Mondebene in jedem Menschenleben so aktuell. Aus der Ichhaftigkeit heraus möchte der Mensch diese Liebe für sich selbst haben, aber sie wird nie befriedigt, weil der Mond, vom Entwicklungsziel her, das Gefäß für eine höhere Vision, für das höhere Menschenbild oder für das Liebesideal Neptun bzw. Christus sein soll.

Deshalb ist – auf der Mentalebene – ein geläuterter, ein reifer Mond, eine Kraft, die man am besten mit Harmlosigkeit bezeichnen kann, jedoch nicht Harmlosigkeit im negativen Sinne, sondern Harmlosigkeit, die aus einem Wissen um die Dinge heraus harmlos ist. Dieses Urvertrauen, das man als Kind zur Mutter hat, erwächst dann, wenn man die Offenheit nach oben erreicht hat, aus einem Wissen, dass alles was geschieht, sinnvoll ist. Dass alles einer Entwicklung dient, einem Endziel zustrebt, welches für die ganze Menschheit gut sein wird. Diese Harmlosigkeit lässt den Menschen dann nicht mehr persönlich reagieren, sondern sensitiv, Liebe gebend. Man ist neutral und reagiert nicht mehr mit Antipathie und Sympathie und all diesen Spielchen und Manipulationen auf der Gefühlsebene. Man ist daraus herausgewachsen, weil man eine höhere Liebesfähigkeit entwickelt hat.

Im negativen Sinne, wenn der Mond noch nicht so differenziert ist, wenn er die Wandlung noch nicht erlebt hat und noch nicht mit dem Neptun oder mit dem Seelenbewusstsein als Reflektor eins geworden ist, kann das wie Gutgläubigkeit ansehen. Das sind dann diese Undifferenzierten, die alles was man ihnen erzählt, hinnehmen.

Wenn nun der Mond im Mentalraum mit der Harmlosigkeit und diesem kindlichen Bewusstsein funktioniert, hat er gleichzeitig auch etwas Schöpferisches, Spontanes.
Weil das Spielerische, das Harmlose, das Offensein für neue Dinge frei macht für neue Inspirationen und Denkprozesse, ist die Pflege unseres Mondes so wichtig.


Der Saturn

Der Saturn ist ein Planet, der sehr lange ein Mysterium war und auch in Zukunft noch eines sein wird, daher ist seine Wirkung sehr interessant. Nicht umsonst wird er in der esoterischen Literatur „der Hüter der Schwelle“, aber auch gleichzeitig „der große Einweihende“ genannt. Da sind so tiefschürfende Gedanken drin, dass ich meine, dass wir den Saturn in den kommenden 100 Jahren auch noch nicht verstehen werden.

Auf der materiellen Ebene ist der Saturn der physische Körper, die Realität, die Form, das was ich anfassen kann, was ich sehe, die Welt wie sie ist. Auf dieser Ebene gehört der Saturn, wie der Mond auf die Gefühlsebene und die Sonne auf die Mentalebene. Der Saturn stellt das Bedürfnis nach materieller Sicherheit dar, nach Absicherung. Durch die Kraft, die der Saturn auf der physischen Ebene hat, ist es auch die Unbeweglichkeit, dieses wie ein Fels dastehen und sich nicht mehr weiterrühren. Das kann positiv sein, indem man eine Kraft ausstrahlt und für andere Sicherheit darstellt. Das kann aber auch ein sturer Bock sein, der vielen Menschen im Wege steht und sich nicht von der Stelle rührt. Das Kristallisationsprinzip des Saturns kann solche Menschen auf der physischen Ebene grob und insensitiv machen.

Auf der psychischen Ebene spielt die Dualität eine Rolle. Der Saturn als Planet hat bekanntlich zwei Seiten. Er hat diese Ringe aus Fels und Steinen, welche mit der Kristallisation und der materialistischen Kraft zu tun haben. Psychisch ist es das Schutzbedürfnis. Innen drin hat der Saturn einen weichen Kern, eine Gaskugel, daher braucht er äußerlich diesen Schutz. Beim näheren Kennenlernen typischer Steinbock – oder saturngeprägter Menschen zeigt sich oft, dass diese nur deshalb so stur und so hart sind, weil sie nicht zeigen wollen, dass sie innen drinnen weich sind. Es ist das Schutzbedürfnis und gleichzeitig die Fähigkeit, Verteidigungsmechanismen aufzubauen.

Menschen, bei denen der Saturn psychisch stark polarisiert ist, wo also nicht die physische Sicherheit angepeilt wird, haben oft unwahrscheinliche psychische Verteidigungsmechanismen, mit denen sie jeden harmlosen Typen in Erstaunen versetzen können, sie schießen mit Kanonen auf Spatzen. Wenn diese Menschen beginnen, ihre Psyche zu verteidigen, sind sie sehr erfinderisch und wendig. Es kann deshalb davon ausgegangen werden, dass Menschen, die oft in Selbstverteidigung übergehen, meistens einen starken Saturn, starke Saturn – Mond – oder Saturn – Sonne – Verbindungen haben. Das bringt eine gewisse Festhaltetendenz, ein Eingefahrensein auf Schablonen mit sich.

Auf der einen Seite ist der Saturn als Mutterplanet die Urmutter und gibt uns durch diesen Schutzmechanismus das Urvertrauen. Wenn wir diese starke Mutter, Die Almamater, oder die Materie in der richtigen Weise in unser Leben integrieren, sind wir sicher und geborgen. Wenn wir also in dieses Ganze uns eingewoben fühlen, Teil des Ganzen sind oder uns als Teil erkennen, dann haben wir ein Urvertrauen, das unerschütterlich ist, weil wir dann wissen, dass uns eigentlich nichts passieren kann; wie ein kleines Kind, das sich in den Armen der Mutter sicher weiß. Wenn dieses Urvertrauen gestört ist, entsteht die Angst, bis hin zu Angstkomplexen und Furchtvorstellungen krankhafter Art. Geistig, also auf der Mentalebene, ist der Saturn das Gedächtnis. Es heißt ja, Saturn, der Planet der alles aufspeichert, sammelt und festhält. Gedächtnis ist das Erinnerungsvermögen, womit die Erfahrungen zunächst angesammelt werden. Auf der Mentalebene ist der Saturn derjenige, der aus den Erfahrungen heraus gewissen Gesetzmäßigkeiten erkennt und festlegt. Das können dann diese eigengesetzlichen Menschen sein, die mit einem Saturn auf der Mentalebene im negativen Sinne sehr stur sind, diszipliniert bis zum Äußersten. Weil irgendein Mechanismus oder eine Funktion irgendwann funktioniert hat, muss das für Ewigkeiten gut sein. Das sind diese stark konservativen Typen, die sehr autoritär bis grausam sein können. Zur Einhaltung der Gesetze können solche Menschen das Menschliche ganz in die Ecke stellen, wichtig ist dann nur noch das Gesetz, das Dogma, das Prinzip, wie zum Beispiel bei der Inquisition. Solche Menschen können kompromisslos bis dort hinaus sein und mit steinernen Herzen andere verurteilen und sind auch durch Tränen nicht zu erweichen.

Fortsetzung folgt!
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Alice Bailey

Beitragvon Frank F. » Fr 1. Apr 2005, 13:33

Hallo Arnold!

Etwas fehlt mir an diesem Artikel, nämlich die Beifügung, dass dies von Lousie Huber ein Versuch ist, die vom Tibeter im Buch "Esoterische Astrologie" vermittelte, geschrieben von Alice Bailey, in ein praktisch brauchbares System zu bringen.

Ich finde, dass dies unbedingt notwendig wäre, da sie in vielen Dingen sehr davon abweicht, oder es nicht besser gewußt hat. Sehr viele Astrologen haben sich tiefgehend mit diesem vorzüglichen Werk beschäftigt, einschließlich meiner Person und ich halte es für sehr wichtig, dass deswegen hinzugefügt wird, dass man in diesem Fall unbedingt auf die Quellen seiner Inspiration verweist, damit sich der Leser auch von der Esoterischen Astrologie von Bailey ein Bild machen kann. Ganz davon abgesehen, dass dies auch aus karmischen Gründen für Frau Huber vorteilhaft wäre, denn ich bin mir nicht sicher, ob sie sich ganz im Klaren darüber ist, welche Auswirkung ihre Arbeit haben könnte.
Ich weiß, dass klingt ein wenig anmaßend, aber leider kommen da so viele Dinge vor, die sehr verdreht sind und im Grunde der esoterischen Astrologie von Bailey (eigentlich vom Tibeter) aus meiner Sicht mehr schaden, wenn nicht der Leser eindrücklich darauf hingewiesen wird, dass es sich mit diesem Werk unbedingt auseinandersetzen sollte, um dann zu erkennen, wo die Ideen von Frau Huber größtenteils her sind und wie er damit umgehen würde und die Ausarbeitung auch korrekt empfindet.

Ich werde gerne darauf zu einem späteren Zeitpunkt eingehen, alleine, was sie bezüglich der Einweihungen schreibt und ihre Zuordnung bestimmter Planeten und den Begleittext betreffend.

Ich hoffe du nimmst mir das, was ich jetzt geschrieben habe, nicht übel, aber mir ist jetzt einfach mal danach, etwas dagegen zu sagen, weil manche Ansätze aus meiner SIcht ganz okay sind, jedoch leider auch vieles bei weitem nicht ausreichend und richtig, soweit ich dies nach jahrelangem Studium der Werke von Bailey sagen kann, ausgearbeitet wurde.

Liebe Grüsse Frank
Die Planeten sind Götter, die dich an ihrem Bewusstsein teilhaben lassen, wenn du ihre Kräfte in dir verwirklichst.

http://www.jupiter-uranus.com
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Beitragvon Arnold Buchenrieder » Fr 1. Apr 2005, 14:20

Hallo Frank,

Meinungsvielfalt belebt das Geschäft! Ich bin mit Louise Huber natürlich längst nicht fertig, es gibt einige Bücher des API, in welchen sie sich immer wieder darauf bezieht, dass man die Bücher von Alice Baily zusätzlich lesen sollte. Am Modell der astrologischen Psychologie kommt man nicht so einfach vorbei, schließlich geht es ja um die Erfassung des Menschen, was die Hubers veranlasst hat entsprechende Neuerungen einfließen zu lassen - wie zum Beispiel mit dem Familienmodell, welches meiner Erfahrung nach unglaublich stimmig ist.

Es geht hier nicht um einen Versuch, diese wurden bereits vor 40 Jahren durchgeführt, sondern hier geht es um die Umsetzung astrologischer Besonderheiten. Man muss sich mit dieser Methode sehr eingängig auseinandersetzen, für mich persönlich ist es das Beste, was der astrologische Markt überhaupt zu bieten hat.

Mit lieben Grüßen!

Arnold
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Beitragvon Frank F. » Fr 1. Apr 2005, 16:40

Lieber Arnold!

Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser Spruch "Meinungsvielfalt belebt das Geschäft" in dir entsprungen ist. Dazu bist du ein viel zu liebevoller und bemühter Mensch. So einen Spruch hörte ich mal von einem Verleger in Österreich, der selbstsüchtiger Weise aus Geschäftsgier ein Buch aufgelegt hat, obwohl er genau wußte, dass es ein kompletter Blödsinn ist und die Menschen auf ihrem Weg eher behindert.

Ich möchte sehr ausdrücklich sogar als einen Versuch bezeichnen, denn als solches sollten wir Astrologen alle unsere Arbeit und unser Bemühen bezeichnen, wenn wir versuchen die Astrologie ein wenig weiter zu entwickeln.
Du magst es so empfinden, dass die Huber Schule die höchste Qualität hat. Dies mag vielleicht daran liegen, dass sie eine der wenigen Schulen ist, die einen sehr esoterischen Weg einschlagen, den sie aus meiner Sicht in gewisser Weise mit dem Namen psychologischer Astrologie tarnen, wenn sie die natürlich auch betreiben. Das esoterische in ihrem System scheint mir nun mal noch sehr unausgereift, ist für mich aber offensichtlich ihr innerstes Bestreben.

Ich habe mir die Huber Bücher so gut wie alle angeschaut, sie allerdings nicht eingehend studiert, habe eines sogar Zuhause stehen, doch wenn ich ehrlich bin, habe ich sehr wenig entdeckt, was nicht den Versuch darstellt, die vom Tibeter angedeuteten Entwicklungen, die sich in der Astrologie in der Zukunft auftun, auszuführen.

So gut wie jede ihrer Ideen, bis auf das Familienmodell ist in der esoterischen Astrologie vom Tibeter erwähnt worden, sei es die Aspektbild Thematik, die drei Ebenen (eigentlich spricht er von den Dreiecken - dies kann jedoch keiner mehr nachvollziehen), die esoterischen Herrscher usw..
Ich bin mir gar nicht sicher, wie tiefgründig du dich mit der esoterischen Astrologie vom Tibeter beschäftigt hast, denn wenn ich deine Deutungsfähigkeit, deine Unterscheidungskraft, deine Liebe, deine Hingabe und dein Eifer, dann erscheint mir, dass wenn du das, was die Huber aus seinen Ideen gemacht haben, du vielleicht einmal loslässt, dass du selbst viel mehr Inspiration erhältst und vieles davon besser verstehst.
Ich will hier niemanden kritisieren, das liegt mir fern, doch ein bißchen habe ich das Gefühl, als ob das Hubersystem ein wenig als das Maximum verkaufst, das Beste und Wahre, jedoch du selbst die Quellen deiner Inspiration dadurch selber zumachst. Ich bin auch ein Widder wie du und ich kenne die Begeisterung und das Feuer, mit welcher man eine Sache verfolgen kann, doch es ist sehr wichtig, dass man sich dadurch nicht von seinem eigenen Zentrum entfernt.

In meinem nächsten Buch beschreibe ich die ersten fünf Einweihungen in ihrem Grundgerüst und zu einem späteren Zeitpunkt wird darüber noch ein ausführliches Werk folgen. Nur der Ordnung halber möchte ich hier die zweite und dritte Einweihung hereinstellen, damit die Mitleser den Unterschied an Klarheit sehen mögen, denn ich diesen Weg kenne ich aus Erfahrung und nicht aus der Theorie.

Liebe Grüsse Frank

P.S. Ich um den 19. wieder in München, falls ich bis dahin mein Seminar fertig vorbereitet habe, dann könnte es sein, dass ich Zeit finde, um einmal auf einen Besuch vorbei zu schauen, wenn von deiner Seite Interesse noch vorhanden ist.

2. Einweihung – Die Taufe

Physisch 18 Illusion / Entillusionierung
Jetzt entsteht der starke Drang, sich selbst verwirklichen zu wollen und der Mensch versucht hierzu, die verschiedensten Wege zu beschreiten. Er erkennt, dass es viele Wege gibt und jeder Mensch auf einem ganz anderen Weg vor-wärts schreitet und er dazu aufgefordert ist, seinen eigenen Weg zu finden. So ist er der Illusion auf der Spur und lernt, verschiedenste Ansichten und Wahr-heiten innerlich zu akzeptieren.

Astral 17 Wahrheit
Einerseits wird jetzt ein heftiger Kampf auf der emotionalen Ebene zwischen seiner hochsensiblen Persönlichkeit und dem zunehmenden Einfluss seiner Seele und deren Willen entfacht. Diese Phase ist gekennzeichnet von größtem Leiden, bis der Mensch erkennt, dass er sich immer wieder von seinen Gefühlen blenden lässt und sich zu bemühen beginnt, das Licht der Vernunft gegenüber seinen Emotionen durchzusetzen. In dem Maße, wie ihm dies gelingt, steigert sich die Fähigkeit, intuitiv das Richtige zu spüren.
Menschen dieses Reifegrades haben immer wieder Vorahnungen, werden im-mer fähiger, sich bewusst für das Richtige zu entscheiden, was im Sinne ihrer Seele ist und es machen sich erste mediale Fähigkeiten wie Pendeln, Kartenle-gen, Wünschelruten gehen und Vergleichbares bemerkbar. Für gewöhnlich trainieren sie dann diese Fähigkeiten und erzielen dabei Erfolge.

Mental 16 Zerstörung
Im Laufe der zweiten Einweihung beginnt sich für gewöhnlich der Mensch immer intensiver mit esoterischem Gedankengut zu beschäftigen. So interessiert er sich jetzt zum Beispiel für die Frage der Wiedergeburt, lernt zum Beispiel Astrologie, setzt sich mit Psychologie sehr intensiv auseinander und meistens erwacht zunehmend ein Interesse an Meditation oder ähnlichen Praktiken, wenn dies auch von Mensch zu Mensch sehr verschieden vor sich gehen kann.
Auffallend ist jedoch der ständige Umbruch im Denken, der sich zeigt. Der Mensch steht ständig vor neuen Situationen und muss erkennen, dass das, was er gestern noch als richtig und wahr befunden hat, er heute schon wieder ganz anders sieht.

Zusammenfassung dieser Entwicklungsstufe:
Quersumme = 51
Dieser Mensch setzt sich also begeistert gedanklich mit allem Unmöglichen und Möglichen auseinander. Er kommt dadurch extrem mit Illusion und Wahrheit in Berührung und ahnt oder sieht seine zukünftige Macht, sodass sich tiefe Demut bis zu Größenwahn zeigen, resultierend aus der momentanen Selbst-überschätzung.
Es mangelt ihm jedoch noch an geistiger Disziplin, folglich Klarheit und Be-ständigkeit, da er von seinen Emotionen sehr stark beeinflusst wird, sodass sein Leben zeitweise relativ großen Schwankungen unterliegt. Meistens haben diese Menschen auch materielle Probleme, weil sie sich auf einem Scheideweg befin-den und sich noch nicht im Klaren darüber sind, wie man Materielles mit Spiri-tuellem verbinden kann. Auch auf körperlicher Ebene haben sie immer wieder größere Probleme, weil sich ihr physischer Körper, verbunden mit ihrem empfindlichen Nervensystem, erst auf den zunehmend stärker werdenden Einfluss ihrer einströmenden Seelenenergie einstellen muss.


3. Einweihung - Die Verklärung

Physisch 15 Starke Magie
Im Laufe der dritten Einweihung gelingt es dem Menschen, seinem Leben den höheren Schwingungsrhythmus seiner Seele aufzuerlegen. Da sich sein Be-wusstsein auf die Mentalebene verlagert hat, stören die Emotionen nicht mehr seine Handlungsabsichten und er wird zunehmend fähig, stets das umzusetzen, was er als richtig erkannt hat.
Er wirkt erfolgreich, versteht immer besser die karmischen Gesetzmäßigkeiten und sieht immer klarer seine vor ihm liegenden Aufgaben. Da er im Laufe der dritten Einweihung immer mehr Kontrolle über sein Denken erlangt, wird er sich der Macht des magisch geschulten Geistes bewusst. Er wird spätestens am Ende der dritten Einweihung fähig, mit Hilfe von Ritualen bewusst das Schick-sal zu beeinflussen.
Es zeigt sich auf der physischen Ebene, dass er sich zu einem weisen Ratgeber entwickelt hat und er beginnt für andere Menschen zu einem Lehrer zu werden, der ihnen selbstlos dient und zugleich immer mehr Menschen anzieht und um sich scharrt (es kommt natürlich auch vor, dass jemand bevorzugt, den Weg alleine zu gehen). Er selbst findet für gewöhnlich spätestens jetzt auch zu der Gruppe von Seelen, denen er auf Grund seines Seelenstrahles angehört. Meist geschieht dies jedoch schon zum Ende der zweiten Einweihung hin.

Astral 14 Selbstzucht
Da er jetzt im Grunde schon relativ gut weiß, was im Sinne des göttlichen Planes recht oder unrecht ist und er normalerweise die Stimme seines Gewis-sens, sowie seinen inneren Führer die Seele, sehr klar hört, steht er vor der Aufgabe, sich so zu erziehen und zu disziplinieren, dass er seine sich ständig steigernde Macht und seine medialen Fähigkeiten auf keinen Fall für den Selbstzweck missbraucht, sondern so selbstlos wie möglich handelt. Jetzt begegnet er vielen Versuchungen, vor denen nur er sich selbst schützen kann, da in den meisten Fällen die anderen Menschen, die ihn umgeben, gar nicht erkennen, ob er recht oder unrecht gehandelt hat. Jetzt muss er vor sich selbst Rechenschaft ablegen.


Mental 13 Transformation
Durch die Erkenntnis, die er im Laufe der dritten Einweihung gewinnt, dass jedem Gedanken Energie folgt, übt er sich in Gedankenkontrolle und setzt ge-zielt die Kraft des positiven Denkens ein. Dies hat unter anderem zur Folge, dass er zunehmend die Herrschaft über seinen Gefühlskörper erlangt, auf emo-tionaler Ebene immer unerschütterlicher wird, sodass er in seinen Unterneh-mungen sehr erfolgreich ist.
Er verfügt jetzt über eine ausgezeichnete Fähigkeit, abstrakt und folglich in Analogien zu denken. Da er in sich Klarheit hat, zeichnet er sich auch durch eine einfache, klar verständliche Ausdrucksweise aus, sodass er selbst kompli-zierteste Sachverhalte für Menschen unterschiedlichster Entwicklungsstufen einfach und verständlich erklären kann. Zugleich erwacht gegen Ende der drit-ten Einweihung seine Intuition so stark, dass sie zu einem untrüglichen Werk-zeug wird, wie er auch Inspiration aus höheren Ebenen anzieht, weil er durch sein ruhiges und geordnetes Denken sowie seinen ausgeglichenen Gefühlskör-per höchst empfänglich für höhere Beeindruckung auf telepathischer Ebene geworden ist.

Zusammenfassung dieser Entwicklungsstufe:
Quersumme = 42
Spätestens ab jetzt hat der Mensch nur noch ein einziges Hauptinteresse, näm-lich das, den Weg der Magie und Erleuchtung um jeden Preis zu gehen, da dies als einziger Lebenssinn, Freude und Erfolg empfunden wird. Ab diesem Ab-schnitt, also nach der dritten Einweihung, erlernt er den bewussten Umgang mit magischer Kraft und gilt somit als Magier, der mit Bestimmtheit Erfolg in seinen Unternehmungen hat.
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Beitragvon Franziska Spicher » Fr 1. Apr 2005, 18:11

Hallo Frank,
Habe einige Schulen durchsucht und komme nun wiederum auf die Huber Schule zurück und beginne sie wieder intensiv zu studieren. Ich muss Dir sagen dass sich mir viele "Türen" öffnen. Weisst Du nicht alle haben die Bücher von Alice Bailey so studiert wie Du und werden es wohl auch nicht tun. Aber API hat mit den übernommenen Ideen doch etwas unersätzliches in die Astrologie gebracht und es zugängig für alle gemacht.
Es bleibt auch für mich etwas besonderes. Ich bin Arnold sehr dankbar dass ich durch Ihn wieder mehr darauf aufmerksam wurde. Gut er ist API-Lehrer aber man spürt dass er in allem offen ist. Ich glaube mit seinem Spruch "Meinungsvielfalt belebt das Geschäft" das lezte Wort unglücklich gewählt hat uns so wie ich ihn kennengelernt habe "belebt das Forum" sagen wollte.
Ich möchte mich noch für mein "Kauderwelsch" entschuldigen.

Liebe Grüsse und ein sonniges Wochenende
Franzi

PS. Frank ich besitze ebenfalls alle Deine Bücher und freue mich schon auf das nächste.
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Beitragvon Frank F. » Fr 1. Apr 2005, 18:40

Liebe Franzi!

Ich stimme dir zu, dass die API durchaus so manches gebracht hat, wie zum Beispiel der goldene Schnitt auf die Häuser, was sehr wertvoll für die astrologische Gemeinschaft ist. Aber es gibt nun auch mal Dinge, denen ich für meinen Teil überhaupt nicht zustimmen kann und wo ich sehe, dass so wie in diesem Fall, was den Artikel betrifft, den Arnold hereingestellt hat, sie einfach irrt und ein theoretisches Gebäude entwirft, wobei es jedoch Fr. Huber in dieser Richtung an Praxis mangelt, und ich jedoch sehr vermisse, dass Sie ein wenig darauf hinweist, dass es sich bei diesem Modell um einen Versuch handelt und keine Tatsache ist, so wie für mich das rüber kommt.

Auch ich bin ein Mensch, der sehr überzeugt schreibt, sodass man eventuell annehmen könnte, dass es nur so und nicht anders ist, doch wenn es entscheidend ist, dann achte ich sehr darauf, dass es sich um eine These handelt und weitere Forschungen sehr willkommen sind.

Es gibt Dinge, mit welchen man sehr vorsichtig umgehen muss, weil sie immensen Schaden aber auch Heil bringen können. Das Karma, wenn man zum Beispiel jemanden umbringt, kann weitaus geringer und schneller abzuarbeiten zu sein, als wenn man jemanden, wenn auch unabsichtlich und aus guter Absicht in eine ideologisch oder philsophisch zweifelhafte Richtung führt. Denn dies kann sehr viele Leben dauern, bis der Mensch dann wieder zur inneren Ordnung findet, Klarheit hat und den rechten Weg wieder einschlägt.
Dies soll nur als Beispiel dienen und nicht auf Frau Huber bezogen werden, aber bedacht werden.

Ich freue mich, dass dir meine Bücher gefallen, das nächste kommt am 14. April heraus, wenn der Lastwagen auch rechtzeitig bei der Spedition ankommt. Es werden noch viele Bücher folgen (das nächste keimt innerlich schon heran, doch wird es noch zwei drei Monate dauern bis ich zu schreiben beginn, da ich jetzt einem Freund helfe noch schnell ein Buch zu schreiben).

Das Arnold dies nicht so gemeint hat, das ist mir klar, denn ich weiß seine aufrichtige Arbeit, seinen guten Willen, seine Offenheit und vor allem seine Menschenliebe sehr zu schätzen.

Liebe Grüsse Frank
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Beitragvon Arnold Buchenrieder » Fr 1. Apr 2005, 20:39

Lieber Frank,

Ich würde mich sehr freuen, sobald du am 19. Zeit hättest mich ein paar Stunden zu besuchen! Ich bestitze einige Bücher von Alice Baily, welche mir für die Astrologie besonders wichtig erschienen sind. Ich habe mich immer wieder durch den ungewöhnlichen Schreibstil ihrer Bücher - oder des Tibeters - gelesen und ebenso immer wieder stimmige Analogien zur Huber - Astrologie gefunden. Ich würde das API nicht als esoterisch bezeichnen, sondern als ein Institut, welches seine psychologischen Erkenntnisse aus der Praxis und Forschung heraus eingebracht hat.

Trotzdem arbeite ich ebenso mit den langsamen Transiten, oder anderen Methoden, welche meiner Erfahrung wertvoll sind. Ebenso war ich damals einer der kritischten und unbequemsten Schüler beim API und hatte heftige Debatten mit Bruno Huber. Ich bin zwar ein persönlicher Freund von Michael Huber, habe aber seit Jahren keinen direkten Kontakt zum API mehr; diese Situation hat sich einfach so ergeben.

Der Elefant hat viele Stellen, viele Wege führen zum Ziel. Das gilt meiner Erfahrung auch für die doch vielen und unterschiedlichen Richtungen und Methoden der Astrologie. Louise Huber ist nur ein Teil des API, sie hat einen ganz anderen Zugang, als ihr Mann hatte - ebenso ihr Sohn Michael.
Zudem kommen noch einige sehr kompetente und erfahrene Leute hinzu.
Wolfhard König oder die Ruth Schmidhauser sind nur einige von hervorragenden astrologischen Psychologen, welche seit über 20 Jahren in der psychologischen Praxis mit der Huber-Methode erfolgreich arbeiten.

Ich sprach hier bei aller Kritik davon, dass in meinen Augen das API das beste ist, was derzeit sich auf der Astroszene sich befindet. Letztlich ist das Urteil, der Feedback der Klienten wichtig, da diese entweder sich angesprochen und verstanden fühlen - bei der astrologischen Beratung - oder nicht. Und ich kann guten Gewissens auf einige Foren hinweisen, in welchen ich sehr guten Feedback für meine Deutungen bekommen habe und immer wieder erhalte. Dies spricht schon einiges für die Huber-Schule.

Das API arbeitet mit Planeten, welche immer noch voll und ganz ausreichen, um einen Menschen auf allen Ebenen erfassen zu können. Ich denke nur an das Ende der siebziger Jahre zurück, wie sich so viele auf Chiron stürzten. Ich hatte damals den Eindruck, dass man versucht hat, die Antworten in Chiron zu finden, welche man vergeblich im Horoskop zu finden suchte. Da draussen schwirrt ausser den Planeten so viel Zeugs rum, dass man leicht den Überblick verlieren kann. APi sagt hier klar und deutlich, dass eben ein Planet entsprechend seiner Größe und Umlaufbahn
maßgeblich ist.

Dies kann ich in seiner Logik nachvollziehen, aber ebenso die Stimmigkeit über die Kentauren, oder mit den Asteroiden. Ok, man spricht hier von Verfeinerung und Details. Aber ich komme mit den 10 bekannten Planeten zurecht, vor allem mit ihren esoterischen Herrschern, sowie Uranus, Neptun und Pluto, welche als Leitbilder über Saturn, Mond und Sonne stehen. Und hier bin ich auch bei der Intuition angelangt, an der Fähigkeit einen tiefen Zusammenhang eines Horoskopes erkennen zu können. So etwas kann man sicher erlernen, aber hier ist die Art und Weise sehr individuell und spezifisch.

Schau Frank, wenn zu mir einer kommt, weil ihm seine Frau abgehauen ist, dann gebe ich diesen Menschen genau das auf den Weg mit, was für ihm derzeit wichtig ist - auf allen Ebenen. Was hilft es, diesen Menschen die Ursachen aufzuzeigen, sobald es ihn gar nicht interessiert. Also kann ich ihm nur das geben, was er auch annehmen will.

Beim nächsten ist die gleiche Situation, und dieser Mensch ist offen und selbstkritisch. Der bekommt doch einen ganz anderen Text vermittelt, einfach deswegen, weil er dafür reif ist, Erfahrungen gesammelt hat, welche ihn für die tieferen Zusammenhänge interessiert machen.

Mit lieben Grüßen!

Arnold
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Beitragvon starfish » Sa 2. Apr 2005, 11:24

Hallo Frank,

so trifft man sich wieder im Internet! :)

Vielleicht ist hier ja auch ein etwas ungestörterer Platz, um sich über Alice Bailey und die sieben Strahlen auszulassen. Bestimmt schreibt Arnold auch noch etwas über dieses Thema.

An anderer Stelle hatte ich bereits geschrieben, dass Bruno und Louise Huber in den 50er Jahren die Arkanschule geleitet haben. Ich denke, dazu braucht es auch ein bisschen Wissen über die Bücher von A.A. Bailey. :wink:

Bruno war allerdings auch ein ziemlicher Freigeist und erlaubte sich zum Beispiel den Schluss, dass manches bei Bailey nicht stimme, insbesondere was astrologische Zuordnungen betreffe. Er schob das auf vielleicht verstopfte telepathische Kanäle, oder dass Frau Bailey es einfach falsch verstanden hätte.

Bruno hat in der Folge, insbesondere auch während der Zusammenarbeit mit Assagioli (der ja ein direkter Schüler des Tibeters war) direkt nach der Arkanschul-Episode, seine ureigene Astrologie entwickelt. Für die damalige Zeit (ende der 50er und Anfang der 60er Jahre) war das enorm. Er hat im Grunde damals schon viele Dinge, die erst in den 80er und 90er Jahren populär wurden, vorweg genommen. Er hat die astrologische Szene in der Schweiz entscheidend geprägt, alle heutigen großen Schulen dort lassen sich auf ihn zurückführen.

Louise hat ihn in seiner Arbeit immer unterstützt. Sie kommt eigentlich von der klassischen Astrologie. Sie hat schon mit Anfang 20 regelmäßig meditiert und sich sehr früh mit Esoterik beschäftigt. Bruno und Louise lernten sich 1952/53 kennen, da Louises Fernstudienleiterin bei der Arkanschule Brunos Mutter war!

Von daher denke ich schon, dass sie sehr genau über die Bailey-Bücher Bescheid weiß und sie mit Bruno zusammen in ein sehr stimmiges Astrologiegebäude integriert hat. Die beiden haben einen Weg aufgezeigt (unter sicher mehreren möglichen), wie die Informationen des Tibeters astrologisch umgesetzt werden können. Ihre Beschreibung der ersen drei Einweihungen in Bezug auf die Transformation der persönlichen Ich-Planeten Sonne, Mond und Saturn in die geistigen Planeten Pluto, Neptun und Uranus ist aus API-Sicht korrekt. Wenn man sich mit diesem Wissen der API-Deutungsregeln die Bücher von Bailey nochmals durchliest, versteht man vieles auf eine ganz neue Art und Weise, was vorher nur böhmische Dörfer waren.

Was ich dabei an der "Huber-Schule" so faszinierend finde ist ihre Ganzheitlichkeit. Da passt ein Teil in das andere hinein, es ist kein Stückwerk sondern ein organisches Ganzes. Drum empfehle ich jedem, der mit der Astrologie anfängt, es mit der Huber-Schule zu versuchen, da sie ein in sich geschlossenes Gebäude ist. Sie vermittelt ein ganzheitliches Bild des "multidimensionalen" Menschen, wie ich es noch bei keinem anderen astrologischen System erleben konnte (und ich habe einige studiert... :wink: ).

Viele Grüße
Birgit
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Beitragvon Frank F. » Sa 2. Apr 2005, 12:49

Hallo Birgit!

Klingt ja ganz schön und gut, doch nur weil etwas ein ganzheitliches System ergibt, heißt das noch lange nicht, dass die einzelenen Teile, auf die dieses System aufbaut, auch stimmen. Wie wir alle aus Erfahrung wissen, zumindest nehme ich das mal an, kann jedes System in sich verwendet hervorragende Ergebnisse bringen. Man denke nur an die vedische Astrologie versus der europäischen Astrologie.

Ich glaube nicht, dass es da verstopfte Kanäle gab, sondern sehe mich ständig darin bestätigt, dass die Huber´s nicht damit zurecht kamen, dass viele Dinge in der Bailey nicht in ihr geschaffenes System gepasst haben. Also musste scheinbar seiner Ansicht nach die Bailey verstopfte Kanäle gehabt haben, wenn natürlich klar ersichtlich ist, dass zwischen den einzelnen Büchern von Bailey, die sie selbst verfasst und denen des Tibeters ein erheblicher Qualitätsunterschied besteht. Doch die esoterische Astrologie stammt nun mal vom Tibeter und Bailey schreibt selbst, dass sie immer alles ganz genau so niedergeschrieben hat, wie sie es erhalten hat (ist natürlich kein Gegenbeweis).

Was Frau Huber über die Einweihungen geschrieben hat, mag zwar in das System der Huber - Schule passen und trotzdem sehe ich, dass sie die Bücher von Bailey bis jetzt, zumindest was die Einweihungen betrifft (weiteres will ich jetzt mal nicht diskutieren) nicht verstanden hat und dieses Gebäude reine Theorie ist und nicht selbst verwirklicht entstanden ist. Das ist so, wie wenn man etwas Lebendigem etwas Starres versucht überzustulpen. In Wirklichkeit ist das alles viel komplexer und lässt sich nicht so leicht einordnen. Doch selbst in ihrem System schreibt sie ja entgegengesetzt zum Tibeter, der ja auch gewisse Zuordnungen andeutet, die den einzelnen Einweihungen entsprechen (wie gesagt deutet er sie versteckt an).

Ein anderes kleines Beispiel: Der Tibeter erwähnt, dass es eine unendliche Anzahl an Aspekten gibt und zugleich weist er auf anderer Stelle hin, dass es später in der Astrologie möglich sein wird, dass man auf Grund bestimmter Aspektbilder gewisse Lernaufgaben usw. ableiten wird können. Was machen die Huber´s! Das erste wird einfach überlesen und aus dem zweiten könnte man etwas machen. So einfach geht das aber nicht, dies zeugt nur von einer mangelnde Achtsamkeit, wie man mit diesen Mitteilungen umgeht. Entweder wartet man, bis man selbst die geistige Reife erlangt hat, und dies ist er nach Eintritt in die fünfte Einweihung möglich und auf keinen Fall vorher. Man entwickelt zwar im Laufe der vierten Hellsicht und viele andere okkulte Fähigkeiten und trotzdem ist die Schau in der vierte noch sehr auf das Planetarische bezogen und nicht auf das Solare, sodass des Tibeters Mitteilungen in der esoterischen Astrologie noch nicht ganz einsichtig sind.

Nimmt man sich jedoch zuvor heraus, dass man diese Anregungen für die Öffentlichkeit aufbereitet, dann sollte man auf der Hut sein, denn was der Tibeter davon haltet, das kann ich mir denken. Selbst wenn Herr Assagiolli sein direkter Schüler war, oder die Hubers die Arkan Schule geleitet haben. Die Arkan Schule ist auf Bailey Initiative entstanden soweit ich weiß und nicht auf Grund vom Tibeter. Dies sollte, wenn ich mich nicht täusche auch bedacht werden und das oftmals ein großer UNterschied zwischen Meister und Schüler ist, dass wissen wir auch, zumindest habe ich sowohl ein paar Meister kennen gelernt, sowie auch deren Schüler, sodass dies zumindest ich für meinen Teil behaupten kann.

Und genau aus diesem Grund sollte man zumindest die Reife besitzen, dass man diese Anregungen und Ideen genau zitiert und schreibt, dass man sich darum bemüht diese Ideen in der Praxis umzusetzen, jedoch auf Grund seiner eigenen Reife sich nicht sicher sein kann, dass man dies auch korrekt macht und weitere Forschungen herzlich willkommen sind. Da genügt es nicht, dass man einfach sagt, die Leute sollen die Bailey lesen. So schön es ist, wenn jemand selbständig und selbstbewusst ist, doch in diesem Punkt ist unerlässlich Demut angesagt.

Was ich hier sage, sage ich nicht so aus dem Bauch heraus, sondern ich habe zuvor auf meine Art auch Rücksprache gehalten, mehr kann ich zur Zeit dazu nicht sagen, werde ich aber in ein paar Jahren noch tun.

So viele Dinge in der Bailey sind verschlüsselt und sind nicht wörtlich zu nehmen, genauso ungefähr, wie Christus sagte, dass ein Reicher schwerer durch ein Nadelöhr kommt als ein Kamel. Der Tibeter weist auch ständig darauf hin, wohl wissend, was die Leute wieder einmal daraus machen werden.

Ich möchte nur mal wissen, ob Frau Huber über Saturn auch noch das Gleiche schreiben würde, wenn ihr eines Tages ein Saturnwesen einmal erscheinen würde. Meine Mutter würde sich bedanken.

Also wie gesagt, es gibt durchaus auch Dinge, die okay sind, aber es gibt auch Dinge, die ganz und gar nicht "aus meiner Erfahrung und Sicht" stimmen und es ist für mich schon gar kein Kriterium, ob etwas von vielen Leuten angenommen wird und man ein gutes Feedback erhält. Wer weit genug ist, dem fällt es nicht schwer, dass die Leute so reagieren, wie er es sich wünscht. Ist leider eine bittere Wahrheit, doch wenn schon, dann sollte man auch in diesem Punkt ehrlich sein. Entscheidend ist, ob die Meister der Weisheit der Form von astrologischem System zustimmen oder nicht und nicht ob ich dafür Anerkennung von denen erlange, die es in Wirklichkeit gar nicht überprüfen können, weil es ihnen hierzu an Fähigkeiten mangelt. Wie sollten sie auch, wenn der Astrologe sich nicht einmal selbst immer sicher ist, ob er mit seinen Ansichten richtig liegt und seine Gedanken und Inspirationen, die er auffängt wohl richtig sind und er zwischen Phantasie und Wahrheit richtig unterschieden hat.

Was des Tibeters Lehren betrifft, bedarf es viel Demut, und noch mehr Geduld und schlussendlich aber dem notwendigen EInweihungsgrad. Ich für meinen Teil würde es nie wagen, dass ich mit meiner momentanen Reife mich dazu entschließe, dass ich seine Anregungen ausarbeite und als eine Art Ausarbeitung für die Praxis betrachte und ich denke, dass ich jedoch schon einiges sehr klar verstehe, von dem, was er mitteilen wollte, doch manche Dinge noch überhaupt nicht schlüssig bzw. mir einsichtig sind und das tue ich dann nicht damit ab, dass die Kanäle verstopft waren, sondern schreite brav meinen Weg weiter.

Viele Grüsse Frank
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Beitragvon starfish » Sa 2. Apr 2005, 13:50

Hallo Frank,

vielleicht verstehe ich deine Skepsis besser, wenn du mir ein konkretes Beispiel nennst, wo du mit Louises Umsetzung der Informationen des Tibeters Schwierigkeiten hast.

Oder hier nochmals meine Zusammenfassung, denn ich glaube nicht, dass die Huber-Schule aus Büchern lernbar ist:

Im groben habe ich die Einweihungen so in Erinnerung (speziell aus der Zusammenfassung in "Briefe über Okkulte Meditation"), wonach die erste Einweihung der Beherrschung des physischen Körpers, der Ent-Angstung, der Erkenntnis, dass es keinen Tod gibt entspricht. Dies entspricht in der Huber-Schule dem Saturn, denn er ist ein Symbol für die Physis, das Körperliche. Seine Transformation, das bedeutet eigentlich das Loslassen von egoistischen Motiven, führt hin zum Uranus, die Erkenntnis, dass es keinen Tod gibt, dass es keine Grenzen gibt.

Die zweite Einweihung korreliert mit dem Astralkörper und dessen Beherrschung, den Gefühlen und Emotionen. Dies entspricht bei API dem Mond, dem Gefühlsich. Er transformiert sich hin zum Neptun, zur bedingungslosen Liebe im wahrsten Sinne dieses Wortes. Die Fähigkeit zu lieben, ohne zurückgeliebt werden zu wollen (das wäre nämlich der Ichanspruch.

Die dritte Einweihung schließlich die Beherrschung des Mentalkörpers, den API mit der Sonne identifziert. Er soll sich hin zum Pluto wandeln, der Fähigkeit zur Kontemplation im API-System. Pluto entspricht idealerweise einer Sonne, jedoch ohne Ich bzw. egoistische Ansprüche nach Macht. auf dieser Ebene sagen wir "Herr, nicht mein (Sonne) Wille geschehe, sondern dein (Pluto) Wille geschehe".

Wenn alle diese drei Ebenen unter Kontrolle des inneres Wesens sind (in der API-Schule wäre das der Kreis in der Horoskopmitte), wir also eine vollkommen integrierte Persönlichkeit sind (einen psychologischen Weg dorthin umschrieb Assagioli: die Psychosynthese), kommt die 4. Weihung, in der wir alles das loslassen müssen (die Kreuzigung, die totale "Ohn-Macht"), um in der 5. Einweihung doch wieder in dessen Besitz zu kommen, diesmal aber ohne persönliche Ansprüche und Motive. Wir leben dann als Persönlichkeit unter der Maßgabe des Willens des höheren Selbst (= Ego im Sinne des Tibeters).

Die 4. und 5. Einweihung beschreibt das API gar nicht mehr explizit, sieht aber die ersten drei Einweihungen als die Entwicklung des Ich-Bewusstseins = Persönlichkeit (= Sonne, Mond, Saturn) hin zum höheren Selbst, dem Ego im Bailey'schen Sinne (= Pluto, Neptun und Uranus, die eine Entsprechung zu den Ich-Planeten haben, jedoch ohne ein Ich zu enthalten).

Inwieweit weicht deine Auffassung des Tibeters hiervon ab? Bin sehr daran interessiert, denn es ist ja fürwahr eine schwere mentale Kost. :wink:

Hier noch eine Kopie von AAB (ich spare mir die späteren Einweihungen, da sie für uns wahrscheinlich nicht gerade am nächsten liegen):

Die Einweihungen

Einweihung 1 #Geburt
Sakralzentrum #7. Strahl #Physische Ebene
Anfänge #Beziehung #Sex Magie

Einweihung 2 #Taufe
Solarplexus Zentrum #6. Strahl #Astralebene
Widmung #Verblendung #Hingabe

Einweihung 3 #Verklärung
Ajnazentrum #5. Strahl #Mentalebene
Integration #Richtunggebend #Wissenschaft

Einweihung 4 #Selbstverleugnung
Herzzentrum #4. Strahl #Buddhische Ebene
Kreuzigung #Opfer #Harmonie

Einweihung 5 #Offenbarung
Ende der Wirbelsäule #1. Strahl #Atmische Ebene
Hervorkommen #Wille #Zweck


Viele Grüße
Birgit


P.S.: Die Huber-Schule betonte stets, dass ihr geistiger Hintergrund die Esoterische Psychologie nach Alice Bailey, d.h. des Tibeters Djwahl Khul sei.
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Beitragvon Arnold Buchenrieder » Sa 2. Apr 2005, 14:17

Hallo Frank,

Du sagst weiter oben, dass du ein Huber-Buch zu Hause hat, und die anderen hast du mehr oder weniger durchgeblättert. Birgit hat richtig beschrieben, dass, selbst wenn du alle Huber-Bücher gelesen hast, man nur über die zusätzliche Ausbildung das Gesamtkonzept integrieren und auch durchführen kann. Was hier vielleicht auch wichtig ist zu erwähnen, ist die Tatsache, dass die Zeitschrift "Astrolog", aus welcher ich die Beiträge von Louise entnommen habe, mehr oder weniger eine spezielle Fachzeitschrift für Schüler und Mitarbeiter des API darstellt.

Daher kann es für dich etwas anders dargestellt aussehen, außderdem bin ich ja noch lange nicht mit dieser Beitragsserie der dréidimensionalen Persönlichkeit fertig. Ich persönlich suche aus den Beiträgen im Astrolog die meiner Meinung nach besonders bestechenden Skripts heraus, habe aber sicher nur im Sinn, einen Bruchteil davon zu bringen. Aber hier soll nach und nach mehr Einsicht in die Hubermethode gegeben sein.

Die Ausführungen von Starfish sind natürlich ebenso in meinem Sinne, sie hat mir somit einige Schreibarbeit hierzu erspart :D ; aber es geht sicher nicht um irgendeine Parteinnahme. Wie du sicher weißt, ist Birgit unabhängig und kritisch. Aber sie und ich haben eben bei API gelernt. Zudem befinden sich die API Lehrer immer in Kontakt, also wenn da irgendein Deutungselement nicht stimmtig wäre, wir wären die ersten, welche das an die Alarmglocke hängen würden!

Mit lieben Grüßen!

Arnold :D
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Beitragvon starfish » Sa 2. Apr 2005, 18:28

Hallo Arnold,

freut mich, dass ich dir ein wenig Arbeit abgenommen habe... :lol:

Mittlerweile habe ich ohnehin den Eindruck, dass Astrologie egal welcher Richtung ohne einen Lehrer, einen "Guru" (der Sanskritname für Lehrer und Jupiter), nicht erlernbar ist. Allerdings muss der Schüler irgendwann auf eigenen Füßen stehen.

So finde ich die Huber-Schule einerseits kolossal gut, bin aber andererseits nicht mit allem einverstanden. Z.B. die Methode, nach der Bruno die persönliche Strahlenformel anhand des Horoskops ermittelt, ist in meinen Augen nicht korrekt. Sie führt jedenfalls für mich nicht zu stimmigen Ergebnissen.

Was die "dreidimensionale Horoskopdeutung" betrifft, so bin ich mir nicht einmal sicher, ob sie komplett auf der Esoterischen Psychologie, also auf den Lehren des Tibeters fußt. Es ist vielleicht eine Nebenbei-Erkenntnis von Louise gewesen, dass sich alle Horoskopelemente unter Beleuchtung der drei Ebenen physisch, emotional und mental (und in einem vierten Schritt noch von der Ebene der Seele her) besser nachvollziehbar darstellen. Ich persönlich finde es allerdings für den Anfänger eher verwirrend und habe es beiseite gelassen.

Darüber hinaus, denke ich, ist die Idee der Dreiheit oder Dreidimensionalität fast schon esoterisches Allgemeingut und nicht nur auf den Tibeter zurückzuführen. Ich empfinde das dreifache API-Persönlichkeitsmodell als einen wohltuenden Gegensatz zur klassischen Dualität Sonne./.Mond. Auf zwei Beinen kann man zwar gut stehen, aber nur auf drei Beinen sich wirklich niederlassen ohne umzufallen... :wink:

Viele Grüße
Birgit
Astrologische Psychologie API
Vedische Astrologie (Dirah-Akademie)
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