Häuser bei hohen nördlichen/südlichen Breiten

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Beitragvon GreenTara » Mo 24. Mär 2008, 16:58

Hallo Astro15 :)

ja, ja, es wäre manchmal schön, wenn die Dinge einfacher bzw keine Kugel wären... :mrgreen: Eine 3D- Darstellung - hm, nee, weiß ich nicht.

Eine kluge Antwort auf deine Frage nach den Innuit bzw. Menschen, die dort oben leben: http://www.esoterikforum.at/forum/showp ... stcount=12

Liebe Grüße
Rita
.
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Dalai Lama


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Beitragvon Arnold Buchenrieder » Mo 24. Mär 2008, 19:36

Hallo Astro16,

Die Astrologie scheint ihre Ursprünge in Sumer, später Babylon zu haben. Die Chaldäer trugen später dieses damals vorhandene Wissen in den Mittelmeerraum und zu den Griechen. Ich denke, dass besonders die Sternbilder mit ihren Archetypen sehr aufschlussreich sein können, da sie oft unabhängig jeweiliger Kulturen gleiche Kernaussagen haben. Die Steinkreise gehen auch relativ weit in den nördlichen Raum hinein, ob dort ebenso Astrologie zelibriert wurde kann ich mir nicht vorstellen. Der Tierkreis richtet sich nach dem scheinbaren Lauf der Sonne, er teilt sie in zwölf Abschnitte ein. Dazu das Zusammenspiel der Sonne/Mondphasen, die entsprechenden Jahreszeiten und Stimmungen - dies alles gehört letztlich doch zu unseren Breitengraden. Aber, die Energien fließen an den Polen durch die Erdachse, was wiederum astrologisch sehr interessant ist!

Alles liebe!

Arnold
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Beitragvon Christine Keidel-Joura » Di 25. Mär 2008, 13:45

Hallo Green Tara,

so ganz scheint Dein Astro-Programm nicht zu stimmen. Wenn der Mond Ende Stier, also in einem "sommerlichen" Zeichen ist, dann ist er im Norden sehr lange über dem Horizont, verschwindet für ein bis zwei Stunden im Nordnordwesten unter dem Horizont, um dann im Nordnordosten wieder aufzugehen.

Aber dass er zwischen 19:00 und 23:00 Uhr zwei mal unter und über dem Horizont steht, kann nicht sein.

Ich habe mit meinem Programm auch mal ein Beispiel durchgeführt, ebenfalls mit Mond Ende Stier, und da ist er nach dem Untergang auch unter dem Horizont geblieben und nur ein Mal am Tag aufgegangen.

Liebe Grüße,

Christine
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Re: Häuser bei hohen nördlichen/südlichen Breiten

Beitragvon chanda » Mi 30. Apr 2008, 21:02

Hallo Ihr,

um nochmal auf das ursprüngliche Thema zurückzukommen, wollte ich auf Bernd Mertz hinweisen. Der hat konsequent 30 Grad-Häuser ab dem Aszendenten gerechnet, und zwar egal, wo jemand geboren wurde. Er hat z. B. auch gesagt, wenn bei jemandem der MC nach den 30-Grad-Häusern in das 9. Haus fällt, dann hat das eine Aussage in bezug auf die Lebensziele dieses Horoskopeigners.
Grüße von Chanda!
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Re:

Beitragvon gerry » Fr 2. Mai 2008, 09:46

Hallo zusammen! ;)

Der Thread, in dem ich damals mitgemischt habe, ist mir noch als "das Problem von Murmansk" gut in Erinnerung.

Da bekommt man dann einen springenden Aszendenten - irgendwo hatten wir hier schonmal einen Thread, in dem das Thema breitgetreten wurde... Da ging es um eine russische Stadt, die da oben liegt und deren Name mir entfallen ist.

Ja, das war die russische Stadt Murmansk, Björn. Alles über den "springenden Aszendenten" und meine "Plattenspielerversion" hatte ich im Eso-Forum hier diskutiert:
http://www.esoterikforum.at/forum/showt ... hp?t=40603

Astro16 hat geschrieben:*gg* Manchmal wäre es doch ganz hilfreich, wenn die Erde eine Scheibe wäre *seufz* 8-)


Aber sie ist doch eine Scheibe, lieber Astro, zumindest im (meinem) Auge des Betrachters! Vom Weltraum sieht natürlich alles anders aus, aber hier vom Boden aus betrachtet hört die "Scheibe" dort auf, wo der Horizont das Irdische mit dem Himmlischen vereint. Darum ist der Aszendent ja so ein wichtiger Tierkreisgrad im Horoskop. Hier bringen wir unsere himmlischen Anlagen ins irdische Leben.

Das ist keineswegs unwissenschaftliches, sondern anschauliches Denken: für uns geht nach wie vor "die Sonne auf" (obwohl wir wissen, dass sich die Erde um die Sonne dreht und nicht umgekehrt), weil es für uns Betrachter eben einen scheinbaren Lauf der Sonne um die Erde gibt. Auch "rückläufige Planeten" gibt es in Wirklichkeit nicht, es schaut nur von hier gesehen so aus. Warum also nicht auch unsere Erde als Scheibe betrachten (wir sehen sie ja so, oder?), als Astrologen "dürfen" wir das, was der Anschauung und Erkenntnis dient.

Das finde ich ganz witzig, jetzt wo du "Scheibe" (Platte) erwähnst - genau damit habe ich damals versucht, das Problem von Murmansk zu veranschaulichen: mit einem Plattenspieler.

Alles Liebe
Gerry
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Re: Häuser bei hohen nördlichen/südlichen Breiten

Beitragvon Astro20 » Fr 2. Mai 2008, 12:40

Hallo Gerry :)

Aber wenn die Erde wirklich eine Scheibe wäre, als ganzes, dann gäbe es das Problem mit dem springenden AC nicht, oder? :gruebel:

Hier habe ich im Internet ENDLICH eine 3D-Grafik gefunden, und jetzt habe ich verstanden, warum der AC und das MC mit zunehmender Breite immer mehr zusammenrücken:

Bild

Quelle

Ich habe die Grafik ein wenig mit Farbe bearbeitet ;) Der gelbe Kreis ist der Tiekreis, der rote Kreis ist der Äquator. Der Breitengrad ist 50° Nord, glaube ich.

Jedenfalls: Je höher der Breitengrad, desto paralleler wird der Horizont in Bezug zum Äquator, und der Schnittpunkt des Horizonts mit der Ekliptik geht immer mehr mit dem MC zusammen. Denn der Horizont steht ja normal zur Zenit-Linie des Breitengrades. Und je höher eben der Breitengrad wird, desto kleiner wird die Neigung des Horizonts. Am Äquator würde der Horizont dann im 90° Winkel zum Äquator stehen, also die Ekliptik würde ca. am Zenit verlaufen.

Noch eine Grafik zum Horizont:

Bild

Quelle

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Re: Häuser bei hohen nördlichen/südlichen Breiten

Beitragvon Iakchus » Sa 3. Mai 2008, 18:04

Hallo,

zum Glück gibts nicht so viele Geborenen mit solchen Extremfällen, leider aber wird damit auch nicht die Probe aufs Exempel gemacht. Oder wie man so schön sagt.

Ich hab mich mal einen Tag hingesetzt und aus meiner Datenbank einige Leute gefunden mit ziemlich nördlichen Breitengrad. Ich würde bis zu einer gewissen Grenze die Häuser alle noch deuten, sagen wir wenn die Häuser noch 10°-15° gross sind.

Darunter stellt sich mir die Frage, was nun?

Die äqualen Häuser MÜSSEN eine andere Deutungsperspektive haben, sonst KÖNNEN sie nicht funktionieren. Man kann äquale Häuser nicht so deuten, wie man Placidus oder Koch deutet. Auch Placidus und Koch unterscheiden sich ja. Man kann Koch Häuser nicht wie Placidus deuten. Und weil ich die äquale Perspektive, die ich einnehmen muss, nicht hinkriege, lasse ich es lieber. Und deute dann solche Horoskope, mit 3 Häusern innerhalb von 2° (es gibt ja wirklich solche Fälle) mit Halbsummen, Spiegelpunkten, Aspekte, Planeten in den Zeichen etc. - das IST dann gewisser, als wie Häuseraussagen herbeizumogeln.

Und was sagen die anderen Astrologen, die äquale Häuser benutzen? Es überzeugt mich nicht. Schaue ich mir die Deutungen von Mertz an, wo er äquale Häuser nimmt, bin ich nie sehr überzeugt gewesen, dass er die richtige Perspektive gefunden hätte, mit der diese Häuser zu deuten wären. Es scheint, als würde er sie so deuten, wie auch alle anderen Haussysteme benutzt werden. Der MC in einem anderen Haus bildet vielleicht eine Ausnahme.
Man kann die äqualen Häuser aber dadurch widerlegen, wenn man einen deutlichen Planeten, zB Uranus in den verschiedenen Haussystemen vergleicht. Da steht er bei Äqual zB in 3 und bei Placidus/Koch in 4. Mit nur ein wenig astrologischen Grundkenntnissen kann man sich davon überzeugen, dass ein Uranus in 3 "unmöglich auf den Horoskopeigner" zutrifft, jedenfalls in der Weise, wie man die Häuser bei Placidus und Koch deutet als Lebensbereiche.

Einer Arbeits-Hypo-These, der ich noch nachgehe bezieht sich auf die 30° grossen Abschnitte, die ja analog den ZEICHEN sind. Daraus versuche ich auf die Grundlage zu kommen, - aber es bleibt unklar: denn was sind die Zeichen, wofür stehen sie und welchen Zusammenhang kann das mit den Häusern haben? Ist es eine Grundorientierung, so etwas wie ein Urbedürfnis? Ist es die kosmisch-siderische Perspektive? Für einen tiefen Wunsch des Geborenen (und das Schicksal stellt sich quer)? Für Anlage oder eher doch für Schicksal? Für Karma oder insofern Anlagen aus einem anderen Leben, oder man "sollte" sich für diese Hauspositionen entscheiden, die Planeten also so leben?
Das sind alles sehr fadenscheinige Überlegungen, und Folgerungen daraus würden mir sehr willkürlich scheinen, konsttruiert, solange ich die Zeichen nicht mit den Häusern in Verbindung gebracht kriege und es mehr als nur gedankliche Arbeit ist.

Ich habe mir vorgenommen demnächst auch nach Methoden der siderischen Astrologie zu schauen, wo die Häuser analog den Tierkreiszeichen gesetzt werden: AC=28° Krebs ist dann KREBS gleich erstes Haus, LÖWE gleich 2. Haus und so weiter. Das ist auch wieder eine andere Perspektive und vielleicht kommt man da etwas weiter... wenn man diese Methode versteht, um die äquale irgendwie sinnhafter zu machen.

Aber wann immer ich mir die obige Tatsache angucke, dass ein äqualer Planet, der in 3 steht (und bei Placidus/Koch in 4), nicht mit dem übereinstimmt, wie der Horoskopeigner lebt, erlebt und handelt, komme ich nicht weiter.
Deswegen halte ich die äqualen Häuser für eine etwas schwammige Angelegenheit. Man kann diese Häuser jedenfalls nicht aus der Perspektive deuten, die wir mit den Koch und Placidus Häusern kennen. Wie die in der Antike deuteten, wissen wir heute nicht wirklich.

LG
Stefan
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