Horoskopdeutung nach API Teil 9

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Horoskopdeutung nach API Teil 9

Beitragvon Arnold Buchenrieder » Sa 11. Dez 2004, 00:24

Intelligenz im Horoskop.


Die astrologische Psychologie ermöglicht uns einen tieferen Einblick, sobald wir uns die
Frage nach der Intelligenz eines Menschen stellen. Wir bringen Anlagen mit in diese Welt,
welche von unserer Umwelt und den Erziehern gefördert werden sollte. Manche sind nicht
besonders gescheit, werden aber als intelligent bezeichnet. Andere wiederum werden als
Sonderlinge oder Außenseiter bezeichnet, weil sie eine eigene Art von Intelligenz besitzen,
welche weniger allgemein gefördert wird.

Um mehr Klärung in diese Frage zu bringen, schauen wir uns die Möglichkeiten der
Astrologie etwas näher an und stellen folgende Begriffe der Archetypen in den Raum:

Der Feuertyp, Widder, Löwe, Schütze – Intuitive Intelligenz.
Der Erdtypus, Steinbock, Stier, Jungfrau – Praktische Intelligenz.
Der Lufttyp, Waage, Wassermann, Zwillinge – Theoretisch, begriffliche Intelligenz.
Der Wassertyp, Krebs, Skorpion, Fische – Gefühlsmäßige Intelligenz.

Der kardinale Typ, Widder, Krebs, Waage, Steinbock – Politisches Denken.
Der fixe Typ, Stier, Löwe, Skorpion, Wassermann – Ökonomische Denkweise.
Der veränderliche Typ, Zwillinge, Jungfrau, Schütze, Fische – Kunst- und Kulturdenken.

Dieselben Entsprechungen finden sich natürlich auch in den astrologischen Häusern.
Die Denkweise des Feuertyps entspricht der Energie des Mars.
Beim Erdtyp bestimmt die Denkweise der Jupiter.
Der Lufttyp nährt seine Denkweise vom Merkur.
Der Wassertyp entspricht der Denkweise der Venus.

Das Denken des Feuertyps kann mit einem Flächenbrand verglichen werden. Er fasst
blitzschnell ganz Gedankengänge zusammen und verschmilzt sie zu einem Ergebnis.
Wo andere noch im Denkprozess stecken, ist der Feuertyp schon fertig. Diese Art kann
begeistern, oder eine gereizte Stimmung erzeugen. Die Schubkraft des Mars bringt das
Denken intuitiv voran. Werden die Darlegungen in Frage gestellt, so kann man kämpferisch
oder erhitzt reagieren. Der Feuertyp verlässt sich total auf seine Intuition, so dass er glaubt
alles in der Natur zu kennen. Er redet nicht um die Dinge herum, sondern nennt sie direkt
beim Namen.

Das Denken des Erdtyps geht logisch und Schritt für Schritt von sich. Seine Sprache ist
umständlicher, aber blumiger. Jeder Faktor wird berücksichtigt, daher klingen die Argumente
sehr oft langatmig und umständlich. Dafür sind die Aussagen absolut brauchbar und detailliert. Man braucht sich nur auf diese detaillierte Denkweise einzustellen um sie zu
verstehen. In der Realität wirken die Dinge ebenso kompliziert, weil sie es auch sind.

Der Lufttyp wird mehr durch eine dialektische Art des Denkens ausgezeichnet. Man teilt
die Dinge in These und Antithese auf, geht mit einem „Sowie als auch“ systematisch vor.
Man versucht sich für eine von zwei Polaritäten zu entscheiden und wirkt dadurch oft
unentschlossen. Die Gefahr besteht im linearen Denken, da man von der Umsetzung
sprachlicher Gedanken ausgeht. Das heißt, begriffliche Formulierungen werden oft sehr
unterschiedlich bewertet, daraus können Missverständnisse entstehen.

Der Wassertyp wird in seinem Denken durch die Venus bestimmt. Man saugt wie ein
Schwamm die Informationen auf und filtert diese, bis sie einen entsprechenden reinen
Gehalt bekommen. Man schmeckt sich in die Dinge förmlich ein, assimiliert sie und
verwertet diese. Man glaubt oft an eine langsame Denkweise bei den Wassertypen. Sie
sitzen meist passiv da und plötzlich kommt genau die richtige Antwort auf eine Frage!
Alles wird sorgsam gefiltert und sortiert. Ihre Gedanken kommen aus der Gefühlswelt
und können sehr bewegend und eingehend wirken.


Das Zusammenwirken von Saturn, Jupiter und Merkur.

Damit der Verstand funktioniert braucht man Jupiter um sinnenwach und fähig die
Dinge zu bewerten und beurteilen zu können. Dazu kommt mit Merkur die Fähigkeit,
alle Eindrücke zu kombinieren und logisch analysieren zu können. Mit Saturn hat man
die Fähigkeit alle erworbene Gedankengänge zu speichern und als Erfahrung zu
bewahren.

Die drei Hauptplaneten wirken entsprechend ihrer Natur als Persönlichkeit in uns:

Die Sonne – Der Wesenskern, Ich denke, also bin ich – Dynamische Intelligenz.
Der Mond – das Gefühls – Ich – Gefühlsmäßige Intelligenz
Der Saturn – Das Körper – Ich – Pflegende und bewahrende Intelligenz

Diese drei Planeten sollen untereinander harmonisieren, das heißt, jeder Planet soll
ausreichend zum Zuge kommen. Ein Mond alleine würde hin und herflattern und
mehr reflektieren. Andererseits macht uns der Mond kontaktfähig, man geht auf
die Anderen gefühlsmäßig ein, nimmt sie auf dieser Ebene wahr. Saturn kann hier
Rückhalt und Stabilität geben, seinen Erfahrungsschatz ausspielen. Mit der Sonne
können wir uns über uns selbst nachdenken. Man ist autonom, aber in der Lage
die Anderen frei von Wertungen zu verstehen. So gesehen kann eine Sonne sehr
objektiv und neutral sein, während der Mond zwischen Sympathie und Antipathie
hin und hergerisssen sein kann.

Wir können verschiedene Formen der Intelligenz durch folgende Planeten im Aspekt
zueinander definieren:

Saturn – Jupiter – Merkur = Akademische Intelligenz.

Jupiter – Sonne – Merkur = Produktive Intelligenz.

Jupiter – Merkur – Mond = Gefühlsmäßige Intelligenz.

Saturn – Jupiter – Sonne = Philosophische Intelligenz, Denkart.

Jupiter/Sonne – Venus – Mond = Ästhetische Intelligenz, Denkweise.

Uranus – Jupiter – Merkur = Schöpferische Intelligenz, Denkart.

Neptun – Jupiter – Sonne/Merkur = Intuitive Intelligenz, Denkweise.

Pluto – Jupiter – Merkur = Willensbetonter Verstand.

Bei Saturn – Jupiter – Merkur Aspekten sprechen wir von einem „Intelligenzdreieck“,
Kleine Lerndreiecke bekommt man schneller im Griff als Große, da sie nur einen
entsprechend kleinen Raum im Horoskop abdecken. Dreifarbige Dreiecke können
direkt oder retograd im Horoskop laufen. Beim ersteren geht die Initiative von einem
selber aus, im zweiten Fall lernt man durch Geschehnisse und Beobachtung.

Es gibt auch das so genannte „Leistungsdreieck“, also eine Opposition und zwei Quadrate.
Das macht eine ganz andere Dynamik als ein großes Trigon, obwohl beide Dreiecke sind.
Ein Pluto – Mars – Sonnen – Leistungsdreieck würde den drei daran beteiligten Planeten
ihrer Natur nach sogar entgegenkommen! Wir brauchen uns nur der Planetentafel entsinnen
und sehen sofort, welche Aspektfarben für die jeweiligen Planeten in Frage kommen.

Eine Ambivalentfigur ist ebenso ein Dreieck, allerdings enthält es nur die Farben rot und blau.
Ein Trigon, ein Sextil, sowie ein Quadrat bilden diese Figur. Solche Menschen schwanken
Zwischen Leistung und Entspannung. Sie leben nach dem Motto: “Dienst ist Dienst und
Schnaps ist Schnaps“! Hier fehlt oft die Frage nach dem Warum und Wieso. Grüne
Aspekte sind als Denkprozess natürlich notwendig. Allerdings können wir veränderliche
Zeichen oder Häuser besetzt haben, hier kommt die fehlende Farbe hinzu oder ist als
Substanz im Zeichen vorhanden. Außerdem kommen fehlende Farben durch den AP in der
Altersprogression hinzu.

Uranus, Saturn und Venus = fixes Prinzip – Aspektfarbe blau
Neptun, Jupiter, Merkur und Mond = veränderliches Prinzip – Aspektfarbe grün
Pluto, Mars und Sonne = kardinales Prinzip – Aspektfarbe rot

Andere Aspektfarben welche den Planeten weniger entsprechen bringen oft Ergänzungen,
aber auch Probleme mit sich. Besonders die sensitiven Kontaktplaneten Mond, Merkur
und Neptun reagieren auf rote Aspekte sehr empfindlich! Ihrer Natur nach sind sie
beweglich und veränderlich und vertragen keinen Leistungsdruck wie ein Mars oder
eine Sonne. Jupiter macht hier eine Ausnahme, er verarbeitet auch rote Aspekte. Blaue
Aspekte kommen den veränderlichen Planeten besser gelegen. Allerdings kann blau
alleine ambivalent und stur bedeuten, es bewegt sich nichts. Man lebt blau in den
Himmel hinein. Diese Farbe liegt den fixen Planeten besonders gut, damit kann man
sichern und stabilisieren.

Ebenso spielen die Häuser und Zeichen eine Rolle, man erkennt hier wie ein Planet
Seiner Eigenschaft nach durch das Zeichen gefärbt wird. Genau so verhält es sich mit
den Häusern. Ein Jupiter im neunten Haus steht ebenso wie im zwölften Haus in seinem
„Reich“. Das Zeichen zeigt die Art der Umsetzung in diesem Haus an.

In unserer Gesellschaft wird besonders der Luft – und der Erd- Intelligenz der Vorzug
gegeben. Ebenso steht das kardinale und das fixe Prinzip besonders gut da, Leistung
und Wirtschaft sind ja die Eckpfeiler einer Industriegesellschaft. Das veränderliche
Prinzip macht sich durch Kunst, Musik und Geisteswissenschaften etwas Luft. Hier
Werden oft still die Scherben der Gesellschaft zusammengekehrt – in Altenheimen,
in Krankenhäusern, in psychiatrischen Kliniken, in Waisenhäusern. Von der Qualität
eines Jupiters in den Lern- und Lehranstalten ist leider nicht viel zu sehen. Dort herrschen
zumeist saturnische Zustände der Sturheit und der Erstarrung vor.

Zunehmend macht sich das veränderliche Prinzip trotzdem immer öfters in der Öffentlichkeit
bemerkbar. Die Menschen sind mit dem Weltbild ihrer Zeit nicht zufrieden, sie spüren, dass
etwas verloren gegangen ist. Hetze und Stress im Alltag treiben in die Isolation, man wird
anonym. Vieles wirkt kalt und ohne Gefühl. Die Menschen beginnen sich zu hinterfragen
und graben die Archetypen ihrer Ideale, welche längst verloren gegangen waren, wieder
aus. Sie suchen die Liebe und das Gefühl von Freiheit. Der veränderliche Typ wird neue
Wege entdecken und alte und unbrauchbare Strukturen auflösen, oder erlösen.


Albert Einstein

Ein Beispiel von Albert Einsstein bringt uns die „schöpferische Intelligenz“ des Uranus nahe.
Einsteins Uranus im dritten Haus im Zeichen der Jungfrau ( Herrscher von Merkur ), steht als
So genannter Spannungsherrscher alleine hier im Horoskop. Eine Projektionsfigur beginnt an
der Spitze dieses Dreiecks und scheint wie durch einen Lautsprechertrichter etwas mitteilen
zu wollen. Saturn in Konjunktion mit Merkur im eingeschlossenen Zeichen Widder im zehnten Haus deuten auf ein nach Innen gerichtetes Denken hin. Diese Konjunktion ist Teil
der Projektionsfigur und erhält von Uranus einen „langen Grünen“, einen Quincunx. Der
aufsteigende Mondknoten auf der achten Hausspitze erhält ein Sextil von Saturn/Merkur,
sowie einen Quincunx von Uranus. Der Mars ist ebenso betroffen, da er eine weite
Konjunktion zum aufsteigenden Mondknoten bildet. Zur Erinnerung: Der aufsteigende
Mondknoten empfängt Aspekte, sendet sie aber nicht!

Wir bekommen weitere Informationen über Albert Einsteins Intelligenz, sobald wir Mars
im Trigon zu Pluto im Stier im elften Haus, sowie im Sextil zur Sonne in den Fischen im
zehnten Haus mit einbeziehen. Diese Figur ist ein kleines „Talentdreieck“ und speichert
die Forschergebnisse von Mars ab. Jupiter steht im Wassermann im neunten Haus! Er
erhält ein Quadrat von Pluto und bildet ein Halbsextil zu Mars. Damit bekommt Einstein
ein kleines Lernerfahrungsdreieck. Er beobachtete die Prozesse der Evolution und lernte
dabei.

Dazu kommt bei Jupiter noch die Opposition von Uranus. Einstein gilt ja als der Entdecker
der Relativitätstheorie. Eines Tages wurde er gefragt, wie er denn das Ganze herausgefunden
hätte. Er antwortete, dass er jeden Abend vor dem Schlafen gehen Gott um die Eingebung
gebeten hatte. Eines Morgens wachte er auf und war sich des Rätsels Lösung bewusst! Das
soll keine Hymne an den lieben Gott darstellen, aber Einstein musste mit der Projektionsfigur
um jede Erkenntnis regelrecht ringen. Quincunxen können lange dauern, bis sie mit dem
richtigen Rezept rausrücken. Sie verlangen ein Ringen nach Wahrheit und selbstkritisches
Denken. Vor allen darf man nie die Hoffnung aufgeben, oft kehrt man um, obwohl man dem
Ziel sehr Nahe gewesen wäre!

Uranus liegt zwar bei Einsteins Horoskop im dritten Haus auf der Denkachse, es ist aber
auch ein tiefer Bereich des Unterbewussten. Uranus weiß alles, aber wir sollen es finden
und entdecken. Ein losgelöstes Trigon von der Venus im zehnten Haus im Widder zum
Schütze Mond im sechsten Haus zeigt seine merkurische Vision des Traumes an…..

Ende Dezember 1915 bildete Einstein ein Halbsextil im Alterspunkt zu seinem Mond.
Kurz darauf veröffentlichte er seine Ergebnisse der Relativitätstheorie. Drei Jahre später
aspektierte er mit einem Trigon seinen Pluto im elften Haus! Rasch verbreitete sich sein
Weltruhm, welcher ihn später zum Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts machte!



Salvador Dali

Salvador Dali war spanischer Graphiker und Maler. Er war der bekannteste, aber auch
umstrittenste Künstler des Surrealismus. In seinem Radix fällt sofort das schöpferische
Leistungsdreieck von Uranus, Neptun und Mond auf! Allerdings erhält dieses rote Dreieck
ein wenig blau und grün dazu, so dass es eine gewisse Beweglichkeit bekommt. Dali produzierte Kunst wie am Fließband mit einer unglaublichen Phantasie und Kreativität.
Seine Gedanken kamen ihm beim Tun, die Knospenkonjunktion von Mars, Sonne und
Merkur im Stier im zehnten Haus bis Schatten elfte Hausspitze geben dabei diese Auskunft.

Ein kleines Talentdreieck von Pluto, Saturn und Jupiter geben die Gabe, Visionen einer
verzerrten Realität bildhaft und real wiederzugeben. Neptun steht auch in seinem Reich
im zwölften Haus als Herrscher. Außerdem steht er im Zeichen Krebs und hat somit
Einfluss auf Dalis Mond im Widder am MC im zehnten Haus. Der Mond steht kurz nach
der „kosmischen Spalte“, man hat zwischen 28° Grad Fische und 1 – 2° Grad Widder oft
das Gefühl mit nur einem Bein in dieser Welt zu stehen. Ein kleines Lerndreieck beginnt
bei Dalis Sonne und reicht zu Pluto und Saturn, Es läuft also direkt und geht somit von
Salvadors Dali Initiative aus. Dali war kein Beobachter, Dali war ein Schöpfer. Nebenbei,
sein Quadrat von Saturn zu Mars weist auf eine gebremste Sexualität hin. Seine Beziehung
mit Gala ist ja bekannt, er litt sehr unter ihre Eskapaden und Affären.

Andererseits kann man mit so einem Aspekt sehr diszipliniert arbeiten. Man glaubt immer
zu wenig getan zu haben. Natürlich bezieht sich die gemachte Angabe auf Dali, Saturn
Mars Aspekte können sich auch anders äußern, man gibt Gas und bremst zugleich!


Johann Wolfgang von Goethe

Hier sticht sofort eine Aspektfigur in das Auge, sie nennt sich „Flüstertüte“. Eine Flüstertüte
besteht aus zwei Halbssextilen ( Informationsauge ), einer Opposition, ein Quincunx, sowie
aus einem Trigon. Bei Goethe bilden Merkur, Venus, Neptun und Jupiter im Horoskop diese
Flüstertüte. Hier sehen wir eine große Gabe zur Dichtung und zur Philosophie. Pluto gibt
durch zwei blaue Aspekte der Figur Stabilität und abgrundtiefen Charakter. Man ringt
hier faustisch nach der Wahrheit…..

Seine Sonne in der Jungfrau bildet eine Opposition zum Mond im vierten Haus in den
Fischen, Gefühl und Wesenskern unterscheiden sich bei Vollmond am Besten. Sein
Merkur im Löwen ist eingesperrt, was auf nach Innen gerichtetes Denken schließen lässt.
Bei Goethe kommt noch ein großes, schöpferisches Wasser – Trigon im Horoskop hinzu!
Neptun, Pluto, sowie Jupiter im neunten Haus im Krebs bringen ein tiefes Gefühl für die
Sicht der Dinge mit sich. Saturn im zwölften Haus im Skorpion scheint einer Nussschale
auf dem Ozean gleich nach der Wahrheit ringend die Impulse Plutos im ersten Haus
au aktivieren.

Betrachtet man das Aspektbild von Goethe genau, so stellt man fest, dass es nicht kohärent
ist! Er hatte zwei Seelen in einer Brust. Merkur, Venus, Jupiter, Neptun und Pluto bilden
einen Teil der Figur. Ein „zerrissenes Bild“ setzt Energie frei und spezialisiert einen
Menschen nicht selten im Beruf. Ebenso kann es sich mit losgelösten Planeten verhalten.

Mit diesem astrologischen Wissen über das Denken und die Intelligenz lassen sich doch
sehr gut die Menschen im Horoskop betrachten, vor allem, man lernt sie und sich besser
verstehen! Die drei Beispiele finden sie auf folgenden link:

Bild

Bild

Bild
Zuletzt geändert von Arnold Buchenrieder am Di 29. Mär 2005, 17:04, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Horoskopdeutung nach API Teil 9

Beitragvon Martina » Mo 13. Dez 2004, 22:53

Hallo Arnold, :)

Da hast Du ja super viel zusammengetragen, zum Thema Intelligenz.

Ich bin mir zwar immer noch nicht ganz sicher, ob Du zu Deinen Aufsätzen nach API ein Feedback möchtest oder es nur zum Lesen reinstellst, aber da das ein Diskussionsforum ist, stelle ich einfach mal ein, zwei Fragen:

Dieselben Entsprechungen finden sich natürlich auch in den astrologischen Häusern.
Die Denkweise des Feuertyps entspricht der Energie des Mars.
Beim Erdtyp bestimmt die Denkweise der Jupiter.
Der Lufttyp nährt seine Denkweise vom Merkur.
Der Wassertyp entspricht der Denkweise der Venus.


Hier verstehe ich die Zuordnungen nicht ganz, warum bestimmt beim Erdtyp der Jupiter und beim Wassertyp die Venus?

Konkrete Frage:
Wie denkt ein Mensch, dessen Merkur von Wasser und Feuer aspektiert wird, er selbst im Erdelement steht aber keine Luft abbekommt? Und wie wirkt sich das auf die Intelligenz aus?

Angenommen, jemand hat ein von Dir genanntes Talentdreieck oder die Flüstertüte, was löst das zur Schau stellen der Intelligenz in der Öffentlich keit aus? Wo kommt der Kick her, die schlummernde, oder die latent vorhandene Intelligenz so zum Leben zu erwecken, dass man wie die von Dir genannten bekannten Persönlichkeiten seine Talente und seine Intelligenz leben wird. Was führt zur vollkommenen Unterdrückung der vorhandenen Intelligenz? Was bremst aus oder wo wird übersteuert und ins Chaos manövriert? Von der Intelligenz zum Wahnsinn ist es ja auch nicht weit.... Was macht den intelligenten Exzentriker aus?

Warum wird eine Welt von fixen, erdigen, luftigen Denkstrukturen geleitet (Bezug Schulsystem etc.) , wo doch nichts so eindeutig spürbar, erlebbar und erkennbar ist, wie die Veränderlichkeit des Lebens. Was macht es dem Menschen so schwer das anzunehmen oder in der aktiven Handlung zu berücksichtigen und veranlasst ihn an Altem festzuhalten? Es gibt doch sicherlich rein statistisch genauso viele veränderliche Typen wie fixe, oder?

Liebe Grüße
Martina
<< Liebe ist der Entschluß, das Ganze eines Menschen zu bejahen, die Einzelheiten mögen sein, wie sie wollen >> Otto Flake
Martina
 
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Beitragvon Arnold Buchenrieder » Di 14. Dez 2004, 00:50

Hallo Martina,

Feedback ist unbedingt erwünscht, besonders wann es sich um sachliche,
auf die Astrologie und den MENSCHEN bezogen ist! Darum schreiben wir ja mit der Motivation ein wenig mehr zum Verständnis einer Astrologie
als Lebenshilfe zu vermitteln.

Wie du hier auch im Forum schon gesehen hast, Intelligenz bringt nicht
automatisch Menschlichkeit mit sich. Das hat allgemeine, kollektive
Ursachen. Manche sind wirklich irgendwie unnahbar, andere wiederum
sehr offen und man spürt die Emotionen.

Psychologisch gesehen haben manche Menschen selbst keinen Zugang zu
ihren Gefühlen, oder ihre Sonne überstrahlt als Wesenskern den Mond.
Solche Menschen gehen oft ganz unbewusst in die Projektion. Im Grunde
meinen sie sich mit ihren verbalen und emotionalen Attacken selber!

Ich bin ein DU - bezogener Mensch mit Sonne/Jupiter Konjunktion im
siebten Haus in einseitiger, gestrichelter Oppostion zu Neptun am AC.
Ich sehe die Menschen immer positiv oder das Gute in ihnen. Aber man
ist auch sehr sensibel, manchmal übersensibel und verletzbar. Dann
ziehe ich mich mit meinem Saturn in das 12. Haus zurück und erkenne
mich selber als beleidigte Leberwurst.

Damit komme ich wieder zum großen Ganzen und nehme mich selber
als Ego nicht mehr so wichtig. Früher habe ich gleich immer meinen
Mars im Skorpion aktiviert und konnte kräftig austeilen, sobald ich einen
gewissen Punkt in mir erreicht hatte.

Um auf die Intelligenz im Horoskop zurückzukommen, ich habe zum
Beispiel ein rotes "Intelligenz - Leistungsdreieck im Horoskop mit Uranus
im Quadrat zu Merkur und Venus, sowie zu Saturn, welcher eine Opposition zu dieser Konjunktion Merkúr/Venus macht.

Ich galt in der Schule immer als Aussenseiter, nur manche, wenige
Lehrer mochten mich und meine unbequeme Denkweise. Die Lehrer, welche mich ablehnten, traf ich immer an ihren persönlich wunden Punkt,
oder ich störte schlicht den Unterricht.

Meine Mutter maßregelte mich als Kind immer in der Öffentlichkeit vor
anderen Leuten, oder sie hatte schlicht Unrecht. Das schuf schon fürs
erste Blockaden und Frust, welcher sich in der Oppositjion bemerkbar
machte.

Aber genau solche Konflikte sind der Auslöser für Befreiung und Entwicklung. Um auf sich aufmerksam zu machen braucht es Planeten an
den Häuserspitzen! Hier wirst du von der Umwelt wahrgenommen und
kannst Feedback ernten. Nach wie vor sind die veränderlichen Typen
irgendwie in der dritten Reihe, aber das hat einen natürlichen Grund! Der
Grund liegt im Prinzip der veränderlichen Natur selber! Man macht sich
nichts aus Besitz und persönlicher Macht. Beides sind aber Prinzipien
fixer und kardinaler Natur! Das veränderliche Prinzip birgt aber die
geistige Erkenntnisse in sich und kann somit nur hinterfragend und
anregend wirken.

Leider krankt daran unsere Leistungsgesellschaft, wohin das Leben ohne
Liebe und Akzeptanz führt zeigen uns ja die täglichen Nachrichten im TV
oder im Radio und in der Presse. Alles negative wird gemeldet, kaum
Nachrichten ohne irgendeine Manipulation wie Werbung usw.

Die veränderlichen Prinzipien sind am meisten davon betroffen. C. G. Jung
sagte einmal, dass was ein einzelner Mensch in 7 Jahren entwickeln kann,
dafür braucht eine Gesellschaft 84 Jahre. Er sprach damit einen Zyklus
des Uranus an. Saturn verkörpert auch die Gesellschaft. Zäh und träge
gehen in die Dinge ihren Gang. Uranus und Saturn - Neuerung und Tradition bilden ein Paar. Uranus hat immer den Blick nach Vorne gerichtet
und will jede Art von Neuland erobern. Saturn prüft alle Register, bevor
er das Risiko des Neuen auch eingeht - und das dauert lange, oft sehr lange.

Die Gesellschaft wird jetzt im beginnenden Wassermannzeitalter aufgefordert neue Wege der Gesellschaften zu finden. Besonders die
derzeitigen Wertmaßstäbe scheinen nicht mehr zu funktionieren. Pluto
im Schützen zeigt gnadenlos die Fehler und Schatten der derzeit geltenden
Wertmaßstäbe auf. Glaubenskriege und verdrehtes Rechtsempfinden,
radikale Glaubensansichten, man glaubt sich im Mittelalter wieder zu
finden.

Die kardinalen und fixen drehen mit an diesem Rad, dies darf aber ja
nicht als Wertung gesehen werden, es entspricht ihren Prinzipien, der
Natur ihrer Kreuze, dass sie Energie und Leistung mit Stabilität und
Ökonomie verbinden.

Dieser Wettbewerb ist an sich schon für das veränderlliche Prinzip schmerzhaft. Ich kannte einige oder kenne einige Geschäftsleute und
deren Horoskop. Einer ist Inhaber einer Firma mit immerhin 70 Mitarbeitern gewesen. Er hat eine losgelöste Opposition von Pluto Ende
Haus zwei zu Merkur in Haus acht.

Was glaubst du, welch eine zwingend überzeugend dominante Stimmer der Mann alleine schon am Telefon hat! Er hat die kaufmännischen und
händlerische Strukturen intus! Bevor man nachgedacht hat schlägt er
dir schon vor was zu tun ist. Mich hat er immer wieder drangekriegt und
hinterher mußte ich lachen und den Kopf schütteln. Der Kerl ist einfach
mit allen Wassern gewaschen.

Ein anderer hat mit dieser Opposition Sprachschwierigkeiten und stottert!
Ein kleines Kind wird weit über Gebühr angeschrien, oder wird geschimpft
weil es ein Wort noch nicht richtig aussprechen kann....

Du siehst liebe Martina, wie wichtig eine Hinterfragung der betreffenden
Person ist um ein Horskop erfassen zu können. Darum ist die astrologische Psychosynthes so wichtig. Damit verbindet man den Menschen mit dem Horoskop. Wer nicht das Leid im Mitmenschen spürt,
der wird auch nicht so einfach tieferen Zugang zur Astrologie finden.

Ein Merkur in der Erde denkt praktisch, ökonomisch, organisch orientiert.
Dazu kommt Feuer, also Intuition und Wasser - das notwendige Gefühl.
Merkur ist seiner Natur nach beweglich, also er herrscht über die Zwillinge
in der Luft und in der Jungfrau, in er Erde. In der Luft mag Merkur seine
Schnelligkeit der Gedanken ausspielen, in der Erde reifen die Gedanken
zu einer Frucht!

Bei einem Talentdreieck kommt es zunächst auf die Größe an, vor
allem wo eine Hausspitze ist! Da kommt die Energie immer raus, wichtig
ist es auf die Stellung in den Zeichen zu achten, ob der Planet stark, normal oder schwach steht.

So ein Dreieck kann natürlich auch im unteren Bereich am IC gut rauskommen, viele Politiker haben im dritten und vierten Haus Planeten,
allerdings die meisten von ihnen in den oberen Räumen Haus acht bis
elf. Bremsen kann man sich nur selbst, aber die Bremsen der Prägung
können schon eine Zeitlang nachwirken. So kann ein Saturn blockieren,
indem man sich selber unterschätzt und alles nur negativ bewertet.
eine Oppositjion kann eine Blockade wie ein Tabu sein usw.

Darum geht die astrologische Psychosynthese von vier großen Entwicklungsschritten des Menschen aus.
Auf der ersten Stufe ist der Mensch seiner Umwelt ausgeliefert, dies ist
die Saturnstufe.
Auf der zweiten Stufe beginnt der Konflikt der Hinterfragung - dies ist
die Mondstufe.
Die dritte Stufe ist die Sonnenebene, man ist frei und autonom, setzt
sich freiwillig seine Grenzen und überschreitet sie dadurch.
Die vierte Stufe ist die Transformation durch Uranus, Neptun und Pluto.
Die Motivation ist Liebe der Liebe wegen. Das Ich wird befreit und lebt
an der Quelle dieser göttlicher Energien.

Alles Liebe!

Arnold
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Beitragvon Arnold Buchenrieder » Di 14. Dez 2004, 14:35

Liebe Martina,

Du hattest noch gefragt, wieso Jupiter besonders in der Erde gut stehen
soll. Ich zitiere Bruno Huber:"Der Jupiter ist sehr leicht durch praktische
Fragen oder Situationen anzuregen. Er nimmt alles sehr wahrheitsgetreu
auf und sucht mit Leichtigkeit eine Lösung, die der Situation genau angepasst ist. Die Jupiterqualität bringt die Erdqualität zu einem verfeinerten Ausdruck".

Man darf jetzt blos nicht glauben, dass Jupiter nur in der Erde was taugen
würde, zudem herrscht er ja im Schützen und in den Fischen, also in
Feuer- und Wasserzeichen! Juptier kann seine Visionen eben gut in der
Erde praktisch verankern, in einem Feuerzeichen besticht der durch die
Intuition, in Luft durch weit ausholende Gedankengebäude.

Die Kreuze sind ja auch sehr wichtig, darum bekommt Jupiter im Widder
einen kardinalen Schub, was er in allen kardinalen Zeichen nicht besondérs schätzt. In den fixen Zeichen muß er sich wieder anpassen und
kann nicht soviel bewegen. Aber auch hier kann er aus einem entsprechenden Rahmen schöpfen und die Situation verbessern.

Jedes Zeichen, jeder Planet, jeder Aspekt und jedes Haus hat seine
Probleme und Lösungen in sich. Erwähnenswert ist die Tatsache, dass sehr
viele prominente Menschen relativ harte Horoskope haben. Sie schafften
es aus Glaube an sich selbst und zogen alle Register, kitzelten die
Möglichkeiten aus sich heraus - siehe Albert Einstein mit seiner Yod- oder
Projektionsfigur.

Sehr interessant ist deine Frage in Bezug auf Genius und Wahn im Horoskop. Die Hubers berichteten von einigen Phänomenen dieser Art!
So war in einer Klinik von Roberto Assagioli in Italien ein Patient, der
sich wahnhaft für Napoleon hielt Das Besondere dabei war, dass er ein
ähnliches Horoskop von dem echten Kaiser Napoleon hatte!

Das Hinterfragen ist in der Astrologie unablässig notwendig. Du kannst
mit einem inkohärenten Aspektbild sehr kreaativ und fähig im Leben sein,
aber es kann bei psychischer Erkrankung Schizophrenie bedeuten, oder
ein abgespaltetes Szenarium wie Teilpersönlichkeit etc. ergeben.


Llebe Grüße!

Arnold
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Beitragvon Martina » Mi 15. Dez 2004, 17:12

Hallo liebe Arnold, :)

erneuten Dank für Dein ausführliches Feedback.

Wie du hier auch im Forum schon gesehen hast, Intelligenz bringt nicht
automatisch Menschlichkeit mit sich. Das hat allgemeine, kollektive
Ursachen. Manche sind wirklich irgendwie unnahbar, andere wiederum
sehr offen und man spürt die Emotionen.


Darüber musste ich jetzt schallend lachen. So deutlich wie hier habe ich diese Diskrepanz selten irgendwo wahrgenommen. :lol:

Psychologisch gesehen haben manche Menschen selbst keinen Zugang zu
ihren Gefühlen, oder ihre Sonne überstrahlt als Wesenskern den Mond.
Solche Menschen gehen oft ganz unbewusst in die Projektion. Im Grunde
meinen sie sich mit ihren verbalen und emotionalen Attacken selber!


So einer muss ich mal gewesen sein.

Ich bin ein DU - bezogener Mensch mit Sonne/Jupiter Konjunktion im
siebten Haus in einseitiger, gestrichelter Oppostion zu Neptun am AC.
Ich sehe die Menschen immer positiv oder das Gute in ihnen. Aber man
ist auch sehr sensibel, manchmal übersensibel und verletzbar. Dann
ziehe ich mich mit meinem Saturn in das 12. Haus zurück und erkenne
mich selber als beleidigte Leberwurst.


Ich halte mich für einen Ich-bezogenen Menschen. Sehe die Menschen aber ebenfalls immer positiv und sehe das Gute in ihnen. Neptun in 12 in Konj. zum Jupiter und meine Fische-Venus macht mich auch überempfindlich und zum Auftanken verschanze ich mich in meiner 12.Haus-Fische-Welt oder verbarrikadiere mich in der sachlichen Geschäftigkeit meines Jungfrau-Mondes, was mir weniger gut bekommt.

Wo ist jetzt der Unterschied zwischen Dir dem Du-Menschen und mir dem Ich-Menschen. Wünschen, suchen, können, erfahren wir nicht das Gleiche?

Gehen Du-Menschen nicht einfach nur den längeren Weg zu sich selbst, in dem sie ihn "über" andere oder "durch" andere gehen, um im günstigen Fall am Ende endlich bei sich selbst anzukommen? Negativ betrachtet: sind Du-Menschen nicht auch diejenigen, die andere aussaugen und aus ihnen das herausholen, was sie selbst brauchen, um zum eigenen Ich zu finden? Dabei nicht selten den Mitmenschen Schaden zufügend?

Respektieren Ich-Menschen das Du zu wenig und übergehen Gefühle etc. anderer Menschen? Oder kann man es positiv sehen, dass Ich-Menschen eben ihr Leben leben und dabei anderer sein lassen wie sie sind oder gar Projektionsfläche für Du-Menschen bieten?

Ich glaube hier bin ich in ein neues Thema gerutscht. :roll:

Meine Mutter maßregelte mich als Kind immer in der Öffentlichkeit vor
anderen Leuten, oder sie hatte schlicht Unrecht. Das schuf schon fürs
erste Blockaden und Frust, welcher sich in der Oppositjion bemerkbar
machte.


Das kenn ich auch. Meine hyper-merkurischen Eltern wussten immer, wie "man" sich zu benehmen hat und dementsprechend wurde ich auf Schritt und Tritt gemaßregelt, eben leider auch öffentlich. Irgendwann bin ich dann verstummt. :wink:

Aber genau solche Konflikte sind der Auslöser für Befreiung und Entwicklung.


Ja genau, solche Auslöser braucht es. Also kann die Astrologie nicht ohne das reale Leben zur Echtheit erweckt werden. Das beruhigt mich irgendwie.

Ein Merkur in der Erde denkt praktisch, ökonomisch, organisch orientiert.
Dazu kommt Feuer, also Intuition und Wasser - das notwendige Gefühl.
Merkur ist seiner Natur nach beweglich, also er herrscht über die Zwillinge
in der Luft und in der Jungfrau, in er Erde. In der Luft mag Merkur seine
Schnelligkeit der Gedanken ausspielen, in der Erde reifen die Gedanken
zu einer Frucht!


Dann kann ich ja regelmässig ernten. :)

Was zu dem Thema gut passt ist die TV-Sendung "Nachtcafé" mit Wieland Backes, als es um Schule ging. Das ist immer so ein Diskussionsabend. Zu diesem Thema waren eine gemobbte Schülerin, eine Hauptschuldirektorin, ein Privatschuldirektor, ein Erziehungswissenschaftler, ein Ex-Kiffer-Schüler, eine psychisch ruinierte Ex-Lehrerin und eine Schauspielerin mit 2 Kindern, die diese in einer Privatschule untergebracht hat zu Gast.

Es war im Laufe der Argumentation erstaunlich mit anzusehen, wie man sich innerhalb des Schulsystem nach "Wasser" im Sinne von in der Schule zu Hause fühlen sehnte. Feuer war gar nicht so gefragt. Wasser war das wichtigste. Sind wir eine veremotionalisierte Gesellschaft, die keinen Bock mehr auf saturnische Strukturen mit Verstandakrobatik hat?

So, leider komm ich im Moment nicht weiter, bin wie immer auch etwas abgedriftet, wie so oft :wink: - macht jedenfalls Spass, sich seinen Gedanken so hingeben zu dürfen.

Liebe Grüße
Martina
<< Liebe ist der Entschluß, das Ganze eines Menschen zu bejahen, die Einzelheiten mögen sein, wie sie wollen >> Otto Flake
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Beitragvon Arnold Buchenrieder » Mi 15. Dez 2004, 18:13

Liebe Martina,

Grundsätzlich lässt sich eine Ich- oder Du - Bezogenheit aus der Lagerung
der Planeten im Horoskop ersehen. Natürlich kommen die Kontaktplaneten
Neptun, Jupiter, Merkur und Mond ebenso in Betracht. Auch die Zeichen
sagen etwas darüber aus. Fische, Widder, Waage und Jungfrau sind besonders orientierte Kontaktzeichen, das ergibt sich alleine aus ihrer Lagerung um den AC und DC so.

Sicher wollen und brauchen die meisten Menschen Kontakte, aber sie werden spezifisch gemacht. Viele Regeln werden ja durch die gängige Moral indirekt festgelegt. Man sieht es bei Liebe und Kontakt sehr aussgeprägt. Das weibliche Geschlecht wartet in der Regel immer ab, bis einer kommt und den ersten Schritt macht. Umgekehrt soll das männlliche
Geschlecht den ersten Schritt machen. Warum eigentlich? Das sind halt
Normen, die über Generationen weitergegeben worden sind.

Genau so verhält es sich in der Liebe, was oft Ursachen für Disharmonie
sein können! Stell dir mal einen sensitiven Typen vor mit starken Aspekten zu Mond und Venus. Den Mars lassen wir mal im Krebs stehen.
Jetzt trifft der Mann auf eine maskuline Frau, also mit starker Sonnen-
und Plutobetonung.

Er will wahrscheinlich den großen Zampano spielen, will was zeigen was
nicht er sondern sie hat! Sobald man so etwas weiß kann man in der Beziehung daran arbeiten. Sie hat die intime dominante Rolle und er kann
sich seinen Gefühlen hingeben, ohne den krähenden Hahn spielen zu müssen, grins!

Rücksichtslosigkeit mag in jedem Zeichen vorhanden sein, die männlichen
Planeten Pluto, Sonne und Mars, aber auch Uranus können so etwas verursachen. Jeder Rücksichtslose Mensch erfährt natürlich irgendwann
sein "Waterloo" und lernt dadurch die Saat seiner Handlungen kennen.
So wie man in den Wald reinschreit, so hallt es zurück. Aber manche Menschen brauchen oft ein ganzes Leben um sich zu ändern.

Das geht in die Richtung der astrologischen Psychosynthese. Ich werde
mit Rosi einiges zusasmmentragen und in absehbarer Zeit etwas darüber
schreiben. Natürlich etwas kompakt, aber dann ist es nicht so ermüdend.

Mit lieben Grüßen!

Arnold
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Beitragvon Acht » Mi 15. Dez 2004, 21:49

Hallo Martina,

"Gehen Du-Menschen nicht einfach nur den längeren Weg zu sich selbst, in dem sie ihn "über" andere oder "durch" andere gehen, um im günstigen Fall am Ende endlich bei sich selbst anzukommen? Negativ betrachtet: sind Du-Menschen nicht auch diejenigen, die andere aussaugen und aus ihnen das herausholen, was sie selbst brauchen, um zum eigenen Ich zu finden? Dabei nicht selten den Mitmenschen Schaden zufügend?

Respektieren Ich-Menschen das Du zu wenig und übergehen Gefühle etc. anderer Menschen? Oder kann man es positiv sehen, dass Ich-Menschen eben ihr Leben leben und dabei anderer sein lassen wie sie sind oder gar Projektionsfläche für Du-Menschen bieten?"


Dieses Thema finde ich auch faszinierend. Ich finde, dass hier die theoretisch klare, jedoch praktisch sehr schwer wahrnehmbare und praktizierbare Polaritaet von allem geschoepften am deutlichsten zum Ausdruck kommt. Die Polaritaet ist immer gleichzeitig auch die urspruengliche Einheit, was praktisch heisst, dass immer alles sowohl - als auch ist, nur koennen wir es in der Zeit nicht gleichzeitig ausleben, aussprechen, wahrnehmen. Trotzdem IST es "beides auf einmal". Also Du kannst Dich zwar in einem Leben mehr als ein ich-bezogener Mensch wahrnehmen, was aber wahrscheinlich nicht heisst, dass du ab und zu mehr oder weniger nicht du-bezogen handelst. Und umgekehrt. Die "reine" Du-Bezogenheit verstehe ich als Altruismus, die "reine" Ich-Bezogenheit als Egoismus. Falls wir aber daraus ausgehen, das die Schoepfung eigentlich ursprunglich ein grosses ICH in der Ewigkeit ist, welches sich sozusagen in viele kleine ichs in der Zeit (fuer welche Gruende auch immer) spaltet, sich individualisiert, sieht das Ganze schon logischer. Auf dem Weg "nach Aussen" muessen wir gesunden Egoismus entwickeln (solve, divide, unterscheide), auf dem Weg "zurueck" gesunden Altruismus (coagula, binde). Das der Egoismus gescheit genug ist, sich oft fuer Altruismus auszugeben, ja, das ist die traurige Tatsache.

Praktisch heisst es fuer mich: mache, was immer du machen musst, immer machst du es gut und schlecht auf einmal.

LG

Acht
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Beitragvon Arnold Buchenrieder » Mi 15. Dez 2004, 22:56

Hallo Acht,

Das erinnert mich an dem Spruch:"Ich kann dir sagen was zum Misserfolg
führt - der Versuch es Jedem Recht zu machen"! In einem Gleichnis aus dem Buddhismus kennst du vielleicht auch schon folgende Geschichte:

Ein alter Mann ritt auf seinem Esel in die Stadt. Nebenher ging sein Enkel.
Als das Trio in die Stadt kam, schauten die Leute und meinten, der Alte
sei ein Kinderschinder! Er lässt das Kind laufen, während er bequem auf
dem Esel dahinreitet. Der Alte stieg vom Esel und setzte seinen Enkel darauf. Nun beklagten sich die Leute über das Kind! Er sei ein Rotzlöffel, da er den alten gebrechlichen Mann nebenher laufen ließe.

Also besann sich der Alte und stieg ebenfalls auf den Esel. Nun beschimpften sie das Kind und seinen Großvater als Tierschinder, da der
Esel unter der großen Last litt. So stiegen beide ab und gingen neben dem
Tier her. Darauf lachten die Leute, da Beiden zu dumm waren den Esel zu
benutzen!

Mit lieben Grüßen!

Arnold
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Beitragvon Roswitha100 » Do 16. Dez 2004, 02:42

Grüß Gott alle miteinander!
Ich stelle Euch jetzt einmal etwas in den Raum.

Wir sprechen von zwei Parteien, den Schwesterparteien, der linken und
der rechten Partei, wobei die linke manchmal nicht weiß was die rechte tut. Es gibt Ost-West-Konflikte, gab den eisernen Vorhang, den kalten
Krieg, die zänkischen Schwestern , die lesbischen Schwestern usw.
Und
wir reden von den beiden Polen, dem doppelten Boden, der doppelten Moral, den sich bekämpfenden Brüdern, den warmen Brüdern , den
Problemen der Politik, alles Gute kommt von oben ..........
Und
alles hat einen Sinn und einen Zweck.
Liebe Grüße
Roswitha
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Beitragvon Acht » Do 16. Dez 2004, 09:32

Hallo Roswitha und Arnold,

ja, es fehlen einfach Wörter, um diese Tatsachen, diese Prozesse zu beschreiben (und damit meine ich nicht, daß nur mir die deutschen Wörter fehlen :wink: ). Die Sprache selbst, Logos, die Logik, ist ja schon eine Tatsache aus der gespalteten, dividierten Realität. Sie entsteht in unserem gespalteten, dividierten Gehirn, kann folglich nur die entsprechende gespaltete, dividierte, erdliche, "logische", "objektive" Realität widerspiegeln, beschreiben. Ist ja logisch, nicht wahr?

Eigentlich kann man Logos als die gespaltete Realität selbst verstehen (aus dem ursprünglichen ganzheitlichen Xaos - Griechen, aus der urprünglichen Dunkelheit, aus den Wassern - Bibel, aus dem Unbewußtsein - Jung erhebt sich entsprechend abgespaltenes Kosmos, Logos (Wort), rationales Bewußstsein). So darf es klar sein, daß das Wort nur sich selbst erfassen kann, nicht aber die ursprüngliche wasserige, chaotische, unbewußte, emotionale Dunkelheit.

Die subjektive Realität, die nicht (nur) aus dem Gehirn hervorgeht (oder nicht nur aus der "logischen" Gehirnhälfte), kann per definitionem nicht mit dem Logos ein-fangen werden, weil sie mit dem Logos, mit der Logik wieder per definitionem nichts zu tun hat. Sie kann nur gefühllt werden, und alle Versuche sie mitzuteilen sind an die entsprechende Rezonanz bei dem Gegenüber angewiesen. Fehlt diese Rezonanz, scheitert notwendigerweise jeder Versuch um "Beweise", um MIT-TEILUNG (schon das Wort spricht für sich).

Ja, ich wollte aber eigentlich nur sagen, daß es auf der Erde eigentlich kein Gut oder Böse gibt. Es gibt immer nur der eine oder der andere Pol von dem GANZ GUTEM (und die Lösungen von den beiden in verschiedensten Verdünnungen). Nur die Vereinigung, die Harmonie selbst ist gut. Und ich gebe zu, daß es nicht meine originelle Erfindung ist. :)

Liebe Grüße

Acht
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Beitragvon Martina » Do 16. Dez 2004, 23:37

Hallo Ihr Lieben, :)

mir fällt da auch ein Spruch dazu ein, liebe Roswitha:

ICH und DU
Müllers Kuh,
Müllers Esel
der bist DU ;)

Aber mal im Ernst. Wir sprechen dabei ja eigentlich "nur" von der Widder/Waage Achse. Der Weg der beiden soll ja zum "WIR" führen. Das WIR erreicht man dann, wenn jeder jede Seite einmal fröhlich und einmal schmerzlich erfahren hat. Mein ich.

Acht: Ja, ich wollte aber eigentlich nur sagen, daß es auf der Erde eigentlich kein Gut oder Böse gibt. Es gibt immer nur der eine oder der andere Pol von dem GANZ GUTEM (und die Lösungen von den beiden in verschiedensten Verdünnungen). Nur die Vereinigung, die Harmonie selbst ist gut. Und ich gebe zu, daß es nicht meine originelle Erfindung ist. :)


Mir gefällt was Du schreibst. :)

Noch ein Liedtext von Herbert Grönemeyer der hierzu passt:

kinder an die macht *

die armeen aus gummibärchen
die panzer aus marzipan
kriege werden aufgegessen kindlich genial
es gibt kein gut, es gibt kein böse
es gibt kein schwarz, es gibt kein weiß

es gibt zahnlücken
statt zu unterdrücken
gibt's erdbeereis auf lebenszeit
immer für 'ne überraschung gut

gebt den kindern das kommando
sie berechnen nicht, was sie tun
die welt gehört in kinderhände
dem trübsinn ein ende
wir werden in grund und boden gelacht
kinder an die macht

sie sind die wahren anarchisten
lieben das chaos, räumen ab
kennen keine rechte, keine pflichten
ungebeugte kraft, massenhaft
ungestümer stolz

gebt den kindern ...
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Beitragvon Arnold Buchenrieder » Fr 17. Dez 2004, 00:02

Liebe Martina,

Mond - Merkur = gesunder Merkurverstand.
Mond - Merkur = auch kindliche Intelligenz und daher gesunder Menschenverstand! Wie wäre es mit einer Seite bei Astrologie und Märchen? Das wäre doch nicht schlecht oder? :>)
Das Märchen im Tierkreis und die dazugehörigen Planeten wäre doch
ein interesssantes Thema!

Mit Grüßen an dich, Acht und Roswitha!

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Beitragvon Martina » Fr 17. Dez 2004, 00:28

Arnold Buchenrieder hat geschrieben:Liebe Martina,

Mond - Merkur = gesunder Merkurverstand.
Mond - Merkur = auch kindliche Intelligenz und daher gesunder Menschenverstand! Wie wäre es mit einer Seite bei Astrologie und Märchen? Das wäre doch nicht schlecht oder? :>)
Das Märchen im Tierkreis und die dazugehörigen Planeten wäre doch
ein interesssantes Thema!

Mit Grüßen an dich, Acht und Roswitha!

Arnold


assoziativ einwandfrei übergeleitet, lieber Arnold. :)

Gute Idee, Märchen finde ich (kaum zu glauben ;) ) sehr besprechenswert.

Übrigens: Herbert Grönemeyer ist auch Widder.

Eine gute Nacht wünsche ich.
Martina
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Beitragvon Acht » Fr 17. Dez 2004, 11:17

Hallo, all die Märchenfreunde :)

Ich meine, daß die Märchen und Mythen eigentlich Manuale zu der Psyche sind. Es steht dort alles, mit An-Leitung. Und auch hier lesen einige die Manuale, erst wenn es gar nicht anders geht und nichts mehr funktioniert.

Liebe Grüße

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Beitragvon Roswitha100 » Di 21. Dez 2004, 02:19

Hallo Martina,

-Aber mal im Ernst. Wir sprechen dabei ja eigentlich "nur" von der Widder/Waage Achse. Der Weg der beiden soll ja zum "WIR" führen. Das WIR erreicht man dann, wenn jeder jede Seite einmal fröhlich und einmal schmerzlich erfahren hat. Mein ich-

Das wären die zwei Seiten oder Parteien.
Also geht es hier um einen Ich-Auftrag - Unsere Talente zum Einsatz bringen? Eventuell beide Seiten räumlich verbinden? (mit einem Partner
in einem trauten Heim, Glück allein)

Und was ist mit den beiden Polen - oben und unten?
Familienangehöriger und Staatsangehöriger Mond-Saturn
-Vielleicht unsere Aufgabe- Unsere Begabung zeitlich zu leben -
einen Beruf zuhaben.

Liebe Grüße
Roswitha

PS: Mein Lieblingsmärchen war immer "Das Mädchen mit den Schwefel-
hölzern" Es gibt nichts Wahreres als Märchen. :)
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