Das Aspektbild von Franzi reicht besonders in die Horoskopräume der Häuser elf bis zwei. Das Bild ist kohärent, alle Planeten sind indirekt miteinander verbunden. Die Schaltstellen im Horoskop finden sich in den Häusern zwölf und eins Damit soll Franzi durchaus einen gesunden Egoismus an den Tag legen, da diese zwei Häuser die ichbezogensten des ganzen Horoskops sind. Franzis Aspektbild fällt durch ein nicht ganz geschlossenes Vier- beziehungsweise Fünfeck auf. Die erste innerste Motivation ist daher Sicherheit und Stabilität im Leben. Da diese Figur nicht ganz geschlossen ist, fällt es immer wieder nicht ganz leicht, diese Stabilität zu bewahren.
In Franzis Aspektbild sind einige Figuren enthalten, welche einige Informationen liefern. Ihre
innerste Bewusstseinsstruktur enthält ein Leistungsdreieck, ein dominantes Lebens- Lerndreieck, eines Suchfigur, sowie ein nicht ganz geschlossenes Auge. Dazu fallen die vier
Quincunxen im Horoskop auf, was Hoffnung, Sehnsucht und Unsicherheit bedeuten kann. Aber man hat in diesen Aspekten ebenso eine innere Ahnung, dass schließlich alles zum Guten kommen wird
Das rote Leistungsdreieck besteht aus der Opposition von Pluto im Krebs im elften Haus zu Saturn im Steinbock im fünften Haus. Beide Planeten bilden dazu ein Quadrat zu Uranus im
Widder im Stressbereich der neunten Hausspitze. Das Dreieck reicht in das fixe Kreuz, man
tut sich zunächst schwer, weil man gegen starre Zustände ankämpfen muss. Saturn hat hier
den Charakter eines Spannungsherrschers im Horoskop. Er erhält von den Ich – Planeten neben Sonne und Mond die meisten Aspekte, also ist er für Franzi der wichtigste Planet im
Horoskop; zudem steht er in seinem eigenen Zeichen. Saturn spielt auch in dem oben beschriebenen Lebensdreieck eine Rolle. Das große Dreieck verläuft beginnend bei rot – grün
von Uranus im Quincunx zu Merkur in Richtung Trigon zu Saturn und Quadrat zu Uranus.
Der Anstoß, der Konflikt geht hier von Saturn aus, der Denkprozess wird von Uranus ausgelöst, die Ableitung und das Wissen dieser Erfahrung wird im Trigon von Merkur zu Saturn abgeleitet. Damit dürfte Franzi ein hervorragendes, fotografisches Gedächtnis besitzen!
Merkur steht im Haus im eigenen Zeichen der Jungfrau, weit der Sonne vorauseilend. Damit
ist eine objektive Art des Denkens gegeben, da der Abstand von der Sonne, dem Wesenskern
und subjektiven Ich entsprechend ist. Zwei Minuten später – und Franzi wäre ein Aszendent
Jungfrau gewesen. Ich setze den Aszendenten eher in Richtung Jungfrau, obschon der AZ statisch noch bei 29.41.21 Löwe liegt. Also, man kann sich das so vorstellen, dass der König
allmählich weiß, dass er der erste Diener des Volkes ist. Das große Lerndreieck, sowie die
rote dreieckige Leistungsfigur lassen darauf schließen, dass Beziehungen in Franzis Leben eine bedeutsame Rolle gespielt haben dürften.
Man ging mit Pluto im elften Haus von einer fast schier unerreichbaren, kollektiven Ethik aus,
Saturn sieht sich hier natürlich in die Pflicht genommen. Aber mit den Aspekten zu Uranus im
achten Haus, neigte man dazu alte Mauern niederzureißen, neue aufzubauen. Plutos Stirb und
Werde scheint in Franzis Leben bisher eine besondere Rolle gespielt haben. Das Quadrat von
Pluto zu Uranus zeigt die kollektive Unsicherheit in der Zeit, als Franzi noch ein Kind war, oder gerade Früherwachsen war. Vielleicht blieb ihr mit Uranus oft nur die Flucht nach Vorne. Mit der Sonne im zwölften Haus regiert der König und keiner sieht ihm dabei zu! Aber, einer Sonne macht diese Stellung weniger aus, allerdings steht sie schon im beginnenden Stressbereich zum ersten Haus. Hier ist zu beachten, dass Merkur schon im ersten Haus verweilt, denn dadurch bekommt die Sonne über ihren „Kurier“ immer die aktuellen Informationen von der Begegnungsachse mitgeteilt. Neptun im ersten Haus steht
kurz nach dem Aszendenten, also könnte die Mutter bei der Geburt Medikamente zur Entkrampfung verabreicht bekommen haben. Neptun hört hier das Gras wachsen. Man ist
zunächst anderen Menschen gegenüber unsicher. Später spürt man, was sie im Schilde führen.
Der Mond steht in der Waage in Konjunktion mit Mars im zweiten Haus am absteigenden Mondknoten in Opposition zum aufsteigenden Knoten im achten Haus.
Im zweiten Haus herrschen fixe, starre Bedingungen vor, das ist für einen Mond mit Leid und
Anpassung verbunden. Vielleicht hatte man mit der Konjunktion zu Mars ein besonderes Verhältnis zu einem Bruder. Aber mit dieser Stellung ergeben sich mehrere Aussagen. Mit
dem Mond im zweiten Haus versucht man seine Liebe zu bekommen. Sollte sich der Angebetete nicht als das große Ideal herausstellen, hat man Schwierigkeiten „Ihn“ wieder loszuwerden. Tatbereitschaft und Liebesbedürfnis kommen mit dieser Konjunktion zusammen. Man erfährt heftige Emotionen, der aufsteigende Mondknoten im achten Haus will ausgleichend wirken, indem man alte Prägungsmuster bewusst macht, diese in Frage stellt und somit skorpionisch auflösen kann!
Mit Uranus im achten Haus dürfte man immer wieder notwendige Tricks und unkonventionelle Methoden ersonnen haben, um die Dinge umkrempeln zu können. Mit Mars
auf dieser Achse hat man es unter Umständen mit Erbstreitereien zu tun. Aber nur in der stillen Zurückgezogenheit des zwölften Hauses lässt sich der tiefere Sinn all dieser Umstände
erkennen und begreifen. Dazu steht Jupiter sehr gut in diesem Haus, welches er ebenso beherrscht wie das Haus des Schützen. Jupiter im Horoskop entspricht auch unseren Augen.
Im zwölften Haus sieht man damit, sobald man die Augen schließt und sich nach Innen wendet! Um den Aszendenten treffen sich Anfang und Ende.
Die Aufgabe im zwölften Haus besteht für Franzi darin, ihre Eingebungen und Visionen mit
Neptun im ersten Haus mitzuteilen, zu leben. Mit Neptun im ersten Haus kann man zu allen einfach nur lieb und freundlich sein. Sobald der eigene Selbstwert angegriffen wird, kann Franzi sicherlich mit Mars im zweiten Haus in der Waage entschieden, aber diplomatisch
zurückgeben.
Von der Unsicherheit, zur Krise, von der Krise zur Gewissheit, so könnte der schon lang beschrittene Lebensweg von Franzi aussehen. Sie hat ja mit 72 Jahren ihre zweite Geburt
am Aszendenten erlebt, steht jetzt mit ihrem Alterspunkt auf der Kippstelle von Neptun und
Merkur im Horoskop.
Der tiefere Sinn lässt sich durch das Mondknotenhoroskop hinterfragen, da das Radix doch
irgendwie nach einer schweren Kindheit schwingt. Vielleicht war der Vater nicht immer da
oder krank, hierzu soll Franzi am besten selbst etwas dazu sagen. Im MKH fällt die ganze
Planetenballung in die Häuser sechs, sieben und acht. Damit hat man in der Vergangenheit
sehr Du – bezogen gelebt. Neptun im achten Haus im MKH gibt den Archetypen vom Heiler
ab, von der Kräuterfee, der Hexe. Jupiter steht auf der neunten Hausspitze, der Bischoff,
Pluto im neunten Haus, das kirchliche Dogma.
Daher soll im Radix die Sonne zu sich selbst finden, alte Schatten von Dogma und Gesellschaft hinterfragen und auflösen. Der Mond mit Mars vor der siebten Spitze kann
harte Kinderarbeit bedeuten – man musste früh Erwachsen sein.
Im Häuserhoroskop fällt sofort das Quadrat von Saturn zu Mond auf! Damit dürfte die Mutter
Hort und Einschränkung zugleich bedeutet haben, das Verhältnis war sicher nicht einfach, aber sicher sehr gefühlsbetont. Ein einseitiges Quadrat von Mond zu Pluto könnte auch der
Stiefvater sein, welchen man nicht emotional erreichen konnte. Für den Mond war dies jedoch
entweder mit Faszination, oder mit Angst verbunden. Zeitlich wäre es noch vom Alterspunkt her interessant zu wissen, was bei dir zwischen 1952 und 1954 passiert ist, ebenso zwischen
1988 und 1990. In dieser Zeit hast du den Mondknotenalterskreuzungspunkt in der Lebensuhr
durchschritten….
Sei umarmt liebe Franzi!
Arnold
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