Interview mit Pluto

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Interview mit Pluto

Beitragvon Arnold Buchenrieder » Sa 9. Apr 2005, 19:23

Liebe Foris,

Ich habe wieder einmal in meinen Schatztruhen gestöbert und will euch einen besonders schönen Beitrag zu Pluto vorstellen, welchen ich an dieser Stelle im Besonderen der Avec widme, als Ausdruck tiefer Verbundenheit.

Arnold


Begegnung mit Pluto – von Christl Simeaner, aus der Zeitschrift „Astrolog“ des API.


Pluto ist wohl der geheimnisvollste, weil unbekannteste Planet in der astrologischen Deutung. Seine Qualität wird denn auch sehr unterschiedlich bewertet. Um sein Geheimnis zu lüften, hat die Autorin den Versuch gewagt, Herrn Pluto zu interviewen. Lesen Sie selbst, wie es ihr dabei ergangen ist:

Ich habe mich gut vorbereitet auf dieses Interview. Einerseits habe ich das Gefühl, dass nicht allzu viel schief gehen könnte, andererseits ist dies doch mein erstes Interview dieser Art, und etwas Lampenfieber kann ich keineswegs abstreiten. – Ich wähle sorgfältig meine Garderobe und versuche, mich hübsch herzurichten, um mir selbst Mut zu machen.

Oder ist das verkehrt? Mein Gesprächspartner liebt, soviel ich weiß, keine aufgemalten Masken. Ich habe soviel Informationen über ihn gesammelt, um auf jeden Fall „sattelfest“ zu sein. Und ich habe mir auf meinem Block sogar ein paar Fragen notiert, dich ich unbedingt an ihn stellen möchte. – Das muss schon ein merkwürdiger Bursche sein. Warum werden so viele widersprüchliche Dinge über ihn erzählt?

Also packe ich Bleistift und Stenoblock zusammen und mache mich auf. Es dauert nicht lange, bis ich das gesuchte Haus gefunden habe. Ich steige die Treppen hinauf und klingle an der Haustüre. Ein junger Mann öffnet mir. „Guten Tag, ich kommen von…“Ach, Sie sind es! Kommen Sie nur herein. Sie werden schon erwartet!“ Mein Herz klopft bis zum Hals, und er scheint zu merken, dass ich weiche Knie habe. Er lächelt mir zu: „Nur Mut! Das einzige, was Ihnen passieren kann, ist, dass Sie nach diesem Gespräch nicht mehr ganz dieselbe sind wie vorher.“ – Ich muss über seine fröhliche Art lachen. Und in meinem Lampenfieber mischt sich schon jetzt eine gehörige Portion Neugier…

Trotzdem fühle ich Aufregung im Nacken, als ich das Wohnzimmer betrete, in dem mein Gesprächspartner auf mich wartet. Ich hole tief Luft und versuche mich zu erinnern, was ich jetzt sagen wollte. Aber da fällt mir ein, dass er vermutlich auch keine vorgefassten Gesprächsfloskeln mag, und so sage ich nur: „Guten Tag.“ Er bietet mir einen Sessel an und ich setze mich. Irgendwie sollte ich das Gespräch jetzt wohl beginnen. Was bin ich bloß für ein Reporter, dass mir jetzt gar nichts einfällt!

„Ich bedanke mich, dass Sie mir…..Zutritt gewährt haben“, beginne ich stockend, „und ich habe mir ein paar Fragen zusammengestellt, die ich gerne an Sie richten würde.“ – „Nur zu!“ – ermunterte er mich. – Ich versuche, ihn anzusehen, aber irgendetwas an ihm verwirrt mich furchtbar. Verlegen blättere ich in meinem Schreibblock und suche die Fragen. Ob es geschickt war, so mit der Tür ins Haus zu fallen? Ich ärgere mich. Da war ich so gut vorbereitet, und jetzt fange ich an zu stottern. Wie soll das bloß jemals ein ordentlicher Zeitungsartikel werden?

Ich blicke auf meine Schuhspitze, statt in sein Gesicht, und stelle ihm die Frage, die als erste dasteht: „Es wird so vieles verschiedenes über Sie berichtet. Die meisten sprechen Ihren Namen nur mit dem größten Respekt aus. Manche haben regelrecht Angst vor Ihnen. Es gibt weitere, welche Sie richtig verteufeln, andere wiederum nennen Sie im Zusammenhang mit der göttlichen Urkraft. Haben Sie eine Erklärung für diese Widersprüchlichkeiten? Wie glauben Sie, kommt es, dass die Menschen Sie so verschieden empfinden?“

„Und Sie? Sie sitzen mir gegenüber. Beschreiben Sie doch einmal, wie Sie mich empfinden.“ - - Ich wundere mich. Wer zum Donnerwetter stellt denn hier die Fragen? Aber vielleicht ist es günstig den alten Herrn nicht zu verärgern - - - Moment mal!?! Habe ich „alter Herr“ gesagt? Das stimmt doch gar nicht! Er ist ein kraftstrotzender junger Mann voll Energie und Vitalität, durchaus imstande, ordentlich zuzupacken, besonders wenn er zürnt. Aber nein, das stimmt ja auch nicht. Plötzlich ist er völlig gestaltlos, nur noch Energie. „Ein Atomkraftwerk“ schießt es aus mir durch den Kopf. Ein Sprühen geht von ihm aus, furchterregend, elektrisch geladen, rundherum alles zerstörend, was ihm zu nahe kommt… und dann auf einmal leuchtendes, ruhiges Licht, alles durchstrahlend, alles erhellend, pulsierende Lebenskraft, göttliches Licht!

Dann nimmt er wieder Gestalt an. Ich bin völlig durcheinander. Er kann gnadenloser Richter sein, wie erhabener, nein über alles regierender Herrscher. Nein. Er ist ein jugendlicher, lebensbejahender Kronprinz, dem die Herzen seines Volkes ob seiner Jugend und Schönheit zufliegen. Aber im nächsten Moment ist er ein alter, weiser, erleuchteter Mann, den die Menschheit ehrt, und der mit seiner Energie den ganzen Kosmos erleuchtet und Klarheit schafft. - - Und ich weiß jetzt, was mich an ihm so sehr verwirrt: ER WECHSELT DAUERND SEINE GESTALT!

„Ich werde die Frage beantworten“, erklärt er mir jetzt, „wollen Sie hören?“ Ich nicke nur stumm. „Ich symbolisiere die göttliche Kraft. Und ich bin als Wächter aufgestellt, um Irrwege zu vermeiden. Deshalb bin ich in der Lage, Gegensätze einfach aufzuheben. Ich vereine zum Beispiel Dauer und Wandlung, indem ich mich dauernd wandle“. – „Ist es deshalb so schwierig, Sie zu definieren?“ – „Ja. Und dass die Menschen mich als Teufel empfinden ist nicht meine Schuld. Ich vermeide Irrwege. Mit letzter Konsequenz, wenn Sie es so wollen“.

Es verwirrt mich wirklich. Eben noch war er ein aufgeschlossener Herrscher, mit den schönen Augen der Welt, den ich für milde und gerecht hielt. Jetzt sieht er wieder aus, als sei er ein unnachgiebiger Richter, der in die Irre gelaufene Suchende mit gnadenloser Härte betraft. Vermutlich wird er deshalb so gefürchtet….“Sie irren sich“, erklärt er mir ruhig, jetzt wieder hell und freundlich leuchtend. „Ich strafe niemanden. Ich bin nur das Ende eines jeden Irrweges. Ich gebiete HALT. Das allerdings mit höchster Konsequenz. Denn ich bin eine Art letzte Instanz“.

Ich versuche zu begreifen. „Sie meinen – Sie stellen nur eine Mauer auf. Und wer mit Gewalt dagegen läuft und sich dabei Beulen holt, ist selber schuld!? – Verzeihung, das ist vielleicht etwas eigenartig ausgedrückt, aber es ist so schwierig, Worte zu finden…“ – „ Sie können es ruhig so ausdrücken, wenn Sie wollen“. Er hat jetzt die Gestalt eines Lehrers und scheint sich über meine Idee zu amüsieren. „Der Vergleich ist gar nicht so schlecht. Sie wissen ja, ich bin der letzte Planet des Sonnensystems, und ich habe nun mal die Aufgabe, darüber zu wachen, dass keiner „ausgrast“. – „Ja aber…man kennt Sie doch erst seit einigen Jahrzehnten, wer war denn vor Ihnen verantwortlich dafür, dass keiner „ausgrast“? frage ich. – Er lächelt geduldig: „Sie meinen, vor einigen Jahrzehnten hat man mich zum ersten Mal gesehen“. – „Ach so. Das heißt, Sie haben auch schon gewirkt, als man Sie noch nicht sah?“

Darauf erhalte ich keine direkte Antwort. „Im übrigen irren Sie sich schon wieder“, fährt er fort. „Die Menschen kennen meine Kraft seit Jahrtausenden. Denken Sie nur an die Mythologie. Sie wussten um meine Existenz, auch wenn ich als „Planet“ noch nicht sichtbar war“…..Ich schnappe nach Luft. Uralte Gestalten wie Anubis, Luzifer und Cerberus fallen mir dazu ein. – Ich gewinne mehr und mehr den Eindruck, dass ich nicht hergekommen bin, um mich zu informieren, sondern um zu lernen…Entschlossen nehme ich dennoch den Bleistift wieder in die Hand und versuche weiterzufragen: „Können Sie mir erklären, weshalb Sie in der Mythologie meist mit Tod und Hölle in Verbindung gebracht werden?“ – „Das wissen Sie doch. Denken Sie einmal an das Beispiel mit der Mauer. Wie ich Ihnen schon gesagt habe, zwinge ich jeden, der mir begegnet, zur Wandlung – auch wenn er sich noch so sehr sträubt. In diesem Stück haben die Menschen meine Unerbittlichkeit längst erfahren. Wer sich der notwendigen Wandlung nicht anpassen will, der wird von mir gewandelt“. Mir wird kalt. Das sind ja schauderhafte Worte. „Sie meinen, Sie bewachen den richtigen Weg, und wer sich diesen Weg nicht fügt, den schicken Sie erbarmungslos in die Hölle?“ – „Man kann es durchaus auch so ausdrücken. Sie wissen ja: Die Hölle ist nicht ein Ort, die Hölle ist ein Zustand!“

Ich verspüre ein Würgen im Hals. Dieses Gespräch ist mir unangenehm, und ich würde es gerne abbrechen. Aber es geht wirklich eine Art Zwang von ihm aus, und er wird kein Ausweichen dulden. Deshalb hole ich tief Luft und frage mutig weiter: „Und die Hölle wandelt die Menschen und bringt sie auf den von der Schöpfung vorhergesehenen Weg zurück? Weil die Leiden so groß werden, dass jeder gerne zurückkehrt?“ Jetzt habe ich ihm eine etwas verzwickte Frage gestellt. „Nun, das ist nicht so leicht zu erklären“, meint er. Ich frage weiter: „Das hieße also, dass Gewalt auch in der Erziehung erlaubt ist. Es ist also richtig, anderen Menschen weh zu tun, wenn es in der Absicht geschieht, sie auf den richtigen Weg“….Aber, da bleibt mir das Wort im Halse stecken, denn Pluto hat sich schon wieder blitzschnell gewandelt. Er knistert und blitzt furchterregend und strahlt eine geradezu tödliche Energie aus. Ein monströses Ungeheuer mit riesigen Krallen und gefährlich blitzenden Augen steht mir gegenüber, und es sieht aus, als wolle es mich jeden Augenblick zerreißen. Es wird größer und größer, und einen Augenblick lang glaube ich, vor dieser Gewalt davonlaufen zu müssen. – Da fällt mir ein, dass man sich dieser Kraft stellen sollte. Ich versuche es, aber werde ich sie ertragen können, ohne dass sie mich tötet? - - -

Da wandelt er sich wieder. – „Das…das war also ein Irrtum“, stelle ich stotternd fest. Er sieht nicht mehr so wild aus, wie eben gerade noch, und ich erhole mich nach und nach von dem Schock. Hat der mich jetzt erschreckt! – „Sie müssen Ihren Irrtum sofort berichtigen“, verlangt er von mir. „Glauben Sie denn wirklich, Sie sind für die Erziehung der ANDEREN verantwortlich? Manche von denen, die mich verteufeln, haben nur deshalb so unangenehme Erfahrungen gemacht, weil sie mit meiner Kraft und in meinen Namen versucht haben, die anderen zu erziehen, anstatt sich selber. Aber ich lasse keinen Missbrauch mit mir treiben , und durchschaue, wie Sie wissen, jede Heuchelei“. – Wieder wandelt er sich auffallend.

„Da Sie jedoch gerade einen bemerkenswerten Mut bewiesen haben“, stellt er fest, „werde ich Ihnen jetzt noch eine andere Seite meiner Vielfalt zeigen“. Im nächsten Augenblick hat er sich wieder in ein ruhiges, hell strahlendes Licht gehüllt, dass mir sofort jede Angst nimmt. Ich fühle mich im Gegenteil gesund und harmonisch. – „Nun haben Sie einen Wunsch frei“, erklärt er mir. „Welche Gestalt soll ich für Sie annehmen?“ Da überlege ich nicht lange. „Oh“, rufe ich aus, „dann wünsche ich mir die Gestalt des jungen Königs!“ – Er erfüllt mir meinen Wunsch sofort. „Ich habe keine andere Wahl erwartet“, sagt er, „sie entspricht genau Ihrem Alter.“

Ungläubig sehe ich auf das Bild vor mir. Träume ich oder ist das ein Märchen? Er gibt mir seine Hand. Da geht auch in mir eine Änderung vor. Mir ist, als müsse ich vor ihm niederknien. Seine Augen strahlen eine wunderbare Wärme aus, und wie ich sie betrachte, scheint mir fast, es sind meine eigenen Augen…er überstrahlt mich ganz mit seinem Licht; einen Moment lang – oder ist es eine Ewigkeit? – bin ich geradezu identisch mit ihm. Vergeblich suche ich Worte für diesen Zustand. Es ist etwas wie das Zusammenfinden von Anima und Animus, das Erleben der Einheit von Körper, Seele und Geist, die Überwindung aller Grenzen, das Begreifen der Unendlichkeit…

Und mit einemmal finde ich mich wieder auf meinem Sessel, auf dem ich vorher gesessen war. „Was war denn das gerade?“ fragte ich ihn. „Es ist eine Art Traum, den Sie bitte in Ihren Herzen aufbewahren werden…Und jetzt lassen Sie uns zu unserem Zeitungsinterview zurückkommen. Haben Sie sonst noch irgendwelche Fragen?“ „Oh ja. Ich bin mir plötzlich nicht mehr sicher, ob ich Ihre Ausführungen so niederschreiben darf, wie Sie gesagt haben. Ich meine…was Sie da über das Bewachen des richtigen Weges gesagt haben. Es stimmt doch, dass Sie Fehltritte nicht zulassen?“ – „Ich erzwinge früher oder später eine Richtungskorrektur.“ – „Und kommt es deshalb so häufig vor, dass man bei Ihrem „astrologischen Auftreten“ Krankheit und sogar Tod beobachten kann? Haben Sie auch daher Ihren schlechten Ruf abbekommen?“ – „Sie haben erstaunlich schnell begriffen. Es ist sehr viel einfacher, dem bösen, bösen Pluto alles zuzuschieben, anstatt sich selbst zu ändern. Nur lassen mich solche Beschuldigungen relativ kalt. Jene, die mich beschuldigen, böse zu sein, strafen sich selbst. Denn sie MÜSSEN mich fürchten. Und Angst raubt Lebenskraft und führt zu Krankheit und Tod. Also ärgere ich mich gar nicht lang.“ – „Sie sind aber ein kühler Bursche. Durch Krankheit, Leid und im extremsten Fall Tod wird demnach diese falsche Denkweise „gewandelt?“ – „So kann man es sehen.“

Ich überlege. „Ja, aber“, frage ich dann, „Ihre Aussagen können doch wirklich den Eindruck erwecken, als seien Ängstigung, Druck und Gewalt legale Erziehungsmittel? Das waren sie aber noch nie, und wenn ich nun einen Artikel verfasse und Sie wörtlich zitiere, könnte das doch beim einen oder anderen Leser zu einem Missverständnis führen…“ – „Dann werden Sie eben dafür sorgen, das kein solches Missverständnis entsteht! Ich dulde keinen Missbrauch meiner Worte, und ich habe schon manchen „gewandelt“, der heuchlerisch „Erziehung“ sagte und – bewusst oder unbewusst – „Manipulation“ meinte. Ob Sie mir das nun glauben oder nicht: Jede Art von Ängstigung, Druck und Gewalt, die wir auf andere ausüben, ist eine Art „Schwarze Magie“ und fällt unweigerlich auf den zurück, der sie aussendet. Und wie immer Sie Ihre Ausführungen gestalten: Das werden sie ausdrücklich klarstellen! Haben Sie mich gut verstanden?“

Jetzt sieht er wieder „zum Fürchten“ aus. So ein Ausbruch! „Ja“. Wieder nehme ich Bleistift und Papier zur Hand. „Ich glaube, ich werde doch Ihre Aussagen alle wörtlich wiedergeben. So kommen am wenigsten Missverständnisse zustande. Sind Sie damit einverstanden?“ – Er antwortet nicht, sondern wechselt abrupt das Thema. „Hören Sie“, sagt er zu mir, „Denken Sie doch einmal an Ihrem Traum zurück“. Wieder nimmt er die Gestalt des jungen Königs an, die ich so sehr liebe. – „Könnten Sie sich einen solchen König vorstellen, von dem Sie sich vertrauensvoll führen ließen?“ „Oh ja, natürlich!“ – „Glauben Sie, ein solcher Herrscher benötige Gewalt und Druck, um ein Volk regieren zu können?“ – „Nein, ich ließe mich von ihm führen, weil ich ihn lieben könnte“. – Da wandelt Pluto sich wieder: „Begreifen Sie ich bitte Sie, dass die Liebe die einzige Kraft ist, die wirklich führen und leiten und, wenn Sie so wollen, erziehen kann“.

Es sind machtvolle Worte, die er das ausspricht, und ich spüre ihre Kraft auch in mir. Staunend suche ich wieder einmal nach Worten. „Das ist doch wirklich nicht möglich“, stammle ich verblüfft, „wären wir imstande, Ihre wandelnde Kraft so aufzufassen und so zu verwirklichen, wir könnten die Hölle in den Himmel verwandeln…“ – „Haben Sie Geduld und Vertrauen. Eines Tages wird die Menschheit das begreifen…“. Mir schwindelt schon wieder. Langsam beginne ich mir den Kopf darüber zu zerbrechen, wie ich all dieses neue und doch „uralte Wissen“ für jedermann verständlich in Worte fassen könnte. Es ist die Macht der Liebe, die langsam und geduldig, dafür aber umso sicherer alles wandelt, und die seit urdenklichen Zeiten im ganzen Kosmos wirkt…- Und Plutos Aufgabe wäre demnach lediglich, uns zu wandeln, bis wir das begriffen haben und unser Schicksal selbst in die Hand nehmen können.

„Aber das ist doch unheimlich schwierig!“ platzte es aus mir heraus, „wer bringt es schon fertig, dauernd und bedingungslos zu lieben?“ – „Jetzt werde ich Ihnen ein Geheimnis verraten: Öffnen Sie sich meiner schöpferischen Kraft und es wird Ihnen mehr und mehr gelingen. Und ob Sie mir das glauben oder nicht: Wer imstande wäre, meine Kräfte ganz zu verstehen, verstünde die Schöpfung in ihrer ganzen Größe“.

„Also, jetzt wird’s mir endgültig zu viel. Ich glaube Ihnen ja, dass Sie mir unendlich viele Informationen liefern könnten, aber ich verkrafte sie einfach nicht alle auf einmal!“ beschwere ich mich. – „Das macht nichts“, antwortet er mir freundlich, „haben Sie auch Geduld mit sich selber. Für heute habe ich Ihnen das Wichtigste gesagt. Sie haben doch mitgeschrieben, oder?“ – „Ja, selbstverständlich“.

Wieder wandelt er sich. Ich wundere mich schon gar nicht mehr über seine Kunst. Jetzt sieht er eher wieder aus wie ein König. Aber wie einer, der seine Amtsgeschäfte gerade niedergelegt hat und privatisiert. – „Ich glaube, das hast du gut gemacht. Aber ich habe jetzt auch genug von diesem Zeitungsinterview. Leg das Schreibzeug da weg, ich möchte mich mit dir unterhalten. Nachdem du mich jetzt so gut kennst, darfst du mich duzen.“ – Ich gehorche seinem Befehl. Selbst wenn er sich so leger gibt, hat er noch eine gewisse Autorität.

„Was ist denn, stimmt irgendetwas nicht?“ fragt er mich. „Wenn ich dich schon einmal zu einem Gespräch mit mir einlade, möchte ich, dass du fröhlich bist und ich möchte, dass du dich wohl fühlst!“ Er schaut jetzt richtig übermütig drein. „Also weißt du, wenn du so eine Art „Stellvertreter Gottes“ sein sollst, kann ich doch kaum mit dir blödeln!“ – „Wieso, hat Gott etwa Blödeleien verboten?“ – „Nein, aber wer wird denn auf diese Art den nötigen Respekt vor dir haben?“

„Du zum Beispiel! Jetzt höre mir einmal gut zu und beantworte mir ganz ehrlich die Frage die ich dir jetzt stelle: Kannst du Respekt vor jemanden haben, der nicht LACHEN kann?“ – Einen Augenblick lang schweige ich ganz verblüfft. „Du hast recht“, muss ich schließlich zugeben, „sag einmal, du behältst wohl am Ende immer recht?“ – „Selbstverständlich.“ – „Also gut. Und was habe ich dann als nächstes zu tun, großer Meister?“

Ich denke, du solltest das Gespräch niederschreiben. Denn Liebe, Freude und Harmonie sind immer noch die wichtigsten Kraftquellen und die erfolgreichsten Lehrmeister der Menschheit. Halte dich daran und erwähne es in deinem Artikel.“

Ich kann den Blick fast nicht von ihm wenden. Er strahlt heller und lichter als jemals zuvor, eine unendliche Energie, eine unendliche Lebenskraft. Seine ganze Erscheinung bestätigt mir eindrücklich, was er eben gesagt hat. „Das werde ich“, verspreche ich ihm, indem ich meine Sachen zusammenpacke und mich zum Gehen wende. „Und ich werde es ganz dick rot unterstreichen!“
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Pluto

Beitragvon avec » Sa 9. Apr 2005, 20:50

Lieber Arnold,

Pluto...der Lebenslehrer, Liebeslehrer und Demutslehrer...mit diesem Text hast Du mir eine große Freude gemacht!

Mit Pluto/Mond, Pluto/Lilith, Pluto/MC, Pluto/Venus, Pluto/Jupiter, Pluto/Mars/ Pluto/Neptun, Pluto/Mondknoten und Pluto in Opposition zu meiner Sonne kenne ich ihn in derTat in mancherlei Gestalt.

Sei umarmt!
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Beitragvon Arnold Buchenrieder » Sa 9. Apr 2005, 22:26

Liebe E - C,

Hi hi, es freut mich sehr, weil es dir eine Freude bereitet hat! :D Ich finde den Artikel über Pluto wirklich lieb und gut dargelegt. Es bringt auch ein wenig Abwechslung, da die meisten Beiträge hier ohnehin meinen Gehirnwindungen entsprungen sind. Die Aufrufe ermuntern mich jedoch immer wieder, dass ich hier immer wieder etwas neues schreibe. Das Wetter heute bei uns hat zum Schreiben eingeladen. Draußen ging es über fünf bescheidene Grade nicht hinaus und es regnete, was das Zeugs nur hielt.

Dir noch einen schönen Abend!

Arnold
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Beitragvon Franziska Spicher » So 10. Apr 2005, 00:08

Lieber Arnold,

Es ist schon spät, habe eben Deinen Artikel entdeckt. Ganz herzlichen Dank für die viele Mühe Du dir machst uns immer wieder eine Freude zu bereiten. Werde morgen darüber meditieren, mein Pluto hat es mir ja mit meinem Leistungsdreieck schon manchmal nicht leicht gemacht.

Wünsche Dir gute Nacht und schönen Sonntag.
Liebe Grüsse
Franzi

Bei uns hat es sogar einwenig geschneit heute bei +1°. Grrr.
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Beitragvon Arnold Buchenrieder » So 10. Apr 2005, 11:01

Guten Morgen Franzi,

Da bin ich ja schon sehr zufrieden, sobald es einigen gefällt, was ich hier so zusammentrage! Bei uns hat es gestern auch gegraupelt, heute früh waren es schon immerhin sechs Grad Plus. Hauptsache wir bekommen jetzt keinen Nachtfrost, das unser Kirschbaum seit vorgestern zum Blühen angefangen hat! Er ist sechs oder sieben Meter hoch und ist in unserer Straße auf 300 Meter zu sehen. Er blüht in rosa, rot und weißen Mischfarben - einfach wunderschön! So sehe ich quasi im Garten immer wieder den Kreislauf des Stirb und Werde in der Natur. Die Goldfische sind schon ganz munter geworden und schwimmen an der Oberfläche und unsere wetterfeste Drossel Herzi ist auch schon im Garten und kräht im Moment wie eine Krähe. Das macht er immer, sobald eine Taube oder ein großer Vogel in der Nähe ist. Kommt eine Katze ums Eck, dann gibt er ganz schrille Alarmtöne von sich, so dass es jeder andere Vogel im Umkreis von mehreren hundert Metern hören kann! Ist die Gefahr vorbei, so schaltet Herzi wieder auf Normal um und singt wunderschöne Lieder.
Später bekommt er von uns wieder frische Teichasseln, sein Lieblingsgericht.

Mit ganz lieben Grüßen! :D

Arnold
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Beitragvon Surya » Sa 30. Apr 2005, 13:41

Bild
Hallo, lieber Arnold
Pluto hat bei mir 1ne von noch 6 Mauern eingerissen!
Den Durchblick habe ich immer noch nicht.
Einen schönen Mai wünsche ich Dir.
Mit herzlichen Grüßen Sonja
das leben ist wie ein kunstwerk
jeden tag neu
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nichts bleibt wie es ist
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Beitragvon Arnold Buchenrieder » Sa 30. Apr 2005, 13:49

Liebe Sonja,

Ganz lieben Dank für deinen Beitrag und dem schönen Bild! Ich biete dir sehr gerne meine Hilfe an, solltest du auf Schwierigkeiten bei den anderen Mauern stoßen! Freut mich sehr, dass du hier reingeschaut hast und es würde mich noch mehr freuen, wenn ich öfters von dir etwas zu lesen bekäme! :D

Dir auch ganz liebe Grüße!

Arnold
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Beitragvon barbaraspanien » Mi 11. Mai 2005, 17:34

Der arme Unternehmer Chremylos bekommt vom Orakel in Delphi die Weissagung

"Halte dich an den allerersten Menschen, den du beim Verlassen meines Heiligtums begegnest. Folge ihm und lasse nicht von ihm ab, solange,bis du ihn in dein Haus genötigt hast, denn er wird dich mit Reichtum überschütten.

Der allererste Mensch, der ihnen begegnet ist ein blinder, zerlumpter Landstreicher
und es stellt sich heraus, es ist Pluto, der Geldgott, welcher von Gottvater Zeus verstosssen wurde.

Pluto--weil ich soviele Leute reich gemacht hatte und die ich reichgemacht hatte wurden mächtig, und kein Oberhaupt hat gerne Mächtige unter sich, also schlug Zeus meine Augen mit Schwärze, damit ich das Verdienst nicht mehr herausfinden und mit Reichtum belohnen kann.

Chremylos Wie haben sie denn von da an das viele Geld verteilt[/i]

PLutoBlind eben, Ohne Ansehen von der Person

Daraufhin beschliesst Chremylos Geld zu sammeln um Plutos Blindheit von Äskulap heilen zu lassen, hat er sein Augenlicht wieder wird der Geldgott so meint Chremylos, das Geld denen geben, die es verdient haben zum Beispiel ihm.

das Volk gibt ihm kein Geld. Chremylos verschuldet sich, um den Arzt zu bezahlen, der Pluto von seiner BLindheit erlöst und als er sehend ist kennt er seinen WOhlstäter Chremylos nicht mehr.

ChremylosHa ha, seit sie nicht mehr blind sind, wollen sie mich nicht mehr kennen.

PlutoJa, mir sind über sie die Augen aufgegangen

Chremylos Sie haben ihren Freund vergessen

Pluto Wer wäre denn der ?

Chremylos Der ihre Heilung auf den Weg gebracht hat, ein schwer arbeitender Mann

b]Pluto[/b] Ich habe gar keine Freunde, die arbeiten


(Zitate aus Peter Hacks, Die Späten Stücke, edition Nautilus 1999)
Wahres Wissen kommt nicht aus dem Intellekt , sondern aus dem unmittelbaren Kontakt.
Wissen haengt vom Dasein ab.
Gurdjieff
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