Perinatale Geburtserlebnisse und Missbrauch.

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Perinatale Geburtserlebnisse und Missbrauch.

Beitragvon Arnold Buchenrieder » So 3. Jul 2005, 14:40

Trauma und Seelenmord, die Frage nach dem Nichtsinn.


Statistiken mögen immer einen hohlen Beigeschmack hinterlassen, aber trotzdem sagen sie etwas aus, geben Auskunft über Zustände und Gegebenheiten. Sexueller Missbrauch erfolgt nach wie vor ungewöhnlich hoch in unseren Breitengraden, ebenso in den USA, wo Spitzenwerte mit bis zu 25% in einigen Gegenden erreicht wurden. Daher ist es ebenso notwendig, sich mit den Ursachen, dem Warum von Missbrauch und Seelenmord auseinanderzusetzen. Um diesen Themen einigermaßen gerecht zu werden, ist es notwendig, die heutigen Methoden der Psychologie und deren Modelle ein wenig näher zu betrachten. Dabei geht es grundsätzlich um einige Fragen, wie zum Beispiel der Frage, ob ein Mensch vor seiner Geburt schon existiert hat, oder, ob es eine Realität ist, dass tatsächlich ein Leben nur ein Glied einer sehr langen evolutionären Entwicklungskette ist.

Besonders die aus der Freudschen Ecke kommenden Psychologen gehen nach wie vor davon aus, dass ein Mensch erst bei seiner Geburt zu existieren beginnt, der Zustand im mütterlichen Leib mehr oder weniger unbewusst erlebt wird. Da gibt es ein uraltes Sprichwort: „Gott lässt seine Sonne über Gerechte und Ungerechte gleichermaßen scheinen“. So gesehen wäre es eine Ungerechtigkeit, wenn jemand unter optimalen Voraussetzungen zur Welt kommt, ein kuscheliges Heim mit Existenzgrundlage hat, und jemand anderes erleben muss, in eine Welt von Trauma und Seelenmord katapultiert wird!

Andere Richtungen der Psychologie stellen die Reinkarnation als normale und gegebene, ja logische Voraussetzung in den Raum, was aber eine ganz andere Dimension eröffnet, vieles erklärlicher und sinngemäßer macht. Unser normaler Alltagszustand besteht mehr oder weniger aus ungemein viele, an der Oberfläche gemachte Wahrnehmungen. Man ist ständig damit beschäftigt, den Anforderungen und Pflichten, sowie alle Möglichkeiten an Begebenheiten und Geschehnissen Genüge zu leisten. Es ist psychologisch gesehen nichts anderes, als ein Austausch, indem man sich mehr oder weniger passiv oder aktiv beteiligt. Passiv, dieses Wort bezieht sich auf die Phase eines Menschen, in welcher er seinen Eltern und Erziehern von Geburt an bis zur Ablösephase vom Elternhaus weitgehend abhängig ist.

Es stellt sich für ein Opfer nicht die Frage, dass etwas passiert ist, da die Folgen einer Verletzung sexueller Natur diese Frage gar nicht aufkommen lassen! In der Zeit solcher Verletzungen geschieht ja das Ganze, was einen Menschen spezifisch sein ganzes Leben lang beinträchtigen kann. Es geht vielmehr darum, dass man während eines Prozess des Aufarbeitens unweigerlich auf die Frage stößt, warum es ausgerechnet einen „selbst erwischt“ hat. Diese Phase erfordert oft Hilfe von Außen, weil für ein Opfer ebenso eine gesunde Grundlage von Anfang an nicht gegeben war, um mit Realsinn und Abstand richtige Schritte zu tätigen, damit die HEILKRAFT DER EIGENEN SEELE aktiviert werden kann.

Sicher, man kann Schicksal als einen Begriff für etwas nehmen, was man persönlich im Laufe seines Lebens, hier in der Kindheit erfahren haben kann. Ein jedes Schicksal ist etwas absolut persönliches, individuell erlebtes, subjektiv Wahrgenommenes, aber die Ursache liegt für so ein Schicksal immer tiefer. Schicksal, da schickt uns unsere eigene Seele etwas, an dem wir lernen oder wachsen sollen. Nach neuesten Erkenntnissen der letzten 50 Jahre in der Psychosynthese, oder in fortführenden Methoden von Stanislav Grof und seiner Frau Christina, ist es bei Verletzungen immer notwendig, dass sie in den bewussten Raum der Wahrnehmung gehoben werden müssen, damit sie auch aufgelöst werden können. Als normaler empfindender Mensch ist man ein Gemisch aus Gefühl und Denken, was an sich den gesunden Menschenverstand ergibt. Aber dies ändert nichts an der Tatsache, dass laut Albert Einstein und C. G. Jung fast 90% unseres Bewusstseins ebenso im unbewussten Raum vorhanden ist. Es sind also Ebenen in uns vorhanden, welche in uns schlummern, solange wir mit dem uns vertrauten Intellekt unsere gewohnte Wahrnehmung kennen. Einen jeden sind die Ebenen des Schlafs, oder auch des Traumzustands vertraut. Die anderen zahlreichen Ebenen unseres Bewusstseins teilen sich zum Beispiel in unbewusste Reflexe auf, welche unseren Organismus in Schwung halten, wie Kreislauf, Verdauung, Stoffwechsel usw.

Aber nun kommen Bewusstseinsebenen hinzu, welche umstritten sind, weil sie sich nur erfahren und beschreiben lassen, nicht aber in ein Reagenzglas für die spezifischen Formen der Wissenschaften passen. Wenn man sich über einen Traum unterhält, so ist dies etwas Selbstverständliches. Aber sobald man über Bewusstseinszustände spricht, welche Erlebnisse beschreiben, die den gemachten Erfahrungen östlicher Gelehrter und Heiligen entsprechen, wird man immer von der Kopfseite her gesehen in Beweisnot kommen.

Mit dem Glauben ist es ebenso eine Sache, da Glauben ein Dehnbegriff ist. C. G. Jung fasste die Palette möglicher Erfahrungen in den Grundbegriff für das sogenannte kollektive Unterbewusstsein zusammen. Hier stoßen sozusagen die Wissenschaft und die Religion zusammen, was wiederum Glauben voraussetzt, oder eben so eine Erfahrung, in welcher sich eine Art von höheren Selbst im Menschen offenbart. Sri Aurobindo sprach hier vom „Supra – Ich“, von der Tatsache, dass man in sich die göttlichen Bewusstseinsebenen trägt, dass sie vorhanden sind und absolut befreiend wirken. Diese Tatsache steht ganz eng im Zusammenhang nach der Sinnfindung, sobald man ein Trauma, eine seelische oder körperliche Verletzung solchen Ausmaßes erlitten hat.

Allerdings ist es ebenso eine Tatsache, dass solche Verletzungen einen Menschen dazu bringen, dass er in die eigene Tiefe vordringt. Man spürt ja als Opfer, egal welchen Alters immer, dass da etwas so einfach nicht stimmen kann, dass es nicht richtig war, was da geschehen ist und passiert. So gesehen gemäß der astrologischen Psychosynthese, steckt im Trauma bereits der Keim der späteren Heilung! Das ist wichtig anzumerken, da ein Mensch ohne Trauma im Normalfall gar nicht so ein Bedürfnis entwickelt, sich zu verinnerlichen. Sicher, es gibt die ganze schillernde Palette an Entsprechungen in der ganzen Menschheit. Da gibt es Introvertierte und Extrovertierte, ebenso Rassen, Nationen, Religionen, klimatische Gegebenheiten auf den Kontinenten usw.

Ebenso gibt es eine Unzahl von Mysterien, von Schlüsseln, welche helfen die Tore zu solchen Dimensionen des Unbewussten zu überschreiten. Schamanismus ist so ein Begriff, welcher diesen Zugang beinhaltet. Dabei handelt sich es meistens um Menschen, welche in entsprechender Naturbelassenen Umgebungen leben, ein Leben führen, welches nicht von der industriellen Gesellschaft vorgegeben ist, da diese eben immer das Bewusstsein auf der extrovertierten Ebene ansprechen. Man ist sozusagen vom Zugang zu seinen inneren Toren abgenabelt, hat keinen Zugang. Es ist aber so wie mit einem Muskel, sobald man ihn trainiert, kommt er voll zur Entfaltung. Ebenso gibt es unzählige Techniken und Methoden, um den Zugang zum eigenen Unterbewusstsein zu öffnen. Ein Opfer bedingt immer einen Täter. Beide stehen in Bezug zueinander, daher ist es notwendig ebenso ein Licht auf einen Übergreifer zu werfen, der Frage nachzugehen, warum er eine Veranlagung hat, die ihn zu solchen Übergriffen treibt. Ja, es ist eine psychische Erkrankung, da ein halbwegs normaler Mensch niemals in die Entwicklung eines jungen Menschen auf solch Traumata verursachende Handlungen eingreifen würde! Sicher, es ist erwiesen, dass sehr viele Täter selbst in ihrer Kindheit Opfer waren. Ebenso kann man das Karma hinzuziehen, was ja immer ausgleichend wirkt. Demnach könnte man es sich einfach machen und sagen, dass alle Opfer in ihrer Vergangenheit Täter gewesen sein müssen. Es wäre sozusagen ein ewiger Ausgleich, und ein jeder Ausgleich wäre wieder eine Täter-Ursache!

Aber so einfach ist es nicht, trotzdem ist es nun notwendig sich damit die Frage zu stellen, wie solche kollektiven Familienmuster sich anscheinend so lange schon fortsetzen, seit der Mensch an sich existiert! Aus den Mythen kennt ein jeder sicher die Geschichte von Pandoras Büchse. Ebenso finden sich mit den Plagen und Übeln des Alten Testaments Aussagen, dass die Menschheit sich mit solchen Dingen auseinandersetzen soll. Schaut man sich die Epochen und Phasen der Menschheitsgeschichte an, so findet man den Nährboden ebenso in den Zeiten, in welchen die mesopotamischen Frühkulturen allmählich der frühchristlichen Epoche weichen mussten. In Sumer und Babylon war die Gebärfähigkeit der Frau Anlass genug, sie als gebührenden Teil der Schöpfung zu betrachten. Sie hatte sozusagen einen heiligen Status, weil sie im Besonderen der Garant für die Fortbestehung eines Volkes war. Männern war es verboten eine Geburt mitzuerleben, es war ganz die Angelegenheit der Frauen. Im ganzen nordafrikanischen Raum sind kleine bis zu 12000 Jahre alte Steinhöhlen verteilt, in welchen sich die Nomadinnen zur Niederkunft ihres Kindes zurückzogen. Draußen warteten die Männer im gebührenden Abstand von einigen hundert Metern, und es kam somit immer wieder einem Wunder der Schöpfung gleich, sobald eine Frau mit ihrem Neugeborenen im Arm aus der Höhle hervorkam! Ebenso war Sexualität etwas Heiliges, und ebenso wussten die Frauen um die Geheimnisse dieser durchaus extrem starken Energie. Sie weihten in den Tempeln die Jünglinge in die Sexualität ein. Die Umkehr davon mag man in den Knabenschulen der späteren griechischen Kultur finden, in welchen die Sichtweise der Männer und ihre gemachten Erfahrungen eine größere Rolle spielten.

Aus heutiger Sicht könnte man schon hier von gewissen Grenzverletzungen sprechen, ebenso unzählige Zitate aus dem alten Testament, in welchen ein Gemisch aus Bigamie und männlicher Selbstherrlichkeit zu finden ist. Klar, man schaffte den alten Mythos aus Mesopotamien nicht ab, aber man begann andere Betrachtungsweisen zu entwickeln, andere Wege zu begehen. Aber diese Richtungen waren wie sich später zeigen wird nicht unbedingt für das reale Bild der Frau gesund. Vielweiberei wurde als normal angesehen, ebenso aber ein gewisses Faustrechts. Man braucht nur auf die Praktiken der moslemischen Welt um Bezug zur Frau bringen um zu sehen, wie sich diese Muster bis in die Gegenwart hinziehen. Da werden kleine Jungen und Mädchen beschnitten, die Klitoris regelrecht abgeschnitten, ohne zu berücksichtigen, dass so eine religiöse Entscheidung einer Freiwilligkeit bedarf, über die man meiner Ansicht erst ab dem 25. Lebensjahr die entsprechende geistige Reife hierzu bringen würde. Entscheidungen werden gegen den Willen von solchen Kindern getroffen, nur deswegen, damit man der Religion und Tradition des dortigen Kollektivs Genüge leistet!

Bei uns ist der Nährboden in der Erziehung in Hinsicht auf eine gesunde Sexualität mit kirchlichen Tabus und Dogmen der letzten 2000 Jahre gepflastert. Unter dem Begriff von Archetypen sammeln sich ebenso alle sexuellen Inhalte, Verdrängungen, natürliche Begierden, genau so, wie sie in unzähligen Berichten vorkommen. Die moderne Psychologie hat festgestellt, dass perinatale und postnatale Erlebnisse vor, bei oder unmittelbar nach der Geburt eines Menschen erheblich auf seine spätere Sexualität Einfluss nehmen können. Es geht primär darum, dass ein Mensch in seinem Bewusstsein alle erdenklichen Archetypen gespeichert hat, seit dem Urknall. Aber diese Bereiche sind eben im Normalfall nicht so wichtig. Ganz im Gegenteil, diese Inhalte könnten ebenso schädigend sein, sobald man sich an Leben erinnert, in welchen man selbst große Schuld auf sich geladen hat. Damit wäre eine Vorbelastung gegeben und eben genau deswegen ist der Zugang zum Unbewussten so von der Natur abgeschottet. Bei sexuellem Trauma ist es notwendig, diese Pforten schrittweise und behutsam zu öffnen. Es geschieht durch Therapie, indem der Psychologe behutsam versucht, den Prozess so zu gestalten, dass mehr und mehr Zugang zu diesen Bereichen stattfindet. Am Anfang ist es besonders schwierig, da die Symptome mehr von den untersten Bewusstseinsschichten nach Außen an die Oberfläche drängen. Man kann hier den Klienten als Opfer in seiner Realität bestätigen, indem man seinen Empfindungen Raum gibt und diese als normal anerkennt!

Aber man muss sich auch vor Augen halten, dass es Opfer gibt, welche auf Grund ihrer erlebten Verletzungen psychische Erkrankungen haben, welche ein Leben im Alltag nicht mehr gewährleisten können. Der Anspruch an eine humanitäre Psychologie kann hier gar nicht groß genug sein, die geschlossenen Abteilungen der Psychiatrie sind primär mit einer „ruhigen und soliden Verwahrung“ beschäftigt, stellen Patienten mit Trauma ruhig, sobald sie natürlich immer wieder ihre Symptome zeigen. Solche Symptome werden leider nicht als Signal erkannt, als beginnender Prozess, in welchem sich des Pudels Kern offenbaren würde, sondern es wird in der Regel munter ein dämpfendes Medikament verabreicht, welches die Symptome wieder einschläfert, bis zum nächsten Ausbruch.

Man muss natürlich ebenso die immensen Pflege- und Heilkosten in Betracht ziehen, welche bei einer notwendigen „Rund um die Uhr Therapie“ entstehen! Daher ging Stanislav Grof mit seiner Frau nach Amerika, da sie dort für ihre Arbeit entsprechend notwendige Rahmenbedingungen vorfanden, welche durch staatliche Förderung sowie durch Spendengelder gesichert ist. Elisabeth Kübler – Ross ist an dieser Stelle ebenso zu erwähnen, da sie sich besonders für eine menschliche Sterbehilfe eingesetzt hatte
Wie ja bekannt ist, werden bei hoffnungslosen Fällen auf der Basis der Freiwilligkeit solche Menschen mit LSD behandelt, welches Zugang zu allen Ebenen des Bewusstseins ermöglicht. Dabei geht es um Erfahrungen, welche eine psychische Erkrankung oder ein Trauma ebenso einschließen.

Es kommen abgespaltene Anteile ins Bewusstsein, welche zunächst den ganzen Schmerz einer solchen Verletzung regelrecht hochspülen, aber ebenso tritt ein reinigender Prozess in Gange, der diesen Schmerz in Weisheit und Erkenntnis umzuwandeln vermag! Dabei erkennt der Betroffene innerhalb seiner Wahrnehmung, dass er Täter und Opfer zugleich ist. Er mag entsprechende Visionen sexueller Empfindungen und Bildern haben, und dabei erkennt er, dass alle Bilder aus ihm letztlich selbst kommen, dass sein eigenes Bewusstsein die Ursache dieser Empfindungen und Bilder ist. Er erkennt ebenso, dass er natürliche Energien um sich und in sich spürt, die ihn in einen Wirbel von Befreiung und Erkenntnis ziehen, sobald er sich alle Anteile in sich als natürliche Gegebenheit akzeptiert. Um ein reales Bild einer solchen Erfahrung zu geben, zitiere ich aus dem Buch „Psychologie der Zukunft“ von Stanislav Grof folgende Passage eines Patienten, welcher mit LSD eine Nachtod- und Wiedergeburtserfahrung hatte:


….Doch das Schlimmste sollte erst noch kommen. Plötzlich schien ich jede Verbindung mit der Realität zu verlieren, als würde ein imaginärer Teppich unter meinen Füssen weggezogen. Alles brach in sich zusammen, und ich sah, wie meine gesamte Welt in Stücke zerbrach. Mir war, als ob es eine monströse, metaphysische Blase, meine Existenz, angestochen würde; die gigantische Blase meiner lächerlichen Selbsttäuschung zerplatzte und entblößte die große Lüge meines Lebens. Alles, woran ich je geglaubt hatte, alles was ich getan oder jemals erstrebt hatte, was meinem Leben Sinn gegeben hatte, schien plötzlich durch und durch falsch zu sein. All das waren nur erbärmliche Krücken ohne jeden wahren Wert gewesen, mit deren Hilfe ich versucht hatte, der ansonsten unerträglichen Realität einen Sinn zu geben. Nun wurden sie weggeblasen wie die Samen eines Löwenzahns, hilflos war ich den Schrecken der letzten Wahrheit ausgesetzt, dem sinnlosen Chaos der existenziellen Leere.

Von unbeschreiblichem Horror erfüllt, erblickte ich die gigantische Gestalt einer Gottheit, die sich bedrohlich über mich auftürmte. Instinktiv erkannte ich den Hindugott Shiva in seinem zerstörerischen Aspekt. Ich spürte die donnernde Wucht seines riesigen Fußes, der mich in kleine Stücke zertrat und mich wie ein lästiges Stück Hundescheiße auf dem Boden dem Grund des Kosmos verschmierte. Im nächsten Moment erhob sich vor mir die Schrecken erregende Riesengestalt einer dunklen Gottheit, in der ich die indische Göttin Kali erkannte. Mein Gesicht wurde durch eine unwiderstehliche Kraft in ihre klaffende Vagina gedrückt, die voll von Menstruationsblut und abstoßender Nachgeburt war.

Nun wusste ich, dass man von mir die absolute Unterwerfung unter die Mächte der Existenz und unter dem das von der Göttin verkörperte weibliche Prinzip verlangte. Ich hatte keine andere Wahl, als in äußerster Demut und Ergebenheit ihre Vulva zu lecken und zu küssen. In diesem Augenblick – der das letzte und unwiderrufliche Ende jeglicher männlicher Überlegenheit, die sich jemals in mir verspürt haben möchte, bedeutete – wurde die Erinnerung an den Augenblick meiner biologischen Geburt wach. Mein Kopf tauchte aus dem Geburtskanal hervor, mein Mund kam in Kontakt mit der blutenden mütterlichen Vagina.

Ich wurde nun überflutet von übernatürlich strahlendem Licht von unbeschreiblicher Schönheit; goldene Strahlen explodierten in Tausende von erlesenen Pfauenfedernmustern. Aus diesem glänzenden Licht tauchte die Gestalt der großen Muttergöttin auf, in der sich die Liebe und der Schutz aller Zeitalter zu verkörpern schienen. Sie breitete ihre Arme nach mir aus und umhüllte mich mit ihrem Wesen. Als ich mich mit diesem unglaublichen Energiefeld verband, fühlte ich mich geläutert, geheilt und versorgt. Etwas, das wie göttlicher Nektar und Ambrosia aussah, eine archetypische Mischung aus Milch und Honig, strömte in einem nicht enden wollenden Strom in meinem Körper.

Nach und nach verschwand die Gestalt der Göttin in einem noch strahlenderen Licht. Dieses Licht war abstrakt, trug aber persönliche Züge und strahlte unendliche Intelligenz aus. Mir wurde klar, dass jetzt die Vereinigung oder Verschmelzung mit dem Universalen Selbst, oder Brahman, erlebte, über das ich schon in Büchern über indische Philosophie gelesen hatte. Das Geschehnis dauerte objektiv gesehen zehn Minuten, doch erfuhr ich sie als ewig und außerhalb von allen Zeitvorstellungen seiend. Der Strom heilender und spendender Energie, die Visionen goldenen Lichts und das herrliche Spiel strahlender Pfauenfedermuster hielten die ganze Nacht über an. Das Wohlgefühl blieb für viele Tage erhalten. Die Erinnerung an dieses Erlebnis blieb über Jahre hinaus lebendig und veränderte meine ganze Lebensphilosophie von Grund auf.

Zitat Ende.

Fortsetzung folgt!

Arnold


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Beitragvon Arnold Buchenrieder » So 3. Jul 2005, 16:21

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Obiges Beispiel zeigt den Verlauf von Renata, welche als Kind von ihrem Stiefvater missbraucht wurde. Es geschah an einem Osterfeiertag. Renata kam hinzu, wie ihr Stiefvater eine Gans schlachtete, dabei anschliesend das Kind mit den Fingern deflorierte und ihm drohte, es ewig einzusperren, falls es sich jemanden anvertrauen würde. Das Beispiel ist aus der Praxis von Stanislav Grof entnommen, welches in eines seiner zahlreichen Bücher und Dokumentationen enthalten ist.

Fortsetzung folgt!

Arnold

Ps. Mit der Funktion "Bildschirmlupe" lässt sich die Schrift sehr gut erkennen!
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Beitragvon Arnold Buchenrieder » Mo 4. Jul 2005, 21:54

Zítat Astrodata Zürich:

"In diesem Buch fasst der Psychiater und Bewusstseinsforscher Stanislav Grof seine bahnbrechenden Erkenntnisse erstmals zu einer Gesamtschau zusammen. Grofs jahrzehntelange Forschung und die klinische Arbeit gelten der systematischen Untersuchung des therapeutischen, transformativen und evolutionären Potenzials von außergewöhnlichen Bewusstseinszutständen, die durch psychedelische Substanzen, die holotrope Atemtherapie, sowie psychospirituelle Krisen hervorgerufen werden. Um die Resultate dieser fundamentalen therapeutischen Prozesse besser steuern zu können, bedient sich Grof seit einigen Jahren der Transit-Astrologie. Seine diesbezüglichen Erfahrungen stellt er hier erstmals anhand praktischer Beispiele vor.

Stanislav Grof ist Arzt und Psychiater mit über 40 Jahren Erfahrung in der Erforschung außergewöhnlicher Bewusstseinszustände und einer der Begründer und wichtigsten Theoretiker der Transpersonalen Psychologie. Als Gründungspräsident der International Transpersonal Association ( ITA ) organisierte er zahlreiche internationale Kongresse in den Vereinigten Staaten, Indien, Australien, der Tschechoslowakei und Brasilien. Gegenwärtig ist er Professor der Psychologie am California Institute of Integral Studies ( CIIS ), wo er im Bereich Philosophie, Kosmologie und Bewusstsein lehrt. Grof lebt in Mill Valley, Kalifornien, schreibt Bücher, leitet Weiterbildungskurse in holotroper Atemarbeit und Transpersonaler Psychologie ( Grof Transpersonal Training ) und hält auf der ganzen Welt Vorträge und Seminare."

Anbei der Buchtitel, falls jemand Anzeige wegen Drogenverherrlichung machen möchte... :D

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Beitragvon hsh » Di 5. Jul 2005, 13:31

Die Nabelschnur als Ur Phallus – Kastrations-Angst durch Nabelschnurdurchtrennung

Wir lieben nur, wovon wir träumen - Zwiespältigkeit und Aggression in engen Beziehungen
von Terence Dowling
(veröffentlicht in „Ungewollte Kinder“ Rowohltverlag 1994) hat geschrieben:

Pränatale und perinatale Wurzeln von Beziehungsstörungen

Pränatale und perinatale Psychologie zeigt immer detaillierter, daß Kinder und Erwachsene wieder Zugang finden können zu präzisen Erinnerungen an vorgeburtliche Erfahrungen. Die Biographie des Menschen beginnt im Mutterleib und im Bereich der vorsprachlichen, ursprünglichen Erfahrung.
Natürlich sind Erlebnisse in späteren Lebensphasen von entscheidender Bedeutung und können zu Beziehungsschwierigkeiten im Erwachsenenalter zwischen Mann und Frau führen. Jedoch haben pränatale und perinatale Erfahrungen in gleicher Weise grundlegenden Charakter, und viele psychologische Schwierigkeiten und Störungen können nur verstanden werden, wenn man dies berücksichtigt. Das gilt in besonderer Weise für Störungen in Beziehungen. Es gibt heutzutage eine überzeugende Evidenz dafür, daß das erste Beziehungs- und Bindungsobjekt für das Kind nicht die Brust oder das Gesicht der Mutter ist, sondern die Plazenta und die Nabelschnur (Dowling 1987, 1990). Es ist dieses besondere Organ, das von allen Menschen als erstes Beziehungsobjekt erfahren wird. In der
kleinen Welt des Mutterleibes hat jeder Mensch an seinem Lebensbeginn in einer wirklichen Symbiose mit der Plazenta und der Nabelschnur gelebt. Aber sie gingen bei der Geburt verloren, oft unter tragischen Umständen.
Die Art und Weise, wie ein Baby diese erste Trennung und diesen ersten Verlust durchlebt, ist für seine spätere Entwicklung höchst bedeutsam. Viele Kinder übertragen ihre verlorene ersten Lebensquelle und Lebensnahrung auf die Mutter, ihre Brüste oder ihre Nase, die oft als Schnur beschrieben wird. Ein Bruder, eine Schwester oder ein unsichtbarer Kamerad, ebenso ein Haustier, ein Kuscheltier oder ein Spielzeug kann symbolisch für die verlorene Lebensquelle stehen, um hierdurch die uterine Sicherheit zurückzugewinnen, die Sehnsucht danach zu stillen. Aber nicht nur Kinder verhalten sich so. Viele Menschen verbringen ihr Leben damit, nach der verlorenen Lebensquelle wie nach einem Teil von sich selbst zu suchen. Sie hoffen, wenn sie finden, daß sie sich dann vollständig fühlen werden.

Natürlich ist dieser Gedanke nicht neu. Freud selbst vermutete, daß die Plazenta die Ursache für Mythen über Zwillinge und Doppelgänger ist. In einem Brief an Jung vom Oktober 1911 schrieb er :„Der schwächere Zwillingsbruder, der früher stirbt, ist die Plazenta, die Nachgeburt, einfach auf die Tatsache hin, daß sie regelmäßig mit dem Kind von derselben Mutter geboren wird“ (Freud-Jung-Briefe 1976, S. 495). Wenn Freud dieser Idee gefolgt wäre, was er unglücklicherweise nicht tat, dann hätte er vielleicht gesehen, daß Zwillinge und Doppelgänger in der Mythologie nicht die einzigen plazentaren Projektionen sind. Der „uterine Freund“ wird regelmäßig auf den sexuellen Partner projiziert, wobei die Nabelschnur und das, was Frank Lake (1981) den „Nabelschnuraffekt“ nannte,durch den Penis symbolisiert wird.

Die sexuelle Vereinigung - „zwei in einem Körper“ -kann sehr leicht pränatale symbiotische Gefühle und Phantasien wiederbeleben. Die besondere Verletzungsangst des Kindes, die Freud irreführenderweise Kastrationsangst nannte, wurzelt nach heutigen Erkenntnissen nicht in irgendeinem hypothetischen vorgeschichtlichen, sondern dem realen Erlebnis des Abschneidens der Nabelschnur bei der Geburt. Statt das Wesen menschlicher Sexualität von dem eher randständigen Gesichtspunkt der Energie (Libido) zu diskutieren, ist es an der Zeit, die wirklichen zwischenmenschlichen Aspekte sexueller Nähe und Freundschaft sowie auch sexueller Störungen aus ihren pränatalen und perinatalen Ursprüngen zu begreifen.
Die prä- und perinatale Psychologie versteht menschliche Sexualität so, daß die pränatale Symbiose mit der Plazenta und der Nabelschnur in sexuellen intimen Beziehungen in einer vorsprachlichen Weise erinnert, aktualisiert und wiedererlebt werden kann, wobei der „Nabelschnuraffekt“ typischerweise auf den Penis projiziert wird. Wenn jemand während seiner vorgeburtlichen Lebenszeit in seiner symbiotischen föto-plazentaren Beziehung gestört oder durch Krankheit bedroht wurde oder wenn er Objekt elterlicher Zwiespältigkeit wurde, dann können die hier entstandenen Angst- und Wutgefühle später in seiner oder ihrer sexuellen Erfahrung wiederauftauchen. Furcht und Angst können in der Tat so groß sein, daß sie eine normale sexuelle Entwicklung und sexuelles Erleben überhaupt blockieren können. Der Penis wird zum zwiespältig erlebten, beängstigenden Objekt, und der Samen wird als giftig, schmutzig und gefährlich erlebt. Dies gilt nicht nur für die Frau, auch der Mann
kann seinen Penis in dieser Weise empfinden.
Die Geburt, die von nahezu allen Menschen an der Öffnung des mütterlichen Genitals erfahren wird, kann Auswirkungen auf die sexuelle Entwicklung haben. Wenn ein Mensch bei der Geburt erhebliche Schmerzen erlitten hat, bewußtlos wurde oder beinahe starb, dann kann der weibliche Genitalbereich eine solche Faszination und Angst auslösen, daß eine Frau Schwierigkeiten haben kann, ihren Körper, ihre Sexualität und die Möglichkeit, Mutter zu werden, zu akzeptieren. Bei einem Mann kann eine traumatische Geburtserfahrung eine solche Angst zur Folge haben, daß eine heterosexuelle Partnerschaft unmöglich wird. All diese Zusammenhänge werden besonders deutlich bei Menschen mit schweren Kontaktstörungen, die in ihren Beziehungen keine wirkliche Sicherheit und
Aufgehobenheit finden können. Traumatische Erfahrungen aus der ersten Lebenszeit können nicht in einer liebenden Beziehung aufgefangen und verarbeitet werden. Darum ist bei solchen Menschen die Beeinflussung ihrer Partnerbeziehungen durch pränatale und perinatale Erfahrungen besonders deutlich zu zeigen, wie dies bei den später folgenden Fallbeispielen geschehen soll. Doch ist es dazu nötig, die Besonderheit der schizoiden Kontaktstörung noch etwas zu erläutern.


Bild Hm. liegt hier vielleicht die Begründung der Tätertheorie, die du, Arnold, beim sexuellen Missbrauch anführtest, nach der
Arnold hat geschrieben:Sicher, es ist erwiesen, dass sehr viele Täter selbst in ihrer Kindheit Opfer waren.


Könnte dadurch der Widerspruch:

Ein weiteres Erklärungsmodell zur Täterentwicklung besteht in der Annahme, daß sich das mißbrauchte männliche Kind mit ehemaligen Mißbraucher identifiziert und hierin eine Möglichkeit sieht, eigene Opfererfahrungen und Ohnmachtsgefühle zu überwinden. Dies erklärt jedoch nicht, warum Mädchen, die ja um ein Vielfaches häufiger Opfer sexuellen Mißbrauchs sind, diese Reaktion sehr viel seltener zeigen. Sehr viele Mädchen stehen sehr wenigen Jungen als Opfer gegenüber, werden aber sehr viel seltener später Täterinnen sexuellen Mißbrauchs.


... entkräftet werden? Die meisten Menschen wurden vermutlich von Frauen abgenabelt, wobei diese schuldig geworden sein könnten.

Jeder Triebtäter wurde letzlich auch von einer Frau geboren.

Und wenn nicht so, dann läßt sich immer noch das Karma bemühen; da werden missbrauchte Frauen dann halt nicht noch im selben Leben zu Triebtäterinnen, sondern im nächsten als Mann mit gewissen Neigungen wiedergeboren.

Lieber Arnold :)

Ich würde dich gerne fragen, was du meinst, wenn du von "Seelenmord" schreibst.

Ein Mord kommt nach meinem Wortverständnis einer Tötung gleich. Wäre ein Mensch mit getöteter/toter Seele überhaupt noch lebensfähig?

Arnold hat geschrieben:Es geht vielmehr darum, dass man während eines Prozess des Aufarbeitens unweigerlich auf die Frage stößt, warum es ausgerechnet einen „selbst erwischt“ hat. Diese Phase erfordert oft Hilfe von Außen, weil für ein Opfer ebenso eine gesunde Grundlage von Anfang an nicht gegeben war, um mit Realsinn und Abstand richtige Schritte zu tätigen, damit die HEILKRAFT DER EIGENEN SEELE aktiviert werden kann.


In dem Zusammenhang erstaunt mich obige Aussage deinerseits.

Wie kann denn deiner Meinung nach ein Helfer die Heilkraft einer toten Seele aktivieren?
Und gar ein Supra-Ich der göttlichen Bewußtseinsebene kann erst nach einem Trauma (wie beispielsweise Missbrauch) erreicht werden? Wäre dann dafür deiner Meinung nach der Tod der Seele unabdingbar Bild

Herma

PS: Nicht Stanislav Grof schreibt hier in einem öffentlichen Forum, sondern Arnold Buchenrieder - wieso also sollte ich mit meinen Bedenken wegen Drogenverherrlichung an Herrn Groft heran treten?
Manche Foren enthalten in ihren Regeln folgenden Hinweis: Gewalt- und Drogenverherrlichung, pornographische Darstellungen und rassistische Äußerungen werden strafrechtlich geahndet und entsprechend verfolgt. In diesem Forum ist das allerdings, soweit ich ermitteln konnte, nicht so - da wird scheinbar noch ein wenig mehr auf das etische Empfinden der Nutzer selbst gebaut ;).

Arnold hat geschrieben:Wie ja bekannt ist, werden bei hoffnungslosen Fällen auf der Basis der Freiwilligkeit solche Menschen mit LSD behandelt, welches Zugang zu allen Ebenen des Bewusstseins ermöglicht.


Diese Aussage ist nicht als Zitat gekennzeichnet. Sie verführt m.E. zu der Annahme, dass man nur mal einen Trip einzuwerfen braucht, um an alle Ebenen seines Bewusstseins heran zu kommen.
hsh
 
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Beitragvon Arnold Buchenrieder » Di 5. Jul 2005, 14:43

Liebe Herma, :wink:

Grof weist nicht nurauf posnatale Geburtserlebnisse hin, sondern vermittelt in seinen dokumentierten Erfahrungen, dass ein Fötus schon weit vor seiner Geburt Muster in sich trägt, welche er in unendlich vielen Leben entwickelt hat. Dabei spielt ja eben die Geschichte der Menschheit eine große Rolle, mit allen ihren Epochen und Zeitaltern, in welchen sich das kollektive Unterbewusstsein mit all seinen möglichen Inhalten entwickelt hat. Jeder Mensch wurde bisher von einer Frau ausgetragen. Ich werde hier noch fortfahren und einige Beispiele aus meiner astrologischen Praxis dokumentieren, welche vor- und nachgeburtliche Umstände in sich tragen.

Dabei geht es darum, solche Umstände aus astrologischer Sicht zu untermauern. Ebenso ist es mit sexuellen Übergriffen und Täter-Opfer Aspekten im Horoskop. Dabei will ich jetzt schon vorausschicken, dass solche Aspekte ebenso häufig in Horoskopen anzutreffen sind, in welchen die Eigner keine Verletzungen körperlicher oder seelischer Art hatten. Aber, bei Opfern sowie Tätern finden sich immer diese Entsprechungen im Horoskop. Hier hat die Astrologie ihre Aussagegrenzen, du kannst zum Beispiel mit einer Konjunktion von Saturn mit Mars sehr diszipliniert arbeiten, Kampfsport erlernen und beherrschen....und ebenso damit mit dem Auto in den Misthaufen landen.

Die Statistik hat Recht, wenn sie aussagt, dass unter den Tätern auffällig wenige Frauen vorzufinden sind! Die Psychologen sind sich einig, dass Übergriffe aus einer nicht normal entwickelten Sexualität hervorgehen. So etwas kann vererbt sein über die Ahnenkette einer Familie. Dabei wurde festgestellt, dass sich solche Vererbungen meistens über den Großvater zum Enkel ergeben, seltener vom Vater. Aber selbst eine Vererbung war in der Vergangenheit Grund einer Prägung!

Bei der Aktivierung sexueller Bedürfnisse ist natürlich der Mars von Natur her zuständig. Männer unterscheiden sich hier ganz sicher von der Frau, welcher mehr die Venus zugeschrieben wird. Mars steht für den Geschlechtstrieb, aber ebenso unterscheiden sich die Menschen von den Tieren, da sie ihren Trieb kultivieren gelernt haben, oder es zumindest im allgemeinen Rahmen der Gesellschaft versuchen. Moral und Ethik sind immer die gegenwärtigen Messpegel.

Den Begriff "Seelenmord" habe ich der Schweizer Psychologin Ursula Wirtz entnommen. Sie hat in meinen Augen das beste Buch über Missbrauch in der Kindheit geschrieben und hat ganz bewusst das Wort "Seelenmord" als Titel hergenommen. Sie beschreibt sehr eingehend ihre persönlichen Erfahrungen im Alltag ihrer Praxis und dokumentiert einige Verläufe. Dabei macht sie immer wieder darauf aufmerksam, dass man gemalene Bilder von Kindern Ernst nehmen soll. Aber ich weiß selbst, es geht immer um die Relativierung - Ein Bademeister kann kein Übergreifer sein, sobald er zum Beispiel in einer geschlossenen Umkleidekabine Nachschau hält, weil es so still ist usw.
Die Grenzen sind wirklich fliesend, aber letztlich ist es immer das eigene Empfinden eines Menschen, ob er sich bedroht fühlt oder nicht.

Ich würde eher von einer betäubten Seele sprechen, weil die Seele selbst unzerstörbar ist und in sich die Zugehörigkeit zu Gott trägt. Aber so eine Art von seelischer Betäubung in entsprechenden Graden geht sicher bei Missbrauch einher. Man kann in einem persönichen Dialog sehr wohl nach und nach die Heilkraft der eigenen Seele aktivieren. Ebenso mag es paranormale Möglichkeiten geben, welche psychologisch ausgedrückt transpersonal geschult werden können.

Schon Franz Messner hatte Anfang des 19. Jahrhunderts die Heilhypnose propagiert, Heute gibt es in Frankreich zwei solcher Schulen. Ebenso Fernheilung oder Reiki....das bietet natürlich unseriösen Gesindel Gelegenheit richtig abzuzocken. Da werden Essenzen angeboten, welche Kranke heilen sollen und entpuppen sich in den Labors als Traubenzuckerlösungen...mit Literpreisen von 10000 Euro! Aber ich gehe in meiner Arbeit von ehrlichen Motiven aus.

Ich bin professionelles Mitglied bei API International und als API Berater und Lehrer eingetragen. Ich bekomme jederzeit als Mitglied rechtlichen Beistand, sobald ich eine Klage bekommen sollte.

In diesem Forum findest du im Archiv einen Thread, welchen ich letztes Jahr mit dem Thema "LSD - Wunder- oder Wahnsinnsdroge" geöffnet hatte. Darin habe ich ebenso Stanislav Grof zitiert, der vor der illegalen "Strassensäure LSD" mit Nachdruck warnte! Außerdem gehört LSD nur in befugte Hände. Ebenso habe ich darauf hingewiesen, das LSD hier in Deutschland dem BtmG unterliegt. Zudem dürfte es schwierig sein LSD überhaupt auf dem Schwarzmarkt zu bekommen, da die notwendige Lysergsäure nur in hochgesicherten Labors zur Verfügung steht und sich die Oststaaten freiwillig in einem Abkommen einer gesicherten Kontrolle unterzogen hatten. Vor Öffnung der Mauer kamen die Rohstoffe immer aus der ehemaligen DDR in die Bundesrepublik.

Dafür gibt es inzwischen Extasy, die Drogenkartelle haben sich mehr den Bedürfnissen der Gesellschaft angepasst. Die Wirkung hat mit LSD nichts zu tun, kann verheerende Dauerschäden zur Folge haben, physisch und psychisch. LSD hat also in den Händen eines Menschen ohne grundlegende Notwendigkeit nichts verloren! Es wird vornehmlich bei unheilbaren Krebserkrankungen eingesetzt, damit die Angst vor dem Tod schwindet, damit der Sterbende ein Bild davon bekommt, wohin die Reise führt. Ebenso wird es eingesetzt, weil es aus unerklärlichen Gründen den Patienten über Monate schmerzfrei machen kann, da, wo Morphine gar nicht mehr wirken. LSD kann somit in den letzten Lebensmonaten eine erhebliche Qualität an Lebensverbesserung mit sich bringen, da es Schmerzen nimmt und den Menschen in Dimensionen vordringen lässt, welche in seinem Bewusstsein meist verschlossen bleiben...da man ja nach seinem physischen Tod ohnehin es mit diesen Ebenen ansonst unbekannter Wahrnehmung zu tun bekommt.

In den Kliniken der Grofs wird LSD nur streng kontrolliert und unter staatlicher Aufsicht ausgegeben. Ich weiß jedenfalls, dass dieses Thema Emotionen auslöst, Kritik, aber ebenso große Bestätigung einbringt. Das Problem liegt für mich hier darin, dass ich meine Schweigepflicht nicht brechen darf. Ebenso kann man nicht erwarten, dass sich in einem öffentlichen Forum jemand outet, der bei mir wegen sexuellen Missbrauch in der Beratung, bez. im schriftlichen Austausch stand. So ein Outing hatten wir ja erst kürzlich im Thread "Abgrenzung", was letztlich zu Kritik an mich beigetragen hat. Ich hatte jedenfalls die Frau nicht dazu ermutigt, stehe nach wie vor im Austausch mit ihr.

Aber es gibt ebenso viele andere, die eben auch den Standpunkt vertreten, dass Missbrauch immer noch als Tabu angesehen wird, über welches man nicht sprechen sollte. Ich habe jedenfalls auch meinen Fehler erkannt, da ich in Verteidigungshaltung ging, um meine Klientin hier im Forum zu schützen.

Mit lieben Grüßen!

Arnold
Leben ist Werden, nicht Sein...
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Beitragvon avec » Mi 6. Jul 2005, 13:26

Liebe Herma,

hier ist ein Auszug aus einem Interview mit Grof, der das Thema Karma beleuchtet:

"Sie haben viel über Reinkarnation geschrieben und Beweismaterial über Reinkarnations-Erfahrungen präsentiert. Es gibt jedoch spirituelle Lehrer, die sagen, daß es keine Wiedergeburt geben kann, weil es letztlich kein Ich gibt, das reinkarnieren könnte. Shri Nisargadatta Maharaj z.B. sagte, daß er in seiner Selbstbeobachtung kein Ich finden konnte, das wiedergeboren werden könnte. Es gibt nur Bewußtsein. Wie denken Sie darüber?"

Stanislav Grof: Ich glaube, daß es unterschiedliche Dimensionen sind. Ich habe nie geschrieben, daß wir bewiesen haben, daß wir vorher als individuelle Identitäten gelebt haben. Ich differenziere sehr genau zwischen den Beobachtungen und den Interpretationen. Ich beschreibe Beobachtungen in bezug auf das Thema Wiedergeburt. In außergewöhnlichen Bewußtseinszuständen erzeugt die Psyche Erfahrungen, in denen man sich in einer anderen Kultur, in einem anderen Jahrhundert, oder als eine andere Person wiederfinden kann. Man kann auch eine starke Parallele zwischen der Erfahrung und seinem gegenwärtigen Leben entdecken. Man wird sich vielleicht bewußt, daß seine gegenwärtigen Probleme etwas mit den Problemen in der Erfahrung zu tun haben. Und, falls man die Erfahrung vollendet, können auch verschiedene physische, emotionale oder psychosomatische Probleme im wirklichen Leben geheilt werden. Jeder kann das in außergewöhnlichen Bewußtseinszuständen beobachten.

Es gibt mehrere Beispiele. Ian Stevenson z.B. hat Kinder studiert, die sich an ihre vergangenen Leben erinnerten. Er hat über 3000 solcher Fälle gesammelt. In einigen Fällen nahm er ein Kind mit in die Stadt, über die das Kind in seiner Erinnerung berichtet hat, und in der es noch nie war. Die Kinder kannten Einwohner bei ihren Namen, wußten den Weg, erkannten Gebäude usw. Das sind Tatsachen, Beobachtungen, die man durch sorgfältige Forschung bestätigen kann.

Das bedeutet aber nicht, daß wir tatsächlich als individuelle Bewußtseinseinheiten gelebt haben. Die Wiedergeburt ist ein pragmatisches Thema. In der Hinduistischen Tradition würden diese Erfahrungen nicht ohne weiteres bedeuten, daß wir schon mal als eine Bewußtseinseinheit gelebt haben. Das würde man eher als eine minderwertige Interpretation bezeichnen. Die höchste Hinduistische Lehre sagt, daß Brahma die einzige Einheit ist, die sich jemals verkörpert. Und jedesmal, wenn Sie noch Grenzen innerhalb des Universums sehen, sind Sie noch unter dem Einfluß von Maya (die Welt der Illusionen).

Wenn man nun also sagt, daß es auf einem tiefen Niveau keine Unterschiede oder Grenzen zwischen Ihnen und mir gibt, würde das bedeuten, daß wir auch kein Karma haben können. Wenn man sagt, daß die Wiedergeburt nicht existiert, könnte man auf ähnliche Weise behaupten, daß der Alltag nicht existiert. Wenn es kein Selbst gibt, sind Sie nicht von mir getrennt. Aber in Wirklichkeit gibt es ein Niveau, auf dem wir uns als unterschiedliche Identitäten erfahren. Von der Hinduistischen Perspektive aus würde das Maya sein. Im Grunde genommen ist es nicht wahr, aber es gibt eine Dimension in der Erfahrung, in der es wahr zu sein scheint. Auf einem anderen Niveau kann man sich also als eine karmische Einheit erfahren, die von anderen karmischen Einheiten getrennt ist.

Dies ist allerdings nicht die gleiche Art, wie ein Atheist an Karma zweifelt. Ein Atheist ist der Meinung, daß die ganze Angelegenheit Unsinn ist, weil er nur an die materielle Existenz glaubt. Die Lehrer, die Sie nannten, die an Karma zweifeln, haben eine Entwicklung durch einige Bewußtseinsniveaus gemacht. Sie sehen nicht nur, daß es ein Niveau gibt, auf dem Karma nicht existiert. Aber sie wissen auch, daß es andere Niveaus gibt, auf denen karmische Probleme unser Leben beeinflussen.

© 1998 Kareem van Gennip

Liebe Grüße!
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Beitragvon hsh » Mi 6. Jul 2005, 17:44

Liebe avec :)

herzlichen Dank für den Textauszug. Damit wird die Angelegenheit etwas klarer für mich.

Liebe Grüße
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