Perinatale Grundmatrizen im Horoskop n. Grof

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Beitragvon avec » So 10. Jul 2005, 11:42

Lieber Arnold,

vielen Dank für Deine Erklärungen. Das Deutungsspektrum ist gerade bei den transpersonalen Energien immens, wenn ein Mensch in einer Krise ist, gehe ich auch davon aus, dass sich die astrologisch verifizieren lässt. Sicher ist die Astrologie ein Instrument, um relativ schnell Zugang zu bisher verschlossenen Türen zu finden, da kommt es dann auf die weitere Beratung an, Du schreibst ja auch, dass Du an Psychologen und Gruppen verweist. Aufdeckende Arbeit ohne fundierten Hintergrund halte ich persönlich für gefährlich.

Der Auszug aus dem Buch Grofs, erinnerte mich an "Meine Wege durch den Wahnsinn" von Mary Barnes, die von dem englischen Psychiater Berke durch ihre Psychosen begleitet wurde.

Ich habe gestern noch mal bei Liz Green gelesen, was sie über Missbrauch schreibt.

"Ich glaube, dass es unmöglich ist, in einem Horoskop zwischen psychologischen Ereignissen und physischen Ereignissen in der Kindheit zu unterscheiden......Die Planeten beschreiben der archetypischen Kern eines Musters, nicht, ob und in welcher Form er konkretisiert wurde."
In ihrem Buch "Dreiecksbeziehungen" geht sie auf diese Thematik ein, sie ist ja Jung'sche Analytikerin und hat in ihrer Beratungspraxis als Astrologin und Analytikerin Erfahrung mit Missbrauchsopfern gesammelt.

Es geht darum, dass man jeglichen Determinismus aus der Astrologie bekommt
Wie meinst Du das, im Zusammenhang mit Grofs Arbeit?

Liebe Grüße!
Avec.
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Beitragvon starfish » So 10. Jul 2005, 12:28

Hallo Arnold,

Arnold Buchenrieder hat geschrieben:Grof sagt aber darüber hinaus, dass eine Seele während der Nachtoderfahrung alle möglichen Inhalte des Bewusstseins erleben kann. Das geht von der Urlichtschau bis zu Himmel und Hölle. Mich interessieren jedoch besonders die vor- und nachgeburtlichen Umstände einer Geburt, weil sie zusätzliche Informationen zu einem Horoskop ergeben und sehr nützlich sein können. sobald ein Zusammenhang ersichtlich wird.


Mein Beitrag weicht jetzt vielleicht ein wenig von deinem ursprünglichen Thema ab. Die Reinkarnationstherapie schenkt der prä- und perinatalen Zeit (vor und während der eigenen Geburt) große Aufmerksamkeit. Ingrid Vallieres, eine bekannte Reinkarnationstherapeutin in Stuttgart, führt keine Rückführung durch, wenn nicht vorher die eigene Geburt erlebt und verarbeitet worden ist. Sie ist der Meinung "Das Leben beginnt und endet meistens mit einem Trauma - dies drückt den Konflikt aus, den die Seele mit der physischen Ebene hat. Alle Problemmuster, die ein Mensch in seinem Leben hat sowie viele gesundheitliche Störungen, liegen schon in der Vorgeburt und in der Geburt begründet. Die Geburt legt das Muster fest, wie Sie später mit Stress umgehen werden, weil die Geburt das erste Stress-Erlebnis in diesem Leben ist." Ähnlich wichtig sind für Vallieres die eigenen Todeserfahrungen in früheren Leben, insbesondere, wenn sie in bestimmte Glaubenssätze münden: "nie wieder will ich ...".

Grüße
Birgit
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Beitragvon Arnold Buchenrieder » So 10. Jul 2005, 13:39

LIebe avec,

Unabhängig von Grof gehört jegliche Art von Ereigniszwang, einschränkende Aussagen, Zukunftsdeutung aus einer humanen Astrologie genommen. Ein Horoskop zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort kann unmöglich etwas aussagen. Man findet darin Planeten, Aspekte, Zeichen und Häuser vor,kann aber man ohne Information nichts sagen. Es könnte sich um ein mundanes Ereignis handeln, um die Geburt eines Jungen oder Mädchens, um die Geburt einer Ameise oder eines Wellensittichs. Hier findet man grundsätzlich die Aussagegrenze eines Horoskops wieder, da man ja einen Bezugspunkt braucht, eine Information und ebenso eine entsprechende Fragestellung zu so einem Horoskop, damit man überhaupt einen grunsätzlichen Ansatz finden kann.

Was Liz Greene schreibt ist richtig, aber so gesehen ein alter Hut! Man weiß um die vielschichtigen Möglichkeiten eines Aspekts. Nehmen wir uns nur einen socher Aspekte heraus, wie eine Konjunktion von Pluto und Mond, dann wird man zunächst von der Spannweite astrologischer Entsprechungen nur für diesen einen Aspekt förmlich erschlagen! Sicher, man sieht nun diesen Aspekt im Zeichen auf seinen Graden stehen, seine Position in den Häusern, Aspekte, welche von und zu der Konjunktion ausgehen. Man erkennt das gesamte Aspektbild - und trotzdem kann man diesen Aspekt nur in Entsprechungen bedeuten, solange keine Informationen von außen dazu kommen!

Kommt jemand mit diesem Aspekt zu mir in die persönliche Horoskopberatung, gehe ich in der Fragestellung mild vor, frage erst nach diesem Aspekt, nachdem ich mir ein Bild des Klienten machen konnte. Dies funktioniert sogar am Telefon ausgezeichnet, weil man die Stimme hat und somit den "Gefühlspegel" des Klienten wahrnehmen kann. Nach einiger Zeit komme ich mit der Frage, ob man in der Kindheit, in der Jugend seelische oder körperliche Verletzungen erleiden musste. Diese Frage beinhaltet sexuellen Missbrauch, das ist klar, aber ich könnte ebenso so verstanden werden, dass ich eben "nur" nach seelischen und körperlichen Verletzungen frage und nicht nach Missbrauch!

Der Klient kann sich sozusagen weiterhin in seiner "Maske" sicherfühlen, sobald er tatsächlich Missbrauch erlitten haben sollte. Aber er könnte bejahren, indem er sagt, er habe körperliche und seelische Verletzungen erlitten. Das könnten körperliche Züchtigungen sein, der Anschiss des Schullehrers, die abfällige Bemerkung eines Onkels wie "Aus dir wird mal nichts gescheites"..usw. Es geht in so einer Situtation darum, dass man den Klienten ja nicht an einem Aspekt aufhängt, sondern herauszubekommen versucht, wie er diesen Aspekt lebt oder erlebt.

Oder man fragt beiläufig, was die Liebe und Partnerschaft derzeit so macht...Durch die Antworten, die Anwesenheit des Klienten, bekommt das Horoskop natürlich seine eigene Ausdruckskraft, man sieht, wie ein Mensch sein Horoskop lebt, wann Prägungen stattgefunden haben können, also markante, wie zum Beispiel die Berührung obig genannter Konjunktion von Pluto und Mond mit dem Alterspunkt. Da kann eine Opposition, ein Quadrat oder gar eine Konjunktion mit dem AP zeitliche Auslösungen und Erlebnissse anzeigen, genau so wie die Transite oder andere Methoden, besonders die Progression des Mondes.

Liz Greene hat natürlich mit ihrer Anmerkung zur Aussagegrenze absolut Recht...und schon ein Thomas Ring hat 20 Jahre zuvor immer wieder dringlich darauf hingewiesen. Bruno und Louise Huber haben immer wieder bei der Ausbildung zum Berater konsequent diese Linie fortgesetzt und immer wieder betont. Da kamen die Leute zu Bruno und sagten: "Bruno, kannst du mir etwas über dieses Horoskop erklären"?....Und Bruno lief spontan im Gesicht rot an und entgegnete: "Was heißt hier Horoskop, da ist ein Mensch"! Du wirst keinen API Berater finden, der negatives im Horoskop anspricht, so etwas kommt erst zur Sprache, nachdem der Klient selbstkritisch danach fragt. Es geht grundsätzlich in der astrologischen Psychologie darum, dass man die Stärken eines Aspekts, des Horoskops hervorhebt und den Menschen somit bestätigt. Die Schwächen ziehen immer nach der Psychosynthese im Menschen nach, sobald er bei seinen Stärken ansetzt.

Aber darüber hinaus ist es besonders für psychologisch orientierte Astrologen meiner Meinung nach wichtig, wenn man einen erweiternden Rahmen vorfindet, einen Rahmen, der letztlich sich in einer kosmischen Ordnung begründet, welche Tod und Leben in einen Gesamtzusammenhang bringt. In unserer Kultur wird die Auseinandersetzung mit dem Tod nach wie vor verdrängt und öffentlich vermieden. Nur die Kirche mit ihren Zeremonien, Dogmen und Anschauungen bilden für die Gesellschaft einen gewissen Rahmen, welcher absolut untauglich ist, da keine echte Spiritualität vorhanden ist.

Ich habe mit eigenen Augen erleben dürfen, wie sich ein 70jähriger Yogi, der wie 35 ausah, bei 20 Grad Minus in den Schnee nur mit einem Schurz bekleidet setzte und innerhalb von Minuten durch seine entfachte Körperwärme den Schnee im Umkreis von 3 Metern schmelzen lies. Sein Meister, Maharishi Mahesh Yogi, betrat einen Saal, in welchen über 1500 Menschen versammelt waren. Ich stand ganz hinten und wurde fast bewusstlos, da ich in diesem Moment von einer Woge göttlicher Liebe erfasst wurde, die ich bis dahin nie erfahren hatte. Es betraf aber nur mich, die anderen saßen ganz normal da und lauschten seinem Vortrag.

Mein Vater war damals bei diesem siebentägigen Seminar in Kössen in Tirol und ich besuchte ihn am Wochenende für einen Tag...hatte keinerlei Erwartungen an dieses Seminar geknüpft, kam dort an, ohne mir im geringsten etwas zu erwarten. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt insgesamt drei Einweihungen, also Mantras bekommen. Das erste bekam ich Ende der 50iger Jahre als Kind, das zweite mit 14 Jahren, also 1966 und das dritte mit 18 Jahren. Diese Meditationen taten mir gut, aber ich hörte damals immer wieder damit auf, konnte trotz gewisser Wahrnehmungen noch nicht so viel damit anfangen.

.....Die Grenzen des Wahnsinns...Dieses Thema wurde auch für "Ein Handbuch nach Anweisungen des Tibetischen Totenbuchs" aktuell. Leary, Metzner usw. bezogen sich ebenso auf Huxley, welcher Ende der fünfziger Jahre mit sogenannten "heiligen Pilzen" in Berührung kam. Mescalin ist mitunter so eine Substanz, ebenso Psylobicin. Unter Timothy Leary wurde LSD internationnal bekannt, und zur gleichen Zeit wurde damit der damalige Drogenschwarzmarkt förmlich überschwemmt. Stanislav Grof warnte vor dieser "Strassensäure", da sie meistens unrein war, mit Speed und Strychnin versetzt usw. So kam es, dass 10000sende auf Trip waren und mit Sympthomen von Todesangst und Paranoia reihenweise die Hausärzte aufsuchten....welche gar nichts wussten und nachvollziehen konnten, was mit den Leuten los ist.

So war es kein Wunder, dass nach einer gewissen Zeitspanne ebenso die Kliniken von Grof aufgesucht wurden, Fälle zu ihm weiterüberwiesen wurden, mit denen die gängige Psychologie sich nicht mehr zurechtfinden konnte. Unkontrollierte Einnahme von haluzinogenen Drogen führte zu den bekannten "Horror Trips", zu schizophrenen Psychosen, zu psychischen Zusammenbrüchen und Erkrankungen, deren Symptome allerdings meistens mit dem Abnehmen der Drogenwirkung nachliesen oder aufhörten.

Allerdings gibt es Fälle, welche nicht so glimpflich abliefen. Dies kann verschiedene Ursachen haben. Entweder hat man verunreinigtes LSD eingenommen, oder aber, die betroffene Person hat "Neuland" betreten und keinen "Kompass" dabei gehabt. Bei Grof werden freiwillige Personen einer mindestens einwöchiger Vorbereitungszeit regelrecht geschult und trainiert, dass sie sich späer in den archetypischen Erlebnissen bewegen können. Dies geschieht, indem man weiß, dass alle Erlebnisse wie Himmel und Höllen Teil des eigenen Bewusstseins sind. Man weiß, dass man eine religiöse, spirituelle Erfahrung machen wird. Es hört sich wie ein Märchen an, aber Gott ist tatsächlich Existent. Man tritt die "Reise" an, bereit alles loszulassen, im Wissen um die Einheit aller Lebewesen.

Die Wirkung setzt unterschiedlich ein. Bei manchen nach Minuten, bei anderen erst nach einer Stunde oder höchstens drei Stunden. Interessant in diesem Zusammenhang sind dokumentierte Forschungen, bei welchen Gruppen von Menschen teilnahmen. Alle bekamen LSD verabreicht, aber, nur die Hälfte davon war LSD, die andere Hälfte war ein Scheinpräparat.
Und trotzdem hatten alle Teilnehmer spirituelle und holotrope Erfahrungen während der Sitzung gemacht!

Es ist wie eine Art von Tod, aber mehr auf der geistigen Ebene. Man wird regelrecht von dieser Energie entkleidet, alle Ich-Funktionen des Verstandes werden einen genommen. Weiß man das, dann hat man keine Probleme damit, es ist ein Bauchgefühl der Bewegung und Kraft. Man lässt die Kontrolle freiwillig los, weil diese Energien eine Art göttlicher Intelligenz vermitteln, welche gescheiter ist als der Verstand. Und dann geht es tatsächlich in eine reale Welt, die Welt der "Nachtoderfahrung". Sie beginnt meistens mit dem Aufblitzen des "Urlichts", wie es die Tibeter nennen. Es ist ein Licht heller wie tausend Sonnen, so dass es kaum zu ertragen ist. Dieses Licht nimmt man als normaler Mensch so lange war, wie man Zeit braucht um mit den Fingern zu schnippen. Yogis und Lamas vermögen es, in diesem Zustand des Ungeborenen länger zu verharren.
Nach dieser Erfahrung des Urlichtes kommt es zu Visionen und weiteren Erfahrungen, welche die gesamte Palette des COEX-Systems enthalten können.

Ein LSD-Erfahrener wird sicher keinen Horrortrip erleben, da er sich der Gesetzmäßigkeiten, den Abläufen und Inhalten bewusst ist, welche alle letztlich lediglich Teil seines Bewusstseins sind. Man kann die Hölle erleben und erlebt sie als wohltuenden Reinigungsprozess, in welchem unnötige Ichfunktionen beseitigt werden, weil sie der eigenen Entwicklung hinderlich waren. Ein Patient wird somit mit den realen Heilkräften seiner eigenen ihn innwohnenden Gottheiten konfrontiert.

Ich betone trotzdem nocheinmal, dass LSD nur unter Voraussetzungen eingenommen werden soll, welche in den Kliniken von Stanislav Grof geschaffen wurden. Dort können sich Künstler, Wissenschaftler, kurz gesagt Menschen anmelden und eine LSD Sitzung beantragen. Es wird nach den Gründen und der Motivation gefragt, ist aber für Jedermann grundsätzlich möglich. Vor allem kommt dabei niemand mit dem BtmG in Konflikt, weil innerhalb dieser Anstalten LSD legal unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden darf.

Mir persönlich geben Grofs Bücher Forschungsergebnisse preis, welche es mir wert erscheinen lassen, dieses COEX-System astrologisch im Zusammenhang zu bringen. Sicher, Grofs Anliegen liegt primär Menschen am Herzen, die oft als letzte Station langjähriger Aufenthalte in geschlossenen Anstalten hinter sich hatten, sobald sie letztich bei ihm landeten. Aber ebenso ergeben sich aus diesen Forschungsergebnissen Ansatzpunkte für psychisch normale und gesunde Menschen.

Nur ein Klient kann letztlich dem Astrologen sagen, was er mit Pluto-Mond erlebt hat. Einen Klienten in eine Schablone zu setzen, wäre einer der grundsätzlichsten Fehler, welche man als Astrologe nur begehen könnte! Viele Klienten wollen wie der Bär den Pelz gewaschen bekommen, sind aber nicht bereit den Pelz abzulegen. Also lässt man ihnen den Pelz an, reinigt ihn, soweit es der Klient erlaubt. Wir haben ebenso Beratungen gehabt, da war im Gesprächsverlauf ein Missbrauch offensichtlich, und ich habe dazu nichts gesagt..ganz einfach, weil die Zeit des Klienten noch nicht gekommen ist. Aber besorgt ist man trotzdem, da man über die Astrologie Zeiten der Wandlung und Krisen erkennen kann, sobald so eine "Leiche im Keller" abgelegt wurde.

Mit lieben Sonntagsgrüßen! :wink:

Arnold
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Beitragvon avec » So 10. Jul 2005, 19:35

Lieber Arnold,

danke für Deine ausführlichen Gedanken zu dem Thema.

Aber ebenso ergeben sich aus diesen Forschungsergebnissen Ansatzpunkte für psychisch normale und gesunde Menschen.


Du hast mit Grofs Studien hier die Seite eingebracht, die prenatale Erfahrungen und eventuell Auslöser für schwere psychische Krankheiten dokumentiert. Welche Ansatzpunkte siehst Du für die "Normalos?"

Liebe Grüße!
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Beitragvon Arnold Buchenrieder » So 10. Jul 2005, 20:16

Liebe Avec, :wink:

Die Psychologie um Freud ging sehr lange von der Ansicht aus, dass mit dem Tode ein Leben erloschen und vorbei sei. Erst in späteren Jahren befasste sich Sigmund Freud ebenso mit den Modellen von Jung. An diesem Punkt beginnt in die Psychologie der Glauben, die Religion einzufliesen, da die Existenz Gottes bis Heute rationell nicht erklärt werden konnte, sie ist eine Erfahrung.

Die astrologische Psychosynthese richtet sich in ihren Strukturen nach den ihr bekannten Teilen einer kosmischen Ordnung oder Gegebenheit. Im Grunde spiegeln sich diese Gegebenheiten schon in der Natur, indem der scheinbare Lauf der Sonne ein ewiges Stirb und Werde auf diesen Planeten aufzeigt. Ebenso ist es eine Tatsache, dass jegliche Geburt mit Tod endet. Im Grunde geht es bewusst oder unbewusst um die Frage: "Woher komme ich und wohin gehe ich"?

Bei API wird die dreifache Persönlichkeit über Saturn als Körper - Ich, der Mond als Gefühls - Ich und die Sonne als mentales, geistiges Ich gesehen. Fest steht, dass ein jeder Mensch bewusst oder unbewusst nach Erfüllung seiner Wünsche und Bedürfnisse sucht, welche natürlich weltlicher Art sein können. Aber letztlich projiziert man diese Wünsche und ist selbst Projektionsfläche. Im Grunde ist diese tiefe Erfüllung, das eigene empfundene Gefühl der Glückseeligkeit. In dem Moment, wo ein Mensch sein Verlangen erkennt und auch anehmen lernt, beginnt der Prozess, in welchen er seine Leidenschaften nach und nach ablegen kann. Wo kein Verlangen ist, da ist keine Enttäuschung. Wo keine Wünsche sind, besteht kein Verlangen nach deren Erfüllung. Dazu gehört aber ebenso das Annehmen bestehender Einschränkungen, wie zum Beispiel die Alltagsbewältigung mit Beruf, sozialer Verantwortung und Pflichten.

Aber innerhalb dieses Rahmens von Körperlichkeit, Altern und Vergänglichkeit entwickelt man sich immer bewusst oder unbewusst ein Stück weiter. Die Reinkarnationslehre wirkt auch auf die Menschen befreiend, welche am Zenit ihres Lebens stehen und erkennen müssen, dass sie viele Dinge falsch gemacht haben. Ihnen bleibt die Gewissheit, dass man es eben "nächstes Mal" besser machen wird und kann. Aber auch Versagensängste, Phobien usw. lassen sich duch vorgeburtliche Umstände oder solchen nach einer Geburt im Horoskop auffinden und ebenso besprechen.

Man darf eine große Tatsache nicht vergessen: Bei einem Gespräch stehen sich zwei Menschen gegenüber. Als Berater spricht man ebenso die 90% Unterbewusstsein an, welches immer im Grunde die unverfälschte Wahrheit aufspeichert. Das heißt, man kann über solche Auslösungen Prozesse in Gang setzen. Mir war dies ebenso bewusst, als ich dieses Thema hier in einen Thread vor Monaten einbrachte, welcher still und seelig für sich dahinschlummerte.....

Unser Schatten kann immer zunächst Ekel und Abscheu erregen, aber er ist Teil von uns und braucht unser Zugeständnis an ihn, da er seine Berechtigung hat. Wie wollte man Licht und Gott unterscheiden, wenn es nicht das Dunkle gäbe? Das Licht aber kommt aus der Dunkelheit! Dort, wo die Grenzen des Wahnsinns liegen, dort geht es zu einer Gegend, in welcher die "Torwächter der Wahrheit" verborgen liegen. Schon die Geheimschulen haben davor gewarnt, sobald man sich ihnen versucht anzunähern. Es geht um lediglich ein Wissen, wie man dem "zornigen Aspekt Gottes" begegnet.

Es geschieht, indem man bereit ist jeden Moment zu sterben, alles loszlassen. Was einem an diesen Ort begleitet ist der Glaube, die eigene Kraft welche darin besteht, das Dunkle mit Licht zu umhüllen. Ebenso mag ein Gebet von ganzen Herzen dienlich sein. Die Fratzen der Schatten wandeln sich in Bruchteilen von einer Sekunde um in gleisendes Licht der Befreiung. Es sieht sich, es riecht sich, es kann alles zugleich erkennen, was war, was ist und was sein wird. Es ist eine göttliche Intelligenz, welche man nur in sich wahrnehmen kann. Sobald der Intellekt danach greift, zieht sich die Energie sofort zurück. Da gehts einen so, wie dem Esel mit der Karotte!

Aber deswegen ist der Mensch ja hier; wäre er befreit, so hätte er sich nicht inkarnieren müssen. Um auf die Beratung und deren Nutzen über das COEX-System zurückzukommen: Die Totenbücher haben ebenso diese Matrizen in sich. Es sind kosmische Gesestzmäßigkeiten, welche schon in den Upanischaden beschrieben sind, später in der Vedanta. Zeiten, welche noch lange vor Buddha oder Christus waren. Immer wieder kommen solche Menschen hervor und haben eine Entwicklung in sich vollendet, dessen Ziel jedes Wesen im Kosmos erreichen wird....alles nur eine Frage der Zeit.

Aber in der Beratung ist es so, dass man einen Menschen kennt, sobald man etwas über seine Seele weiß. Deswegen brauchen Dinge wie Geburtsumstände nicht erwähnt werden, sobald es nicht notwendig erscheint. Aber ich bilde mir ein, dass man einen Lebenden besser helfen kann, wenn man die Kehrseite der Münze ebenso in der Gesamtheit des Daseins mit einbezieht. Man sieht im Schicksal letztlich immer den Lernauftrag. Dort, wo man seine Schwächen hat ist der Lernauftrag oft geschickt von Saturn, Uranus, Neptun und Pluto verborgen. Das Schicksal schafft notwendige Kontraste, und es ist klar Anbetracht vieler Existenzen, dass leider auch hartes Schicksal vorkommt. Dinge, welche hinterfragen lassen, Ohnmacht und Leid auslösen, wie Pandoras Büchse.
Aber, wer den tiefen Sinn zu verstehen versucht, der beginnt den richtigen Pfad zu begehen. Man fängt an sich nach innen zu wenden, weil die Umwelt selten die Möglichkeit bietet Saturns Grenzen in Frage zu stellen.

In den Irrenanstalten, Gefängnissen, Krankenhäusern befinden sich immer 10000sende von Schicksalen, von Amts wegen alles Nummern für die Statistik und Verwaltung. Menschlichkeit kann man nur leben, sicher auch über seine Mitmenschen bekommen, aber letztlich ist alles vergänglich, nur die Seele nicht....und diese ist Ausgangs- und Endpunkt zugleich.

Liebe Grüße! :wink:

Arnold
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Beitragvon avec » So 10. Jul 2005, 21:43

Lieber Arnold,

indem Du den Wahnsinn, das kranke Extrem zeigst, verweist Du auf das ewig Göttliche, und nur indem wir dem Wahnsinn in die Augen sehen, können wir auch die andere Seite der Medaille sehen,...so lese ich Deine Antwort auf meine Frage. Du hast also bewusst einen Prozess in Gang gesetzt hier im Forum, sagst Du.

Ich weiss nicht, ob man jeden Moment bereit sein muss, loszulassen, und auch Du mit Deiner Widder Energie strahlst das nicht immer ab, auch wenn Dir und auch mir die Metaebene vertraut ist, leben wir doch nicht in permanentem Gewahrsam.

Ich denke, im Jahr 2005 sind Menschen in Psychatrien nicht nur Nummern und Statistiken einer Verwaltung, das ist für mich Schwarz Weiss Denken. Auch dort wird heute Menschlichkeit gelebt, ich selbst war oft Zeuge davon, als Familienmitglied, die sich mit Wahnsinn Zeit ihres Lebens auseinandersetzen musste. Das heisst nicht, dass es nichts zu verbessern gäbe, es heisst aber, dass Menschen nicht mehr nur verwahrt oder mit Tabletten ruhig gestellt werden.

Liebe Grüße!
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Beitragvon Arnold Buchenrieder » So 10. Jul 2005, 21:56

Liebe Avec,

Mit Informationen setzt man immer einen Prozess in Gang, welcher unterschiedliche Emotionen und ebenso Meinungen freisetzt. Nerzeihe, aber ich habe die Schöpfung nicht beschlossen und ihre Eigenarten und Bedingungen. sowie ihre Gesetze nicht erschaffen. Es liegt jeden Menschen letztlich frei, ob und wie er sich dem göttlichen Prinzip annähert. Widderenergien sind Teil meiner Persönlichkeit, aber ebenso die Energien der Waage. Ich habe am Deszendenten den Widder stehen und du die Fische...klar dass dir einiges feurig wie eine Walze vorkommen mag.

In den Anstalten gibt es sicher unterschiedliche Bedingungen. Meine jüngste Schwägerin ist für zwei Jahre vor einigen Monaten eingwiesen worden. Sie wird seitdem ständig wegen Platzmangel von einer Anstalt in die andere überwiesen und nur verwahrt, nicht behandelt, nur ruhig gestellt! Außerdem hat sie sich glaubhaft bei uns über körperliche Gewalt der Pfleger beschwert. Geld und Zigaretten verschwinden. Das Ganze scheint ein wenig an Roulette zu erinnern, wer Glück hat bekommt Hilfe, wer Pech hat, hat eben Pech gehabt.

Liebe Grüße! :wink:

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Beitragvon avec » So 10. Jul 2005, 22:24

Lieber Arnold,

ich habe das nicht bewertend gemeint, wie es wohl bei Dir angekommen ist, mit dem Göttlichen und dem Wahnsinn oder Dunkel.
Klar kommst Du mir manchmal vor, wie eine Feuerwalze, aber ich sehe auch die anderen Seiten, und Du in mir sicher nicht nur den Fischeteil. Das wäre wirklich traurig.

Das mit Deiner Schwägerin ist nicht gut, sicher versucht ihr da zu helfen. Da kann doch die Feuerwalze mal auf den Tisch hauen, oder?

Sei herzlich gegrüßt!
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Beitragvon Arnold Buchenrieder » So 10. Jul 2005, 22:35

Liebe Avec,

Verzeihe mir wenn ich dich falsch verstanden habe, typisch sponanes Widdderfeuer meinerseits...

Mit meiner Schwägerin ist es schwierig, das sie ein sehr unbequemer Patient ist und den geistigen Entwicklungsstand eines Kindes hat! Rosemarie hat insgesamt sieben Geschwister und davon helfen vier Schwestern mit. Wir halten uns immer auf dem Laufenden und wechseln uns mit meiner jüngsten Schwägerin ein wenig ab. So hat sie regelmäßig Besuch. Aber die Ärzte in der derzeitigen Anstalt in Gabersee bei Wasserburg, sowie in Traunstein sind überbelegt und überfordert.

Sie sagt selbst, dass es in Haar bei München am besten mit Betreuung und auch Therapie ist! Ich hatte vor Jahren zufällig eine sehr junge Pflegerin kennengelernt. Sie war die Freundin eines bekannten jungen Mannes von uns. Sie war in sehr verantwortungsvoller Position in Gabersee angestellt und hatte es mit Alkoholikern zu tun. Dabei war sie schlicht und einfach überfordert, hatte fast keine psychologische Schulung erlebt und war zunächst als Notnagel in der Abteilung gedacht.

Sie sprach bei Alkoholikern von "schuldigen und schlechten Menschen", steckte sie in Schablonen und sah im Delirium eine Strafe Gottes. Leider herrscht anscheinend besonders in den ländlichen Gegenden von Bayern mittelalterliches Provinzdenken. Mit einer Mass Bier kann man ebenso leicht in den Bierzelten auf Wählerfang gehen...viel Bier soll dumm machen...

Herzliche Grüße!

Arnold
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Beitragvon avec » So 10. Jul 2005, 23:44

Lieber Arnold,

das ist schlimm, was Du da erzählst, über Deine Schwägerin. Da habe ich also Weiss gemalt, während Schwarz ebenso existent ist.

Liebe Grüße!
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Beitragvon Arnold Buchenrieder » So 17. Jul 2005, 00:21

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Beitragvon Planet Claire » So 17. Jul 2005, 18:15

Stein

Stein bin ich, den sie aufhebt, das ist richtig. Aber zermalmen wird sie mich nicht, denn ich bin es, der Stein, der sie sich teilen lässt, nur durch mich erfährt sie sich. Nein, sie dringt so tief durch mich hindurch, bis sie meine kleinste und eigentliche Form gefunden, aus der sie Neues wachsen lassen kann. Deshalb haben Frauen so ein Faible, und zwar alle, für kristalline Strukturen, vulgo Steine (vom Flusskiesel über den Opal bis zum Diamanten, und diese auch noch in edlen Metallen gefasst!) Und sie würde ihn nie zerstören,
sie liebt ihn, den Stein, er ist ihr teuer, „her precious“! Klar? Nun siehst du auch, was das mit den Heilsteinen so auf sich hat, und warum vor allem Frauen da so aus drauf sind. Sie ahnen, was die Dreifaltige so treibt, die drei Schwestern, alle haben sie den einen Stein gewählt, darum gebären sie den Gott, den Vater und den Sohn. Darum gebären sie die Göttin, die Mutter und die Tochter, ja!
Wenn die Drei (Jupiter) mit dem Pluto (Stein) zusammenkommt, entsteht die Venus, die als Jungfrau in das Leben (Löwe) kommt, dort empfängt (Krebs) und dann wächst es in ihr und sie erforscht und teilt (Zwilling) sich wieder (vermehrt, vervielfältigt) im Stier, um im Widder zu erglühen mit der eigenen Brut, und so entsteht ein neuer Himmel (Prinzip = Fische [heiliger Geist], Wassermann [Vater] und Sohn [Saturnus, der Gehörnte]), der Vater, Jüngling und der Sohn, die wieder mit den dreien, Mutter (Hure, Königin und Hex), Geliebte (Gefährtin, Braut und Magd) und Tochter (Jungfrau, Nymphe und das Kind) eins werden müssen, als Prinzip, an dem diese wieder sich erfahren und in sich finden, auf dass sie sich vereinen, teilen und vermehren, immerfort.

Es ist das das Bild der ersten Amöbe, die (first life) mit dem Einen, dem Finsteren, dem Herrn der Schrecken (Kristall) sich vereint, um Welten zu ergründen! So erfüllt sie ihn mit Licht und findet sich in den Milliarden Spiegeln in ihm, weil ihr Licht sich an ihm bricht.
Und er wächst in ihr. Zusammen schaffen sie in ihrem Rhythmus Wiederkehr und ewigem Reigen Mutter Erde mit all ihren Geschöpfen. Zusammengeführt hat sie der Blitz, der zur der Zeit zuckt, wie sie sich erkennen, als sie ihn umschließt. Denn gemeinsam sind sie dem Nichts entsprungen, dem alleinen Etwas, das alles ist, was nicht ist. Er begleitet ihre Trennung ebenso, der Blitz, im selben Augenblicke. Nur was getrennt ist, kann Eins werden!
Sie folget seinen Formen. So wurden Mann und Weib geschaffen, unablässig sich zu lieben und im Feuer ihrer Gier nach Lust gemeinsam zu verbrennen, neue Welten (Familien) schaffend. Nicht aber Regeln einer Kirche folgend, es sei denn, deren Dienst am Gotte sei die Hurerei! Keiner soll dem anderen dienen außer in dem Reigen, alle durcheinander, um der Vielfalt Raum zu schaffen, die sie erblicken, wenn sie sich erkennen. Jedes Wesen das Andere. Vollkommene allumfassende Nächstenliebe in Tat und Wahrheit.
Oh, verfluchte Kreatur, wie hast du das alte Recht verstümmelt! Wann ist dies widerliche Verbrechen wohl geschehen? Wessen Geist versucht die Welt zu hindern, weiter zu erwachen? In unseren Tagen gähnt ein grauenvoller Abgrund, den selbst sie sich geschaffen haben, inzwischen kaum noch auszugleichen ist er, die Natur, geschändet, ist dem Verzweifeln nah, sie, das Weib ist abgestumpft, verblasst, kein Laut der Freude mehr auf ihren Lippen, nicht Feuchte der Verzückung, auch nicht in ihren Augen, stampfen muss sie mit der Herde, gemeinsam, alle auf den Abgrund zu und nennen es Karriere? Geknechtet in des Wuchers gnadenlosem Soll.
Die Feuer zu Beltane, lange sind sie schon erloschen, und die Männer, diese armen Irren, was alles haben sie versucht, die Eine wieder zu erwecken? Doch sie weigert sich und verlangt, sie mögen sein wie sie. Nein, sie selber deren Plätze einzunehmen wünscht und dabei sich verliert. Derweil der Abgrund wächst, ihnen allen in dem Maß entgegen, als sie auf ihn zu sich ohne Unterlass bewegen. Sie wollen untergehen. Dies undankbare Weibsgeschlecht. Wer hat sie dahingebracht? Ein Mann? Abraham, Moses, der Nazarener, die ersten Päpste? Oder vorher einer? Wer? Nun, hat nicht Gaja, das Kind der wunderbaren Liaison, dem Uranos, ihrem Bruder, sein Glied erschlagen, so wie die „böse“ Königin den Spiegel einst zertrümmert, aus dem sie ihrer eignen Tochter Schönheit blendet? Sie, das Begehren ihres Gatten kennend, bei deren Anblick, weil sie das selber in sich findet? Der Verzicht zu lieben um der „guten“ Sitte willen, ist’s, der sie zerfressen hat. So begann sie sich zu hassen. Und seit dem Tage streiten alle Weiber gegeneinander, eine jede will die Schönste sein. Alle, alle schielen sie dem einen hinterher, dem Einen. Vergessen haben sie, dass in jedem ihrer Söhne eben dieser Eine ruht, die Mitte aller Welt, Sol Invictus, der alles Licht der Welt in sich vereinigt und darin verbrennend wiederstrahlt. In jedem. So wird sie wieder für sich selber schön, sich in der Nächsten liebend und durch ihn erkennend, wo auch immer sie ihn findet. Jetzt zuckt der Blitz erneut durch schwarze Weltennacht und ein neuer Tag erwacht. Das große Werk, es ist getan.

Wer nur der Struktur folgt, verliert das Auge für Gestalt, er ist wie einer, der das Weib in „Liebe“ skelettiert. Das sind Krankheiten, wenn sie Söhne hat, die verkehrte Mutter, die sich ihrer eignen Lust verweigert, wie sie’s bei ihrem Vater und allem andern tut. So ist der Fluch geworden, der sie hetzt, die Hannibal Lecters dieser Welt. Der Abgrund, der uns entgegengähnt, ist das Maul des Raubtiers, genauso wie des ewigen Weibes Fut. Stürzt euch hinein (Horus ruft!) und tanzt um den Abyssos, auf dass ihr ihn mit Lust und Schmerz erfüllt, niemals lautlos dürft ihr darin vergehen! Euer Rufen, euer Schreien hallt in seiner Leere! Nicht klagen sollt ihr, singen, tanzen, musizieren, ja stürzt euch ineinander!

Die Töchter der großen Mutter, die dreifaltigen sind mit Namen Priesterin, Kriegerin und Hure. Eine Mutter haben sie. Eine, die sie gebiert, den Vater zu erkennen und die drei Söhne, um sie zu erquicken, so umschließt sie alle in ihrer Dreigestalt. Sie folgen euch hinein.

Alles was ist, wird begrenzt durch das, was es nicht mehr ist und noch sein könnte. So ist das Dasein keine Reise, sondern Reigen, Tanz, ja, Rad des Schicksals, nachdem selbst die Stern' sich drehen! In dieser samtnen Weltennacht, die zu erkunden und erfüllen wir geschaffen sind als Mann und Weib, werdet ihr erblühen, ein jeder als ein andrer Stern, ein Funke Licht in Nacht geflochten. Wie bunte Wimpel in dem Hochzeitshaine. Mit eurem Lachen geleitet ihr die Liebenden in ihre Kuhle um das warme Feuer, das da ewig brennet, das sie reinigt, bindet und sie trennet, an einem einzigen Orte, der Begegnung, in aller Ewigkeit ganz nah.
Nichts weiter als organisierte Amöben, sehr verfeinert, ja sogar mobil, ohne Wurzeln in der Erde und im Himmel, freie Pflanzen seid ihr, keine Tiere, die gibt es nicht, sie sind ein Irrtum der Kategorisierer! Denn seht, wachsen tut ihr auch in Freiheit nach des uralten Baumes, des ersten Wesens, das sich anschickte, den Himmel zu erobern, Form. An ihn gefesselt sind die Runen dir gegeben worden, Odin. So haben die Zauberer gelernt, an ihm, dem Baum im Walde, haben sie begonnen zu verstehen, wer sie sind, woher sie kommen und wohin sie gehen. So wachsen sie weiter, nur so. Ein jeder seinem Stern entgegen. Mit seinen Wurzeln tief im Stein

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Beitragvon Falbala » So 4. Sep 2005, 19:20

Hallo an Alle,

Danke, Arnold Buchenrieder und andere für die Berichte, auch den Einblick in die API-Schule. Darüber hinaus über Deine persönliche Arbeits- und Denkweise, Arnold, die mir gefällt und die ich so ähnlich für mich sehe, auch wenn ich keine API-Schülerin bin. Es gibt viele Wege…Danke auch an Avec und Planet Claire.

Holotopes Atmen geschieht nicht nur in geschlossenen Kliniken für „kranke Menschen“ im pathologischen Sinne oder in den USA bei Grof, sondern hier in Deutschland in psychosomatischen Kliniken, Privatpraxen, Seminaren…. Mir ist es hier nur bekannt (aus eigener Praxis) ohne Einsatz von LSD. Was mich betrifft, reicht das auch! In psychiatrischen geschlossenen Kliniken ist mir das holotrope Atmen nicht bekannt, denn, wie ihr angesprochen habt, da wird leider allzu häufig nur ruhig gestellt. Schrecklich!

Das holotrope Atmen ist eine der besten Methoden zur Bewusstseinserweiterung und Transformation, wenn sie auch nicht gerade ungefährlich ist, selbst ohne Drogen. Ich persönlich habe es durch eine Frau gelernt, die Assistentin des Ehepaars (!) Grof war und kenne noch eine andere Frau (!), die in einer psychosomatischen Klinik damit arbeitet. Übrigens habe ich noch nie eindrucksvoll weiblichere und stärkere Frauen kennen gelernt, als diese Beiden! Mond-Pluto in Inkarnation!

Holotropes Atmen in seiner Reinform ist eine Atemsession, mit „Sitter“ in ca. 4 Std. liegendem Zustand mit Musik und anfänglicher Hyperventilation, die sich dann je nach Bewusstseinszustand verändert. Die Technik wird auch in anderen Entwicklungen zunehmend „verwässert“ und strömt in andere Atemtechniken ein. Z.B. Quantum Light Breath…

Das Grof dermassen drastisch seine Erfahrungen beschreibt, liegt eindeutig an der drastischen Atemmethode, die, da sie Grenzbereiche betritt, auch dementsprechende Konsequenzen auslöst. Die Atemsessions verlaufen äußerst „unästhetisch“, mit Kotzkübel, Tonnen von Kleenex auf Matrazen, gepolsterten Wänden und wild um sich schlagenden, tobenden und heulenden Leuten, die sich wie „Irre“ benehmen, stinkend in abgedunkelten Räumen…

Dies ist nichts leicht Verdauliches, weder auf der optischen, äußeren, noch auf der psychischen inneren Ebene. Deshalb kann auch ein Thread über Grof nichts leicht Verdauliches sein. Dass Grof kontrovers beurteilt wird und IMMER irgendwas auslöst, liegt wohl in der Natur der Dinge. Grofs Wissen, so finde ich, kann man sich nicht anlesen. Es ist Erfahrung für Frauen und Männer. Obwohl es anscheinend in diesem Thread auch schon gewirkt hat – in recht emotionaler Weise.

Er ist übrigens nicht mein Guru (ich habe gar keinen), und für mich nur eine Methode der Bewusstseinserweiterung, Selbsterfahrung und Heilung. Es gibt (in der Körpertherapie und im Schamanismus z.B.) sanftere Methoden. Das holotope Atmen ist eine äußerst plutonische Angelegenheit, aber man kann sich der Seele auch auf sanftere Weise, leise, bewusst und genauso effektiv nähern. Dies zumindest meine Erfahrung.

Ein weiterer Kritikpunkt an Grof ist, dass er zwar alles aufreißt und hochholt, ich mir aber nicht sicher bin, ob damit in jedem Falle umgegangen werden kann. Es handelt sich schliesslich um Plutonium und es hat was von Pandoras Büchse….

Zum Thema Missbrauch: Ich für meinen Teil bin tatsächlich sehr vorsichtig, über Missbrauch zu schreiben. Dazu habe ich zu viele und zu schlimme Geschichten mitgekriegt. Ich bin immer versucht, zu schreiben, dass darüber nur Menschen schreiben oder etwas sagen sollten, die es selbst erlebt haben. Aber die scheuen sich am Meisten davor und das hat seine Gründe. Nun ja, jeder wie er meint…. Aber bitte seid vorsichtig.

Ein spannender Tread!

Viele Grüße
Falbala
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Beitragvon Arnold Buchenrieder » So 4. Sep 2005, 20:05

Liebe Fabala,

Habe herzlichen Dank für dein Interesse und dafür, dass du ein wenig aus deinem Nähkästchen geplaudert hast. Holotropes Atmen kann tatsächlich gefährlich sein, ich erlebte es bei Bekannten meines Vaters, welche sich dem Yoga, dem Hathja-Yoga verschrieben hatten. Da kann es sehr rasch zu Kreislaufproblemen kommen. Als Kinder spielten wir ganz unbewusst dieses Spiel, indem wir 30 x hintereinander schnell ein- und ausatmeten und uns anschliesend total fest umklammerten. Viele wurden dabei bewusstlos, oder machten "sonderbare Erfahrungen", dem Traumzustand nicht ganz unähnlich.

Stanislav Grof ist ein hervorragender Pionier auf dem gesamten Gebiet vor- und nachgeburtlicher Umstände. Leider wurden meine Beiträge missverstanden, lösten auch anscheinend hier im Forum "unbequeme Ecken" aus - daher die doch sehr heftigen Reaktionen....welche mich letztlich dazu brachten dieses Forum zu verlassen, zumindest als Moderator.

Besonders das Thema um sexuellen Missbrauch brachte heftigen Gegenwind, dabei ging es mir lediglich um die astrologische Interpretation aus der Beraterpraxis. Ich konnte nicht ahnen, dass sich eine Klientin von uns hier outete und für weitere Wogen sorgte. Trotzdem, niemand kann seinen Schatten entrinnen. Meine Frau und ich jedoch beleuchten diese lieber, auch wenn es vielen unangenehm erscheinen mag und uns die Kompetenz dafür absprechen wollten.

Wenn ich jetzt nach Amerika blicke, könnte ich ebenso wegsehen, weil es nicht meinem Bedürfnis nach der heilen Welt entspricht! Genau so ist es mit Seelenmord und Missbrauch. Ich fand es auch ein wenig enttäuschend, da sich hier doch einige den Astrologen, "den gescheiten Menschen" raushängen lassen, nicht bedenken, was sie tun sobald jemand bei ihnen zur Beratung wegen solcher Geschichten auftaucht.

Ich habe seit meinem Abschied hier als Moderator des API Forums ebenso ein API Forum bei Tarot.de, habe dort inzwischen die Reihe der Aspektfigurendeutung fortgesetzt. Du kannst mich dort gerne "besuchen", ohne hier Abwerbung betreiben zu wollen.

Alles liebe!

Arnold
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Beitragvon Falbala » So 4. Sep 2005, 23:20

Hallo Arnold,

nun ja, ein „Nähkästchen“ ist es nicht gerade, aus dem ich „plaudere“…..

Und auch mit „Kreislaufbeschwerden“ ist es bei den Folgen des Atmens manchmal nicht getan….. ich habe eine Frau erlebt, die 2 Wochen nach dem Atmen in ihrem Nahtoderlebnis festgesteckt ist, vollkommen dissoziiert. Sie hat wieder erlebt, wie sie als 1 ½ jährige fast ertrunken wäre. Ein anderer Mann hat genauso lang spastische Zuckungen bekommen, auch hier eine heftige Geschichte zugrunde liegend. DAS sind eher die Sachen, die ich meine. Transformation kann ihren Preis haben.

Das Kinderspiel kenn ich auch noch, genauso wie das Hochheben von einer Freundin zu zweit mit einem Finger. Hat Spaß gemacht, aber nur sehr peripher etwas mit holotropen Atmen zu tun.

Über Missbrauch (und äquivalente Erfahrungen beim Atmen) – wie gesagt – lass ich mich hier im öffentlichen Raum nicht aus. Schon allein das Ansprechen des Themas kann für manche Menschen zu viel sein.

Alles Liebe, schade, dass du nicht mehr schreibst, vielleicht besuch ich Dich mal auf der Site.
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