Perinatale Grundmatrizen im Horoskop n. Grof

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Perinatale Grundmatrizen im Horoskop n. Grof

Beitragvon Arnold Buchenrieder » Fr 3. Dez 2004, 00:55

Perinatale Grundmatrizen im Horoskop.


Stanislav Grof hat in den letzten Jahrzehnten als Psychotherapeut weltweit großes Ansehen
und Ruhm geerntet. Er hat mit vielen Freunden und Kollegen neue Wege der Therapie gesucht
und gefunden. In seinem jüngst erschienen Buch „Die Psychologie der Zukunft“ schildert er
zusammenfassend seine Erkenntnisse und vermittelt einen umfassenden Einblick in die vier
Grundmatrizen der kollektiven Psyche.

Stanislav Grof unterhält in Kalifornien spezielle Kliniken der Psychiatrie wie Sterbehilfe und
Suchterkrankungen aller Art, Psychosen, Neurosen, Schizophrenie, pathologische Erkrankungen,
etc. Er setzt gegebenenfalls nach Rücksprache mit seinen Patienten LSD ein. LSD ist in den
vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts von dem Schweizer Albert Hofmann zufällig entdeckt
worden. Seitdem wurde es zunehmend in der Psychotherapie eingesetzt. Stanislav Grof ist
in Besitz einer Sondererlaubnis, da LSD fast weltweit unter das Betäubungsmittelgesetz fällt.

Uns interessieren seine dokumentierten Ergebnisse langjähriger Forschung, außerdem ist Grof
seit einigen Jahren ein überzeugter, studierender Astrologe geworden. Er hat nachgewiesen,
dass menschliche Krisen immer dann einsetzen, sobald Saturn, Uranus, Neptun und Pluto im
Transit Aspekte auf die entsprechenden Planeten im Radix – Horoskop bilden. Der absolut
nachvollziehende Verlauf der Transite zu den „Schwachstellen“ jeweils betroffener Patienten
veranlasste Stanislav Grof die Astrologie als empirisches Beweismittel in seine Arbeit mit
einzubeziehen!

Wir werden jedoch nicht über LSD berichten, wer weitreichendes Interesse besitzt, kann die
Entsprechenden Bücher sich auf dem Markt besorgen. Darin werden sehr eingehend verschiedene
Fälle dokumentiert. Dabei malen nach jeweiliger Sitzung mit LSD die Patienten ihre Eindrücke
auf Bildern. So werden die Verläufe der entsprechenden Krankheit oder Traumas ersichtlich.


Stanislav Grof bezieht sich in seiner Arbeit auf die humanitäre Psychosynthese von Roberto
Assagioli, Williams, so wie Carl Gustav Jung. Außerdem verweist er auf die bekannten
Totenbücher, wie das Tibetische Totenbuch und das Ägyptische Totenbuch. Darin sind meist
symbolisch verschlüsselte Botschaften über die Erfahrung nach dem Tode enthalten. Schon
Jung kam zu der Feststellung, dass alle Inhalte des Kosmos und der Evolution im menschlichen
Unterbewusstsein unwiderruflich abgespeichert sind! Fernöstliche Yogis und Mystiker berichten
ebenso von dieser Tatsache.

Stanislav Grof ordnete diese COEX – Systeme auf ihren entsprechenden Ebenen ein, auf Grund
praktischer Erkenntnisse und teilte diese in vier grundlegende perinatale Matrizen des menschlichen
Bewusstseins ein. Wir beginnen mit der ersten BMP 1, diese wird astrologisch NEPTUN zugeteilt.
Anbei ein Link, in welchen von links nach rechts die dazugehörigen Phasen vor der Geburt
Anzeigen!

BPM I – Neptun

Zugehörige psychopathologische Syndrome:

Schizophrene Psychosen ( paranoide Symptomatik, Gefühle der mystischen Vereinigung,
Begegnungen mit metaphysischen Kräften des Bösen ); Hypochondrie ( fremdartige und
bizarre Körperempfindungen ); hysterische Halluzinose und Verwechslung von Tagträumen
mit der Wirklichkeit.

Zugehörige Aktivitäten in den freudschen erogenen Zonen:

Libidinöse Befriedigung in allen erogenen Zonen; libidinöse Gefühle beim Wiegen und
Baden; teilweise Annäherung in diesen Zustand nach oraler, analer, urethraler oder genitaler
Befriedigung oder einer Entbindung.

Zugehörige Erinnerungen aus dem Leben nach der Geburt:

Situationen aus dem späteren Leben, in denen wichtige Bedürfnisse befriedigt wurden, etwa
Glückliche Augenblicke aus dem Säuglings- und Kindesalter ( liebevolle Zuwendung von
Der Mutter, Spiel mit anderen Kindern, harmonisches Familienleben usw. ), erfüllende Liebe,
Romanzen, Ausflüge oder Urlaubsreisen in eine schöne Umgebung, Genuss von Kunstwerken
Mit hohem ästhetischem Wert, Schwimmen im Meer oder in klaren Seen usw.

Zugehörige Erinnerungen in Nach – Tod Erfahrungen und in LSD – Sitzungen:

Ungestörtes intrauterines Leben; Positive Erinnerungen an das Leben im Mutterleib; „ozeanische
Ekstase“; Erlebnisse der Einheit mit dem Kosmos; Archetypen von Mutter Natur; Visionen
Vom Himmel und vom Paradies; Störungen des intrauterinen Lebens; Negative Erinnerungen
An das Leben im Mutterleib ( fötale Krisen, Krankheiten und Aufregungen der Mutter,
Zwillingssituation, Abtreibungsversuche ); „Kosmisches Verschlungenwerden“ > paranoides
Denken, unangenehme Körperempfindungen ( Kater, Kältegefühle und feine Spasmen,
unangenehme Geschmäcker, Ekel, das Gefühl vergiftet zu werden ); Visionen von Dämonen
verschiedener Kulturen der Welt, Begegnungen mit bösartigen metaphysischen Kräften.


BPM II – Saturn

Zugehörige psychopathologische Symptome:

Schizophrene Psychosen ( Empfindungen von Höllentouren, Wahrnehmung der Welt als
Etwas Sinnloses und Gemachtes ); schwere gehemmte endogene Depressionen; irrationale
Minderwertigkeits- und Schuldgefühle; Hypochondrie ( schmerzhafte Körperempfindungen );
Alkohol- und Drogensucht.

Zugehörige Aktivitäten in den freudschen erogenen Zonen:

Orale Frustrationen ( Durst, Hunger, Schmerzempfindungen ); Kot- und/oder Urinverhaltung;
Sexuelle Frustration; Kälte-, Schmerz- oder andere unangenehme Empfindungen.

Zugehörige Aktivitäten aus dem Leben nach der Geburt:

Situationen die mit Gefahr für Leib und Leben verbunden waren ( Kriegserlebnisse, Umfälle,
Verletzungen, Operationen, schmerzhafte Krankheiten, Situationen in denen man dem
Ertrinken oder Ersticken nahe war, Gefängnisaufenthalte, Gehirnwäsche und illegale
Verhöre, körperliche Misshandlungen usw. ); schwere psychische Traumen ( emotionale
Ablehnung, bedrohliche Situationen, erdrückende Familienatmosphäre ); Verspottung und
Demütigung usw.

Zugehörige Phänomene in Nach – Tod- und LSD – Sitzungen:

Verschlingender Malstrom, gefährliche Mutterspinnen, würgende Schlangen und Kraken; heftiges körperliches und psychisches Leiden; Empfindungen einer unerträglichen und ausweglosen
Situation, die nie enden wird; verschiedene Visionen von der Hölle; das Gefühl in einer Falle
oder einem Käfig ( ohne Ausweg ) gefangen zu sein; quälende Schuld- und Minderwertigkeitsgefühle; apokalyptische Visionen von der Welt ( Schrecken von Kriegen
und Konzentrationslagern, Terror der Inquisition; gefährliche Seuchen, Krankheiten,
Gebrechlichkeit und Tod usw. ); Gefühle der Sinnlosigkeit und Absurdität der menschlichen
Existenz; Erleben der Welt als etwas >Gemachtes< und maschinell Künstliches; unheilvolle
dunkle Farben und unangenehme körperliche Erscheinungen ( Druckgefühle, Herzklopfen,
Hitze- und Kälteempfindungen, Schwitzen, Atemnot ).


BPM – III – Pluto

Zugehörige psychopathologische Syndrome:

Schizophrene Psychosen ( sadomasochistische und skatologische Elemente.
Selbstverstümmelung, abnormes Sexualverhalten ); agitierte Depression; sexuelle
Perversionen ( Sadomasochismus, männliche Homosexualität, Trinken von Urin und
Kotessen ); Zwangsneurose; psychogenes Asthma, Ticks und Stottern, Konversions- und
Angsthysterie; Frigidität und Impotenz; Neurasthenie; traumatische Neurosen; Organneurosen;
Migränekopfschmerzen; Enuresis und Enkompresis; Schuppenflechte, Magengeschwüre.

Zugehörige Aktivitäten in den freudschen erogenen Zonen:

Kauen und Verschlucken von Essen; orale Aggressionen gegen einen Gegenstand; Defäkieren
Und Urinieren; anale und urethrale Aggressionen; sexueller Orgasmus; phallische
Aggressionen; Entbindung eines Kindes; statoakustische Erotik ( Iactatio, Turnen,
intensive Hobbys, Fallschirmspringen ).

Zugehörige Erinnerungen aus dem Leben nach der Geburt:

Kämpfe, Auseinandersetzungen und Abenteuer ( aktive Angriffe in Schlachten und
Revolutionen, Erlebnisse aus der Wehrdienstzeit, unruhige Flugreisen, Fahrten auf
Stürmischen Meer, gefährliche Autofahrten, Boxkämpfe ), sinnesberauschende Erlebnisse
( Karneval, Jahrmärkte und Nightclubs , wilde Partys, sexuelle Orgien usw. );
Situationen, in denen man als Kind sexuelle Aktivitäten von Erwachsenen beobachtete;
Situationen, in denen man Opfer von Verführung oder Vergewaltigung war; bei Frauen:
Entbindung ihrer Kinder.

Zugehörige Phänomene in Nach – Tod und LSD Sitzungen:

Intensivierung des Leidens bis zu kosmischen Dimensionen; gleichzeitiges Empfinden von
Lust und Schmerz; <vulkanische> Ekstase; leuchtende Farben; Explosionen und Feuerwerk;
Sadomasochistische Orgien; Mord und Blutopfer; aktive Teilnahme an blutigen Schlachten;
Wilde Abenteuer und Erkundung gefahrvollen Terrains; orgiastische sexuelle Gefühle;
Harems- und Karnevalszenen; Tod- und Wiedergeburtserlebnisse; religiöse Blutopfermotive
( Blutopfer bei den Azteken, Christi Leiden und Tod auf dem Kreuz, Dionysos usw.);
intensive Körperreaktionen ( Druckschmerzen, drohendes Ersticken, Muskelspannungen
die sich tremor- und zuckungsartig entladen, Übelkeit und Erbrechen, heftige Hitze- und
Kälteempfindungen, Schwitzen, Herzbeschwerden, mangelnde Schließmuskelkontrolle ).



BPM IV – Uranus

Zugehörige psychopathologische Syndrome:

Schizophrene Psychosen ( Tod- und Wiedergeburtserlebnisse, wahnhaftes Sendungsbewusstsein.
Erlebnisse des Weltuntergangs und der Neuerstehung der Welt, der Rettung und Erlösung,
sowie der Identifikation mit Jesus Christus ); manische Symptomatik; weibliche Homosexualität,
Exhibitionismus.

Zugehörige Aktivitäten in den freudschen, erogenen Zonen:

Sättigung von Durst und Hunger; Genüsse beim Saugen; libidinöse Gefühle nach dem Defäkieren,
dem Urinieren, dem sexuellen Orgasmus oder einer Entbindung.

Zugehörige Erinnerung aus dem Leben nach der Geburt:

Zufälliges Entkommen aus gefährlichen Situationen ( Ende von Kriegen oder Revolutionen.
Überleben eines schweren Unfalls oder einer schweren Operation ); Überwinden schwieriger
Hindernisse durch eigenes Bemühen; Strapazen und heftige Anstrengungen, die von Erfolg
gekrönt wurden; Naturszenen ( Frühlingsbeginn, Ende eines Sturms, auf dem Meer,
Sonnenaufgang usw. ).

Zugehörige Phänomene in Nach – Tod und LSD Sitzungen:

Plötzliches Nachlassen eines starken Drucks. Erweiterung des Raums. Visionen von
Gigantischen Hallen; strahlendes Licht und wunderschöne Farben ( Himmelblau, Golden,
Regenbogen – Pfauenfedern ); >epiphanische< oder >erleuchtende< Ekstase; Gefühle der
Wiedergeburt und Erlösung; Wunsch nach einem einfachen Leben. Intensivierung der
Sinneseindrücke; Gefühle der Brüderlichkeit; humanitäre und karitative Neigungen;
gelegentlich manische Aktivität und Größenwahnvorstellungen; Übergang zu Elementen
der ersten perinatalen Grundmatrix; angenehme Gefühle können durch eine Krise bei der
Nabelschnurdurchtrennung unterbrochen werden; stechende Schmerzen am Nabel. Aussetzen der
Atmung; Todes- und Kastrationsängste. Veränderung der Körperlage, aber kein Druck von
außen.


Neptun Saturn Pluto Uranus



Das genaue Untersuchen außergewöhnlicher Bewusstseinszustände hat ergeben, dass die
analytische Psychologie, welche sich auf postnatale Prägungen bezieht, einfach nicht ausreicht,
um die komplexen tieferen Schichten des Unterbewusstseins zu erfassen. Die Analyse ist
zu eng und oberflächlich um diesen Code verstehen zu können.

Holotrope Bewusstseinszustände entsprechen der Sprache unserer Seele. In den heutigen noch
unberührten Landschaften nichtindustrieller Länder finden sich Schamanen und Heiler, welche
sich dieser Mysterien bedienen. Ein Schamane setzt sich freiwillig und geschult in den Zustand
des „Ich – Tods“ und erkennt die Matrix des zu heilenden, oder auch seine wirkliche Aura.
Sobald das geschehen ist, kann der Schamane auf holotrope Art die Heilkraft der Seele des zu
Heilenden aktivieren!

Sitzungen in therapeutischer Selbsterfahrung, wie Trancezustände, Trommeln und Rasseln,
Klanginstrumente, Bauchtanz oder Tanz, Meditation, verfeinern den Bewusstseinszustand.
Dabei werden subtilere Schichten des Unbewussten frei und somit mehr Zugang als bei der
Verbal – Therapie.

Die erste Matrix BPM I entspricht in ihren geschilderten Inhalten auf allen Ebenen dem
Planeten Neptun. Wir können BPM I als eine Erfahrung des symbiotischen Universums
bezeichnen. Dieser Zustand ist dem des Fötus im Mutterleib vor der Geburt sehr ähnlich.
Dieser Urzustand der Einheit drückt sich beim ungeborenen Kind so aus, dass es ich von
der Mutter nicht unterscheidet, es nimmt Beides als unzertrennliche Einheit wahr! Dabei
können Visionen der schleichenden Vergiftung eintreten, zum Beispiel wenn die Mutter
Medikamente oder Alkohol, Heroin oder Kokain eingenommen hat. Viele Mütter bekommen
Barbiturate schon Wochen vor der Niederkunft verordnet oder ein entkrampfendes
Medikament unmittelbar vor der Geburt verordnet.

Besonders wenn Neptun unmittelbar vor oder nach dem AC steht, sind solche Umstände
einer Geburt sehr häufig beobachtet worden. Man kann sich gut vorstellen, wie solche
Ereignisse einen Menschen für sein ganzes Leben beeinflussen und sogar traumatisieren
können. Daher wurden nicht selten längere Krankheitsverläufe im Frühkindheitsalter
damit in Zusammenhang gesehen, sobald Neptun „negativ“ erlebt wurde. Bei einer
optimalen Geburt erfährt das Neugeborene Kind angenehmes lauwarmes Wasser, es
spürt die symbiotische Liebe der Mutter, ihr Streicheln und ihre Liebkosungen. Das Kind
wird milde und sorgfältig gereinigt und in weichen Windeln in ein bequemes Bettchen
gelegt.

Manchmal scheinen Menschen mit Neptun um den AC geboren besonders sensibel auf
ihre Umwelt zu reagieren. Man erwacht und ist nicht mehr in der gewohnten in Watte
verpackter Symbiose. Weltschmerz und Verletztheit, hilflos wie ein Rehkitz, so fühlt
sich Neptun im Schatten der ersten Häuserspitze an. Aber auch fünf Grad vor dem AC
wirkt der Sog des kardinalen Kreuzes, hier schlüpft schließlich die Seele in den Körper!
Daher heißt der Zeichenübergang von 28° Grad Fische bis ein Grad Widder die
„Kosmische Spalte“.

Die zweite Matrix BPM II entspricht in ihren archetypischen Inhalten dem Planeten
Saturn. Beengende Visionen der Hölle, des Gefressenwerdens, beengende Gefühle
der Ausweglosigkeit etc. entsprechen dem Stadium der Geburtsphase, in welcher der
die Kontraktionen des Uterus den Fötus bedrängen und der Muttermund noch nicht
geöffnet ist. Der Beginn der Wehen wird vom Fötus als Alptraum empfunden, er
sträubt sich gegen die Geburt. Stellen wir uns Astronauten vor, welche wochenlang
schwerelos die Erde in einer Raumkapsel umkreist haben. Wir kennen die Bilder nach
ihrer Landung, sie können alleine stundenlang noch nicht Stehen und müssen sich erst
allmählich wieder an die Schwerkraft gewöhnen! Ähnlich geht es einem neugeborenen
Kind, die körperliche Realität wird auf einen Schlag wahrgenommen. Kurz vorher hatte
man sich im schwerelosen Zustand der Symbiose gefunden.

Die Verbindung über die Nabelschnur ist jäh unterbrochen worden, somit auch zum
Paradies der geistigen Schwerelosigkeit. Jetzt ist man eine winzige Person mit eigenem
Körper und Blutkreislauf. Der Geburtsvorgang kann für den Fötus mit Erfahrungen von
Höllenszenen und teuflischen Archetypen begleitet sein. Menschen mit Saturn unmittelbar
vor oder nach dem AC hatten sehr häufig eine schwere Geburt.

Mit dieser Stellung von Saturn neigt man zunächst zu einer betonten Ernsthaftigkeit, man
steht sich leicht selber im Wege, ist sehr selbstkritisch und abwartend. Oft sind materielle
Einschränkungen in der frühen Kindheit zu beobachten. Durch gemachte Erfahrungen reift
Saturn durch Erfahrung zum Würdenträger einer Persönlichkeit heran. Er kann im ersten
Haus wie der Fels in der Brandung dastehen. Saturn im zwölften Haus ergibt nicht selten
den Geburtenverweigerer.

Die dritte Matrix BPM III wird dem Planeten Pluto zugeordnet. Subjektiv wird ein Kampf
auf Leben und Tod während der Geburt erlebt. Die Atmosphäre kurz vor der Geburt kommt
einen tosenden Vulkan vor der unmittelbaren Explosion gleich. Man hat das Gefühl erdrückt
zu werden. Aggressionen wechseln mit sexueller Erregung, die Berührung mit biologischen
Substanzen wie Schleim, Blut, Urin und Kot verursachen Übelkeit und Erregung zugleich.
Man kann Empfindungen von reinigendem Feuer haben, oder titanische Gefühle der Macht.
Die Identifikation mit Gestalten wie Osiris, Dionysos, Adonis oder Quetzalcoatl spielen
eine große Rolle. Menschen mit Pluto vor und nach dem AC glauben oft eine besondere
Mission im Leben erfüllen zu müssen, oder man nimmt sich zu wichtig. Berührungsängste,
besondere Ich – Masken finden wir hier sehr oft vor.

Besonders Pluto vor dem AC, aber auch im zwölften Haus weist auf vorgeburtliche Traumata
hin! Zum Beispiel kann eine versuchte, misslungene Abtreibung angezeigt sein, oder eine
gefährliche Phase der Schwangerschaft, in welcher Mutter und Kind um ihr Leben finden
mussten. Wir haben einige Links zusammengestellt, damit man sich ein wirkliches Bild
davon machen kann. Eine Bekannte fragte vor einigen Jahren bei uns besorgt wegen ihrer
sechsjährigen Tochter nach. Die Kleine hatte eine längere Phase von hysterischen Anwandlungen
durchlebt, begleitet von Alpträumen.

Wir sahen uns das Horoskop des Mädchens an und fanden eine Pluto/Mond Konjunktion im
Skorpion im zwölften Haus acht Grad vor dem AC vor! Wir fragten die Mutter, ob sie vielleicht
Komplikationen vor der Geburt hatte. Sofort ging unserer Bekannten ein Licht auf, sie hatte
sechs Wochen vor der Geburt am rechten Bein eine Thrombose und kam gerade noch rechtzeitig
in ein Krankenhaus.

Bei unserem Sohn Christian war es eine ähnliche Situation. Der Arzt hatte die Geburt zu Anfang
der Schwangerschaft auf den 16.4.1982 bestimmt. Ich freute mich sehr, da ich am gleichen Tage
als Widder Geburtstag habe. Mitte März hatte meine Frau starke Blutungen und ging für drei Tage
in eine Klinik. Man merkte dort nicht, dass meine Frau einen zu engen Muttermund hatte, auch
der Hausarzt merkte nichts. Mitte April hatte Rosemarie starke Wehen. Früh am Morgen fuhren
wir wieder in die Klinik. Wieder merkte man nichts, gab ihr entkrampfende Mittel und schickte sie
nach zwei Tagen nach Hause.

Am 16.5.1982 um 19 Uhr 48 war es mit Kaiserschnitt endlich so weit! Die 13 Stunden zuvor
war Rosemarie am Wehentropf, ihre Schmerzen waren unerträglich Zudem war es Sonntag,
der Chefarzt hatte frei. Erst als ich gegen 19 Uhr lauthals im Kreissaal schimpfte, weil die
Ärztin immer behauptete, Rosemarie hätte keine Wehen, riefen sie den Chefarzt. Dieser kam
Fünfzehn Minuten später in die Klinik, untersuchte kurz meine Frau und entschied sofort
auf Kaiserschnitt.

Der Wehenmesser hatte nichts angezeigt, weil Rosemaries Fruchtwasserblase kurz vor dem
Platzen war, sie war stark verfärbt. Der Arzt meinte, einen Tag später wären beide daran
gestorben. Unser Sohn Christian hat Pluto in der Waage mit Jupiter im Skorpion im zwölften
Haus.

Die vierte Matrix BMP IV entspricht dem Planeten Uranus. Sie spiegelt den Augenblick der
Geburt und den Eintritt in eine völlig neue Form des Daseins. Der Austritt aus dem
Geburtskanal ist vollbracht. Subjektiv wird diese Abfolge als psychospiritueller Akt von
Tod und Wiedergeburt erlebt. Emotionales Leiden stößt auf die Erfahrung der Vernichtung
auf allen Ebenen, physisch, emotional, intellektuell, moralisch, sowie transzendental. Diesen
Erscheinungen folgen Visionen eines blendenden goldenen Lichts, Regenbogen mit Pfauenfedern,
oder Engel und himmlische Wesen. Eine tiefe spirituelle Befreiung ist zu verspüren, eine
göttliche Vision oder Erlösung. Das Weltall oder Universum scheint im göttlichen Glanz,
alles Böse und Schlechte verkommt zur unwichtigen Nebensächlichkeit.

Menschen mit Uranus um den AC besitzen eine rasche und unkonventionelle Auffassungsgabe.
Personen mit Kaiserschnitt haben häufig Uranus an dieser Stelle. Manchmal war man mit Uranus
Im zwölften Haus ein „Kuckucksei“, man wurde adoptiert oder eine ursprüngliche Vaterschaft
wurde verschwiegen.




Demnächst folgt der zweite Teil.

Arnold und Rosemarie

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Arnold Buchenrieder
 
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Beitragvon Arnold Buchenrieder » Mi 6. Jul 2005, 00:22

Liebe Foris,

Aius aktuellem Anlass habe ich diesen Beitrag von der zweiten Seite geholt. Der zweite Teil findet sich ebenso dort.

Mit lieben Grüßen! :wink:

Arnold
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Beitragvon Carla » Mi 6. Jul 2005, 10:47

Also, ich habe vor nicht allzu langer Zeit ein Kind auf die Welt gebracht und möchte noch eines haben, aber bei dieser Lektüre könnte es mir gleich vergehen.

Ich denke das kommt heraus wenn Männer über Frauen und Geburt schreiben und das ohne den angebrachten Respekt sondern einfach mit eigenen Theorien drüber fahren.

Mich würde interessieren, was andere Frauen darüber denken.
Wenn ich damit am Image eines Gurus kratze solls mir auch recht sein.

Grüsse, Carla
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Beitragvon avec » Mi 6. Jul 2005, 11:12

Liebe Carla,

Suchterkrankungen aller Art, Psychosen, Neurosen, Schizophrenie, pathologische Erkrankungen,
etc.


Grof hat mit Menschen gearbeitet, die seelisch schwer krank waren, und das, was hier veröffentlicht wird, bezieht sich darauf. Es geht, wenn ich das richtig verstehe, um seelische Schwachstellen, die später zu Krisen geführt haben und mit herkömmlichen Methoden nicht behandelbar waren. So verstehe ich auch seine Forschung, es geht um seelische Erkrankungen, der mit LSD auf den Grund gegangen wurde.

Die männliche Sichtweise auf das, was Frauen unter der Geburt, erleben, muss zwangsläufig begrenzt sein. Die Tatsache, dass jeder Mensch seine eigene Geburt erlebt, bedeutet auch für mich nicht, dass damit klar ist, was eine Frau während der Geburt erlebt. Dass Männer darüber forschen, schreiben, reden, ist ja ein Klassiker, der auch etwas mit Machtstrukturen zu tun hat.

Liebe Grüße!
Avec.
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Beitragvon Carla » Mi 6. Jul 2005, 12:26

Hallo avec,


die transpersonale PT hat mich schon immer interessiert, ich kannte sie aber nur aus Erfahrungsberichten zB dem holotrophen Atmen
und habe nur sehr wenig darüber gelesen.

Ich hatte mich auch mal zu einem Seminar angemeldet, mich dann aber kurzfristig wieder abgemeldet, weil ich das Gefühl hatte ich sollte es lieber lassen.

Wie auch immer, bei diesen Artikeln beschleicht mich der Verdacht es könnte mir dort etwasw begegnen das mir gar nicht gefällt.

Aber ich will ja nicht eine ganze Schule in Verruf bringen nur wegen ein paar Artikeln.

Grüsse, Carla
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Beitragvon Carla » Mi 6. Jul 2005, 14:52

Liebe avec,


Dass Männer darüber forschen, schreiben, reden, ist ja ein Klassiker, der auch etwas mit Machtstrukturen zu tun hat.


dieser Satz hat mich beim zweiten Durchlesen auf einen interessanten Gedanken gebracht.
Ich denke es könnte unter Umständen auch eine subtile Form der Machtausübung darstellen.

Grüsse,

Carla
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Beitragvon avec » Mi 6. Jul 2005, 15:25

Liebe Carla,

das Wissen um Geburt und wachsendes Leben war ja lange Frauendomäne, die Verdrängung und auch Ermordung der heilkundigen Frauen hatte zur Folge, dass die weibliche Medizin erst einmal tot war, und die männlich wissenschaftliche Medizin lebte. Das männlich akademische Selbstverständnis ist bis heute ziemlich ungebrochen, und das weibliche sicher immer noch untergraben. Dahinter stand ein komplexes Motivbündel, es ist erforscht, dass die Hexenverfolgung und das Entstehen einer männlich universitären Ärzteschaft in Zusammenhang stehen. Die männliche Kontrolle über die weibliche Sexualität und Geburt hat natürlich etwas mit Machtausübung zu tun.

Ich glaube, dass ein Teil der Empörung, die Arnolds Postings hier (auch bei mir) auslöst, neben der persönlichen Betroffenheit auch aus diesem kollektiven Thema gespeist ist: Hier erzählt wieder ein Mann etwas, (verstärkt dadurch, dass er sich auf die Wissenschaft beruft), was ein zutiefst weibliches Thema zumindest anrührt. Das kollektive Erbe der unterdrückten weiblichen Sexualität, die männliche Arroganz auch hierüber Bescheid wissen zu wollen, und sei es auch nur aus Angst vor der Weiblichkeit, das Thema Missbrauch...es entsteht einfach ein brisanter Mix.

Worum es geht, ist das Verständnis für Weiblichkeit, und ich denke, das können nur wir Frauen selbst entwickeln, es von einem Mann zu erwarten, hiesse, das alte Spiel wieder und wieder neu zu energetisieren.

Liebe Grüße!
Avec.
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Beitragvon Carla » Mi 6. Jul 2005, 15:32

Liebe avec,

danke für deine interessanten Gedanken.
Ich erwarte das Verständnis für Weiblichkeit gar nicht von einem Mann. Das ist ja genau der Punkt.

Liebe Grüsse, Carla
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Beitragvon Carla » Mi 6. Jul 2005, 15:38

heute kommen mir die Gedanken immer erst im 2. Anlauf:

ein Mann kann natürlich versuchen meiine Weiblichkeit empathisch zu verstehen.
Aber er darf sie mir nicht als Fachmann erklären.

lG

Carla
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Beitragvon avec » Mi 6. Jul 2005, 15:50

Liebe Carla,

wenn Du kein Verständnis für die Weiblichkeit erwartest, in irgendeiner Ecke Deines Wesens, dann würdest Du die postings über die Geburt durchwinken und denken: "keine Ahnung, die Typen, ich wusste es ja."

Lieben Gruß!
Avec.
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Beitragvon Carla » Mi 6. Jul 2005, 16:04

Liebe avec,



wenn Du kein Verständnis für die Weiblichkeit erwartest, in irgendeiner Ecke Deines Wesens, dann würdest Du die postings über die Geburt durchwinken und denken: "keine Ahnung, die Typen, ich wusste es ja."


ich weiss nicht. Vielleicht schon.Aber sicher auch das Machtgefälle das bei sowas hergestellt wird. Was ich mir schon wünsche vor allem in der Beziehung zu meinem Partner ist eben einfühlsames Verstehen(oder der ernstgemeinte Versuch dessen)
Das bekomme ich dort auch.
In meinen Arbeitsbeziehungen war ich allerdings schon oft konfrontiert mit Männern die glaubten sie müßten den Frauen die Welt erklären.
Ich glaube dass jede Frau heute sich in irgend einer Weise zu irgend einem Zeitpunkt mit der Machtausübung durch Männer auseinandersetzen muss.
Wie auch immer sie das macht.
Manchmal kann einen das ganz schön ärgern.

Carla
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Beitragvon starfish » Mi 6. Jul 2005, 18:10

Hallo Carla,

Carla hat geschrieben: Ich denke das kommt heraus wenn Männer über Frauen und Geburt schreiben und das ohne den angebrachten Respekt sondern einfach mit eigenen Theorien drüber fahren.

Mich würde interessieren, was andere Frauen darüber denken.
Wenn ich damit am Image eines Gurus kratze solls mir auch recht sein.


Persönlich erlebt habe ich bisher meine eigene Geburt - als Kind wiedererinnert in einem eindrücklichen Traum und während einer Rückführungstherapie. Insbesondere der Traum stimmt in gewisser Weise mit diesen Phasen, die Grof beschreibt, überein. Wobei meine Geburt nicht im engeren Sinne "traumatisch", aber auf jeden Fall stressig war. :wink: Dementsprechend habe ich auch keine harten Planeten um den AC herum.

Und immerhin hat Grof mindestens seine eigene Geburt auch einmal erlebt, ein klitzekleines bisschen Kompetenz könnte er da also schon haben. :wink:

Ich habe kein Problem damit, wenn ein Mann versucht, die Bewusstseinszustände von Frauen zu beobachten und niederzuschreiben. Ich kann nicht verstehen, warum Grofs Beobachtungs- und Formulierungsprozess sowie dessen Interpretation von dir und Avec als patriarchale Anmaßung gegenüber der Erlebnisweise von Frauen verurteilt wird (ich weiß nicht, wie ich das sonst formulieren soll). Nur, weil es Menschen gibt, die ihre Geburt als ein Horrorszenarium wiedererinnern? Zunächst mal muss das nicht bei jedem so sein, und wenn jemand das in gewissen Fällen feststellt, ist er doch nicht der Verursacher oder Buhmann? Das ist doch eine altertümliche (und sicher nicht feminine) Methode, den Überbringer schlechter Nachrichten (symbolisch) einen Kopf kürzer zu machen. :wink:

Man könnte sich natürlich fragen, ob die Patienten im LSD-Zustand überhaupt klare Aussagen machen können. Soweit ich weiß, wird heute LSD nicht mehr eingesetzt, dafür gibt es ja jetzt diese Atemtechnik. Da ich mich selbst nie in diesem Zustand befunden habe, kann ich dazu nichts sagen. Wenn Herr Grof allerdings meint, ein Muster zu erkennen und dies beschreibt - er hat ja nach eigener Behauptung viele solcher Sitzungen seit den 60er Jahren gemacht - warum sollte ich ihm das nicht glauben? Nur weil er ein Mann ist? Zumal meine eigene weibliche Wahrnehmung vor über 30 Jahren nicht eklatant von seinen Beobachtungen abweicht?

Stanislav Grof arbeitet im Übrigen eng mit seiner Frau http://www.holotropic.com/bio-christina-grof.shtml zusammen, die ihm sicherlich über den Mund fahren würde, wenn er da aus feministischer Sicht Kokolores produziert. :mrgreen: Ich konnte ihn auf dem letzten Astrologie-Kongress in Zürich persönlich bei einem Vortrag eben über dieses Thema erleben. Ich gestehe ihm durchaus zu, dass er hier gewisse Muster, die sich bei Männern UND Frauen während der jeweils eigenen Geburt gleichermaßen abspielen, erkannt und formuliert hat.

Und ich denke, als Guru produziert sich Herr Grof am allerwenigsten...

Grüße
Birgit
Astrologische Psychologie API
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Beitragvon Carla » Mi 6. Jul 2005, 21:18

Hallo starfish,

ich kannte seine Frau nicht.
Ich weiss nicht ob nur ich sie nicht kenne, oder ob es sich so verhält wie anscheinend öfter, dass die Frau hauptsächlich aus dem Hintergrund agiert und der Mann publiziert und gehuldigt wird.
Womöglich wird dann die Frau im Hintergrund vom Mann auch noch als Rechtfertigung benutzt über Weiblichkeit zu schreiben.
Aber vielleicht verhält es sich ja hier ganz anders.
Grüsse, Carla
Carla
 
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Beitragvon starfish » Mi 6. Jul 2005, 22:03

Hallo Carla,

seine Frau publiziert selbst.

Grüße
Birgit
Astrologische Psychologie API
Vedische Astrologie (Dirah-Akademie)
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Beitragvon hsh » Mi 6. Jul 2005, 23:35

Carla hat geschrieben:Also, ich habe vor nicht allzu langer Zeit ein Kind auf die Welt gebracht und möchte noch eines haben, aber bei dieser Lektüre könnte es mir gleich vergehen.

Ich denke das kommt heraus wenn Männer über Frauen und Geburt schreiben und das ohne den angebrachten Respekt sondern einfach mit eigenen Theorien drüber fahren.

Mich würde interessieren, was andere Frauen darüber denken.
Wenn ich damit am Image eines Gurus kratze solls mir auch recht sein.

Grüsse, Carla


Hallo zusammen :)
Liebe Carla :)

ich kann deine Emotionen gut nachvollziehen, denn wie ich in einem anderen Thread bereits erwähnte, fällt es auch mir sehr schwer Grofs Aussagen hinzunehmen ohne dass mein Magen rebelliert. Hätte ich zeitlich weniger Distanz zu meinen eigenen Entbindungen oder gar schon oder noch die nächste in Planung, dann wäre mein spontanes Abscheugefühl sicher noch ausgeprägter.
Ich mag Grof nicht verurteilen, allein weil er ein Mann ist, der sich herausnimmt in den weiblichen Geburtsmythos forschend einzudringen - dazu weiß ich noch viel zu wenig über seine Arbeiten.
Ich habe meine Kinder im Beistand von Männern entbunden und mich sehr wohl und geborgen dabei gefühlt. Also denke ich nicht, dass Männern allein aufgrund ihres Geschlechts das Verständnis oder ein gewisses Ehrfurchtsempfinden für natürliche Zyklen oder einen Geburtsvorgang abgesprochen werden könnte. Vielleicht gehen sie anders an die Dinge heran - was sich m.E. durchaus ergänzend auswirken kann.

Auch wenn eine Frau geschrieben hätte, was der Herr Grof erforscht haben will, wäre mir der Text deshalb kein Stück angenehmer.

Hallo starfish :)

starfish hat geschrieben:Und immerhin hat Grof mindestens seine eigene Geburt auch einmal erlebt, ein klitzekleines bisschen Kompetenz könnte er da also schon haben.


Entschuldige bitte, wenn ich diese Aussage wenig sachlich finden kann. Wären demnach vielleicht alle auf natürlichem Wege zur Welt gekommenen Menschen geborene Gynäkologen?

starfish hat geschrieben:Ich habe kein Problem damit, wenn ein Mann versucht, die Bewusstseinszustände von Frauen zu beobachten und niederzuschreiben. Ich kann nicht verstehen, warum Grofs Beobachtungs- und Formulierungsprozess sowie dessen Interpretation von dir und Avec als patriarchale Anmaßung gegenüber der Erlebnisweise von Frauen verurteilt wird (ich weiß nicht, wie ich das sonst formulieren soll).


Ich teile wie gesagt, die Perspektive von Carla und Avec nicht in der Schärfe, kann jedoch den Vorwurf der patriachalen Anmaßung durchaus nachvollziehen. Die Vermutung, dass der Herr Grof selbst noch irgendwo eine Geburtstraumen-Rechnung offen hat liegt für mich sehr nahe.

starfish hat geschrieben:[...]Wobei meine Geburt nicht im engeren Sinne "traumatisch", aber auf jeden Fall stressig war. Dementsprechend habe ich auch keine harten Planeten um den AC herum.


Ich selbst habe Saturn direkt auf dem AC, doch fehlt mir das traumatische Geburtserlebnis dazu. Meine Tochter hat Uranus Neptun und Saturn in AC Nähe. Dennoch, eine völlig unproblematische Geburt ohne Drogen und Betäubung.
Geburten meiner Schwester 1. Geburt; Fruchtwasser grün, Kind mit Hängen, Würgen und Sauglocke rausgezerrt, sofort auf die Intensivstation - Waage-AC ohne Planeten in der Nähe oder im Aspekt zum AC.
2. Geburt; Sectio wegen Infektion - Krebs-AC ohne Planeten in der Nähe, Quadrat Venus.
Deshalb würde ich nun nicht gleich alle Studien des Herrn Grof in Frage stellen wollen. Wohl aber betrachte ich sie mit einer gewissen Skepsis, weil mir persönliche Erfahrungen immer noch über anderer Leute Studien gehen.

starfish hat geschrieben:Ich konnte ihn auf dem letzten Astrologie-Kongress in Zürich persönlich bei einem Vortrag eben über dieses Thema erleben. Ich gestehe ihm durchaus zu, dass er hier gewisse Muster, die sich bei Männern UND Frauen während der jeweils eigenen Geburt gleichermaßen abspielen, erkannt und formuliert hat.


Und was bedeutet das deiner Meinung nach für den Rest der Menschheit?

starfish hat geschrieben:Und ich denke, als Guru produziert sich Herr Grof am allerwenigsten...


Reicht ja auch, wenn er von seinen Anhängern so produziert wird.

Liebe Grüße
Herma
hsh
 
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