Tierkreis im Süden drehen

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Beitragvon Astrosoph » Mi 27. Feb 2008, 11:30

Hallo Birgit,

wie definierst Du astrologisch den tropischen Tierkreis für sich oder im Verhältnis zum siderischen?
Astrosoph
 

Beitragvon Astrosoph » Mi 27. Feb 2008, 11:42

Hallo Astro16,

warum siehst Du bezüglich des Äquators ein Problem bei der Verwendung des Tierkreises?

Die Exaktheit, die Astrologen für die Ekliptikgrade fordern, um z.B. ein Äquinoktium mit Sekundengenauigkeit berechnen zu können (Sonne noch in den Fischen oder schon im Widder?? Da geht es um Sekunden.)
, ist m.E. auch auf die geographische Position zu übertragen, an der sich ebenfalls entscheiden läßt, ob jemand nördlich oder südlich des Äquators geboren ist. Die Genauigkeit, die Astrologen auf der Ekliptik verwenden, ist analog auf geographische Postionen zu übertragen. GPS macht es uns vor. Warum auf dem einen System höchste Meßgenauigkeit fordern, während auf dem anderen mit Schwammigkeit gedacht wird - das ist inkonsequentes Denken. Nach einer zeitstrukturellen Definition des Tierkreises wäre das die gebotene Logik.

Biologische Systeme sind hochgradig empfindliche Systeme, die auf Zeitverschiebungen im Milllisekundenbereich reagieren.
Auch im Körper selbst sind große und allerkleinste Zeitrhythmen genaustens aufeinander abgestimmt, daß man nur staunen kann.
Astrosoph
 

Beitragvon starfish » Mi 27. Feb 2008, 11:52

Du meinst den astrologischen Unterschied? Da kann ich nur aus meiner Erfahrung heraus sprechen. Der tropische Tierkreis geht in Richtung Konzeption oder Entwurf, während der siderische Tierkreis die Fakten der Realität anzeigt. So ungefähr.

Beispiel: wenn ich mein Horoskop nach den indischen Regeln auf der Basis des tropischen Zodiaks deute, dann ist zu erkennen, wer ich sein will, welche Themen ich mir im Leben vornehmen will (warum auch immer), während der siderische Tierkreis anzeigt, was tatsächlich ist, was ich aus meinen Ambitionen realistischerweise machen kann.

Je nachdem, was ich aus einem Horoskop erfahren will, nehme ich die eine oder andere Methode.

Bei Kylie Minogue sieht man z.B. in den westlichen Horoskopen eine massive (psychologische) Herausforderung während der Krebserkrankung 2005, vermutlich mit der Aufforderung, wesentliche Dinge im Leben zu ändern oder neue Sichtweisen einzunehmen, während man im indischen Horoskop damals erkennen konnte, dass ihr Leben zumindest 2005 nicht wirklich in Gefahr war.

Grüße
Birgit
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Beitragvon Astro20 » Mi 27. Feb 2008, 18:20

Hallo :)

@Starfish:

Die Tierkreiszeichen von den Jahreszeiten abhängig zu machen, ist fragwürdig, denn es gibt nicht überall auf der Erde Jahreszeiten. Wie müsste der Tierkreis an den Polkappen heute aussehen? Und wie vor Jahrmillionen, als dort tropisches Klima herrschte? Vor 10.000 Jahren waren die Jahreszeiten in Europa anders als heute. Haben wir in 10.000 Jahren, wenn vielleicht wieder eine Eiszeit herrscht, auch einen anderen Tierkreis?


Es sind ja nicht nur die Jahreszeiten, sondern die Tagbögen. Aber das haben wir mit Christine schon in länge und breite diskutiert :)

Im Grunde würde das bedeuten, dass tropische Astrologie nicht überall und nicht immer auf der Erde funktioniert. Wäre für mich höchst unbefriedigend. Dann doch lieber den siderischen Tierkreis nehmen. Da stellt sich dieses Problem nicht, sondern nur jenes, wo der genaue Anfang ist.


Doch doch, er funzt überall, die Auslösungen waren zu Ereignissen immer gegeben (bei den Leuten auf der Südhalbkugel).

@Astrosoph

warum siehst Du bezüglich des Äquators ein Problem bei der Verwendung des Tierkreises?


Weil der Äquator die genaue Mitte darstellt, also ist auch die Mitte der Tiekreise zu nehmen, man müsste beide verwenden. Roscher meinte, bei 5 Meter über dem Äquator kann z.B. der Mond zu 5% im Krebs und zu 95 % im Steinbock stehen oder so ähnlich.

Fände ich auch logisch, dass die Mitte einfach der Mittelwert ist.

LG Astro16
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Beitragvon starfish » Mi 27. Feb 2008, 19:43

Astro16 hat geschrieben:Es sind ja nicht nur die Jahreszeiten, sondern die Tagbögen. Aber das haben wir mit Christine schon in länge und breite diskutiert :)


Ja, ich weiß, nur der Grund ist für mich nicht nachvollziehbar. Rein von der Anschauung her, siehe Grafik oben. Osten ist Osten, Westen ist Westen, auf der Süd- wie auf der Nordhalbkugel. Es ist ganz gleichgültig, ob du dir dazu Tagbögen anschaust oder die scheinbare Bewegung der Sonne.

Wenn der Aszendent wie auch die Planeten auf der Südhalbkugel im jeweils gegenüberliegenden Zeichen sein sollen, resultiert dies eben in einem Tierkreis, der am Äquator um 180° gedreht ist. Das wird allein von Jahreszeiten abgeleitet. Jahreszeiten, die es nicht überall gibt.

Die Dissertation von Robert Powell "Geschichte des Tierkreises" geht davon aus, dass der Tierkreis zum ersten Mal in Babylonien definiert wurde, und zwar in direkten Bezug auf Fixsternbilder (Aldebaran und Antares). Erst um die Zeitenwende herum wurde der tropische Zodiak beliebter - weil er einfacher zu berechnen war, und weil er von einem der bekanntesten Astrologen der damaligen Zeit benutzt wurde: Ptolemäus.

Ganz abgesehen davon: Astrologie ist geozentrisch, auf den Mittelpunkt der Erde bezogen. Da erübrigt sich zumindest, was die Planeten betrifft, die Diskussion um Nord- und Südhalbkugel. Eine mir bekannte Astrologin hat einige Jahre lang die Mondparallaxe ausprobiert und ad acta gelegt. Hat nicht besser funktioniert als die traditionelle geozentrische Berechnungsweise.
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Beitragvon Astrosoph » Mi 27. Feb 2008, 21:27

Hallo Birgit,
das ist eine astrologische Deutung des Tierkreises..., aber keine Definition.

Was für eine unastrologische Definition hast Du vom tropischen Tierkreis?
Zuletzt geändert von Astrosoph am Mi 27. Feb 2008, 22:16, insgesamt 1-mal geändert.
Astrosoph
 

Beitragvon Astrosoph » Mi 27. Feb 2008, 22:15

Hallo Astro16,


Weil der Äquator die genaue Mitte darstellt, also ist auch die Mitte der Tiekreise zu nehmen, man müsste beide verwenden. Roscher meinte, bei 5 Meter über dem Äquator kann z.B. der Mond zu 5% im Krebs und zu 95 % im Steinbock stehen oder so ähnlich. Fände ich auch logisch, dass die Mitte einfach der Mittelwert ist.


Eine Prozentverteilung über oder unter dem Äquator verhält sich etwa so wie die Münze zur Ehre und Zahl. Entweder ist die Zahl oder Ehre auf der einen oder anderen Seite.
Die Vorstellung der Mitte entsteht durch die räumliche Vorstellung des Äquators als Teiler der Erde. Aber hinsichtlich der Zeitstruktur ist die Vorstellung der Mitte eine Täuschung. Was des einen Ende ist, ist des anderen Anfang. Wenn die Sonne untergeht, ist es der Beginn der Nacht und das Ende des Tages.
Die Mitte des Tages liegt jedoch im MC, die Mitte der Nacht im IC.
Astrosoph
 

Beitragvon Christine Keidel-Joura » Mi 27. Feb 2008, 23:57

Eine Prozentverteilung über oder unter dem Äquator verhält sich etwa so wie die Münze zur Ehre und Zahl. Entweder ist die Zahl oder Ehre auf der einen oder anderen Seite.


... die Erde ist eine Scheibe :P :P :P

und die Ehre wächst nur auf einer Seite :lol:
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Beitragvon starfish » Do 28. Feb 2008, 09:56

Astrosoph hat geschrieben:Hallo Birgit,
das ist eine astrologische Deutung des Tierkreises..., aber keine Definition.

Was für eine unastrologische Definition hast Du vom tropischen Tierkreis?


Na, die, die wir alle bereits in der Schule gelernt haben. Deine Frage ist jetzt nicht ernst gemeint, oder?! :lol:
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Beitragvon Astrosoph » Do 28. Feb 2008, 10:31


... die Erde ist eine Scheibe :P :P :P
und die Ehre wächst nur auf einer Seite


Als Bild ist die Assoziation nicht verkehrt, denn die Erde ist in viele Zeitscheiben (Breitengrade) einteilbar. Jeder Breitengrad ist hinsichtlich der Zeit als Scheibe, oder besser, als Kreis zu verstehen.
Insofern war das Bild der alten Chinesen, daß die Erde eine quadratische Fläche sei, im dynamischen Sinne nicht falsch. Als die Jesuiten den chinesischen Gelehrten mit Teleskopen bewiesen, daß die Erde in eine Kugel ist, und diese sich um die Sonne dreht, verstanden sie es wohl, nur beklagten sie sich darüber, daß die Naturwissenschaftler ihre taoistische Auffassung des ewig Fließenden einfach nicht begreifen konnten.
Auch die Vorstellung im Mittelalter der Erde als Scheibe, als das antike Wissen von der Kugelgestalt der Erde fast wieder in Vergessenheit geraten war, ist in diesem Zusammenhang richtig. Intuitiv wußten früher die Menschen, daß Zeit und Gestalt eine proportionale Einheit ist. Aber die intuitiv-mythische Fähigkeit in stimmigen Bildern zu denken, ist dem in naturwissenschaftlicher Bildung befangenen modernen Menschen fremd und unverständlich geworden.
Astrosoph
 

Beitragvon Astrosoph » Do 28. Feb 2008, 10:43

Na, die, die wir alle bereits in der Schule gelernt haben. Deine Frage ist jetzt nicht ernst gemeint, oder?! :lol:


Die Frage ist insofern ernst gemeint, als daß es verschiedene Möglichkeiten der Definition des Tierkreises gibt. Für die Diskussion, wer sie denn hier noch ernst nimmt, wäre eine Darstellung Deines Schulwissens ggf. hilfreich.
In einer Grundlagendiskussion bleibt es nicht aus, daß man auf die Prämissen zurückgeworfen wird, worin das gesamte existentielle Kartenhaus der Weltvorstellung wurzelt.
Astrosoph
 

Beitragvon Arnold Buchenrieder » Do 28. Feb 2008, 11:09

Hallo ihr Lieben,

Vielleicht kenne einige von euch den alten Astrologen Oskar Adler ( Das Testament der Astrologie ). Er machte sich ebenso Gedanken über die südliche Halbkugel, und er war der Auffassung, dass die Tierrkeiszeichen umgedreht gedeutet werden sollten. Es kommt eben auf die Methode und der Betachtungsweise an! Sobald wir auf der nördlichen Halbkugel im Widder stehen und der Frühling beginnt, fängt in Argentinien der Herbst an. Dem hermetischen Gesetzen gemäß nimmt der Mensch subjektiv aus seinem Blickwinkel heraus die Umwelt wahr. Die Astrologie wurde auf der nördlichen Halbkugel geschaffen. Für uns steht der aufsteigende Mondknoten zum Beispiel außer Frage. Aber, der absteigende Mondknoten wäre in Argentinien subjektiv gesehen aufsteigend..... Der Tierkreis ist eine willkürliche Aufteilung, entsprechend des scheinbaren Umlaufs der Sonne ist er darauf bezogen und in 12 Abschnitte eingeteilt Natürlich haben wir die Archetypen geschaffen, bezogen auf die nördliche Halbkugel. Wir wissen aber auch, dass Symbole und Zeichen in ihrem Gehalt identisch sein können. Zum Beispiel hat der Skarabäus die Eigenschaften des Krebses. Auf der südlichen Halbkugel gibt es sicher Entsprechungen für den Widder, aber dort findet man in den alten Kulturen eher Astronomie. Wenn also jemand in Argentinien im Widder geboren wird, ist dort jedenfalls Herbstanfang.

Alles liebe!

Arnold
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