Uranus - Neptun - Pluto

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Uranus - Neptun - Pluto

Beitragvon Arnold Buchenrieder » Mi 22. Dez 2004, 02:12

Uranus, Neptun und Pluto.

Diese drei äußeren Planeten werden auch die drei geistigen Planeten genannt oder auch
Transformationsplaneten. Durch ihre enormen Umlaufzeiten von 84.016 Jahren bei Uranus,
164,774 Jahren bei Neptun und 247,700 Jahren von Pluto um die Sonne spiegeln sie ihre
Wirkungen in den Epochen der Geschichte wieder. Vor gut 500 Jahren wanderte Pluto
durch das Zeichen des Skorpion. Zu dieser Zeit stand die Inquisition in ihrer vollen
Blüte, Seuchen wie die Pest usw. waren an der Tagesordnung, ebenso Krieg und Dogma
Der Kirche. In den 80zigern des letzten Jahrhundert wurden unter gleicher Konstellation
Tabus wie sexueller Missbrauch von der Öffentlichkeit aufgegriffen, das Aids Virus breitete
sich aus.

Neptun im Skorpion sorgte in den 60zigern für die Auflösung bestehender Tabus und
Hemmungen in der Liebe ( Oswald Kolle ), die Scheidungswelle begann überzuschwappen.
Unter der Uranus/Pluto Konjunktion in der Jungfrau wurde die bestehende Ordnung durch
Studentendemonstrationen und Hippies in Frage gestellt. Zugleich sorgte Neptun im
Skorpion für eine über die westlichen Länder schwappende Drogenwelle. Meditation
und fernöstliche Religionen begannen viele Menschen zu interessieren.

Man könnte an dieser Stelle tausende von Jahren der Geschichte folgerichtig nachvollziehen!
Mundan Astrologie kann sehr spannend sein, sie stellt nicht mehr und weniger einen
Zweig der Astrologie dar. Hier stelle ich die Eigenart der drei äußeren Planeten im
persönlichen Horoskop vor, wie sie tiefenpsychologisch wirken. Die alten Astrologen
kannten lediglich die „Zwei Lichter“ Sonne und Mond, sowie die inneren Planeten
Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn und zudem die Knotenachse.

Trotz dieser Tatsache brachten sie erstaunliche Deutungen und treffliche Aussagen
zu Stande. Die sieben Planeten genügten den Ansprüchen der Zeit, außerdem wurden
den Fixsternen große Bedeutung zugemessen.

Uranus, Neptun und Pluto wirken zwar in ihrer Art völlig unterschiedlich, sie haben
jedoch eine große Gemeinsamkeit, sie sorgen für Transformation! Nachfolgende
Eigenschaften bringen Aufschluss über ihre Eigenarten:

Uranus: Kreuz fix, Aspektfarbe blau, Zeichenherrscher ( mit Saturn ) Wassermann,
Haus 11, esoterischer Herrscher Jupiter, Imago – göttliche Mutter.
Er steht für Erneuerung, die Flucht nach Vorne, Revolution, Synthese,
Elektrizität, Erfindergeist, Außergewöhnlichkeit, rücksichtsloses
Vorgehen, nervöser Unruhe, Mathematik, Fotografie, elektronischer
Musik, sexuelle Hilfsmittel wie Sexpuppen und Vibratoren, Freiheit
und Ungebundenheit. Uranus symbolisiert das Plötzliche Chaos und
verleiht immense Gaben der Improvisation, Bei Aspekten zu Merkur
oder Saturn verleiht er ein fotografisches Gedächtnis. In Uranus kann
man das Verhältnis zu den Großmüttern nachvollziehen – bei Aspekten
mit Mond. Uranus ist der Eierstecher, der zündende Gedanke, der
Operator, die Armprothese, der ewige Besserwisser, Der Weltverbesserer,
die Astrologie.

Neptun: Kreuz veränderlich, Aspektfarbe grün, Zeichenherrscher Fische, Haus 12,
esoterischer Herrscher Pluto, Imago – göttlicher Sohn, Jesusliebe.
Neptun ist das Unsichtbare, nicht Greifbare, die Täuschung und die
Enttäuschung, die All – Liebe, der Rausch der Ekstase. Neptun löst und
erlöst, er steht für die Chemie, Film und Fernsehen. Der Mond fragt Neptun: „Liebst
du mich? Neptun: Natürlich mein Schatz, dich auch!“ Neptun wird mit den Süchten
in Verbindung gebracht Neptun steht für Telepathie und Hellsehen. Er beherrscht
die Wasser der Meere, er kann Mönch oder Nonne sein, um weltliche Güter macht
er sich nicht viel. Seine Musik gleicht den himmlischen Klängen, seine Bilder
bezaubern unsere Sinne. Seine Natur ist transzendent, unsichtbar. Neptun ist das
zwischen den Dingen schwebende Geheimnis, der Künstler.

Pluto: Kreuz Kardinal, Aspektfarbe rot, Zeichenherrscher ( mit Mars ) Skorpion Haus 8.
Esoterischer Herrscher Mars ( Skorpion ). Imago - Göttlicher Vater. Pluto symbolisiert
den Schatten der Persönlichkeit, das Perfekte Bild des Menschen. Pluto selektiert und
zerlegt, geht mit faustischen Ringen voran. Er kann Berge versetzen und überirdische
Kräfte entfesseln. Er kann seine Tarnkappe aufsetzen und ist so wie sein Bruder
Poseidon – Neptun unsichtbar. Seiner Natur entsprechen Vulkane, versteckte Höhlen
mit Schlangen und Skorpionen. Pluto ist Herr über Geburt und Tod, seine Erfahrbarkeit
reicht von überirdischer Güte bis zur Hölle. Seine Natur ist das Perfekte auf allen
Ebenen des Seins. Pluto ist der Großvater, mitunter das kollektive Erbe der Ahnen
und Vorfahren. Alle Totenbücher vom Leben und Sterben ( Tibet, Ägypten ).

Seine Besonderheit liegt in seiner ovalen Umlaufbahn, gleich einer elektrischen
Eisenbahn auf dem Speicher. Er durchläuft die Tierkreiszeichen in unterschiedlichen
Zeiten und benötigt dafür zwischen 13 und 30 Jahre. In 360 x 72 Jahren drehen sich
die Äquinoktien 1 x um 360° Grad. Dabei verschiebt sich der Tierkreis um 30° Grad.
Also: Stier – Zeitalter ( Ägypten ), Widder - Zeitalter ( Griechen ), Fische – Zeitalter
( Christentum ) und ab ca. 2080 treten wir in das Wassermann – Zeitalter. Derzeit
stehen die Äquinoktien bei 1 Grad Fische. Für Pluto ändern sich die Aufenthaltszeiten
dadurch in den Zeichen. Durch seine ovale Umlaufbahn bedingt war Pluto seit ca. 50
Jahren schneller im Horoskop als Neptun! Wer ein taugliches Astrologieprogramm
sein Eigen nennt, kann dies nachforschen.

Man geht oft allzu leicht beim bedeuten von Aspekten mit Uranus, Neptun und Pluto im
Horoskop vor. Besonders mit diesen Planeten der Transformation ergeben sich unzählige,
mögliche Aussagen. Jemand kann ein Mars/Pluto Quadrat im Radix haben und ist
beherzter und hartnäckiger Forscher, Detektiv, Archäologe oder Psychologe. Fritz
Haarmann hatte auch diesen Aspekt und ermordete unzählige Menschen. Ein Pluto
wird gefährlich, sobald das Ich überkompensiert! Adolf Hitler wollte eine perfekte
Rasse und begann über andere Rassen zu werten. Das ich hatte sich mit Pluto aufgeblasen,
anstatt sich unter den Dienst Plutos zu stellen! Sonst hätte Pluto seine Vollkommenheit
gelehrt: Alle Rassen und Menschen sind verschieden und entstammen doch aus der
Quelle der göttlichen Seele wo ich das bin, du das bist und all das ist…

Auf besondere Art und Weise sind wir Menschen alle eingeschränkt und determiniert.
Wir haben einen Körper und müssen dessen Anliegen und Eigenschaften Tribut
leisten. Wir benötigen Nahrung, ein warmes und trockenes Nest, brauchen Arbeit
um existieren zu können. Wir haben alle eine Sexualität die wir befriedigen wollen.
Unser Körper braucht Pflege und Bewegung. Es stellt einen mehr oder weniger
langen Zeitabschnitt dar, bis wir alle unsere Rechte und Pflichten auf eine möglichst
Gemeinsame Reihe gebracht haben.

In der astrologischen Psychosynthese wird darauf sehr geachtet, alle Planeten als unsere
Funktionsorgane im Horoskop zu leben. Dies führt zu einer inneren Ganzheit und zur
Erweiterung des Horizonts. Erinnern wir uns der drei Hauptplaneten Sonne, Mond
und Saturn so ergibt sich folgende logische Einteilung:

Die Sonne, das Ego, der persönliche Wille – Pluto, der göttliche Wille.
Der Mond, die persönliche Liebe – Neptun die All – Liebe.
Der Saturn, die Begrenztheit – Uranus – Unbegrenztheit, Licht.

Indem wir uns freiwillig unsere Grenzen setzen werden wir frei. Jetzt beginnt die
Transformation der drei geistigen Planeten Uranus, Neptun und Pluto spürbar zu
wirken. Wie an einer senkrechten Schnur richtet sich das Bewusstsein auf und
erkennt alle Dinge in ihrer wahren Natur und ihrer Bedeutung. Wir alle kennen
aus der Kirche das heilige Symbol des heiligen Geistes. Verbunden darin sind
Vater ( Pluto ), Mutter ( Uranus ) und Kind ( Mond ).

In dem Buch von Helena Blavatsky „Die Geheimlehren“ Band 1 zitiert sie in der
angeblich ältesten Schrift der Menschheit: „Als die Null sich entzweite“ (Pluto und
Die atomare molekulare Struktur geistig sowie physisch) entstand 2 x 1 aus 1 = 0.
Als die Zwei in die Drei fiel….. usw.

Aus der kosmischen, einheitlichen Ursuppe heraus erklärt sich die Tatsache der
Polarität, aber auch die Tatsache der Einheit. Der Buddhist sagt: „Ich lebe weil
ich sterbe und ich sterbe weil ich lebe“. Er weis um die Unsterblichkeit seiner
Seele bescheid. Das normale, weltliche Ich hat wie C. G. Jung sagte all diese
Attribute im Unterbewusstsein gespeichert, während Sigmund Freud in seinen
zumindest frühen Jahren die Unsterblichkeit der Seele verneinte. Auch Jung
sprach von einem Über – Ich im Menschen. Roberto Assagioli nannte es das
Höhere Selbst.

Uranus im Zeichen gibt Hinweis auf unsere Anlagen. Im Zeichen Widder zeigt
er sich als Pioniergeist, sich intuitiv auf seine Ziele hinbewegend, kann übereifrig,
nervig oder begeisternd wirken. Uranus wird esoterisch von Jupiter beherrscht.
unsere von Technik durchdrungene Welt kann unpersönlich und kalt sein. Deshalb
bringt Jupiter seine lebendige, sinnenhafte Wärme zum Ausgleich in das Spiel ein.

Uranus – Himmel zeugte mit Gaja – Erde die Titanen. Gaja litt sehr unter seinen
Besuchen und Übergriffen und schmiedete mit ihrem Sohn Kronos – Saturn einen
Hinterhalt um so die Erde von den Titanen zu befreien. Als Uranus Gaja wieder
begatten wollte, schnitt Kronos – Saturn ihn mit einer Sichel das Geschlecht ab.
Das Sperma fiel in das Mittelmeer woraus Venus – Aphrodite geboren wurde,
„die Schaumgeborene“ ( Griechische Mythologie ).

Hieraus geht die Erklärung hervor, warum die Venus esoterisch von Uranus beherrscht
wird. Die Integration von Uranus ergibt sich durch das Leben als Lernprozess gesehen
nach und nach. Zum Beispiel kann Jemand Uranus im sechsten Haus stehen haben. Das
Haus der Jungfrau verlangt Unterordnung, Gemeinschaftssinn und Können. Uranus könnte
hier Berufskollegen durch andauernde Verbesserungsvorschläge nerven. Noch dazu wenn
man erst kurz im Betrieb eingearbeitet ist. Ein geläuterter Uranus bringt hier seine
Vorschläge wenn er gefragt wird. Er steht immer vor der Situation von Tradition
( Saturn ) und Erneuerung seinerseits. Das sechste Haus wird exoterisch von Merkur und
esoterisch vom Mond beherrscht. Uranus und Mond wirken ihrer Natur konträr, der Mond
ist persönlich und legt Wert auf seine Gefühle. Uranus wirkt manchmal rücksichtslos
und Gefühlskalt. Uranus muss mit gespannter Wachheit seinen Zeitpunkt nur abwarten
können, dann wird er gefeiert und ist willkommen!

Eine Betrachtung Neptuns im Horoskop gibt uns ganz andere Aufschlüsse. Hier sind
wir oft hilflos und empfindlich, hier wird man getäuscht oder enttäuscht, natürlich
auch umgekehrt. Wer kennt nicht die unzähligen Höflichkeitslügen, nur um Anderen
nicht weh zu tun! Hinterher wird man ertappt und als falsch und hinterhältig eingeschätzt.
Missverständnisse und sich nicht verstanden fühlen führen anschließend in Frust und
Isolation. Man bereitet etwas mit Liebe und Hingabe, ein Abendmahl mit Kerzen, Blumen
und Musik – die Tür geht auf, er nimmt davon nichts war, setzt sich hin und liest die
Zeitung…..

Mit Neptun im ersten Haus kann ich mich sehr geheimnisvoll geben, aus Angst das Du
zu verletzen meine Meinung für mich behalten. Ich kann mich und Andere täuschen,
ich kann aber einfach nur lieb zu Jedermann sein. In der klassischen Astrologie wurde
in den alten Büchern Neptun im siebten Haus als „Scheidungshinweis“ gesehen. Mit
Neptun im siebten Haus hat man eher das Gefühl jeden helfen zu müssen, man kommt
sich ausgesaugt vor ( Helfersyndrom ). Mond/Neptunaspekte sind für alle Berufe von
Bedeutung wie Krankenschwester, Kindergärtnerin, Kinderpsychologie, Schauspiel,
visionäre Kunst, Heilberufe etc. eine gute Voraussetzung.

Richtig ist auch die Tatsache, dass Neptun und die Sucht eng in Verbindung stehen.
bei Alkoholikern, Heroinsüchtigen, oder bei Abhängigkeit von Medikamenten sind
meist Aspekte von Sonne, Mond zum Neptun beobachtet worden. Das heißt nicht ein
Jeder mit solchen Aspekten wird oder sei süchtig. Man muss einen Menschen schon
Kennen um zu einer im Horoskop richtigen Deutung zu gelangen.

Pluto eignet sich als Leistungsinstrument vorzüglich. Viele Workaholiker haben in
ihren Horoskop Pluto stark aspektiert. Im sechsten Haus neigt er zur Überanstrengung
Bis zur Erschöpfung. Pluto hat zunächst immer mit Macht oder Ohnmacht zu tun, er
bringt altes Karma im Guten wie Bösen zurück. Man sucht nach einer perfekten
Ordnung und will sie anderen aufzwingen. Oder selbst ist man stark und mit einen
großen Maß an vitaler Energie ausgestattet und vergisst dabei, das diese Kraft gar
nicht so selbstverständlich ist. Das Perfekte besteht in der Gesamtheit der Dinge!
Es gibt gerade, krumme und schiefe Bäume, kranke Bäume und alle zusammen
Geben doch ein einheitliches Bild.

Pluto ist die letzte Instanz in unserem Sonnensystem. Er reißt Mauern nieder um
neue entstehen zu lassen. Er sorgt für das ewige Stirb und Werde. In Not lässt
er uns alle Kräfte mobilisieren, man kann Berge versetzen. Er ist aber auch der
Schelm in der Tarnkappe, im Tarot ist er der Narr. Bruno Huber, der Begründer
des Astrologisch Psychologischen Institut sagte bei der Beraterausbildung: „ Seien
Sie mit Pluto bei der Horoskopdeutung sehr, sehr vorsichtig, vielleicht meinen Sie
sich selbst!“.

Wer ein Horoskop nach API – Methode besitzt kann eine recht interessante Übung
für sich machen. Man entspannt sich zunächst, sitzt bequem aber aufrecht da.
Man schließt die Augen, sieht sein Horoskop mit all seinen Aspekten. Wir sehen
das pulsierende rot, das feine grüne Licht der Wahrnehmung, das beruhigende
und strahlende blau. Nun begeben wir uns in den Kreis in der Mitte wo sich der
Einfluss der Polarität auflöst. Wir betrachten unsere goldene Sonne in ihr Haus
und in ihren Zeichen mit all ihren Aspekten. Was empfinden wir? Dann nehmen wir
unsere goldene Sonne in unsere Mitte und verweilen mit ihr. Sobald unser Vitalität
gestärkt ist, bringen wir die Sonne zurück an ihren Platz im Horoskop.

Nun wenden wir uns unseren silbernen Mond zu und fahren in der gleichen Weise
fort wie mit der Sonne. Nach und nach wird jeder Planet im Horoskop liebevoll
in die Mitte gebracht. Es ist erstaunlich welche Resultate dabei herauskommen. Oft
werden alte Erinnerungen wach, einzelne Zusammenhänge geben ein Ganzes.

Das Hermetische Gesetz wie Oben so Unten erklärt die Stimmigkeit der Astrologie,
es ist einfach sobald man genau hinsieht!


Uranus, Neptun und Pluto im persönlichen Horoskop.


Diese drei äußeren Planeten laufen sehr langsam, also prägen sie das Kollektiv nachhaltig. Sie bringen das Resultat der Handlungen unserer Ahnen mit und schaffen somit neuen Zeitgeist und Anreize für gegenwärtige Generationen. Die prägenden Einflüsse der kollektiven Art schaffen ebenso in den unzähligen Familien Schicksal. Die Seele schickt uns etwas in Form einer zunächst übergeordneten Energie, welche man als das Leben schlechthin bezeichnen könnte. Man wird zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort in eine Ehe oder Partnerschaft hineingeboren. Wir erfahren die politischen und sozialen Zustände innerhalb unseres Geburtslandes, unserer Heimat. Die drei langsamen Planeten bilden sozusagen den Zeitgeist. Auch Saturn und Jupiter unterliegen diesem Gesetz, da sie ja mit erheblich niedrigeren Umlaufzeiten keine so nachhaltige Wirkung erzielen können.

Saturn öffnet sich innerhalb eines Zyklus trotzdem, manchmal spürbar, meistens eher träge
und zäh. Saturn steht auch für die Gesellschaft eines Landes, der Mond für das Volk. Daher
tragen viele Nationen den Mond in ihren Banner. Einerseits besticht die Präzision der
Mathematik, andererseits das scheinbare kosmische Chaos. Forscher haben nachgewiesen,
dass manche geometrische oder mathematische Ordnungen in sich logische Ketten darstellen,
welche sich ebenso erweitern. Allerdings solange, bis ein Punkt angelangt ist, an welchem
diese Ordnung zum „springen“ anfängt, sich in ihrer Logik widerspricht. Viele Konzerne halten sich „Narren“, das sind extrem talentierte Forscher und Wissenschaftler. Ihnen wird
ein sehr großer Freiraum innerhalb ihrer Tätigkeit eingeräumt. Dadurch können sie solche
Abweichungen und Sprünge der logischen Ordnung auf ihr Paradoxem untersuchen und
abstrakte Lösungswege in der Konstruktion und Planung eingehen. Aus dieser Sicht betrachtet steht Saturn zu Uranus im Verhältnis von 1:3:6:9 zu Uranus, Neptun und Pluto.

Außerdem darf man nicht vergessen, dass das Alter unseres Sonnensystem doch schon über
vier Milliarden Jahre zählt. Wie Forschungen ergeben haben, entfernt sich unser Mond in
einem Jahr einen Meter im mittleren Durchschnitt seiner Umlaufbahn von der Erde. Somit
waren auch die Zyklen des Mondes kürzer. Daher könnte auch von den äußeren Planeten,
ja des ganzen Sonnensystems eine ursprüngliche Ordnung der mathematischen Art vorhanden
gewesen sein.

Der Asteroidengürtel zwischen den schnellen und langsamen Planeten stellt hier auch einige
Fragen in Bezug einer ehemaligen Ordnung. Die Sumerer wurden von Nomadenstämmen
als „Die von den Himmeln herabgestiegenen Engel“ benannt. Aber eine gewisse Ordnung
lässt sich im Kosmos sofort nachweisen, sobald man dem Denken der „Narren“ folgt. So
kann es nicht verwundern, dass 84 Jahre 1008 Monate ergeben, abgerundet 1000! Der Mond
reist in 12 Monaten 13 x um den Tierkreis. Bei einem Saturnumlauf um die Sonne hat der
Mond die Reise um die Erde um die 375 Umrundungen hinter sich, also eine Zahl, welche
gar nicht so weit neben 365 Tagen für ein Erdenjahr liegt. Man könnte noch sehr viele solcher
Beispiele benennen, immer findet sich eine ordnende Struktur vor.

Demnach bildet Saturn eine Grenze zwischen der irdischen Erde und den „überirdischen
Planeten weit da draußen“. Sicher, die Entwicklung hat sich seit der Entdeckung des Planeten
Uranus auf die Menschen extrem beschleunigt. Ebenso waren in relativ kurzen Zeitabständen
Neptun und Pluto daran beteiligt. Astrologisch gesehen haben sich entsprechende Neuerungen
geboten. Tatsache ist aber, dass die Archetypen der drei äußersten Planeten in den alten
Mythologien schon vor tausenden von Jahren entstanden sind.

Es entstanden Götter und Nebengötter, Wesen aus Mensch und Tier bildeten eine Kette im
Kreislauf der Jahreszeiten. Saturn und Jupiter waren die äußeren Planeten, aber die Alten
kannten ebenso die Fixsterne und Sternbilder, fast 50 an der Zahl. Heute sind 88 Sternbilder
bekannt und benannt. Aber die ältesten trugen mitunter dazu bei, dass man eine Unterwelt und
Oberwelt kannte und sie als real ansah. Die ältesten Archetypen des Tierkreises finden wir im
fixen Kreuz der Häuser zwei, fünf, acht und elf. Schon die alten Ägypter verbargen dieses
Kreuz in der Sphinx, was der alte bekannte Astrologe Oskar Adler in seinem vierteiligen
Buch „Das Testament der Astrologie“ feststellte. Der Engel, der Adler, der Stier und der
Löwe! Der Engel steht für die Luft, der Adler für Wasser, der Stier für Erde und der Löwe
für das Feuer.

Auch die babylonische Kultur hatte Symbole dem fixen Kreuz entsprechend. Da gab es die
Skorpionfrau, den geflügelten Löwen usw. Die Regeln des fixen Kreuzes bilden auch heute
in unserer Zeit das Korsett der Menschheit. Auf der Achse der Häuser zwei und acht stehen
die Regeln von Mein und Dein. In den Häusern fünf und elf herrschen in diesem Kreuz Moral
und Ethik, dem Zeitgeist angemessen. In diesen Breiten kannte man drei Jahreszeiten und
keinen Winter. Daher kommen die drei Kreuze im Horoskop! Das fixe Kreuz bringt vier
Grundsätze des Lebens zum Ausdruck und die damit verbundenen Archetypen des achten
Hauses. Dort im Skorpion liegt ja das Geheimnis um Tod und Leben abgrundtief begraben.
Das Stirb und Werde wird ja Pluto zugeschrieben, aber früher herrschte dort alleinig der Mars
im Zeichen des Antares, einem magisch glühenden Stern, als Auge des Skorpions bezeichnet.

In all den alten Mythen wird vom Gang in die Unterwelt berichtet, von Drachen, Ungeheuern,
Echsen, Skorpionen, Spinnen und Schlangen. Dazu kommen Dämonen und Hexen, böse
Zauberer, Geister und der Teufel. Obwohl die Alten Pluto nicht kannten, schufen sie eine
Verschlüsselte Botschaft, welche den „Pfad der Seele in der dunklen Nacht“ beleuchtete,
um sicher das Ende des Tunnels zu erreichen.

Den Planeten Uranus setzte man nach seiner Entdeckung als kollektiven Nebenherrscher von
Saturn in das elfte Haus des Wassermann. Dieses Zeichen setzten die alten Ägypter in den
damaligen Sternenhimmel, da er scheinbar am Horizont die Quellen des heiligen Nils
speiste! Auch Herkules schuf bei seiner Arbeit in diesem Haus innerhalb eines Tages
Veränderungen durch, ganz im blitzartigen Sinn von Uranus. Innerhalb von 30 Jahren
hatte die große Rinderherde von König Augius den Riesenstall verdreckt. Die Gülle stand
meterhoch. Herkules schaufelte einen Graben und leitete Teile eines in der Nähe liegenden
Flusses in den Stall um.

Lediglich Neptun wurde in ein veränderliches Haus und Zeichen gesetzt, ist aber mit seinen
Bruder Pluto esoterisch verbunden, da dieser auf beschriebener Ebene im zwölften Haus herrscht. Die drei geistigen Planeten Uranus, Neptun und Pluto wirken auf ihre spezifische Art sehr unterschiedlich, dennoch ist ihre Grundmotivation in ihrer Art sehr ähnlich. Sie wirken zunächst in Form von kollektiven Erleben auf uns ein, bieten aber die Möglichkeit
sich ihnen persönlich zu nähern. Zuvor muss man aber ein wenig darüber wissen, da man
sonst Gefahr läuft Irrwege zu betreten. Diese drei Planeten beinhalten die Fragestellung, den
Impuls und die Lösung zugleich!

Bei der Altersprogression, sowie den Transiten und der sekundären Progression des Mondes
Erkennen wir stimmige, aus meiner Sicht beweisbare Zusammenhänge in Bezug auf die
Stimmigkeit der Astrologie. Uranus braucht für eine Reise um die Sonne 84 Jahre. Das
bedeutet, wir erleben mit cirka 21 Jahren einen Transit von Uranus im Quadrat zu Uranus
im Radix. Dies erlebt man durch eine Zeit der Abnabelung von zu Hause, oder man kommt
in das angehende Erwachsenenalter. Da Uranus jährlich einige Monate rückläufig ist, kommt
für einen Aspekt im Transit leicht ein Jahr zeitliche Streuwirkung heraus. Dabei wird so ein
Aspekt drei Mal exakt. Man erfährt so innerhalb von 84 Jahren 10 x 12 Aspekte auf insgesamt alle Planeten im Geburtshoroskop.


Fortsetzung folgt.
Arnold Buchenrieder
 
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Beitragvon Arnold Buchenrieder » Mi 22. Dez 2004, 18:01

Ziehen wir alle drei äußeren Planeten in Betracht, so stehen wir das ganze Leben über durch
deren Transite in Wandlung und Transformation. Die Umlaufbahn des Neptun bringt eine
durchschnittliche Verweildauer von 14 Jahren für ein Zeichen mit sich. Somit bildet er
weniger Aspekte im Transit auf unsere Radix – Planeten, in etwa die Hälfte des Uranus.
Bei Pluto ist besonders die Stellung im Zeichen zu beachten, da er auf Grund seiner ovalen
Umlaufbahn unterschiedlich lang in den Zeichen verweilt.

Im persönlichen Horoskop finden wir die zwei Lichter und die fünf inneren Planeten vor.
Saturn und Jupiter bilden aus dieser Sicht die erzieherischen Planeten. Geist und Materie
müssen sich irgendwie finden und zusammenraufen. Durch ihre kürzeren Umlaufzeiten
bilden sie im Transit ihre Aspekte in kürzeren Zeiträumen. Sie sind jedoch besonders in den
jüngeren Jahren sehr bedeutend und wirken auf uns stark prägend. Jupiter verweilt knapp
ein Jahr in einem Zeichen, Saturn 30 Monate.

Bei der Geburt eines Menschen stehen die Planenten je nach Tageszeit auf täglich 360
möglichen Graden in den astrologischen Häusern. Wir arbeiten mit den Aspekten der
30 Gradordnung, dies ergibt mit der Konjunktion sieben Aspekte. Dabei ergeben sich
in einem Zyklus um den ganzen Tierkreis 13 Aspekte, das man von der Konjunktion
bis zur Opposition erst die Hälfte des Kreises umrundet hat. Den ersten Zyklus bezeichnet
man als applikativ oder aufsteigend, den zweiten Zyklus als seperativ oder absteigend.
Diese Aspekte sind den Zyklen der Natur sehr ähnlich, nur werden sie beim Menschen
psychologisch entsprechend astrologisch gedeutet.

Sobald Saturn im Transit einen Zyklus vollendet hat, sind beinahe 30 Jahre vergangen. Viele
Astrologen sprechen hier von einem Probelauf der Persönlichkeit. Der zweite und der dritte
Zyklus Saturns zeigt dann die Früchte der vorausgegangenen Anstrengungen an. Aber man
soll eine jede Prägung in Frage stellen, es kann ja nicht alles einer richtigen Norm entsprechen. Fehler gehören zur Entwicklung. Ohne sie würde sich nicht das für uns Richtige
herauskristallisieren. Saturn und Jupiter zeichnen sich durch ihre Funktionen aus, indem sie
aus ihren Archetypen oder gemachten Erfahrungen hinaus sich ständig ergänzen. Jupiter wird
traditionell der große Glücksplanet genannt, was jedoch nur ein Teil der Wahrheit ist.

Dieser Planet steht für die Sinnfindung des Menschen, ja für die Frage nach dem Sinn des
Lebens! Optimistisch wie der ist, sieht er die Dinge mit Augen der Lebensfreude. In seinem
Innersten trägt er ein Wissen, dass sich alles immer letztlich dem Guten zuwenden wird.
Sein expansiver Geist stößt jedoch auf Saturn, den Planeten der materialisierten Welt der
Erscheinungen! Hier beginnt das Ringen nach der Wahrheit analog der Ringe Saturns.
Saturn ist dem Balken im Auge des Menschen vergleichbar, man richtet seine Augenlinse
zentriert wie eine Lupe kristallscharf auf ein Objekt. Man betrachtet dieses Objekt von
allen möglichen Seiten und kommt zu einem Ergebnis.

Saturn verkörpert unser Streben nach Sicherheit. Man möchte einen kontrollierten Ablauf
auf Grund der erworbenen Fähigkeiten als Basis für weitere Erfahrung nutzen. Saturn hat
immer mit Ökonomie und Sicherheit zu tun, er will Stabilität. Allerdings ist er zwar ein
wichtiger Planet, die anderen Planeten jedoch haben ebenso einen wichtigen Stellenwert
und bilden zusammen ein großes Ganzes.

Saturn herrscht in den Tierkreiszeichen im Steinbock und im Wassermann. Damit steht
er in Opposition den beiden Lichter Sonne und Mond gegenüber. Er beschneidet alle Dinge
auf ihr notwendiges Maß zum Wohle der Gesamtheit, des Ganzen. Er behütet und pflegt,
schützt und sichert. Aber er ist schwerfällig, bleiern und steht für die Schwerkraft auf der
Erde. Wäre Saturn in unserem Sonnensystem der äußerste Planet, so wäre alles auf dieser
Welt astrologisch gesehen in sich beschränkt, auch Jupiter täte sich schwer, da er innerhalb
von Saturns Umlaufbahn seine Runden zieht. Jupiter steht in Bezug auf die Umlaufzeiten
um die Sonne in einem Verhältnis zu Uranus von eins zu sieben. Also steht er für die sieben
inneren Planeten dieses Sonnensystems! Die Zahl Sieben ist eine aus esoterischer Sicht
heilige Zahl. Mit Jupiter lassen sich die Grenzen des Saturn überschreiten! Durch den
geistigen Weg bekommt Saturn seine eigene Begrenztheit gezeigt, seine Vergänglichkeit.
Ein reifer Saturn weiß um die letztlich einzige Beständigkeit, um die Vergänglichkeit aller
irdischen Dinge. Die Motivation Saturns entsteht aus Furcht und Angst. Das sind ganz
natürliche, lebensnotwendige Zustände um Sicherheit und Stabilität zu erlangen. Besonders
im Mittelalter hatte Saturn einen astrologisch sehr schlechten Ruf. Dies hat sicher auch mit
der damaligen durchschnittlichen Lebenserwartung zu tun, viele wurden keine 30 Jahre alt.

Saturn wurde oft mit der Sichel dargestellt, sogar als Tod mit der Sense. Diese Darstellung
ist jedoch einseitig und tut Saturn großes Unrecht! Saturn findet sich seiner Natur nach in
einem jeden Objekt der materialisierten Erscheinungen des Kosmos wieder. Materie hat
auch eine Körperlichkeit und eine spezifische Frequenz als Schwingung als Eigenschaft.
Die sensitiven Planeten Jupiter, Mond, Merkur tragen den Geist in die Materie. Unser
Körper ist ja vom Geist belebt, nicht umgekehrt! Man lernt aus der Erfahrung und bildet
sich sein Urteil darüber. Somit bekommt Saturn Erkenntnis und sicheres Vertrauen, indem
er sich einen großen Lebensprozess hingibt.

Sobald Saturn nicht ordentlich funktioniert, also immer wieder altes Gerümpel an hinderlichen Erfahrungen aufspeichert und nicht wegwirft, tritt Uranus auf den Plan!
Uranus kann wie eine Bombe einschlagen und alle bisher gemachten Erfahrungen über
den Haufen werfen. Man spürt hier den esoterischen Blitz von Jupiter, welcher ja Uranus
auf dieser Ebene beherrscht. Saturn steht zwischen diesen Planeten von Sinngebung und
Erneuerung. Aber auch das kollektive Bild von Uranus findet seine Prüfung und Revision
in Neptun und Pluto.

In der astrologischen Psychosynthese werden den drei äußeren Planeten höhere Ebenen
der menschlich geistig möglichen Erfahrung zugesprochen. Uranus kann blitzartige
Erleuchtung verursachen, zu jeder Zeit an jedem Ort. Er kann, muss aber nicht! Das soll
kein Widerspruch sein, sondern hat einfache mit der spezifischen geistigen Entwicklung
eines Menschen zu tun. Uranus kann die Strukturen vieler Details zur Synthese bringen.
Mit einem Male geht einem ein Licht auf, sobald man nach einem beliebigen Lösungsweg
für ein Problem gesucht hat. Uranus verlangt von Saturn ein Ringen nach Wahrheit.
Menschen mit starken Aspekten von Uranus mit Saturn, aber auch den übrigen Planeten
im Horoskop erfahren dies durch alltägliche Aufforderung im Alltag eine Basis der
Stabilität und Sicherheit zu finden.

Oft scheint einen das Schicksal ärgern und foppen zu wollen! Kaum hat man eine
Bleibe gefunden, wird direkt vor dem Wohnzimmerbalkon eine Fernstraße gebaut.
Immer wieder werden neue Lösungswege verlangt. Mit Uranus lernt man im Laufe
der Zeit gut zu improvisieren! Uranus kann man sich wie die Unruhe einer alten
Uhr gut vorstellen, immer am pulsieren und ticken. Uranus zeichnet sich durch eine
akribische und abstrakte Denkweise aus. Oft liefert er die Antwort innerhalb einer
Frage mit. Uranus neigt wie Jupiter zur Expansion, gleich einem Feuerwerk am Himmel,
welches sich nach allen Richtungen hin ausdehnt.

Er verursacht im Menschen eine „Innere Revolution“, eine Erneuerung auf allen möglichen
Ebenen. Diese Motivation schlägt sich in Erfindungen nieder, aber auch durch Befreiung
von hemmenden Strukturen, welche uns an unserer weiterer Entwicklung hindern. Wir
können oft im Leben zu Grenzen aller Art vordringen. Durch Uranus dehnen sich diese
Grenzen immer weiter aus. Manchmal ist es ein Risiko die Grenzen Saturns in Frage zu
stellen. Aber hier kommt es auf die Absicht, die Motivation des Menschen an. Gesellschaftliche Regelungen und Gesetze kann Uranus nicht einfach ignorieren, er weiß
im Zusammenspiel mit Saturn und Jupiter um vernünftige Gesetze, welche in der Allgemeinheit einfach notwendig sind.

Die Stellung von Uranus, Neptun und Pluto in den astrologischen Häusern eines persönlichen Horoskops geben Aufschluss darüber, wo der oder die Betreffende Möglichkeiten zur
geistigen Weiterentwicklung vorfinden können. Man kann sich diesen drei Planeten
annähern und ihre Stellung im Horoskop im Zeichen, im Haus und in den Aspekten zu
den anderen Planeten genau untersuchen. Dabei erhalten die einzelnen Planeten spezifische
Möglichkeiten aber auch Aufgaben. Die Wirkungsweise der äußersten Planeten ist der von
Sonne, Mond und Saturn in gewisser Weise sehr ähnlich! Ein Mond kann freudige Gefühle
der Liebe in sich erfahren, aber Neptun verursacht dies ebenso. Der Unterschied liegt in der
spezifischen Eigenart der Liebe beider Planeten. Neptun beinhaltet die Liebe des Mondes,
da er ja esoterisch den Mond und das Zeichen Krebs, sowie das vierte Haus beherrscht.
Diese zwei Arten sind zum verwechseln ähnlich, aber sie sind von einer anderen Motivation!

Mit dem Mond erfahren wir und reflektieren wir uns auf der persönlichen Gefühlsebene mit
den Menschen. Neptun jedoch bezieht alle Menschen mit ein, er empfindet für alle Wesen
eine unendliche Liebe. Ebenso verhält es sich mit Uranus und Saturn. Man glaubt schon
alles zu Wissen und vergisst dabei, das dies nur ein Teilausriss eines umfassenden Wissens
ist! Ebenso steht Pluto in so einem Verhältnis zur Sonne, den zentralen Kern unserer
Persönlichkeit. Das persönliche Ego kann sich zunächst nur seine Fehler eingestehen und
bewusst machen. Man geht hinterfragend und selbstlos auf die drei äußersten Planeten zu,
dann sind die Weichen für eine wirkliche Erweiterung des Bewusstseins gestellt. Man
bekommt einen Blick über das irdische Leben hinaus und erkennt das Stirb und Werde als
einen ganzen Prozess. Dahinter steckt eine universelle, dem Leben zu Grunde liegende Kraft
und Energie.

Im Grunde ist es so einfach, durch die Akzeptanz des eigenen Schicksals fallen die Grenzen
der persönlichen Belange weg. Dadurch erhält man eine innere Freiheit, welche sich durch
stille Lebensfreude zeigt. In den kleinen Dingen des Lebens finden sich die großen
Wahrheiten aller Religionen und Philosophien wieder! Viele Menschen erleben die langsamen Transite im Horoskop in Form von Krisen und Veränderungen. Gerade darin
stecken die Möglichkeiten zur Erweiterung des eigenen Horizonts. Es ist eine menschliche
Eigenschaft, dass man das Glück immer wieder nicht sieht, man speichert meistens die
unguten Erfahrungen auf!

Man hat einen wichtigen Termin und steht schon an der Wohnungstüre, will aufbrechen. Das
Telefon klingelt, man wird aufgehalten und versäumt den Bus. Zugleich hatte sich vor dem
Haus eine Dachlawine mit Eiszapfen dazu gelöst. Wäre man pünktlich losgegangen, hätten
die Eiszapfen und die Lawine uns töten können. Nach Glück muss man suchen, sonst kommt
es nicht. Glück entsteht durch Handlung aus der Situation heraus.

Aber der persönliche Wille hat auch einen übergeordneten Willen. Dieser ist intelligenter wie
wir glauben, aber er ist in uns vorhanden. Die drei äußersten Planeten verlangen zeitweise eine Zurücknahme des Intellekts, da sie sich mehr auf der Gefühlsebene offenbaren. Der
Verstand und das analytische Denken sind sicherlich notwendige Voraussetzungen in Hinsicht auf geistige Entwicklung des Menschen. Aber eben so wichtig ist eine Schau
nach Innen. Die Annahme der eigenen Beschränktheit ist somit der erste große Schritt
in Richtung Befreiung. Ein Mensch kann sicherlich in der heutigen Zeit 84 Jahre alt
werden. Er hätte damit einen Zyklus des Uranus kollektiv, sowie persönlich erlebt.
Mit Neptun schafft man höchstens einen halben Zyklus und mit Pluto nur einen relativ
kleinen Ausriss der ganzen Palette an Entsprechungen.

Trotzdem sind Uranus, Neptun und Pluto ein Wegweiser, an welchen es immer zu lernen
gilt. Letztlich lehren sie uns als übergeordnete Persönlichkeit, dass wir selbst in uns Vater,
Mutter und Kind zugleich sind. Man kommt so der tiefen und humorvollen Schliche des
Lebens auf die Spur und erkennt in allen Dingen deren Bestimmung und Richtigkeit.
Arnold Buchenrieder
 
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Beitragvon Demia » So 26. Dez 2004, 09:19

Hallo Arnold..

Deine Ausführungen sind wie immer sehr interessant und besonders Pluto (hat mich derzeit mal wieder sehr in der Zange) hast Du sehr treffend beschrieben. Hitlers Pluto-Aufplusterung diente letztlich nur dazu, nicht mehr fühlen zu müssen, wie klein, ohnmächtig, "anders" er sich innterlich fühlte - als AC Waage überhaupt und der Pluto dient "nur" um sich wenigstens stabil und standhaft zu fühlen oder gar zugehörig (als Herrscher von 2). Dummerweise hilft es nix (sein ganzer Kampf galt dem Thema Zugehörigkeit.. dass die Deutschen zu den Ariern zählen und die Juden nicht dazugehören etc.). Er hatte damit noch immer keine, denn AC Waage (hängt auf dem Kopf) gehört nicht zu.. höchstens einem Partner, denn der Stier landet ja im Hause 8 und stirbt dort letztlich auch wieder.

Worum es mir aber eigentlich ging (mein Ne-Me hat sich grad mal wieder ausgebreitet): immer wieder stehe ich fragend da, warum wohl Pluto mit Uranus und Neptun in Verbindung gebracht wird, gehört doch letztlich Saturn in die Reihe des vierten Quadranten und der Transformation, die nicht meinen Kräften, meiner Kontrolle und nicht meinen Fähigkeiten obliegt.

Pluto herrscht über den mittleren Teil des dritten Quadranten und hier haben wir die Möglichkeit, mitzuagieren im Spiel. Sind nicht ausgeliefert, wie es dem vierten zu eigen ist, nein wir können 50 Prozent des Planes erfüllen und "müssen" nur 50 Prozent passieren lassen, agireen lassen.

Ich hatte in meinem Leben ne ganze Menge Vollnarkosen - da weiss ich, was es heisst, sich dem vierten Quadranten auszuliefern, sich abzugeben und hinzugeben - obwohl mein Pluto im 11. Haus steht. Der Pluto der Transformation geht aber doch an die Begegnung mit dem Arzt, wo ich noch ein Mitbestimmungsvermögen habe in der Kommunikation mit ihm, im Aushandeln dessen, was zu tun ist und was er zu lassen hat, in der Entscheidung, ob ich den nun an mich ran lasse oder nicht.

Wenn ich entschieden habe und an die Narkose abgebe, so kann ich nur noch den Mächten Saturn, Uranus und Neptun (im besonderen) vertrauen, dass sie die Hände des Chirurgen leiten werden.

Was macht Pluto nur immer in der Reihe der Mächtigen.. von Uranus und Neptun???

Liebe Grüsse
Gaby
Demia
 

Beitragvon Gast » So 26. Dez 2004, 17:51

Der Pluto steht im Horoskop von Hitler, wenn man nach kernastro-Daten geht, meiner Ansicht nach nicht sehr signifikant.
Ich habe mir auch immer wieder Gedanken gemacht, wo in seinem Radix die Gründe für die Auswirkungen seiner Person auf das Kollektiv gelegen haben könnten. Ein Pluto Spitze 9, der nirgends Achsenherrscher ist und gerademal zwei Aspekte aufweist - den Generationsaspekt zum Neptun und ein schwaches Trigon auf den AC - stechen in der Hinsicht nicht gerade ins Auge. Dazu hat er keinen Planeten im Skorpion. Da werde ich bei Joseph Goebbels schon WESENTLICH fündiger.....

Arnold Buchenrieder hat geschrieben:In dem Buch von Helena Blavatsky „Die Geheimlehren“ Band 1 zitiert sie in der
angeblich ältesten Schrift der Menschheit: „Als die Null sich entzweite“ (Pluto und
Die atomare molekulare Struktur geistig sowie physisch) entstand 2 x 1 aus 1 = 0.
Als die Zwei in die Drei fiel….. usw.


da fällt mir wieder der Begriff der Singularität ein - ich weiss nicht, ob Du davon schon gehört hast.
Er beschreibt den Punkt, wo die Raumkrümmung gegen unendlich geht.

Arnold Buchenrieder hat geschrieben:Indem wir uns freiwillig unsere Grenzen setzen werden wir frei.


Das ist eine Pauschalisierung - kommt drauf an, wie man Freiheit definiert.

Und wozu bräuchten wir dann noch die drei äusseren Planeten Uranus, Neptun und Pluto?
Gast
 

Beitragvon Arnold Buchenrieder » So 26. Dez 2004, 22:22

Hi Sebi,

Wir haben die Daten von Hitler mit 20.4.1889 Braunau 18 Uhr 14 als Grundlage. Bei Kochhäusern steht sein Pluto mit Neptun im achten Haus
am Invertpunkt, also noch weit vor der neunten Spitze weg. Dazu kommt,
dass seine Pluto/Neptun Konjunktion an einem sehr exakten Halbsextil
zu seiner Sonne/Merkur Konjunktion Anfang siebtes Haus einen Denkaspekt macht.

Mit Goebbles gebe ich dir voll Recht, Hitler war ja nicht alleine. Aber durch
diesen Aspekt und dem achten Haus kommt schon einiges von H. zum Ausdruck. Pluto hat hier eindeutig zu einer Überkompensation bei H. geführt. Dazu Neptun und H. mit seinen "Vorsehungen".

Das Singularprinzip ist ein sehr umfassendes astronomisches Thema.
Ich kann mir vorstellen, dass der Anfang, also der Urknall aus einem
schwarzen Loch kam. Die Löcher schlucken und spucken wieder aus,
aber wie du schon wegen der Lichtkrümmung gesagt hast, geschieht dies
auf verschiedenen Ebenen auch zeitversetzt.

Man scheint hier der Quelle von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
einigermaßen auf der Spur zu sein.

Sobald das Ich sich Grenzen setzt, werden wir frei - Damit meine ich
eigentlich ein Bild, indem man seine drei geistigen Peilantennen auf
den Projektor richtet. Oder man ist eine Lupe, welche das Licht zentriert
und bündelt.

Llebe Grüße!

Arnold
Arnold Buchenrieder
 
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Beitragvon Gast » Mo 27. Dez 2004, 03:41

Hallo Arnold,

in Deinem längeren Text oben schreibst Du u.a.:

Arnold Buchenrieder hat geschrieben:Saturn ist dem Balken im Auge des Menschen vergleichbar, man richtet seine Augenlinse zentriert wie eine Lupe kristallscharf auf ein Objekt. Man betrachtet dieses Objekt von allen möglichen Seiten und kommt zu einem Ergebnis.


das ist ein sehr interessanter Vergleich - aber eine Frage stellt sich mir bei dieser Beschreibung - wenn ich meinen Blick zu sehr zentriere, verliere ich mich im Detail und sehe das Objekt auch nicht mehr - bzw. "den Wald vor läuter Bäumen nicht" - oder?
Und beinhaltet Saturn auch die von Dir angesprochene Suche nach einem Ergebnis?

Du schreibst ja auch an einer anderen Stelle,

Wäre Saturn in unserem Sonnensystem der äußerste Planet, so wäre alles auf dieser Welt astrologisch gesehen in sich beschränkt

weite ich meinen Blick dagegen zu sehr, sehe ich zwar alle Objekte, wäre aber nicht in der Lage, ein einzelnes zu analysieren, oder?

---------------------------------

und zum Thema Hitler und seinen Motiven sage ich an dieser Stelle nur soviel:

Mit Überkompensation hatten die Dinge, die er tat, nichts zu tun -
meiner Meinung nach war seine Sehnsucht nach göttlicher Erlösung sein EINZIGES Motiv.
Gast
 

Beitragvon Acht » Mo 27. Dez 2004, 09:50

Arnold Buchenrieder hat geschrieben:Saturn ist dem Balken im Auge des Menschen vergleichbar, man richtet seine Augenlinse zentriert wie eine Lupe kristallscharf auf ein Objekt. Man betrachtet dieses Objekt von allen möglichen Seiten und kommt zu einem Ergebnis.



das ist ein sehr interessanter Vergleich - aber eine Frage stellt sich mir bei dieser Beschreibung - wenn ich meinen Blick zu sehr zentriere, verliere ich mich im Detail und sehe das Objekt auch nicht mehr - bzw. "den Wald vor läuter Bäumen nicht" - oder?
Und beinhaltet Saturn auch die von Dir angesprochene Suche nach einem Ergebnis?



Hallo Arnold und Sebi,

ich verstehe es so, wie es bereits William Blake poetisch ausdrückte:

(Bei dieser Zentrierung) erkennst du die die ganze Welt in einem Sandkorn, die ganze Zeit in einer Sekunde....pars pro toto....

LG

Acht
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Beitragvon Acht » Mo 27. Dez 2004, 10:17

Sebi hat geschrieben:
und zum Thema Hitler und seinen Motiven sage ich an dieser Stelle nur soviel:

Mit Überkompensation hatten die Dinge, die er tat, nichts zu tun -
meiner Meinung nach war seine Sehnsucht nach göttlicher Erlösung sein EINZIGES Motiv.


Da würde mich sehr Deine Meinung interessieren, ob er den für sich richtigen Weg gefunden hat und ob er es geschaffen hat.

Grüßt

Acht
Zuletzt geändert von Acht am Mo 27. Dez 2004, 11:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Arnold Buchenrieder » Mo 27. Dez 2004, 11:31

Hallo Sebi,

Hitler bezeichnete sich als Gröfaz, als größten Feldherrn aller Zeiten, eine
absolute negative plutonische Eigenschaft! Dies ist jedenfalls meine
Feststellung.

Was du über Saturn sagst ist richtig, aber er und Jupiter bedingen einer
laufenden Ergänzung. Alle Planeten müssen ihrer Eigenschaft nach ausreichend zum Zuge kommen. Wie ein Adler kann man die Welt von oben als Ganzes betrachten, aber ebenso wie eine Ameise die kleinen
Details von unten. Umgesetzt ist das astrologisch Merkur, Jupiter, Saturn
und auch Uranus als Syntheseplanet.

Liebe Grüße!

Arnold
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Beitragvon Gast » Mo 27. Dez 2004, 22:27

Hallo Acht und Arnold,

Acht hat geschrieben:Da würde mich sehr Deine Meinung interessieren, ob er den für sich richtigen Weg gefunden hat und ob er es geschaffen hat.


Ich möchte Deine Frage und auch einige aktuelle Geschehnisse, vor allem das Seebeben im indischen Ozean, einfach mal (wieder) als Anlass nehmen, meine kompletten Gedanken zu versuchen, in einem Beitrag zusammenzufassen und die Zusammenhänge zwischen verschiedensten Themen zu ziehen.
Nun kann man über das Thema des Nationalsozialismus sowie dessen Ursachen und die Motive der beteiligten Personen unglaublich spekulieren, und man kann grundsätzlich jedes Thema von mehreren Seiten betrachten, wie ein Objekt, welches unter der Lupe des Saturn liegt - an dieser Stelle finde ich Arnold Vergleich allzu passend. Aus astrologischer Sicht. Viele Sachen lassen sich womöglich jedoch mit Nachdenken nicht erklären, sondern mit Gefühlen, inneren Motivationen, das Leben ist ja ein Zusammenspiel von Körper, Geist und Materie.
Wenn ich die aktuellen Bilder sehe, wie über 30.000 Menschenseelen (die haben doch alle eine EIGENE Seele, oder?) weggespült wurden, so stelle ich fest, dass mich dies trotzdem irgendwie kein bisschen berührt. Warum ist das so? Ist ein kleines Menschenleben doch nicht so wichtig? Oder versuche ich wiedermal nur, mich zum Mass aller Dinge zu erheben? Ist das vielleicht mein persönliches Problem, mich zum Mass der Dinge zu erheben (unbewusst), und habe ich durch mein Schreiben irgendeine besondere Wirkung auf andere Menschen? Bin ich "vergeistigt", was auch immer dies bedeuten mag? Kann sich der Geist von der Seele und/oder vom Körper trennen? Die Menschen in anderen, fernen Ländern, die den Deutschen in wohlstandstechnischer Hinsicht hinterherhinken (wobei an der Stelle der Begriff "Wohlstand" schon wieder eine Wertung enthält: "wohl" assoziiert ja etwas positives - vielleicht betrachten andere Länder unseren Wohlstand aber gar nicht als positiv) haben einfach vielleicht nicht die Zeit oder die Möglichkeit, sich ausgiebig mit den Fragen nach den Dingen hinter den Erscheinungen zu beschäftigen.....Sind sie deshalb noch "näher" an ihrer Seele als die Bewohner "reicherer" Länder?
Im Fernsehen laufen just in diesem Augenblick Bilder von toten Körpern über den Bildschirm - und wir sitzen hinter unseren Glasscheiben und leben unsere "distanzierte Nähe" - wir sind an den Geschehnissen dran und sind doch weit, weit, weg. Das liegt an der zunehmenden Medien-Globalisierung, mittlerweile angeführt vom Internet, wodurch man per Mausklick fast überall hingelangt, aber man vergisst, dass auch diese Technik machtlos ist bei solchen Naturkatastrophen wie sie gerade in Asien geschehen ist. Aus astrologischer Sicht bestimmt ein Merkmal des Wassermanns - die "nahe Ferne" - Wassermann-Zeitalter?
Bei den Anschlägen auf das W.T.C. hat die Welt reagiert, als wäre sie gerade an ihrem Untergang vorbeigeschlittert - dabei waren "nur" zwei Hochhäuser eingestürzt. Diesmal sind es über zehnmal soviele tote, aber es geschieht halt in einer Region auf der Erde, die aus unserer Weltsicht einfach, wenn auch häufig unterbewusst, weniger Beachtung findet als die USA als "Weltmacht" und absolut hochdemokratisches und zivilisiertes Land. Dort gibt es z.B. keine Seuchen, daher ist der Kontrast, wenn man Bilder von toten US-Amerikanern auf ihren eigenen Strassen sieht, einfach wesentlich grösser, als die aktuellen Bilder. Soll man sich etwas vorheucheln, wenn man bei den Bildern nichts empfindet? Was sind Empfindungen? Stehen sie mit dem Geist in einem natürlichen Widerspruch? Wo geraten all diese gerade erloschenen Seelen hin?
Unzählige Menschen haben ihre Bleibe, ihr Haus verloren - mal so ganz nebenbei - bei uns wäre das eine riesige Katastrophe - zumindest aus meiner persönlichen Sicht wäre es mir nicht vorstellbar, einfach so kein Dach mehr über dem Kopf zu haben und vor dem Nichts zu stehen - wobei der Begriff "Nichts" dann wieder automatisch etwas materielles bekommt! Da bin ich dann bei einem quälenden Gedanken - auch astrologisch hinterfragt - sind wir Menschen automatisch mit einem Antrieb versehen, der uns immer wieder etwas "aufbauen" lässt, wenn wir etwas verloren haben? Eine Art Zahnrad, was uns immer wieder wie eine Maschine ankurbelt, um weiter "nach vorne" zu gehen? Aber wohin? Arnold schrieb in seinem Text, dass Saturn nach totaler Sicherheit strebt - das hat etwas damit zu tun - wenn ich einen Bausparvertrag unterschreibe um irgendwann ein Haus zu besitzen, was mir niemand mehr wegnehmen kann, dann ist dies ein Streben nach Sicherheit. Hat dies also jeder Mensch an sich? Warum gibt es dann Menschen, die in ihrem Beruf ihr Leben riskieren? Sehe ich das zu schwarzweiss? Jeder Mensch hat einen (Über)lebenstrieb, oder? Kann dieser (Über)lebenstrieb durch zunehmende "Sicherheit" oder Sicherheitsstreben zum Erliegen kommen? Oder geht dies nicht? Sigmund Freud sprach in dem Zusammenhang von einem "Todestrieb" und von einem "Lebenstrieb", die ein Mensch beide in unterschiedlicher Ausprägung hat.
Waren die Nazis von einem starken Todestrieb geprägt? Ich habe diese Behauptung schonmal gehört. Woher kam der? Astrologisch: Pluto? Wie gesagt, ganz allgemein - die nationalsozialistische Machtübernahme entstand fast zeitgleich mit der Entdeckung Plutos - da kann man einen Zusammenhang sehen. In den persönlichen Geburtshoroskopen der führenden Nazis findet man dann auch regelmässig starke Pluto- bzw. Skorpionbetonungen, ausser, ich bleibe dabei, bei Hitler selber - zumindest müssen dort noch andere astrologische Faktoren eine Rolle gespielt haben. Hatte sich der Geist zu jener Zeit soweit fortentwickelt, dass die Menschen einfach den Drang hatten, sich selbst aufzulösen im "grossen Ganzen"? der "Schatten" bei Jung? Aaaber: Kann man diese reinen Theorien auf das wirkliche Leben übertragen? Klar - die Taten der Nazis waren sehr "wirklich" - aber es ist einfach unvorstellbar, für mich, da den Bezug gerade zu den entfernten Regionen der Erde zu ziehen - wie z.B. denken die Einwohner auf Papua-Neuguinea über den Nationalsozialismus? Haben die nicht ganz andere Probleme gehabt zu der Zeit, als sich mit dem "Loslassen des Schattens" zu beschäftigen?
Hitler wollte eine neue Welt schaffen, eine Welt, in der die Menschen auf "platten Ebenen" in Kasernen leben, ausgebildet zu reinen "Eroberungsmaschinen", die Hervorhebung einer einzelnen Rasse - was aus rein klimatischer Sicht schon nicht möglich ist - kannte ER die klimatischen Gesetze der Natur nicht? Oder konnte er seinen Verstand nicht einsetzen in dieser Hinsicht? Die Hautpigmentierungen einiger Völker haben ihren Grund in den unterschiedlichen klimatischen Voraussetzungen der einzelnen Erdregionen.
Das Aufgehen in einer Masse, sicher ein Zeichen des Nationalsozialismus, aber es liegt aus astrologischer Sicht bestimmt nicht an seiner Venus, dass er der Welt fast den Untergang bereitet hat - wie ich in einem astrologischen Beitrag über ihn gelesen habe - und auch nicht daran, dass er in irgendeiner Weise "Mitleid" bei anderen hervorgerufen hat, was seine Ich-Grenze in Bezug zur Masse "lockerte" - oder ähnlich wüste Theorien. Es ist müssig, über seine innersten Motive zu spekulieren - aber ich denke, dass er ein göttliches Gesetz erzwingen wollte - die gnadenvolle Ewigkeit - ein Neptunthema. Ich habe gelesen:

Das Erbe Hitlers wirkt noch immer bis in die Gegenwart hinein. Nach wie vor fehlt es an strengen Gegnern und Erziehern seiner Nachfolger! Deshalb ist jeder von uns aufgerufen, die mangelnden Grenzen zu erspüren und sie durch deutliche Aussprache und klares Handeln zu setzen. Einen solchen Irrwahn im Menschen zu erkennen, ist dafür Voraussetzung. Und der Mut, ihn zu benennen, gerade dann, wenn die Sympathie oder das Mitleid uns daran zu hindern suchen: Venus ... die Verführerin, Lob und Schmeicheleien mit dem einzigen Ziel, sich selbst nicht als abgespaltene begrenzte kleine Person wahrnehmen zu müssen. Das Aufgehen in der Masse mittels geistiger Bindung und seelischer Verschmelzung.


Meine persönliche Meinung dazu ist:

Der angebliche „Irrwahn“ konnte und kann nicht als solcher identifiziert werden, da jeder Mensch Teil der Masse ist. Man müsste also Sympathie oder Mitleid als Gefühle ausklammern, aber ist dies möglich? Ist es generell möglich, irgendwelche Gefühle auszuklammern? Kommt man, wenn man Sympathie oder Mitleid bekämpft, nicht genau dort hin, wo man eigentlich gerade NICHT hinwollte – nämlich zu der Euthanasie, zu den Verbrechen gegen die Menschlichkeit? Ist es nicht gerade das, was Hitler ausmachte? Das ist ein Teufelskreis. Die Venus hat zudem jeder in seinem Horoskop – sie ausklammern zu wollen, ist unmöglich, und wohl auch nicht erstrebenswert. Sie ist genauso Teil des Gesamtgefüges wie jeder andere Planet auch. Wie sollen zudem die geforderten Erzieher eines "potientiellen Hitlers" aussehen bzw. wie hääten seine Erzieher aussehen sollen - ist nicht jeder Mensch dazu verpflichtet, sich selber zu erziehen - zumindest wenn er aus dem Stadium der Kindheit entwachsen ist? Da kommt man dann natürlich zu der Frage, inwieweit die Herkunft bzw. die Eltern, das 4.Haus, eine Rolle spielen - die Quelle dort ist vielleicht ein ganz realistischer Ansatzpunkt für die Gründe, warum ein Mensch wie Adolf Hitler "entsteht". Er war ja kein Triebtäter oder jemand, der wem anders etwas klaut. Zeit kann man nicht gleichsetzen, habe ich mal gehört - aber eines ist zeitunabhängig in den Menschen - sein geistiges Streben, sein Drang, sich an Symbolen und Bildern zu orientieren - um nicht deren blosse, tote Räumlichkeit im Sinne des Saturn sehen zu müssen? Der Körper wurde vom Geist belebt, nicht umgekehrt - was ich im Übrigen schrecklich finde. Und nebenbei: Warum heisst es dann in der Bibel eigentlich nicht: "Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und der Körper Gottes schwebte über dem Wasser."


Gruss

Sebi
Zuletzt geändert von Gast am Di 28. Dez 2004, 02:43, insgesamt 1-mal geändert.
Gast
 

Beitragvon Acht » Mo 27. Dez 2004, 23:30

Sebi,

was für ein herrlicher Beitrag. Du stellst hier die allerwichtigsten Fragen, die es geben kann. Man muß zwar immer bestrebt sein, die respektiven Antworten zu suchen, jedoch wird es gleichzeitig nie möglich, die eindeutigen, allgemeinen, letztendlichen Lösungen zu finden. Es ist vielleicht Sinn des Erdenlebens, die schwere Last dieser schwer-wiegenden Fragen zu tragen, zu er-tragen. Die Fragen selbst, diese Fragestellung alleine ist schon DIE Antwort.

"Ist das vielleicht mein persönliches Problem, mich zum Mass der Dinge zu erheben (unbewusst), und habe ich durch mein Schreiben irgendeine besondere Wirkung auf andere Menschen? Bin ich "vergeistigt", was auch immer dies bedeuten mag?"

Dazu möchte ich nur bemerken, daß meiner Meinung nach jeder von uns Mass der Dinge ist, aber ausschliesslich für sich selbst. Es können durchaus Menschen geben, die in bestimmter Situation, auf bestimmtem Ort besondere Wirkung auf andere Menschen haben können, jedoch ist es auch eine große Verantwortung und Gefahr - wie man an den vielen historischen Beispielen sehen kann. Manchmal ist schwer zu unterscheiden, inwieweit hier der bestimmte Mensch für sich selbst handelt oder nur eine Art "Sprachrohre" des Zeitgeistes ist - mit all den dazugehörenden Folgen.

LG

Acht
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Beitragvon Arnold Buchenrieder » Di 28. Dez 2004, 00:02

Hallo Sebi,

Vielen Dank und großen Respekt für deinen Beitrag! Du hast in deinem
ausführlichen Beitrag etwas sehr tiefgründiges herausgestellt, und zwar
meine ich die natürlliche Eigenschaft des kollektiven Pluto. Du hast scharf
und klar den Unterschied klar gemacht, welche Bedeutung international
das Seebeben hat. Wäre das in der Nordsee passiert, dann wäre es zur
absoluten Katastrophe geworden - in unseren vollgefressenen Eierköpfen.
Da das Seebeben aber "nur" bei Indien war, kann es ja doch nicht ganz
so schlimm sein - unser Arsch unter der Dampfheizung hat es ja warm..

Du hast das sehr gut zum Ausdruck gebracht, dass "zwei Türme" umgefallen waren und die Welt stand - in den westlichen Köpfen - vor
dem Abgrund. Daher passt dein Beitrag sehr gut zum Thema Pluto!
Du hast ein natürliches, unpersönliches Bild von Pluto beschrieben, was
zutrifft und auch sicher nichts mit Gut und Böse zu tun hat. Von der
höchsten Instanz Gottes aus gesehen sind Katastrophen eine notwendige
Instanz der Evolution.

Allrs befindet sich im Fluss, selbst der Urknall und die schwarzen Löcher
gehören dazu. Jeder Sonne, und wenn sie 13000000000 Jahre alt wird,
steht letztlich der Tod nach der Geburt bevor.

Ebenso kann ich deinen Vergleich von der Sichtweise der Nationen sehr
gut nach vollziehen. Wie bei Castandeda, wo er traurig wurde, als er ein
paar kleine Jungen sah, welche sich ihre Nahrung aus den Essensresten
des mexicanischen Restaurants zu Mittag holten. Don Juan knurrte Castandeda an, indem er ihn einen zivilisierten Trottel nannte und darauf
hinwies, das die Kinder sehr, sehr glücklich wären.

Auch dein Beitrag zum Nationalsozialismus hat ja mit dem kollektiven
Pluto zu tun. Mit Sicherheit stimmt die Tatsache, dass Adolf Hitler von
vielen seiner "Freunde" manipulliert wurde. Vor allen die Rüstungsgrößen
finfanzierten mit über 25 Millionen Reichsmark eine gewisse Basis für
seine Tätigkeiten. Sie unterstützen Hitler und somit die Nazis, weil sie
ihre Investitionen durch Rieseneinamen aus dem Rüstungsgeschäft
zurückfließen sahen, also Milliarden umsetzten und entsprechen verdienten.

Jedenfalls hatte ich kürzlich Hitler bei Astrologix kurz beschrieben. Dabei
kam ich auf seine Mars/Venus Konjunktion zu sprechen. Mit so einem
Aspekt ist die Spannung der beiden Pole von Mars und Venus gleich null.
Du kannst Sexualität mehr im erotischen, emotionalen Bereich leben.
Man erfreut sich besonders als Frau mehr auf die Zeremonie, das Knistern
etc. Aber man kann auch den Hebel umlegen und wie ein Asket leben -
ohne Sex, zumindest problemlos für längere Zeit.

Über Hitler wurde ja sehr viel geschrieben. Dabei fällt auf, dass die Amerikaner objektiver mit dem Thema umgehen, als die Deutschen. Das
liegt sicher an der "kollektiven Schuld", das schlechte Gewissen. Aber,
wer hätte das aufhalten können? War es nicht wie die Szene eines
herannahenden Gewitters in der Atmosphäre? Letztlich war Hitler nur eine
ausführende Figur einer großen, kollektiver angestsauter Energie - Pluto.

Jedenfalls, ich glaube es war Fest, habe ich von Hitlers Jugend gelesen.
Er war zwölf oder dreizehn Jahre alt und spielte mit Kameraden Doktor.
Die Buben hatten ihre Geschlechtsteile in den Mund einer Ziege gesteckt.
Dabei wurde Hitler der ..... von der Ziege angeknabbert. Seit dem hatte
der junge Adolf Probleme bei den Frauen. Ach ja, Hitler - das war der
Name seines Adoptivonkels, seine Mutter soll jüdischer Abstammung
gewesen sein. Hitlers Geburtsname war Schickelgruber.

Hitler wurde in Wien auf der Akademie für Künste abgwiesen, obwohl
er ein gewisses unbestreitbares Talent hatte. Viele persönliche Niederlagen schürten seinen Hass. Wahrscheinlich hat er sich selbst
gehasst. Außerdem verordnete Dr. Morell, sein Leibarzt, ihm schon zu
Kriegsbeginn Kokainpinselungen, sowie für die Nacht starke Schlafmittel.
Kokaingebrauch kann zu Größenwahn führen, siehe Göring. Er war wie
sehr viele Machthaber des Dritten Reiches stark drogenabhängig. Er mußte später vor dem Nürnberger Prozessen erst zur Entziehungskur!

Aber bei Hitler kam ein großes Frauenproblem hinzu. Sicher, er war eine
kollektive, plutonische Spielfigur, aber persönlich projezierte er seinen
Selbsthass und seinen Zerstörungstrieb auf die Juden- und Rassenfrage.
Als Wissender um Gottes Liebe und Licht kann man und darf man niemals
die Einzigartigkeit eines Menschen so bewerten, wie Gut oder Böse. Sicher, die politische Situation in Deutschland glich einem Pulverfass, aber
daran konnten die Juden oder andere verfolgte Menschen nicht schuld
sein. Und selbst wenn jemand Schuld auf sich geladen hat, dann soll man
wissen, dass jeder Mensch der höchsten Instanz Gottes obliegt. Ob Hitler
oder Alexander der Große, alles hat seine Ursache und Wirkung.

Aber es soll für alle Menschen eine Lehre sein, wir dürfen uns nicht töten,
sondern wir sollen uns lieben und verstehen.

Mit lieben Grüßen!

Arnold
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Beitragvon barbaraspanien » Di 28. Dez 2004, 13:30

Plutonische Initiation und transpersonales wachstum


Neptuns Lektionen können wir nur begreifen, wenn wir seine Aktivitäten
mit Pluto abstimmen, Denn um Einheit mit dem Universum zu erfahren
müssen wir zunächst geprüft werden um zu sehen, ob wir selbst mit dem schlimmsten Feind ein Einseins wahrnehmen können.

Pluto und Neptun operieren als Paar, indem sie die beiden wichtigsten Facetten der transpersonalen entwicklung symbolisieren.
Wenn Neptun die Offenbarung des Lichts verkörpert, dann ist Pluto
die Konfrontation mit der dunklen verborgenen Seite des Lebens stammt.

Neptun ist das transpersonale Ideal, die Vision von Einheit , Erleuchtung und universellen Mitgefühl. Pluto ist die Feuerprobe, die uns in VOrbereitung auf das transpersonale Leben prüft und indem sie uns
von selbstzentrierten Absichten und Motivationen reinigt.

Neptun gewährt und kurze Einblicke in die Perfektion und das erwachen weitreichender Ideale, doch er lässt auch grosse Bereiche unserer
Persönlichkeit unperfekt und im Verborgenen zurück.
Pluto wirkt Neptuns Tendenz zu leugnen entgegen indem er uns zeigt. welche Dinge in unserem eigenen Erinnern uns daran hindern unsere grössten Potentiale zu verwiklichen.
Pluto bringt die drei Gifte Gier, Hass Und lllussion zum Vorschein und eliminiert sie, denn diese Gifte verdunkeln unsere natürliche Klarheit und Offenheit, die heitere Ruhe, den visionären Weitblick und die durch Neptun symbolisierte Sorge um das Universum.
Pluto regiert die Fixierung. Er zeigt uns worauf das Bewusstsein fixiert ist um uns davon befreien zu können.
Er kann enthüllen, wie wir von Reichtum oder einem anderen Objekt der Begierde besessen sind, er kann besitzergreifende Eifersucht heraufbeschwören. Dadurch das Pluto dieses Material ans Licht ins Bewusstsein bringt, versucht er die Verfeinerung und die Verbesserung unseres Charakters herbeizuführen.

Jede eSaat muss in der Dunkelheit der erde begraben sein, bevor sie aus ihrer Schale hervorbrechen und ans licht bringen kann.

Folglich pflegt plutos Einfluss extremes Licht und extremen Schatten mit sich zu bringen
AUfbau und Zerstörung, Erleuchtung oder Besessenheit, Weisheit oder Kampf.
pluto ist der Planet der reintegration, Metamorphose, radikaler Bewusstseinsveränderungen und Wiedergeburtserfahrungen.
Sein Ziel ist die Meisterung des Selbst und die Zunahme unserer persönlichen Macht und Effektivität.
Was die Entwicklung angeht so weisst Pluto darauf hin, in welcher Weise ein Mensch auf die Tragödien reagiert, die unvermeidbare Bestandteile der Geschichte und der menschlichen Existenz sind.
Pluto regiert eifrige BOrniertheit und Rassismus.
Unter seinem Einfluss erleben wie vielleicht historische Ereignisse mit, die Manifestation von uraltenm Hass sind, der jahrhundertalte Fedhen am Leben hält. beispielsweise die gegenseitigen Feindseligkeiten mancher Juden und Araber oder den Hass den der Krieg in Bosnien anheizte.
Technisch gesehen symbolisiert Pluto kein bestimmtes Entwicklungsstadium.
Er ist ein Symbol für eine andauerende gesamtmenschliche Initiation, in der wir vor die Wahl gestellt werden Zwischen Machtstreben und persönlichen Vorteilen auf Kosten von anderen und zusammenschluss mit anderen in Einheit und gegenseitiger Verpflichtung andererseits.

Als Reaktion auf Neptun möchten wir selbstlos, liebevoll und versöhnlich sein.
Aber wenn Pluto uns testet, werden wir häufig mit Situationen konfrontiert in denen es unmöglich scheint zu lieben und zu vergeben, während es einfach ist verletzt und ärgerlich zu sein,. Plutos Initationen rufen Häufig solche Gefühle hervor asl Versuch uns damit aus unserer animalischen Natur herauszuheben, die dem Gesetz des Dschungels folgend auf das Leben reagiert
Kampf oder Flucht
Gefressen und Gefressenwerden
Auge um AUge
Obwohl wir uns vielleicht mit neptunischen Licht, VIsionen und innnere Reisen wünschen mögen, zerschmettern Plutos TOrutouren unser Ego schonungslos.
Teil 2 folgt...Text ist nach dem Ansatz von greg bogart entliehen
Wahres Wissen kommt nicht aus dem Intellekt , sondern aus dem unmittelbaren Kontakt.
Wissen haengt vom Dasein ab.
Gurdjieff
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Beitragvon barbaraspanien » Di 28. Dez 2004, 13:58

Die unerwartete Konfrontation mit krankheit und möglichen Tod stellt einen menschen vor eine äusserst wichtige Entscheidung, entweder in Verzweiflung zu versinken oder das Leben vollkommen neu zu bewerten.
Zuerst wollen wir nur einfach unsere Bitterkeit kundtun, das das Leben uns so einen grausamen Schlag versetzt hat.

Der Machtmissbrauch, mit dem wir haufig durch Plutos Einfluss konfrontiert werden, ist nicht nur auf solch grossen Ausmasses begrenzt, sondern kann auch aus Konfrontationen mit den verletzenden , ungerechtfertigen Handlungen einzelner Menschen resultieren...zum Beispiel durch die Erfahrung verraten zu werden.
Plutos Lektion lautet, das wir wenn wir Zeuge einiger der schlimmsten Handlungen werden die zu begehen menschliche Wesen fähig sind,zu der Erkenntniss gezwungen werden, dass diese unsere eigenen Schatten sind, dass auch wir zu solchen Handlungen fähig sind.
Durch die Konfrontation mit solchen Situationen erkennen wir die Verborgenen Seiten unserer eigenen Persönlichkeit...unsere beleidigenden oder verletzenden Neigungen, unsere Obsessionen oder unsere Zwanghaften Verhaltensweisen.
Indem wir auf diese Wiese mit unseren eigenen Anteilen konfrontiert werden, werden wir nicht nur selbst bewusster wer wir sind, wir sind auch weniger darauf aus, andere zu dämonisieren oder sie von Natur aus für minderwertig oder unmenschlich zu halten, eine Haltung, die der eigentliche Grund für BIgotterie und Gewalt in der Gesellschaft ist.
Pluto lehrt uns eine fundamental wichtige Lektion über das karmische Gesetz von Aktion und Reaktion und zwar dass wir selbst verletzt werden wenn wir andere verletzen.

Indem Pluto unsdie Auswirkungenen unlauteren, unethischen oder gefühllosen Verhalten aufzeigt, stärkt er unsere Entschlossenheit , unsere Macht, und unsere Fähigkeit korrekt, ehrfürchtig und ohne Wunsch andere zu schaden, zu gebrauchen.

"Doch Pluto zeigt uns auch, dass wir es uns nicht leisten können naiv zu sein,,dass wir manchmal auch für das was richtig ist, zu kämpfen."

Durch Pluto lernen wir , dass unser Ziel nicht darin besteht, uns in neptunischer ekstase und mystischer Ektsase zu verlieren. Statt dessen lehrt Pluto, dass wir nachdem wir sowohl eine höhere Ordnung der Einheit und die uneinigkeit schaffenden Wirkungen des Hasses wahrgenommen haben, in der Welt mit der richtigen Motivation agieren können, ohne den Wunsch andere zu kontrolllieren oder zu verletzen, man ist machtvoll, aber nicht machthunrig. Pluto konfrontiert uns mit der Gewalt und Grausamkeit von Natur und Menshcheit, damit wir frei davon werden können. Pluto befreit uns von den GIften, so dass wir wahrhaft menschlich werden können.
Wir bereits erwähnt. lässt sich nicht bestreiten, dass unter gewissen Umständen Empörung gesund sein kann, In manchen Fällen fordert pluto uns auf, uns der ungerechtigkeit zu stellen und die Wahrheit ans lIcht zu bringen.
Wahres Wissen kommt nicht aus dem Intellekt , sondern aus dem unmittelbaren Kontakt.
Wissen haengt vom Dasein ab.
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Beitragvon UranusJay » Di 28. Dez 2004, 21:34

Hallo Leute

Ich hatte diesen Thread zwar zunächst mitgelesen, als er dann sehr schnell auf Diktatoren & Co in eine für mich unerträgliche Richtung abdriftete, habe ich ihn nicht mehr beachtet. Solche Kreaturen ekeln mich an. Als ich eben aber doch noch mal hier 'reinschneite, fiel mir als erstes etwas auf, das ich zuvor übersehen hatte.

Pluto in 8 ist signifikant, weil im eigenen Haus, aber auch gar nicht so selten. Mein Statistiker spuckte eben lauter Individuen aus, die ich als ausgesprochene Machtmenschen einstufen würde, die meisten sind mir charakterlich auch unsympatisch, manche ganz wenige dagegen sehr sympatisch. Allerdings gerieren die unsympathischen sich ja nichtmal annähernd wie dieser Adolf. Also kann man Pluto bei ihm wohl schwer als den alleinigen Kern des Übels ausmachen.

Hitler hat sich selbst ja kaum die Finger schmutzig gemacht, was er am besten konnte war herumgrölen und das Volk manipulativ aufzuhetzen. Die Drecksarbeit machte er nicht selbst, er ließ sie machen. Er hatte ja Millionen, die hinter ihm standen. Kombiniert mit seinem ausgesprochenen Beliebtheitsgrad und seiner Popularität muß ich eigentlich gar nicht in sein Radix schauen, um zu erkennen, welcher Planet der stärkste bei ihm war: Lilith

Lilith als Herrscherin über das 7.Prinzip verkörpert zum Beispiel die "Manipulation", die wir auch "Verführung" nennen können. Wie Chiron ist auch Lilith eine planetare Zusammensetzung. Man kann sie sehen als eine Höhere Oktave, nämlich der von Mond und Neptun gemeinsam, oder als Mischung aus Pluto und Uranus, oder man sieht sie als Mischung dieser 4 Prinzipien. Im Grunde genügen Uranus und Pluto, denn sie enthalten die beiden Elemente der Lilith, Luft und Wasser. Halte ich mich an Uranus und Pluto, finde ich auch die beiden Polaritäten Gut und Böse wieder, die Chiron ebenso formen. Interessanterweise stellt in beiden Fällen Uranus die Gut-Komponente, denn Uranus ist der erforderliche Wandlungsfaktor bei den beiden, ohne Uranusenergien gelangt man nicht zu chironischer oder lilithischer Bewußtwerdung.

Manipulation ist solange unbewußt und entzieht sich der Bewußtwerdung, bis eine Energie ins Spiel kommt, die die Manipulation erkennt und aufdeckt, beim Namen nennt. Diese Energie ist in Lilith, also der Erzeugerin selbst enthalten. Manipuliert Lilith, zeigt sie sich als plutonische Energie, die sich selbst geschickt verbergen kann, ja sogar vor dem eigenen Horoskopeigner. Die meisten Menschen, die manipulieren, haben davon gar keine Ahnung, sind sich dessen gar nicht bewußt.

Da diese plutonische Energie aber sehr autodestruktiv ist, besteht die Möglichkeit, daß Lilith sich selbst per Geistesblitz offenbart und ihr Treiben offenlegt. Solche Geistesblitze können sehr intensiv sein. Man hat keine Kontrolle über sie, ich sehe sie als karmisch vorherbestimmt, denn jeder hat eine Lilith, aber nicht alle Menschen sind lilithische Persönlichkeiten. Über diese Geistesblitze bringt sich Uranus ins Spiel. Schafft er es, in der Lilith des Horoskopeigners über die plutonischen Wirkungen die Oberhand zu gewinnen, stehen dem Horoskopeigner unzählige Möglichkeiten offen. Die Lilith ist damit erwacht.

Von diesem Zeitpunkt an hat der Horoskopeigner die Gabe, Manipulationen des Selbsts und anderer an ihm zu erkennen und sich derer bewußt zu sein. Ist der Horoskopeigner an sich höher entwickelt, wird er selbst Manipulationen zumindest nicht mehr zu eigennützigen Zwecken einsetzen wollen.

Wie Chiron kann auch Lilith sich heilsam äußern, wenn der uranische Part die Oberhand gewonnen hat. Die eigennützigen Ziele von Saturn und Pluto sind dann in den Hintergrund geraten und werden nun von den umfassenderen und auf Freundschaft und Menschlichkeit konzentrierten uranischen Bestrebungen zum Wohl nicht nur des Selbsts sondern auch anderer Lebewesen gesteuert.

Hitlers Lilith stand an Koch-Spitze 9 im gradgenauen Trigon zum allumfassenden Uranus am ASC. Seine Auswirkungen auf das Kollektiv sehe ich also durch Lilith in die Welt getragen. Das impliziert die Möglichkeit, daß niemand, nichtmal Hitler selbst, die Kontrolle über alles was damals abgelaufen ist und sich so entwickelt hat wie es sich entwickelte, gehabt hat, sondern diese Kontrolle einer höheren unirdischen Macht oblag und der ganze irdische Wahnsinn vielleicht dazu dienen sollte, die Menschheit wachzurütteln und ein neues Bewußtsein zu schaffen.

Die Menschheit befindet sich seit 9-11 wieder in so einer Phase. Das spekulative Radix von Osama BinLaden zeigt die Lilith am MC im gradgenauen Biquintil zum religiösen und ideologischen Jupiter. Das verleiht ihm ein Übermaß an Talent, Menschen manipulativ auf seine religiöse Linie zu bringen. Sein Saturn im 7.Lilith-Haus brachte ihm bei zivilisierten Menschen den Ruf eines Höhlenbewohners, der kein Stil und keine Klasse hat, ein.

Adolf und Osama haben beide ihre Lilith in 9 und beide ihren Chiron in 9, im Haus des religiösen und ideologischen, nach Expansion strebenden Jupiter. Da Jupiter anhaltendem permanenten Fehlverhalten aber irgendwann einmal eine Abfuhr erteilt, ist das Schicksal vorherbestimmt. Vielleicht stellt gar Jupiter diese obrig erwähnte höhere unirdische Macht dar, was mir allerdings gar nicht gefallen würde.

Üblicherweise werden Uranus, Neptun und Pluto in einer Gruppe zusammengefaßt, der Gruppe der geistigen oder kollektiven Planeten. Durch meine Chiron-Lilith-Praxis ergeben sich für mich andere Relationen.
  • Saturn Uranus Pluto - die wandelnden und transformatierenden Planeten
  • Jupiter Neptun - die ideologischen und religiösen Planeten
  • Chiron Lilith - die soziologischen Planeten

Da die Entdeckung von Planeten nach Pluto nicht endete und nie enden wird, sehe ich keine zwingende Notwendigkeit, die 3 neuzeitlichen Planeten astrologisch in einer Gruppe zusammenzufassen.

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