In AstroPlus werden die Berechnungen von sensitiven Punkten (teilweise) unterschiedliche für Tag- / Nachtgeburten berechnet. Teilweise deshalb, weil ich leider nicht mehr nachvollziehen kann, ob ich durch "herumexperimentieren" hier eine Unordnung reingebracht habe, oder tatsächlich nicht alle sensitiven Punkte unterschiedlich nach Tag-/Nachtgeburt berechnet werden.
Renzo Baldini stellt seine Sicht der Berechnung über sensitive Punkte im Buch "Die Arabischen Punkte" dar. Zur unterschiedlichen Berechnung der Punkte bei Tag-/Nachtgeburten gibt er u.a. folgendes zu bedenken (Seite 41 - 43). Basierend hierauf am Ende des Textes mein Anliegen/Fragen:
".... Ich behaupte nicht, dass dieses Konzept falsch wäre, ganz im Gegenteil. Ich will nur sagen, dass wir, wenn wir so handeln, uns von dem entfernen, was ich für das Fundament der Berechnung von Lospunkten halte: Hier geht es nicht nur um eine Erörterung über "Licht", sondern vor allem um eine Erörterung der Anordnung, der Richtung: es geht von einem Planeten, der eine bestimmte Bedeutung hat, zu einem anderen Planeten, der ebenfalls eine bestimmte Bedeutung hat. Diese Strecke darf nur in eine Richtung laufen, nämlich im Fall des Glückspunktes von der Sonne zum Monde: Stets und in jedem Fall!
Um den Grund für diese Wahl noch besser verständlich zu machen, weill ich das an einem Bild erläutern. Nehmen wir an, wir stehen vor einem Schrank mit zahlreichen Türen. Es gibt die Tür "Sonne", die Tür "Mond, die Tür "Merkur" usw. .... Nehmen wir an, ich will etas über die Physis wissen, über die physischen Kräfte, oder anders gesagt, über die Fähigkeit des Leibes, den Tücken des Lebens zu widerstehen, auf Krankheiten zu reagieren. Nehmen wir nun an, dass all dieses Themen durch "Mars" gespiegelt werden. Was würde ich dann tun? Ich öffne die Schranktür zum Mars, .... Diese Tür zum Mars öffnen - das wäre das Bild dafür, dass ich im Geburtshoroskop den Mars nehme und auf den Aszendenten setze. Der Aszendent ist der Punkt des Beginns, des Start, der Aufnahmen. Indem ich den Mars auf den Aszendenten setze, möchte ich in die Welt von Mars entreten - und Mars betrachte ich in diesem Fall als erkenntnisleitendes Element in Bezug auf die physische Fähikgeit, mit Krankheiten fertig zu werden, also als Repräsentant für das Thema Gesundheit.
.... Nehmen wir an, ich will bei der Bezugnahme auf die physische Fähigkeit, Krankheiten standzuhalten, den schwachen Punkt ermitteln, sozusagen das schwächste Glied der Kette, eben den Lospunkt der Schwäche. Der Planet, der dies anzeigt, ist der Saturn. Also öffne ich die Schublade "Saturn". Dieses Bild, übertragen auf das Geburtshoroskop, bedeutet, dass ich den Saturn nehme und ihn vom Aszendenten aus so weite "werfe", wie viele Grade er Abstand vom Mars hat. Wo Satrun in diesem Sinne niederfällt, ist der "schwache Punkte", der Punkt der körperlichen Schwäche, der "Krankheitspunkt"! Praktisch gesprochen, um den Krankheitspunkt zu finden, müssen wir den Abstand zwischen Mars und Saturn auf dem Tierkreis messen - stets im Richtungssinn des Tierkreises! - und dann diesen Abstand zum Aszendenten hinzufügen.
Das führt uns zur Aufstellung der folgenden Regel über die sensitiven Punkte: derjenige Planet, den wir auf dem Aszendenten plazieren, bezeichnet das generelle Feld der Untersuchungen. Derjenige Planet, den wir vom Aszendetn aus als Los "werfen", verweist auf das, was wir auf diesem generellen Feld im einzelnen betrachten.
.... Dieses Prinzip bildet eine Grundlage für die Arabischen Unkte. In unserem Fall sethe ich Mars auf den Aszendent und bewege dann Saturn. Ich darf nicht das Gegenteil tun, etwa bei einer Taggeburt Saturn (der als Tagplanet gild) auf den Aszendenten setzen und Mars bewegen. Der PUnkt, auf den dann der Mars fällt, kann schwerlich einen Punkt der Schwäche symbolisieren, des physischen Ungenügens. Ein Punkt marsischer Energie ist einfach etwas anderes als ein Punkt saturnischer Energie. Beides sagt mir etwas jeweils ganz Unterschiedliches!
Sich aus einem Marsgebit entfernen und in eine Saturngebiet gelangen, ist etwas anderes, als sich aus einem Saturngebiet entfernen und in einer Marsregion ankommen. Das sind zwei unterschiedliche Angelegenheiten, das braucht zwei unterschiedliche Antworten, das erbit zwei ganz unterschiedliche Lospunkte! Um also die Arabischen PUntke zu verstehen und sie richtig anzuwenden, ist es unverzichtbar, die Richtung zu kennen, ist es unverzichtbar, zu wissen, von woher man aufbricht und wohin man gehen muss. Der Start hat ebenso eine fest umrissene Bedetung, wie das Ziel eine andre fest umrissende Bedeutung ha! Man darf Start und Ziel nicht durcheindander bringen. Gehe ich von Rom nach Paris, werde ich dort den Louvre und den Eifelturm sehen; gehe ich aber von Paris nach Rom sehe ich dort das Kolosseum und den Petersdom. Das macht ganz gewiss einen Unterschied!
So, nun meine Fragen:
- Welche Erfahrungen haben die Forummitglieder mit der anwendung von unterschiedlichen Berechnungen für Tag-/Nachtgeburten gemacht?
- Welchem Ansatz folgt AstroPlus? Ist die Möglichkeit, unterschiedliche Formeln für Tag-/Nachtgeburten einzutragen ein Service an die Nutzer oder die konsequente Umsetzung welcher Theorie (oder sogar erfolgreichen Praxis)?
- oder ist das alles "gehupft wie gesprungen" und ich bin dabei, aus einer Mücke einen Elefanten zu machen?
Würde mich freuen, zu diesem Thema einigen Input für mich und andere Interessierte zu initiieren, welcher sich für eine weiterführende und anwendbare Praxis gebrauchen läßt.
Liebe Grüsse,
der SaturnLöwe

