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Forum zum Astrologieprogramm von Astrocontact Software - Updates, Neuigkeiten und Austausch
Moderator: Wolfgang
von Bluespianist » Sa 10. Apr 2010, 13:03
Hallo Wolfgang, Die neue Zeitkorrektur ist ne Wucht. Im Moment bin ich tierisch am Tüfteln. Hab ne ältere Person, Mitte Dezember im hohen Norden geboren, wo der progressive ASC erheblich abweicht (6 Grad), je nach Software. Versuche gerade, die Berechnung von Astroplus in Solar Fire nachzuvollziehen, was mir nicht so recht gelingt. Bevor ich mir unnötig die Birne matschig grüble, frag ich lieber erst mal dich: Wie berechnet Astroplus den sekundär-progressiven AC? 1) auf den Geburts-Standort bezogen, oder auf den aktuell eingestellten Standort? 2) Grundlage ist doch der Naibodbogen, seh ich das richtig? Der nimmt mittlere Werte, 59 Gradminuten um den MC vorzuschieben? 3) Ist Keplerbogen das gleiche wie Sonnenbogen (Solar Arc method)? 4) Bei beiden Bögen gibt es "right ascension" or "longitude", was nicht viel auszumachen scheint. Was nimmt Astroplus? 5) Vermute mal, die Methoden nach Massey oder Ptolemäus kann ich vernachlässigen?
Wissensdurstige Grüße Stefan
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von Wolfgang » Sa 10. Apr 2010, 13:40
Hallo Stefan Astroplus berechnet die progressiven Achsen, wie es "üblicherweise" gemacht wird (in's Detail kann ich jetzt am Wochenende nicht gehen, da ich den Quellcode nicht vor mit hab - aber Mr. Google macht's sicher möglich). > 1) auf den Geburts-Standort bezogen... Ja. SF hab ich nicht, daher kann ich zu den anderen Varianten nix sagen - ausser, daß sie mir unbekannt sind Der Keplerboden ist da durchau interessant, die "Wiener" schwören darauf - hier ein Auszug aus der Hilfe: Normalerweise gehen wir davon aus, dass jeder Tag ziemlich genau 24 Stunden lang ist, was man auch als mittleren Sonnentag kennt. Nun gibt es noch den wahren Sonnentag, die Differenz dieser beiden nennt sich Zeitgleichung. Der wahre Sonnentag ist im Vergleich zum Mittleren bis zu ca. 16 Minuten kürzer bzw. länger. Man sieht den Unterschied sofort: Nehmen Sie ein beliebiges Horoskop und stellen Sie dieses auf genau 12:00 Mittag. Die Sonne müsste theoretisch genau am MC sein, praktisch wird dies aber kaum der Fall sein, da wir in der gemittelten, bürgerlichen Zeit leben. Mit der Zeitnavigation zählen Sie nun die Tage rauf und beobachten den Abstand zwischen Sonne und MC. Sie sehen, dass die Sonne bis zu 4 Grad Orbis im Laufe eines Jahres mal links und mal rechts vom MC erreicht. Mit Berücksichtigung der Zeitgleichung gibt es dieses Phänomen nicht, welches dadurch entsteht, dass die Tage ”in Wirklichkeit” eben nicht exakt 24 Stunden haben, sondern mal kürzer und mal länger sind. Normalerweise hat dieses Phänomen keine Bedeutung, aber bei einigen wenigen astrologischen Methoden wird es durchaus benötigt.Viele Grüße, Wolfgang
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Wolfgang
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von Bluespianist » Sa 10. Apr 2010, 17:43
Hallo Wolfgang,
Hab mal meine "progressive" Literatur aus dem Regal gezogen. Alan Leo, Robert Blaschke, Bernadette Brady - alle empfehlen die Methode mit wahrem Sonnenbogen (Keplerbogen-Checkbox in Astroplus?), außer wenn es sich um ältere Personen handelt bzw. um weit vorgeschobene Progressionen. Liegst also mit deinem "üblicherweise" schon richtig, soweit ich das auf die Schnelle beurteilen kann.
Korrigiere mich bitte, wenn ich was falsch interpretiere:
Laut Astroplus-Hilfe wird die Sonnenbogendirektion nach dem wahren Sonnenstand errechnet. Die Graddirektionen hingegen verwenden den Naibodschlüssel, also einen fixen, gemittelten Schlüssel von 59'08". Und dieser Naibodschlüssel kommt wohl auch bei den Progressionen zum Einsatz. Die Checkbox für den Keplerbogen ist also im Prinzip ein Umschalter, vom mittleren auf den wahren Sonnenbogen.
Wenn es nicht zu viel Arbeit macht, vielleicht könntest du im Lauf der Woche mal im Quellcode stöbern? Mich interessiert vor allem: Werden die Progressionen ebenfalls über Rektaszensions-Grade berechnet (so wie die Graddirektionen)? Oder Longitudenal?
Sorry für die Umstände. Doch nur mit diesen Infos kann ich meine andere Software auf Einklang stimmen, oder zumindest die Dissonanzen plausibel erkären.
Vielen Dank. Stefan
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von Wolfgang » So 11. Apr 2010, 14:42
Hallo Stefan Ich glaube, Du bringst da die Methoden einwenig durcheinander... > Die Graddirektionen hingegen verwenden den Naibodschlüssel Nicht unbedingt und ich glaube, das haben Deine zitierten Kollegen gemeint... die Graddirektion ist normalerweise eine Graddirektion (also 1°), manche verwenden hier aber den Naibodschlüssel (kannst Du in Astroplus auch so einstellen) - das sind aber keine Sekundärprogressionen. Die Sekundärprogression mit dem Keplerbogen berechnet mit Rektaszension (also nach der "wahren Zeit") - das hat aber nix mit Graddirektionen zu tun (denn da wird einfach pro Lebensjahr ein Grad dazugenommen und da braucht's keine Rektaszension). Viele Grüße, Wolfgang
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von Bluespianist » So 11. Apr 2010, 15:30
Hallo Wolfgang, jetzt ist die Verwirrung bald komplett. Das mit den Graddirektionen hab ich nicht von irgendwo zitiert, sondern von dir, aus der Astroplus Hilfedatei. Da steht unter Graddirektion wörtlich: Naibodschlüssel (nach Valentin Naibod): Die Besonderheit dieser Methode ist die Umrechnung des täglichen Sternzeitfortschritts in Rektaszensions-Grade (der Schlüssel beträgt etwa 59'08"). Es werden alle Werte mit dem mittleren Tagesfortschritt der Sonne dirigiert und man erhält somit auch bei Personen hohen Alters genaue Direktionswerte.
Wenn der Naibodschlüssel nichts mit den Graddirektionen zu tun hat, das ist der obige Absatz in der AP-Hilfe sehr ungünstig platziert. Aber ist eigentlich egal. Denn mir geht's ja um die Sekundär-Progression. Die AP-Hilfe deutet an, dass die nach Naibod berechnet wird (bei abgeschaltetem Keplerbogen). Daher meine Vermutung, dass die Sekundärprogression mit den Rektaszensionsgraden arbeitet. Weil laut AP-Hilfe der Naibodschlüssel so erklärt wird (siehe Zitat oben). Wenn du mir das bestätigen könntest, wüsste ich, was ich in der anderen Software einstellen muß. 1) Wird die Sek-Progression nach Naibod berechnet? 2) Falls ja, auf Basis der Rektaszension? Wär super, wenn du das bei Gelegenheit nachschauen könntest. Vielen Dank. Stefan (dessen Merkur zur Zeit ein Neptun-Quadrat abkriegt)
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von Wolfgang » So 11. Apr 2010, 19:50
Hallo Stefan > Wenn der Naibodschlüssel nichts mit den Graddirektionen zu tun hat, > das ist der obige Absatz in der AP-Hilfe sehr ungünstig platziert. Neee, das passt schon, da man im Werkzeugfenster der Graddirektion neben direkten Graden auch den Naibodschlüssel auswählen kann - aber ich dachte, Dir geht's um die Sekundärprogression, daher der Hinweis, daß das eine andere Baustelle ist. > 2) Falls ja, auf Basis der Rektaszension? Ja, dafür ist der Keplerbogen da, sonst nach Naibod (falls ich mich nicht gerade im privaten häuslichen Sonntags-Abend-Kinder-Stress vertan hab  ). Viele Grüße, Wolfgang
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von Wolfgang » So 11. Apr 2010, 22:15
Hallo Stefan, du Bluespianist Nachtrag: > dessen Merkur zur Zeit ein Neptun-Quadrat abkriegt Geniesse es - z.B. mit Robert Johnson oder John Lee Cooper  - oder besser noch mit Kathie Websters Song von ihrem Friend "with the funky green Cigar", den Titel weiß ich nicht mehr so genau, ist schon sicher mehr als 17 Jahre her... war auf so nem schwarzen Ding, das sich drehte, viel grösser als eine CD Viele Grüße, Wolfgang
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von Bluespianist » Mo 12. Apr 2010, 01:19
Hallo Wolfgang, du Daddy Cool ...so nem schwarzen Ding, das sich drehte, viel grösser als eine CD
Meinst du etwa Michael Jackson, der war damals noch schwarz und drehte sich Schon klar, dass Graddirektion und Progression verschiedene Methoden sind. Doch da beide die Naibod-Option haben, interessiert mich, ob die Progression auch mit Rektaszension arbeitet (wie das unter Graddirektion in der AP-Hilfe steht). Aber nimm dir erst mal Zeit für deine kids, nicht dass die sich mit dem Naibodschlüssel statt dem Hausschlüssel davonmachen. Du hast sie doch hoffentlich nicht Naibod und Kepler genannt? Das mit der Rektaszension hat keine Eile. Ich leg jetzt den Frontal-Aszensions-Blues von Katie auf, und danach John Lee Hooker, progressiv bin ich nämlich nur sekundär. Groovige Grüße Stefan
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