Zeitbestimmung von Transiten

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Zeitbestimmung von Transiten

Beitragvon mhw » So 29. Aug 2010, 11:29

Sehr geehrter Herr Peterat!
Ich lese gerade in dem Buch von Robert Hand "Das Buch der Transite" Kapitel II S.32 - 36 etwas über die Zeitbestimmung von Transiten. Ich gehe davon aus, dass Sie das Buch kennen bzw. haben und frage deshalb, ob sich eine deartige Zeitbestimmung von Transiten mit Astroplus annäherungsweise realisieren lässt bzw. sie bereits implementiert ist oder auf andere Weise möglich ist.
Mit freundlichen Grüßen Manfred Wesemann
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Re: Zeitbestimmung von Transiten

Beitragvon Wolfgang » So 29. Aug 2010, 14:49

Hallo Herr Wesemann :)

Ja, ich kenne & habe das Buch. Robert Hand schlägt da z.B. vor, bei Pluto den Orbis nicht in ° sondern in Monaten zu definieren. Astroplus rechnet bei der Transitetabelle den ganz exakten Transitzeitpunkt exakt aus, in der Transitegrafik wird auch der gesamte Verlauf anschaulich gezeigt - ob man den gesamten Orbis nun in Graden oder in Monaten bestimmt... nun ja, das darf der Astrologe frei wählen. Oder meinten Sie etwas anderes im Buch?

Viele Grüße,
Wolfgang Peterat
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Re: Zeitbestimmung von Transiten

Beitragvon mhw » Mo 30. Aug 2010, 19:46

Hallo Herr Peterat! Ich meinte eigentlich etwas anderes. Dazu habe ich aus dem Buch von Robert hand "Das Buch der Transite" mal einen Ausschnitt aus der Seite 34 kopiert (S.34 in einer älteren Auflage ( Hugendubel 1986 2.Auflage);

„...Nach Berechnung aller Winkel zwischen den transitierenden Planeten und dem Transitpunkt werden die Winkel algebraisch addiert; mit anderen Worten: die positiven Zahlen werden addiert und dann die negativen von dieser Summe abgezogen. Ist die Summe der negativen Werte größer als die Summe der positiven Werte, wird die positive Summe von der negativen Summe abgezogen und das Resultat als negativ bezeichnet.
Als Beispiel diene eine Radix-Sonne bei 12° 00' Löwe. Der sich einem Quadrat aus Stier nähernde Uranus steht dort auf einer Länge von 11° 15' Stier Der transitierende Jupiter steht bei 16° 00' Jungfrau der transitierende Mars bei 11° 25' Löwe. Wie ersichtlich, weist jeder Transit einen Trennungswinkel zwischen sich und dem Punkt des Exaktwerdens auf. Uranus im Quadrat zur Radix-Sonne = -45'. Jupiter Quadrat Radix-Sonne = +4°00'. Mars Konjunktion Radix-Sonne = -35'. Wir ändern die Ziffer 4°00' um in die gleichwertige Minutenziffer 240', dann addieren wir jeweils die positiven Ziffern und die negativen Ziffern. Die positiven ergeben 240', da es nur einen einzigen positi¬ven Winkel gibt, während die negativen addiert -80' ergeben.
240' + (-80') = 240' - 80' = 160'
Diese Summe stellt den Gesamtabweichungswinkel dar. Wir dividieren diese Summe durch die Anzahl der transitierenden Planeten, in diesem Fall drei. 160':3 = 53,33333' . Das ist der mittlere Transitwinkel zu dieser Zeit. Da der Mittelwert positiv ist, ergibt sich, dass die kombinierte Krafteinwirkung der drei Transite ihren Höhepunkt überschritten hat.
Diese Berechnung kann man auch anders vornehmen, wenn alle transitieren¬den Winkel Vielfache von dreißig Grad sind, oder wenn sie das gleiche Vorzei¬chen haben. Das ist meistens der Fall, es sei denn, dass eine Anzahl von Halb¬oder Eineinhalb-Quadraten dabei sind. Die Positionen aller transitierenden Planeten zur in Frage stehenden Zeit sollten in Werten ihres Zeichens, nicht in 360°-Werten addiert werden. Nun die Rechnung für unser Beispiel:
11° 15' + 16° 00° + 11° 25' = 38° 40'
Dann dividieren wir diesen Wert durch drei, die Anzahl der transitierenden Planeten, und erhalten 12° 53,33333'. Diese mit der mittleren Position der transitierenden Planeten in ihren eigenen Zeichen arbeitende Methode zeigt ebenfalls, dass der kombinierte Einfluss der drei Planeten 53,33333' seinen Höhepunkt überschritten hat.....“

[/i]


So gesehen meine ich das Exaktwerden von mehreren Transiten.
Mit freundlichen Grüßen
Manfred Wesemann
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Re: Zeitbestimmung von Transiten

Beitragvon Wolfgang » Di 31. Aug 2010, 12:25

Hallo Herr Wesemann :)

> So gesehen meine ich das Exaktwerden von mehreren Transiten.
Ist es aber nicht wirklich... In der Theorie mag sicher der "stärkste Punkt" interessant sein, aber wenn z.B. Saturn vor einem Monat exakt war und Pluto in 2 Monaten exakt sein wird, dann wird man auch das Saturnthema vor einem Monat gelebt haben - welches evtl. eine zukünftige Weichenstellung für den Plutotransit ermöglicht. Also wird sich der kommende Plutotransit entsprechend der bewältigten Lernaufgaben vom vergangenen Saturntransit zeigen. Das ist die Praxis. Ein Mittelwert aus kalt und warm (lauwarm) wird m.M.n. den verschiedenen Themen nicht gerecht werden können. Nebenbei werden Langsamläufer während eines Transites meist rückläufig, etc und bilden somit den Aspekt 3 oder 5x neu. Dies müsste bei der Summenberechnung von Rob Hand auch jeweils berücksichtigt werden. :crazy:

Viele Grüße,
Wolfgang Peterat
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Re: Zeitbestimmung von Transiten

Beitragvon mhw » Di 31. Aug 2010, 18:22

Hallo Herr Peterat!
Robert Hand meint, dass die zeitliche Bestimmung von Transiten nicht von einem exakten Transit, sondern gleichzeitig mit mehreren anderen Faktoren in Verbindung steht. Insbesondere meint er, dass der Transit eines Langsamläufers z.B. Saturn erst durch Schnellläufer wie z.B. Merkur wirksam wird bzw. ausgelöst wird. Aber ich möchte diese Diskussion hier auch nicht weiter vertiefen zumal es auch etwas schwierig erscheint das, was Robert Hand in seinem Buch beschreibt, hier genau wiederzugeben.
Mit freundlichen Grüßen
Manfred Wesemann
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Re: Zeitbestimmung von Transiten

Beitragvon Wolfgang » Di 31. Aug 2010, 19:32

Hallo Herr Wesemann :)

> Insbesondere meint er, dass der Transit eines Langsamläufers z.B. Saturn
> erst durch Schnellläufer wie z.B. Merkur wirksam wird bzw. ausgelöst wird.
Das ist klar und eigentlich auch Grundwissen - dieses Thema konnte ich aber im kopierten Absatz so nicht finden. Man sieht diese Zusammenhänge in Menü Zeitqualität - Zeitverlaufsgrafik sehr anschaulich bzw. hat man das auf den Tag genau, wenn man im Hauptbildschirm die Transite aussen laufen lässt.

Viele Grüße,
Wolfgang Peterat
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Re: Zeitbestimmung von Transiten

Beitragvon mhw » Di 31. Aug 2010, 20:01

Hallo Herr Peterat!
Das habe ich mir schon fast gedacht. Ich habe auch schon ein wenig damit herumexperimentiert, in dem ich mit nur einer Auswahl von Transitplaneten, Radixfaktoren und Orben mir die Transite betrachtet habe. Nochmals vielen Dank für Ihre Mühe.
Mit freundlichen Grüßen
Manfred Wesemann
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